Synthszr Lexikon

Fachbegriffe aus unseren Artikeln, kurz und verständlich erklärt.

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  • 1260H-Liste

    Die 1260H-Liste ist ein vom US-Verteidigungsministerium veröffentlichtes Verzeichnis chinesischer Unternehmen, die aus Sicht der USA mit dem chinesischen Militär verbunden sind. Ein Eintrag bringt kein direktes Verkaufsverbot, schadet aber dem Ruf der Firmen und schließt sie ab 2026 von Aufträgen des US-Militärs aus.

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  • 3D-White-Model

    Ein 3D-White-Model ist eine räumliche Rohfassung eines Objekts oder Gebäudes, die nur Form und Größe zeigt und einheitlich weiß bleibt. Farben, Materialien und Details kommen erst später dazu, wenn die Grundform sitzt.

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  • 4-Bit Floating Point

    4-Bit Floating Point ist ein extrem sparsames Zahlenformat, bei dem eine einzelne Zahl nur vier Bit Speicher belegt und damit lediglich 16 verschiedene Werte annehmen kann. KI-Modelle nutzen es, um mit deutlich weniger Speicher und Strom zu rechnen, wobei sie einen kleinen Verlust an Genauigkeit in Kauf nehmen.

  • 4D-Creation

    4D-Creation bezeichnet Verfahren, mit denen Computerprogramme aus einem Text oder einem Video ein räumliches Objekt erzeugen, das sich zusätzlich über die Zeit bewegt. Das Ergebnis ist kein flaches Video, sondern eine bewegte 3D-Szene, die man von allen Seiten betrachten kann.

A

  • A-Series-Chip

    Der A-Series-Chip ist der zentrale Rechenbaustein, den Apple selbst für iPhones und einige iPads entwerfen lässt. Er vereint Hauptprozessor, Grafikeinheit und einen eigenen Rechenteil für KI-Aufgaben auf einem einzigen Stück Silizium.

  • A/B-Test

    Ein A/B-Test ist ein Vergleich, bei dem zwei Versionen einer Sache gleichzeitig an zufällig aufgeteilte Nutzergruppen ausgeliefert werden. So lässt sich messen, welche Version das gewünschte Verhalten häufiger auslöst, statt es nur zu vermuten.

  • Aarhus-Konvention

    Die Aarhus-Konvention ist ein internationaler Vertrag, der Bürgern drei Rechte in Umweltfragen sichert: Zugang zu Umweltinformationen, Beteiligung an Entscheidungen und den Weg vor Gericht. Sie wurde 1998 im dänischen Aarhus unterzeichnet und gilt in der EU und in Deutschland als geltendes Recht.

  • Ablassbrief

    Ein Ablassbrief war im späten Mittelalter eine käufliche Urkunde der katholischen Kirche, die den Käufern einen Nachlass zeitlicher Sündenstrafen zusicherte. Der Handel damit gilt als einer der Auslöser der Reformation und dient heute als geflügeltes Wort für Freikaufen von schlechtem Gewissen — etwa beim CO₂-Ausgleich.

  • Ablasshändler

    Ablasshändler waren im Mittelalter Männer, die gegen Geld Urkunden der Kirche verkauften, welche kirchliche Strafen für Sünden erlassen sollten. Heute wird das Wort meist als Schimpfwort benutzt: für Anbieter, die gegen Bezahlung ein schlechtes Gewissen beruhigen, ohne das eigentliche Problem zu lösen.

  • Ablationsstudie

    Eine Ablationsstudie ist ein Test, bei dem man einzelne Teile eines KI-Systems absichtlich entfernt oder abschaltet, um zu sehen, wie stark die Leistung darunter leidet. So findet man heraus, welche Bestandteile wirklich zum Erfolg beitragen und welche nur mitlaufen.

  • Abrufverstärkung

    Abrufverstärkung bedeutet, dass ein KI-Sprachprogramm vor dem Antworten passende Textstellen in einer Dokumentensammlung nachschlägt und diese Fundstücke in seine Antwort einbaut. So kann es auch Fragen zu aktuellen oder firmeninternen Inhalten beantworten, die es beim Lernen nie gesehen hat.

  • Abschreibungszyklus

    Der Abschreibungszyklus ist der Zeitraum, über den ein Unternehmen die Kosten einer teuren Anschaffung rechnerisch verteilt. Bei KI-Rechenzentren ist er zur zentralen Streitfrage geworden: Halten die Grafikkarten drei Jahre oder sechs?

  • Access to Justice

    Access to Justice bezeichnet die Frage, ob Menschen ihr Recht tatsächlich durchsetzen können – und nicht daran scheitern, dass Anwälte zu teuer, Verfahren zu lang oder Formulare zu kompliziert sind. Digitale Werkzeuge und KI-Programme sollen diese Hürden senken, werfen aber neue Fragen nach Verlässlichkeit und Verantwortung auf.

  • Account Executive

    Ein Account Executive ist im Vertrieb eines Unternehmens dafür zuständig, aus einem interessierten Gegenüber einen zahlenden Kunden zu machen. In der Tech-Branche verkaufen Account Executives vor allem Software-Abos an andere Firmen und tragen dafür ein festes Umsatzziel.

  • Account-Based Marketing

    Account-Based Marketing ist eine Vertriebsstrategie, bei der ein Unternehmen nicht möglichst viele Kunden anspricht, sondern gezielt einzelne Wunschkunden. Für jede dieser Firmen wird eine eigene, maßgeschneiderte Ansprache entwickelt.

  • ACP-Anbindung

    Eine ACP-Anbindung verbindet ein Computerprogramm mit einem KI-Assistenten über das Agent Communication Protocol, eine festgelegte gemeinsame Sprache für solche Gespräche. Dadurch können Programme verschiedener Hersteller Aufträge austauschen, ohne für jede Kombination eigene Zusatzarbeit.

  • Acqui-Hire

    Ein Acqui-Hire ist der Kauf einer Firma, bei dem es dem Käufer vor allem um deren Mitarbeiter geht und kaum um das Produkt. Besonders in der KI-Branche zahlen große Konzerne so hohe Summen, um erfahrene Entwicklerteams als Ganzes zu bekommen.

  • Acquihire

    Ein Acquihire ist ein Firmenkauf, bei dem es dem Käufer vor allem um die Mitarbeiter geht und nicht um das Produkt. Besonders in der KI-Branche zahlen große Konzerne so hohe Summen für kleine Teams mit seltenem Fachwissen.

  • Action Prediction

    Action Prediction bezeichnet Verfahren, die aus laufenden Beobachtungen vorhersagen, welche Handlung ein Mensch oder eine Maschine als Nächstes ausführt. Solche Vorhersagen stecken in selbstfahrenden Autos, in Robotern und in Kameras, die Bewegungen auswerten.

  • Activation Capping

    Activation Capping ist eine Technik beim Bau von KI-Systemen, bei der die Zwischenergebnisse im Inneren eines Netzes nach oben und unten begrenzt werden. Das verhindert, dass einzelne extrem große Zahlen die Rechnung stören oder das Lernen zum Absturz bringen.

  • Active Directory

    Active Directory ist ein Verzeichnisdienst von Microsoft, der in Unternehmen alle Benutzerkonten, Passwörter und Computer zentral verwaltet. Es entscheidet bei jeder Anmeldung, wer sich einloggen darf und auf welche Daten diese Person zugreifen kann.

  • Active Parameters

    Active Parameters bezeichnen den Teil der einstellbaren Zahlenwerte eines KI-Modells, der bei einer einzelnen Anfrage tatsächlich mitrechnet. Bei modernen Sprachmodellen ist das oft nur ein Bruchteil der Gesamtzahl, was den Betrieb deutlich billiger macht.

  • Activity Metrics

    Activity Metrics sind Zahlen, die messen, wie oft und wie intensiv Menschen ein Produkt tatsächlich benutzen. Sie zeigen Aktivität, sagen aber für sich genommen nichts darüber, ob ein Unternehmen damit Geld verdient.

  • ActivityPub

    ActivityPub ist eine gemeinsame Sprache, mit der verschiedene soziale Netzwerke Beiträge und Abos austauschen können. Wer bei einem Dienst angemeldet ist, kann damit Menschen bei einem ganz anderen Dienst folgen.

  • Adam-Optimierer

    Der Adam-Optimierer ist ein Rechenverfahren, das beim Training von KI-Modellen bestimmt, wie stark die internen Einstellwerte nach jedem Lernschritt verändert werden. Er passt die Schrittweite für jeden Wert einzeln an und ist seit 2015 das Standardverfahren beim Training neuronaler Netze.

  • Adapter (Parameter-effizientes Fine-Tuning)

    Adapter sind kleine zusätzliche Bausteine, die man in ein bereits trainiertes KI-Modell einsetzt, um es für eine neue Aufgabe anzupassen. Statt das gesamte Modell neu zu trainieren, verändert man nur diese wenigen Bausteine – das spart Rechenzeit, Speicher und Geld.

  • Adapter-Pattern

    Das Adapter-Pattern ist eine bewährte Lösung in der Softwareentwicklung: Ein Zwischenstück übersetzt die Sprache eines Programmteils in die Sprache eines anderen, damit beide zusammenarbeiten können, ohne verändert zu werden. Der Name kommt vom Reiseadapter, der einen deutschen Stecker in eine britische Steckdose passen lässt.

  • Adaptives Reasoning

    Adaptives Reasoning bedeutet, dass ein KI-System selbst entscheidet, wie viel Denkarbeit eine Aufgabe verdient: Einfaches wird sofort beantwortet, Schwieriges bekommt mehr Rechenzeit. Das spart Kosten und verbessert gleichzeitig die Qualität bei kniffligen Fragen.

  • ADAS

    ADAS ist die Sammelbezeichnung für elektronische Helfer im Auto, die den Fahrer beim Lenken, Bremsen und Beobachten der Umgebung unterstützen. Dazu gehören Notbremsassistent, Spurhalteassistent und adaptiver Tempomat – der Mensch bleibt aber verantwortlich.

  • Add-in

    Ein Add-in ist ein kleines Zusatzprogramm, das ein bestehendes Programm um neue Funktionen erweitert, ohne dass man dessen Grundgerüst verändert. Bekannt sind Add-ins vor allem aus Office-Programmen wie Excel oder Word, wo sie heute oft KI-Funktionen nachrüsten.

  • Admission Handshake

    Ein Admission Handshake ist ein kurzer Austausch von Nachrichten, mit dem ein Computerdienst vorab klärt, ob er eine neue Anfrage überhaupt annehmen kann. Erst wenn beide Seiten zustimmen, beginnt die eigentliche Arbeit — sonst wird die Anfrage sofort abgelehnt oder in eine Warteschlange gestellt.

  • Adoptionsgeschwindigkeit

    Die Adoptionsgeschwindigkeit beschreibt, wie schnell sich eine neue Technologie unter Nutzern oder Unternehmen verbreitet. Sie wird meist daran gemessen, wie lange es dauert, bis eine bestimmte Zahl von Menschen ein Produkt regelmäßig verwendet.

  • Adoptionsrate

    Die Adoptionsrate misst, welcher Anteil einer Gruppe eine neue Technologie tatsächlich nutzt. Sie zeigt, ob sich eine Neuheit wirklich durchsetzt oder nur viel Aufmerksamkeit bekommt.

  • Adressierbarer Markt

    Der adressierbare Markt ist der Umsatz, den ein Unternehmen mit einem Produkt theoretisch erreichen könnte, wenn es alle möglichen Kunden gewinnen würde. Die Zahl ist eine Schätzung und beschreibt eine Obergrenze, keinen realistischen Umsatz.

  • ADS-B

    ADS-B ist ein Funkverfahren, mit dem Flugzeuge ihre eigene Position, Höhe und Geschwindigkeit ständig selbst aussenden. Weil diese Signale unverschlüsselt sind, kann sie jeder mit einem günstigen Empfänger mitlesen – davon leben Flugverfolgungs-Seiten wie Flightradar24.

  • AdTech

    AdTech ist die Sammelbezeichnung für alle Programme und Systeme, mit denen Werbung im Internet automatisch ausgewählt, versteigert und ausgeliefert wird. Sie entscheidet in Sekundenbruchteilen, welche Anzeige ein einzelner Nutzer auf einer Webseite oder in einer App zu sehen bekommt.

  • Advanced Encryption Standard

    Der Advanced Encryption Standard, kurz AES, ist ein weltweit genutztes Verfahren, um Daten unlesbar zu machen und später wieder lesbar zu machen. Er sichert Bankgeschäfte, WLAN-Verbindungen, Messenger-Nachrichten und verschlüsselte Festplatten.

  • Advanced Packaging

    Advanced Packaging bezeichnet moderne Verfahren, mit denen mehrere Chips extrem dicht zu einem einzigen Bauteil zusammengesetzt werden. Weil sich einzelne Chips kaum noch verkleinern lassen, entscheidet dieser Zusammenbau heute mit darüber, wie schnell KI-Beschleuniger rechnen.

  • Advantage+

    Advantage+ ist eine Produktfamilie von Meta, bei der Software statt Menschen entscheidet, wem eine Werbeanzeige auf Facebook und Instagram gezeigt wird. Der Werbetreibende gibt nur Ziel, Budget und Material vor, die Feinsteuerung übernimmt das System automatisch.

  • Adversariales Beispiel

    Ein adversariales Beispiel ist eine Eingabe, die für Menschen völlig normal aussieht, ein Computerprogramm zur Bilderkennung oder Textanalyse aber gezielt in die Irre führt. Schon winzige, kaum sichtbare Änderungen an einem Foto können dazu führen, dass das Programm etwas völlig anderes erkennt.

  • Adversariales Training

    Adversariales Training ist ein Verfahren, bei dem ein KI-System gezielt mit manipulierten Beispielen geübt wird, die es normalerweise täuschen würden. Dadurch wird es robuster gegen absichtliche Angriffe und gegen ungewöhnliche Eingaben.

  • Aeroderivativ-Gasturbine

    Eine Aeroderivativ-Gasturbine ist ein Stromerzeuger, dessen Technik von Flugzeugtriebwerken abgeleitet ist. Sie ist kleiner und leichter als klassische Kraftwerksturbinen und liefert innerhalb weniger Minuten volle Leistung.

  • AES

    AES ist das weltweit meistgenutzte Verfahren, um Daten so zu verschlüsseln, dass nur jemand mit dem passenden Schlüssel sie lesen kann. Es steckt in WLAN, Messengern, Bankkarten und Festplattenverschlüsselung — meist unsichtbar im Hintergrund.

  • Affiliate-Marketing

    Affiliate-Marketing ist eine Form der Werbung, bei der ein Partner Kunden zu einem Anbieter schickt und nur dann Geld bekommt, wenn daraus tatsächlich ein Kauf oder eine Anmeldung wird. Bezahlt wird also nicht die Werbefläche, sondern das Ergebnis.

  • AGB

    AGB steht für „Allgemeine Geschäftsbedingungen“ — die vorformulierten Regeln, die ein Anbieter für alle Kunden gleichzeitig festlegt. Bei Apps, Onlineshops und KI-Diensten regeln sie unter anderem, was mit deinen Eingaben passiert und wofür der Anbieter haftet.

  • Agency Quotient

    Der Agency Quotient ist ein vorgeschlagener Kennwert dafür, wie selbstständig ein Computerprogramm handelt – also wie viel es ohne Nachfrage beim Menschen entscheidet und ausführt. Er ist kein einheitlich genormter Messwert, sondern eine Denkfigur, die in Debatten über selbstständig arbeitende KI-Systeme auftaucht.

  • Agency-as-a-Service

    Agency-as-a-Service bezeichnet Dienstleistungen, die früher eine Agentur mit Menschen erbracht hat und die heute größtenteils von Software mit künstlicher Intelligenz übernommen werden. Kunden buchen dabei kein Werkzeug und keine Arbeitsstunden, sondern ein fertiges Ergebnis zum Monatspreis.

  • Agent

    Ein Agent ist ein KI-System, das nicht nur antwortet, sondern eine Aufgabe selbst in Schritte zerlegt und dabei Werkzeuge wie Suchmaschinen, Programme oder Datenbanken benutzt. Er arbeitet also weiter, bis ein Ziel erreicht ist, statt nach einer Antwort zu stoppen.

  • Agent Client Protocol

    Das Agent Client Protocol (ACP) ist eine gemeinsame Sprache, über die ein Programmier-Werkzeug mit einem KI-Assistenten redet. Es sorgt dafür, dass derselbe Assistent in ganz verschiedenen Editoren funktioniert, ohne für jeden neu angepasst zu werden.

  • Agent Memory

    Agent Memory bezeichnet die Fähigkeit eines selbstständig arbeitenden KI-Programms, Informationen aus früheren Aufgaben und Gesprächen zu speichern und später wieder zu verwenden. Ohne dieses Gedächtnis beginnt ein solches Programm bei jedem Start wieder bei null.

  • Agent Mode

    Der Agent Mode ist eine Betriebsart von KI-Programmen, in der die Software eine Aufgabe nicht nur beantwortet, sondern sie in Schritten selbst abarbeitet. Sie darf dabei Werkzeuge benutzen, etwa im Internet suchen, Dateien ändern oder Programme starten.

  • Agent-as-a-Judge

    Agent-as-a-Judge bedeutet: Ein Computerprogramm mit Künstlicher Intelligenz bewertet die Arbeit eines anderen solchen Programms — und darf dafür selbst tätig werden, also Dateien öffnen, Code ausführen oder nachfragen. Es ist die Weiterentwicklung von Verfahren, bei denen eine KI nur den fertigen Antworttext eines anderen Systems beurteilt.

  • Agent-Framework

    Ein Agent-Framework ist eine fertige Softwaresammlung, mit der Entwickler Programme bauen, die eine Aufgabe selbstständig in Teilschritte zerlegen und diese Schritte nacheinander abarbeiten. Es liefert die immer gleichen Bausteine dafür: Gedächtnis, Zugriff auf Werkzeuge wie Suchmaschinen und eine Schleife, die den Ablauf kontrolliert.

  • Agent-Harness

    Ein Agent-Harness ist das Programmgerüst um ein KI-Sprachmodell herum, das dessen Antworten in echte Arbeitsschritte umsetzt: Dateien lesen, Befehle ausführen, Ergebnisse zurückmelden. Das Modell denkt, der Harness handelt und kontrolliert.

  • Agent-Identifikation

    Agent-Identifikation bezeichnet Verfahren, mit denen ein Computerprogramm, das selbstständig Aufgaben im Internet erledigt, sich gegenüber anderen Systemen ausweist. Sie soll klären, wer hinter einem automatischen Zugriff steht und was dieses Programm überhaupt tun darf.

  • Agent-Loop

    Ein Agent-Loop ist der Kreislauf, in dem ein KI-Programm eine Aufgabe schrittweise abarbeitet: Es überlegt, führt eine Aktion aus, sieht sich das Ergebnis an und entscheidet dann neu. Diese Schleife wiederholt sich, bis das Ziel erreicht ist oder eine Grenze greift.

  • Agent-Plugins

    Agent-Plugins sind Zusatzmodule, mit denen ein KI-Programm Dinge tun kann, die es von sich aus nicht kann: rechnen, im Netz suchen, eine Bestellung auslösen. Sie erweitern ein Sprachmodell also von einem reinen Textautomaten zu einem Werkzeug, das in anderer Software wirklich etwas bewirkt.

  • Agent-Runtime

    Eine Agent-Runtime ist die Software, die ein KI-Programm während seiner Arbeit steuert: Sie ruft das Sprachmodell auf, führt dessen Werkzeugaufrufe aus und merkt sich den Zwischenstand. Sie ist damit die Umgebung, in der aus einem Textmodell ein handelndes Programm wird.

  • Agent-Schwarm

    Ein Agent-Schwarm ist eine Gruppe von KI-Programmen, die eine Aufgabe untereinander aufteilen und sich gegenseitig Zwischenergebnisse zuschicken. Statt eines einzelnen Systems arbeiten mehrere spezialisierte Einheiten parallel an Teilaufgaben und setzen das Ergebnis am Ende zusammen.

  • Agent-to-Agent-Kommunikation

    Agent-to-Agent-Kommunikation bezeichnet den direkten Austausch zwischen zwei oder mehr KI-Programmen, die selbstständig Aufgaben erledigen. Statt dass ein Mensch jeden Zwischenschritt anstößt, geben die Programme Aufträge, Zwischenergebnisse und Rückfragen untereinander weiter.

  • Agent-zu-System-Konnektivität

    Agent-zu-System-Konnektivität bezeichnet die technische Verbindung zwischen einem KI-Programm, das selbstständig Aufgaben erledigt, und der Software eines Unternehmens, in der die eigentlichen Daten und Vorgänge liegen. Sie entscheidet darüber, ob ein solches Programm nur Texte schreibt oder tatsächlich Bestellungen auslöst, Termine einträgt und Rechnungen prüft.

  • Agenten-Framework

    Ein Agenten-Framework ist eine fertige Software-Grundlage, mit der Entwickler Programme bauen, die Aufgaben selbstständig in mehreren Schritten abarbeiten. Es liefert die Bausteine dafür: Planung, Gedächtnis, Zugriff auf Werkzeuge wie Suchmaschinen und die Wiederholung von Schritten, bis das Ziel erreicht ist.

  • Agenten-Loop

    Ein Agenten-Loop ist ein wiederholter Ablauf, in dem ein KI-Programm überlegt, eine Aktion ausführt, das Ergebnis anschaut und daraufhin den nächsten Schritt plant. Diese Schleife läuft so lange, bis die Aufgabe erledigt ist oder eine Grenze erreicht wird.

  • Agenten-Schwarm

    Ein Agenten-Schwarm ist eine Gruppe von KI-Programmen, die an einer Aufgabe zusammenarbeiten, statt dass ein einzelnes Programm alles allein macht. Jedes Programm übernimmt einen Teilschritt, gibt sein Ergebnis weiter und kontrolliert manchmal die Arbeit der anderen.

  • Agenten-Workspace

    Ein Agenten-Workspace ist eine abgeschottete digitale Arbeitsumgebung, in der ein KI-Programm selbstständig Aufgaben erledigt: mit eigenen Dateien, eigenen Werkzeugen und eigenem Speicher. Er trennt das, was die Software anfassen darf, vom Rest des Systems.

  • Agentic Commerce

    Agentic Commerce bezeichnet Einkäufe, die ein Computerprogramm im Auftrag eines Menschen selbstständig erledigt: Es sucht Produkte, vergleicht Angebote und schließt den Kauf ab. Der Mensch gibt nur noch das Ziel und die Grenzen vor, etwa ein Budget.

  • Agentic Development Environment

    Ein Agentic Development Environment ist ein Programm zum Schreiben von Software, in dem KI-Assistenten Aufgaben selbstständig über mehrere Schritte ausführen. Der Mensch beschreibt das Ziel, prüft die Ergebnisse und gibt sie frei, statt jede Zeile selbst zu tippen.

  • Agentic Loop

    Ein Agentic Loop ist ein sich wiederholender Ablauf, in dem ein KI-Programm ein Ziel in Schritte zerlegt, einen Schritt ausführt, das Ergebnis prüft und daraus den nächsten Schritt ableitet. Statt einer einzigen Antwort entsteht so eine Kette von Handlungen, die erst endet, wenn die Aufgabe erledigt ist oder abgebrochen wird.

  • Agentic Ransomware

    Agentic Ransomware ist Erpressungssoftware, die ein KI-Programm als selbstständigen Helfer nutzt: Es sucht auf einem fremden Computer eigenständig nach wertvollen Dateien, verschlüsselt sie und verlangt Geld. Anders als bei älteren Schadprogrammen sind die einzelnen Schritte nicht fest vorgegeben, sondern werden während des Angriffs entschieden.

  • Agentic Search

    Agentic Search bezeichnet eine Suche, bei der ein KI-Programm die Recherche selbst steuert: Es formuliert eigene Suchanfragen, liest die Treffer, bemerkt Lücken und sucht so lange weiter, bis es eine Antwort zusammenstellen kann. Statt einer Trefferliste bekommt man ein Ergebnis mit Quellenangaben.

  • Agentic-as-a-Service

    Agentic-as-a-Service bezeichnet fertig gebuchte KI-Programme, die Aufgaben selbstständig in mehreren Schritten abarbeiten, statt nur Texte auszugeben. Der Anbieter betreibt sie in seinen Rechenzentren, der Kunde bezahlt pro Nutzung oder pro erledigter Aufgabe.

  • Agentische KI

    Agentische KI beschreibt Computerprogramme, die eine Aufgabe nicht nur beantworten, sondern selbst in Schritte zerlegen und diese Schritte nacheinander ausführen. Sie dürfen dabei Werkzeuge benutzen, etwa im Internet suchen, Dateien öffnen oder E-Mails verschicken.

  • Agentische Schleife

    Die agentische Schleife ist das Grundmuster, nach dem KI-Programme selbstständig arbeiten: nachdenken, eine Aktion ausführen, das Ergebnis ansehen, weitermachen. Dieser Kreislauf wiederholt sich, bis die Aufgabe erledigt ist.

  • Agentischer Harness

    Ein agentischer Harness ist das Programm, das ein Sprachmodell zu einem selbstständig arbeitenden Assistenten macht: Es ruft das Modell wiederholt auf, führt dessen Vorschläge aus und speist die Ergebnisse zurück. Ohne diesen Rahmen könnte ein Modell nur Text ausgeben, aber nichts tun.

  • Agentisches Betriebssystem

    Ein agentisches Betriebssystem ist eine Software-Schicht, die selbstständig handelnde KI-Programme verwaltet: Sie startet sie, teilt ihnen Rechenzeit und Rechte zu und protokolliert, was sie tun. Der Begriff überträgt die Rolle von Windows oder Android auf eine Welt, in der nicht Menschen, sondern KI-Programme die Aufgaben ausführen.

  • Agentisches KI-System

    Ein agentisches KI-System beantwortet nicht nur Fragen, sondern verfolgt ein Ziel über mehrere Schritte und benutzt dabei selbstständig Werkzeuge wie Suchmaschinen, Kalender oder Programmcode. Es plant, handelt, prüft das Ergebnis und korrigiert sich, bis die Aufgabe erledigt ist.

  • Aggregation

    Aggregation bedeutet, viele Einzelwerte zu wenigen Gesamtwerten zusammenzufassen — etwa tausend Messwerte zu einem Durchschnitt. In der KI und in der Datenverarbeitung ist sie ein Grundwerkzeug, weil sie Datenmengen handhabbar macht und dabei Muster sichtbar werden lässt.

  • Aggregator

    Ein Aggregator ist ein Dienst, der Inhalte oder Angebote aus vielen fremden Quellen an einer Stelle sammelt und geordnet anzeigt. Google, Booking.com oder ein Nachrichten-Feed sind typische Beispiele: Sie produzieren selbst kaum etwas, kontrollieren aber den Zugang zu den Anbietern.

  • AGI

    AGI steht für eine Künstliche Intelligenz, die nicht nur eine Aufgabe beherrscht, sondern beliebige geistige Aufgaben auf menschlichem Niveau lösen könnte. Bisher existiert so ein System nicht — der Begriff beschreibt ein Ziel, über dessen Definition selbst Fachleute streiten.

  • AGPL

    Die AGPL ist eine Lizenz für frei verfügbaren Programmcode, die verlangt, dass Änderungen wieder offengelegt werden. Ihre Besonderheit: Diese Pflicht gilt auch dann, wenn die Software nur als Online-Dienst angeboten und gar nicht verteilt wird.

  • AGPL-3.0

    AGPL-3.0 ist eine Lizenz für frei verfügbare Software. Sie verlangt, dass jeder, der das Programm verändert und über das Internet anbietet, den veränderten Programmtext offenlegt.

  • AI Act

    Der AI Act ist das Gesetz der Europäischen Union für künstliche Intelligenz. Es sortiert Anwendungen nach ihrem Risiko und schreibt vor, welche verboten sind und welche nur unter strengen Auflagen erlaubt bleiben.

  • AI Action Plan

    Der AI Action Plan ist ein Regierungsprogramm, das festlegt, wie ein Staat künstliche Intelligenz fördern und regeln will. Der bekannteste ist der Plan der US-Regierung von Juli 2025, der vor allem auf Tempo, Rechenzentren und wenig Bürokratie setzt.

  • AI Before Design

    AI Before Design bezeichnet eine Arbeitsweise, bei der zuerst geklärt wird, was eine künstliche Intelligenz in einem Produkt leisten kann, und erst danach die Bedienoberfläche entworfen wird. Der Ansatz kehrt die übliche Reihenfolge um, bei der ein Produkt fertig gestaltet wird und KI später eingebaut wird.

  • AI Control Problem

    Das AI Control Problem ist die Frage, wie Menschen sehr leistungsfähige Computersysteme dauerhaft unter Kontrolle behalten können. Es geht darum, dass ein System genau das tut, was gemeint war – und dass man es notfalls korrigieren oder abschalten kann.

  • AI Debt

    AI Debt bezeichnet die versteckten Folgekosten, die entstehen, wenn Firmen KI-Systeme schnell einbauen und die Aufräumarbeit auf später verschieben. Der Begriff ist an Schulden angelehnt: Man spart heute Zeit und zahlt später mit Zinsen.

  • AI Discoverability

    AI Discoverability beschreibt, wie gut ein Unternehmen, eine Marke oder ein Text von Chat-Assistenten wie ChatGPT gefunden, verstanden und in deren Antworten erwähnt wird. Sie tritt neben die klassische Sichtbarkeit in Suchmaschinen, weil immer mehr Menschen Fragen direkt an ein Programm statt an eine Trefferliste stellen.

  • AI Flywheel

    Das AI Flywheel beschreibt einen Kreislauf, in dem ein KI-Produkt durch seine Nutzer besser wird: mehr Nutzer erzeugen mehr Daten, mit denen sich das Produkt verbessern lässt, was wieder mehr Nutzer anzieht. Der Begriff stammt aus der Wirtschaft und erklärt, warum Vorsprünge bei KI-Firmen oft immer größer werden.

  • AI Gateway

    Ein AI Gateway ist eine Software-Zwischenstelle, durch die alle KI-Anfragen eines Unternehmens laufen. Sie verteilt die Anfragen an die passenden KI-Anbieter, zählt die Kosten mit und blockiert unerwünschte Inhalte.

  • AI Gigafactory

    Eine AI Gigafactory ist ein extrem großes Rechenzentrum, das eigens für das Training sehr großer KI-Systeme gebaut wird. Der Begriff stammt aus der EU-Politik und beschreibt Anlagen mit zehntausenden Spezialchips, eigenem Stromanschluss und Investitionen im Milliardenbereich.

  • AI Governance

    AI Governance bezeichnet alle Regeln, Zuständigkeiten und Kontrollen, mit denen ein Unternehmen oder ein Staat den Einsatz künstlicher Intelligenz steuert. Es geht nicht um die Technik selbst, sondern um die Frage, wer entscheidet, wer haftet und was erlaubt ist.

  • AI Infidelity

    AI Infidelity beschreibt den Fall, dass jemand in einer Beziehung eine enge, oft romantische oder sexuelle Bindung zu einem Computerprogramm aufbaut, das menschliche Gespräche nachahmt. Der Begriff ist keine juristische Kategorie, sondern eine Beschreibung eines neuen Konflikts in Partnerschaften.

  • AI Mode

    AI Mode ist eine Betriebsart der Google-Suche, in der man keine Linkliste bekommt, sondern eine ausformulierte Antwort von einem Programm, das Texte selbst erzeugt. Man kann anschließend weiterfragen, so wie in einem Chat.

  • AI Notetaker

    Ein AI Notetaker ist ein Programm, das an Videokonferenzen teilnimmt, das Gesprochene mitschreibt und daraus automatisch ein Protokoll mit Aufgabenliste erstellt. Solche Werkzeuge sind in Diensten wie Zoom, Microsoft Teams oder Google Meet inzwischen fest eingebaut.

  • AI Overviews

    AI Overviews sind von Google automatisch erzeugte Zusammenfassungen, die bei vielen Suchanfragen ganz oben stehen und die Frage direkt beantworten. Sie ersetzen einen Teil der klassischen Ergebnisliste und verändern damit, wie viele Besucher noch auf Webseiten klicken.

  • AI Slop

    AI Slop bezeichnet massenhaft von Software erzeugte Texte, Bilder oder Videos ohne erkennbaren Wert, die vor allem Klicks und Werbeeinnahmen bringen sollen. Der Begriff ist abwertend gemeint und beschreibt ein Mengenproblem: Solche Inhalte verstopfen Suchmaschinen, soziale Netzwerke und Onlineshops.

  • AI-AirPods

    AI-AirPods ist die geläufige Bezeichnung für Apples drahtlose Ohrhörer, die Funktionen mit künstlicher Intelligenz anbieten – etwa das Übersetzen fremder Sprachen in Echtzeit. Der Begriff steht zugleich für die Idee, Ohrhörer vom reinen Abspielgerät zum ständigen Assistenten zu machen.

  • AI-Crawler

    Ein AI-Crawler ist ein Programm, das automatisch Webseiten abruft und deren Inhalte sammelt, damit Firmen damit KI-Systeme trainieren oder Fragen von Nutzern beantworten können. Weil dabei fremde Texte und Bilder ohne Gegenleistung genutzt werden, streiten Medienhäuser, Behörden und KI-Firmen seit Jahren über diese Bots.

  • AI-Factory

    Eine AI-Factory ist ein Rechenzentrum, das fast ausschließlich für künstliche Intelligenz gebaut wird: Tausende Spezialchips arbeiten dort rund um die Uhr an einer einzigen Aufgabe. Der Begriff betont, dass solche Anlagen wie eine Fabrik funktionieren, die aus Strom und Daten fertige KI-Antworten und KI-Modelle produziert.

  • AI-First

    AI-First beschreibt die Haltung eines Unternehmens, jedes Produkt und jeden Arbeitsablauf zuerst mit künstlicher Intelligenz zu denken statt sie nachträglich einzubauen. Der Begriff ist kein technisches Verfahren, sondern eine strategische Entscheidung – und in Firmenmitteilungen oft auch ein Werbeversprechen.

  • AI-Hochleistungschips

    AI-Hochleistungschips sind besonders schnelle Rechenbausteine, die auf die Mathematik hinter künstlicher Intelligenz zugeschnitten sind. Sie erledigen extrem viele einfache Rechnungen gleichzeitig und sind deshalb die teuerste und knappste Zutat moderner KI-Systeme.

  • AI-Native

    AI-Native beschreibt Produkte oder Unternehmen, die von Anfang an um künstliche Intelligenz herum gebaut wurden, statt sie später zu ergänzen. Der Begriff grenzt solche Angebote von klassischer Software ab, die eine KI-Funktion nachträglich eingebaut bekommt.

  • AI-PC

    Ein AI-PC ist ein Computer mit einem zusätzlichen Spezialchip, der KI-Aufgaben direkt im Gerät berechnet. Dadurch laufen Funktionen wie Übersetzen, Bildbearbeitung oder Sprachassistenten ohne Umweg über Rechenzentren im Internet.

  • AI-Referrals

    AI-Referrals sind Besucher, die eine Webseite über einen KI-Chatbot erreichen, weil dieser in seiner Antwort einen Link auf die Seite gesetzt hat. Sie gelten als neue Quelle für Website-Besuche neben der klassischen Suchmaschine – bislang jedoch in sehr geringer Menge.

  • AI-Stimmen

    AI-Stimmen sind künstlich erzeugte Sprechstimmen, die von einem Computerprogramm aus Text berechnet werden und dabei wie echte Menschen klingen. Sie stecken in Hörbüchern, Navigationsgeräten und Synchronfassungen – lassen sich aber auch missbrauchen, um die Stimme einer bestimmten Person nachzuahmen.

  • AIME

    AIME ist ein schwerer amerikanischer Mathematikwettbewerb für Schülerinnen und Schüler, dessen Aufgaben heute auch benutzt werden, um KI-Systeme zu testen. Weil jede Antwort eine ganze Zahl zwischen 0 und 999 ist, lässt sich maschinell eindeutig prüfen, ob ein Modell richtig gerechnet hat.

  • Aktive Parameter

    Aktive Parameter sind der Teil der einstellbaren Zahlenwerte eines KI-Modells, der für eine einzelne Anfrage wirklich mitrechnet. Bei manchen Modellen ist das nur ein Bruchteil der Gesamtzahl, was den Betrieb deutlich billiger macht.

  • Aktive Parameter bei Mixture-of-Experts

    Aktive Parameter sind der Teil eines KI-Modells, der bei einer einzelnen Anfrage wirklich mitrechnet. Bei Modellen mit Expertenaufteilung ist diese Zahl viel kleiner als die Gesamtzahl der Parameter — und sie bestimmt, wie schnell und wie teuer das Modell antwortet.

  • Aktivierte Parameter

    Aktivierte Parameter sind der Teil der gelernten Stellwerte eines KI-Modells, der für eine einzelne Anfrage wirklich mitrechnet. Die Zahl sagt mehr über Geschwindigkeit und Kosten aus als die oft genannte Gesamtgröße des Modells.

  • Aktivierte Parameterzahl

    Die aktivierte Parameterzahl gibt an, wie viele der eingestellten Werte eines KI-Modells bei einer einzelnen Anfrage tatsächlich mitrechnen. Sie kann deutlich kleiner sein als die Gesamtzahl und entscheidet mit darüber, wie schnell und wie teuer ein Modell im Betrieb ist.

  • Aktivierung

    Eine Aktivierung ist der Zahlenwert, den eine einzelne Recheneinheit in einem künstlichen neuronalen Netz gerade ausgibt. Diese Zwischenergebnisse wandern Schicht für Schicht durch das Netz und bestimmen am Ende, welche Antwort herauskommt.

  • Aktivierung (neuronales Netz)

    Eine Aktivierung ist der Zahlenwert, den eine einzelne Recheneinheit in einem künstlichen neuronalen Netz gerade ausgibt. Alle Aktivierungen zusammen bilden den Zwischenstand, mit dem das Netz eine Eingabe schrittweise in eine Antwort verwandelt.

  • Aktivierungsenergie

    Die Aktivierungsenergie ist die Mindestenergie, die eine chemische Reaktion braucht, um überhaupt in Gang zu kommen. Sie erklärt, warum Holz bei Zimmertemperatur nicht von selbst verbrennt, obwohl das Verbrennen insgesamt Energie freisetzt – und warum ein Streichholz reicht, um es doch zu tun.

  • Aktivierungsraum

    Der Aktivierungsraum ist der Zahlenraum, in dem ein KI-System seine Zwischenergebnisse ablegt, während es eine Eingabe verarbeitet. Ähnliche Inhalte landen dort an ähnlichen Stellen, weshalb Forscher diesen Raum untersuchen, um zu verstehen, was ein Modell intern eigentlich denkt.

  • Akzeptanzrate

    Die Akzeptanzrate misst, welcher Anteil der Vorschläge eines Computerprogramms von den Nutzern tatsächlich übernommen wird. Sie ist besonders bei Programmierhilfen wie GitHub Copilot die wichtigste Kennzahl dafür, ob ein System im Alltag wirklich nützt.

  • Alexa

    Alexa ist der Sprachassistent von Amazon: ein Programm, das gesprochene Befehle versteht und darauf reagiert, etwa Musik abspielt oder Lampen schaltet. Bekannt wurde es durch die Lautsprecher der Echo-Reihe, seit 2025 arbeitet dahinter zusätzlich eine neuere KI-Technik.

  • Algebraische Zahlentheorie

    Die algebraische Zahlentheorie untersucht ganze Zahlen und ihre Teilbarkeit, indem sie den Zahlbereich gezielt erweitert. Sie liefert unter anderem die mathematische Grundlage für moderne Verschlüsselung.

  • Algorithmic Bias

    Algorithmic Bias bezeichnet eine systematische Schieflage in automatisch getroffenen Entscheidungen: Ein Computerprogramm behandelt bestimmte Gruppen von Menschen regelmäßig schlechter als andere. Ursache sind meist die Daten, aus denen das Programm gelernt hat, nicht eine böse Absicht der Entwickler.

  • Algorithmic Monoculture

    Algorithmic Monoculture beschreibt eine Lage, in der viele Unternehmen oder Behörden dieselbe automatische Entscheidungsregel verwenden. Weil dann alle nach denselben Maßstäben urteilen, treffen dieselben Menschen überall auf dieselbe Absage — und ein Fehler in der Regel wirkt sich sofort flächendeckend aus.

  • Alignment

    Alignment bezeichnet die Aufgabe, ein KI-System so auszurichten, dass es tatsächlich das tut, was Menschen von ihm wollen — und nicht nur das, was zufällig in seiner Aufgabenbeschreibung steht. Der Begriff umfasst sowohl technische Verfahren als auch die Frage, an welchen Werten man ein System überhaupt ausrichtet.

  • Alignment-Vortraining

    Alignment-Vortraining bedeutet, dass ein KI-System schon während des ersten großen Lernprozesses auf erwünschtes Verhalten hin geformt wird — nicht erst durch Nachbesserungen am Ende. Erwünschte und unerwünschte Beispiele werden dabei von Anfang an unterschiedlich behandelt.

  • All-Hands-Meeting

    Ein All-Hands-Meeting ist eine Versammlung, zu der ein Unternehmen alle Mitarbeitenden gleichzeitig einlädt. Die Führung berichtet dort über Zahlen, Pläne und Entscheidungen und beantwortet anschließend Fragen aus der Belegschaft.

  • All-you-can-eat-Modell

    Ein All-you-can-eat-Modell ist ein Preismodell, bei dem Kunden einen festen Betrag zahlen und dafür ein Angebot so oft nutzen dürfen, wie sie wollen. Der Name kommt vom Buffet im Restaurant: ein Preis, beliebig viele Portionen.

  • Allow-List

    Eine Allow-List ist eine Liste, die genau festlegt, wer oder was erlaubt ist – alles andere wird automatisch abgelehnt. Sie ist das Gegenstück zur Sperrliste, die umgekehrt nur einzelne Dinge verbietet und den Rest durchlässt.

  • Alpha-Phase

    Die Alpha-Phase ist der frühe Abschnitt in der Entwicklung eines Programms, in dem es zwar schon läuft, aber noch unfertig und fehleranfällig ist. Getestet wird meist nur intern oder von einer kleinen ausgewählten Gruppe.

  • AlphaGenome

    AlphaGenome ist ein KI-Modell der Google-Tochter DeepMind, das vorhersagt, welche Wirkung einzelne Stellen im menschlichen Erbgut haben. Es soll Forschenden helfen zu verstehen, warum bestimmte Abweichungen im Erbgut Krankheiten auslösen können.

  • AlphaGo-Moment

    Als AlphaGo-Moment bezeichnet man den Zeitpunkt, an dem ein Computerprogramm eine Aufgabe plötzlich besser löst als der beste Mensch – und dabei Lösungen findet, auf die Fachleute nie gekommen wären. Der Ausdruck geht auf das Brettspielprogramm AlphaGo zurück, das 2016 den Weltklassespieler Lee Sedol schlug.

  • Altersverifikation

    Altersverifikation bezeichnet alle technischen Verfahren, mit denen ein Onlinedienst prüft, wie alt eine Nutzerin oder ein Nutzer wirklich ist. Sie reicht vom simplen Klick auf "Ich bin über 18" bis zum Abgleich mit dem Personalausweis oder einer Schätzung per Gesichtsanalyse.

  • Always-on-Agent

    Ein Always-on-Agent ist ein Computerprogramm mit künstlicher Intelligenz, das dauerhaft im Hintergrund läuft und selbst entscheidet, wann es aktiv wird. Anders als ein Chatbot wartet es nicht auf eine Frage, sondern beobachtet Ereignisse und handelt von sich aus.

  • Always-on-Sensorik

    Always-on-Sensorik bezeichnet Sensoren in Geräten wie Handys, Uhren oder Lautsprechern, die dauerhaft messen, statt nur nach dem Einschalten. Sie verbrauchen dabei extrem wenig Strom und wecken das restliche Gerät erst, wenn wirklich etwas passiert.

  • Ambient Agent

    Ein Ambient Agent ist ein KI-Programm, das im Hintergrund mitläuft und selbst bemerkt, wann es etwas tun soll – statt auf eine Eingabe zu warten. Es reagiert auf Ereignisse wie neue E-Mails, Kalendereinträge oder Codeänderungen und meldet sich nur, wenn es wichtig wird.

  • Ambient Computing

    Ambient Computing bezeichnet die Idee, dass Technik unsichtbar in der Umgebung mitläuft und im Hintergrund reagiert, statt dass man sie bewusst bedient. Statt ein Gerät in die Hand zu nehmen, spricht, geht oder handelt man einfach – und die Technik zieht daraus ihre Schlüsse.

  • Ambient Intelligence

    Ambient Intelligence beschreibt Räume, die mit Sensoren und Computertechnik ausgestattet sind und sich unaufgefordert an die Menschen darin anpassen. Die Technik bleibt dabei möglichst unsichtbar: Man bedient kein Gerät, sondern lebt einfach in der Umgebung.

  • Amdahls Gesetz

    Amdahls Gesetz beschreibt, wie viel schneller eine Aufgabe wird, wenn man sie auf mehrere Rechenwerke verteilt. Der Kern: Der Teil der Arbeit, der zwingend Schritt für Schritt ablaufen muss, begrenzt den Gewinn — egal wie viele Prozessoren man hinzufügt.

  • American Depositary Receipt

    Ein American Depositary Receipt ist ein Wertpapier, das an einer US-Börse gehandelt wird und Aktien eines Unternehmens außerhalb der USA vertritt. Es erlaubt amerikanischen Anlegern, in Firmen wie SAP oder Alibaba zu investieren, ohne an einer ausländischen Börse kaufen zu müssen.

  • Amicus Brief

    Ein Amicus Brief ist eine schriftliche Stellungnahme, die jemand bei einem Gericht einreicht, obwohl er selbst nicht am Prozess beteiligt ist. In Verfahren rund um KI nutzen Unternehmen, Verbände und Forscher dieses Mittel, um Richter auf technische Folgen eines Urteils hinzuweisen.

  • Android Auto

    Android Auto ist ein Dienst von Google, der Inhalte eines Handys auf dem Bildschirm im Auto anzeigt und dabei stark vereinfacht darstellt. Der Bildschirm im Wagen wird so zur Bedienfläche für Navigation, Musik und Nachrichten, während das Handy selbst in der Tasche bleiben kann.

  • Android Open Source Project

    Das Android Open Source Project, kurz AOSP, ist die frei verfügbare Grundversion des Handy-Betriebssystems Android. Google veröffentlicht dort den Bauplan des Systems, sodass Hersteller und Entwickler ihn kostenlos nutzen und verändern dürfen.

  • Angriffsvektor

    Ein Angriffsvektor ist der konkrete Weg, über den jemand unerlaubt in ein Computersystem eindringt – etwa eine gefälschte E-Mail, ein gestohlenes Passwort oder ein Fehler in einer Software. Fachleute zählen und bewerten diese Wege, um die gefährlichsten zuerst zu schließen.

  • Ankermieter

    Ein Ankermieter ist der große, bekannte Mieter in einem Einkaufszentrum oder Bürogebäude, der von sich aus viele Besucher anzieht. Von seiner Anwesenheit profitieren die kleineren Mieter ringsum – und damit der Wert der ganzen Immobilie.

  • Annotation

    Annotation bedeutet, Daten mit zusätzlichen Informationen zu versehen, damit eine Maschine daraus lernen kann. Auf einem Foto markiert ein Mensch zum Beispiel, wo ein Auto zu sehen ist – und liefert der Software damit die richtige Antwort zum Üben.

  • Annual Recurring Revenue

    Annual Recurring Revenue, kurz ARR, ist der Umsatz, den ein Unternehmen aus laufenden Abonnements in einem Jahr erwartet. Die Kennzahl gilt als wichtigster Maßstab dafür, wie schnell Software- und KI-Firmen wachsen.

  • Annual Recurring Revenue

    Annual Recurring Revenue, kurz ARR, ist der Umsatz, den ein Unternehmen aus laufenden Abonnements pro Jahr sicher erwartet. Die Kennzahl zeigt, wie viel Geld verlässlich hereinkommt, wenn kein Kunde kündigt und kein neuer dazukommt.

  • Annualisierter wiederkehrender Umsatz

    Der annualisierte wiederkehrende Umsatz, kurz ARR, rechnet die regelmäßigen Zahlungen eines Unternehmens auf ein volles Jahr hoch. Er ist die wichtigste Kennzahl für Firmen, die Software im Abo verkaufen – und in KI-News die Zahl, an der Wachstum gemessen wird.

  • Answer Engine

    Eine Answer Engine ist ein Suchsystem, das auf eine Frage direkt eine ausformulierte Antwort liefert, statt nur eine Liste von Links anzuzeigen. Bekannte Beispiele sind Perplexity, ChatGPT mit Websuche und die KI-Übersichten in der Google-Suche.

  • Answer Engine Optimization

    Answer Engine Optimization (AEO) bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen Firmen dafür sorgen wollen, dass Programme wie ChatGPT ihre Inhalte in fertigen Antworten erwähnen. Es ist die Weiterentwicklung der klassischen Suchmaschinen-Optimierung für eine Welt, in der viele Nutzer keine Trefferliste mehr anklicken.

  • Anthropomorphe KI

    Anthropomorphe KI bezeichnet Computerprogramme, die absichtlich menschlich wirken – durch Sprache, Stimme, Namen oder Aussehen. Der Begriff meint auch die Neigung von Menschen, solchen Programmen Gefühle und Absichten zuzuschreiben, die sie nicht haben.

  • Antibiotikaresistenz

    Antibiotikaresistenz bedeutet, dass Bakterien von einem Medikament nicht mehr abgetötet werden, das früher gegen sie wirkte. Sie entsteht durch zufällige Veränderungen im Erbgut der Bakterien und breitet sich aus, wenn Antibiotika zu häufig oder falsch eingesetzt werden.

  • Antigravity

    Antigravity ist eine kostenlose Entwicklungsumgebung von Google, in der KI-Assistenten selbstständig Programmcode schreiben, ausführen und im Browser testen. Sie wurde im November 2025 zusammen mit dem Modell Gemini 3 vorgestellt.

  • Antwortzeit

    Die Antwortzeit ist die Spanne zwischen einer Anfrage und der Antwort des Systems. Bei KI-Diensten entscheidet sie darüber, ob sich ein Chatbot flüssig anfühlt oder zäh — und sie kostet Geld.

  • Anwaltsprivileg

    Das Anwaltsprivileg schützt die Kommunikation zwischen einem Anwalt und seiner Mandantin oder seinem Mandanten davor, vor Gericht oder von Behörden verwertet zu werden. In der Technikwelt wird es wichtig, weil Unternehmen interne Untersuchungen und KI-Auskünfte unter diesen Schutz stellen wollen.

  • Anwendungsschicht

    Die Anwendungsschicht ist die oberste Ebene eines geschichteten Computersystems – dort, wo Programme sitzen, mit denen Menschen direkt arbeiten. In der KI-Branche meint der Begriff die Firmen, die aus fremden Basismodellen fertige Produkte für Endkunden bauen.

  • Apache 2.0

    Apache 2.0 ist ein weit verbreiteter Nutzungsvertrag für Software, den der Urheber vorab festlegt. Er erlaubt jedem, den Programmcode kostenlos zu verwenden, zu verändern und auch kommerziell weiterzugeben, solange der ursprüngliche Urheber genannt wird.

  • Apache-2.0-Lizenz

    Die Apache-2.0-Lizenz ist ein Standardvertrag, mit dem Entwickler ihre Software zur freien Nutzung freigeben – auch für kommerzielle Zwecke. Sie ist besonders in der KI-Welt verbreitet, weil viele frei verfügbare Sprachmodelle unter ihr veröffentlicht werden.

  • API

    Eine API ist eine festgelegte Schnittstelle, über die ein Programm Daten oder Funktionen eines anderen Programms nutzen kann. Sie regelt genau, welche Anfragen erlaubt sind und in welcher Form die Antwort zurückkommt.

  • API-Aufruf

    Ein API-Aufruf ist eine Anfrage, die ein Programm über das Internet an ein anderes Programm schickt, um dort eine Leistung abzurufen. Bei KI-Diensten ist der API-Aufruf die übliche Art, ein Modell zu benutzen — und die Einheit, nach der abgerechnet wird.

  • API-Dokumentation

    Die API-Dokumentation ist die Bedienungsanleitung für eine Programmierschnittstelle: Sie beschreibt, welche Anfragen ein Programm an einen fremden Dienst schicken darf und welche Antworten es dafür bekommt. Ohne sie müsste jeder Entwickler durch Ausprobieren herausfinden, wie ein Dienst funktioniert.

  • API-Endpoint

    Ein API-Endpoint ist eine feste Internetadresse, an die ein Programm eine Anfrage schickt, um von einem anderen Programm eine Antwort zu bekommen. Wer heute ein KI-Modell wie GPT oder Claude in eine eigene App einbaut, spricht genau so einen Endpoint an.

  • API-Erweiterung

    Eine API-Erweiterung fügt einer bestehenden Programmschnittstelle neue Funktionen hinzu, über die fremde Programme einen Dienst nutzen können. Sie ist der übliche Weg, mit dem Anbieter wie OpenAI oder Google ihre KI-Dienste für Entwickler öffnen, ohne alte Anwendungen zu zerstören.

  • API-Funktion

    Eine API-Funktion ist ein einzelner, klar definierter Dienst, den ein Programm einem anderen Programm anbietet — zum Beispiel „übersetze diesen Text". Man ruft sie über das Internet oder innerhalb eines Rechners auf, schickt Daten mit und bekommt ein Ergebnis zurück.

  • API-Gateway

    Ein API-Gateway ist eine zentrale Eingangsstelle, über die alle Anfragen an die Programmbausteine eines Online-Dienstes laufen. Es prüft, verteilt, bremst und protokolliert diese Anfragen, damit die dahinterliegenden Programme entlastet und geschützt bleiben.

  • API-Key

    Ein API-Key ist eine lange Zeichenfolge, mit der sich ein Programm bei einem fremden Dienst ausweist. Der Anbieter erkennt daran, wer die Anfrage stellt, was diese Person darf und wem er die Nutzung in Rechnung stellt.

  • API-Ökonomie

    Die API-Ökonomie beschreibt ein Geschäftsmodell, bei dem Unternehmen ihre Software-Funktionen über technische Schnittstellen an andere Firmen vermieten statt an Endkunden verkaufen. Bezahlt wird meist pro Abruf, weshalb große Teile heutiger Apps aus zugekauften Bausteinen fremder Anbieter bestehen.

  • API-Schnittstelle

    Eine API-Schnittstelle ist ein festgelegter Weg, über den ein Programm Daten oder Funktionen eines anderen Programms nutzen kann. Sie ist die Grundlage dafür, dass Apps, Webseiten und KI-Dienste miteinander zusammenarbeiten können.

  • Apollo-Programm

    Das Apollo-Programm war das US-amerikanische Raumfahrtprogramm der 1960er- und frühen 1970er-Jahre, mit dem erstmals Menschen auf dem Mond landeten. Zwischen 1969 und 1972 betraten zwölf Astronauten die Mondoberfläche.

  • Apoptose

    Apoptose ist der geordnete Selbstabbau einer Zelle nach einem festen inneren Programm. Der Körper entfernt damit alte, überflüssige oder beschädigte Zellen, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen.

  • App Store

    Ein App Store ist ein digitaler Laden, über den man Programme auf Smartphone, Tablet oder Computer installiert. Der Betreiber prüft die angebotenen Programme, verteilt sie zentral und behält bei Verkäufen einen Teil des Geldes ein.

  • Apple Silicon

    Apple Silicon ist der Name für die Computerchips, die Apple seit 2020 selbst entwirft und in Macs, iPads und iPhones einbaut. Die Chips vereinen Hauptprozessor, Grafikeinheit und Speicheranbindung auf einem einzigen Bauteil und gelten als besonders sparsam.

  • Applicant Tracking System

    Ein Applicant Tracking System ist eine Software, mit der Unternehmen eingehende Bewerbungen sammeln, sortieren und durch den Auswahlprozess begleiten. Sie liest Lebensläufe automatisch aus, ordnet sie Stellen zu und filtert oder sortiert Kandidaten nach vorgegebenen Kriterien.

  • Application Layer

    Der Application Layer ist die oberste Ebene eines technischen Systems – dort, wo Menschen es tatsächlich benutzen. In der KI-Welt bezeichnet der Begriff Produkte, die auf fremden Modellen aufbauen, statt eigene zu trainieren.

  • Application Programming Interface

    Ein Application Programming Interface, kurz API, ist eine festgelegte Schnittstelle, über die ein Programm Dienste eines anderen Programms nutzen kann. Es legt genau fest, welche Anfragen erlaubt sind und welche Antworten zurückkommen.

  • Approval Loop

    Ein Approval Loop ist ein festgelegter Ablauf, bei dem ein Computerprogramm einen Vorschlag macht und ein Mensch ihn freigeben oder ablehnen muss, bevor er ausgeführt wird. Er sorgt dafür, dass automatische Systeme keine folgenschweren Entscheidungen allein treffen.

  • Approximate Nearest Neighbour

    Approximate Nearest Neighbour ist ein Suchverfahren, das in riesigen Datenmengen sehr schnell Einträge findet, die einem gesuchten Eintrag ähnlich sind. Es verzichtet bewusst auf die Garantie, den allerbesten Treffer zu finden, und wird dadurch hunderte Male schneller.

  • Apps SDK

    Das Apps SDK ist eine von OpenAI veröffentlichte Sammlung von Werkzeugen, mit der Entwickler eigene Anwendungen direkt in ChatGPT einbauen können. Statt eine eigene Website zu öffnen, ruft der Nutzer die App im Chatfenster auf, wo sie auch eine eigene Bedienoberfläche anzeigen darf.

  • AR-Diffusion

    AR-Diffusion bezeichnet KI-Modelle, die zwei Erzeugungsprinzipien verbinden: Sie erzeugen Inhalte abschnittweise der Reihe nach, verfeinern aber jeden Abschnitt in mehreren Überarbeitungsschritten. Damit sollen Texte, Bilder und Videos schneller entstehen, ohne dass der rote Faden verloren geht.

  • Arbeitsvertragsgesetz

    Ein Arbeitsvertragsgesetz ist ein Gesetzentwurf, der die verstreuten Regeln zum Arbeitsvertrag in einem einzigen Gesetzbuch bündeln soll. In Deutschland gibt es ein solches Gesetz bisher nicht – das Arbeitsvertragsrecht steht in vielen verschiedenen Gesetzen und in Gerichtsurteilen.

  • ARC-AGI

    ARC-AGI ist ein Test für Computerprogramme, der aus bunten Gitterrätseln besteht. Er prüft, ob ein Programm eine völlig neue Regel aus wenigen Beispielen erkennen kann, statt Gelerntes abzurufen.

  • Arena-Ranking (LLM Arena)

    Das Arena-Ranking ist eine Rangliste von KI-Chatprogrammen, die durch direkte Vergleiche entsteht: Nutzer stellen eine Frage, sehen zwei Antworten ohne Namen und wählen die bessere. Aus Millionen solcher Abstimmungen wird eine Punktzahl berechnet, ähnlich wie bei Schachwertungen.

  • ARM

    ARM ist ein Bauplan für Prozessoren, also für die Rechenchips in Computern und Handys. Die britische Firma Arm entwirft diesen Bauplan und verkauft Lizenzen daran, statt selbst Chips herzustellen — fast jedes Smartphone der Welt rechnet damit.

  • ARM64

    ARM64 ist der 64-Bit-Befehlssatz der ARM-Prozessorfamilie, also die Sprache, in der Programme mit dem Chip reden. Fast alle Smartphones nutzen ihn, und seit einigen Jahren erobert er auch Notebooks und Rechenzentren.

  • ARR

    ARR steht für „Annual Recurring Revenue“ und bezeichnet den Umsatz, den ein Unternehmen pro Jahr verlässlich aus laufenden Abonnements einnimmt. Die Kennzahl gilt bei Software- und KI-Firmen als wichtigster Maßstab für Größe und Wachstum.

  • Artifacts

    Artifacts sind ein Anzeigebereich in Chatprogrammen mit künstlicher Intelligenz, in dem längere Ergebnisse wie Texte, Programmcode oder kleine Webseiten in einem eigenen Fenster neben dem Gespräch erscheinen. Statt im Chatverlauf zu verschwinden, bleiben sie sichtbar und lassen sich Schritt für Schritt überarbeiten.

  • Artificial Analysis

    Artificial Analysis ist eine unabhängige Plattform, die KI-Modelle verschiedener Anbieter vergleicht und die Ergebnisse in öffentlichen Ranglisten veröffentlicht. Gemessen werden vor allem Qualität, Antwortgeschwindigkeit und Preis pro Anfrage.

  • Artificial General Intelligence

    Artificial General Intelligence (AGI) bezeichnet ein Computersystem, das jede geistige Aufgabe lösen könnte, die auch ein Mensch bewältigt – und nicht nur einzelne Spezialaufgaben. Ob so etwas möglich ist und wann, ist offen; der Begriff ist deshalb vor allem ein Ziel und ein Streitpunkt, kein existierendes Produkt.

  • Artikel 40

    Artikel 40 ist der Abschnitt im europäischen Gesetz über digitale Dienste, der große Online-Plattformen verpflichtet, Daten an geprüfte Forscherinnen und Forscher herauszugeben. Er soll unabhängige Untersuchungen darüber ermöglichen, welche Risiken Plattformen für die Gesellschaft erzeugen.

  • arXiv

    arXiv ist eine kostenlose Internetplattform, auf der Forscher ihre Aufsätze veröffentlichen, bevor eine Fachzeitschrift sie geprüft hat. In der KI-Forschung erscheinen dort die meisten wichtigen Arbeiten zuerst.

  • Ascend

    Ascend ist eine Reihe von Computerchips des chinesischen Konzerns Huawei, die speziell für die Rechenarbeit künstlicher Intelligenz gebaut sind. Sie gilt als wichtigste chinesische Alternative zu den Chips des US-Marktführers Nvidia.

  • Ascend-Chip

    Ascend ist eine Reihe von Spezial-Chips des chinesischen Konzerns Huawei, die für das Rechnen künstlicher Intelligenz gebaut wurden. Sie gelten als Chinas wichtigste eigene Antwort auf die dominierenden KI-Chips des US-Herstellers Nvidia.

  • ASI

    ASI steht für „Artificial Superintelligence“, also eine künstliche Intelligenz, die den Menschen in praktisch allen Denkaufgaben deutlich übertrifft. Bis heute existiert so etwas nicht – ASI ist ein Zukunftsszenario, über das Forscher und Unternehmen streiten.

  • ASIC

    Ein ASIC ist ein Computerchip, der fest für eine einzige Aufgabe gebaut wird und nichts anderes kann. Weil er nichts Überflüssiges enthält, erledigt er diese eine Aufgabe schneller und sparsamer als ein normaler Prozessor.

  • Asset

    Ein Asset ist ein Gegenstand oder ein Recht, das jemandem gehört und einen messbaren Wert hat – etwa eine Aktie, eine Immobilie oder eine Maschine. In der Tech-Welt zählen dazu auch unsichtbare Dinge wie Software, Daten oder Rechenzentren.

  • Asset-Pipeline

    Eine Asset-Pipeline ist die automatisierte Kette von Arbeitsschritten, die Rohmaterial wie Bilder, 3D-Modelle, Musik oder Texte in genau das Format bringt, das ein Spiel, eine App oder eine Website am Ende laden kann. Sie sorgt dafür, dass aus riesigen Originaldateien schnelle, geprüfte und einheitlich benannte Endprodukte werden.

  • Assets under Management

    Assets under Management, kurz AuM, bezeichnet die Summe des Geldes, das eine Bank, eine Fondsgesellschaft oder ein Vermögensverwalter für ihre Kundinnen und Kunden anlegt. Die Zahl gilt in der Finanzbranche als wichtigste Kennzahl für die Größe eines Anbieters.

  • AT Protocol

    Das AT Protocol ist ein offenes Regelwerk für soziale Netzwerke, bei dem Nutzerkonto, Inhalte und App voneinander getrennt sind. Bekannt wurde es durch Bluesky, den ersten großen Dienst, der darauf aufbaut.

  • Atomic Answers

    Atomic Answers sind sehr kurze, in sich abgeschlossene Antworten, die eine einzelne Frage direkt beantworten, ohne dass man weiterlesen oder klicken muss. Sie sind zum bevorzugten Format geworden, weil Suchmaschinen und Chatbots genau solche Textstücke aus Webseiten herausgreifen und anzeigen.

  • Atomic Design

    Atomic Design ist eine Methode, um die Oberfläche einer Website oder App aus kleinen, wiederverwendbaren Bausteinen zusammenzusetzen. Die Bausteine werden dabei in fünf Stufen geordnet, von einem einzelnen Knopf bis zur fertigen Seite.

  • Attention

    Attention ist ein Rechenverfahren, mit dem ein KI-Programm für jedes Wort in einem Text entscheidet, welche anderen Wörter dafür wichtig sind. Sie ist der Kern moderner Sprachmodelle wie ChatGPT und der Grund, warum diese Programme längere Zusammenhänge verstehen.

  • Attributfeld

    Ein Attributfeld ist der Platz in einem Datensatz, an dem genau eine bestimmte Eigenschaft steht, zum Beispiel das Geburtsdatum einer Person. Es legt fest, welche Art von Information dort erlaubt ist, und macht Daten dadurch für Programme und KI-Systeme auswertbar.

  • Attribution

    Attribution beantwortet die Frage, welcher Werbekontakt einen Kauf ausgelöst hat. Sie verteilt den Verdienst für einen Verkauf auf die verschiedenen Anzeigen, Mails und Suchtreffer, die ein Kunde vorher gesehen hat.

  • Attributionskrise

    Als Attributionskrise bezeichnet man die wachsende Schwierigkeit, verlässlich zu sagen, wer oder was einen Inhalt oder einen Angriff verursacht hat. Weil KI-Systeme Texte, Bilder und Stimmen täuschend echt nachbilden, verlieren die üblichen Belege für Urheberschaft ihre Beweiskraft.

  • Audio-Zusammenfassung

    Eine Audio-Zusammenfassung ist eine gesprochene Kurzfassung eines längeren Textes, die ein Computerprogramm automatisch erzeugt. Aus einem Dokument, einer Studie oder mehreren Nachrichtenartikeln entsteht so eine Tonspur von wenigen Minuten, oft im Stil eines Gesprächs zwischen zwei Stimmen.

  • Audit-Log

    Ein Audit-Log ist eine fortlaufende Liste, in der ein Computersystem festhält, wer wann was getan hat. Sie dient dazu, Vorgänge im Nachhinein nachvollziehen und überprüfen zu können.

  • Augmented Reality

    Augmented Reality bedeutet, dass ein Gerät zusätzliche Bilder oder Texte in die echte Umgebung einblendet, während man sie ansieht. Man sieht also weiterhin den realen Raum, ergänzt um Inhalte, die ein Computer dazurechnet.

  • Augmented-Reality-Brille

    Eine Augmented-Reality-Brille ist eine Brille, die zusätzliche Bilder und Texte in das Sichtfeld einblendet, während man die echte Umgebung weiter sieht. Sie kombiniert durchsichtige Gläser, Kameras und Sensoren mit einem kleinen Computer, der versteht, wo sich der Träger gerade befindet.

  • Ausrichtung (KI-Alignment)

    Ausrichtung bezeichnet die Aufgabe, ein KI-System so zu bauen, dass es wirklich das tut, was Menschen von ihm wollen – und nicht etwas, das nur äußerlich danach aussieht. Der englische Begriff dafür ist Alignment, und er gehört zu den zentralen Streitthemen der KI-Forschung.

  • Auth-Token

    Ein Auth-Token ist eine Zeichenkette, die ein Programm als Nachweis vorzeigt, dass es sich vorher erfolgreich angemeldet hat. Statt bei jeder Anfrage erneut Passwort oder Schlüssel zu senden, schickt man dieses befristete Stück Text mit.

  • Auto-Dubbing

    Auto-Dubbing bezeichnet die automatische Übersetzung gesprochener Sprache in Videos, bei der eine Software die neue Tonspur erzeugt. Die Stimme klingt dabei oft wie die der ursprünglichen Sprecherin oder des Sprechers.

  • Auto-Labeling

    Auto-Labeling bedeutet, dass ein Computerprogramm Trainingsdaten selbst mit Beschreibungen versieht, statt dass Menschen das von Hand tun. Die Ergebnisse sind schneller und billiger, aber weniger zuverlässig als menschliche Arbeit.

  • Auto-Layout

    Auto-Layout ist eine Funktion in Design- und App-Programmen, bei der Elemente ihre Position und Größe selbst anpassen, statt an festen Koordinaten zu kleben. Ändert sich ein Text oder die Fenstergröße, ordnet sich das Layout automatisch neu.

  • Autocomplete-Vervollständigung

    Autocomplete-Vervollständigung nennt man die Funktion, die aus wenigen getippten Zeichen einen fertigen Vorschlag macht — etwa in der Suchleiste, im Nachrichtenfeld oder im Programmiereditor. Moderne Varianten schätzen dafür, welche Fortsetzung nach dem bisher Getippten am wahrscheinlichsten ist.

  • Autofill

    Autofill ist eine Funktion von Browsern, Handys und Passwortprogrammen, die Formularfelder automatisch mit gespeicherten Daten wie Name, Adresse oder Kreditkartennummer füllt. Sie spart Tipparbeit, ist aber nur so sicher wie der Ort, an dem diese Daten liegen.

  • Autograd

    Autograd ist eine Technik, mit der ein Computerprogramm automatisch ausrechnet, wie stark sich ein Ergebnis ändert, wenn man an einer Stellschraube dreht. In der KI ist das die Grundlage dafür, dass ein Modell aus seinen Fehlern lernen kann.

  • Autoimmunprozess

    Ein Autoimmunprozess ist ein Vorgang, bei dem die körpereigene Abwehr gesundes eigenes Gewebe angreift, weil sie es fälschlich für einen Eindringling hält. Aus diesem Fehler entstehen Krankheiten wie Typ-1-Diabetes oder Multiple Sklerose — ein Feld, in dem KI-gestützte Medikamentenforschung inzwischen eine große Rolle spielt.

  • Automatisierungsbenchmark

    Ein Automatisierungsbenchmark ist ein standardisierter Test, der messen soll, wie gut ein Computerprogramm echte Arbeitsaufgaben selbstständig erledigt. Statt einzelne Fragen zu beantworten, muss das Programm eine komplette Aufgabe zu Ende bringen — etwa eine Tabelle auswerten oder eine Buchung im Browser abschließen.

  • Autonome Agenten

    Autonome Agenten sind KI-Programme, die ein Ziel nicht nur beantworten, sondern in eigenen Schritten abarbeiten. Sie planen, benutzen Werkzeuge wie Suchmaschinen oder Kalender und prüfen ihre Zwischenergebnisse selbst.

  • Autonomes Fahren

    Autonomes Fahren bedeutet, dass ein Fahrzeug seine Umgebung selbst erfasst und ohne menschliches Eingreifen lenkt, beschleunigt und bremst. Wie viel der Mensch dabei noch tun muss, beschreibt eine international genutzte Skala von Stufe 0 bis Stufe 5.

  • Autonomous Knowledge Platform

    Eine Autonomous Knowledge Platform ist ein Softwaresystem, das das verstreute Wissen eines Unternehmens einsammelt, ordnet und auf Nachfrage in Antworten verwandelt. Anders als eine klassische Suche wartet sie nicht nur auf Suchbegriffe, sondern arbeitet selbstständig weiter: Sie sortiert neue Dokumente ein, prüft Widersprüche und stößt Aufgaben von sich aus an.

  • Autoregressives Modell

    Ein autoregressives Modell erzeugt seine Ausgabe Stück für Stück und benutzt dabei immer das schon Erzeugte als Grundlage für den nächsten Schritt. Fast alle heutigen Chatbots arbeiten so: Sie schreiben Text Wort für Wort, statt eine Antwort in einem Zug fertigzustellen.

  • Availability Zone

    Eine Availability Zone ist ein eigenständiger Standort eines Cloud-Anbieters, der aus einem oder mehreren Rechenzentren besteht und über eigenen Strom, eigene Kühlung und eigene Netzanbindung verfügt. Mehrere solcher Zonen in einer Region ermöglichen es, Dienste so zu verteilen, dass sie weiterlaufen, wenn ein Standort ausfällt.

  • AWS

    AWS ist die Vermietungsplattform für Computer von Amazon: Firmen mieten dort Rechenleistung und Speicherplatz, statt eigene Server zu kaufen. Sie ist der weltweit größte Anbieter dieser Art und trägt einen großen Teil des Gewinns von Amazon.

  • AWS Trainium

    AWS Trainium ist ein Spezialchip, den Amazon selbst entwickelt hat, um KI-Systeme zu trainieren. Er ist Amazons Versuch, beim Rechnen für künstliche Intelligenz weniger von den teuren Chips des Marktführers Nvidia abhängig zu sein.

  • AX Design

    AX Design bedeutet, Websites, Programme und Dienste so zu gestalten, dass nicht nur Menschen sie gut bedienen können, sondern auch selbstständig arbeitende Computerprogramme. Der Begriff ist die Antwort darauf, dass immer häufiger Software statt Menschen auf Seiten klickt, Formulare ausfüllt und Bestellungen auslöst.

  • Axion

    Das Axion ist ein bisher nicht nachgewiesenes, extrem leichtes Elementarteilchen, das Physiker vorgeschlagen haben, um ein Rätsel im Aufbau der Atomkerne zu lösen. Es gilt zugleich als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Dunkle Materie, also für den unsichtbaren Stoff, der den Großteil der Masse im Weltall ausmacht.

B

  • B2B

    B2B steht für „Business-to-Business“ und bezeichnet Geschäfte, bei denen ein Unternehmen an ein anderes Unternehmen verkauft statt an Privatpersonen. In der Tech-Branche ist B2B das häufigste Geschäftsmodell, weil Firmenkunden verlässlicher zahlen als einzelne Nutzer.

  • B300

    Der B300 ist ein Spezialchip der Firma Nvidia, der für das Rechnen künstlicher Intelligenz gebaut wurde. Er ist die verbesserte Fassung des Vorgängerchips B200 und gehört zu den teuersten und begehrtesten Bauteilen in modernen Rechenzentren.

  • Backdoor (Machine Learning)

    Eine Backdoor ist eine versteckte Fehlfunktion, die jemand einem lernenden Computerprogramm absichtlich beibringt: Normalerweise arbeitet es korrekt, doch bei einem geheimen Auslöser liefert es das vom Angreifer gewünschte Ergebnis. Weil das Programm in allen normalen Tests unauffällig bleibt, sind solche Hintertüren extrem schwer zu entdecken.

  • Backend

    Das Backend ist der Teil einer App oder Webseite, der unsichtbar auf fremden Computern läuft und dort Daten speichert, prüft und berechnet. Sichtbar ist nur das Frontend – die Oberfläche auf dem eigenen Bildschirm.

  • Background Model

    Ein Background Model ist ein Rechenmodell, das beschreibt, wie der normale, uninteressante Untergrund aussieht — also alles, was gerade nicht gesucht wird. Erst durch diesen Vergleichsmaßstab lässt sich erkennen, was an einer Beobachtung wirklich auffällig ist.

  • Background-Agent

    Ein Background-Agent ist ein KI-Programm, das eine Aufgabe eigenständig im Hintergrund abarbeitet, während der Nutzer etwas anderes tut. Statt Antwort für Antwort im Chat zu reagieren, arbeitet es eine Aufgabe über Minuten oder Stunden ab und meldet sich mit dem Ergebnis.

  • Backlink

    Ein Backlink ist ein Verweis auf einer fremden Webseite, der zu einer anderen Webseite führt. Suchmaschinen deuten solche Verweise als Empfehlung und stufen häufig verlinkte Seiten dadurch als wichtiger ein.

  • Backlog

    Ein Backlog ist eine geordnete Liste von Aufgaben, die noch zu erledigen sind – meist in der Softwareentwicklung. In Unternehmensmeldungen bezeichnet das Wort auch den Bestand an bereits verkauften, aber noch nicht ausgelieferten Aufträgen.

  • Bakteriophage

    Ein Bakteriophage ist ein Virus, das ausschließlich Bakterien befällt und zerstört, für Menschen und Tiere aber harmlos ist. Weil Phagen sehr gezielt einzelne Bakterienarten treffen, gelten sie als möglicher Ersatz für Antibiotika, die immer häufiger versagen.

  • Bartering

    Bartering bezeichnet ein Geschäft, bei dem zwei Unternehmen Leistungen direkt gegeneinander tauschen, statt sie zu bezahlen. Besonders verbreitet ist das in der Medienbranche, wo Werbezeit gegen Sendungen, Waren oder Dienstleistungen getauscht wird.

  • Base-Modell

    Ein Base-Modell ist die Rohfassung eines KI-Sprachmodells: Es hat riesige Textmengen gelesen und kann Text fortsetzen, wurde aber noch nicht darauf getrimmt, Anweisungen zu befolgen oder höflich zu antworten. Aus dieser Rohfassung entstehen später durch zusätzliche Trainingsschritte die Chat-Programme, die man aus dem Alltag kennt.

  • Baseline

    Eine Baseline ist ein einfacher Vergleichsmaßstab, an dem man misst, ob ein neues Verfahren wirklich besser ist. Ohne diesen Referenzpunkt sagt eine Erfolgszahl wie „92 Prozent richtig" nichts aus.

  • Bash

    Bash ist ein Programm, mit dem man einen Computer über getippte Befehle statt über Fenster und Symbole steuert. Es ist die Standardsteuerung auf vielen Linux-Servern und deshalb ein Grundwerkzeug in der Softwareentwicklung.

  • BASIC

    BASIC ist eine 1964 entwickelte Programmiersprache, die absichtlich so einfach gehalten wurde, dass Anfänger sie in wenigen Stunden lernen konnten. Sie war jahrzehntelang die Standardsprache auf Heimcomputern und machte das Programmieren erstmals für Millionen Menschen zugänglich.

  • Basismodell

    Ein Basismodell ist ein sehr großes KI-Programm, das auf riesigen Datenmengen allgemein trainiert wurde und danach für viele verschiedene Aufgaben weiterverwendet werden kann. Statt für jede Anwendung bei null anzufangen, bauen Entwickler ihre Produkte auf einem solchen fertigen Modell auf.

  • Batch-Verarbeitung

    Batch-Verarbeitung bedeutet, dass ein Computer viele Aufgaben sammelt und sie gemeinsam in einem Rutsch abarbeitet, statt jede einzeln sofort zu erledigen. Das ist deutlich effizienter und billiger, dafür muss man auf das Ergebnis warten.

  • Bauhaus-Emigration

    Als Bauhaus-Emigration bezeichnet man die Auswanderung der Lehrer und Schüler der Kunstschule Bauhaus nach deren Schließung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933. Die Vertriebenen verbreiteten ihre Ideen von schlichtem, funktionalem Design in den USA, Israel und vielen anderen Ländern.

  • Bayesscher Ansatz

    Der Bayessche Ansatz ist eine Denkweise, bei der man eine anfängliche Vermutung durch neue Beobachtungen Schritt für Schritt korrigiert. Statt einer festen Ja-oder-Nein-Antwort liefert er eine Wahrscheinlichkeit, die sich mit jedem neuen Hinweis verändert.

  • BDR

    Ein BDR ist ein Mitarbeiter im Vertrieb, der neue mögliche Kunden anspricht und herausfindet, ob sich ein Verkaufsgespräch überhaupt lohnt. Er schließt selbst keine Verträge ab, sondern übergibt vielversprechende Kontakte an Kollegen — und genau diese Arbeit wird gerade zunehmend von KI-Software unterstützt.

  • Beam-Breite

    Die Beam-Breite legt fest, wie viele mögliche Satzanfänge ein Sprachprogramm gleichzeitig weiterverfolgt, bevor es sich für eine Ausgabe entscheidet. Ein größerer Wert liefert oft bessere Ergebnisse, kostet aber mehr Rechenzeit.

  • Behind-the-Meter

    Behind-the-Meter bezeichnet eine Stromerzeugung, die direkt beim Verbraucher steht und deren Strom nicht durch den Zähler des öffentlichen Netzes läuft. Rechenzentren nutzen das Prinzip, um Kraftwerke direkt neben ihre Serverhallen zu stellen und den langen Weg über das Stromnetz zu umgehen.

  • Belohnungsfunktion

    Eine Belohnungsfunktion ist eine Regel, die dem Verhalten eines Computerprogramms eine Punktzahl gibt: gut gemacht heißt viele Punkte, schlecht gemacht wenig. Das Programm probiert danach so lange herum, bis es möglichst viele Punkte sammelt — deshalb entscheidet die Belohnungsfunktion darüber, was es am Ende tatsächlich tut.

  • Belt and Road Initiative

    Die Belt and Road Initiative ist ein 2013 gestartetes Programm Chinas, das mit Krediten und Bauprojekten Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Datennetze in rund 150 Ländern finanziert. Sie gilt als eines der größten Infrastrukturvorhaben der Geschichte und prägt heute auch den weltweiten Ausbau von Mobilfunk, Rechenzentren und Überwachungstechnik.

  • Benchmark

    Ein Benchmark ist ein standardisierter Test, mit dem man die Leistung von Computerprogrammen oder KI-Systemen vergleichbar messen kann. Alle Kandidaten bearbeiten dieselben Aufgaben, und das Ergebnis wird meist als Punktzahl oder Prozentwert angegeben.

  • Benchmark-Harness

    Ein Benchmark-Harness ist ein Programm, das ein KI-Modell automatisch durch eine feste Sammlung von Testaufgaben schickt und die Ergebnisse auszählt. Es sorgt dafür, dass verschiedene Modelle unter exakt denselben Bedingungen geprüft werden und ihre Punktzahlen vergleichbar sind.

  • Benchmark-Kontamination

    Von Benchmark-Kontamination spricht man, wenn die Aufgaben eines Tests für KI-Systeme schon im Lernmaterial des Systems standen. Das getestete Programm kann die Lösungen dann teilweise auswendig wiedergeben, und das Testergebnis sagt weniger über sein echtes Können aus.

  • Benchmarking

    Benchmarking heißt: Man lässt verschiedene Computerprogramme dieselben Testaufgaben lösen und vergleicht die Ergebnisse. In der KI-Branche entscheiden solche Vergleiche darüber, welches Programm als das beste gilt.

  • Beschaffungsregeln

    Beschaffungsregeln legen fest, nach welchen Vorgaben Behörden und große Unternehmen Technik und Dienstleistungen einkaufen dürfen. In der KI-Branche entscheiden sie oft darüber, welcher Anbieter einen Millionenauftrag bekommt – und welcher gar nicht mitbieten darf.

  • Best Practice

    Eine Best Practice ist ein Vorgehen, das sich in der Praxis vielfach bewährt hat und deshalb als empfohlener Standard gilt. Sie ist keine Vorschrift, sondern eine Erfahrungsempfehlung, die sich mit neuen Erkenntnissen ändern kann.

  • Best-of-Breed-Integration

    Best-of-Breed-Integration bedeutet, dass ein Unternehmen für jede Aufgabe das jeweils beste Einzelprogramm auswählt und diese Programme anschließend miteinander verbindet. Der Gegenentwurf ist ein einziges Rundum-System eines Anbieters, das alles abdeckt, aber in Einzelbereichen oft schwächer ist.

  • Bestandsoptimierung

    Bestandsoptimierung ist der Versuch, von jeder Ware genau so viel im Lager zu haben, wie gebraucht wird — nicht mehr und nicht weniger. Moderne Software berechnet dafür aus Verkaufsdaten, welche Menge wann bestellt werden sollte.

  • Beta

    Beta bezeichnet eine Programmversion, die schon benutzbar ist, aber noch nicht fertig getestet wurde. Der Hersteller gibt sie absichtlich an Nutzer heraus, um Fehler zu finden, bevor die endgültige Fassung erscheint.

  • Beta-Header

    Ein Beta-Header ist eine kurze Zusatzangabe, die ein Programm beim Aufruf eines Online-Dienstes mitsendet, um eine noch nicht fertige Testfunktion freizuschalten. Ohne diese Angabe verhält sich der Dienst wie gewohnt, mit ihr bekommt der Aufrufer bewusst eine experimentelle Version.

  • Beta-Phase

    Die Beta-Phase ist der Abschnitt in der Entwicklung eines Programms, in dem eine fast fertige Version an echte Nutzer geht, um Fehler im Alltag zu finden. Sie liegt zwischen dem internen Test und der offiziellen Veröffentlichung.

  • Beta-Version

    Eine Beta-Version ist eine noch nicht fertige Fassung eines Programms, die schon an Nutzer verteilt wird, damit Fehler auffallen. Sie funktioniert weitgehend, ist aber ausdrücklich als unfertig gekennzeichnet und kann abstürzen oder sich noch ändern.

  • Betriebssystem

    Ein Betriebssystem ist das Grundprogramm eines Computers oder Smartphones. Es verwaltet Bildschirm, Speicher und Prozessor und sorgt dafür, dass alle anderen Programme überhaupt laufen können.

  • Beweisassistent

    Ein Beweisassistent ist ein Computerprogramm, das mathematische Beweise Schritt für Schritt auf Fehler prüft. Der Mensch formuliert die Argumente, die Software akzeptiert nur, was lückenlos aus den Voraussetzungen folgt.

  • BF16

    BF16 ist ein Format, in dem Computer Kommazahlen mit 16 Stellen statt 32 Stellen speichern. Es ist bei KI-Modellen zum Standard geworden, weil es Speicher und Rechenzeit halbiert, ohne das Training instabil zu machen.

  • Bias in KI-Modellen

    Bias in KI-Modellen bezeichnet systematische Verzerrungen: Ein Computerprogramm behandelt bestimmte Gruppen oder Fälle regelmäßig anders, ohne dass es dafür einen sachlichen Grund gibt. Die Ursache liegt meist in den Daten, aus denen das Programm gelernt hat.

  • Bidding-Agent

    Ein Bidding-Agent ist ein Computerprogramm, das für einen Käufer oder Verkäufer automatisch Gebote in Auktionen abgibt. Es entscheidet in Sekundenbruchteilen, ob und wie viel geboten wird – nach Regeln oder auf Basis gelernter Vorhersagen.

  • Bidirektionaler Transformer

    Ein bidirektionaler Transformer ist ein Sprachmodell, das jedes Wort eines Satzes gleichzeitig im Zusammenhang mit allen anderen Wörtern betrachtet – auch mit denen, die danach kommen. Das macht ihn stark im Verstehen von Texten, aber ungeeignet zum Schreiben neuer Sätze.

  • Bidirektionalität

    Bidirektionalität bedeutet, dass ein Sprachmodell einen Text gleichzeitig von links und von rechts betrachtet und jedes Wort aus seinem gesamten Umfeld deutet. Das macht solche Modelle stark im Verstehen von Texten, aber ungeeignet zum freien Weiterschreiben.

  • Big Fund

    Der Big Fund ist ein staatlicher chinesischer Investitionsfonds, der seit 2014 Milliardenbeträge in die eigene Chipindustrie steckt. Er soll China unabhängiger von westlicher Halbleitertechnik machen und gilt als eines der größten Industrieförderprogramme der Welt.

  • Bildgenerator

    Ein Bildgenerator ist ein Computerprogramm, das aus einer Beschreibung in normaler Sprache ein neues Bild erzeugt. Es sucht das Bild nicht im Internet, sondern rechnet es Pixel für Pixel aus dem, was es aus Millionen Beispielbildern gelernt hat.

  • Bildmodell

    Ein Bildmodell ist ein Computerprogramm, das aus einer geschriebenen Beschreibung ein neues Bild erzeugt oder vorhandene Bilder verändert. Es hat dafür Millionen von Bildern samt Bildunterschriften ausgewertet und daraus statistische Zusammenhänge zwischen Wörtern und Bildinhalten gelernt.

  • Bill of Materials

    Eine Bill of Materials ist eine vollständige Liste aller Bestandteile, aus denen ein Produkt zusammengesetzt ist. In der Technik wird sie heute vor allem für Software geführt, damit Hersteller und Kunden wissen, welche fremden Bauteile in einem Programm stecken.

  • Billable Hour

    Die Billable Hour ist eine Arbeitsstunde, die ein Dienstleister einem Kunden direkt in Rechnung stellen kann. Sie ist das klassische Abrechnungsmodell von Kanzleien und Beratungen — und gerät durch KI unter Druck, weil Software Arbeit erledigt, die früher Stunden gekostet hat.

  • Binärsystem

    Das Binärsystem ist eine Zahlenschreibweise, die nur die Ziffern 0 und 1 kennt. Computer rechnen und speichern in dieser Form, weil sich zwei Zustände technisch am zuverlässigsten unterscheiden lassen.

  • Biometrische Authentifizierung

    Biometrische Authentifizierung prüft die Identität eines Menschen an körperlichen Merkmalen wie Fingerabdruck, Gesicht oder Stimme. Statt ein Passwort einzugeben, zeigt man also sich selbst — was bequem ist, aber eigene Risiken mitbringt.

  • Biometrische Daten

    Biometrische Daten sind Messwerte körperlicher oder verhaltensbezogener Merkmale, mit denen sich eine bestimmte Person erkennen lässt — etwa Fingerabdruck, Gesicht, Iris oder Stimme. Weil man sie im Gegensatz zu einem Passwort nicht ändern kann, gelten sie rechtlich als besonders schützenswert.

  • Biometrische Kategorisierung

    Biometrische Kategorisierung bezeichnet Software, die Menschen anhand von Körpermerkmalen wie Gesicht oder Stimme in Gruppen einteilt, etwa nach Alter oder Geschlecht. Sie erkennt also nicht, wer jemand ist, sondern behauptet, was jemand ist – und ist in der EU deshalb teils verboten.

  • Biosicherheit

    Biosicherheit umfasst alle Regeln und Vorkehrungen, die verhindern sollen, dass Krankheitserreger Schaden anrichten – durch Unfälle oder durch Absicht. In der KI-Debatte geht es vor allem um die Frage, ob Sprachmodelle Laien beim Bau gefährlicher Erreger helfen könnten.

  • Biotech

    Biotech ist die Kurzform für Biotechnologie: die Nutzung von Lebewesen und ihren Bausteinen, um Medikamente, Lebensmittel oder Materialien herzustellen. An der Börse bezeichnet Biotech eine Branche mit hohen Forschungskosten und sehr großen Kurssprüngen.

  • Bitter Lesson

    Die Bitter Lesson ist eine bekannte These des KI-Forschers Richard Sutton aus dem Jahr 2019. Sie besagt: Verfahren, die einfach viel Rechenleistung und viele Daten nutzen, schlagen langfristig fast immer Verfahren, in die Menschen ihr Fachwissen von Hand eingebaut haben.

  • Black Hat

    Als Black Hat bezeichnet man jemanden, der in fremde Computersysteme eindringt, um sich selbst zu bereichern oder Schaden anzurichten. Der Begriff grenzt diese kriminellen Angreifer von Fachleuten ab, die dieselben Techniken mit Erlaubnis zur Absicherung von Systemen einsetzen.

  • Black-Hat-Konferenz

    Die Black-Hat-Konferenz ist eine der weltweit wichtigsten Fachveranstaltungen zum Thema Computersicherheit. Fachleute zeigen dort öffentlich, wie sie Sicherheitslücken in Software, Geräten und inzwischen auch in KI-Systemen gefunden haben.

  • Blacklist

    Eine Blacklist ist eine Liste von Dingen, die ausdrücklich verboten oder gesperrt sind – etwa Webadressen, Absender oder Wörter. Alles, was nicht auf der Liste steht, bleibt erlaubt; genau darin liegt die Stärke und die Schwäche dieses Prinzips.

  • Blackwell

    Blackwell ist der Name einer Chip-Generation der Firma NVIDIA, die für das Training und den Betrieb großer KI-Systeme gebaut wurde. Sie löste ab 2024 die Vorgängergeneration Hopper ab und gilt als wichtigster Gradmesser für den Boom rund um künstliche Intelligenz.

  • BLEU-Score

    Der BLEU-Score ist eine Kennzahl, die misst, wie ähnlich eine maschinell erzeugte Übersetzung einer von Menschen angefertigten Musterübersetzung ist. Er wird seit 2002 verwendet, um Übersetzungsprogramme automatisch und ohne menschliche Bewertung zu vergleichen.

  • Blind Trust

    Ein Blind Trust ist eine Vermögensverwaltung, bei der der Eigentümer sein Geld an unabhängige Verwalter abgibt und nicht mehr erfährt, worin es angelegt ist. Das Verfahren soll verhindern, dass Amtsträger Entscheidungen treffen, von denen ihr eigenes Vermögen profitiert.

  • Blindbox

    Eine Blindbox ist eine verschlossene Verpackung, bei der man vor dem Kauf nicht weiß, welche Figur oder welcher Artikel darin steckt. Das Prinzip ist die Grundlage eines Milliardenmarkts für Sammelspielzeug und ähnelt in seiner Wirkung den Zufallskäufen in Videospielen.

  • Blindtest

    Ein Blindtest ist ein Vergleich, bei dem die Testperson nicht weiß, welche der geprüften Sachen sie gerade vor sich hat. So beeinflussen Erwartungen und Markennamen das Urteil nicht — in der KI-Branche werden auf diese Weise Sprachmodelle gegeneinander bewertet.

  • Blindtest (Modellevaluation)

    Ein Blindtest ist ein Vergleich von KI-Antworten, bei dem die bewertende Person nicht weiß, welches Programm welche Antwort geschrieben hat. So soll verhindert werden, dass ein bekannter Name die Bewertung beeinflusst.

  • Bloatware

    Bloatware sind Programme, die beim Kauf schon auf einem Handy oder Computer installiert sind, obwohl der Käufer sie nie verlangt hat. Sie belegen Speicher, laufen oft im Hintergrund mit und lassen sich häufig nicht vollständig löschen.

  • Bloom-Filter

    Ein Bloom-Filter ist eine sehr platzsparende Methode, um zu prüfen, ob ein Element schon einmal gespeichert wurde. Er antwortet entweder mit „sicher nicht dabei" oder mit „wahrscheinlich dabei" – ein Irrtum ist also nur in eine Richtung möglich.

  • Bloomberg Terminal

    Das Bloomberg Terminal ist ein kostenpflichtiges Computerprogramm, mit dem Banken, Fondsmanager und Journalisten Finanzdaten in Echtzeit abrufen und miteinander kommunizieren. Ein einzelner Zugang kostet rund 30.000 US-Dollar pro Jahr und gilt in der Finanzbranche trotzdem als Standardwerkzeug.

  • Blueprints (Unreal Engine)

    Blueprints sind das visuelle Programmiersystem der Spiele-Software Unreal Engine: Statt Programmzeilen zu tippen, verbindet man Kästchen mit Linien zu einem Ablaufplan. Damit lassen sich Spielregeln, Figuren und Menüs bauen, ohne eine Programmiersprache zu beherrschen.

  • Bluetooth

    Bluetooth ist ein Funkstandard, mit dem Geräte über kurze Distanzen ohne Kabel Daten austauschen. Kopfhörer, Autoradios, Smartwatches und Computermäuse verbinden sich darüber mit dem Handy oder Laptop.

  • Boilerplate-Code

    Boilerplate-Code ist immer gleich aussehender Programmtext, den man in vielen Projekten neu hinschreiben muss, obwohl er nichts Eigenes leistet. Er ist nötig, damit ein Programm überhaupt startet oder mit anderer Software zusammenpasst – gedacht hat man sich dabei nichts Neues.

  • Book-to-Bill-Ratio

    Die Book-to-Bill-Ratio vergleicht die neu eingegangenen Bestellungen eines Unternehmens mit dem, was es im selben Zeitraum ausgeliefert und in Rechnung gestellt hat. Ein Wert über 1 bedeutet: Es kommt mehr Arbeit herein, als abgearbeitet wird — ein Frühsignal für wachsende Nachfrage.

  • Bookings

    Bookings sind der Gesamtwert aller Verträge, die ein Unternehmen in einem Zeitraum neu abgeschlossen hat — unabhängig davon, ob das Geld schon geflossen ist. Die Kennzahl zeigt, wie gut der Verkauf gerade läuft, und gilt bei Software- und KI-Firmen als Frühindikator für künftige Umsätze.

  • Bootstrap (Software)

    Bootstrap bezeichnet den Vorgang, bei dem sich ein System aus einem winzigen Startprogramm selbst hochzieht, bis es voll arbeitsfähig ist. Der bekannteste Fall ist das Starten eines Computers, doch das Prinzip taucht auch bei Programmiersprachen, Firmen und KI-Modellen auf.

  • Bootstrapping-Compiler

    Ein Bootstrapping-Compiler ist ein Übersetzungsprogramm für eine Programmiersprache, das selbst in genau dieser Sprache geschrieben ist. Damit ein solcher Compiler überhaupt entstehen kann, braucht es eine erste, einfache Version, die in einer anderen Sprache gebaut wurde.

  • Börsengang

    Ein Börsengang ist der Moment, in dem ein Unternehmen erstmals Anteile an sich selbst öffentlich zum Kauf anbietet. Danach kann jeder diese Anteile an der Börse kaufen und verkaufen, und das Unternehmen muss regelmäßig Zahlen offenlegen.

  • Bot

    Ein Bot ist ein Programm, das eine Aufgabe im Internet automatisch und ohne Menschen am Bildschirm erledigt. Bots durchsuchen Webseiten, beantworten Fragen im Chat, kaufen Tickets oder verbreiten Falschmeldungen – nützlich und schädlich zugleich.

  • Bot-Traffic

    Als Bot-Traffic bezeichnet man alle Zugriffe auf eine Website, die nicht von Menschen kommen, sondern von automatisch laufenden Programmen. Auf vielen Websites machen diese maschinellen Zugriffe inzwischen etwa die Hälfte aller Aufrufe aus.

  • Bounding Box

    Eine Bounding Box ist ein Rechteck, das ein Objekt in einem Bild umschließt und damit angibt, wo es sich befindet. Sie ist die häufigste Art, Bildinhalte für Computerprogramme zu markieren, die Objekte erkennen sollen.

  • Brain-Computer-Interface

    Ein Brain-Computer-Interface ist eine Verbindung zwischen dem Gehirn und einem Gerät, die Nervenaktivität direkt in Steuerbefehle übersetzt. Damit lassen sich Computer, Prothesen oder Rollstühle ohne Muskelbewegung bedienen.

  • Branch

    Ein Branch ist eine abgezweigte Arbeitslinie in einem Projekt, an der man Änderungen ausprobieren kann, ohne die bestehende Version zu gefährden. Der Begriff stammt aus der Software-Entwicklung und ist dort der übliche Weg, wie mehrere Leute gleichzeitig an demselben Programm arbeiten.

  • Branch (Versionskontrolle)

    Ein Branch ist ein abgetrennter Arbeitsstand eines Softwareprojekts, in dem man Änderungen ausprobieren kann, ohne die bisherige Version zu beschädigen. Bewährt sich die Arbeit, wird der Branch wieder mit dem Hauptstand zusammengeführt.

  • Branche

    Eine Branche ist eine Gruppe von Unternehmen, die ähnliche Produkte oder Dienstleistungen anbieten – zum Beispiel die Autobranche oder die Softwarebranche. In Wirtschaftsnachrichten dient der Begriff dazu, Firmen sinnvoll miteinander zu vergleichen.

  • Breach-Response

    Breach-Response bezeichnet das geordnete Vorgehen eines Unternehmens, nachdem Unbefugte in seine Computersysteme eingedrungen sind oder Daten gestohlen haben. Dazu gehören das Stoppen des Angriffs, die Aufklärung des Vorfalls, gesetzlich vorgeschriebene Meldungen und die Information der Betroffenen.

  • Break-even

    Break-even ist der Punkt, an dem die Einnahmen eines Unternehmens genau die Kosten decken – es entsteht also weder Gewinn noch Verlust. In der Tech- und KI-Branche ist der Begriff wichtig, weil viele Firmen jahrelang mehr ausgeben, als sie einnehmen.

  • Break-up-Fee

    Eine Break-up-Fee ist eine im Voraus vereinbarte Zahlung, die fällig wird, wenn ein geplanter Firmenkauf oder eine Fusion doch nicht zustande kommt. Sie soll die Seite entschädigen, die viel Zeit und Geld in den gescheiterten Deal gesteckt hat.

  • Breaking Change

    Ein Breaking Change ist eine Änderung an einer Software, nach der bisher funktionierende fremde Programme nicht mehr laufen. Solche Änderungen werden meist angekündigt und in großen Versionssprüngen gebündelt, weil alle Nutzer nachbessern müssen.

  • Bring Your Own Key

    Bring Your Own Key (BYOK) bedeutet: Ein Kunde nutzt einen Online-Dienst, verwaltet den geheimen Code zum Ver- und Entschlüsseln seiner Daten aber selbst. Der Anbieter speichert die Daten, kann sie ohne diesen Code jedoch nicht lesen.

  • Broken-Windows-Theorie

    Die Broken-Windows-Theorie besagt, dass sichtbare kleine Missstände größere Probleme nach sich ziehen. Ursprünglich stammt sie aus der Kriminologie, heute wird sie auch in der Softwareentwicklung und bei KI-Systemen als Bild für schleichenden Qualitätsverfall benutzt.

  • BrowseComp

    BrowseComp ist ein Test von OpenAI, der prüft, wie gut ein KI-System schwer auffindbare Informationen im Internet aufspürt. Die Fragen sind so gebaut, dass die Antwort kurz und eindeutig ist, das Finden aber viele Suchschritte kostet.

  • Browser-Erweiterung

    Eine Browser-Erweiterung ist ein kleines Zusatzprogramm, das man in ein Surfprogramm wie Chrome oder Firefox einbaut und das dessen Verhalten verändert. Erweiterungen blenden zum Beispiel Werbung aus, verwalten Passwörter oder legen einen KI-Assistenten über jede besuchte Seite.

  • Browser-Extension

    Eine Browser-Extension ist ein kleines Zusatzprogramm, das man in ein Surfprogramm wie Chrome oder Firefox einbaut und das dessen Verhalten verändert. Sie kann Werbung ausblenden, Passwörter verwalten oder KI-Funktionen direkt in jede Webseite bringen — hat dafür aber oft weitreichenden Zugriff auf alles, was man im Netz tut.

  • Brute-Force-Analyse

    Die Brute-Force-Analyse löst ein Problem, indem sie einfach alle Möglichkeiten der Reihe nach ausprobiert, statt clever nachzudenken. Sie ist immer erfolgreich, wenn man ihr genug Zeit lässt – nur wächst diese Zeit bei großen Aufgaben ins Unbezahlbare.

  • Brute-Force-Suche

    Die Brute-Force-Suche ist ein Lösungsverfahren, das einfach alle denkbaren Möglichkeiten der Reihe nach ausprobiert, bis eine passt. Sie ist immer korrekt, aber oft unbezahlbar langsam — und genau deshalb schützt sie auch Passwörter und Verschlüsselung.

  • Bruttogewinn

    Der Bruttogewinn ist der Umsatz eines Unternehmens abzüglich der Kosten, die direkt für die verkauften Produkte oder Leistungen anfallen. Er zeigt, wie viel Geld vom Verkauf übrig bleibt, bevor Miete, Gehälter der Verwaltung, Forschung, Zinsen und Steuern abgezogen werden.

  • Bruttogewinnmarge

    Die Bruttogewinnmarge zeigt, wie viel Prozent des Umsatzes einem Unternehmen übrig bleiben, nachdem die direkten Kosten für das verkaufte Produkt abgezogen sind. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen, um Software-, Hardware- und KI-Geschäftsmodelle zu vergleichen.

  • Bruttoinlandsprodukt

    Das Bruttoinlandsprodukt misst den Wert aller Waren und Dienstleistungen, die ein Land in einem Jahr neu herstellt. Es gilt als wichtigste Kennzahl dafür, wie gut es einer Volkswirtschaft gerade geht.

  • Bruttomarge

    Die Bruttomarge zeigt, wie viel von den Einnahmen eines Unternehmens übrig bleibt, nachdem die direkten Kosten der verkauften Ware oder Leistung abgezogen sind. Sie wird in Prozent angegeben und gilt als schneller Hinweis darauf, wie profitabel ein Geschäftsmodell im Kern ist.

  • Bruttoreichweite

    Die Bruttoreichweite zählt alle Kontakte, die eine Werbekampagne erzeugt — auch mehrfache Kontakte derselben Person. Sie ist deshalb fast immer größer als die Zahl der tatsächlich erreichten Menschen.

  • Buchgewinn

    Ein Buchgewinn ist ein Gewinn, der nur auf dem Papier existiert: Der Wert eines Besitzes ist gestiegen, aber verkauft wurde noch nichts. Erst beim Verkauf wird daraus echtes Geld – bis dahin kann der Gewinn auch wieder verschwinden.

  • Bug-Bounty-Programm

    Ein Bug-Bounty-Programm ist ein öffentliches Angebot einer Firma: Wer einen Fehler in ihrer Software findet und ihn vertraulich meldet, bekommt Geld dafür. So sucht das Unternehmen absichtlich Hilfe von außen, statt darauf zu warten, dass Kriminelle die Schwachstelle zuerst entdecken.

  • Build-Fix-Validate-Schleife

    Die Build-Fix-Validate-Schleife ist ein sich wiederholender Arbeitsablauf, bei dem etwas gebaut, dann nach Fehlern durchsucht und verbessert und schließlich geprüft wird — und das Ergebnis wieder zum Ausgangspunkt der nächsten Runde. In der Softwareentwicklung und bei KI-Systemen ist sie das Grundmuster, nach dem Programme und Modelle Schritt für Schritt besser werden.

  • Build-Layer

    Ein Build-Layer ist eine einzelne, unveränderliche Zwischenstufe beim Zusammenbauen eines Software-Pakets: Jeder Bauschritt legt eine neue Schicht auf die vorherige. Weil unveränderte Schichten wiederverwendet werden können, verkürzt das Bauzeiten und spart Speicherplatz.

  • Bun

    Bun ist ein Programm, mit dem man in der Programmiersprache JavaScript geschriebene Software auf einem Computer ausführen kann. Es gilt als schnelle Alternative zu Node.js und bündelt mehrere Werkzeuge, die Entwickler sonst einzeln installieren müssten.

  • Burggraben

    Ein Burggraben ist ein dauerhafter Vorteil, der ein Unternehmen vor Konkurrenten schützt. In der Tech- und KI-Branche wird der Begriff benutzt, um zu beurteilen, ob ein Vorsprung wirklich haltbar ist oder nur ein paar Monate währt.

  • Burggraben (Moat)

    Ein Burggraben ist ein dauerhafter Vorteil, der ein Unternehmen vor Konkurrenz schützt und hohe Gewinne über Jahre absichert. In der KI-Branche wird heftig darüber gestritten, ob die großen Modellanbieter überhaupt einen solchen Schutz besitzen.

  • Burn-Rate

    Die Burn-Rate gibt an, wie viel Geld ein Unternehmen pro Monat mehr ausgibt, als es einnimmt. Sie zeigt, wie schnell ein junges Unternehmen seine Rücklagen aufbraucht — und wie viele Monate es ohne neues Geld noch überlebt.

  • Business Email Compromise

    Business Email Compromise ist eine Betrugsmasche, bei der Kriminelle per E-Mail vorgeben, ein Vorgesetzter oder Geschäftspartner zu sein, um Überweisungen auszulösen. Der Angriff setzt nicht auf Schadsoftware, sondern auf Täuschung von Mitarbeitern.

  • Buyout-Firma

    Eine Buyout-Firma sammelt Geld bei reichen Anlegern und großen Investoren ein und kauft damit ganze Unternehmen. Sie behält die Firmen einige Jahre, versucht ihren Wert zu steigern und verkauft sie danach möglichst teurer weiter.

  • BYOD

    BYOD steht für „Bring Your Own Device“ und bezeichnet die Regelung, dass Beschäftigte ihre privaten Geräte wie Handy oder Laptop für die Arbeit nutzen dürfen. Das spart Firmen Geräte und Kosten, wirft aber Fragen zu Datenschutz und Sicherheit auf.

  • BYOK (Bring Your Own Key)

    BYOK bedeutet, dass ein Kunde den geheimen Code zum Ver- und Entschlüsseln seiner Daten selbst verwaltet, statt ihn dem Anbieter zu überlassen. Wer den Schlüssel abschaltet, macht die gespeicherten Daten für den Anbieter unlesbar.

  • Bytecode

    Bytecode ist eine Zwischenform von Programmcode: Er steht zwischen dem lesbaren Text, den Menschen schreiben, und den Befehlen, die ein Prozessor direkt ausführt. Ein Hilfsprogramm auf dem Zielgerät liest den Bytecode und setzt ihn dort in echte Maschinenbefehle um.

C

  • C-Band

    Das C-Band ist ein Bereich von Funkfrequenzen zwischen etwa 3,4 und 4,2 Gigahertz. Er gilt als besonders wertvoll für schnelles Mobilfunknetz, weil er große Datenmengen überträgt und trotzdem weit reicht.

  • C-End

    C-End bezeichnet das Geschäft mit Privatkunden: Produkte und Dienste, die einzelne Menschen selbst nutzen und meist auch selbst bezahlen. Der Begriff stammt aus dem chinesischen Tech-Sprachgebrauch und taucht in Berichten über Firmen wie Alibaba, ByteDance oder Tencent häufig auf.

  • C-Level

    Als C-Level bezeichnet man die oberste Führungsebene eines Unternehmens – also die Handvoll Personen mit Titeln wie Chief Executive Officer oder Chief Financial Officer. Sie treffen die Entscheidungen über Strategie, Geld und Personal, die für das gesamte Unternehmen gelten.

  • C2PA

    C2PA ist ein technischer Standard, der die Herkunft von Bildern, Videos und Audiodateien fälschungssicher in der Datei mitspeichert. So lässt sich nachvollziehen, mit welchem Gerät oder Programm eine Aufnahme entstand und wer sie später bearbeitet hat.

  • CAC

    CAC steht für Customer Acquisition Cost, also die Kosten, die ein Unternehmen im Schnitt aufwenden muss, um einen einzigen neuen zahlenden Kunden zu gewinnen. Die Kennzahl zeigt, ob sich Werbung und Vertrieb rechnen — vor allem, wenn man sie mit dem vergleicht, was ein Kunde über die Zeit einbringt.

  • Cache Hit Rate

    Die Cache Hit Rate gibt an, wie oft ein Computer eine angeforderte Information bereits in seinem Zwischenspeicher liegen hat und sie nicht neu beschaffen muss. Je höher dieser Anteil, desto schneller und billiger arbeitet ein System – von der Webseite bis zum KI-Chatbot.

  • Cache-Hit (LLM-Inferenz)

    Ein Cache-Hit bedeutet, dass ein KI-Sprachmodell einen Teil der Eingabe schon einmal verarbeitet hat und das gespeicherte Zwischenergebnis wiederverwenden kann. Das spart Rechenzeit und senkt bei vielen Anbietern den Preis pro Anfrage deutlich.

  • Cache-Miss

    Ein Cache-Miss tritt auf, wenn ein Computer Daten in seinem schnellen Zwischenspeicher sucht, sie dort aber nicht findet. Er muss die Daten dann aus einem langsameren Speicher holen, was den Vorgang spürbar verzögert.

  • Cached Input

    Cached Input bezeichnet den Teil einer Anfrage an ein KI-System, den der Anbieter aus einem Zwischenspeicher wiederverwendet, weil er in einer früheren Anfrage schon einmal genau so vorkam. Weil das Rechenarbeit spart, kosten solche wiederverwendeten Textteile bei vielen Anbietern nur einen Bruchteil des normalen Preises.

  • CAD

    CAD steht für „Computer-Aided Design“, also das Konstruieren von Bauteilen und Gebäuden am Computer statt auf dem Zeichenbrett. Die entstehenden Modelle sind exakt vermaßt und lassen sich direkt für Simulationen, Fertigungsmaschinen und 3D-Druck weiterverwenden.

  • Call-Center

    Ein Call-Center ist ein Betrieb, in dem viele Menschen an Telefonen sitzen und Anrufe von Kunden annehmen oder selbst anrufen. Weil diese Arbeit stark aus wiederkehrenden Gesprächen besteht, gilt sie als eines der ersten Berufsfelder, das KI-Systeme in großem Umfang übernehmen.

  • Call-to-Action

    Ein Call-to-Action ist eine gezielte Aufforderung an Besucher einer Webseite oder Leser einer Werbung, jetzt etwas Bestimmtes zu tun – etwa auf einen Knopf zu klicken oder sich anzumelden. Er ist das Element, an dem sich messen lässt, ob eine Seite ihr Ziel erreicht.

  • Cambricon

    Cambricon ist ein chinesisches Unternehmen, das spezielle Computerchips für künstliche Intelligenz entwickelt. Es gilt als wichtigster heimischer Konkurrent des US-Konzerns Nvidia auf dem chinesischen Markt.

  • camelCase

    camelCase ist eine Schreibweise, bei der mehrere Wörter ohne Leerzeichen zusammengeschrieben werden und jedes neue Wort mit einem Großbuchstaben beginnt. Sie wird vor allem in Programmiersprachen verwendet, weil Namen dort keine Leerzeichen enthalten dürfen.

  • Canaries Dashboard

    Ein Canaries Dashboard ist eine Übersichtsseite, auf der ein Team die Ergebnisse vieler automatischer Dauertests eines Computersystems auf einen Blick sieht. Schlägt einer dieser Tests fehl, wird das dort sofort sichtbar – oft bevor echte Nutzer den Fehler bemerken.

  • Canary-Version

    Eine Canary-Version ist eine neue Software-Fassung, die zunächst nur an einen kleinen Teil der Nutzer ausgeliefert wird. Treten dort Fehler auf, wird die Verteilung gestoppt, bevor die Mehrheit betroffen ist.

  • CANN

    CANN ist die Software, mit der Huaweis KI-Chips angesteuert werden. Sie übersetzt KI-Programme in Befehle für die Ascend-Prozessoren und ist damit Huaweis Gegenstück zu Nvidias Softwarepaket CUDA.

  • Canva

    Canva ist ein Online-Programm zum Gestalten von Grafiken, Präsentationen und Videos, das direkt im Browser läuft. Es setzt auf fertige Vorlagen und mittlerweile auf KI-Funktionen, damit auch Menschen ohne Designausbildung brauchbare Ergebnisse bekommen.

  • Capex

    Capex sind die Ausgaben eines Unternehmens für langlebige Dinge wie Gebäude, Maschinen oder Rechenzentren. In der KI-Branche ist Capex zur wichtigsten Zahl geworden, weil der Bau von Rechenzentren inzwischen dreistellige Milliardenbeträge kostet.

  • Capex-Prognose

    Eine Capex-Prognose ist die Ankündigung eines Unternehmens, wie viel Geld es im kommenden Jahr für langlebige Anschaffungen wie Gebäude, Maschinen oder Rechenzentren ausgeben will. Bei Technologiekonzernen gilt sie als wichtigster Hinweis darauf, wie stark sie an den Erfolg von KI glauben.

  • Captive Audience

    Eine Captive Audience ist eine Gruppe von Menschen, die eine Botschaft mitbekommt, weil sie in der Situation nicht ausweichen kann. In der Tech- und Werbewelt beschreibt der Begriff Nutzergruppen, die einem Angebot ausgeliefert sind, weil ein Wechsel zu teuer, zu umständlich oder schlicht unmöglich ist.

  • Captive Customers

    Captive Customers sind Kunden, die einem Anbieter treu bleiben, weil ein Wechsel für sie zu aufwendig, zu teuer oder zu riskant wäre. Nicht Zufriedenheit hält sie, sondern die Hürde vor dem Ausstieg.

  • Capture the Flag

    Capture the Flag ist ein Wettbewerb, bei dem Teilnehmer absichtlich unsichere Computersysteme knacken und dort versteckte Codewörter finden. Diese Aufgaben sind heute auch ein Standardtest dafür, wie gut KI-Systeme selbstständig Sicherheitslücken aufspüren können.

  • Cargo-Kult

    Ein Cargo-Kult ist das Nachahmen äußerer Formen ohne Verständnis der Ursachen, die dahinterstecken. In Technik und Wissenschaft bezeichnet der Ausdruck Arbeitsweisen, die richtig aussehen, aber wirkungslos sind.

  • CarPlay

    CarPlay ist eine Technik von Apple, die den Bildschirm im Auto zur Fernbedienung für das iPhone macht. Navigation, Musik und Nachrichten laufen dabei auf dem Telefon, angezeigt und bedient werden sie aber im Auto.

  • Cash Cow

    Eine Cash Cow ist ein Produkt oder Geschäftsbereich, der einem Unternehmen zuverlässig viel Geld einbringt, ohne dass noch viel investiert werden muss. Mit diesem Überschuss finanzieren Firmen oft neue, noch unrentable Vorhaben.

  • Causal Attention

    Causal Attention ist eine Regel in Sprachmodellen, die dafür sorgt, dass jedes Wort beim Rechnen nur auf vorherige Wörter schauen darf, nie auf spätere. Ohne diese Regel könnte ein Modell beim Lernen die Lösung abschreiben, statt echtes Vorhersagen zu üben.

  • CBRN

    CBRN ist ein Sammelbegriff für die vier gefährlichsten Waffenarten: chemische, biologische, radiologische und nukleare. In der KI-Debatte steht die Abkürzung für die Sorge, dass Sprachmodelle beim Bau solcher Waffen helfen könnten.

  • CBRN-Risiken

    CBRN-Risiken sind Gefahren durch chemische, biologische, radiologische und nukleare Stoffe, mit denen sich sehr viele Menschen auf einmal schädigen lassen. In der KI-Debatte meint der Begriff die Sorge, dass ein Sprachmodell jemandem beim Bau solcher Waffen hilft.

  • CBRN-Waffen

    CBRN-Waffen sind chemische, biologische, radiologische und nukleare Waffen – also Waffen, die mit Giftstoffen, Krankheitserregern oder Radioaktivität sehr viele Menschen auf einmal treffen können. In der KI-Debatte steht das Kürzel dafür, dass KI-Systeme keine Anleitungen zum Bau solcher Waffen liefern dürfen.

  • Center of Excellence

    Ein Center of Excellence ist eine kleine Spezialgruppe in einem Unternehmen, die das Wissen zu einem neuen Thema wie künstlicher Intelligenz bündelt und alle anderen Abteilungen dabei unterstützt. Statt dass jede Abteilung alles selbst herausfinden muss, gibt es eine zentrale Stelle für Standards, Beratung und erste Testprojekte.

  • Cerebras

    Cerebras ist ein US-Unternehmen, das einen ungewöhnlich großen Computerchip für künstliche Intelligenz baut. Statt vieler kleiner Chips fertigt die Firma einen einzigen, der so groß ist wie ein Essteller — das macht das Rechnen für KI-Systeme schneller.

  • CG-Künstler

    Ein CG-Künstler gestaltet Bilder, Figuren und Umgebungen vollständig am Computer, etwa für Filme, Serien, Werbung und Videospiele. Der Beruf verbindet gestalterische Arbeit mit technischer Software und verändert sich derzeit stark durch KI-Werkzeuge.

  • Chain-of-Thought

    Chain-of-Thought bezeichnet die Technik, ein KI-Sprachprogramm dazu zu bringen, eine Aufgabe in Zwischenschritten durchzurechnen, statt sofort das Ergebnis zu nennen. Bei Aufgaben mit Logik, Mathematik oder mehreren Bedingungen steigt die Trefferquote dadurch deutlich.

  • Change Data Feed

    Ein Change Data Feed ist eine mitlaufende Liste aller Änderungen an einer Datentabelle: Was wurde neu eingefügt, was gelöscht, was geändert? Nachgelagerte Systeme lesen nur diese Änderungen statt jedes Mal die komplette Tabelle.

  • Change Management

    Change Management bezeichnet das geplante Begleiten von Veränderungen in Unternehmen und Behörden – von neuer Software bis zu neuen Arbeitsabläufen. Ziel ist, dass die Menschen die Neuerung tatsächlich mittragen und nicht nur die Technik installiert wird.

  • Chase Center

    Das Chase Center ist eine 2019 eröffnete Veranstaltungshalle in San Francisco, in der die Basketballmannschaft Golden State Warriors spielt. In der Tech-Branche ist der Bau vor allem als Bühne großer Produktvorstellungen bekannt, etwa der Entwicklerkonferenz von Salesforce.

  • Chatbot

    Ein Chatbot ist ein Computerprogramm, mit dem man sich per Text oder Sprache unterhält und das automatisch antwortet. Moderne Chatbots wie ChatGPT beruhen auf Sprachmodellen, die aus riesigen Textmengen gelernt haben, welches Wort typischerweise als nächstes folgt.

  • ChatGPT

    ChatGPT ist ein Computerprogramm der Firma OpenAI, das man in normaler Sprache etwas fragen kann und das mit selbst formulierten Texten antwortet. Es wurde Ende 2022 veröffentlicht und machte KI-Sprachprogramme zum ersten Mal für ein Massenpublikum benutzbar.

  • ChatGPT Work

    ChatGPT Work ist die Variante des Chatprogramms ChatGPT, die Firmen für ihre Mitarbeiter kaufen. Sie bietet zusätzliche Verwaltungs- und Datenschutzfunktionen und ist für das Unternehmen OpenAI eine wichtige Einnahmequelle.

  • Checkout

    Der Checkout ist der letzte Abschnitt eines Online-Einkaufs: die Schritte vom Warenkorb bis zur bestätigten Bestellung. Weil hier viele Kunden abbrechen, gilt er im Online-Handel als besonders wichtiger und technisch aufwendiger Teil eines Shops.

  • Checkpoint

    Ein Checkpoint ist ein gespeicherter Zwischenstand eines KI-Modells: eine Datei, die alle gelernten Zahlenwerte zu einem bestimmten Zeitpunkt festhält. Damit lässt sich ein abgebrochenes Training fortsetzen, ein älterer Stand wiederherstellen oder ein Modell an andere weitergeben.

  • Checkpointing

    Checkpointing bedeutet, den aktuellen Zwischenstand eines lernenden Computerprogramms regelmäßig auf die Festplatte zu schreiben. Stürzt die Rechenanlage ab, startet man von diesem gespeicherten Stand weiter statt ganz von vorn.

  • Chief Executive

    Der Chief Executive ist die Person mit der höchsten Entscheidungsgewalt in einem Unternehmen, im Deutschen meist Vorstandsvorsitzender oder Geschäftsführer genannt. Sie legt die Richtung der Firma fest und trägt die Verantwortung dafür, wie das Unternehmen geführt wird.

  • Chief Executive Officer

    Der Chief Executive Officer, kurz CEO, ist die Person mit der höchsten Entscheidungsmacht in der Leitung eines Unternehmens. Sie bestimmt die grobe Richtung, trägt die Verantwortung für die Ergebnisse und wird von einem Aufsichtsgremium der Eigentümer kontrolliert.

  • Chief Scientist

    Der Chief Scientist ist die höchste wissenschaftliche Führungsposition in einem Unternehmen oder einer Behörde. Diese Person entscheidet, welchen Forschungsfragen die Organisation nachgeht – bei KI-Firmen gehört sie meist zu den bekanntesten Gesichtern des Hauses.

  • China-Schock

    Als China-Schock bezeichnen Wirtschaftsforscher den raschen Aufstieg Chinas zur Fabrik der Welt ab etwa 2001 und die Folgen für Industrieregionen in den USA und Europa. Heute wird der Begriff auch für eine zweite Welle benutzt, bei der China nicht mehr billige Massenware liefert, sondern Autos, Solarmodule und Technik.

  • Chiplet

    Ein Chiplet ist ein kleiner Baustein aus Silizium, der zusammen mit anderen solchen Bausteinen in einem gemeinsamen Gehäuse zu einem großen Prozessor zusammengesetzt wird. Diese Bauweise ist billiger und flexibler, als einen ganzen Prozessor aus einem einzigen Stück zu fertigen.

  • Chips Act

    Chips Act ist der Name von staatlichen Förderprogrammen, mit denen die USA und die EU den Bau von Fabriken für Computerchips im eigenen Land bezahlen. Ziel ist es, weniger von Herstellern in Asien abhängig zu sein.

  • Chroma

    Chroma ist eine offene Software, in der Texte, Bilder oder Codeschnipsel als lange Zahlenlisten gespeichert werden, damit ein Programm später inhaltlich ähnliche Stellen wiederfinden kann. Sie wird vor allem eingesetzt, damit KI-Chatbots auf eigene Dokumente zugreifen können.

  • Chrome Extension

    Eine Chrome Extension ist ein kleines Zusatzprogramm, das man in den Webbrowser Chrome einbaut, um dessen Funktionen zu erweitern. Sie kann Webseiten verändern, Inhalte ausblenden oder neue Knöpfe hinzufügen – und hat dabei oft weitreichenden Zugriff auf das, was man im Netz tut.

  • Chronicle

    Chronicle ist ein Sicherheitsprodukt von Google, das riesige Mengen an Protokolldaten aus dem Netzwerk eines Unternehmens sammelt und nach Spuren von Angreifern durchsucht. Heute läuft es unter dem Namen Google Security Operations und gehört zur Google Cloud.

  • Chunking

    Chunking bezeichnet das Zerlegen langer Texte in kleinere, in sich sinnvolle Abschnitte, sogenannte Chunks. Es ist ein Standardschritt, wenn KI-Systeme in großen Dokumentsammlungen nach passenden Textstellen suchen sollen.

  • Churn

    Churn bezeichnet den Anteil der Kunden, die ein Abo oder einen Dienst innerhalb eines Zeitraums kündigen. Die Kennzahl gilt besonders bei Software- und Streaming-Anbietern als wichtigster Frühindikator für den Zustand eines Geschäfts.

  • Churn-Rate

    Die Churn-Rate gibt an, welcher Anteil der Kunden eines Unternehmens innerhalb eines bestimmten Zeitraums abspringt. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen für Firmen, die von regelmäßigen Zahlungen leben, etwa Streamingdienste oder Software-Anbieter.

  • CI/CD-Pipeline

    Eine CI/CD-Pipeline ist eine automatische Kette von Arbeitsschritten, die neuen Programmcode prüft, zusammenbaut und bis zum fertigen Produkt ausliefert. Sie sorgt dafür, dass Software-Teams täglich Änderungen veröffentlichen können, ohne dass jemand die Prüfungen von Hand durchführt.

  • CIO

    Der CIO (Chief Information Officer) ist die Person in einem Unternehmen, die für alle Computer, Programme und Daten verantwortlich ist. Sie entscheidet, welche Technik das Unternehmen einsetzt, und trägt die Verantwortung, wenn diese Technik ausfällt.

  • Circular Financing

    Circular Financing bezeichnet Geschäfte, bei denen ein Unternehmen einem Kunden das Geld gibt, mit dem dieser dann seine eigenen Produkte kauft. Das Geld läuft im Kreis, der Umsatz sieht in der Bilanz aber wie echtes Wachstum von außen aus.

  • Citation-Regeln

    Citation-Regeln legen fest, wann und wie ein KI-System die Quellen nennen muss, aus denen seine Antwort stammt. Sie entscheiden darüber, ob man eine Aussage nachprüfen kann und ob die ursprünglichen Autoren sichtbar bleiben.

  • Claim Model

    Ein Claim Model ist ein Rechenmodell von Versicherungen, das vorhersagt, wie viele Schadensfälle auftreten und wie teuer sie werden. Moderne Versionen nutzen maschinelles Lernen und beeinflussen damit Preise, Rücklagen und die Bearbeitung einzelner Schadensmeldungen.

  • Classifier

    Ein Classifier ist ein Computerprogramm, das Dinge in vorgegebene Kategorien einordnet — zum Beispiel eine E-Mail als Spam oder nicht Spam. Er lernt diese Einteilung aus vielen Beispielen, statt festen Regeln zu folgen.

  • Claude Cowork

    Claude Cowork ist ein Produkt der Firma Anthropic, bei dem ein KI-Assistent nicht nur antwortet, sondern selbstständig ganze Arbeitspakete abarbeitet – etwa Dateien durchsehen, sortieren und Ergebnisse zusammenschreiben. Der Mensch gibt das Ziel vor und prüft am Ende, statt jeden Zwischenschritt einzeln anzustoßen.

  • CLAUDE.md

    CLAUDE.md ist eine einfache Textdatei in einem Softwareprojekt, die dem KI-Assistenten Claude von Anthropic erklärt, wie in diesem Projekt gearbeitet wird. Sie wird automatisch mitgelesen, sobald die KI im Projektordner startet, und ersetzt so Anweisungen, die man sonst jedes Mal neu tippen müsste.

  • Claws

    Claws ist die verkürzte Schreibweise für Clawback-Klauseln: vertragliche Regeln, die bereits ausgezahltes Geld zurückfordern, wenn sich der Erfolg im Nachhinein als falsch berechnet oder unrechtmäßig erwiesen hat. In der Tech- und KI-Branche tauchen solche Klauseln vor allem bei Boni von Führungskräften und bei Fördergeldern für Rechenzentren auf.

  • Clean Room

    Ein Clean Room ist ein Arbeitsverfahren, bei dem ein Team etwas nachbaut, ohne den Originalcode oder die Originalunterlagen je gesehen zu haben. So lässt sich beweisen, dass nichts abgeschrieben wurde – ein wichtiger Schutz vor Urheberrechtsklagen.

  • Clean Room Design

    Clean Room Design ist ein Arbeitsverfahren, bei dem ein Team ein fremdes Produkt nachbaut, ohne dessen Originalunterlagen je gesehen zu haben. Es dient dazu, den Vorwurf des Abschreibens vor Gericht entkräften zu können.

  • Clean-Room-Reimplementation

    Bei einer Clean-Room-Reimplementation baut ein Team eine Software neu, ohne den ursprünglichen Programmtext je gesehen zu haben. Es arbeitet nur mit einer Beschreibung dessen, was das Programm tun soll — so soll bewiesen werden, dass nichts abgeschrieben wurde.

  • CLI

    CLI steht für Command Line Interface, also eine Bedienung des Computers über eingetippte Textbefehle statt über Fenster und Mausklicks. Programmierer nutzen sie täglich, weil sich getippte Befehle exakt wiederholen, speichern und automatisieren lassen.

  • Click-Through-Rate

    Die Click-Through-Rate misst, wie viele Menschen auf etwas klicken, das ihnen angezeigt wurde. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Online-Werbegeschäft und steuert indirekt, was uns Empfehlungssysteme überhaupt vorsetzen.

  • Click-Worker

    Click-Worker sind Menschen, die im Internet gegen Bezahlung viele kleine, immer ähnliche Aufgaben erledigen — etwa Bilder beschriften oder Texte prüfen. Ihre Arbeit ist die Grundlage vieler KI-Systeme, wird aber oft schlecht bezahlt und bleibt für Nutzer unsichtbar.

  • Clickbait

    Clickbait bezeichnet Überschriften und Vorschaubilder, die bewusst neugierig machen, aber absichtlich mehr versprechen, als der Artikel dahinter hält. Der Zweck ist fast immer wirtschaftlich: Jeder Klick bringt Werbeeinnahmen, unabhängig davon, ob der Inhalt die Erwartung erfüllt.

  • Client-Side Encryption

    Client-Side Encryption bedeutet: Daten werden schon auf dem eigenen Gerät unlesbar gemacht und erst danach zu einem Anbieter im Internet geschickt. Der Anbieter speichert nur den unlesbaren Datensalat und besitzt den Schlüssel nicht.

  • Client-Timeout

    Ein Client-Timeout ist eine Zeitgrenze, die ein anfragendes Programm selbst setzt: Kommt innerhalb dieser Frist keine Antwort vom Server, bricht es die Anfrage ab. Der Server rechnet dabei oft noch weiter — er merkt vom Abbruch zunächst nichts.

  • Clipper Chip

    Der Clipper Chip war ein von der US-Regierung 1993 vorgestellter Verschlüsselungsbaustein für Telefone, der Gespräche geheim halten sollte – aber mit einem eingebauten Zweitschlüssel für Behörden. Nach massiver Kritik von Fachleuten und Bürgerrechtlern scheiterte das Projekt 1996, es gilt bis heute als Musterbeispiel für die Debatte um staatliche Hintertüren.

  • Closed Loop (Werbeoptimierung)

    Closed Loop bezeichnet in der Werbung einen geschlossenen Kreislauf: Eine Anzeige wird ausgespielt, die Reaktion der Nutzer wird gemessen, und das Ergebnis fließt sofort zurück in die Entscheidung, wem als Nächstes welche Anzeige gezeigt wird. Weil die Rückmeldung automatisch weiterverarbeitet wird, verbessert sich das System laufend selbst.

  • Closed Source

    Closed Source bedeutet, dass ein Unternehmen die Bauanleitung seines Programms geheim hält. Nutzer dürfen das Programm verwenden, aber nicht hineinschauen, es nicht kopieren und nicht selbst verändern.

  • CLOUD Act

    Der CLOUD Act ist ein US-Gesetz von 2018. Es verpflichtet amerikanische Anbieter wie Microsoft, Google oder Amazon, Daten ihrer Kunden an US-Behörden herauszugeben — auch dann, wenn diese Daten auf Servern außerhalb der USA liegen.

  • Cloud Run

    Cloud Run ist ein Dienst von Google, auf dem Programme laufen, ohne dass man selbst einen Server einrichten muss. Der Dienst startet das Programm automatisch, wenn eine Anfrage kommt, und schaltet es wieder ab, wenn nichts zu tun ist.

  • Cloud Summit

    Ein Cloud Summit ist eine Fachkonferenz, auf der Anbieter von Rechenleistung aus dem Internet ihre Neuheiten vorstellen. Solche Veranstaltungen sind heute vor allem Bühnen für Ankündigungen rund um künstliche Intelligenz und werden entsprechend genau von Kunden, Journalisten und Anlegern verfolgt.

  • Cloud-Backlog

    Das Cloud-Backlog ist die Summe aller Beträge, die Kunden einem Cloud-Anbieter vertraglich zugesagt haben, aber noch nicht bezahlt bekommen hat, weil die Leistung erst in der Zukunft erbracht wird. Anleger lesen die Zahl als Vorschau darauf, wie stark der Umsatz in den kommenden Quartalen wachsen dürfte.

  • Cloud-Bereitstellung

    Cloud-Bereitstellung heißt: Ein Programm läuft nicht auf dem eigenen Computer, sondern auf gemieteten Rechnern in einem großen Rechenzentrum, erreichbar über das Internet. Bei KI-Diensten ist das der Normalfall, weil die nötige Rechenleistung für einzelne Nutzer viel zu teuer wäre.

  • Cloud-Labor

    Ein Cloud-Labor ist ein echtes Forschungslabor, in dem Roboter die Experimente ausführen und Forscher ihre Versuche über das Internet in Auftrag geben. Statt selbst am Labortisch zu stehen, schickt man eine Versuchsanweisung als Datei und erhält die Messergebnisse zurück.

  • Cloud-Region

    Eine Cloud-Region ist ein geografisches Gebiet, in dem ein Anbieter wie Amazon, Microsoft oder Google mehrere Rechenzentren betreibt. Kunden wählen die Region aus und legen damit fest, wo ihre Daten physisch liegen und wie schnell ihre Anwendungen antworten.

  • Cloudflare Workers

    Cloudflare Workers ist ein Dienst, mit dem Entwickler kleine Programme direkt in den weltweit verteilten Rechenzentren der Firma Cloudflare laufen lassen. Der Code startet dort, wo der Besucher gerade ist, und antwortet deshalb sehr schnell.

  • Cluster (Rechencluster)

    Ein Rechencluster ist eine Gruppe vieler einzelner Computer, die über ein schnelles Netzwerk verbunden sind und gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten. Für das Training großer KI-Modelle sind solche Verbünde die Grundlage, weil ein einzelner Rechner dafür viel zu langsam wäre.

  • CMO

    Der CMO (Chief Marketing Officer) ist die Person, die in einem Unternehmen für das gesamte Marketing verantwortlich ist – von der Werbung über die Marke bis zur Marktforschung. In der Chefetage sitzt der CMO gleichberechtigt neben Finanz- und Technikverantwortlichen.

  • CMS

    Ein CMS ist eine Software, mit der man Texte, Bilder und Videos auf einer Website veröffentlicht, ohne den Programmcode der Seite anzufassen. Bekannte Beispiele sind WordPress, Typo3 und Shopify.

  • Co-Design

    Co-Design bedeutet, dass zwei Dinge, die später zusammenarbeiten müssen, auch gemeinsam entworfen werden – in der Technik meist ein Chip und die Software, die darauf läuft. Statt nacheinander zu entwickeln, passt man beide Seiten von Anfang an aufeinander an.

  • Co-Evolution

    Co-Evolution bezeichnet die Entwicklung zweier Seiten, die sich gegenseitig antreiben: Jede Veränderung der einen Seite verändert die Bedingungen für die andere. In der Technikwelt beschreibt der Begriff etwa, wie sich KI-Systeme und ihre Nutzer, Angreifer und Abwehr oder Software und Hardware wechselseitig hochschaukeln.

  • Co-Intelligence

    Co-Intelligence beschreibt die Zusammenarbeit von Mensch und KI-Programm als Team, in dem beide Seiten unterschiedliche Stärken einbringen. Der Begriff wurde vom Wirtschaftsprofessor Ethan Mollick geprägt und dient heute als Leitbild dafür, wie Menschen KI im Beruf sinnvoll einsetzen.

  • CO2-Neutralität

    CO2-Neutralität bedeutet, dass ein Unternehmen oder ein Land unterm Strich kein Kohlendioxid mehr in die Luft abgibt. Ausgestoßene Mengen werden entweder vermieden oder an anderer Stelle wieder aus der Atmosphäre entfernt.

  • COBOL

    COBOL ist eine Programmiersprache aus dem Jahr 1959, die für Buchhaltung, Gehaltsabrechnung und Bankgeschäfte entworfen wurde. Sie gilt als veraltet, läuft aber bis heute in Banken, Versicherungen und Behörden und verwaltet dort täglich enorme Geldbeträge.

  • Cobra-Effekt

    Der Cobra-Effekt beschreibt eine Maßnahme, die genau das Gegenteil ihres Ziels bewirkt, weil Menschen oder Maschinen die Vorgabe auf unerwartete Weise ausnutzen. In der KI-Debatte steht der Begriff für Systeme, die ihre Zielvorgabe perfekt erfüllen und trotzdem etwas Unerwünschtes tun.

  • Code Arena

    Code Arena bezeichnet eine Online-Plattform, auf der verschiedene KI-Systeme dieselbe Programmieraufgabe lösen und Menschen anschließend die bessere Lösung auswählen. Aus vielen solcher Duelle entsteht eine Rangliste, die zeigt, welches System beim Programmieren am meisten überzeugt.

  • Code Churn

    Code Churn misst, wie viel neu geschriebener Programmtext kurz nach seiner Entstehung wieder geändert oder gelöscht wird. Die Kennzahl gilt als Hinweis darauf, wie ausgereift eine Software und wie klar die Anforderungen an sie sind.

  • Code of Practice

    Ein Code of Practice ist eine freiwillige Sammlung von Regeln, mit der eine Branche zeigt, wie sie gesetzliche Vorgaben in der Praxis umsetzt. In der KI-Welt bezeichnet der Begriff vor allem den Leitfaden, den die Europäische Union mit großen KI-Anbietern für den Umgang mit ihren Modellen ausgehandelt hat.

  • Code Review

    Ein Code Review ist die Prüfung neuer Programmzeilen durch andere Personen, bevor diese Änderung Teil des fertigen Produkts wird. Es ist in der Softwareentwicklung der wichtigste Filter gegen Fehler, unnötige Komplexität und Sicherheitslücken.

  • Codeausführung

    Codeausführung bedeutet, dass ein KI-System selbst geschriebene Programmzeilen wirklich laufen lässt und das Ergebnis abliest, statt eine Antwort nur zu formulieren. Damit werden Rechnungen, Tabellen und Diagramme zuverlässiger — der ausgeführte Code kann aber auch gefährlich sein, wenn er nicht abgeschottet läuft.

  • Codebasis

    Die Codebasis ist die Gesamtheit aller Textdateien, aus denen ein Programm gebaut wird. Sie ist das eigentliche Arbeitsmaterial von Software-Entwicklern und wächst bei großen Produkten auf Millionen von Zeilen an.

  • Codex

    Codex ist der Name, den OpenAI seinen Systemen zum Schreiben von Programmcode gibt. Aus einer Beschreibung in normaler Sprache erzeugt Codex fertigen Code, testet ihn und schlägt Änderungen an bestehenden Projekten vor.

  • Codex-Agenten

    Codex-Agenten sind Programme, die Software selbstständig schreiben und ändern: Man beschreibt eine Aufgabe in normaler Sprache, der Agent bearbeitet daraufhin echte Projektdateien und testet seine eigene Arbeit. Der Name stammt von OpenAIs Codex-System, wird heute aber oft allgemein für Programmierassistenten mit dieser Arbeitsweise verwendet.

  • Codex-App

    Die Codex-App ist ein Programm von OpenAI, das Programmieraufgaben selbstständig erledigt: Man beschreibt in normaler Sprache, was der Computer tun soll, und die App schreibt und testet den nötigen Programmtext. Sie steht als eigene Anwendung, als Kommandozeilenwerkzeug und als Dienst im Browser bereit.

  • Coding Agent Index

    Ein Coding Agent Index ist ein durchsuchbares Verzeichnis über den gesamten Programmcode eines Projekts, das ein KI-Assistent anlegt, bevor er beim Programmieren hilft. Es sorgt dafür, dass der Assistent die passenden Dateien findet, ohne jedes Mal Millionen Zeilen Code lesen zu müssen.

  • Coding-Agent

    Ein Coding-Agent ist ein KI-Programm, das Software nicht nur zeilenweise vorschlägt, sondern eine Aufgabe selbstständig in mehreren Schritten bearbeitet: Dateien lesen, Code ändern, Tests starten, Fehler korrigieren. Der Mensch beschreibt das Ziel und prüft am Ende das Ergebnis.

  • Coding-Benchmark

    Ein Coding-Benchmark ist ein standardisierter Test, mit dem geprüft wird, wie gut ein KI-System Programmieraufgaben löst. Die geschriebenen Programme werden automatisch ausgeführt und mit vorgegebenen Prüfungen verglichen, sodass eine Prozentzahl herauskommt.

  • Cognitive Load

    Cognitive Load bezeichnet die Menge an Information, die ein Mensch in einem Moment gleichzeitig im Kopf behalten und verarbeiten muss. Weil dieser Arbeitsspeicher im Gehirn sehr klein ist, entscheidet die Belastung darüber, ob wir etwas verstehen oder überfordert abbrechen.

  • Cognitive Offloading

    Cognitive Offloading bezeichnet das Auslagern von Denkarbeit an Hilfsmittel außerhalb des eigenen Kopfes – etwa an einen Notizzettel, ein Navigationsgerät oder einen KI-Chatbot. Der Begriff stammt aus der Psychologie und wird heute vor allem in der Debatte über den Einfluss von KI-Werkzeugen auf das Denken benutzt.

  • Cognitive Surrender

    Cognitive Surrender beschreibt, dass Menschen das eigene Nachdenken an Computerprogramme abgeben und deren Antworten kaum noch prüfen. Der Begriff wird vor allem dort benutzt, wo Chatprogramme im Alltag Entscheidungen vorformulieren.

  • COGS (Cost of Goods Sold)

    COGS steht für „Cost of Goods Sold“ und bezeichnet die Kosten, die direkt entstehen, weil ein Produkt verkauft oder ein Dienst erbracht wird. Bei KI-Unternehmen zählen dazu vor allem die Rechenkosten in Rechenzentren, weshalb COGS zur wichtigsten Kennzahl für die Frage geworden ist, ob KI-Geschäfte profitabel sein können.

  • Cold Start

    Cold Start bezeichnet die Situation, in der ein System noch keine Daten oder Erfahrungen hat und deshalb schlecht arbeitet. Der Begriff wird vor allem für Empfehlungssysteme benutzt, taucht aber auch bei Servern und Sprachassistenten auf.

  • Cold Wallet

    Eine Cold Wallet ist eine Aufbewahrung für Kryptowährungen, deren geheimer Zugangsschlüssel dauerhaft ohne Internetverbindung bleibt. Dadurch können Angreifer aus dem Netz ihn nicht stehlen, dafür ist das Bezahlen unbequemer.

  • Cold-Mail

    Eine Cold-Mail ist eine E-Mail an eine fremde Person, die vorher keinen Kontakt zum Absender hatte und nichts angefordert hat. Sie ist das klassische Werkzeug im Vertrieb, steht rechtlich unter strengen Regeln und wird heute oft von KI-Software geschrieben.

  • Colocation

    Colocation heißt: Ein Unternehmen stellt seine eigenen Computer in ein fremdes Gebäude, das dafür gebaut ist – mit Strom, Kühlung, Internetanschluss und Bewachung. Die Geräte gehören der Firma, das Haus und die Versorgung gehören dem Anbieter.

  • Colossus

    Colossus ist der Name des riesigen Rechenzentrums, das die Firma xAI von Elon Musk in Memphis betreibt. Dort stehen hunderttausende Spezialchips, mit denen die KI-Modelle der Grok-Reihe trainiert werden.

  • Colossus-2-Cluster

    Colossus 2 ist die zweite große Rechenanlage des KI-Unternehmens xAI in Memphis, Tennessee, in der hunderttausende Spezialchips gemeinsam an einem einzigen KI-Modell rechnen. Die Anlage gilt als eines der größten Trainingsrechenzentren der Welt und steht zugleich für den enormen Strom- und Kapitalbedarf der aktuellen KI-Entwicklung.

  • Command and Control

    Command and Control bezeichnet die Fernsteuerung von Computern, die ein Angreifer heimlich übernommen hat. Über einen zentralen Server schickt er Befehle an die infizierten Geräte und holt sich Daten zurück.

  • Command Injection

    Command Injection ist eine Sicherheitslücke, bei der ein Angreifer über ein normales Eingabefeld eigene Systembefehle auf einem fremden Computer ausführen lässt. Die Ursache ist fast immer, dass ein Programm Benutzereingaben ungeprüft an das Betriebssystem weiterreicht.

  • Command Line Interface (CLI)

    Ein Command Line Interface ist eine Bedienoberfläche, bei der man Befehle als Text eintippt statt auf Symbole zu klicken. Es gilt als altmodisch, ist aber in der Softwareentwicklung und beim Betrieb von KI-Systemen bis heute das wichtigste Werkzeug.

  • Command Validation

    Command Validation bezeichnet die Prüfung eines Befehls, bevor ein Computer ihn ausführt. Sie sorgt dafür, dass nur erlaubte und sinnvolle Anweisungen durchgelassen werden — besonders wichtig, wenn KI-Programme selbstständig Befehle erzeugen.

  • Command-and-Control-Server

    Ein Command-and-Control-Server ist der Rechner, von dem Angreifer aus ihre Schadprogramme auf fremden Geräten steuern. Über ihn schicken sie Befehle und holen gestohlene Daten ab — und genau darum ist er das beliebteste Ziel von Ermittlern.

  • Command-Line Interface

    Ein Command-Line Interface ist eine Art, einen Computer zu bedienen: Man tippt Befehle als Text ein, statt mit der Maus auf Symbole zu klicken. Es gilt als altmodisch, ist aber in der Software- und KI-Entwicklung bis heute das wichtigste Werkzeug.

  • Commit

    Ein Commit ist ein gespeicherter Zwischenstand eines Software-Projekts, zusammen mit einer kurzen Notiz, was geändert wurde. Alle Commits hintereinander ergeben die vollständige Entwicklungsgeschichte eines Programms.

  • Commoditization

    Commoditization beschreibt, wie ein früher besonderes Produkt zur austauschbaren Massenware wird, weil viele Anbieter fast dasselbe liefern. Der Preis wird dann zum wichtigsten Unterscheidungsmerkmal – in der KI-Branche betrifft das gerade Sprachmodelle und Rechenleistung.

  • Commoditization

    Commoditization beschreibt, wie ein Produkt vom besonderen Angebot zur austauschbaren Massenware wird. Wenn viele Anbieter fast dasselbe liefern, entscheidet nur noch der Preis — in der KI-Branche gilt das inzwischen für viele Sprachmodelle.

  • Commodity

    Eine Commodity ist ein Produkt, das überall praktisch gleich ist, sodass fast nur noch der Preis über den Kauf entscheidet. In der Tech- und KI-Branche ist es das Schlagwort dafür, dass eine einst besondere Technologie zur beliebig austauschbaren Massenware wird.

  • Community Notes

    Community Notes sind kurze Zusatzhinweise, die Nutzer selbst unter irreführende Beiträge in sozialen Netzwerken schreiben. Ein Hinweis wird nur öffentlich sichtbar, wenn ihn Menschen mit sonst gegensätzlichen Ansichten gemeinsam hilfreich finden.

  • Compaction

    Compaction bezeichnet das Zusammenfassen und Aufräumen von angesammelten Daten, damit ein System nicht an seiner eigenen Datenmenge erstickt. Der Begriff kommt aus der Datenbanktechnik und taucht heute vor allem bei KI-Assistenten auf, die lange Gespräche eindampfen müssen.

  • Companion AI

    Companion AI bezeichnet Programme, die sich als dauerhafte Gesprächspartner ausgeben und eine persönliche Beziehung zum Nutzer simulieren. Sie merken sich Vorlieben und frühere Gespräche, haben oft einen Namen und einen Charakter – und sind für viele Anbieter ein Abo-Geschäft.

  • Compiler

    Ein Compiler ist ein Programm, das von Menschen geschriebenen Programmcode in die Befehlssprache eines Computers übersetzt. Ohne diese Übersetzung könnte ein Prozessor mit Anweisungen wie "if" oder "print" nichts anfangen.

  • Compliance Checker

    Ein Compliance Checker ist ein Programm, das automatisch prüft, ob ein Text, eine Software oder ein Geschäftsvorgang die geltenden Regeln einhält. Es ersetzt Menschen nicht, sondern findet Verstöße schneller und meldet sie zur Kontrolle.

  • Compliance-Agent

    Ein Compliance-Agent ist ein Computerprogramm mit künstlicher Intelligenz, das selbstständig prüft, ob ein Unternehmen sich an Gesetze und interne Regeln hält. Es liest Dokumente, kontrolliert Vorgänge und meldet Auffälligkeiten an Menschen, die dann entscheiden.

  • Compliance-Infrastruktur

    Compliance-Infrastruktur ist die Summe aus Software, Abläufen und Zuständigkeiten, mit der ein Unternehmen nachweist, dass es sich an Gesetze und eigene Regeln hält. Bei KI-Produkten gehören dazu etwa Protokolle über Trainingsdaten, Prüfungen von Ausgaben und dokumentierte Freigaben.

  • Composer

    Composer ist eine Funktion im Programmier-Editor Cursor, bei der eine KI auf Zuruf gleich mehrere Dateien eines Programms ändert. Statt einzelner Vorschläge liefert sie einen kompletten Umbau, den der Mensch anschließend prüft und annimmt oder verwirft.

  • Compositing

    Compositing bezeichnet das Zusammensetzen mehrerer Bildebenen zu einem einzigen, scheinbar echten Bild. Filme, Werbespots und heute auch KI-generierte Videos entstehen fast immer aus solchen übereinandergelegten Schichten.

  • Compound Engineering

    Compound Engineering ist eine Arbeitsweise in der Softwareentwicklung, bei der jede gelöste Aufgabe eine dauerhafte Spur hinterlässt: eine Notiz, eine Regel, einen automatischen Test. Ziel ist, dass Teams mit KI-Werkzeugen nicht nur schneller arbeiten, sondern von Woche zu Woche weniger dieselben Fehler wiederholen.

  • Compressed Sparse Attention

    Compressed Sparse Attention ist ein Rechenverfahren in Sprachmodellen, das lange Texte teils zusammenfasst und teils gezielt auswählt, statt jedes Wort mit jedem anderen zu vergleichen. Dadurch können Programme wie Chatbots sehr lange Eingaben verarbeiten, ohne dass der Rechenaufwand explodiert.

  • Compute

    Compute ist die Menge an Rechenarbeit, die für eine Aufgabe nötig ist – bei KI vor allem für das Lernen und das Antworten großer Modelle. In der Tech-Branche ist Compute zugleich eine Kostenstelle, ein knappes Gut und ein Machtfaktor.

  • Compute-Allokation

    Compute-Allokation bezeichnet die Entscheidung, wie viel Rechenleistung ein Unternehmen welchem Projekt zuteilt. Weil leistungsfähige Rechenchips knapp und teuer sind, ist diese Verteilung eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen in der KI-Branche.

  • Compute-Cluster

    Ein Compute-Cluster ist eine große Gruppe von Computern, die über schnelle Kabel verbunden sind und gemeinsam an einer einzigen Rechenaufgabe arbeiten. In der KI-Branche sind solche Cluster die Maschinen, auf denen große Sprachmodelle trainiert werden.

  • Compute-Disziplin

    Compute-Disziplin bezeichnet den bewussten, sparsamen Umgang eines Unternehmens mit teurer Rechenleistung für KI. Gemeint ist die Haltung, Rechenzeit wie ein knappes Budget zu behandeln, statt sie unbegrenzt einzusetzen.

  • Compute-Futures

    Compute-Futures sind Verträge, mit denen man Rechenleistung für einen späteren Zeitraum schon heute zu einem festen Preis kauft oder verkauft. Sie sollen Rechenzeit ähnlich handelbar machen wie Strom, Weizen oder Öl.

  • Computer

    Ein Computer ist eine Maschine, die Anweisungen abarbeitet und dabei Zahlen verarbeitet, speichert und weitergibt. Weil man ihm immer neue Anweisungen geben kann, erledigt dasselbe Gerät sehr verschiedene Aufgaben – vom Rechnen über Videos bis zu KI-Programmen.

  • Computer Use

    Computer Use bezeichnet die Fähigkeit eines KI-Programms, einen Computer so zu bedienen wie ein Mensch: Bildschirm ansehen, Maus bewegen, klicken, tippen. Die KI antwortet also nicht nur mit Text, sondern erledigt Aufgaben direkt in Programmen und im Browser.

  • Computer Vision

    Computer Vision ist das Fachgebiet, in dem Computer lernen, den Inhalt von Bildern und Videos zu erkennen. Software wandelt dabei rohe Bildpunkte in eine Aussage um, etwa „hier steht ein Fußgänger".

  • Computer-Generated Imagery

    Computer-Generated Imagery, kurz CGI, bezeichnet Bilder und Bewegtbilder, die vollständig im Computer entstehen statt vor einer Kamera. Die Technik steckt hinter Kinofilmen, Videospielen, Werbespots und Produktbildern im Onlineshop.

  • Computing-Gutschein

    Ein Computing-Gutschein ist ein Guthaben, mit dem Forschungsgruppen, Start-ups oder Behörden Rechenzeit auf fremden Hochleistungsrechnern bezahlen können, statt sie mit Geld zu kaufen. Vergeben werden solche Gutscheine meist von Staaten, der EU oder von großen Cloud-Anbietern, um KI-Entwicklung gezielt zu fördern.

  • Conditional Branching

    Conditional Branching bedeutet, dass ein Programm an einer Stelle prüft, ob eine Bedingung zutrifft, und je nach Ergebnis unterschiedlich weiterarbeitet. Diese bedingte Verzweigung ist ein Grundbaustein jeder Software und steuert heute auch, welchen Weg ein KI-Assistent durch seine Arbeitsschritte nimmt.

  • Config-System

    Ein Config-System sammelt alle Einstellungen eines Programms an einer zentralen Stelle, statt sie fest in den Programmcode zu schreiben. Dadurch lässt sich dieselbe Software in verschiedenen Umgebungen betreiben, ohne sie jedes Mal neu zu bauen.

  • Consent-Modell

    Ein Consent-Modell regelt, wie ein Unternehmen die Erlaubnis seiner Nutzer einholt, bevor es deren Daten verwendet. Es legt fest, wann gefragt wird, wie die Frage aussieht und wie eine einmal erteilte Erlaubnis wieder zurückgenommen werden kann.

  • Constitutional AI

    Constitutional AI ist ein Trainingsverfahren, bei dem ein KI-Textprogramm seine eigenen Antworten anhand einer schriftlich festgelegten Liste von Regeln kritisiert und verbessert. Statt tausender menschlicher Bewertungen liefert diese Regelliste den Maßstab dafür, was eine gute Antwort ist.

  • Consulting

    Consulting bedeutet, dass ein Unternehmen externe Fachleute bezahlt, um ein Problem zu analysieren und Lösungen vorzuschlagen. Die Berater bringen Erfahrung aus vielen ähnlichen Fällen mit, treffen die Entscheidungen aber nicht selbst.

  • Consumerization

    Consumerization beschreibt, dass Technik zuerst bei Privatleuten beliebt wird und erst danach in Firmen einzieht. Früher lief es umgekehrt: Neue Geräte und Programme gab es zuerst am Arbeitsplatz.

  • Container

    Ein Container ist ein Paket, das ein Programm zusammen mit allen Hilfsdateien enthält, die es zum Laufen braucht. Dadurch verhält sich die Software auf jedem Computer gleich, egal ob auf dem Laptop des Entwicklers oder auf einem Server im Rechenzentrum.

  • Container-Pooling

    Container-Pooling bedeutet, dass ein Rechenzentrum ständig eine Reihe fertig vorbereiteter Arbeitsumgebungen bereithält, statt jede einzeln neu hochzufahren. Kommt eine Anfrage, bekommt sie sofort eine freie Umgebung aus diesem Vorrat und muss nicht auf den Start warten.

  • Container-Virtualisierung

    Container-Virtualisierung verpackt ein Programm zusammen mit allen Dateien, die es zum Laufen braucht, in ein abgeschlossenes Paket. Dieses Paket läuft auf jedem passenden Rechner gleich – vom Laptop des Entwicklers bis zum Server im Rechenzentrum.

  • Containerisierung

    Containerisierung ist eine Technik, bei der ein Programm zusammen mit allem, was es zum Laufen braucht, in ein abgeschlossenes Paket gesteckt wird. Dieses Paket läuft auf jedem passenden Computer gleich – auf dem Laptop des Entwicklers ebenso wie auf einem Server im Rechenzentrum.

  • Containment

    Containment bezeichnet den Versuch, ein KI-System so einzusperren, dass es nur begrenzt auf die Außenwelt einwirken kann. Die Idee ist, gefährliche Fähigkeiten nicht zu verbieten, sondern ihnen jede Wirkungsmöglichkeit zu nehmen.

  • Content Commerce

    Content Commerce bezeichnet den Verkauf von Produkten über redaktionelle Inhalte wie Tests, Ratgeber oder Videos. Der Anbieter verdient meist an einer Provision, wenn Leser über einen Link im Text etwas kaufen.

  • Content Layer

    Der Content Layer ist die Ebene einer Software, die für die reinen Inhalte zuständig ist – also für Texte, Bilder, Videos oder Produktdaten. Sie wird bewusst getrennt von der Ebene, die diese Inhalte anzeigt, damit derselbe Inhalt in Website, App und Sprachassistent gleichzeitig genutzt werden kann.

  • Content Moderation

    Content Moderation ist die Kontrolle von Inhalten, die Nutzer auf einer Plattform hochladen. Menschen und Software prüfen dabei, ob ein Beitrag gegen Gesetze oder die Regeln der Plattform verstößt, und löschen ihn im Zweifel.

  • Content-Management-System

    Ein Content-Management-System ist eine Software, mit der man Texte, Bilder und Videos einer Website verwalten und veröffentlichen kann, ohne selbst zu programmieren. Bekannte Beispiele sind WordPress, Shopify und TYPO3.

  • Context Bleed

    Context Bleed bezeichnet das ungewollte Durchsickern von Informationen aus einem früheren Teil eines Gesprächs in eine spätere, eigentlich unabhängige Antwort. Chatprogramme mit künstlicher Intelligenz vermischen dabei Themen, Rollen oder Nutzerdaten, die getrennt bleiben sollten.

  • Context Engineering

    Context Engineering ist die Kunst, einem KI-Textsystem genau die Informationen mitzugeben, die es für eine gute Antwort braucht – nicht mehr und nicht weniger. Es entscheidet oft stärker über die Qualität einer Antwort als die Wahl des Systems selbst.

  • Context Machine

    Eine Context Machine ist ein System, das einem KI-Sprachmodell automatisch die passenden Informationen zusammenstellt, bevor es antwortet. Statt besserer Fragen liefert sie besseres Material: Dokumente, Notizen, Suchergebnisse und Werkzeugausgaben, sauber sortiert und auf das Wichtigste gekürzt.

  • Context Poisoning

    Context Poisoning bezeichnet einen Angriff, bei dem jemand einem KI-Chatbot heimlich manipulierte Texte unterschiebt, die dieser beim Antworten mitliest. Das Programm hält die versteckten Anweisungen für echte Informationen und handelt danach.

  • Context Window

    Das Context Window ist die Menge an Text, die ein KI-Sprachmodell gleichzeitig im Blick behalten kann. Alles darin fließt in die Antwort ein, alles außerhalb ist für das Modell nicht vorhanden.

  • Continual Learning

    Continual Learning bezeichnet Verfahren, mit denen ein Computerprogramm dauerhaft aus neuen Beispielen weiterlernt, ohne das bereits Gelernte zu verlieren. Das Problem dabei: Programme dieser Art überschreiben altes Wissen sehr leicht.

  • Continuous Glucose Monitor

    Ein Continuous Glucose Monitor ist ein kleiner Sensor am Körper, der den Zuckergehalt im Gewebe rund um die Uhr misst und die Werte an ein Handy oder ein Lesegerät schickt. Er ersetzt für viele Menschen mit Diabetes das mehrfache Stechen in den Finger und liefert Datenreihen, die auch von Software und KI-Systemen ausgewertet werden.

  • Continuous Integration

    Continuous Integration bedeutet, dass Programmierer ihre Änderungen mehrmals täglich zusammenführen und dabei automatisch prüfen lassen. So fallen Fehler nach Minuten auf statt erst nach Wochen.

  • Continuous Integration

    Continuous Integration, kurz CI, ist eine Arbeitsweise in der Softwareentwicklung: Jede Änderung am Programmcode wird sofort mit dem Stand des Teams zusammengeführt und automatisch getestet. So fallen Fehler innerhalb von Minuten auf und nicht erst Wochen später.

  • Control Plane

    Die Control Plane ist der steuernde Teil eines Computersystems: Sie entscheidet, wer was wann tun darf, führt aber die eigentliche Arbeit nicht selbst aus. Ausgeführt wird die Arbeit von der Data Plane, also der Ebene, die Daten tatsächlich verarbeitet und weiterleitet.

  • Conversational Commerce

    Conversational Commerce bezeichnet das Einkaufen im Gespräch: Kundinnen und Kunden schreiben oder sprechen mit einem Unternehmen und kaufen dabei direkt im Chat. Statt durch einen Online-Shop zu klicken, beschreibt man sein Anliegen — beantwortet wird es von einem Menschen oder einem Programm.

  • Conversion

    Eine Conversion ist der Moment, in dem ein Besucher einer Website oder App genau das tut, was der Betreiber sich wünscht — etwa etwas kaufen, sich anmelden oder ein Formular abschicken. Der Anteil der Besucher, die das tun, heißt Conversion Rate und ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Online-Geschäft.

  • Conversion Rate

    Die Conversion Rate gibt an, welcher Anteil der Besucher einer Website oder App eine gewünschte Handlung tatsächlich ausführt, etwa einen Kauf oder eine Anmeldung. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Online-Geschäft, weil sie Besucher in messbaren Erfolg übersetzt.

  • Convolutional Neural Network

    Ein Convolutional Neural Network, kurz CNN, ist ein Rechenverfahren, das aus Bildern selbstständig Muster herausliest. Es prüft ein Bild in vielen kleinen Ausschnitten und setzt aus einfachen Formen nach und nach ganze Objekte zusammen.

  • Conway's Law

    Conway's Law besagt: Der Aufbau eines Produkts spiegelt den Aufbau der Organisation, die es gebaut hat. Wer in getrennten Teams arbeitet, die kaum miteinander reden, bekommt am Ende auch getrennte, schlecht zusammenpassende Produktteile.

  • Cookie Stuffing

    Cookie Stuffing ist eine Betrugsmasche im Online-Marketing: Einer Website-Besucherin wird heimlich eine Werbe-Kennung im Browser hinterlegt, obwohl sie nie auf eine Werbeanzeige geklickt hat. Kauft sie später etwas, kassiert der Betrüger die Vermittlungsprovision für eine Empfehlung, die es nie gab.

  • Coordinator Agent

    Ein Coordinator Agent ist ein KI-Programm, das eine große Aufgabe in Teilaufgaben zerlegt und diese an andere Programme verteilt. Es arbeitet selbst kaum inhaltlich, sondern plant, delegiert und fügt die Ergebnisse am Ende zusammen.

  • Copilot

    Ein Copilot ist ein Assistent in einem Programm, der Vorschläge macht, während man arbeitet – etwa Code, Textentwürfe oder Zusammenfassungen. Der Mensch bleibt dabei die entscheidende Instanz und nimmt Vorschläge an, ändert sie oder verwirft sie.

  • Copyleft

    Copyleft ist eine Lizenzbedingung für Software und andere Werke: Man darf sie frei nutzen, verändern und weitergeben – aber nur unter denselben Bedingungen. So bleibt der Quelltext auch in allen späteren Versionen offen.

  • Core Web Vitals

    Core Web Vitals sind drei Messwerte, mit denen Google bewertet, wie schnell und angenehm sich eine Webseite für Besucher anfühlt. Sie messen die Ladezeit des Hauptinhalts, die Reaktion auf Klicks und das ungewollte Verrutschen von Elementen.

  • Cornered Resource

    Eine Cornered Resource ist ein wertvoller Zugang, den ein Unternehmen exklusiv besitzt und den Wettbewerber nicht einfach nachbauen können — etwa ein Patent, ein Rohstoffvorkommen oder ein einzigartiges Datenarchiv. Der Begriff stammt aus der Strategieanalyse und wird derzeit oft benutzt, um zu erklären, warum manche KI-Anbieter kaum angreifbar sind.

  • Cost-Center

    Ein Cost-Center ist ein Bereich eines Unternehmens, der Geld kostet, aber selbst keinen direkten Umsatz erwirtschaftet. In der Tech-Branche wird der Begriff oft zum Streitpunkt: Ist die eigene KI-Abteilung nur ein Kostenblock oder eine Investition, die sich später auszahlt?

  • Counter-Metric

    Eine Counter-Metric ist eine zweite Messgröße, die man mitverfolgt, um zu prüfen, ob die Verbesserung einer Hauptzahl an anderer Stelle Schaden anrichtet. Sie ist eine Art Warnlampe gegen Optimierung, die in die falsche Richtung läuft.

  • Covered List

    Eine Covered List ist ein Verzeichnis von Unternehmen oder Wertpapieren, die eine Bank, ein Analysehaus oder eine Aufsichtsbehörde regelmäßig beobachtet und für die besondere Regeln gelten. Der Begriff taucht vor allem in der Finanzanalyse und in Compliance-Vorschriften auf, wo festgelegt werden muss, welche Titel „abgedeckt“ sind.

  • CPA-Optimierung

    CPA-Optimierung bezeichnet die automatische Steuerung von Online-Werbung mit dem Ziel, möglichst wenig Geld pro erreichter Kundenhandlung auszugeben – etwa pro Kauf oder Anmeldung. Ein Lernsystem der Werbeplattform entscheidet dafür bei jeder einzelnen Anzeigenauslieferung neu, wie viel geboten wird.

  • CPM

    CPM ist der Preis, den ein Werbetreibender für tausend Einblendungen seiner Anzeige zahlt. Die Kennzahl macht Werbeplätze auf unterschiedlichen Webseiten, Apps und Plattformen vergleichbar.

  • CPU

    Die CPU ist der Hauptprozessor eines Computers: der Baustein, der Rechenschritte nacheinander abarbeitet und den Rest des Geräts steuert. Sie ist extrem vielseitig, aber bei den massenhaft parallelen Rechnungen moderner KI unterlegen – dort übernehmen Grafikchips.

  • Crawl-Budget

    Das Crawl-Budget ist die Menge an Seiten, die eine Suchmaschine auf einer Website innerhalb einer bestimmten Zeit abruft. Es entscheidet mit darüber, wie schnell neue oder geänderte Inhalte überhaupt in der Suche auftauchen.

  • Crawl-to-Refer-Verhältnis

    Das Crawl-to-Refer-Verhältnis vergleicht, wie oft ein Programm eines Suchmaschinen- oder KI-Anbieters eine Website automatisch ausliest, mit der Zahl der Besucher, die dieser Anbieter im Gegenzug schickt. Es ist zur zentralen Kennzahl in der Debatte darüber geworden, ob KI-Anbieter Verlage fair behandeln.

  • Crawler

    Ein Crawler ist ein Programm, das selbstständig Webseiten aufruft, deren Inhalt speichert und den Links auf diesen Seiten weiter folgt. Suchmaschinen und KI-Firmen bauen damit riesige Sammlungen von Texten und Bildern auf.

  • Creative Destruction

    Creative Destruction beschreibt, wie neue Produkte und Verfahren alte verdrängen und dabei ganze Branchen umbauen. Der Begriff stammt vom Ökonomen Joseph Schumpeter und wird heute oft benutzt, um die Wirkung von künstlicher Intelligenz auf Berufe und Firmen zu beschreiben.

  • Creator Economy

    Als Creator Economy bezeichnet man den Wirtschaftszweig, in dem einzelne Menschen mit selbst gemachten Videos, Texten, Musik oder Podcasts Geld verdienen. Die Einnahmen kommen aus Werbung, Abos, Verkäufen und Zahlungen der Plattformen — und die Plattformen entscheiden über Reichweite und Regeln mit.

  • Creator-Ökonomie

    Die Creator-Ökonomie umfasst alle Menschen, die im Internet eigene Inhalte veröffentlichen und damit Geld verdienen, sowie die Plattformen und Firmen, die daran mitverdienen. Sie ist inzwischen ein Milliardenmarkt und verändert, wie Werbung, Medien und sogar Software funktionieren.

  • Credentials

    Credentials sind die Nachweise, mit denen ein Mensch oder ein Programm sich gegenüber einem Computersystem ausweist – etwa Benutzername und Passwort oder ein digitaler Schlüssel. Wer sie in die Hände bekommt, kann sich als der rechtmäßige Nutzer ausgeben, weshalb gestohlene Credentials der häufigste Einstiegspunkt bei Hackerangriffen sind.

  • Credit-System

    Ein Credit-System ist eine Abrechnungsform, bei der man statt Geld eine interne Guthabenwährung kauft und diese Punkte beim Benutzen eines Dienstes verbraucht. Bei KI-Anbietern ist es die übliche Art, sehr unterschiedlich teure Aufgaben mit einem einzigen Preisschild zu verrechnen.

  • CRM

    CRM steht für Customer Relationship Management und bezeichnet Software, in der ein Unternehmen alles über seine Kunden und Interessenten sammelt. Jeder Anruf, jede E-Mail und jedes Angebot wird dort festgehalten, damit das Verkaufsteam den Überblick behält.

  • Cron

    Cron ist ein Dienst auf Servern, der Programme automatisch zu festgelegten Zeiten startet – etwa jede Nacht um drei Uhr. Die einzelnen Aufträge heißen Cronjobs und werden in einer Textdatei mit fünf Zeitangaben beschrieben.

  • Cron-Job

    Ein Cron-Job ist eine Aufgabe, die ein Computer automatisch zu festgelegten Zeiten ausführt, zum Beispiel jede Nacht um drei Uhr. Der Name stammt vom Programm „cron", das auf Servern seit Jahrzehnten solche Zeitpläne verwaltet.

  • Crowdsourcing

    Crowdsourcing bedeutet, eine Aufgabe nicht an einzelne Angestellte zu vergeben, sondern öffentlich an eine große Gruppe von Freiwilligen oder bezahlten Gelegenheitsarbeitern. Viele kleine Beiträge ergeben zusammen ein Ergebnis, das eine einzelne Firma allein kaum stemmen könnte.

  • CRT-Monitor

    Ein CRT-Monitor ist ein Bildschirm, der sein Bild mit einer großen Glasröhre erzeugt, in der ein Elektronenstrahl eine leuchtende Schicht anregt. Diese Technik dominierte Fernseher und Computerbildschirme bis etwa 2005 und wurde dann von Flachbildschirmen abgelöst.

  • CSS-Parser

    Ein CSS-Parser ist der Teil eines Browsers, der Gestaltungsanweisungen für Webseiten liest und in eine Form übersetzt, mit der das Programm rechnen kann. Erst danach weiß der Browser, welche Schrift, Farbe und Größe ein Element bekommen soll.

  • CSV

    CSV ist ein sehr einfaches Dateiformat für Tabellen: Jede Zeile ist eine Zeile der Tabelle, und Kommas trennen die einzelnen Felder. Weil fast jedes Programm CSV lesen kann, ist es der Standardweg, um Daten zwischen Systemen auszutauschen.

  • CTO

    Der CTO ist die Person in einem Unternehmen, die für alles Technische die oberste Verantwortung trägt. Sie entscheidet, welche Technologien gebaut, gekauft oder verworfen werden, und sitzt dabei meist in der Führungsspitze.

  • CTR

    Die CTR (Click-Through-Rate) misst, wie viele Menschen auf etwas klicken, das ihnen angezeigt wurde. Sie ist die wichtigste Kennzahl der Online-Werbung und der Trainingsmaßstab vieler Empfehlungssysteme.

  • CTSS

    CTSS war ein Steuerprogramm für Großrechner, das ab 1961 am MIT lief und mehreren Menschen erlaubte, denselben Computer gleichzeitig zu benutzen. Es gilt als erstes praktisch eingesetztes System dieser Art und prägte fast alles, was danach kam.

  • CUDA

    CUDA ist eine Software-Umgebung von Nvidia, mit der Programmierer Grafikkarten für allgemeine Rechenaufgaben nutzen können. Sie ist der Grund, warum fast die gesamte KI-Forschung auf Nvidia-Hardware läuft.

  • CUDA

    CUDA ist eine Software-Sammlung der Firma Nvidia, mit der Programmierer Grafikkarten für allgemeine Rechenaufgaben nutzen können. Weil fast alle KI-Programme darauf aufbauen, gilt CUDA als wichtigster Grund für Nvidias Vormachtstellung im KI-Geschäft.

  • Culminating Point

    Der Culminating Point bezeichnet den Moment, ab dem ein Vorstoß nicht mehr stärker wird, sondern schwächer — weil Nachschub, Kräfte oder Geld nicht mehr mithalten. Ursprünglich ein militärstrategischer Begriff, wird er heute auch auf Unternehmen und Technologiewettläufe wie den KI-Boom übertragen.

  • Cumulative Layout Shift

    Cumulative Layout Shift ist eine Messzahl dafür, wie stark Inhalte auf einer Internetseite beim Laden noch verrutschen. Je höher der Wert, desto unruhiger wirkt die Seite und desto eher klickt man versehentlich auf das Falsche.

  • curl

    curl ist ein kleines Programm, mit dem man über die Kommandozeile Daten aus dem Internet abruft oder hinschickt. Es ist das Standardwerkzeug, um Webadressen und Programmierschnittstellen ohne Browser zu testen.

  • Curriculum Learning

    Curriculum Learning ist eine Trainingsstrategie für KI-Systeme: Die Beispiele werden nicht zufällig gemischt, sondern in einer geplanten Reihenfolge gezeigt, meist von einfach nach schwer. Das Ziel ist ein Programm, das schneller lernt und am Ende zuverlässiger arbeitet.

  • Cursor

    Cursor ist ein Programm zum Schreiben von Software, in das eine Sprach-KI fest eingebaut ist. Entwickler beschreiben darin in normalem Deutsch oder Englisch, was ihr Programm tun soll, und die KI schlägt den passenden Programmtext vor.

  • Custom Agent

    Ein Custom Agent ist ein selbst eingerichtetes KI-Programm, das eine feste Aufgabe für eine bestimmte Person oder Firma erledigt. Es bekommt dafür eigene Anweisungen, eigene Daten und den Zugriff auf ausgewählte Werkzeuge wie Kalender, Datenbanken oder E-Mail.

  • Custom Chip

    Ein Custom Chip ist ein Rechenbaustein, den ein Unternehmen für eine einzige, genau bekannte Aufgabe entwerfen lässt statt einen fertigen Chip von der Stange zu kaufen. Weil er nichts anderes können muss, arbeitet er bei dieser Aufgabe schneller und sparsamer — dafür ist die Entwicklung teuer und langwierig.

  • Custom Code

    Custom Code ist selbst geschriebener Programmcode, den ein Unternehmen genau für seinen eigenen Zweck entwickelt, statt eine fertige Standardlösung zu kaufen. Er passt perfekt, verursacht aber dauerhaft Aufwand für Wartung und Pflege.

  • Custom Instructions

    Custom Instructions sind dauerhaft gespeicherte Vorgaben, die ein Nutzer einem KI-Chatbot einmal mitteilt und die danach automatisch für jedes Gespräch gelten. Sie legen zum Beispiel Sprache, Länge, Tonfall oder Hintergrundwissen über den Nutzer fest, ohne dass man das jedes Mal neu tippen muss.

  • Custom Silicon

    Custom Silicon bezeichnet Computerchips, die ein Unternehmen speziell für seine eigenen Aufgaben entwerfen lässt, statt Standardchips von der Stange zu kaufen. In der KI-Branche baut fast jeder große Konzern inzwischen solche eigenen Chips, um Kosten und Abhängigkeiten zu senken.

  • Customer Acquisition Cost

    Customer Acquisition Cost, kurz CAC, ist der Geldbetrag, den ein Unternehmen im Durchschnitt ausgibt, um einen einzigen neuen Kunden zu gewinnen. Die Kennzahl zeigt, ob Werbung und Vertrieb sich rechnen oder nur Geld verbrennen.

  • Customer Journey

    Die Customer Journey beschreibt alle Schritte, die eine Person durchläuft, bevor, während und nachdem sie etwas kauft. Unternehmen zeichnen diesen Weg auf, um zu verstehen, an welcher Stelle Kunden abspringen und wo sich Verbesserungen lohnen.

  • CVE

    CVE ist ein weltweit einheitliches Nummernsystem für bekannt gewordene Sicherheitslücken in Software. Jede Lücke bekommt eine eindeutige Kennung wie CVE-2024-3094, damit alle Beteiligten sicher über dasselbe Problem sprechen.

  • CVSS-Score

    Der CVSS-Score ist eine Zahl von 0 bis 10, die angibt, wie gefährlich eine Sicherheitslücke in einer Software ist. Er hilft Firmen zu entscheiden, welches Problem sie zuerst reparieren müssen.

  • Cybench

    Cybench ist ein standardisierter Test, mit dem Forscher messen, wie gut KI-Systeme echte Hacking-Aufgaben lösen. Er besteht aus Wettbewerbsaufgaben aus der IT-Sicherheit, die das System selbstständig auf einem Übungsrechner bearbeiten muss.

  • Cyber Kill Chain

    Die Cyber Kill Chain ist ein Modell, das einen Angriff auf ein Computernetzwerk in sieben aufeinanderfolgende Schritte zerlegt. Wer diese Schritte kennt, kann einen Angriff unterbrechen, bevor er sein eigentliches Ziel erreicht.

  • Cyber Safety

    Cyber Safety bezeichnet den Schutz von Menschen vor Schäden, die durch die Nutzung digitaler Dienste entstehen – etwa Betrug, Belästigung oder gefährliche Inhalte. Anders als die technische Cybersicherheit geht es dabei nicht um Systeme, sondern um das Wohl der Nutzer.

  • Cyber-Klassifikator

    Ein Cyber-Klassifikator ist ein Programm, das eingehende Texte oder Anfragen automatisch danach einsortiert, ob sie mit Angriffen auf Computer zu tun haben. Anbieter von KI-Systemen nutzen solche Sortierprogramme, um gefährliche Anfragen zu erkennen, bevor eine Antwort herausgeht.

  • CyberGym

    CyberGym ist ein Testverfahren, das prüft, wie gut KI-Programme echte Sicherheitslücken in Software finden. Statt Quizfragen bekommen die Programme echten Programmcode aus bekannten Open-Source-Projekten vorgelegt und sollen darin Fehler nachweisen.

  • Cybersecurity Clearinghouse

    Ein Cybersecurity Clearinghouse ist eine zentrale Stelle, an der Unternehmen und Behörden Informationen über Angriffe im Internet und über Sicherheitslücken zusammentragen und untereinander weitergeben. Ziel ist, dass alle Beteiligten schneller von einer Gefahr erfahren, als wenn jeder nur seine eigenen Vorfälle kennt.

  • Cycle Time

    Cycle Time ist die Zeit, die eine einzelne Aufgabe von ihrem Arbeitsbeginn bis zur Fertigstellung braucht. In der Softwareentwicklung misst sie meist, wie lange eine Codeänderung vom ersten Tastendruck bis zum Einsatz beim Nutzer unterwegs ist.

D

  • D-Band

    Das D-Band ist ein Funkfrequenzbereich von etwa 110 bis 170 Gigahertz. Er bietet enorm viel Platz für schnelle Datenübertragung, hat aber nur eine sehr geringe Reichweite und gilt als Kandidat für künftige Mobilfunkgenerationen.

  • Daemon

    Ein Daemon ist ein Programm, das dauerhaft im Hintergrund eines Computers läuft und auf Aufgaben wartet, ohne dass ein Fenster oder eine Bedienoberfläche sichtbar ist. Webserver, Druckwarteschlangen und automatische Updates werden typischerweise von solchen Programmen erledigt.

  • Daily Active Users

    Daily Active Users, kurz DAU, ist die Zahl der Menschen, die eine App oder Website an einem einzigen Tag tatsächlich benutzen. Die Kennzahl zeigt, wie viele Nutzer wirklich regelmäßig wiederkommen – nicht nur, wie viele sich irgendwann einmal angemeldet haben.

  • Daily Driver (Modellnutzung)

    Als Daily Driver bezeichnet man das KI-Modell, das jemand im Alltag standardmäßig benutzt, ohne lange zu überlegen. Es ist selten das stärkste verfügbare Modell, sondern das mit dem besten Verhältnis aus Qualität, Tempo und Preis.

  • Dark Compute

    Dark Compute bezeichnet Rechenleistung in Rechenzentren, die zwar eingebaut und bezahlt ist, aber nicht genutzt wird. Der Begriff ist wichtig geworden, weil Unternehmen Milliarden in Chips für künstliche Intelligenz stecken und ein Teil davon ungenutzt bleibt.

  • Dark Factory

    Eine Dark Factory ist eine Fabrik, die vollständig ohne Menschen in der Produktion läuft: Maschinen und Roboter erledigen alle Arbeitsschritte selbst. Der Name kommt daher, dass in einer solchen Halle nicht einmal Licht nötig wäre, weil niemand dort etwas sehen muss.

  • Dark Fiber

    Dark Fiber sind verlegte Glasfaserkabel, durch die noch kein Licht geschickt wird und die deshalb ungenutzt im Boden liegen. Firmen mieten solche Fasern und betreiben sie mit eigener Technik, statt Datenleitungen von einem Netzbetreiber zu kaufen.

  • Dark Money

    Dark Money bezeichnet Geld, das politische Kampagnen oder Lobbyarbeit finanziert, ohne dass die ursprünglichen Geldgeber öffentlich genannt werden müssen. Der Begriff stammt aus den USA und taucht zunehmend auch in Debatten über Technologie- und KI-Regulierung auf.

  • Dark Output

    Dark Output bezeichnet Texte, Bilder oder Code, die eine KI erzeugt hat, die aber niemand mehr liest oder prüft. Solche Inhalte sammeln sich in Firmen und im Netz an und verursachen Kosten und Risiken, ohne einen Nutzen zu bringen.

  • Dark Patterns

    Dark Patterns sind Gestaltungstricks in Apps und auf Webseiten, die Nutzer zu Entscheidungen drängen, die sie eigentlich nicht treffen wollten. Typische Beispiele sind versteckte Kündigungsbuttons, vorausgewählte Zusatzkosten oder künstlicher Zeitdruck beim Kauf.

  • Data Clean Room

    Ein Data Clean Room ist ein abgeschotteter Bereich, in dem zwei Unternehmen ihre Kundendaten zusammenführen, ohne dass eine Seite die Daten der anderen zu sehen bekommt. Erlaubt sind nur vorher festgelegte Auswertungen, herauskommen dürfen nur zusammengefasste Ergebnisse.

  • Data Governance

    Data Governance ist die Gesamtheit der Regeln, Zuständigkeiten und Kontrollen, mit denen ein Unternehmen seine Daten ordnet. Sie legt fest, wer welche Daten sehen, ändern und weitergeben darf und wer für ihre Richtigkeit geradesteht.

  • Data Loader

    Ein Data Loader ist das Programmstück, das Trainingsdaten von der Festplatte holt, portionsweise aufbereitet und an ein lernendes Programm weiterreicht. Er entscheidet mit darüber, ob teure Rechenchips ausgelastet sind oder unnötig warten.

  • Data Monitoring Committee

    Ein Data Monitoring Committee ist eine unabhängige Expertengruppe, die während einer laufenden medizinischen Studie die Zwischenergebnisse einsieht und prüft, ob die Teilnehmer gefährdet sind. Es kann empfehlen, die Studie fortzuführen, zu ändern oder vorzeitig abzubrechen.

  • Data Pipeline

    Eine Data Pipeline ist eine festgelegte Kette von Arbeitsschritten, die Daten automatisch von ihrem Entstehungsort zu ihrem Verwendungsort transportiert und dabei aufräumt. Ohne solche Ketten hätten Unternehmen Daten, aber keine brauchbaren Zahlen und keine KI-Modelle.

  • Data Poisoning

    Data Poisoning bezeichnet Angriffe, bei denen jemand absichtlich falsche oder manipulierte Beispiele in die Lernmaterialien einer KI schmuggelt. Das Programm lernt daraus die gewünschten Fehler und verhält sich später so, wie es der Angreifer geplant hat.

  • Data Residency

    Data Residency bezeichnet die Frage, in welchem Land die Daten eines Unternehmens oder einer Behörde physisch gespeichert werden. Viele Gesetze und Verträge schreiben vor, dass bestimmte Daten das eigene Land oder die EU nicht verlassen dürfen.

  • Data Warehouse

    Ein Data Warehouse ist ein zentraler Speicher, in dem ein Unternehmen Daten aus vielen einzelnen Systemen sammelt und einheitlich ordnet. Er ist nicht für das Tagesgeschäft gedacht, sondern für Auswertungen: Berichte, Kennzahlen und Analysen über lange Zeiträume.

  • Database Branching

    Database Branching bedeutet, von einer laufenden Datenbank in Sekunden eine eigenständige Kopie zu erzeugen, in der man gefahrlos experimentieren kann. Die Kopie belegt zunächst kaum Speicherplatz, weil sie sich die vorhandenen Daten mit dem Original teilt.

  • Datacenter-Umsatz

    Der Datacenter-Umsatz ist der Teil der Einnahmen eines Unternehmens, der aus dem Verkauf von Technik an Betreiber großer Rechenzentren stammt. Bei Chipherstellern wie Nvidia oder AMD gilt diese Zahl als wichtigster Anzeiger dafür, wie viel Geld gerade in Künstliche Intelligenz fließt.

  • Datadog

    Datadog ist ein US-Unternehmen, das Software zur Überwachung von IT-Systemen verkauft. Firmen sehen damit an einer Stelle, ob ihre Webseiten, Apps und Server laufen – und wo es gerade klemmt.

  • Daten-Flywheel

    Ein Daten-Flywheel beschreibt einen sich selbst verstärkenden Kreislauf: Ein Produkt wird genutzt, dabei entstehen Daten, mit diesen Daten wird das Produkt besser, und das zieht noch mehr Nutzer an. Der Begriff erklärt, warum große Anbieter im KI-Markt ihren Vorsprung oft ausbauen statt verlieren.

  • Datenbankmigration

    Eine Datenbankmigration ist der geplante Umzug gespeicherter Daten von einem Ablagesystem in ein anderes oder die Änderung ihrer inneren Struktur. Sie gilt als eines der riskantesten Vorhaben in der IT, weil dabei der wertvollste Besitz eines Unternehmens bewegt wird: seine Daten.

  • Datenexfiltration durch Modelle

    Datenexfiltration durch Modelle bezeichnet das ungewollte Abfließen vertraulicher Informationen über ein KI-System — etwa wenn ein Chatbot Firmengeheimnisse ausplaudert oder Angreifer ihn dazu bringen, Daten nach außen zu senden. Sie ist eines der zentralen Sicherheitsrisiken beim Einsatz von KI in Unternehmen.

  • Datengraben

    Ein Datengraben ist ein Vorsprung, den ein Unternehmen hat, weil es über Daten verfügt, die Konkurrenten nicht einfach beschaffen können. Das Bild stammt vom Wassergraben einer Burg: Er hält Angreifer auf Abstand.

  • Datenknappheit

    Datenknappheit bezeichnet den Zustand, dass für das Trainieren einer KI nicht mehr genug geeignete Texte, Bilder oder Messwerte verfügbar sind. Sie gilt als eine der zentralen Grenzen für den weiteren Fortschritt großer KI-Systeme.

  • Datenlokalisierung

    Datenlokalisierung bedeutet, dass ein Staat vorschreibt, digitale Daten über seine Bürger im eigenen Land zu speichern. Solche Regeln zwingen Technologiekonzerne dazu, teure Rechenzentren vor Ort zu bauen, statt alles zentral zu verwalten.

  • Datenportabilität

    Datenportabilität bedeutet, dass man die eigenen Daten von einem Anbieter mitnehmen und zu einem anderen übertragen kann. In der EU gibt es dafür seit 2018 ein gesetzliches Recht, das für Dienste wie soziale Netzwerke, Streaming-Anbieter oder Online-Shops gilt.

  • Datenschutz-Grundverordnung

    Die Datenschutz-Grundverordnung ist ein Gesetz der Europäischen Union, das regelt, wie Firmen und Behörden mit persönlichen Daten von Menschen umgehen dürfen. Sie gilt seit 2018 in allen EU-Ländern und erlaubt Bußgelder bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

  • Datenvertrag

    Ein Datenvertrag ist eine verbindliche Absprache darüber, wie Daten aussehen müssen, die ein Team an ein anderes weitergibt. Er legt Felder, Formate, Bedeutungen und Zuständigkeiten fest, damit nachgelagerte Programme nicht unbemerkt kaputtgehen.

  • DAX

    Der DAX ist eine Kennzahl, die zusammenfasst, wie sich die Aktien der 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands entwickeln. Steigt der DAX, sind diese Unternehmen an der Börse im Schnitt mehr wert als am Vortag.

  • DCN v2

    DCN v2 ist ein Modellaufbau, mit dem Empfehlungssysteme vorhersagen, ob ein Nutzer auf etwas klickt oder etwas kauft. Seine Besonderheit ist ein Bauteil, das Merkmale wie Alter, Uhrzeit und Produktkategorie systematisch miteinander kombiniert, statt sie nur einzeln zu betrachten.

  • DDoS

    Ein DDoS-Angriff überlastet eine Website oder einen Onlinedienst absichtlich mit einer Flut von Anfragen aus tausenden Quellen, bis normale Nutzer nicht mehr durchkommen. Der Angreifer bricht nichts auf und stiehlt keine Daten, er macht das Angebot einfach unerreichbar.

  • De-Skilling

    De-Skilling bezeichnet den Verlust von Fähigkeiten, wenn Maschinen oder Software eine Tätigkeit übernehmen, die Menschen vorher selbst beherrschen mussten. Der Begriff spielt in der Debatte über KI-Werkzeuge eine große Rolle, weil viele Berufe gerade Teile ihrer Routinearbeit abgeben.

  • Dealer-Prinzip

    Das Dealer-Prinzip beschreibt eine Geschäftsstrategie, bei der ein Produkt zuerst kostenlos oder sehr billig angeboten wird, damit sich Nutzer daran gewöhnen. Später wird die Abhängigkeit dann in Geld umgewandelt, etwa durch steigende Preise oder kostenpflichtige Zusatzfunktionen.

  • Decentralized Autonomous Organization

    Eine Decentralized Autonomous Organization ist eine Gemeinschaft, die gemeinsames Geld und gemeinsame Regeln über ein öffentliches Computerprogramm verwaltet statt über eine Geschäftsführung. Entscheidungen fallen durch Abstimmungen der Mitglieder, und das Ergebnis wird automatisch ausgeführt.

  • Deceptive Behavior

    Deceptive Behavior bezeichnet den Fall, dass ein KI-System gegenüber Menschen etwas anderes behauptet oder zeigt, als seinen tatsächlichen Berechnungen entspricht. Der Begriff spielt in der Sicherheitsforschung eine große Rolle, weil ein täuschendes System durch normale Tests unauffällig durchkommt.

  • Decoder

    Ein Decoder ist der Teil eines KI-Modells, der Text erzeugt, indem er immer das nächste Wortstück vorhersagt. Fast alle heutigen Chatbots wie ChatGPT bestehen ausschließlich aus einem solchen Decoder.

  • Decoding

    Decoding ist das Verfahren, mit dem ein Sprachmodell aus lauter Wahrscheinlichkeiten einen fertigen Text macht. Es legt fest, welches Wort als nächstes tatsächlich ausgewählt wird — und entscheidet damit, ob eine Antwort nüchtern, kreativ oder wirr klingt.

  • Deduplizierung

    Deduplizierung bedeutet, Doppeltes aus einer Datensammlung zu entfernen, sodass jeder Inhalt nur einmal übrig bleibt. In der KI-Entwicklung ist das ein Standardschritt beim Aufräumen von Trainingsdaten, in der Speichertechnik spart es Platz auf Festplatten.

  • Deep Learning Super Sampling

    Deep Learning Super Sampling ist ein Verfahren von Nvidia, bei dem ein Computerspiel in niedriger Auflösung berechnet und anschließend von einem trainierten Programm auf eine höhere Auflösung hochgerechnet wird. So laufen Spiele deutlich flüssiger, ohne dass das Bild sichtbar schlechter aussieht.

  • Deep Packet Inspection

    Deep Packet Inspection ist ein Verfahren, bei dem Netzwerkgeräte nicht nur schauen, wohin Daten unterwegs sind, sondern auch, was in ihnen steckt. Die Technik wird für Sicherheit, Netzsteuerung und in manchen Ländern auch für Zensur eingesetzt.

  • Deep Research

    Deep Research ist eine Betriebsart von KI-Assistenten, bei der das Programm für eine Frage selbstständig viele Quellen im Internet sucht, liest und zu einem längeren Bericht mit Quellenangaben zusammenfasst. Statt einer Antwort in Sekunden liefert es nach mehreren Minuten ein Dokument, das einer kleinen Recherchearbeit ähnelt.

  • Deep Tech

    Deep Tech bezeichnet Unternehmen, deren Produkte auf einer wissenschaftlichen oder technischen Entdeckung beruhen und die deshalb lange Entwicklungszeiten und viel Geld brauchen. Typische Felder sind Quantencomputer, neue Batterien, Biotechnologie, Halbleiter und Raumfahrt.

  • Deepfake

    Ein Deepfake ist ein gefälschtes Foto, Video oder Tonaufnahme, das von einem Computerprogramm erzeugt wurde und echt wirkt. Meist zeigt es Menschen, die etwas sagen oder tun, was in Wirklichkeit nie passiert ist.

  • Defense in Depth

    Defense in Depth ist ein Sicherheitsprinzip, bei dem mehrere unabhängige Schutzmaßnahmen hintereinander geschaltet werden. Fällt eine Schicht aus, fangen die übrigen den Angriff ab, statt dass sofort alles offensteht.

  • Defense Production Act

    Der Defense Production Act ist ein US-Gesetz von 1950, mit dem die Regierung Unternehmen anweisen kann, bestimmte Güter vorrangig für den Staat zu produzieren. Es wird heute nicht nur für Waffen genutzt, sondern auch für Impfstoffe, Batterien, Chips und Ausrüstung für Rechenzentren.

  • Defense-Tech

    Defense-Tech bezeichnet Technologie, die für Militär, Verteidigung und Sicherheitsbehörden entwickelt wird – heute vor allem von jungen Firmen aus der Softwarebranche statt nur von klassischen Rüstungskonzernen. Der Begriff steht für eine Branche, die seit 2022 sehr viel Geld von Investoren erhält.

  • DeFi

    DeFi steht für „Decentralized Finance“, also Finanzgeschäfte wie Verleihen, Tauschen oder Sparen, die ohne Bank direkt über Computerprogramme in einem offenen Netzwerk ablaufen. Diese Programme sind öffentlich einsehbar und führen jede Regel automatisch aus – was Zwischenhändler ersetzt, aber auch neue Risiken schafft.

  • Definition

    Eine Definition legt fest, was ein Wort genau bedeutet und was nicht mehr darunterfällt. In Technik, Recht und Wissenschaft entscheidet sie oft darüber, welche Regeln gelten und welche Zahlen überhaupt vergleichbar sind.

  • Defizit

    Ein Defizit ist der Betrag, der fehlt, wenn die Ausgaben höher sind als die Einnahmen. Der Begriff wird für Staaten, Unternehmen und Privathaushalte verwendet und ist das Gegenteil eines Überschusses.

  • Dekodierung

    Dekodierung bezeichnet den Schritt, in dem ein Sprachmodell aus Wahrscheinlichkeiten für viele mögliche nächste Wörter tatsächlich eines auswählt. Die gewählte Strategie entscheidet darüber, ob eine Antwort nüchtern und vorhersagbar oder abwechslungsreich und überraschend klingt.

  • Delphi-Methode

    Die Delphi-Methode ist ein Verfahren, bei dem Fachleute in mehreren anonymen Befragungsrunden eine Frage über die Zukunft einschätzen. Nach jeder Runde sehen sie die Antworten der anderen und dürfen ihre eigene Schätzung überdenken.

  • Demand Aggregation

    Demand Aggregation heißt: Viele einzelne Käufer schließen sich zusammen und treten als eine große Bestellung auf. Weil große Mengen billiger und leichter zu liefern sind, sinken die Preise für alle Beteiligten.

  • Dense Transformer

    Ein Dense Transformer ist ein KI-Modell, bei dem für jede Anfrage alle gelernten Rechenbausteine benutzt werden. Diese Bauweise ist einfach und verlässlich, wird aber mit steigender Größe schnell teuer im Betrieb.

  • Denylist

    Eine Denylist ist eine Liste von Dingen, die ausdrücklich verboten sind — etwa Wörter, Internetadressen oder Programme. Alles, was nicht auf der Liste steht, ist erlaubt; das unterscheidet sie von der umgekehrten Allowlist.

  • Dependency Confusion

    Dependency Confusion ist ein Angriff auf Software-Firmen, bei dem ein Angreifer ein öffentliches Programmpaket mit demselben Namen wie ein firmeninternes Paket veröffentlicht. Der Bauprozess der Firma lädt dann versehentlich die fremde Version und führt deren Schadcode aus.

  • DeployCo

    DeployCo bezeichnet ein Unternehmen, das fertige KI-Modelle nicht selbst entwickelt, sondern sie in konkrete Produkte für Kunden einbaut. Der Begriff grenzt solche Firmen von den Laboren ab, die die Modelle trainieren.

  • Deployment

    Deployment bezeichnet den Schritt, bei dem fertige Software oder ein fertig trainiertes KI-Modell aus der Entwicklung heraus auf die Rechner kommt, auf denen echte Nutzer damit arbeiten. Erst mit dem Deployment wird aus einem Programm ein Produkt, das jemand tatsächlich benutzen kann.

  • Deployment

    Deployment bezeichnet den Schritt, bei dem fertige Software von den Rechnern der Entwickler auf die Server wandert, die echte Nutzer bedienen. Erst nach diesem Schritt ist eine neue Funktion für die Öffentlichkeit tatsächlich benutzbar.

  • Deployment Company

    Eine Deployment Company ist ein Unternehmen, das fertige KI-Systeme anderer Anbieter in konkrete Arbeitsabläufe von Firmen einbaut, statt selbst KI-Modelle zu entwickeln. Ihr Geschäft ist die Anwendung: Anpassung, Einführung, Betrieb und Betreuung beim Kunden.

  • Deployment Safety Board

    Ein Deployment Safety Board ist ein festes Gremium in einem KI-Unternehmen, das entscheidet, ob ein neues Modell oder eine neue Funktion veröffentlicht werden darf. Es prüft vorher Testergebnisse und Risiken und kann eine Veröffentlichung verschieben, einschränken oder ganz stoppen.

  • Depublizieren

    Depublizieren bedeutet, dass ein bereits veröffentlichter Online-Beitrag nach einer bestimmten Zeit wieder aus dem Netz genommen wird. Der Begriff stammt aus der Debatte um öffentlich-rechtliche Sender in Deutschland, deren Inhalte lange nur befristet online bleiben durften.

  • Design Document

    Ein Design Document ist ein schriftlicher Plan, in dem ein Entwicklerteam vor dem Programmieren festhält, was gebaut werden soll und warum genau so. Es beschreibt Ziel, Lösungsweg, verworfene Alternativen und offene Risiken und wird von Kolleginnen und Kollegen kommentiert, bevor die Arbeit beginnt.

  • Design System

    Ein Design System ist eine verbindliche Sammlung aus Bausteinen, Regeln und fertigen Code-Elementen, mit denen ein Unternehmen alle seine Apps und Webseiten einheitlich gestaltet. Es sorgt dafür, dass ein Knopf überall gleich aussieht, gleich funktioniert und nicht jedes Team ihn neu erfindet.

  • Design Token

    Ein Design Token ist ein benannter Wert für eine Gestaltungsentscheidung, etwa eine Farbe oder ein Abstand. Statt die Farbe überall einzeln einzutippen, steht in der App nur der Name – und der Wert lässt sich zentral ändern.

  • Design Win

    Ein Design Win bedeutet, dass ein Hersteller von Bauteilen ausgewählt wurde, damit sein Chip fest in ein neues Gerät eingebaut wird. Der Umsatz kommt oft erst Jahre später, dafür läuft er dann über die ganze Lebensdauer des Produkts.

  • Design-Sprint

    Ein Design-Sprint ist ein festes Arbeitsformat, bei dem ein kleines Team in etwa einer Woche eine Produktidee entwirft, ein grobes Testmodell baut und es echten Nutzern vorlegt. Ziel ist es, früh zu erfahren, ob eine Idee taugt, bevor viel Geld in die Entwicklung fließt.

  • Design-System-Import

    Beim Design-System-Import übernimmt ein Programm die festgelegten Gestaltungsregeln einer Firma – etwa Farben, Schriftarten und Abstände – als maschinenlesbare Vorgabe. Das Ergebnis: neu erzeugte Bildschirmseiten sehen automatisch so aus, wie es die Marke vorschreibt.

  • Desktop-Agent

    Ein Desktop-Agent ist ein KI-Programm, das einen Computer so bedient wie ein Mensch: Es sieht den Bildschirm, bewegt den Mauszeiger und tippt auf der Tastatur. Statt nur Text zu schreiben, erledigt es mehrstufige Aufgaben direkt in normalen Programmen.

  • Destillation

    Destillation ist ein Verfahren, bei dem ein großes, teures KI-System einem kleineren beibringt, ähnliche Antworten zu geben. Das Ergebnis ist ein kompaktes Modell, das schneller läuft, weniger Rechenleistung braucht und trotzdem viel vom Können des Originals behält.

  • Destillation (KI)

    Destillation ist ein Verfahren, bei dem ein großes, teures KI-Programm einem kleineren beibringt, sich möglichst ähnlich zu verhalten. Das kleine Programm braucht danach viel weniger Rechenleistung und passt oft sogar auf ein Handy.

  • Detached Task

    Ein Detached Task ist eine Aufgabe, die ein Programm im Hintergrund startet und danach nicht mehr überwacht. Der Aufrufer wartet nicht auf das Ergebnis und läuft sofort weiter – das ist praktisch, kann aber Fehler unbemerkt verschlucken.

  • Determinismus im Training

    Determinismus im Training bedeutet: Wiederholt man einen Lernvorgang einer KI mit genau denselben Daten und Einstellungen, kommt genau dasselbe Ergebnis heraus. In der Praxis ist das schwer zu erreichen, weil kleine Zufälligkeiten in der Rechentechnik jeden Lauf leicht verändern.

  • Deterministisches System

    Ein deterministisches System liefert bei gleicher Ausgangslage immer exakt dasselbe Ergebnis. Der Gegensatz sind Systeme mit Zufall, zu denen auch viele KI-Anwendungen gehören.

  • Device Code Authentication

    Device Code Authentication ist ein Anmeldeverfahren für Geräte ohne bequeme Tastatur, etwa Fernseher oder Spielkonsolen. Das Gerät zeigt einen kurzen Code an, den man am Handy oder Computer auf einer Webseite eingibt, um die Anmeldung dort abzuschließen.

  • DevTool

    Ein DevTool ist ein Werkzeugprogramm, das Menschen beim Schreiben, Testen und Veröffentlichen von Software unterstützt. Es ist kein Produkt für Endkunden, sondern Arbeitsgerät für die Leute, die Programme bauen.

  • DGX Spark

    DGX Spark ist ein kleiner Schreibtischcomputer von Nvidia, der speziell für die Arbeit mit künstlicher Intelligenz gebaut ist. Er soll Entwicklern erlauben, große KI-Programme lokal auszuprobieren, statt sie in einem gemieteten Rechenzentrum laufen zu lassen.

  • Diarization

    Diarization ist die automatische Aufteilung einer Tonaufnahme danach, wer wann spricht. Sie beantwortet nicht, was gesagt wurde, sondern trennt die Stimmen mehrerer Personen in einzelne Redeabschnitte.

  • Dictionary

    Ein Dictionary ist eine Datenstruktur in der Programmierung, die Werte unter frei wählbaren Schlüsseln speichert. Man sucht darin nicht nach Position, sondern nach Namen — ähnlich wie in einem Wörterbuch, in dem man ein Wort nachschlägt.

  • Die-Größe

    Die-Größe bezeichnet die Fläche eines einzelnen Computerchips auf der runden Siliziumscheibe, aus der er herausgeschnitten wird. Sie wird in Quadratmillimetern angegeben und entscheidet maßgeblich darüber, wie teuer ein Chip in der Herstellung ist.

  • Diff

    Ein Diff ist eine Darstellung der Unterschiede zwischen zwei Versionen einer Datei, meist Zeile für Zeile mit Plus und Minus markiert. Programmierer nutzen Diffs, um Änderungen zu prüfen, und auch KI-Assistenten geben ihre Code-Vorschläge oft in dieser Form aus.

  • Diffusionsmodell

    Ein Diffusionsmodell ist ein KI-Verfahren, das Bilder erzeugt, indem es aus reinem Bildrauschen schrittweise ein sauberes Motiv herausarbeitet. Es steckt hinter bekannten Bildgeneratoren wie Stable Diffusion, Midjourney und DALL·E sowie hinter neueren Video- und Audiogeneratoren.

  • Diffusionsmodell

    Ein Diffusionsmodell ist ein Computerprogramm, das Bilder erzeugt, indem es aus reinem Bildrauschen schrittweise ein klares Motiv herausarbeitet. Es steckt hinter bekannten Bildgeneratoren wie Stable Diffusion, Midjourney oder DALL·E.

  • Digital Markets Act

    Der Digital Markets Act ist ein Gesetz der Europäischen Union, das den größten Internetkonzernen feste Regeln vorschreibt. Es soll verhindern, dass sie ihre Marktmacht ausnutzen, und kleineren Anbietern faire Chancen sichern.

  • Digital Services Act

    Der Digital Services Act ist ein Gesetz der Europäischen Union, das regelt, wie Online-Plattformen mit illegalen und schädlichen Inhalten umgehen müssen. Je größer eine Plattform ist, desto strenger sind die Pflichten – bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

  • Digital Worker

    Ein Digital Worker ist ein Softwareprogramm, das eine feste Rolle in einem Unternehmen übernimmt und dort selbstständig wiederkehrende Aufgaben erledigt. Anders als ein einfaches Hilfsprogramm bekommt er einen eigenen Zuständigkeitsbereich, Zugriff auf Firmensysteme und eine Person, die seine Arbeit kontrolliert.

  • Digitale Biologie

    Digitale Biologie bezeichnet den Ansatz, Lebensvorgänge als lesbare und schreibbare Information zu behandeln und sie am Computer zu untersuchen. Statt nur im Labor zu experimentieren, sagen Programme voraus, wie sich Moleküle, Zellen oder Medikamente verhalten.

  • Digitale Signatur

    Eine digitale Signatur ist eine Art rechnerisch erzeugter Stempel an einer Datei oder Nachricht. Sie beweist, wer die Datei erstellt hat und dass danach kein einziges Zeichen verändert wurde.

  • Digitaler Avatar

    Ein digitaler Avatar ist eine künstliche Figur, die einen Menschen auf dem Bildschirm vertritt – als Bild, Comicfigur oder täuschend echt aussehende Videoperson. Moderne Avatare werden von Software gesteuert, sprechen, bewegen den Mund und wirken dadurch wie ein echtes Gegenüber.

  • Digitaler Zwilling

    Ein digitaler Zwilling ist ein Computermodell eines realen Objekts, das laufend mit Messdaten aus der Wirklichkeit gefüttert wird. So lässt sich am Bildschirm beobachten, berechnen und ausprobieren, was mit dem echten Objekt gerade passiert oder passieren könnte.

  • DingTalk

    DingTalk ist eine Arbeits-App des chinesischen Konzerns Alibaba, in der Firmen chatten, Videokonferenzen halten, Arbeitszeiten erfassen und Anträge genehmigen. Mit über 700 Millionen registrierten Nutzern ist sie in China der Standard für Bürokommunikation und dient Alibaba heute als wichtige Bühne für seine KI-Funktionen.

  • Direct Preference Optimization

    Direct Preference Optimization ist ein Verfahren, mit dem man einem Sprachmodell menschliche Vorlieben beibringt: Man zeigt ihm Paare von Antworten und markiert die bessere. Es ersetzt den älteren, deutlich aufwendigeren Weg über ein zusätzliches Bewertungsmodell.

  • Direct-to-Device

    Direct-to-Device bezeichnet Mobilfunk, bei dem ein normales Handy ohne Zusatzgerät direkt mit einem Satelliten verbindet. Damit sollen Funklöcher verschwinden, in denen kein Sendemast in Reichweite ist.

  • DirectX

    DirectX ist eine Sammlung von Programmierschnittstellen von Microsoft, über die Spiele und andere Programme auf Grafikkarte, Soundchip und Eingabegeräte eines Windows-PCs zugreifen. Sie erspart Entwicklern, ihre Software an jede Hardware einzeln anzupassen.

  • Disassembler

    Ein Disassembler ist ein Werkzeug, das ein fertiges Computerprogramm aus Zahlencode zurück in lesbare Maschinenbefehle übersetzt. So kann man nachvollziehen, was ein Programm tut, auch wenn der ursprüngliche Programmtext fehlt.

  • Discovery

    Discovery bezeichnet die Phase, in der ein Team herausfindet, welches Problem es überhaupt lösen soll – bevor irgendetwas gebaut wird. In Rechtsstreitigkeiten meint derselbe Begriff die Pflicht, der Gegenseite alle relevanten Dokumente offenzulegen; bei KI-Firmen betrifft das oft Millionen von Dateien.

  • Discovery (US-Zivilprozess)

    Discovery ist die Phase eines US-amerikanischen Zivilprozesses, in der beide Seiten voreinander offenlegen müssen, welche Dokumente, E-Mails und Daten sie zum Streitfall besitzen. Für Technologiekonzerne bedeutet das: interne Chats, Mails und Modelldaten können vor Gericht landen und öffentlich werden.

  • Discovery Layer

    Ein Discovery Layer ist die Zwischenschicht in einem digitalen Angebot, die dem Nutzer aus einer riesigen Menge an Inhalten oder Diensten die passenden vorschlägt. Suchleisten, Empfehlungslisten und Startseiten-Kacheln gehören dazu — und wer diese Schicht kontrolliert, entscheidet, was überhaupt gefunden wird.

  • Discovery Sprint

    Ein Discovery Sprint ist ein kurzer, fest terminierter Arbeitsblock, in dem ein Team klärt, ob sich eine Produktidee überhaupt lohnt. Statt sofort zu programmieren, wird die Idee getestet – oft in einer einzigen Woche.

  • Discovery vs. Delivery

    Discovery vs. Delivery beschreibt die Trennung zweier Arbeitsweisen in der Produktentwicklung: herauszufinden, was gebaut werden sollte, und es anschließend sauber zu bauen. Beide Aufgaben brauchen unterschiedliche Methoden, unterschiedliche Fehlerkulturen und meist auch unterschiedliche Zeitpläne.

  • Diskontfenster

    Das Diskontfenster ist ein Notkredit-Angebot der Zentralbank an Geschäftsbanken: Banken können sich dort kurzfristig Geld leihen, wenn sie es sonst nirgendwo bekommen. Es funktioniert als Sicherheitsnetz für das Bankensystem und wird vor allem in Krisen wichtig.

  • Diskrete Geometrie

    Die diskrete Geometrie ist ein Teilgebiet der Mathematik, das sich mit endlich vielen, klar abzählbaren geometrischen Objekten beschäftigt – etwa Punkten, Strecken oder Vielecken. Sie liefert die Grundlagen für Computergrafik, Robotik und viele Verfahren, mit denen Computer räumliche Daten verarbeiten.

  • Diskrete Kosinustransformation

    Die Diskrete Kosinustransformation ist ein Rechenverfahren, das ein Bild oder einen Ton in überlagerte Wellen zerlegt. Sie ist die mathematische Grundlage von JPEG-Bildern, MP3-Musik und fast jedem Video im Internet.

  • Diskrete Token

    Diskrete Token sind abzählbare Bausteine aus einer festen Liste, in die ein Computer Texte, Bilder oder Töne zerlegt, bevor ein KI-Modell damit rechnet. Statt beliebig feiner Zwischenwerte gibt es nur ganze Einheiten – so wie Buchstaben eines Alphabets.

  • Distillation

    Distillation ist ein Verfahren, bei dem ein großes, teures KI-Programm einem kleineren beibringt, ähnliche Antworten zu geben. Das kleine Modell läuft danach schneller und günstiger, oft auf einem Handy.

  • DiT-Architektur

    Die DiT-Architektur ist ein Bauplan für Programme, die Bilder und Videos erzeugen. Sie kombiniert das schrittweise Herausarbeiten eines Bildes aus Bildrauschen mit der Rechentechnik, die auch hinter modernen Sprachprogrammen steckt.

  • DLRM

    DLRM steht für Deep Learning Recommendation Model und bezeichnet eine von Facebook (heute Meta) veröffentlichte Modellarchitektur, die vorhersagt, welche Inhalte oder Produkte einen bestimmten Nutzer interessieren. Solche Empfehlungsmodelle bestimmen, was in Feeds und Shops ganz oben steht, und gehören zu den wirtschaftlich wichtigsten KI-Systemen überhaupt.

  • DMA-Beschluss

    Ein DMA-Beschluss ist eine förmliche Entscheidung der EU-Kommission auf Grundlage des Digital Markets Act, eines EU-Gesetzes für sehr große Digitalkonzerne. Damit legt die Kommission fest, wer unter das Gesetz fällt, ob ein Unternehmen es verletzt hat und welche Strafe oder Auflage folgt.

  • DNA-Lieferkette

    Die DNA-Lieferkette ist der Weg vom bestellten Erbgut-Bauplan bis zum fertigen DNA-Stück, das ein Labor per Post erhält. Sie gilt als wichtigster Kontrollpunkt, um zu verhindern, dass mit KI entworfene gefährliche Erbanlagen tatsächlich hergestellt werden.

  • DNA-Synthese

    DNA-Synthese ist die künstliche Herstellung von Erbmaterial im Labor, Baustein für Baustein, ohne dass ein lebender Organismus als Vorlage kopiert wird. Sie ist die technische Grundlage für Impfstoffe, gentechnisch veränderte Mikroben und Datenspeicherung in Molekülen – und ein Feld, in dem KI-Software zunehmend die Bauplände entwirft.

  • DNS-Prefetching

    DNS-Prefetching bedeutet, dass ein Browser die Adressdaten einer Website schon nachschlägt, bevor der Nutzer überhaupt klickt. Dadurch startet der Seitenaufbau später um einige Millisekunden bis Zehntelsekunden schneller.

  • DNS-Resolver

    Ein DNS-Resolver ist der Dienst, der Internetadressen wie „tagesschau.de“ in die Zahlenadresse übersetzt, die Computer zum Verbinden brauchen. Er läuft meist beim Internetanbieter oder bei Anbietern wie Google und Cloudflare und wird bei fast jedem Klick im Netz benutzt.

  • Docker

    Docker ist ein Programm, das eine Software zusammen mit allem, was sie zum Laufen braucht, in ein abgeschlossenes Paket packt. Dieses Paket läuft auf jedem Computer gleich – egal ob auf dem Laptop des Entwicklers oder auf einem Server im Rechenzentrum.

  • Docker Hub

    Docker Hub ist die größte öffentliche Sammelstelle im Internet für fertig verpackte Software-Pakete, sogenannte Container-Images. Entwickler laden dort ihre Pakete hoch, andere holen sie sich mit einem einzigen Befehl auf ihren Rechner oder Server.

  • Docker-Container

    Ein Docker-Container ist ein Programm samt allem, was es zum Laufen braucht, in einem abgeschlossenen Paket. Dadurch verhält es sich auf jedem Computer gleich – egal ob auf einem Laptop oder auf einem Server im Rechenzentrum.

  • Docstring

    Ein Docstring ist ein kurzer Beschreibungstext, der direkt im Programmcode steht und erklärt, was ein bestimmter Abschnitt dieses Codes tut. Anders als eine normale Notiz am Rand bleibt er im fertigen Programm erhalten und kann von Werkzeugen und KI-Systemen ausgelesen werden.

  • DocuSign

    DocuSign ist ein US-Unternehmen, dessen Software das Unterschreiben von Verträgen im Internet ermöglicht. Statt Papier auszudrucken und per Post zu schicken, setzt man seine Unterschrift im Browser oder auf dem Handy.

  • DOJ

    DOJ ist die Abkürzung für das Justizministerium der USA (Department of Justice). Es verfolgt Straftaten auf Bundesebene und klagt Unternehmen an, die aus seiner Sicht den Wettbewerb behindern – deshalb taucht es in Tech-News regelmäßig auf.

  • DOM

    Das DOM ist die Struktur, in die ein Browser eine geladene Webseite im Arbeitsspeicher übersetzt: eine Baumdarstellung aus Überschriften, Absätzen, Bildern und Schaltflächen. Programme können diesen Baum lesen und verändern, wodurch sich eine Seite ändert, ohne neu geladen zu werden.

  • Domain-Squatting

    Domain-Squatting bezeichnet das Sichern von Internetadressen, die zu einem fremden Namen oder einer fremden Marke passen, meist um sie später teuer weiterzuverkaufen oder Besucher abzufangen. Weil Adressen nach dem Prinzip „wer zuerst kommt, mahlt zuerst" vergeben werden, ist das Vorgehen technisch einfach und rechtlich oft heikel.

  • Dorschfischerei-Kollaps

    Als Dorschfischerei-Kollaps bezeichnet man den plötzlichen Zusammenbruch großer Dorsch- beziehungsweise Kabeljaubestände durch jahrzehntelange Überfischung. Das bekannteste Beispiel ist Neufundland 1992, wo über Nacht rund 30.000 Menschen ihre Arbeit verloren.

  • DOS

    DOS ist eine Familie einfacher Betriebssysteme, die von den 1980er-Jahren an auf PCs lief und komplett über eingetippte Befehle bedient wurde. Bekanntester Vertreter ist MS-DOS von Microsoft, der Vorgänger von Windows.

  • Dotcom-Blase

    Die Dotcom-Blase bezeichnet den übertriebenen Kursanstieg von Internetfirmen zwischen etwa 1995 und 2000 und den anschließenden Absturz. Sie gilt heute als Standardvergleich, wenn über eine mögliche Überhitzung bei KI-Aktien diskutiert wird.

  • Double Precision

    Double Precision bezeichnet ein Zahlenformat, bei dem ein Computer eine Kommazahl mit 64 Bit speichert und dadurch sehr viele Nachkommastellen genau abbilden kann. Es gilt als Standard in Wissenschaft und Simulation, spielt bei modernen KI-Modellen aber kaum noch eine Rolle.

  • Doxing

    Doxing bedeutet, private Daten einer Person im Internet zu sammeln und öffentlich zu machen, um ihr zu schaden. Betroffen sind oft Adresse, Arbeitgeber oder Telefonnummer, und die Folge sind häufig Drohungen und Belästigung.

  • Draft-Modell

    Ein Draft-Modell ist ein kleines, schnelles KI-Modell, das erste Textvorschläge macht, die ein größeres Modell danach nur noch prüft. Dieses Zusammenspiel beschleunigt Chatbots, ohne dass sich die Antworten verschlechtern.

  • DRAM

    DRAM ist die verbreitetste Art von Arbeitsspeicher in Computern und Smartphones. Er speichert Daten nur so lange, wie Strom fließt, ist dafür aber billig und in großen Mengen herstellbar.

  • Drohnenschwarm

    Ein Drohnenschwarm ist eine große Gruppe unbemannter Fluggeräte, die eine Aufgabe gemeinsam erledigt und sich dabei weitgehend selbst koordiniert. Statt jede Drohne einzeln zu steuern, gibt ein Mensch nur das Ziel vor – die Aufteilung untereinander regeln die Geräte selbst.

  • Drone Swarm

    Ein Drone Swarm ist eine große Gruppe unbemannter Fluggeräte, die sich untereinander abstimmt und dadurch als eine Einheit handelt. Statt jede Drohne einzeln zu steuern, gibt ein Mensch nur das Ziel vor, und die Software verteilt die Aufgaben selbst.

  • Dual-Use

    Dual-Use bezeichnet Technik, die sich sowohl friedlich als auch militärisch oder schädlich einsetzen lässt. Bei KI ist das besonders heikel, weil dasselbe Programm Medikamente entwerfen oder Giftstoffe vorschlagen kann.

  • Due Diligence

    Due Diligence ist die gründliche Prüfung eines Unternehmens, bevor jemand es kauft oder Geld hineinsteckt. Käufer und Investoren durchleuchten dabei Zahlen, Verträge, Technik und Risiken, um zu wissen, worauf sie sich einlassen.

  • Durable Object

    Ein Durable Object ist ein kleines Programmstück im Internet, das eine eigene Identität und einen eigenen dauerhaften Speicher besitzt und von dem es weltweit immer nur eine einzige laufende Kopie gibt. Diese Bauweise stammt vom Anbieter Cloudflare und löst ein klassisches Problem: mehrere Server, die gleichzeitig dieselben Daten verändern wollen.

  • Durchsatz

    Durchsatz beschreibt, wie viel Arbeit ein System in einer bestimmten Zeit erledigt – zum Beispiel wie viele Wörter ein KI-Dienst pro Sekunde ausgibt. Er ist die wichtigste Kennzahl dafür, wie viele Nutzer ein Anbieter gleichzeitig bedienen kann.

  • Dynamic Island

    Dynamic Island ist ein Bedienelement am oberen Rand neuerer iPhone-Bildschirme. Es umschließt die Aussparung für Kamera und Sensoren und zeigt dort laufende Aktivitäten wie Musik, Timer oder Navigation an.

  • Dynamic Workers

    Dynamic Workers sind Rechenprozesse, die ein Anbieter automatisch startet, wenn Arbeit anfällt, und wieder beendet, wenn sie erledigt ist. Das Prinzip sorgt dafür, dass KI-Dienste bei plötzlichem Ansturm nicht zusammenbrechen und in ruhigen Stunden trotzdem wenig kosten.

E

  • E-Commerce

    E-Commerce ist der Handel mit Waren und Dienstleistungen über das Internet. Dazu gehören große Marktplätze wie Amazon, der eigene Onlineshop einer Marke und der Verkauf über soziale Netzwerke.

  • E-Ink

    E-Ink ist eine Bildschirmtechnik, bei der winzige schwarze und weiße Farbteilchen in einer Folie sichtbar gemacht werden. Der Bildschirm leuchtet nicht selbst, sieht aus wie bedrucktes Papier und braucht nur Strom, wenn sich das Bild ändert.

  • E. coli

    E. coli ist ein Bakterium, das normalerweise im Darm von Menschen und Tieren lebt. In der Forschung ist es der wichtigste Modellorganismus, in der Biotechnologie eine lebende Produktionsanlage für Medikamente wie Insulin.

  • Early Access

    Early Access bedeutet, dass ein Produkt schon verkauft oder freigegeben wird, obwohl es noch unfertig ist. Die Käufer bekommen früh Zugang und liefern im Gegenzug Rückmeldungen, mit denen der Hersteller weiterentwickelt.

  • Early Adopter

    Ein Early Adopter ist jemand, der ein neues Produkt schon kurz nach dem Marktstart benutzt, obwohl es noch unfertig und teuer ist. Diese kleine Gruppe entscheidet oft mit, ob eine Neuheit später von der breiten Masse übernommen wird.

  • Earn-out

    Ein Earn-out ist ein Teil des Kaufpreises beim Unternehmensverkauf, der erst später gezahlt wird – und nur dann, wenn die Firma vorher vereinbarte Ziele erreicht. Käufer und Verkäufer nutzen ihn, wenn sie sich über den Wert des Unternehmens nicht einig werden.

  • Earnings Call

    Ein Earnings Call ist eine Telefon- oder Videokonferenz, in der die Führung eines börsennotierten Unternehmens seine aktuellen Geschäftszahlen erläutert und Fragen von Analysten beantwortet. Er findet meist viermal im Jahr statt und bewegt oft den Aktienkurs stärker als die Zahlen selbst.

  • Earnings Report

    Ein Earnings Report ist der regelmäßige Bericht, in dem ein börsennotiertes Unternehmen offenlegt, wie viel Geld es in den vergangenen Monaten eingenommen und verdient hat. Für Anleger ist er der wichtigste Termin im Kalender, weil er Erwartungen bestätigt oder widerlegt.

  • Ebene

    Eine Ebene ist eine von mehreren übereinanderliegenden Verarbeitungsstufen: Jede Stufe nimmt das Ergebnis der vorherigen entgegen, verändert es und reicht es weiter. In der KI bezeichnet der Begriff die Schichten eines künstlichen neuronalen Netzes, in der Informatik allgemein auch die getrennten Zuständigkeitsstufen eines Systems.

  • Ebene (Bildbearbeitung)

    Eine Ebene ist eine durchsichtige Schicht in einem Bildbearbeitungsprogramm, auf der ein Teil des Bildes liegt. Weil die Schichten übereinander gestapelt werden, kann man jeden Teil einzeln ändern, ohne den Rest zu beschädigen.

  • EBITDA

    EBITDA ist eine Kennzahl aus der Bilanz eines Unternehmens. Sie zeigt den Gewinn, bevor Zinsen, Steuern und der Wertverlust von Maschinen und Gebäuden abgezogen werden.

  • Echokammer

    Eine Echokammer ist ein Umfeld, in dem Menschen fast nur Meinungen begegnen, die ihre eigene bestätigen. Im Netz entsteht so etwas oft dadurch, dass Programme genau die Beiträge auswählen, auf die jemand bisher am stärksten reagiert hat.

  • Economic Alignment Score

    Der Economic Alignment Score ist eine Kennzahl, die messen soll, wie gut das Verhalten eines KI-Systems zu den wirtschaftlichen Interessen seiner Nutzer oder Betreiber passt. Er wird vor allem dort diskutiert, wo KI selbstständig Entscheidungen mit Geldfolgen trifft.

  • Edge

    Edge bezeichnet die Verarbeitung von Daten direkt dort, wo sie entstehen – auf dem Handy, im Auto, in der Kamera – statt in einem fernen Rechenzentrum. Der Vorteil sind kurze Reaktionszeiten, geringere Datenübertragung und mehr Kontrolle über persönliche Daten.

  • Edge AI

    Edge AI bedeutet, dass ein Gerät wie ein Handy, eine Kamera oder ein Auto seine KI-Berechnungen selbst durchführt, statt Daten an ein fernes Rechenzentrum zu schicken. Das macht Reaktionen schneller, spart Datenübertragung und hält private Daten auf dem Gerät.

  • Edge Case

    Ein Edge Case ist eine seltene, extreme oder unerwartete Situation, in der ein Programm oder ein KI-System anders reagiert als im Normalfall. Genau solche Ausnahmen entscheiden oft darüber, ob eine Technik im echten Einsatz zuverlässig ist.

  • Edge Computing

    Edge Computing bedeutet, dass Daten direkt dort verarbeitet werden, wo sie entstehen – also im Gerät selbst statt in einem weit entfernten Rechenzentrum. Das spart Wartezeit, Übertragungskosten und schützt oft die Privatsphäre.

  • Edge Deployment

    Edge Deployment bedeutet, dass ein KI-Programm direkt auf dem Gerät des Nutzers läuft – auf dem Handy, im Auto oder in der Kamera – statt in einem entfernten Rechenzentrum. Das macht Antworten schneller und hält persönliche Daten auf dem Gerät.

  • Editor-Integration

    Editor-Integration bedeutet, dass ein KI-Assistent direkt in dem Programm sitzt, mit dem Software geschrieben wird. Der Assistent sieht dadurch den geöffneten Text und kann Vorschläge an der Stelle einfügen, an der gerade gearbeitet wird.

  • EdTech

    EdTech ist die Kurzform für „Educational Technology“ und meint digitale Technik, die beim Lernen und Unterrichten hilft. Dazu zählen Lern-Apps, Online-Kurse, digitale Schulplattformen und zunehmend auch KI-gestützte Nachhilfeprogramme.

  • Effective Output Score

    Der Effective Output Score ist eine Kennzahl, die misst, welcher Anteil der Antworten eines KI-Systems tatsächlich brauchbar ist. Er bewertet also nicht die Menge der Ausgaben, sondern deren verwertbaren Ertrag.

  • Effort-Setting

    Ein Effort-Setting ist ein Regler, mit dem man einem KI-Textsystem vorgibt, wie viel Rechenaufwand es in eine einzelne Antwort stecken soll. Niedrige Stufen antworten schnell und günstig, hohe Stufen rechnen länger und lösen schwierige Aufgaben zuverlässiger.

  • Effort-Steuerung

    Die Effort-Steuerung ist ein Regler, mit dem man einem KI-System vorgibt, wie viel Rechenaufwand es in eine einzelne Antwort stecken soll. Wenig Aufwand bedeutet schnelle und billige Antworten, viel Aufwand bedeutet längeres internes Nachdenken bei höheren Kosten.

  • Egosystem

    Ein Egosystem ist ein digitales Umfeld, in dem ein einzelner Anbieter alle wichtigen Teile kontrolliert und Nutzer wie Partner an sich bindet. Der Begriff ist ein kritisches Wortspiel: Statt eines offenen Ökosystems mit vielen gleichberechtigten Beteiligten dreht sich alles um die Interessen einer Firma.

  • Egress-Filterung

    Egress-Filterung bedeutet, dass ein Netzwerk kontrolliert, welche Daten es nach außen schickt — nicht nur, was hereinkommt. Sie soll verhindern, dass gestohlene Daten oder Befehle von Angreifern unbemerkt das Firmennetz verlassen.

  • Egress-Monitoring

    Egress-Monitoring ist die Überwachung aller Daten, die ein Computernetz nach außen verlassen. Unternehmen nutzen es, um Diebstahl von Firmendaten und heimlichen Datenabfluss durch Schadsoftware oder KI-Systeme zu erkennen.

  • Egress-Traffic

    Egress-Traffic sind alle Daten, die aus dem Rechenzentrum eines Anbieters hinausfließen — zum Nutzer oder zu einem anderen Anbieter. Für dieses Hinausfließen verlangen Cloud-Firmen Geld, was Egress zu einem wichtigen Kostenfaktor und Wettbewerbsthema macht.

  • Ein-Jahres-Cliff

    Das Ein-Jahres-Cliff ist eine Sperrfrist bei Firmenanteilen für Mitarbeiter: Wer vor Ablauf des ersten Jahres geht, bekommt gar nichts. Wer bleibt, erhält an diesem Stichtag auf einen Schlag den Anteil des ersten Jahres.

  • Eindämmung

    Eindämmung bezeichnet alle Maßnahmen, die ein KI-System technisch daran hindern, außerhalb eines abgesteckten Bereichs zu wirken. Statt darauf zu setzen, dass das System nichts Schädliches will, begrenzt man von außen, was es überhaupt tun kann.

  • Eindämmung (IT-Sicherheit)

    Eindämmung ist der Schritt bei einem Computer-Angriff, in dem man die Ausbreitung stoppt, bevor man aufräumt. Betroffene Geräte werden vom Netz getrennt oder abgeschottet, damit der Schaden nicht weiterwächst.

  • Einfallstor

    Ein Einfallstor ist eine Schwachstelle, über die jemand unbefugt in ein Computersystem eindringen kann. Der Begriff bezeichnet den konkreten Weg des Angriffs, etwa eine unsichere Software, ein gestohlenes Passwort oder einen unvorsichtigen Mitarbeiter.

  • Einlösungsrate

    Die Einlösungsrate gibt an, welcher Anteil ausgegebener Gutscheine, Rabattcodes oder Punkte tatsächlich genutzt wird. Sie ist eine zentrale Kennzahl im Marketing und im Handel, weil sie zeigt, wie viel ein Angebot wirklich bewirkt und kostet.

  • Einmal-Karte

    Eine Einmal-Karte ist eine digitale Bezahlkarte mit eigener Nummer, die nur für eine einzige Zahlung oder einen einzigen Händler gültig ist. Fällt die Nummer nach dem Kauf in falsche Hände, ist sie wertlos, weil das echte Konto dahinter unsichtbar bleibt.

  • Einstweilige Verfügung

    Eine einstweilige Verfügung ist eine schnelle, vorläufige Gerichtsentscheidung, die jemandem ein Verhalten sofort verbietet oder aufgibt. Sie wird oft innerhalb von Tagen erlassen, weil ein normales Verfahren zu lange dauern würde.

  • Electron

    Electron ist ein Baukasten, mit dem Entwickler Programme für Windows, macOS und Linux mit denselben Techniken bauen wie Webseiten. Jede Electron-Anwendung bringt dafür einen kompletten Browser mit, was die Entwicklung stark beschleunigt, aber viel Arbeitsspeicher kostet.

  • Elektroenzephalografie

    Die Elektroenzephalografie, kurz EEG, misst mit Elektroden auf der Kopfhaut die elektrische Aktivität des Gehirns. Sie ist schmerzfrei, sehr schnell und liefert die Datenbasis für Schlaflabore, Epilepsie-Diagnostik und viele Gehirn-Computer-Schnittstellen.

  • Elektronische Patientenakte

    Die elektronische Patientenakte ist ein digitaler Ordner, in dem Befunde, Medikamente und Arztberichte einer Person zentral gespeichert werden. Statt Papier in vielen Praxen liegen die Daten an einem Ort und lassen sich mit behandelnden Ärztinnen und Ärzten teilen.

  • Elliptic Curve Cryptography

    Elliptic Curve Cryptography ist ein Verfahren, um Daten zu verschlüsseln und digitale Unterschriften zu erzeugen. Es rechnet mit Punkten auf einer speziellen mathematischen Kurve und braucht dafür viel kürzere Schlüssel als ältere Verfahren.

  • Elo-Bewertung

    Die Elo-Bewertung ist eine Punktzahl, die aus vielen direkten Vergleichen zweier Gegner entsteht: Wer gewinnt, nimmt dem Verlierer Punkte ab. Ursprünglich für Schach erfunden, wird sie heute genutzt, um KI-Systeme anhand von Nutzerurteilen in eine Rangliste zu bringen.

  • Embedding

    Ein Embedding ist eine Übersetzung von Wörtern, Bildern oder anderen Daten in eine lange Zahlenreihe. Ähnliche Inhalte erhalten dabei ähnliche Zahlenreihen, wodurch Computer Bedeutung rechnerisch vergleichen können.

  • Embodied AI

    Embodied AI bezeichnet künstliche Intelligenz, die einen physischen Körper steuert – etwa einen Roboterarm, ein Auto oder einen Laufroboter. Solche Systeme müssen nicht nur denken, sondern auch wahrnehmen und handeln, und ihre Fehler haben Folgen in der echten Welt.

  • Embodied Intelligence

    Embodied Intelligence bezeichnet die Idee, dass echte Intelligenz einen Körper braucht, der in der Welt handelt und dabei ständig Rückmeldung bekommt. Statt nur Texte oder Bilder zu verarbeiten, lernt ein solches System durch Greifen, Bewegen und Ausprobieren.

  • Emergentes Verhalten

    Emergentes Verhalten bezeichnet Fähigkeiten, die ein KI-System plötzlich zeigt, obwohl niemand sie ihm gezielt beigebracht hat. Sie tauchen meist erst auf, wenn ein System groß genug wird, und lassen sich aus den Einzelteilen kaum vorhersagen.

  • Emergenz

    Emergenz bezeichnet Fähigkeiten, die ein KI-System plötzlich zeigt, obwohl niemand sie ihm gezielt beigebracht hat. Typischerweise treten sie erst auf, wenn ein System eine bestimmte Größe überschreitet.

  • Emotional AI

    Emotional AI bezeichnet Computerprogramme, die aus Gesichtern, Stimmen oder Texten auf Gefühle schließen sollen. Die Technik steckt in Callcenter-Software, Autos und Werbeanalysen — ihre wissenschaftliche Grundlage ist allerdings stark umstritten.

  • Emotionserkennung

    Emotionserkennung bezeichnet Computerprogramme, die aus Gesichtern, Stimmen oder Texten auf Gefühle schließen wollen. Die Technik steckt in Werbeforschung, Callcentern und Autos, ist wissenschaftlich umstritten und in der EU teilweise verboten.

  • Empfehlungssystem

    Ein Empfehlungssystem ist ein Computerprogramm, das aus dem bisherigen Verhalten vieler Menschen ableitet, welche Filme, Produkte oder Beiträge einer einzelnen Person gefallen könnten. Es steckt hinter dem Startbildschirm von Netflix, dem Feed von TikTok und den Produktvorschlägen von Amazon.

  • Emulation

    Emulation bedeutet, dass ein Computer das Verhalten eines anderen Geräts vollständig nachbildet, damit fremde Programme darauf laufen. So kann ein moderner PC etwa Software ausführen, die für eine alte Spielkonsole geschrieben wurde.

  • Emulator

    Ein Emulator ist ein Programm, das einen anderen Computer oder ein anderes Gerät nachbildet, sodass dessen Software auf einer fremden Maschine läuft. So lassen sich alte Spielkonsolen, Handys oder ganze Rechnerarchitekturen auf einem normalen PC ausführen.

  • End-to-End Neural Network

    Ein End-to-End Neural Network ist ein lernendes Computerprogramm, das direkt von der Rohdateneingabe bis zum fertigen Ergebnis alles in einem Stück löst. Statt vieler einzeln gebauter Zwischenschritte gibt es nur ein System, das im Training als Ganzes optimiert wird.

  • End-to-End-Test

    Ein End-to-End-Test prüft ein fertiges Programm so, wie ein echter Nutzer es benutzt: von der ersten Eingabe bis zum sichtbaren Ergebnis. Er zeigt, ob alle beteiligten Teile zusammen funktionieren, nicht nur jedes Teil für sich.

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

    Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet: Eine Nachricht wird auf dem Gerät des Absenders unlesbar gemacht und erst auf dem Gerät des Empfängers wieder lesbar. Selbst der Anbieter des Dienstes, über dessen Server die Nachricht läuft, kann den Inhalt nicht mitlesen.

  • Endpoint

    Ein Endpoint ist eine feste Internetadresse, an die ein Programm eine Anfrage schickt und von der es eine Antwort zurückbekommt. Bei KI-Diensten ist der Endpoint die Stelle, an der ein Modell auf fremden Servern erreichbar ist.

  • Engagement-Metrik

    Eine Engagement-Metrik ist eine Zahl, die misst, wie stark Menschen auf ein digitales Angebot reagieren – etwa durch Klicks, Verweildauer, Likes oder Kommentare. Sie steuert in sozialen Netzwerken und Apps, welche Inhalte automatisch nach oben sortiert werden.

  • Engineering Sample

    Ein Engineering Sample ist ein frühes Testexemplar eines Computerchips, das der Hersteller vor dem Verkaufsstart an Partner und Testlabore gibt. Es sieht aus wie das spätere Produkt, läuft aber oft langsamer und darf offiziell nicht weiterverkauft werden.

  • Ensemble

    Ein Ensemble ist eine Gruppe mehrerer Computerprogramme, die dieselbe Aufgabe lösen und ihre Ergebnisse anschließend zu einer gemeinsamen Antwort zusammenfassen. Weil sich die Fehler der einzelnen Programme oft gegenseitig ausgleichen, ist die Gruppe meist zuverlässiger als jedes Mitglied allein.

  • Ensemble-Methode

    Eine Ensemble-Methode kombiniert mehrere Vorhersagemodelle zu einem gemeinsamen Ergebnis, statt sich auf ein einzelnes zu verlassen. Weil sich die Fehler der einzelnen Modelle teilweise gegenseitig ausgleichen, ist die Gruppe meist genauer als jedes Mitglied für sich.

  • Enterprise Beta

    Eine Enterprise Beta ist eine Testphase, in der ein Softwarehersteller ein noch unfertiges Produkt zuerst an ausgewählte Firmenkunden gibt. Diese Kunden dürfen es im echten Arbeitsalltag einsetzen, melden Fehler zurück und bekommen dafür einen zeitlichen Vorsprung.

  • Enterprise Search

    Enterprise Search ist eine Suchfunktion, die nicht das offene Internet durchsucht, sondern die Dokumente, Mails und Datenbanken einer einzelnen Firma. Sie muss dabei genau beachten, wer welche Inhalte überhaupt sehen darf.

  • Enterprise Value zu Free Cash Flow

    Enterprise Value zu Free Cash Flow ist eine Kennzahl, die den Gesamtpreis eines Unternehmens mit dem Geld vergleicht, das am Ende eines Jahres tatsächlich frei übrig bleibt. Sie zeigt in einer einzigen Zahl, wie viele Jahresüberschüsse an Bargeld man für ein Unternehmen bezahlt.

  • Enterprise-Verkaufszyklus

    Der Enterprise-Verkaufszyklus ist die Zeitspanne, die ein Anbieter braucht, um einem großen Unternehmen ein teures Produkt zu verkaufen — vom ersten Gespräch bis zur Unterschrift. Er dauert typischerweise sechs bis achtzehn Monate, weil viele Personen zustimmen müssen.

  • Entitlement

    Ein Entitlement ist die festgehaltene Erlaubnis, eine bestimmte Funktion oder einen bestimmten Inhalt zu nutzen. Software prüft vor jeder Nutzung, ob für den jeweiligen Nutzer eine solche Erlaubnis hinterlegt ist.

  • Entity

    Eine Entity ist ein eindeutig benennbares Ding in einem Text oder einer Datenbank – etwa eine Person, eine Firma, ein Ort oder ein Datum. Computer erkennen solche Entitäten, um aus Sätzen verwertbare Informationen zu machen.

  • Entity List

    Die Entity List ist eine schwarze Liste der US-Regierung. Firmen und Organisationen darauf dürfen bestimmte US-Produkte und -Technologien nur noch mit Sondergenehmigung bekommen – für die Chip- und KI-Branche eine der härtesten politischen Waffen.

  • Entwickler-API

    Eine Entwickler-API ist eine feste Zugangsstelle, über die ein Programm die Funktionen eines anderen Programms nutzen kann. Bei KI-Anbietern ist sie der übliche Weg, ein Sprachmodell in eine eigene App einzubauen, ohne es selbst zu betreiben.

  • Environment-Variable

    Eine Environment-Variable ist ein benannter Wert, den das Betriebssystem außerhalb eines Programms bereithält und den das Programm beim Start abfragen kann. So lassen sich Einstellungen und Passwörter ändern, ohne den Programmcode selbst anzufassen.

  • Enzyklika

    Eine Enzyklika ist ein offizielles Rundschreiben des Papstes an die katholische Kirche und oft an die gesamte Weltöffentlichkeit. Sie zählt zu den gewichtigsten Texten, mit denen ein Papst zu Glaubensfragen oder gesellschaftlichen Themen wie Umwelt, Arbeit oder künstlicher Intelligenz Stellung nimmt.

  • Equalizer

    Ein Equalizer ist ein Werkzeug, das bestimmte Tonhöhenbereiche eines Klangs lauter oder leiser macht. Er steckt in Musik-Apps, Kopfhörern, Autoradios und in fast jeder professionellen Tonaufnahme.

  • Equity

    Equity bezeichnet den Eigentumsanteil an einem Unternehmen – also den Teil, der einem selbst gehört und nicht auf Schulden beruht. Wer Equity hält, besitzt ein Stück der Firma und profitiert, wenn ihr Wert steigt.

  • Equity Deal

    Ein Equity Deal ist eine Vereinbarung, bei der jemand Geld in ein Unternehmen steckt und dafür Anteile am Unternehmen bekommt. Anders als bei einem Kredit wird das Geld nicht zurückgezahlt – der Geldgeber wird stattdessen Mitbesitzer und verdient nur, wenn die Firma an Wert gewinnt.

  • Erdős-Problem

    Ein Erdős-Problem ist eine ungelöste mathematische Frage, die der ungarische Mathematiker Paul Erdős gestellt hat. Solche Fragen sind kurz formuliert, aber extrem schwer zu beantworten – und dienen heute als Härtetest für KI-Systeme.

  • Ereignisprotokoll

    Ein Ereignisprotokoll ist eine Liste, in die ein Computerprogramm laufend hineinschreibt, was gerade passiert ist – mit Zeitpunkt und kurzer Beschreibung. Solche Protokolle sind die wichtigste Grundlage, um Fehler zu finden, Angriffe nachzuweisen und den Betrieb großer Systeme zu überwachen.

  • Ereignisprotokollierung

    Ereignisprotokollierung bedeutet, dass ein Computerprogramm laufend aufschreibt, was es tut: wer sich angemeldet hat, welche Datei geöffnet wurde, wo ein Fehler auftrat. Diese Aufzeichnungen sind die wichtigste Grundlage, um Störungen zu suchen, Angriffe zu erkennen und im Nachhinein zu beweisen, was passiert ist.

  • Erfindungspatent

    Ein Erfindungspatent ist ein staatlich verliehenes Recht, das dem Erfinder für begrenzte Zeit erlaubt, anderen die Nutzung seiner Erfindung zu verbieten. Im Gegenzug muss er die Erfindung öffentlich und vollständig beschreiben.

  • ERP

    ERP steht für Enterprise Resource Planning und bezeichnet eine große Software, die alle wichtigen Abläufe eines Unternehmens in einer gemeinsamen Datenbasis zusammenführt. Einkauf, Lager, Produktion, Buchhaltung und Personal arbeiten damit mit denselben Zahlen statt mit getrennten Listen.

  • ETL-Pipeline

    Eine ETL-Pipeline ist eine automatische Kette von Arbeitsschritten, die Daten aus verschiedenen Quellen einsammelt, in eine einheitliche Form bringt und in einen zentralen Speicher schreibt. Sie ist die unsichtbare Vorarbeit hinter fast jeder Statistik, jedem Dashboard und jedem KI-Training.

  • EU AI Act

    Der EU AI Act ist ein Gesetz der Europäischen Union, das den Einsatz künstlicher Intelligenz regelt. Es sortiert Anwendungen nach ihrem Risiko: Je größer der mögliche Schaden für Menschen, desto strenger die Pflichten für den Anbieter.

  • EUV-Lithografie

    EUV-Lithografie ist das Verfahren, mit dem die feinsten Strukturen moderner Computerchips auf Siliziumscheiben belichtet werden. Es nutzt extrem kurzwelliges Licht und stammt weltweit von einem einzigen Hersteller, dem niederländischen Konzern ASML.

  • Eval

    Ein Eval ist ein standardisierter Test, mit dem geprüft wird, wie gut ein KI-System bestimmte Aufgaben löst. Statt sich auf einen Eindruck zu verlassen, misst man die Trefferquote an vielen Aufgaben mit bekannter Lösung.

  • Eventbasierte Sensoren

    Eventbasierte Sensoren sind Kameras, die keine vollständigen Bilder aufnehmen, sondern nur melden, wo sich die Helligkeit gerade verändert hat. Dadurch reagieren sie extrem schnell, brauchen wenig Strom und liefern statt Bildern einen Strom einzelner Messpunkte.

  • Evergreening

    Evergreening bezeichnet die Strategie, ein auslaufendes Schutzrecht durch kleine Änderungen am Produkt künstlich zu verlängern. Ursprünglich stammt der Begriff aus der Pharmabranche, heute taucht er auch bei Software, Datenrechten und KI-Modellen auf.

  • Evidence Ledger

    Ein Evidence Ledger ist ein fortlaufendes, nachträglich nicht mehr veränderbares Verzeichnis, in dem festgehalten wird, worauf eine Entscheidung oder eine Aussage beruht. In KI-Systemen dient es dazu, später belegen zu können, welche Daten, Quellen und Zwischenschritte zu einem Ergebnis geführt haben.

  • Exaflop

    Ein Exaflop ist eine Trillion Rechenschritte mit Kommazahlen pro Sekunde – ein Maß für die Geschwindigkeit sehr großer Computer. Rechner, die dieses Tempo erreichen, gelten als Supercomputer der obersten Klasse und werden für Klimamodelle, Materialforschung und KI-Training gebaut.

  • Exascale

    Exascale bezeichnet Supercomputer, die mindestens eine Trillion Rechenschritte pro Sekunde schaffen — eine Eins mit 18 Nullen. Seit 2022 gibt es solche Maschinen wirklich; sie kosten mehrere hundert Millionen Euro und verbrauchen so viel Strom wie eine Kleinstadt.

  • Excel-Plugin

    Ein Excel-Plugin ist ein Zusatzprogramm, das man in die Tabellenkalkulation Excel einbaut, um sie um neue Funktionen zu erweitern. In den letzten Jahren nutzen viele solcher Erweiterungen KI, etwa um Formeln vorzuschlagen oder Texte in Tabellen auszuwerten.

  • Execution Loop

    Ein Execution Loop ist der wiederholte Ablauf, mit dem ein KI-Programm eine Aufgabe Schritt für Schritt abarbeitet: überlegen, handeln, Ergebnis prüfen, von vorn beginnen. Er ist der Kern moderner KI-Assistenten, die nicht nur antworten, sondern selbst etwas tun.

  • Executive Order

    Eine Executive Order ist eine schriftliche Anweisung des US-Präsidenten an die Behörden des Staates. Sie wirkt sofort und ohne Zustimmung des Parlaments, kann aber von einem Nachfolger genauso schnell wieder aufgehoben werden.

  • Executive Vice President

    Executive Vice President, kurz EVP, ist ein hoher Führungstitel in großen Unternehmen, vor allem in den USA. Wer ihn trägt, leitet meist einen ganzen Geschäftsbereich und berichtet direkt an die Unternehmensspitze.

  • Exfiltration

    Exfiltration bezeichnet das heimliche Herausschleusen von Daten aus einem Netzwerk oder System durch Angreifer. Sie ist der Schritt, bei dem aus einem Einbruch ein echter Datendiebstahl wird.

  • Exfiltrationsvektor

    Ein Exfiltrationsvektor ist der konkrete Weg, über den Daten unbemerkt aus einem System nach außen gelangen. In der IT-Sicherheit und bei KI-Systemen beschreibt der Begriff, wo ein Angreifer ansetzen kann, um an vertrauliche Informationen zu kommen.

  • Expedited Discovery

    Expedited Discovery ist eine Anordnung eines US-Gerichts, mit der eine Partei schon vor dem normalen Zeitplan Dokumente, E-Mails oder Zeugenaussagen der Gegenseite herausverlangen darf. In Tech-Prozessen um gestohlene Geschäftsgeheimnisse oder KI-Modelle ist das oft der erste harte Schlag.

  • Experiment-Design

    Experiment-Design ist die Kunst, einen Test so zu planen, dass sein Ergebnis wirklich etwas beweist. Man legt vorher fest, was verglichen wird, wer verglichen wird und woran man Erfolg misst — damit am Ende nicht Zufall oder ein Denkfehler die Antwort liefert.

  • Exploit

    Ein Exploit ist ein Stück Code oder eine bestimmte Eingabe, die einen Fehler in einem Programm gezielt ausnutzt, um es zu etwas zu bringen, was es nicht tun sollte. Aus einem harmlosen Programmierfehler wird so ein Einfallstor für Angreifer.

  • ExploitGym

    ExploitGym ist eine Trainings- und Testumgebung, in der Programme lernen sollen, Sicherheitslücken in Software zu finden und auszunutzen. Sie stellt dafür absichtlich unsichere Übungsprogramme bereit und bewertet automatisch, ob ein Angriff geglückt ist.

  • Exponentielle erzeugende Funktion

    Eine exponentielle erzeugende Funktion packt eine ganze unendliche Zahlenfolge in einen einzigen mathematischen Ausdruck, wobei jedes Folgenglied durch die Fakultät seiner Position geteilt wird. Das ist besonders praktisch, wenn man zählen will, auf wie viele Arten sich unterscheidbare Objekte anordnen oder aufteilen lassen.

  • Export

    Ein Export ist das Herausschreiben von Daten aus einem Programm in eine Datei, die auch andere Programme lesen können. In der KI-Welt bezeichnet der Begriff außerdem das Umwandeln eines fertig trainierten Modells in ein austauschbares Format.

  • Exportkontrolle

    Exportkontrolle bedeutet, dass ein Staat gesetzlich festlegt, welche Waren und Technologien überhaupt ins Ausland verkauft werden dürfen. In der KI-Branche betrifft das vor allem die schnellsten Rechenchips, deren Verkauf nach China und in andere Länder von den USA stark eingeschränkt wurde.

  • Exportkontrollen

    Exportkontrollen sind staatliche Regeln, die den Verkauf bestimmter Waren und Technologien ins Ausland einschränken oder verbieten. In der KI-Branche betreffen sie vor allem die leistungsstarken Rechenchips, mit denen große KI-Systeme trainiert werden.

  • Exportkontrollen für KI-Chips

    Exportkontrollen für KI-Chips sind staatliche Verbote und Genehmigungspflichten für den Verkauf besonders leistungsfähiger Rechenchips ins Ausland. Vor allem die USA nutzen sie, um China den Zugang zu Hardware für starke KI-Systeme zu erschweren.

  • Expositions-Score

    Ein Expositions-Score ist eine Kennzahl dafür, wie stark ein Beruf, ein Unternehmen oder eine Aufgabe von einer bestimmten Entwicklung betroffen sein könnte – meist von Künstlicher Intelligenz. Er sagt nicht, dass etwas verschwindet, sondern nur, wie groß die Berührungsfläche ist.

  • Exposure-Score

    Ein Exposure-Score ist eine Kennzahl, die angibt, wie stark etwas von einer Entwicklung betroffen ist – zum Beispiel ein Beruf von künstlicher Intelligenz oder ein Unternehmen von einem bestimmten Markt. Der Wert misst nur die Berührung mit dem Thema, nicht automatisch einen Schaden oder Nutzen.

  • Extended-Release-Formulierung

    Eine Extended-Release-Formulierung ist ein Medikament, das seinen Wirkstoff über viele Stunden langsam abgibt statt auf einmal. Dadurch reicht oft eine Tablette pro Tag, und der Wirkstoffspiegel im Blut bleibt gleichmäßiger.

  • Extensions (iOS)

    Extensions sind kleine Zusatzprogramme, die eine iPhone-App an anderen Stellen des Systems verfügbar machen — etwa als Tastatur, als Widget auf dem Startbildschirm oder als Eintrag im Teilen-Menü. Sie laufen getrennt von der Hauptanwendung und dürfen nur eng begrenzte Aufgaben übernehmen.

  • Externalitäten

    Externalitäten sind Kosten oder Vorteile, die bei Unbeteiligten anfallen, ohne dass jemand dafür zahlt oder bezahlt wird. In der Tech-Debatte tauchen sie überall dort auf, wo Rechenzentren, Datensammlung oder automatisierte Systeme Folgen für Menschen haben, die weder Kunde noch Anbieter sind.

  • Extremereignis

    Ein Extremereignis ist ein sehr seltener Vorfall mit sehr großer Wirkung, etwa ein Börsencrash oder eine Jahrhundertflut. Weil solche Fälle in den Daten kaum vorkommen, unterschätzen Statistik und KI-Modelle sie systematisch.

F

  • F1-Score

    Der F1-Score ist eine Kennzahl zwischen 0 und 1, die misst, wie gut ein Computerprogramm bei einer Ja/Nein-Entscheidung abschneidet. Er fasst zwei Fehlerarten in einer einzigen Zahl zusammen: falscher Alarm und übersehene Fälle.

  • Façading

    Façading bezeichnet die Praxis, ein Produkt oder Unternehmen nach außen als eigene KI-Entwicklung darzustellen, obwohl im Inneren fremde Technik oder sogar menschliche Arbeit die Aufgabe erledigt. Der Begriff fällt vor allem in Berichten über überbewertete Start-ups und irreführendes Marketing.

  • Factory-to-Consumer

    Factory-to-Consumer bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem eine Fabrik ihre Produkte direkt an Endkunden verkauft, ohne Großhändler und Ladenketten dazwischen. Weil die Zwischenstufen wegfallen, sind die Preise oft niedriger — der Hersteller muss dafür aber selbst Marketing, Versand und Kundenservice übernehmen.

  • Fade (Haarschnitt)

    Ein Fade ist ein Haarschnitt, bei dem die Haare an den Seiten und am Hinterkopf nach unten hin stufenlos immer kürzer werden. Am Übergang zum Deckhaar sind sie am längsten, am Nackenansatz oft nur noch Millimeter kurz oder ganz weg.

  • Fair Use

    Fair Use ist eine Regel im US-Recht, die es erlaubt, fremde Texte, Bilder oder Musik in bestimmten Fällen ohne Erlaubnis zu benutzen. Beim Training von KI-Systemen ist heftig umstritten, ob diese Ausnahme auch für das massenhafte Auswerten fremder Werke gilt.

  • Fair Value

    Der Fair Value ist der Preis, den ein Vermögensgegenstand heute bei einem Verkauf zwischen zwei unabhängigen, gut informierten Parteien erzielen würde. Er ist die zentrale Bewertungsgröße in modernen Bilanzen und ersetzt dort oft den historischen Kaufpreis.

  • Fair-Value-Bewertung

    Die Fair-Value-Bewertung setzt einen Vermögensgegenstand in der Bilanz mit dem Preis an, den er heute am Markt erzielen würde. Sie zeigt den aktuellen Wert statt des früheren Kaufpreises und lässt Bilanzen dadurch stärker schwanken.

  • Fairness Collapse

    Fairness Collapse beschreibt den Fall, dass ein Computerprogramm für eine bestimmte Gruppe von Menschen plötzlich deutlich schlechtere Ergebnisse liefert als für alle anderen. Das Programm wirkt insgesamt zuverlässig, versagt aber gezielt bei einer Minderheit.

  • Fairness-Testing

    Fairness-Testing ist die systematische Prüfung, ob ein Computerprogramm bestimmte Personengruppen schlechter behandelt als andere. Dabei vergleicht man die Ergebnisse für verschiedene Gruppen — etwa Männer und Frauen — mit festen Kennzahlen und prüft, ob der Unterschied zu groß ist.

  • Fakultätsgrenzen

    Fakultätsgrenzen sind die organisatorischen Trennlinien zwischen den großen Fachbereichen einer Universität, etwa zwischen Informatik, Medizin und Rechtswissenschaft. In der KI-Forschung gelten sie als Hindernis, weil viele wichtige Fragen nur gemeinsam von mehreren Fächern beantwortet werden können.

  • Fallback-Chain

    Eine Fallback-Chain ist eine festgelegte Reihenfolge von Ausweichmöglichkeiten: Scheitert der erste Versuch, probiert das System automatisch den zweiten, dann den dritten. In KI-Produkten sorgt sie dafür, dass eine Anfrage auch dann beantwortet wird, wenn das bevorzugte Modell gerade nicht antwortet.

  • Fallvignette

    Eine Fallvignette ist eine kurze, ausgedachte Fallbeschreibung, die man Menschen oder KI-Systemen vorlegt, um deren Urteil zu prüfen. In der KI-Forschung dient sie als standardisierter Test: Alle bekommen denselben Fall, und man vergleicht die Antworten.

  • False Positive

    Ein False Positive ist ein Fehlalarm: Ein System meldet etwas, das in Wirklichkeit nicht vorliegt. Der Rauchmelder piept, obwohl es nicht brennt — und genau solche Fehlmeldungen sind bei automatischen Prüfsystemen eine der teuersten Fehlerarten.

  • Falsifizierung

    Falsifizierung bedeutet, eine Behauptung durch einen Gegenbeweis zu widerlegen. Der Gedanke stammt aus der Wissenschaftstheorie und ist heute auch die Grundlage dafür, wie man KI-Systeme testet und Fehler in ihnen findet.

  • Faltungsschicht

    Eine Faltungsschicht ist ein Bauteil in Bilderkennungsprogrammen, das ein Bild mit einem kleinen Suchraster Stück für Stück abtastet und dabei Muster wie Kanten oder Ecken findet. Mehrere solcher Schichten hintereinander bauen aus einfachen Mustern nach und nach komplexe Formen zusammen.

  • Fan-out-Query

    Eine Fan-out-Query ist eine einzelne Suchanfrage, die im Hintergrund automatisch in viele kleinere Teilanfragen aufgefächert wird. Suchmaschinen und KI-Assistenten sammeln so Antworten aus mehreren Quellen und fügen sie zu einem einzigen Ergebnis zusammen.

  • Farbraumumwandlung

    Farbraumumwandlung bedeutet, dieselbe Farbe von einem Zahlensystem in ein anderes umzurechnen, etwa von der Beschreibung für Bildschirme in die für Druckmaschinen. Sie sorgt dafür, dass ein Foto auf Handy, Monitor und Papier möglichst gleich aussieht.

  • Fast-Follower

    Ein Fast-Follower ist ein Unternehmen, das nicht als Erstes eine neue Idee auf den Markt bringt, sondern kurz danach eine eigene, oft verbesserte Version. In der KI-Branche ist das eine der wichtigsten Strategien, weil Nachbauen viel billiger ist als Erfinden.

  • FCC

    Die FCC ist die US-Behörde, die Funk, Telefon, Kabel und Internet in den Vereinigten Staaten reguliert. Sie vergibt Funkfrequenzen, lässt Geräte zu und setzt Regeln für Mobilfunk-, Satelliten- und Internetanbieter.

  • FD-Bench

    FD-Bench ist eine standardisierte Testsammlung, mit der Forscher vergleichen, wie gut Computerprogramme das Verhalten von Flüssigkeiten und Gasen vorhersagen. Sie prüft vor allem lernende Modelle, die klassische Strömungsberechnungen ersetzen oder beschleunigen sollen.

  • Feature Flag

    Ein Feature Flag ist ein eingebauter Schalter in einer Software, mit dem eine neue Funktion an- oder ausgeschaltet werden kann, ohne das Programm neu ausliefern zu müssen. So lassen sich Neuerungen zuerst an kleinen Nutzergruppen testen und im Notfall sofort wieder abschalten.

  • Feature-Branch

    Ein Feature-Branch ist eine abgetrennte Arbeitskopie eines Software-Projekts, in der genau eine neue Funktion entwickelt wird. Erst wenn sie fertig und geprüft ist, wird die Arbeit mit der Hauptversion des Projekts zusammengeführt.

  • Fediverse

    Das Fediverse ist ein Verbund vieler eigenständiger sozialer Netzwerke, die sich gegenseitig Nachrichten schicken können. Wer bei einem dieser Dienste ein Konto hat, kann Leuten auf allen anderen folgen – ähnlich wie bei E-Mail.

  • Feed

    Ein Feed ist die endlose Liste von Beiträgen, die eine App wie Instagram, TikTok oder X anzeigt. Welche Inhalte dort oben landen, entscheidet meist nicht die Uhrzeit, sondern ein Programm, das die Reihenfolge nach erwarteter Aufmerksamkeit sortiert.

  • Feedback-Loop

    Ein Feedback-Loop ist ein Kreislauf, in dem das Ergebnis eines Systems wieder zu dessen Eingabe wird und so das nächste Ergebnis beeinflusst. In der KI-Welt sorgt das dafür, dass Systeme aus ihrer eigenen Wirkung lernen — im Guten wie im Schlechten.

  • Feedback-Schleife

    Eine Feedback-Schleife entsteht, wenn das Ergebnis eines Systems wieder zu dessen Eingang wird und das nächste Ergebnis beeinflusst. In der KI ist das ein zentrales Prinzip: Rückmeldungen von Menschen oder aus dem laufenden Betrieb verbessern ein System — oder verstärken seine Fehler.

  • Feinjustierung

    Feinjustierung bedeutet, ein bereits fertig trainiertes KI-Modell mit zusätzlichen, speziell ausgewählten Beispielen weiter zu trainieren. So wird aus einem Allrounder ein Spezialist für eine bestimmte Aufgabe, ohne dass man das Modell von Grund auf neu bauen muss.

  • Fel-Vermutung

    Die Fel-Vermutung ist eine unbewiesene Behauptung, die in Diskussionen über KI und Mathematik auftaucht. Zu diesem Namen liegen jedoch keine gesicherten Angaben vor, weshalb dieser Eintrag vor allem erklärt, was eine Vermutung überhaupt ist und wie man mit unklaren Fachbegriffen umgeht.

  • Fertilitätsrate

    Die Fertilitätsrate gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens durchschnittlich bekommt. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen, um vorherzusagen, ob die Bevölkerung eines Landes wächst oder schrumpft.

  • Festkörperbatterie

    Eine Festkörperbatterie ist ein Akku, in dem der Strom im Inneren nicht durch eine Flüssigkeit wandert, sondern durch ein festes Material. Das soll Akkus sicherer machen und mehr Energie auf gleichem Raum unterbringen – die Serienfertigung ist aber noch schwierig.

  • Few-Shot Learning

    Few-Shot Learning bedeutet, dass ein Computerprogramm eine neue Aufgabe schon nach wenigen Beispielen richtig löst. Bei heutigen Sprachprogrammen reicht dafür oft, ein paar Beispiele direkt in die Anfrage zu schreiben.

  • Filament

    Filament ist der aufgerollte Kunststoffdraht, den die häufigste Art von 3D-Druckern als Material verwendet. Der Draht wird im Druckkopf geschmolzen und Schicht für Schicht zu einem Werkstück aufgetragen.

  • Fine-Tuning

    Fine-Tuning bedeutet, ein bereits fertig trainiertes KI-Modell mit zusätzlichen, speziell ausgewählten Beispielen weiter zu trainieren. So passt man ein allgemeines Modell an eine bestimmte Aufgabe, Sprache oder einen Firmenstil an, ohne es von null neu aufzubauen.

  • Fintech

    Fintech bezeichnet Finanzdienstleistungen, die vor allem über Software und Apps laufen statt über Bankfilialen und Papier. Der Begriff steht sowohl für die Technik selbst als auch für die jungen Unternehmen, die damit Banken und Versicherungen Konkurrenz machen.

  • Firmware

    Firmware ist das kleine Steuerprogramm, das fest in einem Gerät sitzt und dessen Elektronik überhaupt zum Laufen bringt. Ohne Firmware bleibt selbst eine funktionierende Waschmaschine, Festplatte oder Drohne ein Stück tote Technik.

  • First Amendment

    Das First Amendment ist der erste Zusatzartikel zur Verfassung der USA. Er verbietet dem Staat, die Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit einzuschränken, und ist damit der Grund, warum US-Plattformen bei Inhalten anders reguliert werden als europäische.

  • Fitts' Law

    Fitts' Law ist eine Faustformel dafür, wie lange ein Mensch braucht, um mit Hand, Maus oder Finger ein Ziel zu treffen. Je weiter das Ziel entfernt und je kleiner es ist, desto länger dauert es — und desto häufiger geht der Klick daneben.

  • Flash Crash

    Ein Flash Crash ist ein extrem schneller Kurssturz an der Börse, der sich innerhalb von Minuten wieder weitgehend auflöst. Ausgelöst wird er meist nicht durch echte Nachrichten, sondern durch automatische Handelsprogramme, die sich gegenseitig hochschaukeln.

  • Flatrate-Modell

    Ein Flatrate-Modell ist ein Preismodell, bei dem man einen festen Betrag pro Monat zahlt und dafür ein Angebot ohne Mengenbegrenzung nutzen darf. Bei KI-Diensten ist das riskant, weil jede Anfrage den Anbieter echtes Geld kostet — Vielnutzer können ein solches Abo unrentabel machen.

  • Fließkomma-Genauigkeit

    Die Fließkomma-Genauigkeit gibt an, mit wie vielen Stellen ein Computer Kommazahlen speichert. In der KI entscheidet sie darüber, wie viel Speicher ein Modell braucht und wie schnell es rechnet.

  • FLOPs

    FLOPs sind einzelne Rechenschritte mit Kommazahlen, also etwa eine Multiplikation oder eine Addition. Sie dienen als Maßeinheit dafür, wie viel Rechenarbeit ein KI-Modell verschlingt und wie schnell ein Computerchip arbeitet.

  • Flywheel-Effekt

    Der Flywheel-Effekt beschreibt einen sich selbst verstärkenden Kreislauf: Ein Erfolg sorgt für Bedingungen, die den nächsten Erfolg leichter machen. In der Technikbranche geht es dabei meist um Nutzer, die Daten liefern, mit denen ein Produkt besser wird — was wieder neue Nutzer anzieht.

  • fMRT

    Die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT, englisch fMRI) ist ein Verfahren, das sichtbar macht, welche Bereiche des Gehirns gerade besonders aktiv sind. Sie misst dazu nicht die Nervenzellen selbst, sondern den Sauerstoffgehalt im Blut — und liefert damit Daten, die heute auch von KI-Systemen ausgewertet werden.

  • FOMO

    FOMO steht für „Fear of Missing Out“, also die Angst, etwas zu verpassen. An der Börse beschreibt der Begriff, wie Anleger einem steigenden Kurs hinterherkaufen, weil sie eine große Chance nicht verpassen wollen.

  • Fork

    Ein Fork ist die Abspaltung eines Softwareprojekts: Jemand nimmt den vorhandenen Programmcode und entwickelt ihn eigenständig in eine andere Richtung weiter. Bei Kryptowährungen bezeichnet der Begriff die Aufspaltung eines Netzwerks in zwei Versionen mit unterschiedlichen Regeln.

  • Formale Verifikation

    Formale Verifikation ist ein mathematischer Beweis, dass ein Programm oder ein Chip sich genau so verhält wie vorgeschrieben. Statt Fehler durch Ausprobieren zu suchen, schließt man sie rechnerisch für alle möglichen Fälle aus.

  • Formalisierung

    Formalisierung heißt, eine Aussage oder Aufgabe aus der Alltagssprache in eine streng eindeutige Schreibweise zu übersetzen, etwa in eine mathematische Formel oder in Regeln, die ein Computer prüfen kann. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Maschinen mit einem Problem überhaupt rechnen können.

  • Forward Deployed Capital

    Forward Deployed Capital bezeichnet Geld, das ein Investor nicht nur überweist, sondern gemeinsam mit eigenen Fachleuten direkt in ein Unternehmen einbringt. Der Begriff stammt aus der Startup-Finanzierung rund um KI und beschreibt eine Mischung aus Investition und praktischer Mitarbeit.

  • Forward Deployed Engineer

    Ein Forward Deployed Engineer ist ein Programmierer, der nicht im eigenen Büro sitzt, sondern direkt beim Kunden arbeitet und dort Software an dessen Abläufe anpasst. Bekannt wurde die Rolle durch die Datenfirma Palantir, heute setzen auch KI-Anbieter wie OpenAI auf dieses Modell.

  • Forward Multiple

    Ein Forward Multiple setzt den heutigen Börsenwert eines Unternehmens ins Verhältnis zu einer erwarteten Zahl der Zukunft, meist dem Gewinn oder Umsatz des kommenden Jahres. Es ist die gängigste Kennzahl, um zu beurteilen, ob eine Aktie teuer oder günstig bewertet ist – besonders bei schnell wachsenden Tech- und KI-Firmen.

  • Forward Pass

    Der Forward Pass ist der Rechenweg, den eine Eingabe durch ein KI-Modell von vorne bis hinten nimmt, bis am Ende ein Ergebnis herauskommt. Er ist die kleinste Recheneinheit in KI-Systemen: jede Antwort und jedes Trainingsbeispiel beginnt mit einem Forward Pass.

  • Forward-looking Statement

    Ein Forward-looking Statement ist eine Aussage eines Unternehmens über die Zukunft, etwa über erwartete Umsätze oder geplante Produkte. Weil solche Aussagen Erwartungen sind und keine Tatsachen, stehen sie fast immer zusammen mit einem rechtlichen Warnhinweis.

  • Founder Mode

    Founder Mode bezeichnet einen Führungsstil, bei dem der Gründer eines Unternehmens sich tief in Details einmischt, statt Aufgaben komplett an Manager abzugeben. Der Begriff stammt aus einem Text des Investors Paul Graham von 2024 und wird seither in der Tech-Branche heiß diskutiert.

  • Founding Acquisition

    Eine Founding Acquisition ist der Kauf eines sehr jungen Unternehmens, bei dem es dem Käufer vor allem um dessen Gründer und deren Erfahrung geht, nicht um ein fertiges Produkt. Der Begriff taucht häufig auf, wenn große Technologiekonzerne kleine KI-Firmen übernehmen, um dort schnell ein neues Geschäftsfeld aufzubauen.

  • FP4

    FP4 ist ein extrem sparsames Zahlenformat, das jede Zahl in einem KI-Modell mit nur vier Bits speichert. Dadurch brauchen Modelle deutlich weniger Speicher und rechnen schneller — allerdings auf Kosten der Genauigkeit.

  • FP8

    FP8 ist ein Zahlenformat, das jede Zahl mit nur acht Bit speichert – also mit acht Ja/Nein-Schaltern. KI-Modelle rechnen damit deutlich schneller und sparsamer als mit den früher üblichen 16 oder 32 Bit, verlieren aber etwas Genauigkeit.

  • FPV-Drohne

    Eine FPV-Drohne ist ein kleines Fluggerät mit Kamera, dessen Bild live in eine Brille des Piloten übertragen wird. Er steuert also nicht aus der Außenansicht, sondern sieht die Welt so, als säße er selbst in der Drohne.

  • Frame

    Ein Frame ist ein einzelnes Standbild aus einer Bildfolge, etwa aus einem Video oder einem Computerspiel. Viele solcher Einzelbilder hintereinander ergeben für das Auge eine flüssige Bewegung; wie viele davon pro Sekunde gezeigt werden, ist die Bildrate.

  • Frame-Interpolation

    Frame-Interpolation erzeugt künstliche Zwischenbilder in einem Video, damit Bewegungen flüssiger wirken. Aus 24 Einzelbildern pro Sekunde werden so zum Beispiel 60 oder 120 – ohne dass die Kamera sie je aufgenommen hat.

  • Free Float

    Der Free Float ist der Anteil der Aktien eines Unternehmens, der tatsächlich frei an der Börse gehandelt werden kann. Anteile von Großeigentümern wie Familien, Staaten oder Gründern werden dabei herausgerechnet.

  • Freemium

    Freemium ist ein Geschäftsmodell, bei dem eine Grundversion eines Produkts kostenlos ist und nur zusätzliche Funktionen Geld kosten. Bei KI-Diensten wie Chatbots ist es heute die übliche Art, Nutzer zu gewinnen und einen Teil von ihnen später zahlen zu lassen.

  • Freier Cashflow

    Der freie Cashflow ist das Geld, das einem Unternehmen nach allen laufenden Ausgaben und nach den Investitionen in Maschinen, Gebäude oder Technik tatsächlich übrig bleibt. Er zeigt, wie viel Spielraum eine Firma hat, um Schulden zu tilgen, Aktien zurückzukaufen oder Gewinn an die Eigentümer auszuschütten.

  • Freiheitsgrad

    Ein Freiheitsgrad ist eine Größe an einem System, die sich unabhängig von allen anderen verändern kann. Der Begriff beschreibt, wie viele Bewegungsrichtungen ein Roboterarm hat oder wie viele Stellschrauben ein statistisches Modell besitzt.

  • Frequenzspektrum Ku-Band bis D-Band

    Ku-Band bis D-Band bezeichnet einen Bereich von Funkfrequenzen zwischen etwa 12 und 170 Gigahertz, der für Satelliten, Richtfunk und schnelle Mobilfunkverbindungen genutzt wird. Je höher die Frequenz, desto mehr Daten passen durch die Verbindung – und desto empfindlicher wird sie gegen Regen und Hindernisse.

  • Frontend-Deployment

    Frontend-Deployment bezeichnet den Vorgang, mit dem der sichtbare Teil einer Website oder App vom Rechner der Entwickler auf öffentlich erreichbare Server gebracht wird. Erst danach sehen Nutzer die neue Version im Browser.

  • Frontier Lab

    Ein Frontier Lab ist eines der wenigen Unternehmen, die die jeweils leistungsfähigsten KI-Systeme der Welt entwickeln – etwa OpenAI, Google DeepMind oder Anthropic. Der Begriff beschreibt keine Rechtsform, sondern eine Position an der technischen Spitze.

  • Frontier Model

    Als Frontier Model bezeichnet man die jeweils leistungsfähigsten KI-Systeme, die es zu einem Zeitpunkt gibt. Der Begriff ist keine Messgröße, sondern eine Einordnung: Diese Modelle liegen an der vorderen Grenze des technisch Machbaren.

  • Frontier-Labor

    Ein Frontier-Labor ist eine Organisation, die die leistungsfähigsten KI-Systeme der Welt entwickelt und damit an der äußersten Grenze des technisch Machbaren arbeitet. Zu dieser kleinen Gruppe zählen etwa OpenAI, Google DeepMind, Anthropic, Meta und einige chinesische Anbieter.

  • Frontier-Modell

    Ein Frontier-Modell ist ein KI-System, das zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung zu den leistungsfähigsten der Welt gehört. Der Begriff stammt aus der Debatte über Risiken und Regulierung solcher Systeme.

  • FTE

    FTE steht für „Full-Time Equivalent“, auf Deutsch Vollzeitäquivalent. Die Kennzahl rechnet alle Arbeitsstunden eines Unternehmens in eine Zahl gedachter Vollzeitstellen um und macht so Belegschaften vergleichbar.

  • FUD

    FUD steht für „Fear, Uncertainty and Doubt“ – also Angst, Unsicherheit und Zweifel. Gemeint ist das gezielte Streuen negativer oder vager Behauptungen, um Menschen von einem Produkt, einer Firma oder einer Geldanlage abzubringen.

  • Fulfillment

    Fulfillment bezeichnet alles, was nach einer Online-Bestellung passiert: Ware lagern, heraussuchen, verpacken, verschicken und Rücksendungen bearbeiten. Viele Händler geben diese Arbeit an spezialisierte Dienstleister ab, die ganze Lagerhallen dafür betreiben.

  • Full-Body-Capture

    Full-Body-Capture bezeichnet Verfahren, mit denen die Bewegungen eines kompletten menschlichen Körpers aufgezeichnet und in digitale Daten übersetzt werden. Diese Daten steuern anschließend eine Spielfigur, eine Filmfigur oder einen Avatar in einer virtuellen Umgebung.

  • Full-Duplex

    Full-Duplex bezeichnet eine Verbindung, bei der beide Seiten gleichzeitig senden und empfangen können — so wie bei einem normalen Telefongespräch, in dem man sich auch ins Wort fallen kann. In der KI-Welt meint der Begriff heute vor allem Sprachassistenten, die zuhören, während sie selbst sprechen.

  • Full-Duplex-Architektur

    Eine Full-Duplex-Architektur erlaubt es einem Sprachsystem, gleichzeitig zu hören und zu sprechen, statt streng abwechselnd. Dadurch wirken Gespräche mit Sprachassistenten natürlicher: Man kann dazwischenreden, und das System reagiert sofort darauf.

  • Full-Stack

    Full-Stack bezeichnet die Arbeit an allen Schichten einer Software: an der sichtbaren Oberfläche und an der Technik dahinter, die Daten speichert und verarbeitet. Ein Full-Stack-Entwickler kann eine Anwendung deshalb allein von Anfang bis Ende bauen.

  • Full-Stack AI

    Full-Stack AI bezeichnet Unternehmen, die alle Ebenen der künstlichen Intelligenz selbst kontrollieren: von den Chips über die Rechenzentren bis zur fertigen App für Kunden. Der Begriff beschreibt also nicht eine Technik, sondern eine Geschäftsstrategie.

  • Full-Stack-Infrastruktur

    Full-Stack-Infrastruktur bedeutet, dass ein Unternehmen alle Ebenen einer KI-Anlage selbst kontrolliert: von den Chips über die Rechenzentren bis zur fertigen Anwendung. Der Begriff fällt vor allem, wenn Konzerne wie Nvidia, Google oder Amazon erklären, warum sie nicht nur ein Teil der Kette sein wollen.

  • Function Calling

    Function Calling bedeutet, dass ein Sprachmodell nicht nur Text schreibt, sondern erkennt, wann ein fremdes Programm gebraucht wird, und dessen Aufruf sauber formuliert. Das Modell liefert Name und Werte für die Anfrage, ausgeführt wird sie außerhalb des Modells.

  • Fundamentmodell

    Ein Fundamentmodell ist ein sehr großes KI-Modell, das mit riesigen Mengen an Text, Bildern oder Code allgemein trainiert wurde und danach für viele verschiedene Aufgaben angepasst werden kann. Systeme wie ChatGPT, Gemini oder Claude bauen auf solchen Modellen auf.

  • Fundrate

    Die Fundrate ist eine kleine Zahlung, die sich Käufer und Verkäufer bei bestimmten Krypto-Wetten gegenseitig überweisen, meist alle acht Stunden. Sie sorgt dafür, dass der Preis dieser Wetten nicht zu weit vom echten Marktpreis abdriftet.

  • Funkspektrum

    Das Funkspektrum ist der Bereich elektromagnetischer Wellen, über den Geräte drahtlos Daten austauschen – von Radio über Mobilfunk bis WLAN. Weil dieser Bereich begrenzt ist, teilen Staaten ihn in Abschnitte auf und versteigern oder vergeben sie an Netzbetreiber.

  • Funktionale Repräsentation

    Eine funktionale Repräsentation beschreibt einen Gegenstand nicht durch seine gespeicherten Daten, sondern durch eine Rechenvorschrift, die auf Anfrage den passenden Wert liefert. Statt eine Liste fertiger Werte abzulegen, speichert man also eine Regel, die diese Werte erzeugt.

  • Funktionsaufruf

    Beim Funktionsaufruf gibt ein Sprachmodell keine fertige Antwort aus, sondern die strukturierte Anweisung, ein externes Programm zu benutzen — etwa eine Suche, einen Taschenrechner oder eine Datenbank. Das Ergebnis dieses Programms fließt anschließend zurück in die Antwort.

G

  • GAFA

    GAFA ist ein Kurzwort für die vier großen amerikanischen Technologiekonzerne Google, Apple, Facebook und Amazon. Der Begriff steht in Wirtschaftsnachrichten oft stellvertretend für die enorme Marktmacht dieser Firmen.

  • Gated Community

    Eine Gated Community ist eine Wohnsiedlung, die durch Mauern, Zäune und kontrollierte Zufahrten vom Rest der Stadt abgetrennt ist. Nur Bewohner und angemeldete Gäste kommen hinein; in der Tech-Welt wird der Begriff außerdem als Bild für abgeschottete digitale Plattformen benutzt.

  • Gatekeeper

    Als Gatekeeper bezeichnet die EU sehr große Digitalkonzerne, die den Zugang zu wichtigen Online-Diensten kontrollieren. Wer diesen Status trägt, muss besondere Regeln einhalten, damit kleinere Anbieter eine faire Chance haben.

  • Gatekeeper-Muster

    Das Gatekeeper-Muster ist ein Bauprinzip für Software: Jede Anfrage von außen läuft zuerst durch eine einzige vorgeschaltete Stelle, die prüft, filtert und erst dann weiterleitet. In KI-Systemen sitzt dieser Türsteher meist vor dem Sprachmodell und blockt schädliche Eingaben und Ausgaben.

  • Gatekeeping

    Gatekeeping bezeichnet die Macht, darüber zu entscheiden, wer oder was Zugang zu einem Markt, einer Plattform oder einer Öffentlichkeit bekommt. Im Tech-Bereich sind es meist große Konzerne, die als Torwächter kontrollieren, welche Apps, Inhalte oder Anbieter Nutzer überhaupt erreichen.

  • Gating

    Gating bezeichnet in KI-Systemen einen Mechanismus, der wie ein Tor entscheidet, welche Informationen weiterfließen und welche zurückgehalten werden. Bekannt ist Gating vor allem aus großen Sprachmodellen, in denen ein kleines Zusatznetz pro Anfrage nur einen Teil der Bausteine einschaltet.

  • GDPval

    GDPval ist ein von OpenAI veröffentlichter Test, der prüft, wie gut KI-Systeme echte Arbeitsaufgaben aus bezahlten Berufen erledigen. Statt Prüfungsfragen zu beantworten, müssen die Modelle Dinge abliefern, die auch ein Mensch im Job abgeben würde – etwa einen Rechtsentwurf, eine Tabelle oder eine Konstruktionszeichnung.

  • Gedächtnisschicht

    Eine Gedächtnisschicht ist ein Bauteil in einem KI-Modell, das Wissen in einer riesigen Nachschlagetabelle ablegt statt es über das ganze Modell zu verteilen. Das Modell holt pro Anfrage nur wenige Einträge daraus und kann so sehr viel Faktenwissen speichern, ohne beim Antworten langsamer zu werden.

  • Gedächtniszerfall

    Gedächtniszerfall beschreibt, wie ein KI-System frühere Informationen nach und nach verliert oder überschreibt. Das betrifft sowohl den Gesprächsverlauf eines Chatbots als auch bereits gelernte Fähigkeiten eines Modells, das neu trainiert wird.

  • Gemini

    Gemini ist die Familie von KI-Programmen, die Google entwickelt, um Texte, Bilder, Ton und Videos zu verstehen und darauf zu antworten. Sie steckt unter anderem in der Google-Suche, in Android-Handys und in einer eigenen Chat-App.

  • GenAI

    GenAI ist die Kurzform für generative künstliche Intelligenz: Computerprogramme, die auf Anfrage neue Texte, Bilder, Töne oder Programmcode erzeugen. Bekannte Beispiele sind ChatGPT für Text und Midjourney für Bilder.

  • Gender Gap in Tech Adoption

    Der Gender Gap in Tech Adoption bezeichnet den messbaren Unterschied darin, wie oft und wie früh Frauen und Männer neue Technologien nutzen. Bei KI-Werkzeugen wie ChatGPT liegt der Anteil der Nutzerinnen in vielen Studien deutlich unter dem der Nutzer.

  • General Availability

    General Availability, kurz GA, bezeichnet den Zeitpunkt, ab dem ein Softwareprodukt offiziell fertig ist und von jedem Kunden regulär gekauft und eingesetzt werden kann. Vorher gibt es das Produkt meist nur in Testfassungen für ausgewählte Nutzer.

  • General Purpose AI

    General Purpose AI bezeichnet KI-Systeme, die nicht für eine einzige Aufgabe gebaut sind, sondern für sehr viele unterschiedliche. Der Begriff ist auch ein Rechtsbegriff: Die KI-Verordnung der EU knüpft an ihn besondere Pflichten für Anbieter.

  • General-Purpose-Modell

    Ein General-Purpose-Modell ist ein KI-System, das nicht für eine einzelne Aufgabe gebaut wurde, sondern für sehr viele verschiedene. Dasselbe Modell schreibt E-Mails, übersetzt Texte, erklärt Formeln und beantwortet Rückfragen dazu.

  • Generative Engine Optimization

    Generative Engine Optimization bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen Firmen dafür sorgen, dass ihre Inhalte in den Antworten von KI-Chatbots und KI-Suchdiensten auftauchen. Es ist die Nachfolgerdisziplin der klassischen Suchmaschinenoptimierung, bei der es um gute Plätze in Google-Trefferlisten ging.

  • Generative KI

    Generative KI bezeichnet Computerprogramme, die neue Inhalte erzeugen: Texte, Bilder, Musik, Videos oder Programmcode. Sie erfinden diese Inhalte nicht aus dem Nichts, sondern setzen sie aus Mustern zusammen, die sie zuvor an riesigen Mengen Beispielmaterial gelernt haben.

  • Generative KI

    Generative KI bezeichnet Computerprogramme, die neue Inhalte erzeugen: Texte, Bilder, Musik, Videos oder Programmcode. Sie erfinden diese Inhalte nicht aus dem Nichts, sondern setzen sie aus Mustern zusammen, die sie in riesigen Mengen von Beispielmaterial gefunden haben.

  • Generative Recommender

    Ein Generative Recommender ist ein Empfehlungssystem, das den nächsten Klick oder Kauf eines Nutzers vorhersagt, indem es die bisherige Nutzungshistorie wie einen Text fortschreibt. Statt fertige Vorschläge nach Ähnlichkeit zu bewerten, erzeugt es die Empfehlung Schritt für Schritt selbst.

  • Generative UI

    Generative UI bezeichnet Benutzeroberflächen, die nicht fest programmiert sind, sondern im Moment der Nutzung von einem KI-System zusammengestellt werden. Statt einer immer gleichen Seite bekommt jeder Nutzer die Bedienelemente, die zu seiner konkreten Anfrage passen.

  • Generator-Evaluator-Architektur

    Die Generator-Evaluator-Architektur teilt eine KI-Aufgabe auf zwei Rollen auf: Ein Teil erzeugt Lösungsvorschläge, ein zweiter Teil bewertet sie und wählt den besten aus. Weil Prüfen oft leichter ist als Erfinden, liefert diese Aufteilung häufig zuverlässigere Ergebnisse als ein einzelner Durchgang.

  • Generikum

    Ein Generikum ist ein Medikament, das denselben Wirkstoff enthält wie ein zuvor entwickeltes Originalpräparat, aber von einem anderen Hersteller stammt. Es darf erst auf den Markt, wenn der Patentschutz des Originals abgelaufen ist, und ist meist deutlich billiger.

  • Genom

    Das Genom ist die vollständige Erbinformation eines Lebewesens, gespeichert als lange Kette chemischer Bausteine in fast jeder Zelle. Beim Menschen umfasst es rund drei Milliarden dieser Bausteine, die sich heute innerhalb eines Tages auslesen und mit Computern auswerten lassen.

  • Genomik

    Genomik ist die Wissenschaft, die das komplette Erbgut eines Lebewesens untersucht — also alle Bauanleitungen einer Zelle auf einmal statt einzelner Gene. Weil dabei riesige Datenmengen entstehen, ist sie heute genauso ein Rechen- wie ein Laborfach.

  • Genommodell

    Ein Genommodell ist ein KI-System, das auf der Erbinformation von Lebewesen trainiert wurde und Muster in diesen langen Buchstabenfolgen erkennt. Es kann etwa vorhersagen, welche Abschnitte des Erbguts wichtig sind oder welche Veränderungen darin gefährlich werden könnten.

  • Gentherapie

    Gentherapie ist ein Behandlungsverfahren, bei dem nicht ein Medikament die Beschwerden lindert, sondern die Bauanleitung in den Körperzellen selbst verändert wird. Ziel ist es, die Ursache einer Erbkrankheit zu beheben, im Idealfall mit einer einzigen Behandlung.

  • GenUI

    GenUI bezeichnet Benutzeroberflächen, die nicht fest programmiert sind, sondern im Moment der Nutzung von einem KI-Programm passend zur Anfrage zusammengesetzt werden. Statt einer immer gleichen Seite bekommt jeder Nutzer die Schaltflächen, Tabellen oder Formulare, die gerade zu seinem Anliegen passen.

  • GEO

    GEO steht für Generative Engine Optimization und bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen Firmen dafür sorgen, dass Chat-Programme wie ChatGPT ihre Inhalte in Antworten übernehmen. Es ist die Nachfolge-Disziplin der klassischen Suchmaschinenoptimierung, die auf Google-Trefferlisten zielte.

  • Geo-Risiko

    Geo-Risiko bezeichnet die Gefahr, dass politische Konflikte zwischen Staaten Unternehmen und Anlegern schaden – etwa durch Kriege, Handelsverbote oder Sanktionen. In der Technik- und KI-Branche ist es besonders spürbar, weil Chips und Rohstoffe aus wenigen, politisch heiklen Regionen kommen.

  • Geopolitische Risiken

    Geopolitische Risiken sind Gefahren für Unternehmen und Märkte, die aus dem Verhalten von Staaten entstehen – etwa aus Kriegen, Handelsstreit oder Exportverboten. In der Technikbranche treffen sie besonders die Lieferketten für Computerchips, weil deren Herstellung auf wenige Länder konzentriert ist.

  • Gesichtsgeometrie

    Gesichtsgeometrie bezeichnet die vermessbare Form eines Gesichts: Abstände, Winkel und Wölbungen zwischen Punkten wie Augen, Nase und Kinn. Computer wandeln diese Maße in eine Zahlenreihe um und können damit Personen erkennen oder unterscheiden.

  • getBoundingClientRect

    getBoundingClientRect ist ein Befehl in der Programmiersprache JavaScript, der die Größe und die Position eines Elements auf einer Webseite ausliest. Er liefert Zahlen wie Breite, Höhe und den Abstand zum oberen Rand des sichtbaren Fensters.

  • Gig-Economy

    Als Gig-Economy bezeichnet man einen Arbeitsmarkt, in dem Menschen einzelne kurze Aufträge erledigen, statt fest angestellt zu sein. Vermittelt werden diese Aufträge meist über Apps wie Uber, Lieferando oder Fiverr.

  • Gig-Worker

    Gig-Worker sind Menschen, die einzelne kurze Aufträge über eine Internet-Plattform annehmen, statt fest bei einer Firma angestellt zu sein. Sie fahren Essen aus, erledigen Fahrdienste oder bearbeiten am Bildschirm kleine digitale Aufgaben – bezahlt wird pro erledigtem Auftrag.

  • Gigaflops pro Watt

    Gigaflops pro Watt gibt an, wie viele Milliarden Rechenschritte ein Chip pro Sekunde schafft, wenn er dafür ein Watt Strom verbraucht. Die Kennzahl misst also nicht die reine Geschwindigkeit, sondern die Energieeffizienz von Prozessoren und Rechenzentren.

  • Gigawatt-Maßstab (Rechenzentren)

    Vom Gigawatt-Maßstab spricht man, wenn ein einzelner Rechenzentrums-Standort so viel Strom braucht wie eine Großstadt – rund eine Milliarde Watt. Solche Anlagen entstehen derzeit für das Training großer KI-Systeme und machen Strom zum wichtigsten Engpass der Branche.

  • Git Worktree

    Ein Git Worktree ist ein zusätzlicher Arbeitsordner, der zum selben Projektarchiv gehört. So kann man an mehreren Versionen eines Programms gleichzeitig arbeiten, ohne den Ordner ständig umschalten zu müssen.

  • Git-Diff

    Ein Git-Diff zeigt Zeile für Zeile, was sich zwischen zwei Versionen einer Datei geändert hat. Es ist die Standardform, in der Programmiererinnen und Programmierer Änderungen prüfen, besprechen und weitergeben.

  • GitHub Star

    Ein GitHub Star ist ein Klick, mit dem Nutzer ein öffentliches Software-Projekt auf der Plattform GitHub markieren – ähnlich einem Lesezeichen. Die Zahl der Sterne gilt in der Tech-Branche als grober Popularitätsmesser für Open-Source-Projekte, sagt aber wenig über deren Qualität aus.

  • Gittertheorie

    Die Gittertheorie ist ein Teilgebiet der Mathematik, das regelmäßige Punktmuster im Raum untersucht — etwa alle Punkte mit ganzzahligen Koordinaten. Sie liefert heute die Grundlage für Verschlüsselungsverfahren, die auch ein Quantencomputer nicht knacken soll.

  • GKE

    GKE ist ein Dienst von Google, mit dem Firmen ihre Programme auf gemieteten Rechnern im Internet betreiben lassen. Google übernimmt dabei die Aufgabe, diese Programme automatisch zu starten, zu verteilen und bei Ausfällen zu ersetzen.

  • GKE Agent Sandbox

    GKE Agent Sandbox ist ein Angebot von Google, mit dem KI-Programme fremden Code in einem abgeschotteten Bereich ausführen können. Der Code läuft dort isoliert, sodass er dem restlichen System des Betreibers nicht schaden kann.

  • GLM

    GLM ist eine Familie von KI-Sprachmodellen des chinesischen Unternehmens Zhipu AI (heute Z.ai). Die Modelle beantworten Fragen und schreiben Texte wie ChatGPT, stammen aber aus China und sind teilweise frei herunterladbar.

  • Global Scope

    Der Global Scope ist der äußerste Gültigkeitsbereich eines Programms: Namen, die dort abgelegt werden, sind im gesamten Programm sichtbar. Das ist bequem, gilt aber als riskant, weil jede Programmstelle solche Werte verändern kann.

  • Global Workspace Theory

    Die Global Workspace Theory ist eine Erklärung dafür, wie im Gehirn bewusstes Erleben entsteht: Viele unbewusste Prozesse laufen parallel, und nur der Gewinner darf seinen Inhalt auf eine Art gemeinsame Bühne stellen, die alle anderen sehen. In der KI-Forschung dient sie als Bauplan-Idee für Systeme, in denen viele spezialisierte Teile über einen gemeinsamen Zwischenspeicher kommunizieren.

  • Gmail

    Gmail ist der E-Mail-Dienst von Google, den man kostenlos im Browser oder per App nutzt. Er speichert die Nachrichten nicht auf dem eigenen Gerät, sondern auf Rechnern von Google, und filtert Werbemüll automatisch heraus.

  • GMV

    GMV steht für Gross Merchandise Volume und bezeichnet den Gesamtwert aller Waren, die über eine Handelsplattform verkauft werden. Die Zahl zeigt, wie viel Geschäft über eine Plattform läuft – nicht, wie viel die Plattform selbst verdient.

  • Go-to-Market

    Go-to-Market ist der Plan, mit dem ein Unternehmen ein neues Produkt an seine Kunden bringt: wer die Zielgruppe ist, was das Produkt kostet und über welche Wege es verkauft wird. Der Begriff fällt oft, wenn Tech-Firmen erklären, wie sie aus einer Technologie ein Geschäft machen wollen.

  • Go-to-Market-Motion

    Eine Go-to-Market-Motion ist der eingeübte Weg, auf dem ein Unternehmen sein Produkt an Kunden bringt – von der ersten Aufmerksamkeit bis zum bezahlten Vertrag. Der Begriff beschreibt nicht das Produkt selbst, sondern den wiederholbaren Ablauf des Verkaufens.

  • Gödel-Maschine

    Die Gödel-Maschine ist ein theoretisches Computerprogramm, das seinen eigenen Programmcode umschreiben darf – aber nur, wenn es vorher beweisen kann, dass die Änderung eine Verbesserung ist. Sie wurde 2003 vom KI-Forscher Jürgen Schmidhuber vorgestellt und gilt als gedankliches Ideal selbstverbessernder Software, nicht als praktisch gebautes System.

  • Goodharts Gesetz

    Goodharts Gesetz besagt: Sobald eine Messgröße zum Ziel wird, taugt sie nicht mehr als Maßstab. In der KI-Entwicklung erklärt es, warum Systeme oft hohe Testwerte erreichen, ohne das eigentlich Gewünschte zu tun.

  • Google Analytics

    Google Analytics ist ein kostenloser Dienst von Google, mit dem Betreiber einer Webseite messen, wie viele Menschen sie besuchen und was diese dort tun. Die Daten helfen, Inhalte und Werbung zu bewerten, werfen aber auch Fragen zum Datenschutz auf.

  • Google Assistant

    Google Assistant ist der Sprachassistent von Google: ein Programm, das gesprochene Fragen und Befehle versteht und darauf antwortet oder Geräte steuert. Es läuft auf Android-Handys, Lautsprechern, Displays, Uhren und im Auto und wird seit 2025 schrittweise durch die neuere KI Gemini ersetzt.

  • Google Merchant Center

    Das Google Merchant Center ist ein kostenloses Google-Werkzeug, in das Händler ihre Produktdaten hochladen – Titel, Preis, Bild, Verfügbarkeit. Aus diesen Daten baut Google die Produktanzeigen und Shopping-Treffer, die man bei einer Suche nach einem Artikel zu sehen bekommt.

  • Google Workspace

    Google Workspace ist ein Paket aus Programmen für Büro und Schule, die im Browser laufen und deren Dateien auf Googles Servern liegen. Dazu gehören unter anderem Gmail, Google Docs, Tabellen, Kalender, Drive und Meet.

  • Google Zero

    Google Zero beschreibt ein Szenario, in dem Websites kaum noch Besucher über die Google-Suche bekommen, weil Google die Antworten direkt selbst anzeigt. Für Verlage, Ratgeberseiten und Online-Shops bedeutet das ein Geschäftsmodell in Gefahr.

  • Google-Effekt

    Der Google-Effekt beschreibt die Beobachtung, dass Menschen sich Informationen schlechter merken, wenn sie wissen, dass sie diese jederzeit online nachschlagen können. Stattdessen merken sie sich, wo die Information zu finden ist.

  • Googlebot

    Googlebot ist das Programm, mit dem Google automatisch Internetseiten besucht und deren Inhalte einliest. Ohne diese Besuche wüsste die Suchmaschine nicht, welche Seiten es gibt und was darauf steht.

  • Governance-Arbitrage

    Governance-Arbitrage bezeichnet das gezielte Ausnutzen unterschiedlicher Regeln in verschiedenen Ländern: Ein Unternehmen verlagert Tätigkeiten dorthin, wo die Vorschriften am lockersten sind. In der KI-Branche betrifft das vor allem Training, Datennutzung und den Betrieb von Rechenzentren.

  • Governance-Ebene

    Die Governance-Ebene bezeichnet die Stufe, auf der Regeln für den Einsatz von Technik festgelegt und überwacht werden – vom einzelnen Unternehmen bis zu internationalen Abkommen. Wer wissen will, wer für eine KI-Regel zuständig ist, muss zuerst klären, auf welcher Ebene sie entsteht.

  • Governance-Schicht

    Die Governance-Schicht ist die Zwischenebene, die zwischen Nutzern und einem KI-System sitzt und dort Regeln durchsetzt: Wer darf was nutzen, was ist erlaubt, und was wird protokolliert? Sie macht aus einem funktionierenden Modell ein System, dessen Einsatz kontrollierbar und nachprüfbar bleibt.

  • GPL

    Die GPL ist ein Lizenztext, der jedem erlaubt, ein Computerprogramm zu benutzen, zu verändern und weiterzugeben — unter der Bedingung, dass Weitergaben dieselben Freiheiten mitliefern. Sie ist die bekannteste Lizenz für frei verfügbare Software und steckt unter anderem im Betriebssystemkern Linux.

  • GPLv3

    Die GPLv3 ist ein Lizenztext aus dem Jahr 2007, der festlegt, unter welchen Bedingungen man ein Computerprogramm samt seinem Quelltext weitergeben darf. Ihre Kernregel: Wer das Programm verändert und verbreitet, muss den veränderten Quelltext ebenfalls offenlegen und dieselben Rechte weitergeben.

  • GPQA-Diamond

    GPQA-Diamond ist eine Sammlung von 198 besonders schweren naturwissenschaftlichen Prüfungsfragen, mit denen man testet, wie gut ein KI-Programm denkt. Die Fragen sind so gebaut, dass man sie auch mit einer Internetsuche kaum lösen kann.

  • GPS

    GPS ist ein System aus Satelliten, mit dem ein Gerät auf der Erde seinen eigenen Standort bestimmen kann. Es misst dazu, wie lange Funksignale von mehreren Satelliten bis zum Gerät unterwegs waren.

  • GPU

    Eine GPU ist ein Spezialchip, der sehr viele einfache Rechenschritte gleichzeitig ausführt. Ursprünglich für Computerspiele gebaut, ist sie heute das wichtigste Bauteil für das Training und den Betrieb von KI-Systemen.

  • GPU-Cluster

    Ein GPU-Cluster ist eine große Ansammlung spezieller Rechenchips, die über schnelle Kabel verbunden sind und gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten. Solche Anlagen sind die Maschinen, auf denen moderne KI-Modelle trainiert und betrieben werden.

  • GPU-Kernel

    Ein GPU-Kernel ist ein kleines Programm, das eine Grafikkarte tausendfach gleichzeitig ausführt. Fast alle KI-Berechnungen bestehen aus solchen Kerneln, und wie gut sie geschrieben sind, entscheidet über Geschwindigkeit und Stromkosten.

  • GPU-Rendering

    GPU-Rendering bezeichnet das Berechnen von Bildern durch die Grafikkarte eines Computers statt durch den Hauptprozessor. Weil eine Grafikkarte tausende einfache Rechenschritte gleichzeitig ausführt, entstehen Bilder dabei oft um ein Vielfaches schneller.

  • GR4AD

    GR4AD ist keine allgemein etablierte Bezeichnung im KI- und Technikbereich; es existiert dafür kein anerkannter Fachbegriff mit klarer Definition. Wer auf das Kürzel stößt, sollte prüfen, ob es sich um einen firmeneigenen Produktnamen, eine Projektkennung oder einen Tippfehler handelt.

  • Grace CPU

    Grace CPU ist ein Hauptprozessor des Chipherstellers Nvidia, der speziell für Rechenzentren mit KI-Aufgaben gebaut wurde. Er ist meist direkt mit Nvidias Grafikchips gekoppelt und versorgt sie schnell mit Daten.

  • Gradient Boosting

    Gradient Boosting ist ein Verfahren des maschinellen Lernens, bei dem viele einfache Vorhersagemodelle nacheinander gebaut werden. Jedes neue Modell konzentriert sich auf die Fehler der bisherigen, sodass am Ende eine sehr genaue Gesamtvorhersage entsteht.

  • Grafik-Pipeline

    Die Grafik-Pipeline ist die feste Abfolge von Rechenschritten, mit der ein Computer aus einer dreidimensionalen Szenenbeschreibung ein fertiges Bild auf dem Monitor macht. Sie läuft in Spielen und 3D-Programmen viele Male pro Sekunde ab und ist die Hauptaufgabe jeder Grafikkarte.

  • Graph-Ansicht

    Die Graph-Ansicht ist eine Darstellung, bei der einzelne Objekte als Punkte und ihre Beziehungen als Linien dazwischen gezeigt werden. Sie macht sichtbar, was in einer Liste oder Tabelle verborgen bleibt: wie Dinge miteinander zusammenhängen.

  • Graviton

    Graviton ist eine Reihe von Prozessoren, die Amazon selbst entwickelt und ausschließlich in seinen eigenen Rechenzentren einsetzt. Die Chips sollen Mietserver in der Cloud günstiger und stromsparender machen als vergleichbare Prozessoren von Intel oder AMD.

  • Graviton-Prozessoren

    Graviton-Prozessoren sind Rechenchips, die der Cloud-Anbieter Amazon Web Services selbst entwickelt und ausschließlich in seinen eigenen Rechenzentren einsetzt. Sie basieren auf der ARM-Bauweise und sollen dieselbe Arbeit mit weniger Strom und zu geringeren Kosten erledigen als klassische Server-Chips von Intel oder AMD.

  • Grenzkosten

    Grenzkosten sind die Kosten, die entstehen, wenn man von einem Produkt genau ein Stück mehr herstellt. In der Softwarebranche sind sie extrem niedrig — das erklärt, warum digitale Firmen so schnell wachsen können, und warum KI-Anbieter hier eine Ausnahme bilden.

  • grep

    grep ist ein Suchwerkzeug für Textdateien: Es durchsucht Zeile für Zeile und gibt alle Zeilen aus, die zu einem gesuchten Muster passen. Auf Servern und in der Softwareentwicklung ist es das Standardmittel, um in riesigen Protokolldateien schnell die relevanten Stellen zu finden.

  • Ground Truth

    Ground Truth ist die als richtig festgelegte Antwort, an der man die Ausgabe eines Computerprogramms misst. Ohne solche geprüften Referenzdaten lässt sich weder trainieren noch beurteilen, wie gut ein System wirklich arbeitet.

  • Ground-Truth-Funktion

    Die Ground-Truth-Funktion ist der gedachte perfekte Zusammenhang zwischen Eingabe und richtiger Ausgabe, den ein lernendes Computerprogramm nachbilden soll. Man kennt sie nie vollständig, sondern sieht nur einzelne Beispiele daraus — und genau daraus muss das Programm den Rest erschließen.

  • Grouped-Query Attention

    Grouped-Query Attention ist ein Sparverfahren im Inneren moderner Sprachmodelle: Mehrere Suchanfragen teilen sich denselben Zwischenspeicher, statt jede einen eigenen zu bekommen. Das senkt den Speicherbedarf beim Antworten deutlich, ohne die Qualität merklich zu verschlechtern.

  • Groupon

    Groupon ist eine Internetplattform, die stark verbilligte Gutscheine für Restaurants, Friseure, Ausflüge oder Kurse verkauft. Das Unternehmen aus Chicago war um 2011 eine der am schnellsten wachsenden Firmen der Welt und gilt heute als Lehrstück über Geschäftsmodelle, die zu schnell wachsen.

  • Growth Engineer

    Ein Growth Engineer ist eine Person, die in einem Unternehmen Software baut, damit ein Produkt mehr Nutzer gewinnt und behält. Die Rolle verbindet Programmieren mit Marketing und der Auswertung von Nutzungsdaten.

  • Guard-Modell

    Ein Guard-Modell ist ein kleines Zusatzprogramm, das Eingaben und Antworten eines Chatbots prüft und problematische Inhalte meldet oder blockiert. Es arbeitet neben dem eigentlichen Sprachprogramm und wirkt wie ein Türsteher für Texte.

  • Guardrails

    Guardrails sind zusätzliche Regeln und Prüfprogramme, die verhindern sollen, dass ein KI-System schädliche, verbotene oder unpassende Antworten ausgibt. Sie liegen wie ein Filter um das Modell herum und greifen ein, bevor eine Anfrage hineingeht oder eine Antwort herauskommt.

  • GUI

    GUI steht für „Graphical User Interface“, also die grafische Benutzeroberfläche eines Programms. Man steuert den Computer dabei über sichtbare Elemente wie Fenster, Symbole und Schaltflächen statt über eingetippte Befehle.

  • GUI-Kontrolle

    GUI-Kontrolle bezeichnet die Fähigkeit eines KI-Systems, einen Computer über die normale Bildschirmoberfläche zu bedienen: Es sieht das Bild, bewegt den Mauszeiger und tippt auf der Tastatur. Damit kann eine KI dieselben Programme benutzen wie ein Mensch, ohne dass ein Programm dafür umgebaut werden muss.

  • gVisor

    gVisor ist eine von Google entwickelte Software, die fremde Programme in einer stark abgeschirmten Umgebung laufen lässt. Sie schiebt sich zwischen Programm und Betriebssystem und fängt dessen Anfragen ab, bevor sie den Computer erreichen.

H

  • H-1B-Visum

    Das H-1B-Visum ist eine befristete US-Arbeitserlaubnis für Fachkräfte aus dem Ausland, meist mit Hochschulabschluss. Es ist der wichtigste Weg, über den Tech-Konzerne im Silicon Valley Programmierer und KI-Forscher aus anderen Ländern anstellen.

  • H100

    Die H100 ist ein Spezialchip der Firma Nvidia, der für das Rechnen mit künstlicher Intelligenz gebaut wurde. Sie gilt seit 2022 als Standardbaustein großer Rechenzentren und kostet pro Stück meist einen fünfstelligen Betrag.

  • Habermas-Maschine

    Die Habermas-Maschine ist ein KI-System, das aus den Meinungen vieler Menschen zu einem Streitthema einen gemeinsamen Text formuliert, dem möglichst alle zustimmen können. Sie wurde 2024 von Googles Forschungsabteilung DeepMind vorgestellt und in Studien mit mehreren Tausend Teilnehmern getestet.

  • Hacker News

    Hacker News ist eine englischsprachige Website, auf der Nutzer Links und Texte einstellen, bewerten und diskutieren – meist zu Technik, Programmierung und Start-ups. Betrieben wird sie von der US-Investmentfirma Y Combinator, und in der Tech-Branche gilt sie als eine der wichtigsten Anlaufstellen für Neuigkeiten.

  • Haircut

    Ein Haircut ist ein Abschlag, den eine Bank auf den Marktwert eines Wertpapiers macht, wenn sie es als Sicherheit für einen Kredit akzeptiert. Der Begriff bezeichnet außerdem den Verlust, den Gläubiger hinnehmen müssen, wenn ein Schuldner seine Schulden nur teilweise zurückzahlt.

  • Halbleiterindex

    Ein Halbleiterindex ist eine Kennzahl, die die Börsenkurse vieler Chip-Hersteller zu einem einzigen Wert zusammenfasst. Der bekannteste ist der amerikanische SOX, an dem Anleger ablesen, wie gut es der gesamten Chipbranche gerade geht.

  • Halluzination

    Als Halluzination bezeichnet man eine Antwort eines KI-Systems, die überzeugend klingt, aber sachlich falsch oder frei erfunden ist. Das Problem ist keine Panne, sondern eine Folge davon, wie solche Programme Texte erzeugen.

  • Halluzinationsrate

    Die Halluzinationsrate gibt an, wie oft ein KI-Sprachprogramm Aussagen erfindet, die überzeugend klingen, aber sachlich falsch sind. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen dafür, wie verlässlich ein solches System im Alltag ist.

  • Halluzinationsreduktion

    Halluzinationsreduktion bezeichnet alle Verfahren, die verhindern sollen, dass ein KI-Textsystem frei erfundene Angaben als Tatsachen ausgibt. Dazu gehören der Zugriff auf echte Quellen, gezieltes Nachtrainieren und automatische Prüfschritte vor der Ausgabe.

  • Handoff

    Ein Handoff ist die geordnete Übergabe eines laufenden Vorgangs von einem Bearbeiter an einen anderen – etwa von einem Chatbot an einen menschlichen Mitarbeiter oder von einem KI-Programm an ein spezialisiertes zweites Programm. Entscheidend ist dabei, dass der bisherige Gesprächsverlauf mit übergeben wird und die Person am anderen Ende nicht von vorn anfangen muss.

  • Hands-free Highway-Fahren

    Hands-free Highway-Fahren bedeutet, dass ein Auto auf der Autobahn selbst lenkt, beschleunigt und bremst, während der Mensch die Hände vom Lenkrad nehmen darf. Er muss den Verkehr aber weiter beobachten und jederzeit eingreifen können — eine Kamera im Innenraum kontrolliert das.

  • Handshake

    Ein Handshake ist der kurze Austausch fester Startsignale, mit dem zwei Geräte eine Verbindung eröffnen. Dabei klären sie, ob die Gegenseite erreichbar ist und nach welchen Regeln die eigentlichen Daten danach fließen.

  • Hardware Wallet

    Ein Hardware Wallet ist ein kleines Spezialgerät, das den geheimen Zugangscode zu Kryptowährungen wie Bitcoin speichert und niemals herausgibt. Weil der Code das Gerät nie verlässt, kommt Schadsoftware auf dem Computer nicht an ihn heran.

  • Hardware-Zufallsgenerator

    Ein Hardware-Zufallsgenerator erzeugt Zufallszahlen aus messbaren physikalischen Vorgängen, etwa aus elektrischem Rauschen in einem Chip. Anders als eine Rechenformel liefert er Ergebnisse, die auch bei genauer Kenntnis des Geräts nicht vorhersagbar sind.

  • Harness

    Ein Harness ist das Programmgerüst um ein KI-Modell herum: Es stellt die Aufgaben, reicht Werkzeuge wie Suche oder Code-Ausführung durch und sammelt die Ergebnisse ein. Dasselbe Modell kann mit einem guten Harness deutlich bessere Resultate liefern als mit einem schlechten.

  • Harness-Architektur

    Die Harness-Architektur ist das Programmgerüst, das ein KI-Sprachmodell umgibt und ihm erlaubt, mehrere Schritte hintereinander auszuführen, Werkzeuge zu benutzen und Ergebnisse zu prüfen. Sie entscheidet oft stärker über die Qualität eines KI-Produkts als das Modell selbst.

  • Hartwährungspolitik

    Hartwährungspolitik bedeutet, dass ein Staat den Wert seines Geldes bewusst hoch und stabil hält, statt ihn sinken zu lassen. Ziel ist niedrige Inflation und Vertrauen – der Preis sind oft teurere Exporte und höhere Zinsen.

  • HBM3E

    HBM3E ist eine besonders schnelle Bauform von Arbeitsspeicher, bei der mehrere Speicherchips übereinandergestapelt und direkt neben den Rechenchip gesetzt werden. Sie steckt in fast allen aktuellen KI-Beschleunigern, weil dort nicht die Rechenleistung, sondern der Datennachschub der Engpass ist.

  • HD-Mapping

    HD-Mapping ist die Herstellung extrem genauer digitaler Straßenkarten, in denen Fahrbahnränder, Schilder und Ampeln zentimetergenau eingetragen sind. Selbstfahrende Autos nutzen solche Karten, um zu wissen, was sie an einer Stelle erwartet, bevor ihre Sensoren es sehen.

  • HDF5

    HDF5 ist ein Dateiformat, in dem sich sehr große Mengen von Messwerten und Zahlen ordentlich sortiert in einer einzigen Datei ablegen lassen. Es wird in Forschung, Industrie und KI genutzt, wenn Tabellen und einfache Textdateien zu langsam oder zu unübersichtlich werden.

  • HDR

    HDR steht für High Dynamic Range und bezeichnet Bilder oder Videos, die sehr helle und sehr dunkle Stellen gleichzeitig darstellen können. Möglich wird das durch Displays mit größerem Helligkeitsumfang und durch Aufnahmen, die mehrere Belichtungen kombinieren.

  • Headless

    Headless bezeichnet Software, die ohne eigene sichtbare Oberfläche arbeitet und ihre Inhalte oder Funktionen nur über eine technische Schnittstelle bereitstellt. Andere Programme, Webseiten oder Apps liefern dann die Darstellung, die der Mensch am Ende sieht.

  • Headless API

    Eine Headless API ist ein Dienst, der Daten und Funktionen bereitstellt, aber selbst keine Bildschirmoberfläche mitliefert. Das sichtbare Aussehen bauen Entwickler getrennt davon, sodass App, Website und Kassendisplay dieselbe Datenquelle nutzen können.

  • Headless CMS

    Ein Headless CMS ist ein System zur Verwaltung von Texten, Bildern und anderen Inhalten, das selbst keine Webseite anzeigt. Es gibt die Inhalte über eine technische Schnittstelle heraus, und andere Programme entscheiden, wie sie dargestellt werden.

  • Headless SaaS

    Headless SaaS bezeichnet einen im Internet gemieteten Software-Dienst, der keine eigene Bedienoberfläche mitliefert, sondern nur seine Funktionen für andere Programme bereitstellt. Unternehmen bauen die sichtbare Oberfläche selbst und nutzen den Dienst im Hintergrund als Motor.

  • Headless-Modus

    Der Headless-Modus ist die Betriebsart eines Programms ohne sichtbare Bedienoberfläche: Es läuft im Hintergrund und wird nur über Befehle gesteuert. Besonders wichtig ist das bei Browsern, die so automatisiert Webseiten laden, testen oder auslesen.

  • Heavily Compressed Attention

    Heavily Compressed Attention bezeichnet Verfahren, bei denen ein Sprachmodell den bereits gelesenen Text nicht vollständig speichert, sondern stark zusammengefasst. Dadurch kann es sehr lange Texte verarbeiten, ohne dass Speicherbedarf und Rechenzeit ins Unbezahlbare steigen.

  • Henne-Ei-Problem

    Ein Henne-Ei-Problem beschreibt eine Lage, in der zwei Dinge sich gegenseitig voraussetzen: Keines kann entstehen, solange das andere fehlt. In der Tech-Welt trifft das vor allem auf neue Plattformen zu, die ohne Nutzer keine Anbieter anziehen und ohne Anbieter keine Nutzer.

  • Herfindahl-Hirschman-Index

    Der Herfindahl-Hirschman-Index ist eine Kennzahl dafür, wie stark ein Markt von wenigen großen Anbietern beherrscht wird. Kartellbehörden nutzen ihn, um zu prüfen, ob eine geplante Firmenübernahme den Wettbewerb zu stark einschränkt.

  • Hero-Bild

    Ein Hero-Bild ist die große Abbildung, die man ganz oben auf einer Webseite sieht, noch bevor man scrollen muss. Es soll in Sekunden zeigen, worum es geht, und entscheidet mit darüber, ob Besucher bleiben oder wegklicken.

  • Hero-Layout

    Ein Hero-Layout ist der große, auffällige Bereich ganz oben auf einer Webseite, den man ohne Scrollen sofort sieht. Er kombiniert meist ein großes Bild oder Video mit einer kurzen Überschrift und einem Klick-Button.

  • HHI

    Der HHI ist eine Kennzahl dafür, wie stark ein Markt von wenigen großen Anbietern beherrscht wird. Er wird berechnet, indem man die Marktanteile aller Firmen quadriert und die Ergebnisse addiert.

  • Hidden Champions

    Hidden Champions sind mittelgroße Unternehmen, die in einem sehr engen Marktbereich weltweit zu den Größten gehören, außerhalb ihrer Branche aber kaum jemand kennt. Der Begriff stammt vom Wirtschaftswissenschaftler Hermann Simon und beschreibt besonders viele Firmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

  • High Performance Computing Cluster

    Ein High Performance Computing Cluster ist ein Verbund aus vielen einzelnen Computern, die über ein sehr schnelles Netzwerk zusammengeschaltet sind und gemeinsam an einer einzigen großen Rechenaufgabe arbeiten. Solche Anlagen stecken hinter Wettervorhersagen, Klimamodellen und dem Training großer KI-Modelle.

  • High-Bandwidth-Memory

    High-Bandwidth-Memory ist eine besonders schnelle Art von Arbeitsspeicher, die direkt neben dem Rechenchip sitzt und Daten in extrem breiten Datenbahnen liefert. Ohne diesen Speicher könnten moderne KI-Chips ihre Rechenleistung gar nicht ausnutzen, weshalb HBM zu den knappsten Bauteilen der Branche gehört.

  • High-Intent-Umfeld

    Ein High-Intent-Umfeld ist eine Stelle im Internet, an der Menschen gerade kurz vor einer Entscheidung stehen, etwa vor einem Kauf oder einem Vertragsabschluss. Werbung ist dort besonders viel wert, weil sie Leute trifft, die ohnehin schon suchen.

  • Hintergrund-Agent

    Ein Hintergrund-Agent ist ein KI-Programm, das eine Aufgabe selbstständig über längere Zeit abarbeitet, ohne dass jemand daneben sitzt und jeden Schritt bestätigt. Man gibt den Auftrag, geht weg, und holt später das Ergebnis ab.

  • Hintergrunddienst

    Ein Hintergrunddienst ist ein Programm, das auf einem Computer oder Handy dauerhaft mitläuft, ohne ein sichtbares Fenster zu haben. Es erledigt Aufgaben selbstständig, etwa Updates prüfen, Nachrichten empfangen oder Daten sichern.

  • HIPAA

    HIPAA ist ein US-Gesetz von 1996, das festlegt, wie Krankenhäuser, Versicherungen und deren Dienstleister mit Gesundheitsdaten von Patienten umgehen müssen. Für Technologiefirmen ist es entscheidend, weil jede Software, die solche Daten verarbeitet, die Vorgaben einhalten muss.

  • HNSW

    HNSW ist ein Verfahren, mit dem Computer in riesigen Datensammlungen sehr schnell die ähnlichsten Einträge zu einer Suchanfrage finden. Es baut dazu ein mehrstöckiges Netz aus Verbindungen zwischen den Daten und springt darin von grob nach fein zum Ziel.

  • Honeypot

    Ein Honeypot ist ein absichtlich verwundbar wirkendes Computersystem, das Angreifer anlocken soll. Es hat keinen echten Zweck außer dem einen: jeden, der es anfasst, zu beobachten und aufzuzeichnen.

  • Hooks

    Ein Hook ist eine vorgesehene Stelle in einem Programm, an der eigener Code automatisch mitläuft, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt. Entwickler nutzen Hooks, um fremde Software zu erweitern, ohne deren Innenleben umzubauen.

  • Hopper

    Hopper ist der Name einer Chip-Generation der Firma Nvidia, die seit 2022 in Rechenzentren steckt und dort das Training und den Betrieb großer KI-Modelle übernimmt. Der bekannteste Chip dieser Familie ist der H100, jahrelang das begehrteste Bauteil der KI-Branche.

  • Hot-Word-Aktivierung

    Hot-Word-Aktivierung bedeutet, dass ein Gerät ständig auf ein bestimmtes Signalwort horcht und erst danach richtig zuhört. Erst dieses Wort schaltet die eigentliche Sprachverarbeitung ein – vorher wird nur geprüft, ob das Wort gefallen ist.

  • HTML

    HTML ist die Sprache, in der Webseiten aufgeschrieben werden. Sie legt fest, welcher Teil einer Seite eine Überschrift, ein Absatz, ein Bild oder ein Link ist, damit der Browser die Seite richtig darstellen kann.

  • HTTP-Port

    Ein HTTP-Port ist die Nummer, unter der ein Computer im Netz Anfragen von Webbrowsern entgegennimmt. Üblich sind Port 80 für unverschlüsselte und Port 443 für verschlüsselte Webseiten.

  • HTTP-Request

    Ein HTTP-Request ist die Anfrage, die dein Gerät an einen fremden Computer im Internet schickt, um etwas zu bekommen — eine Webseite, ein Bild oder eine Antwort eines Programms. Er enthält genau eine Adresse, eine gewünschte Aktion und Zusatzangaben, und darauf folgt immer eine Antwort.

  • HTTPS-Call

    Ein HTTPS-Call ist eine einzelne verschlüsselte Anfrage, die ein Programm über das Internet an einen fremden Computer schickt, um dort Daten abzuholen oder abzuliefern. Fast jede Aktion in Apps, Webseiten und KI-Diensten löst im Hintergrund solche Aufrufe aus.

  • HubSpot

    HubSpot ist ein US-amerikanisches Softwareunternehmen, dessen Programme Firmen dabei helfen, Kundenkontakte zu verwalten, Werbung zu verschicken und Anfragen zu beantworten. Die Software läuft im Internet, wird monatlich bezahlt und richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen.

  • Hugging Face

    Hugging Face ist eine Internetplattform, auf der Entwickler fertige KI-Programme, Datensammlungen und Beispielanwendungen kostenlos oder gegen Gebühr austauschen. Sie gilt als zentrale Sammelstelle der offenen KI-Szene und wird oft mit einem Marktplatz für künstliche Intelligenz verglichen.

  • Human Evaluation

    Human Evaluation bedeutet, dass Menschen die Antworten eines Computerprogramms lesen und bewerten, statt sie automatisch mit einer Musterlösung zu vergleichen. Das Verfahren ist teuer und langsam, gilt aber bei Aufgaben ohne eindeutig richtige Lösung als verlässlichster Maßstab.

  • Human-in-the-Loop

    Human-in-the-Loop bezeichnet Arbeitsabläufe, bei denen ein Computerprogramm einen Vorschlag macht und ein Mensch ihn prüft, korrigiert oder freigibt. Die Maschine arbeitet also nicht allein durch, sondern hält an festgelegten Stellen an und holt eine menschliche Entscheidung ein.

  • HumanEval

    HumanEval ist ein Test mit 164 kleinen Programmieraufgaben, mit dem geprüft wird, wie gut ein KI-System selbst Programmcode schreiben kann. Der Code gilt nur dann als richtig, wenn er automatisch ausgeführt wird und dabei alle vorgegebenen Prüffälle besteht.

  • Humanity's Last Exam

    Humanity's Last Exam ist eine Sammlung von rund 2.500 extrem schweren Prüfungsfragen aus vielen Fachgebieten, mit denen die Leistung von KI-Systemen gemessen wird. Der Test wurde 2025 veröffentlicht, weil ältere Prüfungen für moderne Programme zu leicht geworden waren.

  • Humanoide Roboter

    Humanoide Roboter sind Maschinen, deren Körperbau dem eines Menschen nachempfunden ist: zwei Beine, zwei Arme, ein Kopf. Sie sollen sich in Umgebungen bewegen können, die für Menschen gebaut wurden — mit Treppen, Türklinken und Werkzeugen.

  • Hybrid Compute

    Hybrid Compute bezeichnet die Aufteilung von Rechenarbeit auf mehrere unterschiedliche Orte oder Chiptypen, etwa auf ein Gerät vor Ort und ein Rechenzentrum im Internet. Ziel ist es, jede Aufgabe dort rechnen zu lassen, wo sie am schnellsten, günstigsten oder sichersten erledigt wird.

  • Hybrid Inference Orchestrator

    Ein Hybrid Inference Orchestrator ist eine Software, die jede Anfrage an ein KI-System automatisch an das passende Modell weiterleitet – etwa an ein kleines Modell auf dem Gerät oder an ein großes im Rechenzentrum. Ziel ist eine Mischung aus niedrigen Kosten, kurzen Antwortzeiten und ausreichender Qualität.

  • Hype-Zyklus

    Der Hype-Zyklus beschreibt ein wiederkehrendes Muster: Eine neue Technologie wird zuerst maßlos überschätzt, danach enttäuscht sie, und erst später findet sie ihren realistischen Platz. Das Modell stammt vom Marktforschungsunternehmen Gartner und wird oft benutzt, um Investitionen und Schlagzeilen einzuordnen.

  • Hyperparameter-Optimierung

    Hyperparameter-Optimierung ist die systematische Suche nach den besten Einstellungen, mit denen ein Computerprogramm aus Beispieldaten lernt. Sie entscheidet oft darüber, ob ein Modell gut oder nur mittelmäßig funktioniert – und verschlingt viel Rechenzeit.

  • Hyperscaler

    Hyperscaler sind die wenigen sehr großen Firmen, die weltweit riesige Rechenzentren betreiben und deren Rechenleistung an andere vermieten. Dazu zählen vor allem Amazon, Microsoft, Google, Alibaba und Meta.

I

  • IaaS

    IaaS steht für „Infrastructure as a Service“ und bedeutet: Ein Unternehmen mietet Rechner, Speicherplatz und Netzwerk in einem fremden Rechenzentrum, statt eigene Computer zu kaufen. Bezahlt wird meist nach Nutzungsdauer, ähnlich wie bei Strom.

  • ICD-Code

    Ein ICD-Code ist ein weltweit einheitliches Kürzel für eine Krankheit oder Verletzung, zum Beispiel J45 für Asthma. Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen nutzen diese Codes, um Diagnosen eindeutig zu dokumentieren und abzurechnen.

  • IDE

    Eine IDE ist ein Programm, in dem Softwareentwickler ihren Programmcode schreiben, testen und Fehler suchen. Sie bündelt alle dafür nötigen Werkzeuge in einem einzigen Fenster.

  • Identity Layer

    Ein Identity Layer ist der Teil eines digitalen Systems, der klärt, wer jemand ist und was er darf. Er trennt die Prüfung der Identität von der eigentlichen Anwendung, damit sich nicht jeder Dienst selbst um Passwörter und Rechte kümmern muss.

  • Identity- und Access-Management für KI-Agenten

    Identity- und Access-Management für KI-Agenten regelt, welche digitale Identität ein selbstständig handelndes KI-Programm bekommt und auf welche Daten und Systeme es zugreifen darf. Es überträgt die Regeln, die Firmen für Mitarbeiterkonten nutzen, auf Software, die eigenständig Aufgaben erledigt.

  • IDOR

    IDOR ist eine Sicherheitslücke in Webseiten und Apps, bei der man durch das Ändern einer Nummer oder eines Namens in der Adresszeile fremde Daten sehen kann. Die Anwendung prüft dabei nicht, ob der Zugriff überhaupt erlaubt ist.

  • Illiquide Vermögenswerte

    Illiquide Vermögenswerte sind Besitztümer, die sich nicht schnell und ohne Preisabschlag in Bargeld verwandeln lassen — etwa Immobilien, Kunst oder Anteile an nicht börsennotierten Firmen. Das Gegenteil sind liquide Werte wie Bargeld oder Aktien großer Konzerne, die man binnen Sekunden verkaufen kann.

  • ImageNet

    ImageNet ist eine riesige Sammlung von Fotos, bei denen jeweils von Hand notiert wurde, was darauf zu sehen ist. Sie diente ab 2010 als Trainings- und Prüfmaterial für Programme, die Bilder erkennen sollen, und gilt als Auslöser des heutigen KI-Booms.

  • Immersive Navigation

    Immersive Navigation ist eine Wegführung, die Richtungshinweise direkt in das echte Sichtfeld einblendet, statt sie auf einer abstrakten Karte zu zeigen. Pfeile und Markierungen erscheinen dabei auf dem Kamerabild, der Windschutzscheibe oder in einer Brille, genau dort, wo der Weg tatsächlich weitergeht.

  • Implementor Agent

    Ein Implementor Agent ist ein KI-Programm, das eine Aufgabe nicht nur beschreibt, sondern selbst ausführt – etwa Code schreiben, Dateien ändern und Tests laufen lassen. Er arbeitet in mehreren Schritten hintereinander und prüft dabei selbst, ob das Ergebnis funktioniert.

  • Impression (Werbung)

    Eine Impression ist eine einzelne Auslieferung einer Werbeanzeige an einen Bildschirm. Sie ist die Grundeinheit, mit der Online-Werbung gezählt und abgerechnet wird — unabhängig davon, ob jemand die Anzeige anklickt.

  • In-Context-Learning

    In-Context-Learning bedeutet, dass ein KI-Sprachmodell eine neue Aufgabe allein anhand von Beispielen in der Eingabe löst, ohne dass es dafür verändert oder neu trainiert wird. Die Beispiele wirken nur so lange, wie sie im Text vor der Frage stehen.

  • In-House-Team

    Ein In-House-Team ist eine Gruppe fest angestellter Mitarbeiter, die eine Aufgabe innerhalb des eigenen Unternehmens erledigt, statt sie an eine externe Firma zu vergeben. In der Tech-Branche bezeichnet der Begriff meist die eigenen Entwickler- oder KI-Teams eines Konzerns.

  • Incumbents

    Incumbents sind die schon lange etablierten großen Unternehmen einer Branche, die einen Markt bisher beherrschen. In Tech- und KI-News stehen sie meist im Gegensatz zu jungen Herausforderern, die ihnen Kunden abnehmen wollen.

  • Indikationserweiterung

    Eine Indikationserweiterung liegt vor, wenn ein bereits zugelassenes Medikament zusätzlich für eine weitere Krankheit offiziell erlaubt wird. Für Pharmafirmen ist das ein wichtiger Weg, mit einem bestehenden Wirkstoff deutlich mehr Umsatz zu machen.

  • Individual Contributor

    Ein Individual Contributor ist eine Person in einem Unternehmen, die selbst fachlich arbeitet, statt andere Mitarbeiter zu führen. In der Tech-Branche ist das eine eigene Karrierestufe, auf der man bis in sehr hohe Gehalts- und Einflussbereiche aufsteigen kann, ohne jemals Chef zu werden.

  • Inference Engine

    Eine Inference Engine ist eine spezialisierte Software, die ein fertig trainiertes KI-Modell möglichst schnell und sparsam rechnen lässt. Sie sitzt zwischen dem Modell und der Grafikkarte und entscheidet, in welcher Reihenfolge und wie effizient die Rechenschritte ablaufen.

  • Inference-Chip

    Ein Inference-Chip ist ein spezialisierter Computerchip, der fertig trainierte KI-Modelle möglichst schnell und stromsparend anwendet. Er ist nicht dafür gebaut, ein Modell zu lernen, sondern dafür, es millionenfach antworten zu lassen.

  • Inference-Kosten

    Inference-Kosten sind die laufenden Ausgaben, die jedes Mal anfallen, wenn ein fertiges KI-Modell eine Anfrage beantwortet. Sie entstehen bei jeder einzelnen Nutzung neu und entscheiden mit darüber, ob ein KI-Produkt Geld verdient oder Geld verbrennt.

  • Inferenz

    Inferenz ist die Phase, in der ein fertig gelerntes KI-Modell tatsächlich benutzt wird: Es bekommt eine Eingabe und rechnet eine Antwort aus. Sie unterscheidet sich vom Training, bei dem das Modell erst lernt, und verursacht bei jeder einzelnen Anfrage erneut Kosten.

  • Inferenz

    Inferenz ist der laufende Betrieb eines fertigen KI-Modells: Man gibt etwas ein, das Modell rechnet, eine Antwort kommt heraus. Sie unterscheidet sich vom Lernen des Modells und ist der Teil, der bei jeder einzelnen Anfrage erneut Geld und Strom kostet.

  • Inferenz-Ökonomie

    Die Inferenz-Ökonomie beschreibt die Kostenrechnung hinter dem laufenden Betrieb von KI-Diensten: Was kostet jede einzelne Antwort, und wie viel darf sie kosten, damit sich das Geschäft trägt? Sie ist zur zentralen Kennzahl für Anbieter wie OpenAI, Google oder Nvidia-Kunden geworden.

  • Inferenzkosten

    Inferenzkosten sind die Kosten, die jedes Mal anfallen, wenn ein fertiges KI-Modell eine Anfrage beantwortet. Sie entstehen laufend im Betrieb und sind für Anbieter von Chatbots und KI-Diensten oft der größte Kostenblock.

  • Inferieren

    Inferieren bezeichnet den Moment, in dem ein fertig gelerntes KI-Modell tatsächlich benutzt wird: Es bekommt eine Eingabe und rechnet daraus eine Antwort aus. Anders als das Lernen selbst passiert das bei jeder einzelnen Anfrage neu und verursacht laufende Kosten.

  • InfiniBand

    InfiniBand ist eine besonders schnelle Verbindungstechnik, mit der die Computer in einem Rechenzentrum Daten austauschen. Sie ist der Standard, wenn tausende Grafikkarten gemeinsam ein großes KI-Modell trainieren sollen.

  • Infinite Scroll

    Infinite Scroll ist eine Technik auf Webseiten und in Apps, bei der immer neue Inhalte automatisch nachgeladen werden, sobald man ans Ende der Anzeige kommt. Dadurch entsteht eine Liste ohne sichtbares Ende – ein Prinzip, das besonders soziale Netzwerke nutzen, um Nutzer möglichst lange zu halten.

  • Influencer

    Ein Influencer ist eine Person, die in sozialen Netzwerken regelmäßig Inhalte veröffentlicht und damit ein größeres Publikum erreicht. Weil dieses Publikum den Empfehlungen vertraut, zahlen Firmen dafür, dass ihre Produkte in solchen Beiträgen auftauchen.

  • Information Governance

    Information Governance ist das Regelwerk, mit dem ein Unternehmen festlegt, wer welche Daten anlegen, sehen, ändern, aufbewahren und löschen darf. Sie sorgt dafür, dass Informationen auffindbar, verlässlich und rechtlich sauber behandelt werden.

  • Infostealer

    Ein Infostealer ist ein Schadprogramm, das heimlich gespeicherte Zugangsdaten, Sitzungsdaten und andere persönliche Informationen von einem Computer sammelt und an Kriminelle sendet. Die erbeuteten Daten werden meist in großen Paketen in illegalen Foren weiterverkauft.

  • Infrastructure-Capture

    Infrastructure-Capture beschreibt eine Lage, in der wenige Anbieter die technischen Grundlagen eines ganzen Wirtschaftszweigs kontrollieren und alle anderen davon abhängig werden. Bei KI betrifft das vor allem Rechenzentren, Spezialchips und die großen Basismodelle, auf denen andere Produkte aufbauen.

  • Infrastrukturblase

    Eine Infrastrukturblase entsteht, wenn Unternehmen in kurzer Zeit riesige Summen in Gebäude, Leitungen oder Rechenzentren stecken, für die es später zu wenig zahlende Nutzung gibt. Der Begriff fällt derzeit oft im Zusammenhang mit dem Bau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz.

  • Ingestion

    Ingestion bezeichnet das Einsammeln von Daten aus vielen verschiedenen Quellen und ihr Überführen in ein System, das damit weiterarbeiten kann. Es ist der erste Schritt jeder Datenverarbeitung – ohne ihn hat eine Auswertung oder eine KI schlicht nichts, worauf sie zugreifen könnte.

  • Initial Public Offering

    Ein Initial Public Offering ist der erste Verkauf von Firmenanteilen an das breite Publikum über die Börse. Ab diesem Tag kann jeder Anleger Anteile des Unternehmens kaufen und verkaufen.

  • Inkohärenz

    Inkohärenz bezeichnet Texte oder Antworten, die in sich nicht zusammenpassen: Aussagen widersprechen sich, der rote Faden reißt ab oder die Begründung führt nicht zum Ergebnis. Bei KI-Programmen, die Texte schreiben, ist Inkohärenz eine der auffälligsten Schwächen.

  • Innovator's Dilemma

    Das Innovator's Dilemma beschreibt, warum erfolgreiche Unternehmen oft an neuen Technologien scheitern: Sie hören auf ihre besten Kunden und investieren in ihr bestehendes Geschäft – genau das lässt sie neue, zunächst schlechtere Angebote unterschätzen. Der Begriff geht auf ein Buch des Harvard-Professors Clayton Christensen von 1997 zurück.

  • Inpainting

    Inpainting bezeichnet das Ausfüllen einer markierten Stelle in einem Bild durch ein Computerprogramm, das den fehlenden Inhalt passend zur Umgebung neu erzeugt. Heute übernehmen das KI-Modelle, die aus Millionen von Bildern gelernt haben, wie Oberflächen, Schatten und Muster typischerweise aussehen.

  • Input-Token

    Input-Token sind die kleinen Text-Bausteine, in die ein KI-Programm den Text zerlegt, den man ihm schickt. Ihre Zahl bestimmt, wie viel eine Anfrage kostet und wie viel Text das Programm überhaupt aufnehmen kann.

  • Insourcing

    Insourcing bedeutet, dass ein Unternehmen Aufgaben wieder selbst erledigt, die zuvor eine fremde Firma übernommen hatte. In der Technikbranche betrifft das oft Rechenzentren, Software oder eigene Chips.

  • Instagram

    Instagram ist ein soziales Netzwerk für Fotos und kurze Videos, das seit 2012 zum Facebook-Konzern Meta gehört. Was Nutzer dort zu sehen bekommen, entscheidet größtenteils eine Software, die Inhalte nach erwarteter Aufmerksamkeit sortiert.

  • Instruct-Modell

    Ein Instruct-Modell ist eine KI-Textsoftware, die zusätzlich darauf trainiert wurde, Anweisungen zu befolgen statt nur Text weiterzuschreiben. Fast jeder Chatbot, den man online benutzt, beruht auf einer solchen Variante.

  • Instruction Fine-Tuning

    Instruction Fine-Tuning ist ein Nachtraining, bei dem ein Sprachmodell lernt, Anweisungen zu befolgen statt nur Texte fortzusetzen. Es ist der Schritt, der aus einem rohen Textvorhersager einen brauchbaren Assistenten macht.

  • Instrumentalvariablen-Ansatz

    Der Instrumentalvariablen-Ansatz ist ein statistisches Verfahren, mit dem man aus Beobachtungsdaten auf echte Ursachen schließen kann. Man nutzt dafür einen zufälligen Umweg-Einfluss, der nur über den vermuteten Auslöser wirkt und sonst nichts mit dem Ergebnis zu tun hat.

  • Instrumentvariable

    Eine Instrumentvariable ist ein statistischer Trick, um aus Beobachtungsdaten trotzdem eine Ursache-Wirkung-Aussage zu gewinnen. Man nutzt dafür einen zufälligen Einflussfaktor von außen, der nur über einen einzigen Umweg auf das Ergebnis wirkt.

  • Integrated Development Environment

    Ein Integrated Development Environment (IDE) ist ein Programm, in dem man Software schreibt, ausprobiert und Fehler sucht — alles in einem Fenster. Bekannte Beispiele sind Visual Studio Code, IntelliJ IDEA und Xcode.

  • Integrierte Entwicklungsumgebung

    Eine integrierte Entwicklungsumgebung ist ein Programm, in dem Software geschrieben, gestartet und auf Fehler untersucht wird. Sie fasst die wichtigsten Werkzeuge der Programmierung in einer einzigen Oberfläche zusammen.

  • Intel Inside

    Intel Inside ist eine Werbekampagne des US-Chipherstellers Intel aus dem Jahr 1991, bei der Computerhersteller ein Intel-Logo auf ihre Geräte klebten und dafür Geld zurückbekamen. Sie machte ein unsichtbares Bauteil im Inneren des Rechners zu einer Marke, die Käufer bewusst verlangten.

  • Intelligence Index

    Der Intelligence Index ist eine Sammelnote für KI-Modelle: Mehrere Testergebnisse werden zu einer einzigen Punktzahl verrechnet, damit man Modelle direkt vergleichen kann. Bekannt gemacht hat den Begriff die Analysefirma Artificial Analysis, deren Index in Fachpresse und Firmenpräsentationen häufig zitiert wird.

  • Intelligence Layer

    Als Intelligence Layer bezeichnet man die Zwischenschicht einer Software, in der die eigentliche Denkarbeit einer KI stattfindet — zwischen der Bedienoberfläche und den Datenbanken im Hintergrund. Der Begriff ist kein technischer Standard, sondern vor allem ein Ordnungs- und Werbebegriff der Software-Branche.

  • Intent

    Ein Intent ist die Absicht, die hinter einer Äußerung eines Nutzers steckt – zum Beispiel „Termin absagen" oder „Paket verfolgen". Sprachassistenten und Chatbots ordnen jede Eingabe einem solchen Intent zu, um zu entscheiden, was sie als Nächstes tun.

  • Intent Debt

    Intent Debt bezeichnet die Lücke zwischen dem, was jemand mit einer Software eigentlich erreichen wollte, und dem, was am Ende tatsächlich gebaut wurde. Der Begriff gewinnt an Bedeutung, weil KI-Werkzeuge sehr schnell Code erzeugen, die ursprüngliche Absicht dabei aber oft nirgends festgehalten wird.

  • Intent Engineering

    Intent Engineering ist die Arbeit daran, einer KI möglichst präzise zu vermitteln, welches Ziel hinter einer Anfrage steht. Statt einzelne Anweisungen zu formulieren, beschreibt man Absicht, Rahmenbedingungen und Erfolgskriterien.

  • Intent-basiertes System

    Ein Intent-basiertes System nimmt entgegen, welches Ergebnis jemand haben möchte, und findet die nötigen Arbeitsschritte selbst heraus. Der Nutzer beschreibt also das Ziel, nicht den Weg dorthin.

  • Intent-Economy

    Die Intent-Economy ist ein Geschäftsmodell, bei dem nicht mehr Daten über das Verhalten von Menschen verkauft werden, sondern Vorhersagen über ihre Absichten – also darüber, was sie als Nächstes vorhaben. Möglich wird das, weil Menschen ihre Pläne heute oft in Chats mit KI-Programmen ausformulieren.

  • Interaction Model

    Ein Interaction Model beschreibt die festgelegten Regeln, nach denen ein Mensch und ein technisches System miteinander umgehen: welche Eingaben erlaubt sind, was sie bedeuten und was daraufhin passiert. Bei Sprachassistenten und Chatbots ist es die Struktur, die aus einem gesprochenen oder getippten Satz eine konkrete Aktion macht.

  • Interconnect

    Ein Interconnect ist die schnelle Datenverbindung zwischen den Rechenchips eines Rechenzentrums. Beim Training großer KI-Modelle entscheidet sie mit darüber, wie viel Leistung tausende Chips gemeinsam tatsächlich erreichen.

  • Interpretability

    Interpretability bezeichnet die Bemühung, nachvollziehbar zu machen, warum ein KI-System zu einer bestimmten Ausgabe kommt. Sie soll aus einer undurchsichtigen Rechenmaschine ein System machen, dessen Entscheidungen man prüfen, erklären und korrigieren kann.

  • Interpretierbarkeit

    Interpretierbarkeit bezeichnet die Frage, ob Menschen nachvollziehen können, warum ein Computerprogramm zu einem bestimmten Ergebnis kommt. Bei modernen KI-Systemen ist das schwierig, weil sie aus Millionen von Zahlen bestehen, die niemand von Hand festgelegt hat.

  • Interstate Highway System

    Das Interstate Highway System ist das Netz aus Schnellstraßen, das die USA seit 1956 überzieht und heute rund 78.000 Kilometer umfasst. Es gilt als eines der größten Bauprojekte der Geschichte und wird bis heute als Vergleichsmaßstab herangezogen, wenn Staaten in riesige Infrastruktur investieren.

  • Intonation

    Intonation ist der Verlauf von Tonhöhe, Lautstärke und Tempo beim Sprechen – also die Melodie einer Äußerung. Für KI-Systeme ist sie doppelt wichtig: Sprachcomputer müssen sie verstehen, und künstliche Stimmen müssen sie überzeugend erzeugen.

  • Invasives Gehirnimplantat

    Ein invasives Gehirnimplantat ist ein kleines elektronisches Bauteil, das bei einer Operation direkt in den Kopf eingesetzt wird und dort Nervensignale mitliest oder selbst Reize abgibt. Damit lassen sich Computer, Prothesen oder Rollstühle allein durch Gedanken steuern.

  • Investitionsausgaben

    Investitionsausgaben sind Zahlungen, mit denen ein Unternehmen langlebige Dinge wie Gebäude, Maschinen oder Rechenzentren kauft. Sie gelten nicht als normale Kosten des laufenden Jahres, sondern werden über die Nutzungsdauer verteilt.

  • Investment Banking

    Investment Banking ist das Geschäft von Banken, die großen Firmen, Staaten und Investoren beim Beschaffen von Geld und beim Kauf oder Verkauf von Unternehmen helfen. Verdient wird dabei nicht an Zinsen von Sparkonten, sondern an Gebühren für Beratung und Vermittlung.

  • Investment Grade

    Investment Grade bezeichnet die oberen Stufen einer Bonitätsnote, die Ratingagenturen an Staaten und Unternehmen vergeben. Wer diese Note trägt, gilt als vergleichsweise sicherer Schuldner und zahlt für geliehenes Geld niedrigere Zinsen.

  • Investment-Grade-Rating

    Ein Investment-Grade-Rating ist eine gute Note für die Zahlungsfähigkeit eines Schuldners. Sie besagt: Wer diesem Staat oder Unternehmen Geld leiht, bekommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zurück.

  • IP-Adresse

    Eine IP-Adresse ist die Zahlenkombination, mit der ein Gerät im Internet eindeutig ansprechbar ist. Sie funktioniert wie eine Postanschrift: Ohne sie wüsste kein Server, wohin er seine Daten schicken soll.

  • IP-Assets

    IP-Assets sind Besitztümer eines Unternehmens, die man nicht anfassen kann: Erfindungen, Marken, Software-Code oder Texte, an denen es die Rechte hält. Bei vielen Technologiefirmen machen sie den größten Teil des Unternehmenswerts aus.

  • IPO

    Ein IPO ist der erste Verkauf von Firmenanteilen an das breite Publikum über die Börse. Aus einem privaten Unternehmen mit wenigen Eigentümern wird dadurch ein öffentliches Unternehmen, dessen Anteile jeder kaufen und verkaufen kann.

  • Iranische Drohnenangriffe

    Als iranische Drohnenangriffe bezeichnet man militärische Schläge mit unbemannten Fluggeräten aus iranischer Produktion oder Entwicklung. Sie gelten als Beispiel dafür, wie billige, in Serie gebaute Technik die Kostenrechnung moderner Kriegsführung verändert.

  • Ironwood

    Ironwood ist der Name der siebten Generation von Googles selbst entwickelten KI-Rechenchips, den sogenannten TPUs. Die Chips sind besonders darauf ausgelegt, fertig trainierte KI-Modelle im laufenden Betrieb schnell und stromsparend antworten zu lassen.

  • ISO 27001

    ISO 27001 ist eine internationale Norm dafür, wie ein Unternehmen seine Informationen systematisch schützt. Wer sie erfüllt, kann sich das von unabhängigen Prüfern bestätigen lassen und damit Kunden gegenüber Sicherheit nachweisen.

  • ISO/OSI-Schicht

    Das ISO/OSI-Modell teilt die Kommunikation zwischen Computern in sieben aufeinander aufbauende Schichten auf, von der Kabelverbindung bis zur Anwendung. Jede einzelne dieser Ebenen heißt ISO/OSI-Schicht und erledigt genau eine Teilaufgabe der Datenübertragung.

  • Isolate

    Ein Isolate ist ein abgeschotteter Arbeitsbereich, in dem ein Programm läuft, ohne an die Daten anderer Programme auf demselben Computer heranzukommen. Große Cloud-Anbieter nutzen Isolates, um tausende fremde Programme gleichzeitig und trotzdem sicher auf einem Server auszuführen.

  • Issue-Sortierung

    Issue-Sortierung ist das Ordnen eingehender Fehlermeldungen und Änderungswünsche in einem Software-Projekt: Was ist dringend, was kann warten, wer kümmert sich? Zunehmend übernehmen KI-Systeme diesen Schritt, weil große Projekte täglich hunderte solcher Meldungen bekommen.

  • IT-Forensik

    IT-Forensik ist die systematische Untersuchung von Computern, Handys und Netzwerken nach einem Angriff oder einer Straftat. Ziel ist es, Spuren so zu sichern und auszuwerten, dass sie später vor Gericht oder im Bericht an die Geschäftsführung Bestand haben.

  • ITAR

    ITAR ist ein US-Regelwerk, das den Export von Rüstungsgütern und dem dazugehörigen technischen Wissen kontrolliert. Es betrifft nicht nur Waffen, sondern auch Software, Baupläne und Daten – und damit zunehmend auch Technologiefirmen.

J

  • J-Kurve

    Die J-Kurve beschreibt einen Verlauf, bei dem es nach einer Veränderung zuerst schlechter und erst später besser wird. Der Name kommt von der Form des Buchstabens J: erst ein Abwärtshaken, dann ein langer Anstieg.

  • Jacobian Lens

    Die Jacobian Lens ist ein Analyseverfahren, das misst, wie stark sich die Ausgabe eines KI-Systems ändert, wenn man die Eingabe minimal verändert. Sie macht damit sichtbar, welche Teile einer Eingabe ein Modell tatsächlich beeinflussen — und welche es praktisch ignoriert.

  • Jagged Technological Frontier

    Jagged Technological Frontier beschreibt die Beobachtung, dass KI-Systeme bei ähnlich schwierig wirkenden Aufgaben extrem unterschiedlich gut abschneiden. Die Grenze ihrer Fähigkeiten verläuft nicht glatt, sondern zackig – und ist von außen kaum vorhersehbar.

  • Jahresrate

    Eine Jahresrate rechnet einen Wert, der eigentlich für einen kürzeren Zeitraum gemessen wurde, auf ein ganzes Jahr hoch. In Tech-News steht sie oft hinter Umsatzangaben von KI-Firmen: Der Umsatz eines Monats wird mit zwölf multipliziert und als Jahreszahl genannt.

  • Jailbreak

    Ein Jailbreak ist ein geschickt formulierter Text, mit dem jemand ein KI-Sprachprogramm dazu bringt, seine eigenen Regeln zu brechen. Der Anbieter hat dem Programm bestimmte Antworten verboten, der Jailbreak umgeht dieses Verbot.

  • JEPA

    JEPA ist ein von Yann LeCun vorgeschlagener Entwurf für lernende Systeme, die Vorhersagen nicht über Pixel oder Wörter treffen, sondern über eine abstrakte innere Beschreibung des Inhalts. Ziel ist ein Modell, das die Welt versteht, statt Details auswendig zu rekonstruieren.

  • Jevons-Paradoxon

    Das Jevons-Paradoxon beschreibt eine überraschende Beobachtung: Wenn die Nutzung einer Ressource billiger wird, sinkt der Gesamtverbrauch oft nicht, sondern steigt. In der KI-Debatte dient es als Argument, warum effizientere Modelle den Strom- und Chipbedarf eher erhöhen als senken.

  • Jinja2-Template-Injection

    Bei einer Jinja2-Template-Injection schmuggelt ein Angreifer eigene Rechenanweisungen in eine Textvorlage, die ein Webserver ausfüllt. Im schlimmsten Fall führt der Server dadurch fremden Programmcode aus und gibt Passwörter oder ganze Systeme preis.

  • Johnson-Lindenstrauss-Transformation

    Die Johnson-Lindenstrauss-Transformation ist ein mathematisches Verfahren, das lange Zahlenlisten auf wenige Zahlen verkürzt, ohne die Abstände zwischen ihnen wesentlich zu verfälschen. Sie macht Suchsysteme und KI-Anwendungen schneller und speichersparender, weil sie mit deutlich weniger Daten fast gleich gute Ergebnisse liefert.

  • Joint Venture

    Ein Joint Venture ist eine Zusammenarbeit von zwei oder mehr Unternehmen, die dafür ein gemeinsames neues Unternehmen gründen oder ein Projekt gemeinsam betreiben. Beide Seiten bringen Geld, Wissen oder Anlagen ein und teilen sich Gewinne, Kosten und Risiken.

  • JSX

    JSX ist eine Erweiterung der Programmiersprache JavaScript, mit der man den Aufbau einer Webseite direkt im Programmcode notieren kann. Die Schreibweise sieht aus wie HTML, wird vor dem Ausführen aber automatisch in normales JavaScript übersetzt.

  • Judge-Modell

    Ein Judge-Modell ist ein KI-Programm, das die Antworten eines anderen KI-Programms bewertet und benotet. Es ersetzt einen Teil der Arbeit, die sonst menschliche Prüfer erledigen müssten.

  • Judo-Move

    Ein Judo-Move ist ein Geschäftsmanöver, bei dem ein kleines Unternehmen die Stärke eines großen Konkurrenten gegen ihn selbst verwendet. Statt frontal anzugreifen, nutzt der Kleinere genau die Dinge aus, an denen der Große gebunden ist: sein Geschäftsmodell, seine Größe oder sein Ruf.

  • Just-in-Time UI

    Just-in-Time UI bezeichnet Bedienoberflächen, die erst im Moment der Nutzung von einem KI-System erzeugt werden, passend zur konkreten Aufgabe. Statt fester Menüs und Formulare entsteht jedes Mal genau die Ansicht, die gerade gebraucht wird.

  • Just-in-Time-Fertigung

    Just-in-Time-Fertigung ist eine Art zu produzieren, bei der Material erst dann geliefert wird, wenn es tatsächlich verbaut wird. Das spart Lagerkosten, macht die Produktion aber anfällig für Störungen in der Lieferkette.

  • JWT

    Ein JWT ist ein kleines digitales Ausweisdokument, das ein Server ausstellt und mit einer Signatur gegen Fälschung schützt. Damit weist ein Programm bei jeder Anfrage nach, wer es ist, ohne dass der Server sich das merken muss.

K

  • Kalibrierung (Machine Learning)

    Kalibrierung beschreibt, ob die Sicherheitsangaben eines lernenden Computerprogramms zur Wirklichkeit passen. Sagt ein System bei tausend Fällen „80 Prozent sicher“ und liegt es in etwa 800 Fällen richtig, ist es gut kalibriert.

  • Kambrische Explosion

    „Kambrische Explosion" ist ein aus der Erdgeschichte entlehntes Bild für eine Phase, in der plötzlich sehr viele neue Varianten von etwas entstehen. In der Tech-Branche beschreibt der Ausdruck heute vor allem die Flut neuer KI-Produkte, Modelle und Firmen seit 2022.

  • Kanarienvogel im Kohlebergwerk

    Der Kanarienvogel im Kohlebergwerk ist ein Bild für ein Frühwarnsignal: etwas Empfindliches zeigt eine Gefahr an, bevor sie alle trifft. In der Technikwelt bezeichnet der Begriff außerdem konkrete Verfahren, bei denen eine Neuerung zuerst an einer kleinen Gruppe getestet wird.

  • Kandidatengenerierung

    Kandidatengenerierung ist der erste Schritt in Empfehlungs- und Suchsystemen: Aus Millionen möglichen Einträgen wird blitzschnell eine kleine Vorauswahl gezogen. Erst danach entscheidet ein zweiter, genauerer Schritt, was der Nutzer wirklich zu sehen bekommt.

  • Keiretsu

    Ein Keiretsu ist ein japanischer Firmenverbund, in dem sich mehrere eigenständige Unternehmen über Kapitalbeteiligungen, gemeinsame Banken und langfristige Lieferbeziehungen aneinander binden. Diese Netzwerke prägen die japanische Wirtschaft bis heute, etwa bei Toyota, Mitsubishi oder Sumitomo.

  • Kelvin-Helmholtz-Instabilität

    Die Kelvin-Helmholtz-Instabilität entsteht, wenn zwei Schichten einer Flüssigkeit oder eines Gases mit unterschiedlicher Geschwindigkeit aneinander vorbeiströmen. Aus der glatten Grenzfläche werden dann Wellen, die sich zu charakteristischen Wirbeln einrollen.

  • Kernel

    Ein Kernel ist der innerste Kern eines Betriebssystems: das Programm, das den Zugriff auf Prozessor, Speicher und Geräte verwaltet. In der KI-Welt meint das Wort außerdem ein kleines Rechenprogramm, das auf einer Grafikkarte tausendfach parallel dieselbe Berechnung ausführt.

  • Key-Value-Cache

    Der Key-Value-Cache ist ein Zwischenspeicher, in dem ein Sprachmodell seine Zwischenergebnisse zu bereits geschriebenem Text aufbewahrt. Dadurch muss es beim nächsten Wort nicht den gesamten Text erneut durchrechnen, was Antworten deutlich schneller und billiger macht.

  • KI-Agent

    Ein KI-Agent ist ein Computerprogramm, das ein Ziel selbstständig in mehrere Schritte zerlegt und diese Schritte auch ausführt. Es antwortet also nicht nur, sondern benutzt dabei Werkzeuge wie Suchmaschinen, Kalender oder andere Programme.

  • KI-Agent

    Ein KI-Agent ist ein Computerprogramm, das ein Ziel selbstständig in mehrere Schritte zerlegt und diese Schritte auch ausführt. Anders als ein reiner Chatbot antwortet er nicht nur, sondern nutzt Werkzeuge wie Suchmaschinen, Kalender oder Programmcode.

  • KI-Agent

    Ein KI-Agent ist ein Computerprogramm, das ein Ziel selbstständig in einzelne Schritte zerlegt und diese Schritte auch ausführt. Es antwortet also nicht nur, sondern handelt: Es sucht im Netz, schreibt Dateien oder verschickt Nachrichten.

  • KI-Beschleuniger

    Ein KI-Beschleuniger ist ein Computerchip, der speziell für die Rechenaufgaben künstlicher Intelligenz gebaut ist. Er erledigt die immer gleichen Zahlenberechnungen solcher Programme viel schneller und stromsparender als ein normaler Hauptprozessor.

  • KI-Coding-Agent

    Ein KI-Coding-Agent ist ein Programm, das eine Programmieraufgabe in mehreren selbstständigen Schritten bearbeitet: Es liest den bestehenden Code, ändert Dateien, testet das Ergebnis und korrigiert sich bei Fehlern. Anders als ein bloßer Vorschlagsdienst arbeitet er über längere Zeit weitgehend ohne Rückfrage.

  • KI-Detektor

    Ein KI-Detektor ist ein Programm, das schätzt, ob ein Text oder ein Bild von einem Menschen oder von einer Maschine erzeugt wurde. Es liefert immer nur eine Wahrscheinlichkeit, keinen Beweis – und irrt sich häufiger, als viele Nutzer annehmen.

  • KI-nativ

    „KI-nativ“ beschreibt Produkte oder Unternehmen, die von Anfang an um künstliche Intelligenz herum gebaut wurden — statt sie später an ein fertiges Produkt anzuhängen. Der Begriff ist kein technischer Standard, sondern eine Beschreibung dafür, wie zentral die Technik im Aufbau steckt.

  • KI-Skills

    KI-Skills sind die Fähigkeiten, die man braucht, um mit Programmen wie ChatGPT sinnvoll und kritisch zu arbeiten. Dazu gehören gute Anweisungen formulieren, Ergebnisse überprüfen und einschätzen, wofür sich solche Programme überhaupt eignen.

  • KI-Stack

    Der KI-Stack ist die Gesamtheit der Schichten, die nötig sind, damit ein KI-Produkt funktioniert: von den Chips über die Rechenzentren und die Modelle bis zur App, die man selbst bedient. Der Begriff hilft, den Markt zu ordnen, weil in jeder Schicht andere Firmen Geld verdienen.

  • Kill Switch

    Ein Kill Switch ist ein Notausschalter, mit dem ein technisches System sofort gestoppt werden kann. In der Debatte um künstliche Intelligenz meint der Begriff die Möglichkeit, ein Programm im Notfall abzuschalten, wenn es Schaden anrichtet.

  • Kill-Chain

    Die Kill-Chain beschreibt einen Angriff auf ein Computersystem als Kette von Schritten, die nacheinander ablaufen müssen. Wer einen einzigen dieser Schritte blockiert, stoppt den gesamten Angriff.

  • Kimi K2.5

    Kimi K2.5 ist ein KI-Sprachmodell des chinesischen Unternehmens Moonshot AI, das Texte versteht, schreibt und Aufgaben in mehreren Schritten abarbeitet. Es gehört zu den offen verfügbaren Modellen, die westliche Spitzenmodelle bei deutlich niedrigeren Kosten herausfordern.

  • Klassifikation (Machine Learning)

    Klassifikation bedeutet, dass ein Computerprogramm einen Fall einer von mehreren vorgegebenen Kategorien zuordnet, etwa eine E-Mail als Spam oder Nicht-Spam. Das Programm lernt diese Zuordnung vorher aus vielen Beispielen, bei denen die richtige Kategorie bereits bekannt war.

  • Klinisch-pathologische Konferenz

    Die klinisch-pathologische Konferenz ist eine Lehrveranstaltung in Krankenhäusern, bei der ein echter Patientenfall Schritt für Schritt vorgestellt wird, ohne dass die Zuhörer die Lösung kennen. Am Ende wird die tatsächliche Diagnose aufgedeckt und mit den Vermutungen der Ärzte verglichen. In der KI-Welt dient dieses Format heute als anspruchsvoller Test für medizinische Sprachmodelle.

  • Klinische Studie

    Eine klinische Studie ist ein geplanter Test an Menschen, der prüft, ob ein neues Medikament oder Verfahren wirklich hilft und wie sicher es ist. Sie läuft in mehreren Phasen mit immer mehr Teilnehmern und entscheidet darüber, ob ein Produkt zugelassen wird.

  • Knight'sche Unsicherheit

    Knight'sche Unsicherheit bezeichnet Situationen, in denen man die Wahrscheinlichkeiten für mögliche Ergebnisse nicht kennt und auch nicht berechnen kann. Sie unterscheidet sich vom Risiko, bei dem die Wahrscheinlichkeiten bekannt sind — und sie ist der Grund, warum Prognosen zu neuen Technologien oft scheitern.

  • Know Your Customer

    Know Your Customer bezeichnet die gesetzlich vorgeschriebene Pflicht von Banken und ähnlichen Unternehmen, die Identität ihrer Kunden zu prüfen und zu dokumentieren. Ziel ist es, Geldwäsche, Betrug und die Finanzierung von Kriminalität zu erschweren.

  • Knowledge Decay

    Knowledge Decay bezeichnet das Veralten des Wissens, das ein KI-System beim Lernen aufgenommen hat. Das System bleibt auf dem Stand seiner Lerndaten, während sich die Welt weiterdreht — und liefert deshalb mit der Zeit immer öfter überholte Antworten.

  • Knowledge Distillation

    Knowledge Distillation ist ein Trainingsverfahren, bei dem ein großes, teures KI-Modell einem kleineren beibringt, sich ähnlich zu verhalten. Das kleine Modell braucht danach weniger Rechenleistung und passt oft sogar auf ein Smartphone.

  • Knowledge Graph

    Ein Knowledge Graph ist eine Sammlung von Wissen, die nicht aus Texten oder Tabellen besteht, sondern aus Dingen und den Verbindungen zwischen ihnen. Suchmaschinen, Sprachassistenten und Unternehmensdatenbanken nutzen diese Struktur, um Fragen zu beantworten, die mehrere Fakten miteinander kombinieren.

  • Knowledge-Work-Architektur

    Eine Knowledge-Work-Architektur ist der geplante Aufbau aller Programme, Datenspeicher und Regeln, mit denen ein Unternehmen Büroarbeit von Software unterstützen oder übernehmen lässt. Sie beschreibt, welches Werkzeug welche Aufgabe erledigt, woher es seine Informationen bekommt und wo ein Mensch entscheiden muss.

  • Kognitive Architektur

    Eine kognitive Architektur ist ein Bauplan dafür, wie die einzelnen Teile eines denkenden Systems zusammenarbeiten: Wahrnehmung, Gedächtnis, Entscheidung und Handlung. Sie beschreibt nicht ein einzelnes Programm, sondern das feste Grundgerüst, in dem verschiedene Aufgaben gelöst werden.

  • Kognitive Belastung

    Kognitive Belastung beschreibt, wie viel unser Arbeitsgedächtnis in einem Moment gleichzeitig verarbeiten muss. Der Begriff stammt aus der Lernpsychologie und wird heute genutzt, um Software, Benutzeroberflächen und KI-Werkzeuge verständlicher zu gestalten.

  • Kognitive Überlastung

    Kognitive Überlastung beschreibt den Zustand, in dem ein Mensch mehr Informationen gleichzeitig verarbeiten soll, als sein Kurzzeitgedächtnis fassen kann. Die Folge sind Fehler, langsameres Arbeiten und das Gefühl, den Überblick zu verlieren – ein zentrales Thema beim Gestalten von Software und KI-Werkzeugen.

  • Kollektive Intelligenz

    Kollektive Intelligenz bezeichnet die Fähigkeit einer Gruppe, gemeinsam bessere Lösungen zu finden, als ein einzelnes Mitglied es könnte. In der Technik nutzt man das Prinzip, wenn viele Menschen, Sensoren oder Programme ihr Wissen zu einem Gesamtergebnis bündeln.

  • Kommanditgesellschaft

    Die Kommanditgesellschaft ist eine deutsche Unternehmensform mit zwei Sorten von Teilhabern: einem, der unbeschränkt mit seinem Privatvermögen haftet und die Firma leitet, und weiteren, die nur Geld einlegen und höchstens dieses Geld verlieren können. Sie ist damit eine Mischung aus Führung durch wenige und Finanzierung durch viele.

  • Kommandozeile

    Die Kommandozeile ist eine Bedienweise für Computer, bei der man Befehle als Text eintippt statt auf Symbole zu klicken. Sie gilt als altmodisch, ist aber bei Programmierern und in der KI-Entwicklung bis heute das wichtigste Werkzeug.

  • Kommandozeilen-Interface

    Ein Kommandozeilen-Interface ist eine Bedienung des Computers durch getippte Befehle statt durch Klicks auf Symbole. Es wirkt altmodisch, ist aber in der Software-Entwicklung und auf Servern bis heute die schnellste und genaueste Art zu arbeiten.

  • Kommodifizierung

    Kommodifizierung beschreibt, wie ein Produkt vom seltenen Sonderfall zur austauschbaren Massenware wird. In der KI-Branche bedeutet das: Sprachmodelle ähneln sich immer stärker, der Preis fällt, und der Anbieter wird beliebig.

  • Komparativer Vorteil

    Der komparative Vorteil beschreibt, dass sich Arbeitsteilung selbst dann lohnt, wenn eine Seite alles besser kann als die andere. Entscheidend ist nicht, wer schneller ist, sondern worauf jede Seite verzichtet, wenn sie eine Aufgabe übernimmt.

  • Kompetenzfalle

    Die Kompetenzfalle beschreibt, wie ein Unternehmen an einer Methode festhält, weil es darin sehr gut geworden ist – und deshalb eine bessere neue Methode übersieht. Der bisherige Erfolg wird so zur Ursache des späteren Scheiterns.

  • Konnektionismus

    Der Konnektionismus ist die Idee, dass geistige Leistungen wie Erkennen oder Sprechen aus dem Zusammenspiel sehr vieler einfacher, miteinander verbundener Recheneinheiten entstehen. Er ist die theoretische Grundlage der heutigen künstlichen neuronalen Netze und damit fast aller modernen KI-Systeme.

  • Konnektor

    Ein Konnektor ist ein fertiges Verbindungsstück zwischen zwei Programmen: Er sorgt dafür, dass eine Software Daten aus einem anderen System lesen oder dorthin schreiben kann. In der KI-Welt sind Konnektoren das, was ein Sprachmodell mit Firmendaten wie E-Mails, Datenbanken oder Cloud-Speichern verbindet.

  • Konnektor

    Ein Konnektor ist ein fertiges Verbindungsstück zwischen zwei Programmen, das dafür sorgt, dass Daten von einem System in ein anderes gelangen. In der KI-Welt sind Konnektoren das, was einen Chatbot mit E-Mails, Firmendokumenten oder Datenbanken verbindet.

  • Konsens-Output

    Ein Konsens-Output ist die Antwort, auf die sich mehrere Rechendurchläufe eines Programms mehrheitlich einigen. Statt eine einzelne Ausgabe zu übernehmen, lässt man dieselbe Aufgabe mehrfach lösen und wählt das Ergebnis, das am häufigsten vorkommt.

  • Konsolidierung

    Konsolidierung bezeichnet den Vorgang, bei dem aus vielen einzelnen Anbietern einer Branche wenige große werden – meist durch Übernahmen und Zusammenschlüsse. In der Tech- und KI-Branche folgt auf jede Gründungswelle üblicherweise eine solche Phase.

  • Konsumerisierung

    Konsumerisierung beschreibt, dass neue Technik heute zuerst bei Privatleuten ankommt und erst danach in Firmen und Behörden. Früher war es umgekehrt: Große Organisationen bekamen das Neue zuerst, Privatpersonen viel später.

  • Kontext-Token

    Kontext-Token sind die kleinen Textbausteine, die ein KI-Sprachprogramm gleichzeitig vor Augen hat, während es eine Antwort schreibt. Ihre Zahl begrenzt, wie viel Text das Programm auf einmal berücksichtigen kann – und sie bestimmt auch, was die Nutzung kostet.

  • Kontextfenster

    Das Kontextfenster ist die Menge an Text, die ein KI-Sprachprogramm gleichzeitig überblicken kann. Alles außerhalb dieses Fensters existiert für das Programm im Moment der Antwort nicht.

  • Kontinuierliches Lernen

    Kontinuierliches Lernen bezeichnet die Fähigkeit eines Computerprogramms, immer weiter dazuzulernen, ohne das früher Gelernte zu vergessen. Bei heutigen KI-Systemen ist genau das ein ungelöstes Problem: Neues Wissen überschreibt oft altes.

  • Kontrastive Paare

    Kontrastive Paare sind zwei Beispiele, die man einem lernenden Computerprogramm absichtlich gemeinsam zeigt: eines, das erwünscht ist, und eines, das es nicht ist. Aus dem Unterschied zwischen beiden lernt das Programm schneller und genauer als aus einzelnen Beispielen.

  • Kontrastives Pruning

    Kontrastives Pruning ist ein Verfahren, bei dem man aus einem trainierten KI-Modell überflüssige Bauteile entfernt und dabei mit Gegenbeispielen prüft, welche Teile wirklich wichtig sind. Ziel ist ein kleineres, schnelleres Modell, das trotzdem die Unterschiede zwischen ähnlichen Eingaben erkennt.

  • Konversationsbasierte Werbeformate

    Konversationsbasierte Werbeformate sind Anzeigen, die innerhalb eines Gesprächs mit einem Computerprogramm erscheinen, etwa in einem Chatfenster. Statt eines starren Werbebanners wird die Werbung Teil des Dialogs und richtet sich nach dem, was der Nutzer gerade gefragt hat.

  • Konversionsrate

    Die Konversionsrate gibt an, welcher Anteil der Besucher einer Website oder App eine gewünschte Handlung tatsächlich ausführt, etwa einen Kauf oder eine Anmeldung. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Onlinegeschäft, weil sie zeigt, wie gut aus Aufmerksamkeit echtes Geschäft wird.

  • Kortex

    Der Kortex ist die äußere, gefaltete Schicht des menschlichen Gehirns, in der Wahrnehmung, Sprache und Denken verarbeitet werden. In der KI-Welt dient er als Vorbild und Namensgeber: Viele Fachbegriffe und Produktnamen berufen sich auf seinen Aufbau aus gleichartigen, in Schichten organisierten Nervenzellen.

  • Kosten pro Aufgabe

    Kosten pro Aufgabe geben an, wie viel Geld ein KI-System braucht, um eine vollständige Arbeit zu Ende zu bringen – etwa einen Text zu übersetzen oder eine Rechnung zu prüfen. Die Kennzahl ist aussagekräftiger als der Preis einzelner Rechenschritte, weil sie alle Versuche und Korrekturen mitzählt.

  • Kosten pro erledigter Aufgabe

    Kosten pro erledigter Aufgabe geben an, wie viel Geld ein KI-System braucht, um einen vollständigen Auftrag fertig zu bringen — etwa eine Rechnung zu prüfen oder einen Text zu übersetzen. Die Kennzahl zählt alle Versuche und Zwischenschritte mit, auch die missglückten.

  • Kosten pro Task

    Kosten pro Task misst, wie viel Geld ein Computersystem braucht, um eine vollständige Aufgabe zu erledigen — etwa einen Text zu übersetzen oder eine Rechnung zu prüfen. Die Kennzahl ist wichtig geworden, weil sie den Preis von Software direkt mit dem Preis menschlicher Arbeit vergleichbar macht.

  • Kosten pro Token

    Kosten pro Token geben an, wie viel Geld eine einzelne Texteinheit kostet, die ein KI-Sprachprogramm liest oder schreibt. Die Kennzahl ist der übliche Maßstab dafür, wie teuer der Betrieb solcher Programme ist.

  • KPI

    Ein KPI ist eine ausgewählte Messzahl, an der ein Unternehmen ablesen will, ob es seine Ziele erreicht. Der Begriff steht für "Key Performance Indicator", also für eine Kennzahl, die als besonders aussagekräftig gilt.

  • Krankendomäne

    Die Krankendomäne bezeichnet den medizinischen Anwendungsbereich, in dem ein KI-System arbeitet – also alles rund um Krankheiten, Diagnosen und Behandlung. Weil hier Fehler Menschenleben kosten können, gelten dort strengere Regeln als in fast jedem anderen Einsatzgebiet.

  • Kreditkartendaten

    Kreditkartendaten sind die Angaben, mit denen man mit einer Kreditkarte bezahlen kann: Kartennummer, Name, Gültigkeitsdatum und Prüfziffer. Weil diese wenigen Zahlen für eine Zahlung ausreichen, sind sie ein beliebtes Ziel von Datendiebstahl und werden deshalb streng geschützt.

  • Kriegssimulation

    Eine Kriegssimulation ist das Durchspielen eines militärischen Konflikts am Modell statt in der Realität — früher auf Karten mit Spielfiguren, heute meist am Computer. Seit einigen Jahren testen Forschende auch KI-Systeme in solchen Szenarien und beobachten, wie schnell diese zu Gewalt greifen.

  • Kryptoanalyse

    Kryptoanalyse ist die Wissenschaft davon, verschlüsselte Nachrichten zu lesen, ohne den passenden Schlüssel zu besitzen. Sie deckt Schwächen in Verschlüsselungsverfahren auf und entscheidet damit, welchen Verfahren wir im Internet vertrauen können.

  • Kryptografisches Schlüsselpaar

    Ein kryptografisches Schlüsselpaar besteht aus zwei zusammengehörigen Zahlenfolgen: einer darf jeder kennen, die andere bleibt geheim. Was mit der einen gesichert wurde, lässt sich nur mit der anderen öffnen oder überprüfen – die Grundlage von HTTPS, digitalen Signaturen und Krypto-Wallets.

  • Ku-Band

    Das Ku-Band ist ein Frequenzbereich von etwa 12 bis 18 Gigahertz, in dem Satelliten Funksignale zur Erde senden und empfangen. Es ist der Bereich, über den klassisches Satellitenfernsehen und ein großer Teil des Satelliten-Internets läuft.

  • Kubernetes

    Kubernetes ist eine Software, die verpackte Programme automatisch auf viele Server verteilt, startet, überwacht und bei Bedarf vervielfacht. Sie ist heute der Standard, mit dem große Online-Dienste und KI-Anwendungen betrieben werden.

  • Kundenbindung

    Kundenbindung beschreibt, wie gut es einem Unternehmen gelingt, bestehende Kunden dauerhaft zu halten, statt sie an die Konkurrenz zu verlieren. Sie gilt als eine der wichtigsten Kennzahlen für den langfristigen Wert eines Geschäftsmodells, besonders bei Abos und digitalen Diensten.

  • Kurs-Umsatz-Verhältnis

    Das Kurs-Umsatz-Verhältnis zeigt, wie viel eine Aktie im Vergleich zu den Verkaufserlösen des Unternehmens kostet. Es wird oft bei jungen Technologiefirmen benutzt, die noch keinen Gewinn machen.

  • Kursziel

    Ein Kursziel ist der Preis, den ein Analyst für eine Aktie in etwa zwölf Monaten erwartet. Es ist eine Schätzung auf Basis von Annahmen über das Unternehmen – keine Zusage und keine Vorhersage, die eintreffen muss.

  • KV-Cache

    Der KV-Cache ist ein Zwischenspeicher, in dem ein Sprachmodell seine Rechenergebnisse zu bereits geschriebenen Wörtern behält. Dadurch muss es beim nächsten Wort nicht den gesamten Text neu durchrechnen, was Antworten deutlich schneller und günstiger macht.

  • KYC-Prüfung

    Die KYC-Prüfung ist der Vorgang, bei dem eine Bank oder ein Finanzdienstleister die Identität eines neuen Kunden überprüft, bevor dieser ein Konto nutzen darf. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben und soll verhindern, dass Kriminelle Geld über anonyme Konten waschen.

L

  • LAB Benchmark

    LAB ist ein von IBM und dem MIT-IBM Watson AI Lab entwickeltes Verfahren, das Sprachmodelle mit künstlich erzeugten Übungsdaten nachtrainiert. Der zugehörige Benchmark misst, wie gut ein so trainiertes Modell im Vergleich zu Modellen abschneidet, die mit teuren, von Menschen geschriebenen Daten verbessert wurden.

  • Labor Day

    Der Labor Day ist ein gesetzlicher Feiertag in den USA und in Kanada, der am ersten Montag im September begangen wird und den arbeitenden Menschen gewidmet ist. Für Finanzmärkte bedeutet er einen Handelstag weniger, für viele Amerikaner das inoffizielle Ende des Sommers.

  • Lakehouse

    Ein Lakehouse ist ein Speicherkonzept für sehr große Datenmengen, das billige Massenspeicherung mit geordneten, sofort auswertbaren Tabellen verbindet. Es soll die Vorteile eines Datensees und eines klassischen Datenlagers in einem einzigen System vereinen.

  • LALM

    Ein LALM ist ein KI-System, das gesprochene Sprache, Musik und Geräusche direkt verarbeitet und darauf in Textform oder mit Sprache antwortet. Es verbindet die Fähigkeiten eines Chatbots mit einem Gehör, statt Ton vorher in Text umschreiben zu müssen.

  • Language Processing Unit

    Eine Language Processing Unit (LPU) ist ein Spezialchip, der ausschließlich dafür gebaut ist, fertige Sprach-KI-Modelle Wort für Wort antworten zu lassen. Sie soll Texte deutlich schneller ausgeben als die üblichen Grafikkarten, kann dafür aber weniger andere Aufgaben.

  • Langzeitkohärenz

    Langzeitkohärenz beschreibt die Fähigkeit eines KI-Systems, über sehr lange Texte, Gespräche oder Arbeitsabläufe hinweg widerspruchsfrei zu bleiben. Sie gilt als eine der größten offenen Schwächen heutiger Sprachmodelle.

  • Laravel

    Laravel ist eine kostenlose Sammlung fertiger Bausteine für die Programmiersprache PHP, mit der man Webseiten und Web-Anwendungen baut. Es nimmt Entwicklern wiederkehrende Arbeiten wie Login, Datenbankzugriff oder E-Mail-Versand ab.

  • Large Language Model

    Ein Large Language Model ist ein Computerprogramm, das aus riesigen Textmengen gelernt hat, welche Wörter typischerweise aufeinander folgen. Auf dieser Grundlage schreibt es Texte, beantwortet Fragen und übersetzt – Wort für Wort, ohne zu verstehen wie ein Mensch.

  • Largest Contentful Paint

    Largest Contentful Paint ist eine Messgröße für Webseiten. Sie gibt an, nach wie vielen Sekunden das größte sichtbare Element einer Seite fertig geladen ist – meist ein Bild oder eine Überschrift.

  • Lark

    Lark ist eine Software für die Zusammenarbeit im Büro, die Chat, Videokonferenzen, Kalender, Dokumente und Formulare in einer einzigen App bündelt. Sie stammt vom chinesischen Konzern ByteDance, der auch TikTok betreibt, und heißt in China Feishu.

  • Latent Mixture-of-Experts

    Latent Mixture-of-Experts ist eine Bauweise für KI-Modelle, bei der pro Anfrage nur wenige spezialisierte Teilmodule rechnen — und die Auswahl auf einer verdichteten Zwischendarstellung der Eingabe beruht statt auf dem rohen Text. Das spart Rechenzeit und soll die Zuständigkeiten der Module sauberer trennen.

  • Latent Space

    Der Latent Space ist die interne Zahlendarstellung, in die ein KI-System Bilder, Texte oder Töne übersetzt, bevor es damit weiterarbeitet. Ähnliche Inhalte landen darin nah beieinander, und genau diese Nachbarschaft macht Suche, Empfehlungen und Bildgeneratoren möglich.

  • Latenz

    Latenz ist die Wartezeit zwischen einer Anfrage und der ersten Reaktion darauf – etwa zwischen dem Absenden einer Frage an einen Chatbot und dem ersten Wort der Antwort. Sie wird meist in Millisekunden gemessen und entscheidet darüber, ob sich ein Dienst flüssig oder träge anfühlt.

  • Lateral Movement

    Lateral Movement bezeichnet das schrittweise Weiterwandern eines Angreifers von einem geknackten Computer zum nächsten innerhalb desselben Firmennetzes. Ziel ist es, von einem unwichtigen Einstiegspunkt aus die wirklich wertvollen Systeme zu erreichen.

  • LaTeX

    LaTeX ist ein System, mit dem man Texte nicht klickend gestaltet, sondern über Befehle im Text beschreibt. Es wird vor allem für wissenschaftliche Arbeiten genutzt, weil es Formeln, Literaturverzeichnisse und Querverweise sehr zuverlässig setzt.

  • Layer (Bildbearbeitung)

    Ein Layer ist eine einzelne Bildebene in einem Bearbeitungsprogramm, die über oder unter anderen Ebenen liegt und getrennt von ihnen verändert werden kann. Erst zusammen ergeben alle Ebenen das sichtbare Bild.

  • Layering

    Layering ist die zweite Stufe der Geldwäsche: Kriminelles Geld wird durch viele schnelle Umbuchungen, Käufe und Firmen so oft verschoben, dass seine Herkunft nicht mehr nachvollziehbar ist. Banken und Behörden setzen heute Software ein, die solche Muster in Millionen Transaktionen automatisch aufspürt.

  • LazyAR

    LazyAR bezeichnet einen Ansatz, bei dem eine Brille oder ein Smartphone eingeblendete Zusatzinformationen nur dann neu berechnet, wenn sich wirklich etwas geändert hat. Statt jedes Bild von Grund auf neu zu erzeugen, werden vorhandene Ergebnisse weiterverwendet – das spart Rechenleistung und Akku.

  • LCD

    LCD steht für Liquid Crystal Display, auf Deutsch Flüssigkristallanzeige. Es ist die Bildschirmtechnik, bei der eine Lampe hinter dem Bildschirm dauerhaft leuchtet und eine Schicht aus steuerbaren Flüssigkristallen dieses Licht pro Bildpunkt durchlässt oder blockiert.

  • Lead-Qualifikation

    Lead-Qualifikation ist die Prüfung, welche Interessenten eines Unternehmens wirklich als Kunden in Frage kommen. Software und zunehmend KI-Systeme übernehmen dabei die Vorsortierung, damit Verkäufer ihre Zeit auf die aussichtsreichsten Kontakte konzentrieren.

  • Lead-Qualifizierung

    Lead-Qualifizierung ist die Prüfung, welche Interessenten eines Unternehmens wirklich Aussicht auf einen Kaufabschluss bieten. Ziel ist es, die Arbeitszeit des Vertriebs auf die aussichtsreichsten Kontakte zu lenken statt auf alle gleichmäßig zu verteilen.

  • Leaderboard

    Ein Leaderboard ist eine öffentliche Rangliste, in der KI-Programme nach ihren Ergebnissen in standardisierten Tests sortiert werden. Solche Listen bestimmen mit, welche Anbieter als führend gelten – obwohl sie leicht zu manipulieren sind und nur einen Teil der Wirklichkeit messen.

  • Lean

    Lean ist eine Programmiersprache, in der man mathematische Beweise so aufschreibt, dass ein Computer sie Schritt für Schritt auf Fehler prüfen kann. In der KI-Forschung dient Lean als strenger Schiedsrichter: Es sagt zuverlässig, ob eine von einem Programm erzeugte Lösung wirklich korrekt ist.

  • Lean (Beweisassistent)

    Lean ist ein Computerprogramm, in dem man mathematische Beweise so aufschreibt, dass der Rechner jeden Schritt auf Korrektheit prüft. Es gilt inzwischen als wichtiges Werkzeug, um mathematische Ergebnisse von KI-Systemen zuverlässig zu überprüfen.

  • Learning OS

    Ein Learning OS ist eine Lernplattform, die alle Lernschritte eines Nutzers zentral verwaltet und den Stoff mithilfe von KI laufend an dessen Stand anpasst. Der Name spielt auf ein Betriebssystem an: Die Software soll für das Lernen das sein, was Windows oder Android für einen Computer sind.

  • Leerverkauf

    Ein Leerverkauf ist ein Geschäft, bei dem jemand geliehene Aktien verkauft und darauf setzt, sie später billiger zurückkaufen zu können. Wer so handelt, verdient an fallenden Kursen – und verliert, wenn der Kurs stattdessen steigt.

  • Legacy-Architektur

    Eine Legacy-Architektur ist ein über Jahre oder Jahrzehnte gewachsenes Computersystem, das ein Unternehmen weiter betreibt, obwohl die Technik dahinter veraltet ist. Es funktioniert meist zuverlässig, lässt sich aber nur mühsam ändern, erweitern oder ersetzen.

  • Legacy-Modernisierung

    Legacy-Modernisierung bezeichnet die Erneuerung alter, über Jahrzehnte gewachsener Computersysteme in Unternehmen und Behörden. Ziel ist es, veraltete Technik durch neuere zu ersetzen, ohne dass der laufende Betrieb zusammenbricht.

  • Legacy-Portierung

    Legacy-Portierung bezeichnet das Übertragen alter, oft jahrzehntealter Computerprogramme auf moderne Technik oder in eine neuere Programmiersprache. Weil solche Programme häufig zentrale Aufgaben in Banken, Behörden und Versicherungen erledigen, gilt der Umbau als riskant, teuer und langwierig.

  • Legacy-SaaS

    Legacy-SaaS bezeichnet Mietsoftware aus dem Internet, deren Aufbau und Geschäftsmodell aus der Zeit vor der aktuellen KI-Welle stammen. Der Begriff taucht vor allem an der Börse auf, wenn Anleger fragen, ob solche Anbieter durch KI überflüssig werden.

  • Leistungshalbleiter

    Leistungshalbleiter sind elektronische Bauteile, die große Ströme schalten und steuern. Sie stecken in Elektroautos, Windrädern, Ladegeräten und Rechenzentren und entscheiden mit darüber, wie viel Energie unterwegs verloren geht.

  • Level 2

    Level 2 bezeichnet ein Auto, das Lenken und Tempo gleichzeitig selbst regeln kann, während der Mensch am Steuer trotzdem dauerhaft aufpassen muss. Es ist die zweite von sechs Stufen einer international genutzten Skala für automatisiertes Fahren.

  • Level 3

    Level 3 bezeichnet eine Stufe des automatisierten Fahrens, bei der das Auto in bestimmten Situationen komplett selbst fährt und der Mensch währenddessen die Straße nicht beobachten muss. Er bleibt aber verpflichtet, innerhalb weniger Sekunden wieder zu übernehmen, wenn das System ihn dazu auffordert.

  • Level 4

    Level 4 bezeichnet die vierte von fünf Stufen des automatisierten Fahrens: Das Fahrzeug fährt in einem klar festgelegten Einsatzgebiet vollständig allein, ohne dass ein Mensch eingreifen muss. Außerhalb dieses Gebiets fährt es gar nicht.

  • Level-3-Autonomie

    Level-3-Autonomie beschreibt Autos, die unter festgelegten Bedingungen komplett selbst fahren, während der Mensch am Steuer etwas anderes tun darf. Er muss aber bereit sein, die Kontrolle zurückzunehmen, wenn das System ihn dazu auffordert.

  • Leveraged ETF

    Ein Leveraged ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der die tägliche Bewegung eines Marktes verdoppelt oder verdreifacht. Steigt der Markt an einem Tag um 1 Prozent, legt ein 2x-Produkt rund 2 Prozent zu — fällt er, verliert es genauso stark.

  • LFP

    LFP ist eine Bauart von wiederaufladbaren Batterien, bei der ein Teil der Zelle aus Lithium, Eisen und Phosphat besteht. Diese Akkus sind billiger und langlebiger als andere Lithium-Batterien, speichern dafür pro Kilogramm etwas weniger Energie.

  • Liar's Dividend

    Der Liar's Dividend beschreibt den Vorteil, den Lügner daraus ziehen, dass sich Fotos, Videos und Tonaufnahmen heute täuschend echt fälschen lassen. Wer mit einer echten Aufnahme konfrontiert wird, kann einfach behaupten, sie sei künstlich erzeugt — und wird damit oft geglaubt.

  • LibGen

    LibGen ist eine riesige Internetsammlung von Büchern und Fachaufsätzen, die dort meist ohne Erlaubnis der Rechteinhaber liegen. Bekannt wurde die Sammlung zuletzt vor allem, weil KI-Firmen sie zum Trainieren ihrer Sprachmodelle verwendet haben.

  • LiDAR

    LiDAR ist ein Sensor, der mit Laserlicht Entfernungen misst und daraus ein dreidimensionales Abbild der Umgebung erzeugt. Selbstfahrende Autos, Roboter und Vermessungsflugzeuge nutzen die Technik, um Objekte und Abstände sehr genau zu erfassen.

  • Lieferkette

    Die Lieferkette ist die Abfolge aller Betriebe, die an der Entstehung eines Produkts beteiligt sind – vom Rohstoff bis zum fertigen Gerät im Laden. In der Technikbranche entscheidet sie darüber, ob Chips, Server und Smartphones überhaupt gebaut werden können.

  • Lieferkettenrisiko in der IT-Sicherheit

    Ein Lieferkettenrisiko in der IT-Sicherheit entsteht, wenn Angreifer nicht ein Unternehmen direkt attackieren, sondern einen seiner Zulieferer. Über gekaufte Software, Updates oder Dienstleister gelangen sie so in tausende gut geschützte Systeme gleichzeitig.

  • Likeness-Rechte

    Likeness-Rechte sind die Rechte einer Person an ihrem eigenen Aussehen, ihrer Stimme und ihrem Namen. Sie entscheiden, wer ein Gesicht oder eine Stimme kommerziell nutzen darf — und sind durch KI-Fälschungen zu einem zentralen Streitthema geworden.

  • Lineare Attention

    Lineare Attention ist eine sparsame Rechenmethode in Sprachmodellen: Statt jedes Wort mit jedem anderen zu vergleichen, führt das Modell eine laufende Zusammenfassung des Textes mit. Dadurch wachsen Rechenaufwand und Kosten bei langen Texten nur noch gleichmäßig statt explosionsartig.

  • Lineare Sonde

    Eine lineare Sonde ist ein sehr einfacher Zusatz-Rechenschritt, den Forscher an ein fertiges KI-Modell anhängen, um zu prüfen, welche Informationen im Inneren des Modells überhaupt vorhanden sind. Lässt sich eine Eigenschaft mit einem so simplen Mittel ablesen, gilt sie als klar im Modell abgelegt.

  • Lines of Code

    Lines of Code ist die Anzahl der Textzeilen, aus denen ein Computerprogramm besteht. Die Zahl wird oft als grobes Maß für den Umfang eines Programms benutzt, sagt aber wenig über dessen Qualität aus.

  • Lint-System

    Ein Lint-System ist ein Programm, das den Text eines anderen Programms auf Fehler und schlechten Stil durchsucht, ohne ihn auszuführen. Es funktioniert ähnlich wie eine Rechtschreibprüfung, nur für Programmcode.

  • Linux

    Linux ist ein Betriebssystem, also die Grundsoftware, die einen Computer überhaupt bedienbar macht. Es ist frei verfügbar und läuft heute auf den meisten Servern im Internet, auf Android-Handys und in fast allen Rechenzentren für Künstliche Intelligenz.

  • Lippensynchronität

    Lippensynchronität bedeutet, dass Mundbewegungen im Bild genau zu den gehörten Lauten passen. In der Videobearbeitung und bei KI-Werkzeugen ist sie eine der schwierigsten Aufgaben, weil das menschliche Auge schon winzige Abweichungen bemerkt.

  • Lithium-Eisenphosphat

    Lithium-Eisenphosphat ist ein Material, aus dem der Pluspol vieler Akkus besteht. Solche Akkus sind billiger und langlebiger als andere Lithium-Akkus, speichern dafür pro Kilogramm weniger Energie.

  • LiveCodeBench

    LiveCodeBench ist ein Test, mit dem geprüft wird, wie gut KI-Modelle Programmieraufgaben lösen. Das Besondere: Die Aufgaben werden laufend neu gesammelt, damit die Modelle die Lösungen nicht schon vorher gesehen haben können.

  • Liveness Detection

    Liveness Detection prüft, ob vor der Kamera oder am Sensor ein echter lebender Mensch steht und nicht ein Foto, ein Video oder eine Maske. Sie ist der Schutzmechanismus, der Gesichtserkennung und andere biometrische Verfahren gegen Täuschungsversuche absichert.

  • Living Spec

    Eine Living Spec ist ein technisches Regelwerk, das laufend weiterentwickelt wird, statt in festen Versionen zu erscheinen. Es gibt immer nur eine gültige Fassung: die aktuelle.

  • LLM

    Ein LLM ist ein Computerprogramm, das aus riesigen Textmengen gelernt hat, wie Sprache aufgebaut ist, und daraus selbst Texte schreibt. Chatbots wie ChatGPT beruhen auf dieser Technik.

  • LLM Grooming

    LLM Grooming bezeichnet das gezielte Fluten des Internets mit erfundenen oder verzerrten Texten, damit KI-Textprogramme diese Inhalte später als Wissen übernehmen und weitergeben. Die Zielgruppe sind nicht mehr menschliche Leser, sondern die Maschinen, die aus dem Netz lernen.

  • LLM-as-a-Judge

    LLM-as-a-Judge bedeutet, dass ein Sprachmodell die Antworten eines anderen Sprachmodells bewertet, statt dass Menschen das tun. Das Verfahren ist schnell und billig, übernimmt aber die Vorlieben und Schwächen des bewertenden Modells.

  • Load Balancer

    Ein Load Balancer ist ein Verteiler, der eingehende Anfragen an eine Website oder App auf mehrere Computer aufteilt. So bricht der Dienst nicht zusammen, wenn viele Menschen gleichzeitig zugreifen.

  • Load Balancing

    Load Balancing ist die Verteilung eingehender Anfragen auf mehrere Computer, damit keiner davon überlastet wird. Ein vorgeschalteter Verteiler nimmt jede Anfrage entgegen und schickt sie an den Rechner, der gerade am besten kann.

  • Location-Scouting

    Location-Scouting ist die Suche nach passenden Drehorten für Filme, Serien oder Werbespots. Immer öfter helfen dabei Programme, die riesige Bilddatenbanken nach passenden Orten durchsuchen oder Orte gleich künstlich erzeugen.

  • Lochkarte

    Eine Lochkarte ist ein Stück fester Pappe, in das an bestimmten Stellen Löcher gestanzt werden. Die Position der Löcher steht für Zahlen, Buchstaben oder Befehle — Lochkarten waren jahrzehntelang das wichtigste Speichermedium der Datenverarbeitung.

  • Lock-in

    Lock-in beschreibt die Situation, in der ein Kunde nur unter hohen Kosten oder großem Aufwand zu einem anderen Anbieter wechseln kann. In der Tech-Branche entsteht dieser Effekt oft durch Daten, Dateiformate und Software, die nur bei einem einzigen Unternehmen funktionieren.

  • Lock-in (Anbieterbindung)

    Lock-in bedeutet: Ein Kunde kann seinen Anbieter kaum noch wechseln, weil der Wechsel zu teuer, zu aufwendig oder technisch zu schwierig wäre. In der KI- und Cloud-Branche ist das ein zentrales Geschäftsmodell und ein häufiges Thema in Quartalsberichten.

  • Lock-up-Periode

    Die Lock-up-Periode ist ein vertraglich vereinbarter Zeitraum nach dem Börsengang eines Unternehmens, in dem Gründer, Mitarbeiter und frühe Geldgeber ihre Aktien nicht verkaufen dürfen. Sie dauert meist 90 bis 180 Tage und soll verhindern, dass der Kurs direkt nach dem Start durch massenhafte Verkäufe einbricht.

  • Log

    Ein Log ist eine automatisch geschriebene Liste von Ereignissen, die ein Computerprogramm während seines Betriebs festhält. Jeder Eintrag enthält meist Uhrzeit, Ort im Programm und eine kurze Beschreibung dessen, was passiert ist.

  • LogicFolding

    LogicFolding bezeichnet Verfahren, die mehrere logische Rechenschritte eines KI-Modells zu einem einzigen zusammenfassen, um Rechenzeit und Speicher zu sparen. Das Ergebnis bleibt gleich, der Weg dorthin wird kürzer.

  • Logits

    Logits sind die rohen Zahlen, die ein neuronales Netz am Ende ausspuckt, bevor sie in Wahrscheinlichkeiten umgerechnet werden. Je größer der Logit einer Möglichkeit, desto stärker spricht sich das Modell für sie aus.

  • Lokal lauffähiges Modell

    Ein lokal lauffähiges Modell ist ein KI-Programm, das direkt auf dem eigenen Gerät rechnet – auf Laptop, Handy oder Firmenserver – und nicht in einem fremden Rechenzentrum. Die eingegebenen Daten verlassen das Gerät dabei nicht, dafür ist die Leistung durch die vorhandene Hardware begrenzt.

  • Long Tail

    Long Tail bezeichnet die große Menge selten nachgefragter Produkte, Suchbegriffe oder Fälle, die einzeln kaum ins Gewicht fallen, zusammen aber sehr viel ausmachen. In Onlinehandel und KI entscheidet oft dieser lange Ausläufer über Erfolg oder Misserfolg.

  • Long-Horizon

    Long-Horizon bezeichnet Aufgaben, die aus vielen aufeinander aufbauenden Schritten über einen langen Zeitraum bestehen. Für KI-Systeme sind solche Aufgaben besonders schwierig, weil sich kleine Fehler am Anfang bis zum Ende aufsummieren.

  • Long-Horizon-Aufgaben

    Long-Horizon-Aufgaben sind Aufgaben, die ein Computerprogramm nicht in einem einzigen Schritt löst, sondern über viele aufeinander aufbauende Schritte hinweg. Sie gelten als eine der größten offenen Schwierigkeiten für heutige KI-Systeme, weil sich kleine Fehler über die lange Kette hinweg aufschaukeln.

  • Long-Horizon-Modell

    Ein Long-Horizon-Modell ist ein KI-System, das eine Aufgabe über viele aufeinander folgende Schritte hinweg verfolgt, statt nur eine einzelne Frage zu beantworten. Solche Modelle müssen sich an frühere Zwischenergebnisse erinnern, eigene Fehler bemerken und ein Ziel über Minuten oder Stunden im Blick behalten.

  • Long-Running Agent

    Ein Long-Running Agent ist ein KI-Programm, das eine Aufgabe über Stunden oder Tage hinweg selbstständig weiterverfolgt, statt nur eine einzelne Frage zu beantworten. Es plant Zwischenschritte, benutzt Werkzeuge wie Suche oder Programmcode und merkt sich seinen bisherigen Fortschritt.

  • Loop Engineering

    Loop Engineering bezeichnet das gezielte Gestalten der Wiederholungsschleife, in der ein KI-System immer wieder handelt, das Ergebnis prüft und danach neu entscheidet. Es legt fest, wann die Schleife stoppt, was sie in jedem Durchgang sieht und wie sie mit Fehlern umgeht.

  • LoRA

    LoRA ist ein Verfahren, um ein fertiges KI-Modell für eine neue Aufgabe anzupassen, ohne es komplett neu zu berechnen. Statt aller Werte im Modell wird nur ein kleiner Zusatzteil trainiert, der oft weniger als ein Prozent der ursprünglichen Größe hat.

  • Lord of the Flies

    „Lord of the Flies“ ist ein Roman von William Golding über Kinder, die ohne Erwachsene auf einer Insel stranden und deren Zusammenleben in Gewalt umschlägt. In Technik- und KI-Debatten dient der Titel als Kurzformel dafür, was passiert, wenn eine Gruppe ohne Regeln und Aufsicht sich selbst überlassen wird — etwa eine Online-Community ohne Moderation oder mehrere KI-Programme, die unbeaufsichtigt miteinander interagieren.

  • Los Alamos National Laboratory

    Los Alamos ist ein staatliches Forschungslabor der USA in New Mexico, das im Zweiten Weltkrieg für den Bau der ersten Atombombe gegründet wurde. Heute ist es vor allem für seine riesigen Supercomputer bekannt, die inzwischen auch für Künstliche Intelligenz genutzt werden.

  • Loss-Funktion

    Die Loss-Funktion ist eine Rechenvorschrift, die misst, wie stark die Ausgabe eines lernenden Computerprogramms von der gewünschten Antwort abweicht. Sie liefert eine einzelne Zahl, und genau diese Zahl versucht das Training so klein wie möglich zu machen.

  • Low Earth Orbit

    Der Low Earth Orbit ist der Bereich rund um die Erde in etwa 160 bis 2.000 Kilometern Höhe, in dem die meisten Satelliten kreisen. Weil die Entfernung gering ist, sind Funksignale von dort schnell – dafür rast jeder Satellit in rund 90 Minuten einmal um den Planeten.

  • Low Earth Orbit

    Der Low Earth Orbit ist der Bereich rund 200 bis 2.000 Kilometer über der Erdoberfläche, in dem die meisten Satelliten kreisen. Weil sie dort sehr nah sind, funken sie schneller und brauchen weniger Sendeleistung – müssen die Erde aber alle 90 Minuten einmal umrunden.

  • Lyria

    Lyria ist ein Musik-Modell von Google DeepMind, das aus einer Textbeschreibung fertige Musikstücke mit Instrumenten und teilweise Gesang erzeugt. Es steckt unter anderem hinter Googles Musikwerkzeugen MusicFX und dem Experiment Dream Track auf YouTube.

M

  • M-Chip

    Der M-Chip ist die von Apple selbst entwickelte Prozessorfamilie für Macs und iPads. Auf einem einzigen Stück Silizium sitzen Rechenkerne, Grafikeinheit, KI-Beschleuniger und Arbeitsspeicher zusammen — das macht die Geräte schnell und sparsam.

  • M-Series-Chip

    M-Series-Chip ist der Name für die Prozessoren, die Apple seit 2020 selbst entwickelt und in Macs und iPads einbaut. Sie fassen Rechenkerne, Grafik, KI-Einheit und Arbeitsspeicher auf einem einzigen Bauteil zusammen.

  • M&A

    M&A ist die englische Kurzform für Fusionen und Übernahmen: Zwei Firmen schließen sich zusammen, oder eine Firma kauft eine andere. In der Tech-Branche ist das der übliche Weg, um schnell an Technologie, Kunden oder Fachleute zu kommen.

  • Mach-100-Chip

    Der Mach-100-Chip ist ein Spezialchip des Start-ups d-Matrix, der fertig trainierte KI-Modelle möglichst schnell und stromsparend antworten lassen soll. Sein Kennzeichen: Rechnen und Speichern passieren am selben Ort, statt Daten ständig hin- und herzuschieben.

  • Machiavellismus

    Machiavellismus bezeichnet eine Haltung, bei der jemand andere Menschen gezielt zum eigenen Vorteil beeinflusst und moralische Bedenken dabei zurückstellt. In der KI-Debatte taucht der Begriff auf, wenn Forscher testen, ob Sprachmodelle täuschen oder manipulieren, um ein Ziel zu erreichen.

  • Machine-to-Machine-Kommunikation

    Machine-to-Machine-Kommunikation bezeichnet den direkten Datenaustausch zwischen Geräten, bei dem kein Mensch die Nachricht schreibt oder liest. Ein Sensor meldet zum Beispiel selbstständig einen Messwert an einen Rechner, der daraufhin eine Aktion auslöst.

  • Macro-Pad

    Ein Macro-Pad ist eine sehr kleine Zusatztastatur mit wenigen Tasten, die man frei mit eigenen Befehlen belegt. Ein Tastendruck kann dann eine ganze Abfolge von Aktionen auslösen, für die man sonst mehrere Schritte am Rechner bräuchte.

  • Mag 7

    Mag 7 ist ein Sammelname für die sieben größten Technologiekonzerne der US-Börse: Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Nvidia, Meta und Tesla. Zusammen sind sie so wertvoll, dass ihre Kursbewegungen den gesamten amerikanischen Aktienmarkt spürbar mitziehen.

  • MagSafe

    MagSafe ist ein Marken­name von Apple für Verbindungen, die durch Magnete halten statt durch Stecker oder Klemmen. Heute steht der Begriff vor allem für den Magnetring in iPhones, an dem Ladegeräte, Hüllen und Halterungen von selbst in die richtige Position rutschen.

  • Mainframe

    Ein Mainframe ist ein sehr großer, extrem zuverlässiger Zentralrechner, der riesige Mengen an Buchungen und Abfragen gleichzeitig abarbeitet. Banken, Versicherungen und Behörden betreiben bis heute solche Maschinen, weil sie jahrzehntelang praktisch ohne Ausfall laufen.

  • Maintainer

    Ein Maintainer ist die Person, die ein Softwareprojekt langfristig betreut: Sie entscheidet, welche Änderungen aufgenommen werden, und hält den Code lauffähig. In der Open-Source-Welt hängen oft riesige Systeme an wenigen solchen Personen, die das häufig unbezahlt neben Beruf oder Studium tun.

  • Makuladegeneration

    Die Makuladegeneration ist eine Augenkrankheit, bei der die Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhaut allmählich zerstört wird. Betroffene sehen in der Mitte des Blickfelds einen verschwommenen oder dunklen Fleck, während der Rand erhalten bleibt.

  • Mamba

    Mamba ist eine Bauweise für KI-Sprachmodelle, die Text Wort für Wort durchläuft und dabei nur eine kompakte Zusammenfassung des Gelesenen mitführt. Sie gilt als Gegenentwurf zur bisher üblichen Transformer-Bauweise und ist bei sehr langen Texten deutlich schneller.

  • Mamba-2

    Mamba-2 ist ein Bauplan für Sprachmodelle, der Text nicht als Ganzes vergleicht, sondern ihn Wort für Wort durchliest und dabei eine Art Gedächtnis fester Größe fortschreibt. Dadurch bleibt die Rechenzeit auch bei sehr langen Texten überschaubar — anders als bei der heute üblichen Transformer-Bauweise.

  • Managed Services

    Managed Services bedeutet, dass ein Unternehmen den Betrieb bestimmter Technik dauerhaft an einen externen Dienstleister abgibt und dafür regelmäßig zahlt. Der Anbieter übernimmt Überwachung, Wartung und Störungsbehebung und haftet vertraglich für vereinbarte Qualität.

  • Mandelbrot-Menge

    Die Mandelbrot-Menge ist eine berühmte mathematische Figur, die entsteht, wenn man dieselbe einfache Rechnung millionenfach wiederholt. Ihr Rand zeigt bei jeder Vergrößerung neue Muster und gilt als bekanntestes Beispiel für ein Fraktal.

  • Manhattan Project

    Das Manhattan Project war das geheime Forschungsprogramm der USA, das im Zweiten Weltkrieg die erste Atombombe baute. In heutigen Tech-Debatten steht der Name als Schlagwort für ein riesiges, staatlich geführtes Krisenprojekt – oft im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz.

  • Margin Call

    Ein Margin Call ist die Aufforderung eines Brokers an einen Anleger, Geld nachzuzahlen, weil ein mit geliehenem Geld finanziertes Wertpapiergeschäft Verluste macht. Zahlt der Anleger nicht rechtzeitig, verkauft der Broker die Papiere zwangsweise.

  • Markdown

    Markdown ist eine einfache Schreibweise, mit der man Text mit wenigen Sonderzeichen gliedert: Sterne für Fettdruck, Rauten für Überschriften. Der Text bleibt dabei lesbar und lässt sich automatisch in eine formatierte Seite umwandeln.

  • Markdown-Datei

    Eine Markdown-Datei ist eine reine Textdatei, in der Formatierungen wie Überschriften oder Fettdruck durch einfache Sonderzeichen angedeutet werden. Sie ist gleichzeitig für Menschen gut lesbar und für Programme leicht weiterzuverarbeiten.

  • Markenregistrierung

    Die Markenregistrierung ist die amtliche Eintragung eines Namens, Logos oder Slogans in ein öffentliches Register. Wer eingetragen ist, darf anderen verbieten, dasselbe Zeichen für ähnliche Produkte zu benutzen.

  • MarTech

    MarTech ist die Kurzform für Marketing-Technologie: Software, mit der Unternehmen Werbung planen, Kundendaten auswerten und Nachrichten automatisch verschicken. Der Begriff fasst hunderte Werkzeuge zusammen, von der E-Mail-Software bis zum System, das entscheidet, welche Anzeige du siehst.

  • Maschinell verifizierte Beweise

    Maschinell verifizierte Beweise sind mathematische Beweise, die ein Computerprogramm Schritt für Schritt auf Lückenlosigkeit prüft. Der Beweis muss dafür in einer sehr strengen, formalen Sprache geschrieben sein, in der jede Schlussfolgerung auf klar festgelegte Regeln zurückgeht.

  • Maschinelles Sehen

    Maschinelles Sehen ist das Fachgebiet, in dem Computer aus Bildern und Videos nützliche Informationen ziehen – etwa welche Gegenstände darauf zu sehen sind. Es steckt in Handykameras, in Fahrassistenten und in der Qualitätskontrolle von Fabriken.

  • Maschinencode

    Maschinencode ist die einzige Sprache, die ein Prozessor direkt ausführen kann: eine lange Folge von Zahlen, die jeweils einen winzigen Befehl bedeuten. Alles, was Menschen programmieren, muss am Ende in diese Form übersetzt werden.

  • Maxwellscher Dämon

    Der Maxwellsche Dämon ist ein berühmtes Gedankenexperiment aus der Physik: Ein winziger Türsteher sortiert schnelle und langsame Gasteilchen und erzeugt dadurch scheinbar aus dem Nichts Wärmeunterschiede. Die Auflösung des Rätsels zeigt, dass Information einen physikalischen Preis hat – eine Erkenntnis, die heute die Grenzen von Rechenzentren und Chips mitbestimmt.

  • McCarthyismus

    Als McCarthyismus bezeichnet man eine Phase in den USA der frühen 1950er Jahre, in der Menschen ohne belastbare Beweise öffentlich beschuldigt wurden, kommunistisch gesinnt zu sein. Der Begriff steht heute allgemein für Kampagnen, die mit Verdächtigungen und öffentlichem Druck arbeiten statt mit Belegen.

  • MCP Gateway

    Ein MCP Gateway ist eine Zwischenstation, über die KI-Assistenten auf externe Werkzeuge und Datenquellen zugreifen. Es bündelt viele einzelne Zugänge zu einem einzigen kontrollierten Einstiegspunkt und protokolliert, wer was benutzt hat.

  • MCP-Server

    Ein MCP-Server ist ein kleines Zusatzprogramm, das einem KI-Assistenten Zugriff auf eine bestimmte Datenquelle oder Anwendung gibt, etwa auf Dateien, eine Datenbank oder einen Kalender. Er folgt dabei dem Model Context Protocol, einer einheitlichen Sprachregelung dafür, wie KI-Programme und Werkzeuge miteinander reden.

  • Mean Time to Adapt

    Mean Time to Adapt ist eine Kennzahl, die angibt, wie lange ein Unternehmen oder ein System im Durchschnitt braucht, um sich auf eine neue Lage einzustellen. Sie misst nicht, wie schnell ein Fehler behoben wird, sondern wie schnell aus einer Veränderung eine funktionierende neue Arbeitsweise wird.

  • MEDDIC

    MEDDIC ist eine Checkliste für den Verkauf teurer Produkte an Unternehmen. Die sechs Buchstaben stehen für sechs Fragen, mit denen ein Verkäufer prüft, ob ein Geschäft wirklich zustande kommen kann.

  • Meeting-Assistent

    Ein Meeting-Assistent ist ein Programm, das bei einer Besprechung mitläuft, das Gesprochene in Text umwandelt und daraus eine Zusammenfassung mit Aufgabenliste erstellt. Solche Werkzeuge sind heute in Videokonferenz-Software wie Teams, Zoom oder Google Meet eingebaut.

  • Megakernel

    Ein Megakernel ist ein einziges großes Grafikkarten-Programm, das eine komplette Berechnungskette in einem Durchlauf abarbeitet, statt sie in viele kleine Einzelprogramme zu zerlegen. Dadurch entfallen die Wartezeiten zwischen den Schritten, was besonders bei der Antwortgeschwindigkeit von KI-Modellen einige Prozent bis zu einem Drittel Zeit spart.

  • Meme-Stock

    Ein Meme-Stock ist eine Aktie, deren Kurs vor allem durch Begeisterung in sozialen Netzwerken steigt und fällt – nicht durch die Geschäftszahlen des Unternehmens. Bekanntestes Beispiel ist GameStop im Januar 2021.

  • Memory (KI-Agenten)

    Memory bezeichnet die Fähigkeit eines KI-Programms, Informationen aus früheren Unterhaltungen aufzubewahren und später wieder zu nutzen. Ohne diese Funktion beginnt das Programm bei jedem Gespräch wieder bei null.

  • Memory Integrity Enforcement

    Memory Integrity Enforcement ist eine Schutzfunktion von Apple, die ab dem iPhone 17 verhindert, dass Angreifer sich über Fehler im Arbeitsspeicher Zugriff auf ein Gerät verschaffen. Chip und Betriebssystem markieren dafür jeden Speicherbereich und prüfen bei jedem Zugriff, ob die Markierung passt.

  • Memory Leak

    Ein Memory Leak ist ein Programmierfehler, bei dem ein Programm Arbeitsspeicher belegt und ihn nie wieder freigibt. Der belegte Speicher wächst dadurch immer weiter an, bis das Programm oder der ganze Rechner langsam wird oder abstürzt.

  • Memory Tagging Extension

    Die Memory Tagging Extension ist eine Schutzfunktion in modernen ARM-Prozessoren, die Speicherbereiche mit kleinen Farbmarkierungen versieht. Passt die Markierung beim Zugriff nicht, stoppt der Chip das Programm – so werden ganze Klassen von Sicherheitslücken schon im Ansatz erkannt.

  • Memory-Bottleneck

    Ein Memory-Bottleneck liegt vor, wenn ein Computer nicht durch seine Rechenleistung ausgebremst wird, sondern dadurch, wie schnell er Daten aus dem Speicher holen kann. Bei KI-Modellen ist das der häufigste Grund, warum teure Chips einen Großteil der Zeit warten statt rechnen.

  • MEMS-Mikrofon

    Ein MEMS-Mikrofon ist ein winziges Mikrofon, dessen schallempfindliches Teil direkt auf einen Silizium-Chip geätzt wird. Fast jedes Smartphone, Notebook und jeder Sprachassistent nutzt diese Bauform, weil sie nur wenige Millimeter groß und sehr billig herstellbar ist.

  • Merchant

    Ein Merchant ist ein Unternehmen, das Zahlungen von Kunden annimmt – im Laden, im Onlineshop oder in einer App. Der Begriff stammt aus der Zahlungsbranche und beschreibt die Seite, die Geld empfängt, im Unterschied zum Kunden, der es bezahlt.

  • Merge

    Ein Merge führt zwei getrennt entwickelte Versionen eines Projekts wieder zu einer einzigen zusammen. Der Begriff stammt aus der Softwareentwicklung, wird aber inzwischen auch für das Verschmelzen zweier KI-Modelle zu einem neuen benutzt.

  • Merge-Rate

    Die Merge-Rate gibt an, welcher Anteil vorgeschlagener Code-Änderungen tatsächlich in ein Softwareprojekt übernommen wird. Sie ist zur wichtigsten Kennzahl geworden, um zu messen, wie brauchbar von KI erzeugter Programmcode wirklich ist.

  • Mesh-Netzwerk

    Ein Mesh-Netzwerk ist ein Netzwerk, in dem viele Geräte direkt miteinander verbunden sind und Daten füreinander weiterreichen. Fällt ein Gerät aus, suchen sich die Daten automatisch einen anderen Weg durch das Netz.

  • Meta Pixel

    Das Meta Pixel ist ein kleines Programmstück, das Websitebetreiber in ihre Seite einbauen und das Besucherverhalten an Facebook und Instagram meldet. Damit lässt sich messen, ob Werbung zu Käufen führt – gleichzeitig ist es einer der größten Streitpunkte im Datenschutz.

  • Meta-Agent

    Ein Meta-Agent ist ein KI-Programm, das nicht selbst die eigentliche Arbeit erledigt, sondern andere KI-Programme steuert: Es zerlegt eine Aufgabe, verteilt die Teile und setzt die Ergebnisse zusammen. Man kann ihn sich als Projektleiter über einem Team spezialisierter Helfer vorstellen.

  • Meta-Ebene

    Die Meta-Ebene ist die Betrachtung, die nicht die Sache selbst behandelt, sondern das Reden oder Nachdenken über diese Sache. In der KI steckt sie überall dort, wo ein System nicht nur eine Aufgabe löst, sondern beurteilt, wie gut es sie löst.

  • Meta-Prompting

    Beim Meta-Prompting lässt man ein KI-System die Anweisung für eine KI selbst schreiben oder verbessern, statt sie von Hand zu formulieren. Die Maschine arbeitet also an ihrem eigenen Auftrag, bevor sie die eigentliche Aufgabe löst.

  • Metadaten

    Metadaten sind Daten über Daten: Sie beschreiben, wann, wo, von wem und in welcher Form etwas entstanden ist, ohne den eigentlichen Inhalt wiederzugeben. Genau diese Zusatzangaben machen große Datenmengen durchsuchbar – und verraten oft mehr über Menschen als der Inhalt selbst.

  • Metakognitives Feedback

    Metakognitives Feedback ist eine Rückmeldung, die sich nicht auf die Antwort selbst bezieht, sondern auf den Weg dorthin und auf die eigene Sicherheit dabei. In der KI-Entwicklung bezeichnet der Begriff Verfahren, bei denen ein System sein eigenes Vorgehen bewertet und daraus lernt.

  • METR

    METR ist eine gemeinnützige US-Organisation, die messbar testet, wie selbstständig KI-Systeme längere Arbeitsaufgaben erledigen können. Bekannt wurde sie durch die Kennzahl der „Aufgabenlänge“ und durch Sicherheitstests, die große KI-Anbieter vor der Veröffentlichung neuer Modelle in Auftrag geben.

  • Metropole

    Eine Metropole ist eine sehr große Stadt, die für ihr Land oder sogar weltweit eine zentrale Rolle spielt — wirtschaftlich, politisch und kulturell. Für die Technikbranche sind Metropolen wichtig, weil sich dort Firmen, Fachkräfte, Geld und die nötige Infrastruktur bündeln.

  • MGREP

    MGREP ist ein Suchverfahren, das in langen Texten automatisch Begriffe aus einer vorgegebenen Liste findet – auch dann, wenn sie leicht anders geschrieben sind. Bekannt wurde es vor allem in der Medizin und Biologie, wo es Fachbegriffe in Studien und Patientenakten markiert.

  • Micro-VM

    Eine Micro-VM ist ein extrem abgespeckter virtueller Computer, der in Sekundenbruchteilen startet und nur wenig Speicher braucht. Cloud-Anbieter nutzen sie, um fremden Programmcode sicher voneinander getrennt laufen zu lassen.

  • Microservices

    Microservices sind eine Bauweise für Software: Ein großes Programm wird in viele kleine, eigenständig laufende Teilprogramme zerlegt, die über das Netzwerk miteinander reden. Jedes Teil kann getrennt entwickelt, aktualisiert und vergrößert werden.

  • Microsoft 365

    Microsoft 365 ist ein Abo des Software-Konzerns Microsoft, das Programme wie Word, Excel und Outlook zusammen mit Online-Speicher und Firmendiensten bündelt. Statt eine Programmversion einmal zu kaufen, zahlt man monatlich oder jährlich und erhält dafür laufend Aktualisierungen.

  • Microsoft Entra

    Microsoft Entra ist die Produktfamilie von Microsoft, die verwaltet, wer sich bei welchen Programmen anmelden darf und auf welche Daten er zugreifen kann. Ihr Kernstück Entra ID hieß früher Azure Active Directory und steuert die Anmeldung bei Diensten wie Outlook, Teams oder Word im Browser.

  • Microsoft Intune

    Microsoft Intune ist ein Онлайн-Dienst, mit dem Firmen und Schulen die Laptops, Handys und Tablets ihrer Mitarbeiter oder Schüler zentral verwalten. Über das Internet lassen sich damit Programme installieren, Sicherheitsregeln erzwingen und verlorene Geräte aus der Ferne sperren oder löschen.

  • Microstock

    Microstock bezeichnet den Verkauf von Fotos, Grafiken und Videos über große Internetplattformen zu sehr niedrigen Preisen. Statt einzelne Bilder teuer zu verkaufen, verdienen Anbieter dort an sehr vielen kleinen Verkäufen.

  • Mid-Training

    Mid-Training ist eine Zwischenphase beim Bau eines KI-Sprachmodells: Nach dem großen, breiten Grundtraining lernt das Modell noch einmal aus besonders sorgfältig ausgewählten Texten. Es ist der Schritt zwischen dem allgemeinen Vortraining und dem abschließenden Feinschliff auf konkrete Aufgaben.

  • Middleware

    Middleware ist Software, die zwischen anderen Programmen sitzt und deren Zusammenarbeit organisiert. Sie übernimmt Aufgaben wie Datenweitergabe, Übersetzung von Formaten und Anmeldung, damit die einzelnen Programme das nicht selbst können müssen.

  • MiG

    MiG ist die Kurzbezeichnung für Kampfflugzeuge des sowjetischen, heute russischen Flugzeugbauers Mikojan-Gurewitsch. Der Name steht seit den 1940er-Jahren für schnelle, leichte Abfangjäger und taucht bis heute in Nachrichten über Rüstung und Krieg auf.

  • Mimikry

    Mimikry bezeichnet in der KI-Debatte die Fähigkeit von Sprachmodellen, den Stil und Tonfall menschlicher Sprache täuschend genau nachzuahmen, ohne den Inhalt zu verstehen. Der Begriff stammt aus der Biologie, wo harmlose Tiere das Aussehen gefährlicher Arten kopieren.

  • Misalignment

    Misalignment bedeutet, dass ein Computerprogramm nicht das anstrebt, was seine Entwickler eigentlich wollten. Bei KI-Systemen ist das ein zentrales Sicherheitsthema, weil solche Systeme ihre Ziele aus Beispielen und Belohnungen ableiten und nicht aus klaren Anweisungen.

  • MIT-Lizenz

    Die MIT-Lizenz ist ein kurzer Rechtstext, mit dem Programmierer ihren Quellcode zur freien Nutzung freigeben. Sie erlaubt fast alles – Nutzen, Ändern, Verkaufen – und verlangt nur, dass der Name des Urhebers im Code stehen bleibt.

  • Mixture of Experts

    Mixture of Experts ist ein Bauprinzip für große KI-Modelle: Das Modell besteht aus vielen spezialisierten Teilnetzen, von denen pro Anfrage nur wenige rechnen. So bleibt es leistungsfähig, ohne bei jeder Antwort seine gesamte Rechenkapazität zu verbrauchen.

  • MLP Cross Layers

    MLP Cross Layers sind Rechenbausteine in einem KI-Modell, die nicht nur innerhalb einer Ebene arbeiten, sondern Informationen quer über mehrere Ebenen hinweg verbinden. Dadurch soll ein Modell mit weniger Bausteinen auskommen und trotzdem gleich gut rechnen.

  • MLX

    MLX ist eine von Apple entwickelte Software-Bibliothek, mit der Programmierer KI-Modelle direkt auf Macs, iPhones und iPads rechnen lassen können. Sie ist speziell auf Apples eigene Chips zugeschnitten und nutzt deren Besonderheit, dass Prozessor und Grafikeinheit denselben Speicher teilen.

  • MMLU-Pro

    MMLU-Pro ist ein Test, mit dem man die Wissens- und Denkfähigkeit von KI-Sprachprogrammen misst. Er besteht aus über 12.000 schwierigen Multiple-Choice-Fragen mit zehn Antwortmöglichkeiten und löste den älteren, zu leicht gewordenen Test MMLU ab.

  • MNIST

    MNIST ist eine Sammlung von 70.000 kleinen Bildern handgeschriebener Ziffern von 0 bis 9, jeweils mit der richtigen Lösung versehen. Sie gilt seit den 1990er-Jahren als Standard-Übungsaufgabe, an der Lernprogramme und Einsteiger ihre ersten Schritte machen.

  • Mobile Payment

    Mobile Payment bedeutet, dass man mit dem Smartphone oder der Smartwatch bezahlt statt mit Bargeld oder Plastikkarte. Das Gerät gibt dabei die Zahlungsdaten weiter, die sonst auf der Karte stehen würden.

  • Mockumentary

    Eine Mockumentary ist ein erfundener Film, der so gedreht ist, als wäre er eine echte Dokumentation. Wackelkamera, Interviews und Off-Kommentar täuschen Echtheit vor, obwohl alles inszeniert ist.

  • Mockup

    Ein Mockup ist ein realistisch aussehender Entwurf einer App, einer Website oder eines Geräts, der noch nicht funktioniert. Er zeigt, wie das fertige Produkt später aussehen soll, bevor jemand Zeit und Geld in den echten Bau steckt.

  • Model as a Service

    Model as a Service bedeutet: Ein Anbieter betreibt ein fertiges KI-Programm auf seinen eigenen Rechnern, und Kunden schicken ihm über das Internet Anfragen, statt das Programm selbst zu installieren. Abgerechnet wird meist nach Nutzung, ähnlich wie bei Strom oder Mobilfunk.

  • Model as a Service (MaaS)

    Model as a Service, kurz MaaS, bedeutet: Ein Anbieter betreibt ein fertig trainiertes KI-Modell auf seinen eigenen Rechnern und lässt andere es über das Internet gegen Bezahlung mitbenutzen. Man mietet also die Fähigkeit des Modells, statt es selbst zu bauen und zu betreiben.

  • Model Card

    Eine Model Card ist ein kurzes Begleitdokument zu einem KI-System, das offenlegt, wofür es gebaut wurde, wie gut es arbeitet und wo seine Grenzen liegen. Sie funktioniert wie ein Beipackzettel: Sie soll verhindern, dass ein Programm in Situationen eingesetzt wird, für die es nie getestet wurde.

  • Model Collapse

    Model Collapse bezeichnet den schleichenden Qualitätsverlust von KI-Systemen, die überwiegend mit Texten oder Bildern trainiert werden, die selbst von KI stammen. Über mehrere Generationen hinweg verlieren solche Systeme seltene Details und geben am Ende nur noch eintönige Durchschnittsergebnisse aus.

  • Model Context Protocol

    Das Model Context Protocol ist eine einheitliche Regelsammlung dafür, wie ein KI-Assistent auf äußere Datenquellen und Werkzeuge zugreift. Es soll verhindern, dass für jede Kombination aus Programm und KI-Dienst eine eigene Spezialanbindung gebaut werden muss.

  • Model Context Protocol

    Das Model Context Protocol (MCP) ist eine offene Vereinbarung darüber, wie ein KI-Assistent auf externe Datenquellen und Werkzeuge zugreift. Statt für jede Anwendung eine eigene Anbindung zu bauen, spricht die KI mit allen Systemen dieselbe Sprache.

  • Model Distillation

    Model Distillation ist ein Verfahren, bei dem ein großes, teures KI-Programm einem kleineren beibringt, ähnlich gute Antworten zu geben. Das kleine Programm braucht danach deutlich weniger Rechenleistung und läuft oft sogar auf einem Handy.

  • Model Empathy

    Model Empathy bezeichnet die Fähigkeit eines KI-Systems, Gefühle und Absichten von Menschen zu erkennen und darauf passend zu reagieren. Das System fühlt dabei nichts selbst, sondern erzeugt Antworten, die auf Menschen einfühlsam wirken.

  • Model Inversion

    Model Inversion ist ein Angriff, bei dem jemand aus den Antworten eines fertigen KI-Systems zurückrechnet, mit welchen Daten es trainiert wurde. So können vertrauliche Informationen wieder auftauchen, die eigentlich nur im Training stecken sollten.

  • Model Overhang

    Model Overhang beschreibt die Lücke zwischen dem, was ein fertiges KI-System eigentlich könnte, und dem, was Menschen bisher daraus herausgeholt haben. Die Fähigkeiten sind schon vorhanden, aber noch nicht entdeckt, freigeschaltet oder in Produkte eingebaut.

  • Model Routing

    Model Routing bedeutet, dass eine Software für jede Anfrage automatisch entscheidet, welches KI-Modell sie beantwortet. Leichte Fragen gehen an ein kleines, günstiges Modell, schwierige an ein großes, teures.

  • Model Selection

    Model Selection ist die Entscheidung, welches von mehreren möglichen Rechenverfahren man für eine Aufgabe tatsächlich einsetzt. Man vergleicht die Kandidaten anhand von Daten, die beim Lernen nicht verwendet wurden, und wählt den, der bei neuen Fällen am besten abschneidet.

  • Model Spec

    Eine Model Spec ist ein öffentlich veröffentlichtes Regelwerk, in dem ein KI-Anbieter festlegt, wie sich sein Sprachprogramm verhalten soll: was es beantworten darf, was es ablehnt und wessen Anweisungen im Konflikt Vorrang haben. Bekannt wurde der Begriff 2024, als OpenAI ein solches Dokument für ChatGPT vorlegte.

  • Modell-Adapter

    Ein Modell-Adapter ist ein kleines Zusatzpaket, das man an ein fertiges KI-Modell anhängt, um es für eine bestimmte Aufgabe anzupassen. Statt das gesamte Modell neu zu trainieren, verändert man nur wenige Millionen zusätzliche Werte — das spart Rechenzeit, Geld und Speicherplatz.

  • Modell-Hopping

    Modell-Hopping bezeichnet den häufigen Wechsel zwischen verschiedenen KI-Anbietern oder KI-Programmen, weil sich Preise und Qualität ständig verschieben. Für Nutzer bedeutet das Flexibilität, für Anbieter eine schwache Kundenbindung.

  • Modell-Routing

    Modell-Routing bedeutet, dass ein Programm jede Anfrage automatisch an das passende KI-Modell weiterleitet. Einfache Fragen gehen an ein kleines, günstiges Modell, schwierige an ein großes und teures.

  • Modell-Slug

    Ein Modell-Slug ist die exakte technische Kurzbezeichnung, mit der eine bestimmte Version eines KI-Modells angesprochen wird, zum Beispiel "gpt-4o-mini" oder "claude-sonnet-4-20250514". Er ist kein Werbename, sondern eine eindeutige Adresse: Ein einziger falscher Buchstabe führt zu einer Fehlermeldung oder zum falschen Modell.

  • Modellagnostik

    Modellagnostik bedeutet, dass eine Software, ein Verfahren oder ein Unternehmen nicht auf ein bestimmtes KI-System festgelegt ist, sondern mit verschiedenen austauschbar arbeitet. Der Vorteil: Man kann jederzeit wechseln, wenn ein anderes System besser, billiger oder schneller ist.

  • Modellagnostische Architektur

    Eine modellagnostische Architektur ist ein Software-Aufbau, der nicht an ein bestimmtes KI-Programm gebunden ist. Das austauschbare KI-Programm sitzt hinter einer festen Schnittstelle und kann jederzeit gegen ein anderes getauscht werden.

  • Modellfamilie

    Eine Modellfamilie ist eine Gruppe von KI-Programmen, die vom selben Anbieter stammen, nach demselben Bauplan entstanden sind und sich vor allem in Größe und Spezialisierung unterscheiden. Namen wie GPT-4o, Gemini 2.5 Flash oder Llama 3 8B bezeichnen jeweils ein einzelnes Mitglied einer solchen Familie.

  • Modellgewichte

    Modellgewichte sind die Zahlen, die ein KI-System beim Lernen anpasst und in denen sein gesamtes Wissen steckt. Sie sind das eigentliche Produkt eines Trainings: Wer die Gewichte hat, hat das fertige Modell.

  • Modellgewichte-Freigabe

    Die Modellgewichte-Freigabe bedeutet, dass ein Unternehmen die trainierten Zahlenwerte eines KI-Modells zum Herunterladen bereitstellt. Wer sie hat, kann das Modell auf eigenen Rechnern betreiben, ohne den Anbieter zu fragen.

  • Modellgröße

    Die Modellgröße gibt an, aus wie vielen einstellbaren Zahlenwerten ein KI-System besteht — üblicherweise gemessen in Milliarden Parametern. Sie sagt etwas über Rechenbedarf und Speicherhunger eines Modells aus, aber nur eingeschränkt über seine tatsächliche Qualität.

  • Modellkompression

    Modellkompression bezeichnet Verfahren, die ein fertig trainiertes KI-Modell kleiner und schneller machen, ohne dass es viel von seiner Leistung verliert. Das Ziel ist, dass ein Modell mit weniger Speicher und weniger Rechenzeit auskommt – im Idealfall sogar auf einem Handy statt in einem Rechenzentrum.

  • Modellunabhängigkeit

    Modellunabhängigkeit bedeutet, dass eine Software nicht fest an ein bestimmtes KI-System eines bestimmten Anbieters gebunden ist. Man kann das dahinterliegende System austauschen, ohne die restliche Anwendung neu zu bauen.

  • Modem

    Ein Modem ist ein Gerät, das die Daten eines Computers in Signale übersetzt, die über Telefon-, Kabel- oder Funkleitungen laufen — und umgekehrt. Ohne diese Übersetzung käme keine Verbindung ins Internet zustande.

  • MoE-Architektur

    Die MoE-Architektur ist ein Bauplan für große KI-Modelle, bei dem nicht das ganze Modell rechnet, sondern pro Anfrage nur wenige spezialisierte Teilbereiche. Dadurch kann ein sehr großes Modell so schnell antworten wie ein deutlich kleineres.

  • Monokultur

    Von einer Monokultur spricht man, wenn fast alle Nutzer, Firmen oder Länder dieselbe Technik einsetzen – etwa dasselbe Betriebssystem oder dasselbe KI-Modell. Das macht vieles einfacher und billiger, aber ein einziger Fehler kann dann überall gleichzeitig Schaden anrichten.

  • Monorepo

    Ein Monorepo ist ein einzelnes großes Projektarchiv, in dem der komplette Programmcode einer Firma oder eines Produkts liegt – statt verteilt auf viele einzelne Archive. Google, Meta und Airbnb arbeiten so, weil gemeinsame Bausteine dann nur an einer Stelle gepflegt werden müssen.

  • Monte-Carlo-Baumsuche

    Die Monte-Carlo-Baumsuche ist ein Verfahren, mit dem ein Computer aus vielen möglichen Zügen den besten auswählt. Statt alle Möglichkeiten durchzurechnen, spielt sie zufällige Fortsetzungen aus und schaut, welcher Anfang am häufigsten gut endet.

  • Mooresches Gesetz

    Das Mooresche Gesetz ist die Beobachtung, dass sich die Zahl der winzigen Schaltelemente auf einem Computerchip etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Es ist kein Naturgesetz, sondern eine Faustregel, die die Chipbranche jahrzehntelang wie ein Fahrplan behandelt hat.

  • Motion Capture

    Motion Capture ist ein Verfahren, bei dem die Bewegungen eines echten Menschen mit Kameras oder Sensoren gemessen und in Zahlen umgewandelt werden. Diese Daten steuern anschließend eine Figur im Computer, etwa in einem Film oder Videospiel.

  • Motion Graphics

    Motion Graphics sind bewegte Grafiken: Schrift, Formen, Diagramme und Logos, die animiert werden, um Informationen zu vermitteln. Man begegnet ihnen in Nachrichtensendungen, Erklärvideos, Werbespots und in den Animationen von Apps.

  • MTEB

    MTEB ist ein öffentlicher Test, der vergleicht, wie gut verschiedene KI-Modelle Texte in Zahlenlisten übersetzen. Diese Zahlenlisten sind die Grundlage für Suchfunktionen, Sortierung und Ähnlichkeitsvergleiche von Texten.

  • MTIA

    MTIA ist eine Familie von Computerchips, die der Facebook-Konzern Meta selbst entwickelt, um seine KI-Systeme zu betreiben. Die Chips sind speziell für Metas eigene Empfehlungssysteme gebaut und sollen den Konzern unabhängiger von zugekaufter Hardware machen.

  • Multi-Agenten-System

    Ein Multi-Agenten-System ist eine Software, in der mehrere selbstständig handelnde Programme an einer gemeinsamen Aufgabe arbeiten und sich dabei absprechen. In der KI-Welt bedeutet das meist: mehrere Sprachmodell-Instanzen übernehmen verschiedene Rollen und geben sich Ergebnisse weiter.

  • Multi-Head Attention

    Multi-Head Attention ist ein Rechenbaustein moderner Sprachmodelle: Er lässt jedes Wort eines Textes gleichzeitig aus mehreren Blickwinkeln auf alle anderen Wörter schauen. Jeder dieser Blickwinkel prüft eine andere Art von Bezug, etwa Grammatik oder Inhalt.

  • Multi-Head Latent Attention

    Multi-Head Latent Attention ist ein Trick, mit dem Sprachmodelle deutlich weniger Arbeitsspeicher brauchen, während sie einen langen Text verarbeiten. Statt alle Zwischenergebnisse zu jedem bisherigen Wort vollständig zu speichern, legt das Modell nur eine stark verkleinerte Zusammenfassung ab.

  • Multi-Modell-Orchestrierung

    Multi-Modell-Orchestrierung bedeutet, dass ein Programm nicht ein einziges KI-System benutzt, sondern mehrere und für jede Aufgabe das passende auswählt. Eine Steuerungsschicht verteilt die Anfragen, sammelt die Ergebnisse ein und liefert eine Antwort zurück.

  • Multi-Modell-Strategie

    Eine Multi-Modell-Strategie bedeutet, dass ein Unternehmen nicht nur ein einziges KI-System einsetzt, sondern mehrere verschiedene parallel nutzt und je nach Aufgabe auswählt. Ziel sind niedrigere Kosten, bessere Ergebnisse und weniger Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter.

  • Multi-Query Attention

    Multi-Query Attention ist ein Bauprinzip in Sprachmodellen, das den Zwischenspeicher beim Antworten stark verkleinert. Das Modell merkt sich zu jedem bisherigen Wort nur noch eine gemeinsame Kurzfassung statt vieler paralleler Fassungen.

  • Multi-Task Learning

    Multi-Task Learning bezeichnet ein Verfahren, bei dem ein einzelnes Computerprogramm mehrere Aufgaben gleichzeitig lernt statt jede für sich. Die Aufgaben teilen sich dabei einen gemeinsamen Wissensstand, wodurch das Programm oft besser wird, als wenn man es nur auf eine Aufgabe trainiert hätte.

  • Multi-Tenant

    Multi-Tenant beschreibt Software, bei der viele Kunden dieselbe Anlage und dieselbe Programmversion gemeinsam nutzen, ihre Daten aber streng getrennt bleiben. Fast alle Onlinedienste und KI-Angebote sind so gebaut, weil es den Betrieb billig und wartbar macht.

  • Multi-Tenant-System

    Ein Multi-Tenant-System ist eine Software, die viele Kunden gleichzeitig auf derselben Anlage bedient, deren Daten dabei aber streng getrennt hält. Fast alle Online-Dienste, die man im Browser nutzt, funktionieren nach diesem Prinzip.

  • Multi-Token-Prediction

    Multi-Token-Prediction ist ein Trainings- und Rechenverfahren für Sprachmodelle, bei dem das Modell nicht nur das nächste Textstück vorhersagt, sondern gleich mehrere kommende auf einmal. Das kann das Training verbessern und die Textausgabe deutlich beschleunigen.

  • Multimodales Modell

    Ein multimodales Modell ist ein KI-System, das nicht nur Text verarbeitet, sondern auch Bilder, Töne oder Videos – und zwar innerhalb desselben Systems. Dadurch kann es zum Beispiel ein Foto beschreiben, eine gesprochene Frage beantworten oder ein Diagramm auswerten.

  • Multimodalität

    Multimodalität bedeutet, dass ein KI-System mehrere Arten von Eingaben gleichzeitig verarbeiten kann: Text, Bilder, Ton oder Video. Ein solches System kann zum Beispiel ein Foto ansehen und eine Frage dazu beantworten.

  • Multipath Reliable Connection Protocol

    Ein Multipath Reliable Connection Protocol ist eine Regelsammlung, nach der zwei Geräte Daten gleichzeitig über mehrere Wege austauschen – etwa über WLAN und Mobilfunk zusammen. Fällt ein Weg aus, läuft die Verbindung über die übrigen weiter, ohne dass der Nutzer etwas merkt.

  • Multiplayer

    Multiplayer bezeichnet einen Modus, in dem mehrere Menschen gleichzeitig im selben Spiel oder derselben Anwendung aktiv sind und sich gegenseitig beeinflussen. Technisch steckt dahinter ein Server, der alle Aktionen sammelt, sortiert und als gemeinsamen Stand an alle Beteiligten zurückschickt.

  • Multiplikator

    Ein Multiplikator gibt an, wie viel zusätzliche Wirtschaftsleistung entsteht, wenn irgendwo ein Euro zusätzlich ausgegeben wird. Liegt er über 1, löst die erste Ausgabe weitere Ausgaben aus und der Gesamteffekt ist größer als der eingesetzte Betrag.

  • Muscle Memory

    Muscle Memory bezeichnet die Fähigkeit, eine oft geübte Bewegung ohne bewusstes Nachdenken auszuführen — vom Schuhebinden bis zum Tippen auf der Tastatur. Der Begriff ist irreführend: Nicht die Muskeln erinnern sich, sondern das Gehirn hat den Bewegungsablauf abgespeichert.

  • Muskelgedächtnis

    Muskelgedächtnis bezeichnet die Fähigkeit, eine oft geübte Bewegung später ohne bewusstes Nachdenken auszuführen. Der Name führt in die Irre: Gespeichert wird die Bewegung vor allem im Gehirn, die Muskeln selbst merken sich nur ihre Trainingsgeschichte.

  • MVP

    Ein MVP ist die einfachste Version eines Produkts, die man echten Kunden schon geben kann. Sie enthält nur die wichtigste Funktion und soll möglichst schnell zeigen, ob überhaupt jemand das Produkt haben will.

N

  • NAND-Flash

    NAND-Flash ist die Speichertechnik, die Daten in SSDs, Smartphones und USB-Sticks festhält – auch dann, wenn der Strom weg ist. Ihr Preis schwankt stark und ist ein wichtiger Konjunkturindikator der Halbleiterbranche.

  • National Retail Federation

    Die National Retail Federation (NRF) ist der größte Zusammenschluss von Einzelhandelsunternehmen der Welt und vertritt vor allem US-amerikanische Händler. Sie veröffentlicht viel beachtete Umsatzprognosen und richtet mit der „NRF Big Show" die wichtigste Handelsmesse für Technik im Verkauf aus.

  • Nativ multimodales Modell

    Ein nativ multimodales Modell ist ein KI-System, das Text, Bilder, Ton und Video von Anfang an gemeinsam gelernt hat. Es verarbeitet all diese Eingaben in einem einzigen Programm, statt mehrere getrennte Spezialsysteme hintereinanderzuschalten.

  • Native App

    Eine native App ist ein Programm, das gezielt für ein bestimmtes Betriebssystem wie Android oder iOS geschrieben wurde und direkt auf dem Gerät läuft. Sie gilt als schnell und kann alle Funktionen des Geräts nutzen, muss aber für jedes System getrennt entwickelt werden.

  • Native Finance Function

    Eine Native Finance Function ist eine Geldfunktion – etwa Bezahlen, Kredit oder Versicherung –, die direkt in eine App oder Plattform eingebaut ist, statt bei einer Bank separat abgewickelt zu werden. Der Nutzer bleibt in der gewohnten Anwendung, während im Hintergrund ein Finanzdienstleister die eigentliche Abwicklung übernimmt.

  • Natural Language Processing

    Natural Language Processing, kurz NLP, ist das Fachgebiet, das Computern den Umgang mit menschlicher Sprache beibringt. Dazu gehören Übersetzung, Suchmaschinen, Spracherkennung und Chatbots.

  • nDCG

    nDCG ist eine Kennzahl dafür, wie gut eine Ergebnisliste sortiert ist. Sie belohnt es, wenn die wirklich passenden Treffer weit oben stehen, und vergleicht das Ergebnis mit der bestmöglichen Reihenfolge.

  • Neovim

    Neovim ist ein kostenloses Programm zum Schreiben und Bearbeiten von Text, das vor allem Programmiererinnen und Programmierer nutzen. Es ist eine modernisierte Weiterentwicklung des jahrzehntealten Editors Vim und wird komplett über die Tastatur bedient.

  • Net Promoter Score

    Der Net Promoter Score ist eine Kennzahl, die misst, wie bereitwillig Kunden ein Produkt weiterempfehlen würden. Er beruht auf einer einzigen Frage mit einer Skala von 0 bis 10 und ergibt einen Wert zwischen minus 100 und plus 100.

  • Nettoverlust

    Ein Nettoverlust entsteht, wenn ein Unternehmen in einem Zeitraum mehr Geld ausgegeben hat, als es eingenommen hat. Er ist die letzte Zeile der Gewinn- und Verlustrechnung und steht dort mit einem Minuszeichen.

  • Netzanschluss-Warteschlange

    Die Netzanschluss-Warteschlange ist die Liste aller Projekte, die an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden wollen und auf eine Prüfung durch den Netzbetreiber warten. Sie ist zu einem der wichtigsten Engpässe für neue Rechenzentren und für den Ausbau erneuerbarer Energien geworden.

  • Netzsegmentierung

    Netzsegmentierung bedeutet, ein Computernetzwerk in mehrere abgetrennte Bereiche zu zerlegen, zwischen denen nur ausgewählte Verbindungen erlaubt sind. Dadurch kann sich ein Angreifer oder ein Schadprogramm nicht ungehindert im gesamten Netz ausbreiten.

  • Netzwerkeffekt

    Ein Netzwerkeffekt liegt vor, wenn ein Produkt für jeden einzelnen Nutzer wertvoller wird, je mehr Menschen es benutzen. Er erklärt, warum bei Messengern, Marktplätzen und Plattformen oft wenige große Anbieter den Markt beherrschen.

  • Netzwerkeffekt

    Ein Netzwerkeffekt liegt vor, wenn ein Produkt für jeden einzelnen Nutzer wertvoller wird, je mehr andere Menschen es ebenfalls benutzen. Er erklärt, warum bei Messengern, Marktplätzen und Plattformen oft wenige große Anbieter den Markt beherrschen.

  • Neural Engine

    Die Neural Engine ist ein spezialisierter Rechenbaustein in Apples Chips, der ausschließlich die Rechenarten übernimmt, die KI-Programme brauchen. Sie erledigt diese Aufgaben schneller und stromsparender als der normale Hauptprozessor.

  • Neuro-symbolische KI

    Neuro-symbolische KI kombiniert lernende Systeme, die Muster aus vielen Beispielen erkennen, mit festen Regeln und Logik. Ziel ist eine KI, die sowohl flexibel wie ein Sprachmodell als auch verlässlich wie ein Taschenrechner arbeitet.

  • Neuroantigen-Impfstoff

    Ein Neuroantigen-Impfstoff ist ein experimentelles Mittel, das dem Immunsystem gezielt Bausteine aus dem Nervensystem zeigt, um dessen Reaktion darauf zu steuern. Ziel ist es, entweder eine schädliche Abwehrreaktion abzuschalten oder eine gewünschte gegen krankmachende Eiweiße auszulösen.

  • Neuronales Netz

    Ein neuronales Netz ist ein Rechenverfahren, das aus vielen einfachen Rechenschritten besteht und aus Beispielen lernt, statt festen Regeln zu folgen. Es ist die Grundlage fast aller heutigen KI-Systeme, von Sprachassistenten bis zur Bilderkennung.

  • New Bookings

    New Bookings sind der Wert aller Verträge, die ein Unternehmen in einem Zeitraum neu abgeschlossen hat — unabhängig davon, wann das Geld tatsächlich fließt. Die Kennzahl gilt als Frühindikator für den künftigen Umsatz, vor allem bei Software- und Cloud-Anbietern.

  • Next-Token-Prediction

    Next-Token-Prediction ist das Grundprinzip heutiger Sprach-KIs: Das Programm sagt immer nur voraus, welches Textstück als nächstes kommt, und hängt es an. Aus dieser einen simplen Aufgabe entstehen ganze Antworten, Aufsätze und sogar Programmcode.

  • Next.js

    Next.js ist ein kostenloses Baukastensystem, mit dem Entwickler Webseiten und Web-Anwendungen erstellen. Es nimmt ihnen wiederkehrende Arbeiten ab und sorgt dafür, dass Seiten schnell laden und von Suchmaschinen gefunden werden.

  • Nicht-deterministisches System

    Ein nicht-deterministisches System kann bei gleicher Eingabe unterschiedliche Ergebnisse liefern. Bei KI-Chatbots ist das der Normalfall: Dieselbe Frage zweimal gestellt ergibt oft zwei verschieden formulierte Antworten.

  • Nicht-invasives Brain-Computer-Interface

    Ein nicht-invasives Brain-Computer-Interface misst Hirnaktivität von außen durch die Kopfhaut und übersetzt sie in Steuerbefehle für einen Computer. Es kommt ohne Operation aus, liefert dafür aber ein deutlich unschärferes Signal als eingepflanzte Elektroden.

  • Niedrige Erdumlaufbahn

    Die niedrige Erdumlaufbahn ist der Bereich rund 200 bis 2.000 Kilometer über der Erdoberfläche, in dem sich die meisten Satelliten bewegen. Dort umrundet ein Satellit die Erde in etwa 90 Minuten – das macht die Bahn günstig für Internetdienste und Erdbeobachtung, aber auch anfällig für Weltraumschrott.

  • NIMBY

    NIMBY steht für „Not In My Back Yard“ und beschreibt Menschen, die ein Bauvorhaben grundsätzlich befürworten, es aber nicht in ihrer eigenen Nachbarschaft haben wollen. Der Begriff taucht in Tech-News vor allem auf, wenn Anwohner sich gegen neue Rechenzentren, Stromleitungen oder Windparks wehren.

  • Nitro-Chips

    Nitro-Chips sind selbst entwickelte Spezialbausteine von Amazon, die in den Servern der Cloud-Sparte AWS stecken. Sie übernehmen Verwaltungsaufgaben wie Netzwerk, Speicherzugriff und Sicherheit, damit die eigentlichen Hauptprozessoren fast ihre gesamte Leistung für die Kunden übrig haben.

  • No-Code

    No-Code bezeichnet Werkzeuge, mit denen man Software zusammenbauen kann, ohne Programmcode zu schreiben. Man klickt und zieht Bausteine an ihren Platz, statt Befehle einzutippen.

  • No-Code-Workflow

    Ein No-Code-Workflow ist eine Abfolge automatisch ablaufender Arbeitsschritte, die man ohne Programmieren zusammenklickt. Statt Code schreibt man Regeln nach dem Muster „Wenn dies passiert, dann tu das".

  • Node-basierte Programmierung

    Node-basierte Programmierung ist eine Art, Computerabläufe zu bauen, indem man Kästchen auf einer Fläche mit Linien verbindet, statt Textzeilen zu tippen. Jedes Kästchen erledigt einen kleinen Arbeitsschritt, und die Linien zeigen, in welcher Reihenfolge die Daten hindurchfließen.

  • Node.js

    Node.js ist eine Software, mit der man Programme in der Sprache JavaScript außerhalb des Browsers ausführen kann. Damit lassen sich Server, Werkzeuge und ganze Webdienste in derselben Sprache schreiben wie die Anzeige im Browser.

  • Non-Consensual Intimate Media

    Non-Consensual Intimate Media, kurz NCII, sind Nacktbilder oder sexuelle Aufnahmen einer Person, die ohne deren Einverständnis verbreitet werden. Dazu zählen auch gefälschte Bilder, die eine KI aus harmlosen Fotos erzeugt hat.

  • Nostr

    Nostr ist ein offenes Regelwerk für soziale Netzwerke, bei dem es keine zentrale Firma gibt, die alle Nachrichten verwaltet. Jeder Nutzer besitzt stattdessen ein eigenes digitales Schlüsselpaar und verschickt seine Beiträge über viele unabhängige Server, sogenannte Relays.

  • Notleidende Kredite

    Notleidende Kredite sind Darlehen, bei denen der Schuldner seit längerer Zeit nicht mehr zahlt – in der Regel seit mehr als 90 Tagen. Für Banken sind sie ein zentrales Risikomaß, weil sie Gewinne mindern und in großer Zahl ganze Finanzsysteme belasten können.

  • npm

    npm ist der zentrale Umschlagplatz für fertige Programmbausteine der Programmiersprache JavaScript. Über ein kleines Kommandozeilenwerkzeug lädt man solche Bausteine in ein eigenes Projekt, statt alles selbst zu schreiben.

  • NPU

    Eine NPU ist ein spezieller Chipbaustein in Handys, Laptops und anderen Geräten, der ausschließlich die Rechenschritte von KI-Programmen erledigt. Sie ist dafür schneller und stromsparender als der normale Hauptprozessor.

  • NPU as a Service

    NPU as a Service bedeutet, dass man spezielle KI-Rechenchips nicht kauft, sondern über das Internet stundenweise mietet. Anbieter betreiben die Chips in ihren Rechenzentren, Kunden zahlen nur für die Zeit, in der sie tatsächlich rechnen.

  • NSFR (Not Safe for Regulation)

    NSFR steht für „Not Safe for Regulation“ und bezeichnet Inhalte oder Funktionen einer KI, die zwar technisch möglich sind, aber gegen Gesetze oder Aufsichtsregeln verstoßen könnten. Der Ausdruck ist ein halb scherzhaftes Warnschild in der Tech-Branche und kein offizieller Rechtsbegriff.

  • NTSC

    NTSC ist die Fernsehnorm, die von den 1940er Jahren an in den USA, Kanada, Japan und Teilen Südamerikas galt. Sie legte fest, wie ein Bild in ein elektrisches Signal übersetzt wird, und war der erste Standard, der Farbe übertrug, ohne alte Schwarz-Weiß-Geräte unbrauchbar zu machen.

  • Nudging

    Nudging bedeutet, Entscheidungen von Menschen durch die geschickte Gestaltung der Auswahlsituation in eine bestimmte Richtung zu lenken, ohne etwas zu verbieten oder zu bezahlen. In digitalen Produkten entscheidet oft eine Software, welcher Anstupser wem angezeigt wird.

  • Nullkuponanleihe

    Eine Nullkuponanleihe ist ein Wertpapier, bei dem der Käufer während der Laufzeit keine Zinsen ausgezahlt bekommt. Stattdessen kauft er das Papier günstiger, als es am Ende zurückgezahlt wird — der Gewinn steckt komplett in dieser Differenz.

  • NumPy

    NumPy ist eine Erweiterung für die Programmiersprache Python, mit der sich große Mengen an Zahlen schnell verarbeiten lassen. Sie bildet die Grundlage für fast alle Programme in Datenanalyse, Wissenschaft und künstlicher Intelligenz.

  • Nurture-Flow

    Ein Nurture-Flow ist eine automatisch ablaufende Kette von Nachrichten, meist E-Mails, die ein Unternehmen über Tage oder Wochen an Interessenten schickt. Ziel ist es, aus jemandem, der nur neugierig ist, Schritt für Schritt einen Kunden zu machen.

  • Nutzenfunktion

    Eine Nutzenfunktion ist eine Rechenvorschrift, die jedem möglichen Ergebnis eine Zahl zuordnet und damit sagt, wie gut dieses Ergebnis ist. Maschinen und Programme benutzen sie, um zwischen Handlungsmöglichkeiten zu entscheiden, weil sie so verschiedene Ausgänge direkt vergleichen können.

  • Nutzungsbasierte Abrechnung

    Bei der nutzungsbasierten Abrechnung zahlt ein Kunde nicht einen festen Monatsbetrag, sondern genau so viel, wie er tatsächlich verbraucht hat. In der Tech-Branche ist das die übliche Art, Rechenleistung und KI-Dienste zu verkaufen.

  • Nutzungsdauer

    Die Nutzungsdauer ist der Zeitraum, über den ein Unternehmen einen gekauften Gegenstand voraussichtlich verwendet und seine Kosten in der Buchhaltung verteilt. Bei Rechenzentren für künstliche Intelligenz entscheidet diese Zahl mit darüber, wie hoch der ausgewiesene Gewinn eines Konzerns ausfällt.

  • Nutzungslimit

    Ein Nutzungslimit ist eine Obergrenze dafür, wie oft oder wie viel man einen Onlinedienst in einem bestimmten Zeitraum verwenden darf. Bei KI-Diensten begrenzt es etwa die Zahl der Anfragen pro Stunde oder die Menge an Text, die man pro Monat verarbeiten lassen kann.

  • NVL72

    NVL72 ist ein kompletter Serverschrank von Nvidia, in dem 72 Grafikprozessoren so eng verbunden sind, dass sie sich wie ein einziger riesiger Rechner verhalten. Er wurde für den Betrieb sehr großer KI-Modelle gebaut und gilt als Maßstab für moderne Rechenzentren.

  • NVLink

    NVLink ist eine schnelle Direktverbindung zwischen Grafikchips von Nvidia, über die diese Chips Daten austauschen. Sie ist deutlich schneller als der übliche Steckplatz im Computer und macht aus vielen einzelnen Chips eine gemeinsam rechnende Einheit.

O

  • OAuth

    OAuth ist ein Standardverfahren, mit dem eine App auf Daten eines anderen Dienstes zugreifen darf, ohne dein Passwort zu kennen. Statt des Passworts erhält sie einen begrenzten Zugangsschlüssel, den du jederzeit widerrufen kannst.

  • OAuth 2.0 Device Authorization Grant

    Der OAuth 2.0 Device Authorization Grant ist ein Anmeldeverfahren für Geräte ohne Tastatur oder Browser, etwa Fernseher und Spielkonsolen. Das Gerät zeigt einen kurzen Code an, den man am Handy oder Laptop bestätigt – danach darf das Gerät auf das Konto zugreifen.

  • OAuth-Scope

    Ein OAuth-Scope legt fest, wie viel eine fremde App bei einem Onlinedienst in deinem Namen tun darf. Er ist die feine Abstufung zwischen „gar kein Zugriff“ und „vollständiger Zugriff auf dein Konto“.

  • Observation Data

    Observation Data sind Daten, die durch bloßes Beobachten entstehen, ohne dass jemand in die Situation eingreift. Sie zeigen zuverlässig, was zusammen auftritt, verraten aber selten sicher, was wodurch verursacht wird.

  • OCR

    OCR ist die automatische Umwandlung von Text auf Bildern oder Scans in Zeichen, die ein Computer bearbeiten und durchsuchen kann. Die Abkürzung steht für Optical Character Recognition, auf Deutsch optische Zeichenerkennung.

  • OEIS

    Die OEIS ist eine frei zugängliche Online-Datenbank mit über 380.000 Zahlenfolgen, von 1, 1, 2, 3, 5, 8 bis zu hochspeziellen Reihen aus der Forschung. Wer die ersten Glieder einer Folge eingibt, erfährt, ob sie schon bekannt ist und was über sie bekannt ist.

  • Off-Grid

    Off-Grid bezeichnet den Betrieb ohne Anschluss an das öffentliche Stromnetz: Der Strom wird vor Ort erzeugt und gespeichert. In der Tech-Branche ist der Begriff wichtig geworden, weil große Rechenzentren zunehmend eigene Kraftwerke bauen, statt auf Netzanschlüsse zu warten.

  • Offshore-Entwicklung

    Offshore-Entwicklung bedeutet, dass ein Unternehmen Software nicht im eigenen Land bauen lässt, sondern von Teams in weit entfernten Ländern. Meist geht es um niedrigere Lohnkosten und um den Zugang zu Fachkräften, die zu Hause fehlen.

  • Oligarchie

    Eine Oligarchie ist eine Ordnung, in der eine kleine Gruppe die wichtigen Entscheidungen trifft, ohne dass die Mehrheit sie dazu beauftragt hat. Der Begriff stammt aus der Politik, wird heute aber auch für Märkte benutzt, in denen wenige Unternehmen fast alles kontrollieren.

  • On-Chip Memory

    On-Chip Memory ist Speicher, der direkt auf demselben Siliziumplättchen sitzt wie die Rechenwerke eines Prozessors. Er ist um ein Vielfaches schneller als externer Speicher, aber sehr klein und teuer — und deshalb ein zentraler Engpass bei KI-Chips.

  • On-Device-Inferenz

    On-Device-Inferenz bedeutet, dass ein fertig trainiertes KI-Modell direkt auf dem Handy, Laptop oder Auto rechnet statt in einem entfernten Rechenzentrum. Das Gerät braucht dafür kein Internet, die Daten bleiben beim Nutzer, dafür ist die Rechenleistung begrenzt.

  • On-Device-KI

    On-Device-KI bezeichnet Programme mit künstlicher Intelligenz, die direkt auf dem Handy, Laptop oder Auto rechnen — und nicht auf fremden Rechnern im Internet. Das macht sie schneller, unabhängiger von der Verbindung und schont die Privatsphäre, begrenzt aber die Größe der Modelle.

  • On-Device-Verarbeitung

    On-Device-Verarbeitung bedeutet, dass ein Gerät wie ein Handy eine Aufgabe selbst berechnet, statt die Daten an einen fremden Computer im Internet zu schicken. Das schützt private Daten, funktioniert ohne Internet und spart dem Anbieter Betriebskosten.

  • On-Premise

    On-Premise heißt: Ein Unternehmen betreibt seine Software und die dazugehörigen Rechner in den eigenen Räumen, statt sie bei einem fremden Anbieter im Internet zu mieten. Das kostet mehr Aufwand, gibt aber die vollständige Kontrolle über die eigenen Daten.

  • One-Shot

    One-Shot bezeichnet den Fall, dass ein KI-System eine Aufgabe löst, nachdem es genau ein einziges Beispiel dafür gesehen hat. Der Begriff taucht vor allem bei Textmodellen auf: Man stellt eine Aufgabe und zeigt dazu eine einzige Musterlösung.

  • One-Shot-Aufgabe

    Eine One-Shot-Aufgabe ist eine Aufgabe, bei der ein KI-System genau ein einziges Beispiel bekommt und daraus ableiten soll, was zu tun ist. Der Begriff beschreibt damit, wie sparsam ein System mit Vorgaben umgehen kann – im Unterschied zu Verfahren, die hunderte Beispiele brauchen.

  • Onshoring

    Onshoring bedeutet, dass ein Unternehmen Produktion oder Dienstleistungen wieder im eigenen Land erledigt, statt sie im Ausland einzukaufen. In der Tech-Branche geht es dabei vor allem um Chipfabriken und Rechenzentren, die aus Asien zurück nach Europa oder in die USA geholt werden.

  • Ontologie

    Eine Ontologie ist eine geordnete Beschreibung davon, welche Dinge es in einem Themengebiet gibt und wie sie zusammenhängen. Computer nutzen sie, um Begriffe nicht nur als Wörter zu speichern, sondern deren Bedeutung nachvollziehen zu können.

  • Open Model Agreement

    Ein Open Model Agreement ist der Vertragstext, mit dem ein Unternehmen ein selbst entwickeltes KI-Modell zur Weiterverwendung freigibt. Es regelt, wer das Modell herunterladen, verändern und kommerziell einsetzen darf – und welche Nutzungen ausgeschlossen bleiben.

  • Open Source

    Open Source bedeutet, dass der Bauplan eines Programms öffentlich einsehbar ist und von jedem genutzt, verändert und weitergegeben werden darf. In der KI-Branche ist der Begriff umstritten, weil viele "offene" Modelle nur teilweise offenliegen.

  • Open Web

    Als Open Web bezeichnet man den Teil des Internets, dessen Inhalte für jeden frei erreichbar sind – ohne Konto, ohne App, ohne Bezahlschranke. Es steht im Gegensatz zu geschlossenen Plattformen, die ihre Inhalte nur innerhalb der eigenen Umgebung anzeigen.

  • Open Weights

    Open Weights heißt: Eine Firma veröffentlicht die fertig trainierten Zahlenwerte ihres KI-Modells zum Herunterladen. Jeder kann das Modell damit selbst betreiben und anpassen, muss aber nicht erfahren, mit welchen Daten es trainiert wurde.

  • Open-Source-Framework

    Ein Open-Source-Framework ist ein frei verfügbares Grundgerüst aus fertigem Programmcode, das Entwickler für eigene Software wiederverwenden dürfen. Bekannte Beispiele aus der KI-Welt sind PyTorch und TensorFlow, auf denen ein Großteil aller heutigen KI-Modelle gebaut wird.

  • Open-Weight

    Open-Weight bedeutet, dass ein Unternehmen die fertig trainierten Zahlenwerte eines KI-Modells zum Download freigibt. Jeder kann das Modell dann auf eigenen Rechnern betreiben, verändern und weitergeben – ohne den Anbieter zu fragen.

  • Open-Weight-Modell

    Ein Open-Weight-Modell ist ein KI-Modell, dessen fertig gelernte Zahlenwerte öffentlich zum Download stehen. Jeder kann es damit auf eigener Hardware betreiben, verändern und weitergeben – ohne den Anbieter zu fragen.

  • Open-Weights-Modell

    Ein Open-Weights-Modell ist ein KI-Modell, dessen fertig gelernte Zahlenwerte öffentlich zum Download bereitstehen. Jeder kann es damit auf eigenen Rechnern betreiben, muss aber nicht erfahren, mit welchen Daten es trainiert wurde.

  • OpenAI-kompatible API

    Eine OpenAI-kompatible API ist eine Software-Schnittstelle, die Anfragen genau so entgegennimmt wie die Schnittstelle der Firma OpenAI. Programme, die für OpenAI geschrieben wurden, funktionieren dadurch ohne Umbau auch mit anderen Anbietern oder mit Modellen auf dem eigenen Rechner.

  • OpenAPI

    OpenAPI ist ein weit verbreitetes Format, mit dem Entwickler in einer festen Struktur aufschreiben, welche Funktionen ein Web-Dienst anbietet und wie man ihn anspricht. Aus dieser Beschreibung lassen sich automatisch Dokumentation, Testwerkzeuge und Programmcode erzeugen – heute auch die Anbindung von KI-Systemen an fremde Dienste.

  • OpenClaw

    OpenClaw ist ein quelloffener digitaler Assistent, der auf dem eigenen Rechner läuft und dort selbstständig Aufgaben erledigt – etwa Nachrichten beantworten oder Termine eintragen. Das Projekt wurde ab Ende 2025 sehr schnell bekannt, geriet aber wegen Sicherheitslücken auch in die Kritik.

  • OpenID Connect

    OpenID Connect, kurz OIDC, ist ein weltweit einheitliches Verfahren, mit dem man sich bei einer Webseite oder App über ein bestehendes Konto bei einem anderen Anbieter anmelden kann. Es steckt hinter jedem Knopf der Art „Mit Google anmelden“ und sorgt dafür, dass die Webseite das Passwort nie zu sehen bekommt.

  • OpenRouter

    OpenRouter ist ein Onlinedienst, über den man mit einem einzigen Zugang Hunderte verschiedener KI-Sprachmodelle nutzen kann. Der Dienst leitet jede Anfrage an den passenden Anbieter weiter und rechnet zentral ab.

  • OpenSearch

    OpenSearch ist eine frei verfügbare Software, mit der man sehr große Mengen an Text und Messwerten durchsuchen und auswerten kann. Sie entstand 2021 als Abspaltung der Suchsoftware Elasticsearch, nachdem deren Hersteller die Nutzungsbedingungen verschärft hatte.

  • Operating Partner

    Ein Operating Partner ist ein erfahrener Manager, der bei einer Investmentfirma angestellt ist und in den zugekauften Unternehmen operativ mitarbeitet. Er soll den Wert dieser Firmen steigern, statt nur Geld zu verwalten oder Verträge zu verhandeln.

  • Operative Marge

    Die operative Marge zeigt, wie viel von jedem eingenommenen Euro nach den laufenden Kosten des Geschäfts übrig bleibt. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen, um zu beurteilen, ob ein Unternehmen sein eigentliches Geschäft profitabel betreibt.

  • OpEx

    OpEx sind die laufenden Kosten, die ein Unternehmen im täglichen Betrieb bezahlt – etwa Strom, Gehälter oder gemietete Rechenleistung. In der Tech-Branche ist OpEx die Gegenfigur zu CapEx, den einmaligen Ausgaben für gekaufte Anlagen wie eigene Rechenzentren.

  • Oppenheimer-Moment

    Als Oppenheimer-Moment bezeichnet man den Punkt, an dem Forscherinnen und Forscher erkennen, dass ihre eigene Erfindung gefährlich werden kann. Der Ausdruck stammt vom Physiker Robert Oppenheimer, der die erste Atombombe mitentwickelte, und wird heute vor allem in der Debatte über künstliche Intelligenz benutzt.

  • Opt-in

    Opt-in bedeutet: Etwas passiert erst, wenn man selbst aktiv zustimmt. Ohne ausdrückliche Erlaubnis darf ein Unternehmen zum Beispiel keine Werbemails schicken oder persönliche Daten für das Training von KI-Systemen verwenden.

  • Opt-out

    Opt-out bezeichnet eine Regel, bei der etwas standardmäßig erlaubt ist und man aktiv widersprechen muss, wenn man es nicht will. Im Netz betrifft das vor allem die Frage, ob eigene Daten, Texte oder Bilder zum Training von KI-Systemen verwendet werden dürfen.

  • Optical Character Recognition

    Optical Character Recognition, kurz OCR, ist die automatische Umwandlung von Bildern mit Schrift in bearbeitbaren Text. Ein Foto einer Rechnung wird dadurch zu Zeichen, die ein Computer durchsuchen, kopieren und weiterverarbeiten kann.

  • OptiX

    OptiX ist eine Software-Schnittstelle von Nvidia, mit der Programme Bilder berechnen können, indem sie den Weg einzelner Lichtstrahlen durch eine Szene verfolgen. Sie übernimmt die aufwendige Suche danach, welcher Strahl welches Objekt trifft, und nutzt dafür spezielle Recheneinheiten moderner Grafikkarten.

  • Orbital Computing

    Orbital Computing bezeichnet die Idee, große Computeranlagen nicht auf der Erde, sondern in Satelliten zu betreiben, die die Erde umkreisen. Sonnenlicht liefert dort rund um die Uhr Strom, doch Kühlung, Reparaturen und Datenübertragung sind schwierig.

  • Orchestration Tax

    Die Orchestration Tax ist der zusätzliche Aufwand, der entsteht, wenn viele Programmteile oder KI-Modelle koordiniert zusammenarbeiten müssen. Sie zeigt sich als längere Wartezeit, höhere Kosten und mehr Fehlerquellen — und frisst einen Teil des Vorteils wieder auf, den die Aufteilung bringen sollte.

  • Orchestrierung

    Orchestrierung bedeutet, viele einzelne Programmteile so zu steuern, dass sie in der richtigen Reihenfolge zusammenarbeiten. In KI-Systemen regelt sie, welches Modell, welche Datenquelle und welches Werkzeug für eine Anfrage wann zum Einsatz kommt.

  • Orchestrierungsmodell

    Ein Orchestrierungsmodell ist ein KI-Modell, das eine Anfrage nicht selbst beantwortet, sondern entscheidet, wer oder was sie bearbeitet. Es verteilt Aufgaben an andere Modelle, Werkzeuge oder Datenquellen und fügt die Ergebnisse am Ende zusammen.

  • Origin-Server

    Der Origin-Server ist der Computer, auf dem eine Webseite oder App im Original liegt. Alle Kopien, die weltweit an Nutzer ausgeliefert werden, stammen letztlich von ihm.

  • ORM

    ORM steht für Object-Relational Mapping und bezeichnet eine Softwareschicht, die zwischen einem Programm und seiner Datenbank übersetzt. Sie erlaubt Entwicklern, mit gewohnten Programmierobjekten zu arbeiten, statt Datenbankbefehle von Hand zu schreiben.

  • OSINT

    OSINT steht für „Open Source Intelligence“ und bezeichnet das systematische Auswerten öffentlich zugänglicher Informationen, etwa von Webseiten, Social-Media-Posten, Satellitenbildern oder Firmenregistern. Aus vielen einzeln harmlosen Fundstücken entsteht dabei ein Gesamtbild, das vorher niemand hatte.

  • OSWorld

    OSWorld ist ein Testverfahren, das prüft, wie gut ein KI-System einen echten Computer selbstständig bedienen kann. Die KI bekommt Aufgaben wie „Ändere die Schriftgröße in dieser Datei" und muss sie mit Maus und Tastatur in einem laufenden Betriebssystem lösen.

  • Outcome-based Pricing

    Outcome-based Pricing ist ein Preismodell, bei dem ein Kunde nicht für die Nutzung eines Produkts zahlt, sondern für ein erreichtes Ergebnis. In der Softwarebranche wird es gerade wichtig, weil digitale Helfer zunehmend ganze Aufgaben erledigen statt nur Werkzeuge bereitzustellen.

  • Outcome-based Pricing für Beratung

    Outcome-based Pricing für Beratung bedeutet: Ein Beratungsunternehmen wird nicht nach geleisteten Arbeitsstunden bezahlt, sondern nach dem Ergebnis, das beim Kunden messbar eintritt. Das Modell gewinnt an Bedeutung, weil KI-Werkzeuge die Arbeitszeit von Beraterinnen und Beratern stark verkürzen und damit das klassische Stundenhonorar untergraben.

  • Output-Klassifikator

    Ein Output-Klassifikator ist ein zusätzliches Prüfprogramm, das die fertige Antwort eines KI-Systems liest und einsortiert, bevor der Nutzer sie sieht. Stuft es die Antwort als problematisch ein, wird sie blockiert, abgeschwächt oder an einen Menschen weitergeleitet.

  • Output-Token

    Ein Output-Token ist ein kleines Textstück, das ein KI-Sprachprogramm bei seiner Antwort erzeugt – meist ein Wort, ein Wortteil oder ein Satzzeichen. Weil solche Programme ihre Antwort Stück für Stück aufbauen, werden Output-Token zur wichtigsten Maßeinheit für Tempo und Kosten.

  • Overflow-Fehler

    Ein Overflow-Fehler entsteht, wenn eine Zahl größer wird, als der dafür reservierte Speicherplatz fassen kann. Das Ergebnis ist dann nicht einfach ungenau, sondern oft völlig falsch – etwa wenn aus einer sehr großen positiven Zahl plötzlich eine negative wird.

  • Oversight Board

    Das Oversight Board ist ein unabhängiges Gremium, das überprüft, ob Facebook und Instagram Beiträge zu Recht gelöscht oder stehen gelassen haben. Seine Entscheidungen sind für den Konzern Meta im Einzelfall verbindlich, weshalb es oft als eine Art oberstes Gericht der Plattformen bezeichnet wird.

  • OWASP Top 10

    Die OWASP Top 10 sind eine regelmäßig aktualisierte Liste der zehn häufigsten und gefährlichsten Sicherheitslücken in Webanwendungen. Sie gilt weltweit als Grundlagenkatalog dafür, was Entwickler und Prüfer beim Absichern von Software zuerst kontrollieren sollten.

  • Owned Media

    Owned Media sind alle Kommunikationskanäle, die ein Unternehmen selbst besitzt und kontrolliert – etwa die eigene Website, der eigene Newsletter oder ein eigener Blog. Der Begriff grenzt sie von bezahlter Werbung und von Berichten ab, die andere über das Unternehmen verbreiten.

P

  • PaaS

    PaaS steht für „Platform as a Service“: Ein Anbieter stellt über das Internet eine fertige Umgebung bereit, in der Programme laufen. Der Kunde lädt nur seinen eigenen Programmcode hoch, um Server, Betriebssystem und Updates kümmert sich der Anbieter.

  • PAC-Lernen

    PAC-Lernen ist ein mathematisches Modell dafür, wann ein Computerprogramm aus Beispielen zuverlässig lernen kann. Es sagt: Mit genügend Beispielen liegt das Programm mit hoher Wahrscheinlichkeit nur selten daneben — und beziffert, wie viele Beispiele dafür nötig sind.

  • Padding

    Padding bedeutet, kürzere Daten künstlich aufzufüllen, damit alle Eingaben eines Stapels gleich lang sind. Der Computer kann sie dann in einem Rutsch verarbeiten, muss die aufgefüllten Stellen aber gezielt ignorieren.

  • Page Weight

    Page Weight bezeichnet die gesamte Datenmenge, die ein Browser herunterladen muss, damit eine Webseite vollständig angezeigt wird. Je größer diese Menge ist, desto länger dauert der Aufbau der Seite – besonders bei langsamem Mobilfunk.

  • PagedAttention

    PagedAttention ist ein Verfahren, das den Arbeitsspeicher von Grafikkarten beim Betrieb von Sprachmodellen in kleine Blöcke aufteilt, statt für jede Anfrage einen großen zusammenhängenden Bereich zu reservieren. Dadurch passen viele Anfragen gleichzeitig auf eine Karte, was Antworten deutlich billiger macht.

  • PageRank

    PageRank ist ein Rechenverfahren, das die Wichtigkeit einer Webseite daraus ableitet, wie viele andere Seiten auf sie verlinken. Es war die Grundidee hinter der Google-Suche und prägt bis heute, wie Rangfolgen in Netzwerken berechnet werden.

  • Paketmanager

    Ein Paketmanager ist ein Programm, das andere Programme und Programmbausteine automatisch installiert, aktualisiert und wieder entfernt. Er merkt sich außerdem, welche Bausteine voneinander abhängen, und holt fehlende Teile selbstständig nach.

  • Parameter

    Parameter sind die Zahlen im Inneren eines KI-Modells, die beim Lernen eingestellt werden und das Wissen des Modells speichern. Ihre Anzahl – oft Milliarden – ist die gängigste Größenangabe für ein Modell.

  • Parameter (KI-Modell)

    Parameter sind die einstellbaren Zahlen im Inneren eines KI-Modells, die beim Lernen aus Beispielen angepasst werden. Ihre Anzahl – oft viele Milliarden – gilt als grobes Maß für die Größe eines Modells.

  • Parameter (Modellgröße)

    Parameter sind die vielen einzelnen Zahlen im Inneren eines KI-Modells, die beim Lernen eingestellt werden und das gesamte Wissen des Modells speichern. Ihre Anzahl gilt als gängiges Maß für die Größe eines Modells – man liest sie in Angaben wie „7 Milliarden Parameter“.

  • Parameterzahl

    Die Parameterzahl gibt an, wie viele einstellbare Zahlenwerte ein KI-Modell im Inneren besitzt. Sie ist das gängigste Maß für die Größe eines Modells – sagt aber allein noch nichts über seine Qualität.

  • Parasoziale Beziehung

    Eine parasoziale Beziehung ist eine einseitige Bindung an eine Person oder Figur, die den Nutzer selbst nicht kennt – etwa an einen Moderator, eine Streamerin oder einen KI-Chatbot. Bei Sprach-KIs wird der Begriff wichtig, weil Systeme sich persönlich anfühlen, ohne ein Gegenüber zu sein.

  • Pareto-Front

    Die Pareto-Front ist die Menge aller Lösungen, bei denen man ein Ziel nur noch verbessern kann, wenn man ein anderes verschlechtert. In der KI beschreibt sie zum Beispiel, welche Kombinationen aus Genauigkeit und Kosten überhaupt erreichbar sind.

  • Parser

    Ein Parser ist ein Programmteil, der eine Zeichenkette nach festen Regeln liest und in eine geordnete Struktur übersetzt, mit der ein Computer weiterarbeiten kann. Ohne Parser wären Quelltexte, Webseiten, Konfigurationsdateien und die Antworten von KI-Systemen für Software nur sinnlose Buchstabenfolgen.

  • Passkey

    Ein Passkey ist ein Ersatz für das Passwort: Statt eines Worts, das man sich merkt, speichert das Gerät einen geheimen digitalen Schlüssel und beweist damit die eigene Identität. Freigegeben wird die Anmeldung meist per Fingerabdruck, Gesichtsscan oder Geräte-PIN.

  • Patch

    Ein Patch ist eine kleine Korrektur für ein bereits ausgeliefertes Programm. Er behebt Fehler oder schließt Sicherheitslücken, ohne dass das gesamte Programm neu installiert werden muss.

  • Pathogen

    Ein Pathogen ist ein Krankheitserreger: ein winziges Lebewesen oder Partikel, das in einen Körper eindringt und dort eine Krankheit auslöst. In der Technikwelt taucht der Begriff auf, weil KI-Systeme heute helfen, Erreger zu erkennen, Ausbrüche vorherzusagen und Medikamente gegen sie zu entwerfen.

  • Pay-per-Crawl

    Pay-per-Crawl bedeutet: Wer automatisiert Texte und Bilder von einer Website einsammelt, muss dafür bezahlen. Betreiber von Websites wollen so Geld von KI-Unternehmen verlangen, die ihre Inhalte für das Training von Programmen nutzen.

  • Payroll

    Payroll bezeichnet einerseits die Lohn- und Gehaltsabrechnung eines Unternehmens, andererseits den monatlichen US-Bericht über die Zahl der bezahlten Beschäftigten. In den Finanznachrichten ist fast immer der zweite Fall gemeint: eine Zahl, die Börsen und Zinsentscheidungen stark bewegt.

  • Peak-Hour-Drosselung

    Peak-Hour-Drosselung bedeutet, dass ein Onlinedienst zu den Zeiten mit den meisten Nutzern absichtlich langsamer arbeitet oder weniger Anfragen zulässt. Anbieter von KI-Diensten setzen das ein, weil ihre Rechenzentren nur eine begrenzte Menge an Anfragen gleichzeitig verarbeiten können.

  • Pebble

    Pebble war eine der ersten erfolgreichen Computeruhren: eine Armbanduhr mit kleinem Bildschirm, die Nachrichten vom Handy anzeigt. Sie wurde 2012 über eine Spendenplattform im Internet finanziert, brach dort alle Rekorde und wurde 2016 verkauft.

  • PEDOT:PSS

    PEDOT:PSS ist ein Kunststoff, der Strom leitet. Er lässt sich als blaue Flüssigkeit dünn auf Oberflächen auftragen und dient in Solarzellen, Displays und biegsamer Elektronik als durchsichtige Stromschicht.

  • Penetrationstest

    Ein Penetrationstest ist ein geplanter, erlaubter Angriff auf die eigenen Computersysteme, um Sicherheitslücken zu finden, bevor echte Angreifer sie ausnutzen. Fachleute gehen dabei so vor wie Kriminelle, melden ihre Funde aber an den Auftraggeber statt sie auszunutzen.

  • Pentester

    Ein Pentester ist ein bezahlter Fachmann, der im Auftrag eines Unternehmens versucht, in dessen Computersysteme einzubrechen — um Sicherheitslücken zu finden, bevor echte Kriminelle sie ausnutzen. Der Angriff ist vorher schriftlich erlaubt, und am Ende steht ein Bericht mit Verbesserungsvorschlägen.

  • Pentesting

    Pentesting ist ein beauftragter Angriff auf die eigenen Computersysteme, der Sicherheitslücken finden soll, bevor echte Kriminelle sie finden. Fachleute greifen dabei mit denselben Mitteln an wie Angreifer, halten sich aber an klar vereinbarte Regeln und schreiben am Ende einen Bericht.

  • Per-Seat-Lizenzmodell

    Beim Per-Seat-Lizenzmodell zahlt ein Unternehmen für jede Person, die eine Software benutzen darf, einen festen Betrag pro Monat oder Jahr. Der Preis hängt also an der Zahl der Nutzer, nicht daran, wie viel jeder Einzelne damit arbeitet.

  • Performance pro Watt

    Performance pro Watt gibt an, wie viel Rechenarbeit ein Chip für eine bestimmte Menge Strom leistet. Die Kennzahl entscheidet mit darüber, wie teuer der Betrieb von Rechenzentren ist und wie lange ein Notebook-Akku hält.

  • Perplexität

    Perplexität ist eine Kennzahl dafür, wie überrascht ein Sprachprogramm vom nächsten Wort in einem Text ist. Niedrige Werte bedeuten: das Programm hat den Text gut vorhergesehen, hohe Werte bedeuten, es lag oft daneben.

  • Persistenter State

    Persistenter State bezeichnet Daten, die ein Programm dauerhaft speichert, sodass sie einen Neustart oder das Ende einer Sitzung überleben. Ohne ihn beginnt jede Anwendung bei null – mit ihm kann sie an frühere Nutzung anknüpfen.

  • PersistentVolumeClaim

    Ein PersistentVolumeClaim ist eine Anforderung von Speicherplatz in Kubernetes, einem System zur Verwaltung von Programmen auf vielen Servern. Ein Programm sagt damit, wie viel Platz es braucht — wo dieser Platz herkommt, klärt das System selbst.

  • Persona

    Eine Persona ist eine erfundene Rolle mit festen Eigenschaften: ein Name, ein Charakter, eine Sprechweise, ein Fachgebiet. In der KI-Welt legt man damit fest, wie ein Chatprogramm auftreten soll — im Marketing beschreibt eine Persona dagegen einen typischen Kunden.

  • Persona-basierte Jailbreaks

    Persona-basierte Jailbreaks sind Texteingaben, die einem Chatbot eine erfundene Rolle zuweisen, damit er seine eigenen Regeln umgeht. Statt direkt nach verbotenen Inhalten zu fragen, bittet der Nutzer das Programm, eine Figur zu spielen, für die diese Regeln angeblich nicht gelten.

  • Personal Intelligence

    Personal Intelligence bezeichnet KI-Assistenten, die dauerhaft auf die Daten und Gewohnheiten einer einzelnen Person zugeschnitten sind. Statt jede Anfrage bei null zu beginnen, greifen sie auf ein Gedächtnis über den Nutzer zurück – etwa Kalender, Nachrichten und frühere Gespräche.

  • pgvector

    pgvector ist eine Zusatzfunktion für die weit verbreitete Datenbank PostgreSQL. Sie erlaubt es, Texte, Bilder oder Töne als lange Zahlenlisten zu speichern und darin nach inhaltlich ähnlichen Einträgen zu suchen.

  • Phase-3-Trigger

    Ein Phase-3-Trigger ist eine vorher festgelegte Bedingung, die den Übergang in die dritte Stufe eines mehrstufigen Plans auslöst. Der Begriff taucht in Notfallplänen, in Verträgen und in Sicherheitsregeln für KI-Systeme auf.

  • Philadelphia Semiconductor Index

    Der Philadelphia Semiconductor Index, kurz SOX, ist eine Kennzahl, die den Börsenwert von rund 30 großen Chipfirmen zusammenfasst. Er gilt als Stimmungsbarometer für die gesamte Halbleiterbranche und damit auch für den KI-Boom.

  • Phishing-as-a-Service

    Phishing-as-a-Service bezeichnet fertige Betrugsbaukästen, die Kriminelle im Internet mieten, um damit gefälschte Log-in-Seiten zu betreiben und Passwörter abzugreifen. Die Technik wird dabei wie ein normaler Software-Dienst verkauft – inklusive Abo, Support und Bedienoberfläche.

  • Physische KI

    Physische KI bezeichnet Computerprogramme, die nicht nur Texte oder Bilder erzeugen, sondern Maschinen in der echten Welt steuern – etwa Roboterarme, Lagerroboter oder selbstfahrende Autos. Der Begriff grenzt solche Systeme von reinen Software-Anwendungen ab, die ihre Umgebung nie berühren.

  • PI-Planning

    PI-Planning ist ein großes Planungstreffen, bei dem mehrere Entwicklungsteams für die nächsten rund drei Monate gemeinsam festlegen, wer was baut und wo sie voneinander abhängen. Es stammt aus dem Rahmenwerk SAFe, mit dem große Unternehmen ihre Softwareentwicklung organisieren.

  • Picks-and-Shovels

    Picks-and-Shovels bezeichnet eine Anlagestrategie, bei der man nicht in die Gewinner eines Booms investiert, sondern in die Firmen, die allen Beteiligten das Werkzeug liefern. Der Name stammt vom kalifornischen Goldrausch: Reich wurden dort vor allem die Händler von Spitzhacken und Schaufeln.

  • Pigou-Steuer

    Eine Pigou-Steuer ist eine Abgabe auf ein Verhalten, das anderen Menschen schadet, etwa auf Abgase aus einer Fabrik. Sie soll den Schaden im Preis sichtbar machen, damit sich das schädliche Verhalten weniger lohnt.

  • Pilotprojekt

    Ein Pilotprojekt ist ein bewusst klein gehaltener Testlauf, mit dem ein Unternehmen eine neue Technologie zuerst in einem begrenzten Bereich ausprobiert. Erst wenn der Test die erhofften Ergebnisse bringt, wird die Technologie auf das ganze Unternehmen ausgeweitet.

  • Pipeline-Parallelismus

    Pipeline-Parallelismus verteilt ein sehr großes KI-Modell in Schichten über mehrere Rechenchips: Chip 1 rechnet den ersten Teil, gibt das Ergebnis an Chip 2 weiter und so fort. So passen Modelle in den Speicher, die auf einem einzelnen Chip keinen Platz hätten.

  • Pitch Book

    Ein Pitch Book ist eine ausführliche Präsentation, mit der eine Investmentbank einem Unternehmen ihre Dienste anbietet oder ein Geschäft vorschlägt. Es enthält Marktdaten, Bewertungen und Vergleiche und ist eines der wichtigsten Arbeitsergebnisse junger Bankangestellter.

  • Pitch Deck

    Ein Pitch Deck ist eine kurze Foliensammlung, mit der ein junges Unternehmen sich Geldgebern vorstellt. In etwa zehn bis fünfzehn Bildern erklärt es das Problem, die eigene Lösung, den Markt, das Team und den Geldbedarf.

  • Pivot-Tabelle

    Eine Pivot-Tabelle fasst eine lange Liste von Einzeldaten automatisch zu einer übersichtlichen Auswertung zusammen. Sie beantwortet Fragen wie „Wie viel Umsatz macht jede Filiale pro Monat?", ohne dass man selbst rechnen muss.

  • Platform-as-a-Service

    Platform-as-a-Service (PaaS) bedeutet: Ein Anbieter stellt im Internet eine fertige Umgebung bereit, in der man eigene Programme laufen lassen kann. Man mietet also nicht nur Rechner, sondern eine komplette Arbeitsumgebung samt Wartung.

  • Play Store

    Der Play Store ist Googles digitaler Laden für Apps auf Android-Geräten. Er ist auf fast jedem Android-Handy vorinstalliert und regelt, welche Programme dort angeboten werden dürfen und wie Zahlungen abgewickelt werden.

  • Plugin

    Ein Plugin ist ein kleines Zusatzprogramm, das ein bestehendes Programm um eine Funktion erweitert, ohne dass man das Hauptprogramm selbst verändern muss. In der KI-Welt bezeichnet der Begriff Zusatzmodule, mit denen ein Chatbot etwa im Internet suchen, rechnen oder auf fremde Dienste zugreifen kann.

  • Pod

    Ein Pod ist die kleinste Einheit, die man in Kubernetes starten kann: eine oder mehrere eng zusammengehörende Anwendungen, die sich Netzwerk und Speicher teilen. In der KI-Welt meint „Pod" außerdem einen großen Verbund von Google-Rechenchips, der wie ein einziger Supercomputer arbeitet.

  • Pod Snapshot

    Ein Pod Snapshot ist eine Momentaufnahme eines laufenden Programmpakets in einem Rechenzentrum. Sie hält den kompletten Zustand fest, damit man das Programm später an genau derselben Stelle wieder starten kann.

  • Polarkoordinaten

    Polarkoordinaten beschreiben einen Punkt in der Ebene durch seinen Abstand zu einem festen Mittelpunkt und den Winkel, in dem er von dort aus liegt. Sie sind eine Alternative zur bekannten Angabe über eine Rechts- und eine Hochachse und vereinfachen alles, was mit Kreisen, Drehungen oder Richtungen zu tun hat.

  • Policy

    Eine Policy ist die Handlungsvorschrift eines lernenden Computerprogramms: Sie legt fest, was das Programm in einer bestimmten Situation als Nächstes tut. Sie wird nicht von Hand geschrieben, sondern aus Erfahrung mit Belohnung und Misserfolg gelernt.

  • Policy Advisory Opinion

    Eine Policy Advisory Opinion ist eine schriftliche Empfehlung eines unabhängigen Gremiums an ein Unternehmen, wie eine bestimmte Regel für Inhalte oder Technik gestaltet sein sollte. Bekannt wurde das Format durch das Oversight Board von Meta, das auf Anfrage des Konzerns ganze Regelwerke prüft statt einzelner Einzelfälle.

  • Policy-Engine

    Eine Policy-Engine ist ein Programmbaustein, der bei jeder Anfrage prüft, ob sie nach den festgelegten Regeln eines Unternehmens erlaubt ist. Sie trennt die Regeln vom übrigen Programm, sodass man sie ändern kann, ohne die Software neu zu schreiben.

  • Position-Adjusted Word Count

    Der Position-Adjusted Word Count ist eine Kennzahl, die Wörter eines Textes nicht einfach zählt, sondern danach gewichtet, wo sie stehen. Wörter am Anfang oder an sichtbaren Stellen zählen dabei mehr als Wörter tief unten im Text.

  • Post-Chatbot-Ära

    Post-Chatbot-Ära bezeichnet die Phase, in der Künstliche Intelligenz nicht mehr vor allem als Chatfenster genutzt wird, sondern selbstständig Aufgaben ausführt und unsichtbar in Programme eingebaut ist. Der Begriff beschreibt weniger eine neue Technik als eine Verschiebung in der Art, wie Menschen KI benutzen.

  • Post-Money-Bewertung

    Die Post-Money-Bewertung ist der rechnerische Gesamtwert eines Unternehmens direkt nachdem neues Geld von Investoren eingezahlt wurde. Sie ergibt sich aus dem Wert vor der Finanzierung plus dem frisch investierten Betrag und ist die Zahl, die in Nachrichten über Start-ups meist genannt wird.

  • Post-Mortem

    Ein Post-Mortem ist ein schriftlicher Bericht, den ein Technikteam nach einer Störung verfasst: Was ist passiert, warum, und was ändern wir, damit es nicht wieder passiert? Große Anbieter wie Cloudflare oder OpenAI veröffentlichen solche Berichte nach Ausfällen oft öffentlich.

  • Post-Quanten-Kryptografie

    Post-Quanten-Kryptografie umfasst Verschlüsselungsverfahren, die auch dann sicher bleiben, wenn es eines Tages sehr leistungsfähige Quantencomputer gibt. Sie soll die heute übliche Verschlüsselung im Internet ersetzen, weil deren Mathematik von solchen Rechnern geknackt werden könnte.

  • Post-Training

    Post-Training ist die zweite Lernphase eines KI-Sprachmodells: Nachdem es aus riesigen Textmengen allgemeines Sprachwissen aufgenommen hat, wird es gezielt darauf getrimmt, hilfreich, verständlich und regelkonform zu antworten. Erst dieser Schritt macht aus einem rohen Textvorhersager einen brauchbaren Assistenten.

  • Postproduktion mit KI

    Postproduktion mit KI bezeichnet die Nachbearbeitung von Film, Video und Ton mit Hilfe von Computerprogrammen, die aus vielen Beispielen gelernt haben. Solche Programme schneiden, retuschieren, entrauschen oder synchronisieren automatisch und verkürzen Arbeitsschritte, die früher Tage dauerten.

  • Potemkinsche Dörfer

    Potemkinsche Dörfer sind Fassaden, die etwas vorspiegeln, das dahinter nicht existiert. In der KI-Debatte meint der Ausdruck Systeme, die Verständnis überzeugend vortäuschen, ohne es zu besitzen.

  • Power User

    Ein Power User ist jemand, der ein Programm oder Gerät weit intensiver und geschickter nutzt als die meisten anderen Menschen. Für Softwarefirmen sind diese Nutzer besonders wichtig, weil sie viel zahlen, viel Rückmeldung geben und neue Funktionen als Erste ausprobieren.

  • PR-AUC

    PR-AUC ist eine Kennzahl, die misst, wie gut ein Computerprogramm seltene Fälle erkennt – etwa Betrugsversuche unter Millionen normaler Zahlungen. Sie fasst zusammen, wie zuverlässig die Treffer des Programms sind und wie viele der gesuchten Fälle es überhaupt findet.

  • PR-Coup

    Ein PR-Coup ist eine geschickt geplante Aktion eines Unternehmens, die kaum etwas kostet, aber sehr viel Aufmerksamkeit in Medien und sozialen Netzwerken erzeugt. In der Tech- und KI-Branche sind solche Coups oft Produktankündigungen oder Gratis-Angebote, die kurzzeitig die ganze Berichterstattung bestimmen.

  • Practice Group

    Eine Practice Group ist eine Fachabteilung innerhalb einer Kanzlei oder Beratungsfirma, in der alle Mitarbeiter mit dem gleichen Themengebiet zusammenarbeiten. Im Zusammenhang mit KI ist vor allem die Practice Group für Technologie- und Datenrecht interessant, weil sie Unternehmen bei KI-Projekten berät.

  • Präferenzoptimierung

    Präferenzoptimierung ist ein Trainingsschritt, bei dem ein Sprachmodell lernt, welche von zwei möglichen Antworten Menschen besser finden. Damit stellt man ein Modell nicht auf mehr Wissen ein, sondern auf hilfreiche, höfliche und sichere Antworten.

  • Präferenztest

    Ein Präferenztest ist ein Vergleich, bei dem Menschen zwei Ergebnisse nebeneinander sehen und sagen, welches sie besser finden. In der KI-Entwicklung ist er die wichtigste Methode, um Antworten zu bewerten, für die es keine eindeutig richtige Lösung gibt.

  • Pre-Generation-Aktivierungen

    Pre-Generation-Aktivierungen sind die inneren Zwischenwerte eines KI-Modells, die entstehen, bevor es das erste Wort seiner Antwort ausgibt. Fachleute lesen diese Werte aus, um zu erkennen, was das Modell gleich tun wird — noch bevor es antwortet.

  • Pre-IPO

    Pre-IPO bezeichnet die Zeit, in der ein Unternehmen noch keine an der Börse frei handelbaren Anteile hat, den Gang an die Börse aber bereits vorbereitet. Wer in dieser Phase einsteigt, kauft Anteile abseits der Börse – oft mit hoher Renditechance, aber auch mit hohem Risiko und schlechter Verkäuflichkeit.

  • Pre-Money-Bewertung

    Die Pre-Money-Bewertung ist der Wert, den Investoren einem Unternehmen zusprechen, bevor sie neues Geld einzahlen. Sie entscheidet darüber, welchen Anteil am Unternehmen die neuen Geldgeber für ihre Investition bekommen.

  • Pre-Seed-Runde

    Die Pre-Seed-Runde ist die allererste Geldsammlung eines jungen Unternehmens, meist bevor es ein fertiges Produkt oder nennenswerte Umsätze gibt. Die Geldgeber bekommen dafür einen Anteil an der Firma und wetten im Grunde auf das Team und die Idee.

  • Precision

    Precision ist eine Kennzahl, die misst, wie verlässlich die Treffer eines Systems sind: Von allen Fällen, die es als positiv meldet, gibt sie den Anteil an, der tatsächlich positiv ist. Sie wird vor allem dort betrachtet, wo Fehlalarme teuer oder lästig sind.

  • Prediction Market

    Ein Prediction Market ist ein Marktplatz, auf dem Menschen mit Geld darauf setzen, ob ein bestimmtes Ereignis eintritt. Der Preis, den ein solcher Vertrag erzielt, wird als Schätzung der Wahrscheinlichkeit gelesen.

  • Preferential Attachment

    Preferential Attachment beschreibt, wie in wachsenden Netzwerken neue Mitglieder sich bevorzugt mit denen verbinden, die schon viele Verbindungen haben. Aus dieser einfachen Regel entstehen wenige riesige Knotenpunkte und sehr viele kleine – ein Muster, das man im Web, in sozialen Medien und in Märkten wiederfindet.

  • Preferred Equity

    Preferred Equity ist eine Form der Unternehmensbeteiligung, die bei Auszahlungen Vorrang gegenüber normalen Anteilen hat. Anleger nehmen dafür meist weniger Mitbestimmung in Kauf.

  • Preisdiskriminierung

    Preisdiskriminierung bedeutet, dass ein Anbieter dasselbe Produkt verschiedenen Kunden zu unterschiedlichen Preisen verkauft. Durch Datenauswertung und Algorithmen lässt sich das heute sehr fein steuern — bis hin zu einem eigenen Preis pro Person.

  • Premarket

    Premarket bezeichnet den Handel mit Aktien in den Stunden, bevor die reguläre Börsensitzung offiziell beginnt. Die Kurse aus dieser Phase gelten als erster Hinweis darauf, wie der Handelstag starten könnte — sie beruhen aber auf sehr wenigen Geschäften.

  • Preprint

    Ein Preprint ist eine wissenschaftliche Arbeit, die ihre Autoren öffentlich ins Netz stellen, bevor eine Fachzeitschrift sie geprüft und angenommen hat. In der KI-Forschung ist das der Normalfall: Fast alle wichtigen Ergebnisse erscheinen zuerst als Preprint, meist auf der Plattform arXiv.

  • Preserve Thinking

    Preserve Thinking bezeichnet die Einstellung, dass ein KI-Chatprogramm seine internen Zwischenüberlegungen aus früheren Antworten aufbewahrt und bei der nächsten Frage wieder mitliest. Dadurch bleibt der Gedankengang über ein längeres Gespräch hinweg erhalten, statt bei jeder Frage neu zu beginnen.

  • Pretraining

    Pretraining ist die erste und teuerste Lernphase eines großen KI-Modells: Es liest gigantische Mengen Text und lernt dabei, das jeweils nächste Wort vorherzusagen. Danach kennt es Sprache und viel Weltwissen, ist aber noch nicht auf eine bestimmte Aufgabe zugeschnitten.

  • Preview (Public Preview)

    Eine Public Preview ist eine öffentlich zugängliche Vorabversion eines Produkts, die noch nicht fertig ist und sich ohne Vorwarnung ändern darf. Anbieter nutzen sie, um Rückmeldungen von echten Nutzern zu sammeln, bevor sie verbindliche Zusagen zu Stabilität und Verfügbarkeit machen.

  • Preview-Modell

    Ein Preview-Modell ist eine KI-Version, die ein Anbieter absichtlich früh veröffentlicht, obwohl sie noch nicht fertig ist. Nutzer dürfen sie ausprobieren, müssen aber mit Fehlern, Änderungen und einer plötzlichen Abschaltung rechnen.

  • Pricing

    Pricing ist die Entscheidung darüber, was ein Produkt kosten soll und nach welcher Regel abgerechnet wird. Bei KI-Diensten ist das besonders knifflig, weil jede einzelne Anfrage echtes Geld an Strom und Rechenzeit verbraucht.

  • Priming

    Priming bezeichnet den Effekt, dass ein vorher gesehener Reiz beeinflusst, wie man danach reagiert – ursprünglich ein Begriff aus der Psychologie. In der KI-Welt meint man damit, dass man einem Sprachprogramm zuerst Beispiele oder eine Rolle vorgibt, damit die folgenden Antworten in die gewünschte Richtung gehen.

  • Prior Art

    Prior Art bezeichnet alles, was zu einer Erfindung schon vor dem Anmeldetag öffentlich bekannt war – von älteren Patenten über Fachartikel bis zu Produkten im Laden. Wer ein Patent will, muss beweisen, dass seine Idee darin nicht schon steckt.

  • Private Cloud Compute

    Private Cloud Compute ist Apples System für Rechenaufgaben künstlicher Intelligenz, die zu aufwendig für das eigene Gerät sind und deshalb an Apple-Server ausgelagert werden. Technische Sperren und öffentlich prüfbare Software sollen dabei verhindern, dass jemand – auch Apple selbst – die gesendeten Daten einsehen kann.

  • Private Credit

    Private Credit bezeichnet Kredite an Unternehmen, die nicht von einer Bank kommen, sondern von Fonds und anderen privaten Geldgebern. Der Markt ist seit der Finanzkrise 2008 stark gewachsen und finanziert heute auch Rechenzentren für künstliche Intelligenz.

  • Private Equity

    Private Equity bezeichnet Beteiligungen an Unternehmen, die nicht an der Börse gehandelt werden. Spezialisierte Fonds kaufen solche Firmen ganz oder teilweise, verändern sie über einige Jahre und verkaufen sie später mit Gewinn weiter.

  • Privilege Escalation

    Privilege Escalation bedeutet, dass jemand in einem Computersystem mehr Rechte bekommt, als ihm zustehen — etwa der Sprung von einem normalen Nutzerkonto zum Administrator. Angreifer nutzen dafür Fehler in Programmen oder falsch gesetzte Berechtigungen aus.

  • Product Operating Model

    Das Product Operating Model ist eine Art, ein Unternehmen zu organisieren: Feste Teams betreuen ein digitales Produkt dauerhaft, statt nacheinander einzelne Projekte abzuarbeiten. Solche Teams bekommen ein Ziel vorgegeben, nicht eine Liste fertiger Aufgaben.

  • Product Placement

    Product Placement bedeutet, dass ein Unternehmen dafür bezahlt, dass sein Produkt in einem Film, einem Video oder einem Spiel sichtbar vorkommt. Die Werbung ist damit Teil der Handlung und nicht in einen eigenen Werbeblock ausgelagert.

  • Product Requirements Document

    Ein Product Requirements Document, kurz PRD, ist ein Dokument, das festhält, was ein geplantes Produkt können soll und für wen es gedacht ist. Es beschreibt bewusst das Ziel und nicht die technische Umsetzung.

  • Product-Market-Fit

    Product-Market-Fit bedeutet, dass ein Produkt ein Problem löst, für das es genügend zahlende Kunden gibt. Er gilt als wichtigster Meilenstein junger Firmen, weil Wachstum erst danach zuverlässig funktioniert.

  • Produkt-Markt-Passung

    Produkt-Markt-Passung bedeutet, dass ein Produkt genau das Problem löst, für das genug Menschen bereit sind zu zahlen. Sie gilt als wichtigste Hürde für junge Unternehmen: Vorher ist Wachstum mühsam, danach zieht die Nachfrage von allein an.

  • Programmier-Agent

    Ein Programmier-Agent ist ein KI-Programm, das eine Programmieraufgabe selbstständig in mehreren Schritten bearbeitet: Es liest Dateien, schreibt Code, testet ihn und korrigiert Fehler. Anders als ein reiner Vorschlagsassistent arbeitet er über längere Zeit weiter, ohne für jeden Schritt eine neue Anweisung zu brauchen.

  • Project Aura

    Project Aura ist eine angekündigte Datenbrille des Herstellers XREAL, die gemeinsam mit Google entwickelt wird. Sie blendet Bildinhalte ins Sichtfeld ein und ist das zweite offiziell angekündigte Gerät für Googles Brillen-Betriebssystem Android XR.

  • ProMotion

    ProMotion ist Apples Markenname für Bildschirme, die ihr Bild bis zu 120-mal pro Sekunde erneuern und dieses Tempo automatisch an den Inhalt anpassen. Das macht Bewegungen flüssiger und spart gleichzeitig Strom, wenn sich auf dem Bildschirm wenig tut.

  • Prompt

    Ein Prompt ist die Eingabe, mit der man einem KI-System sagt, was es tun soll – meist ein Text, manchmal auch ein Bild. Wie gut die Antwort ausfällt, hängt stark davon ab, wie genau und vollständig der Prompt formuliert ist.

  • Prompt Caching

    Prompt Caching bedeutet, dass ein KI-Textsystem den immer gleichen Anfang einer Anfrage nur einmal verarbeitet und das Zwischenergebnis für spätere Anfragen aufbewahrt. Das senkt Antwortzeit und Kosten deutlich, wenn viele Anfragen mit demselben Text beginnen.

  • Prompt Engineering

    Prompt Engineering ist das gezielte Formulieren von Anweisungen an ein KI-Textsystem, damit dessen Antworten brauchbar werden. Dieselbe Frage in besseren Worten liefert oft deutlich bessere Ergebnisse.

  • Prompt Injection

    Prompt Injection ist ein Angriff auf KI-Sprachprogramme: In einem Text werden Anweisungen versteckt, die das Programm für echte Befehle hält. So bringt ein Angreifer die KI dazu, ihre eigenen Regeln zu brechen oder Daten weiterzugeben.

  • Prompt-Adhärenz

    Prompt-Adhärenz beschreibt, wie genau ein KI-System sich an das hält, was man ihm in der Eingabe aufgetragen hat. Eine Antwort kann inhaltlich gut sein und trotzdem eine schlechte Prompt-Adhärenz haben, wenn sie Vorgaben wie Länge, Format oder Sprache ignoriert.

  • Prompt-Flüsterer

    Als Prompt-Flüsterer bezeichnet man jemanden, der besonders geschickt darin ist, Textprogrammen wie ChatGPT genau die richtigen Anweisungen zu geben. Der Ausdruck ist halb Berufsbezeichnung, halb Spott – denn wie viel Können wirklich dahintersteckt, ist umstritten.

  • Prompt-Pipeline

    Eine Prompt-Pipeline ist eine feste Abfolge mehrerer Anweisungen an ein KI-Sprachprogramm, bei der das Ergebnis eines Schritts zur Eingabe des nächsten wird. Statt einer einzigen großen Frage zerlegt man die Aufgabe so in überschaubare Teilschritte.

  • Proof of Concept

    Ein Proof of Concept ist ein kleiner Testlauf, der zeigen soll, ob eine Idee überhaupt funktioniert. Er wird bewusst schnell und unvollständig gebaut, bevor viel Geld in die fertige Lösung fließt.

  • Proof of Personhood

    Proof of Personhood ist ein Verfahren, mit dem sich im Internet nachweisen lässt, dass hinter einem Konto ein echter Mensch steht — und dass diese Person nur ein einziges Konto besitzt. Der Nachweis soll dabei möglichst wenig über die Identität dieser Person verraten.

  • Proof-of-Concept-Exploit

    Ein Proof-of-Concept-Exploit ist ein kleines Testprogramm, das beweist, dass eine bestimmte Sicherheitslücke in Software wirklich ausnutzbar ist. Er richtet meist keinen Schaden an, zeigt aber Herstellern und Angreifern gleichermaßen, dass die Lücke echt ist.

  • Proprietär

    Proprietär heißt: Ein Produkt gehört einer Firma, die allein bestimmt, wer es nutzen, ansehen oder verändern darf. Bei KI-Modellen bedeutet das meist, dass der Anbieter den inneren Aufbau geheim hält und den Zugang nur über seine eigenen Server erlaubt.

  • Proprietäre Software

    Proprietäre Software gehört einer Firma, die den Bauplan des Programms geheim hält und genau vorschreibt, was Nutzer damit tun dürfen. Das Gegenmodell ist offene Software, deren Bauplan jeder einsehen und verändern kann.

  • Proprietäres Modell

    Ein proprietäres Modell ist ein KI-System, dessen Innenleben die entwickelnde Firma geheim hält und nur über einen bezahlten Zugang nutzbar macht. Nutzer bekommen Antworten, aber nicht die Bauteile des Modells selbst.

  • Prosodie

    Prosodie ist alles an gesprochener Sprache, was über die reinen Wörter hinausgeht: Tonhöhe, Lautstärke, Tempo und Pausen. In der Sprachtechnologie entscheidet sie darüber, ob eine Computerstimme natürlich oder blechern klingt.

  • Proteinstrukturvorhersage

    Proteinstrukturvorhersage bedeutet, aus der bekannten Bauanleitung eines Eiweißmoleküls dessen räumliche Form zu berechnen. Seit 2020 lösen KI-Programme wie AlphaFold diese Aufgabe so genau, dass sie Laborexperimente in vielen Fällen ersetzen.

  • Protokollierung

    Protokollierung bedeutet, dass ein Computerprogramm laufend aufschreibt, was es gerade tut. Diese Aufzeichnungen helfen später bei der Fehlersuche, bei Sicherheitsfragen und beim Nachweis, wie eine Entscheidung zustande kam.

  • Prototyp

    Ein Prototyp ist eine frühe, bewusst unfertige Version eines Produkts, mit der man eine Idee ausprobiert, bevor man sie richtig baut. Er soll nicht perfekt sein, sondern schnell zeigen, ob etwas funktioniert und ob es jemand haben will.

  • Prototyping

    Prototyping bedeutet, von einer Idee zuerst eine schnelle, unfertige Testversion zu bauen, statt sofort das fertige Produkt. So zeigt sich früh, ob die Idee überhaupt funktioniert und ob Nutzer damit zurechtkommen.

  • Provenance

    Provenance ist der dokumentierte Herkunftsnachweis einer Datei oder eines Datensatzes: Wer hat sie erstellt, wann, womit, und was wurde später daran verändert? In der KI-Debatte geht es dabei vor allem um die Frage, ob ein Bild, ein Video oder ein Text von einem Menschen oder von einer Maschine stammt.

  • Provenienz (Content Credentials)

    Provenienz bedeutet Herkunft: Bei einem Bild oder Video wird festgehalten, wer es erstellt hat und was danach damit passiert ist. Content Credentials sind ein technischer Standard, der diese Herkunftsangaben fälschungssicher an die Datei hängt.

  • Proxy

    Ein Proxy ist ein Computer, der zwischen deinem Gerät und einer Webseite steht und die Anfragen für dich weiterleitet. Die Webseite sieht dann den Proxy statt dich – das schützt die Privatsphäre, beschleunigt Zugriffe und wird auch beim Training von KI-Systemen genutzt.

  • Pruning

    Pruning bezeichnet das gezielte Entfernen unwichtiger Bestandteile aus einem fertig trainierten KI-Modell. Das Modell wird dadurch kleiner und schneller, soll aber möglichst gleich gute Antworten liefern.

  • Psychometrischer Test

    Ein psychometrischer Test ist ein standardisiertes Verfahren, das Eigenschaften wie Intelligenz, Wissen oder Persönlichkeit in Zahlen ausdrückt. In der KI-Welt werden solche Tests inzwischen auch auf Sprachmodelle angewendet, um deren Fähigkeiten vergleichbar zu machen.

  • Public Benefit Corporation

    Eine Public Benefit Corporation ist eine US-amerikanische Rechtsform für Unternehmen, die laut eigener Satzung nicht nur Gewinn machen, sondern auch einen festgelegten Nutzen für die Allgemeinheit anstreben müssen. Bekannt wurde die Form durch KI-Firmen wie Anthropic und xAI sowie durch die Umbaupläne von OpenAI.

  • Public Beta

    Eine Public Beta ist eine noch unfertige Version eines Programms, die trotzdem für alle Interessierten freigegeben wird. Die Nutzer testen sie im Alltag und melden Fehler, bevor die endgültige Fassung erscheint.

  • Pull Request

    Ein Pull Request, kurz PR, ist der Vorschlag einer Änderung an einem gemeinsam entwickelten Programm. Andere Beteiligte sehen die Änderung, kommentieren sie und übernehmen sie erst nach Prüfung in die offizielle Version.

  • Pull Request

    Ein Pull Request ist der Vorschlag, eine Änderung an einem Software-Projekt in die offizielle Version zu übernehmen. Andere Beteiligte lesen den Vorschlag, kommentieren ihn und entscheiden, ob er übernommen wird.

  • Punktualismus

    Der Punktualismus ist eine Theorie aus der Evolutionsbiologie: Arten verändern sich lange Zeit kaum und dann in kurzen Phasen sehr stark. In der Technik- und Wirtschaftsberichterstattung wird das Wort übertragen benutzt, wenn eine Branche nach Jahren des Stillstands plötzlich umgekrempelt wird.

  • Push-Nachricht

    Eine Push-Nachricht ist eine kurze Mitteilung, die eine App von sich aus auf dein Gerät schickt, ohne dass du die App geöffnet hast. Der Anbieter entscheidet, wann sie kommt – deshalb der Name „Push“, also „schieben“.

  • PyPI

    PyPI ist das zentrale Online-Lager für fertige Programmbausteine der Programmiersprache Python. Entwicklerinnen und Entwickler laden dort eigenen Code hoch, den alle anderen mit einem einzigen Befehl in ihre Projekte holen können.

  • Python Package Index

    Der Python Package Index, kurz PyPI, ist das zentrale Online-Lager für fertige Zusatzbausteine der Programmiersprache Python. Wer ein Programm schreibt, lädt sich dort mit einem einzigen Befehl fremden Code herunter, statt alles selbst zu bauen.

  • Python-Cache

    Der Python-Cache ist ein Zwischenspeicher, in dem die Programmiersprache Python bereits Ausgerechnetes ablegt, um es beim nächsten Mal nicht erneut erledigen zu müssen. Gemeint sind damit meist die automatisch angelegten Dateien im Ordner __pycache__, teils auch selbst gebaute Zwischenspeicher innerhalb eines Programms.

  • PyTorch

    PyTorch ist eine kostenlose Programmbibliothek, mit der Entwickler KI-Modelle bauen, trainieren und testen. Sie stammt ursprünglich von Facebook und ist heute das meistgenutzte Werkzeug in der KI-Forschung.

Q

  • Q-Day

    Q-Day bezeichnet den Tag, an dem ein Quantencomputer erstmals die heute üblichen Verschlüsselungsverfahren knacken kann. Wann dieser Tag kommt, weiß niemand — Banken, Behörden und Softwarefirmen bereiten sich trotzdem schon jetzt darauf vor.

  • QEMU

    QEMU ist ein kostenloses Programm, das einen kompletten Computer als Software nachbaut. Darin lässt sich ein zweites Betriebssystem starten – auch eines, das für eine völlig andere Art von Prozessor geschrieben wurde.

  • Qi2

    Qi2 ist der weltweit gültige Standard für kabelloses Laden von Smartphones, bei dem Magnete im Gerät und im Ladepad dafür sorgen, dass beide exakt aufeinander sitzen. Er wurde 2023 vom Industrieverband Wireless Power Consortium eingeführt und übernimmt die Magnettechnik aus Apples MagSafe für alle Hersteller.

  • QR-Code

    Ein QR-Code ist ein schwarz-weißes Quadratmuster, in dem Text oder eine Internetadresse gespeichert ist. Eine Handykamera liest das Muster in Sekundenbruchteilen und wandelt es zurück in die gespeicherte Information.

  • Quadrillion

    Eine Quadrillion ist im deutschen Sprachraum die Zahl 10^24, also eine Eins mit 24 Nullen. In englischen Texten steht „quadrillion" dagegen für 10^15 — dieser Unterschied führt bei Meldungen über Rechenleistung und Datenmengen regelmäßig zu Fehlern.

  • Quadruped

    Ein Quadruped ist ein Roboter, der sich auf vier Beinen fortbewegt, ähnlich wie ein Hund oder eine Ziege. Weil er Stufen, Schutt und Schlamm überwinden kann, wird er vor allem für Inspektionen in Fabriken, Baustellen und Kraftwerken eingesetzt.

  • Quadruple-Patterning

    Quadruple-Patterning ist ein Trick aus der Chipherstellung: Statt eine sehr feine Struktur direkt zu belichten, erzeugt man sie in vier Schritten aus gröberen Strukturen. So lassen sich Leiterbahnen fertigen, die feiner sind, als die Belichtungsmaschine eigentlich zeichnen kann.

  • Quake-Engine

    Die Quake-Engine ist das Programmgerüst hinter dem Spiel Quake von 1996. Sie war die erste weit verbreitete Software, die eine Spielwelt vollständig aus echten dreidimensionalen Formen berechnete, und prägte damit die Technik moderner Computerspiele.

  • Quality Gate

    Ein Quality Gate ist eine festgelegte Prüfstelle in einem Entwicklungsprozess: Erst wenn vorher vereinbarte Bedingungen erfüllt sind, darf ein Projekt oder eine Software in den nächsten Schritt. Erfüllt etwas die Bedingungen nicht, wird es gestoppt und nachgebessert.

  • Quantisierung

    Quantisierung bedeutet, die vielen Zahlen im Inneren eines KI-Modells gröber zu speichern, zum Beispiel mit 8 statt 16 Stellen im Computerspeicher. Das Modell braucht dadurch weniger Platz und rechnet schneller, wird aber ein wenig ungenauer.

  • Quantitative-Hedgefonds

    Ein Quantitative-Hedgefonds ist eine Investmentfirma, die ihre Kauf- und Verkaufsentscheidungen an Computerprogramme und statistische Modelle abgibt statt an das Bauchgefühl einzelner Händler. Solche Fonds gehören zu den größten Abnehmern von Rechenleistung, Daten und KI-Fachkräften außerhalb der Techbranche.

  • Quantum Computing

    Quantum Computing ist eine Rechentechnik, die statt der üblichen Nullen und Einsen Zustände nutzt, die beides gleichzeitig sein können. Dadurch lassen sich bestimmte Aufgaben theoretisch enorm viel schneller lösen als mit heutigen Computern — bisher aber nur wenige, und nur unter extremen Bedingungen.

  • Quarterly Earnings

    Quarterly Earnings sind die Geschäftszahlen, die ein börsennotiertes Unternehmen alle drei Monate veröffentlicht. Sie zeigen, wie viel Geld in diesem Zeitraum eingenommen wurde, wie viel übrig blieb und wie es weitergehen soll.

  • Qubit

    Ein Qubit ist die kleinste Informationseinheit eines Quantencomputers. Anders als ein normales Bit, das nur 0 oder 1 sein kann, kann ein Qubit beide Werte gleichzeitig anteilig annehmen — und macht Quantenrechner dadurch für bestimmte Aufgaben extrem schnell.

  • Querschnittslähmung

    Eine Querschnittslähmung entsteht, wenn das Rückenmark im Wirbelkanal so stark geschädigt ist, dass Signale zwischen Gehirn und Körper nicht mehr durchkommen. Unterhalb der verletzten Stelle sind Bewegung und Gefühl teilweise oder vollständig ausgefallen.

  • Query Understanding

    Query Understanding bezeichnet alle Schritte, mit denen eine Suchmaschine herausfindet, was ein Nutzer mit seiner Eingabe eigentlich meint. Aus wenigen getippten Wörtern wird dabei eine strukturierte Vermutung über die Absicht dahinter.

  • Queue

    Eine Queue ist eine Warteschlange in einem Computersystem: Aufgaben stellen sich hintereinander an und werden der Reihe nach abgearbeitet. Das Prinzip sorgt dafür, dass ein System auch bei plötzlichem Ansturm nicht zusammenbricht, sondern die Arbeit nur langsamer erledigt.

  • QuickBooks

    QuickBooks ist ein Programm für die Buchhaltung kleiner und mittlerer Unternehmen. Es erfasst Einnahmen, Ausgaben, Rechnungen und Löhne und erstellt daraus automatisch Auswertungen und Steuerunterlagen.

  • Quiet Period

    Die Quiet Period ist ein Zeitraum, in dem ein Unternehmen rund um seinen Börsengang oder vor Quartalszahlen keine neuen Aussagen über seine Geschäftslage machen darf. Sie soll verhindern, dass einzelne Anleger früher oder mehr Informationen bekommen als alle anderen.

  • Quota

    Eine Quota ist eine feste Obergrenze dafür, wie viel ein einzelner Nutzer von einem geteilten Dienst verbrauchen darf – etwa wie viele Anfragen pro Minute an einen KI-Dienst gehen dürfen. Sie schützt den Anbieter vor Überlastung und macht Kosten planbar.

  • QwenChineseBench

    QwenChineseBench ist ein Test, mit dem geprüft wird, wie gut ein KI-Sprachprogramm chinesische Aufgaben löst. Er gehört zur Qwen-Familie des chinesischen Konzerns Alibaba und liefert Punktzahlen, die man zwischen verschiedenen Programmen vergleichen kann.

R

  • Rack

    Ein Rack ist ein genormter Metallschrank, in dem Computer für Rechenzentren übereinander eingebaut werden. Es liefert Strom, Netzwerkanschluss und Kühlung für alle eingebauten Geräte und ist die übliche Maßeinheit, in der über KI-Hardware gesprochen wird.

  • Rack-System

    Ein Rack-System ist ein genormter Metallschrank, in dem Computer, Speicher und Netzwerktechnik übereinander eingebaut werden. In modernen KI-Rechenzentren gilt ein ganzes Rack inzwischen als eine einzige große Recheneinheit und nicht mehr als bloßes Regal.

  • Rage Click

    Ein Rage Click ist eine schnelle Folge von Klicks auf dieselbe Stelle einer Website oder App, weil dort nichts passiert. Analysewerkzeuge erkennen dieses Muster automatisch und nutzen es als Hinweis auf kaputte oder verwirrende Stellen einer Seite.

  • Ralph Wiggum Technique

    Die Ralph Wiggum Technique ist ein Arbeitsweise beim Programmieren mit KI: Man startet ein KI-Programm immer wieder mit derselben Aufgabe neu, statt lange mit ihm zu diskutieren. Der Name spielt auf die einfältige Simpsons-Figur an — die Methode ist absichtlich stur und simpel, funktioniert in der Praxis aber erstaunlich oft.

  • RAM

    RAM ist der Arbeitsspeicher eines Computers: ein sehr schneller Zwischenspeicher, in dem alle Daten liegen, mit denen der Rechner gerade arbeitet. Er verliert seinen Inhalt beim Ausschalten und ist deshalb kein Ersatz für Festplatte oder SSD.

  • Random Forest

    Ein Random Forest ist ein Vorhersageverfahren, das viele einfache Entscheidungsbäume kombiniert und deren Ergebnisse zusammenzählt. Weil jeder Baum etwas anders aufgebaut ist, gleichen sich ihre Fehler gegenseitig aus, und die Gesamtvorhersage wird zuverlässiger.

  • Ranking

    Ein Ranking ist die automatische Sortierung vieler Treffer nach ihrer erwarteten Nützlichkeit. Suchmaschinen, Onlineshops und soziale Netzwerke entscheiden damit, was ganz oben steht und was praktisch niemand sieht.

  • Ransomware

    Ransomware ist ein Schadprogramm, das die Dateien eines Computers unlesbar macht und für die Freigabe Geld verlangt. Solche Angriffe legen regelmäßig Krankenhäuser, Behörden und Konzerne für Tage oder Wochen still.

  • Rasch-Modell

    Das Rasch-Modell ist ein statistisches Verfahren aus der Testtheorie. Es schätzt aus richtigen und falschen Antworten gleichzeitig, wie schwer jede Aufgabe ist und wie fähig jede Person ist – auf einer gemeinsamen Skala.

  • Rasterbild

    Ein Rasterbild ist ein Bild, das aus einem festen Gitter winziger farbiger Punkte besteht. Fotos von Handykameras, Screenshots und die meisten Bilder im Internet sind Rasterbilder – deshalb werden sie unscharf, wenn man sie stark vergrößert.

  • Rate Cap

    Ein Rate Cap ist eine Obergrenze dafür, wie oft ein Nutzer oder Programm einen Onlinedienst in einer bestimmten Zeit verwenden darf. Bei KI-Diensten begrenzt er typischerweise die Zahl der Anfragen oder der verarbeiteten Textbausteine pro Minute, Stunde oder Monat.

  • Rate Limit

    Ein Rate Limit ist eine Obergrenze dafür, wie oft ein Nutzer oder Programm einen Onlinedienst in einem bestimmten Zeitraum anfragen darf. Wird die Grenze überschritten, lehnt der Dienst weitere Anfragen vorübergehend ab.

  • Ratenlimit

    Ein Ratenlimit legt fest, wie viele Anfragen ein Nutzer oder ein Programm in einem bestimmten Zeitraum an einen Dienst schicken darf. Es schützt Server vor Überlastung und begrenzt bei KI-Diensten gleichzeitig die Kosten.

  • Räumliche Primitive

    Räumliche Primitive sind einfache Grundformen wie Punkt, Linie, Dreieck, Würfel oder Kugel, aus denen Computer komplizierte dreidimensionale Objekte zusammensetzen. Sie sind die kleinsten Bausteine, mit denen Grafikprogramme, Spiele-Engines und KI-Modelle Raum beschreiben.

  • Rauschunterdrückung

    Rauschunterdrückung bezeichnet Verfahren, die störende Anteile aus einem Signal entfernen – etwa Straßenlärm aus einer Tonaufnahme oder Bildkörnung aus einem Handyfoto. Moderne Systeme nutzen dafür trainierte KI-Modelle, die gelernt haben, Störung und Nutzsignal auseinanderzuhalten.

  • RBAC

    RBAC ist ein Verfahren, mit dem Organisationen festlegen, wer in einem Computersystem was tun darf. Rechte hängen dabei nicht an einzelnen Personen, sondern an Rollen wie „Buchhaltung" oder „Praktikant", denen Personen zugeordnet werden.

  • RCS

    RCS ist der moderne Nachfolger der klassischen SMS. Der Standard bringt Funktionen wie Bilder in guter Qualität, Gruppenchats und Lesebestätigungen direkt in die vorinstallierte Nachrichten-App des Handys.

  • Reaktionszeit

    Die Reaktionszeit beschreibt, wie lange ein Computersystem braucht, bis es auf eine Eingabe antwortet. Bei KI-Diensten entscheidet sie darüber, ob sich ein Chatbot flüssig anfühlt oder zäh.

  • Reasoning

    Reasoning bezeichnet die Fähigkeit eines KI-Systems, eine Aufgabe in mehreren Zwischenschritten zu durchdenken, statt sofort eine Antwort auszugeben. Moderne Sprachmodelle nutzen dafür zusätzliche Rechenzeit vor der Antwort — das macht sie bei Mathematik, Programmieren und Logikaufgaben deutlich zuverlässiger, aber auch langsamer und teurer.

  • Reasoning Effort

    Reasoning Effort ist eine Einstellung bei modernen KI-Systemen, die festlegt, wie lange und wie ausführlich das Programm vor seiner Antwort nachdenkt. Mehr Aufwand bedeutet meist bessere Ergebnisse bei schweren Aufgaben, kostet aber mehr Zeit und Geld.

  • Reasoning-Engine

    Eine Reasoning-Engine ist ein Computersystem, das aus bekannten Angaben und Regeln neue Schlüsse zieht, statt nur Antworten nachzuschlagen. Heute meint der Begriff meist KI-Modelle, die sich vor der Antwort Zwischenschritte überlegen und dafür zusätzliche Rechenzeit verbrauchen.

  • Reasoning-Modell

    Ein Reasoning-Modell ist ein KI-System, das vor seiner Antwort erst eine längere Zwischenrechnung anstellt, statt sofort zu antworten. Dieses Nachdenken kostet Rechenzeit, verbessert aber Ergebnisse bei Mathematik, Logik und Programmieraufgaben deutlich.

  • Reasoning-Token

    Reasoning-Token sind die Textbausteine, die ein KI-Programm für seine internen Zwischenschritte verbraucht, bevor es die eigentliche Antwort ausgibt. Sie kosten Rechenzeit und Geld, tauchen aber meist gar nicht auf dem Bildschirm auf.

  • Recall

    Recall misst, welcher Anteil aller tatsächlich vorhandenen Fälle von einem System gefunden wurde. Ein Spamfilter mit einem Recall von 90 Prozent erwischt neun von zehn Spam-Mails, die zehnte landet im Posteingang.

  • Recency-Gewichtung

    Recency-Gewichtung bedeutet, neuere Daten stärker zu berücksichtigen als ältere. Das Verfahren hilft Systemen, sich schnell an Veränderungen anzupassen, macht sie aber auch anfälliger für kurzfristige Ausreißer.

  • Rechenzentrum

    Ein Rechenzentrum ist ein Gebäude voller Computer, die rund um die Uhr für andere rechnen und Daten speichern. Ohne diese Anlagen gäbe es weder Streaming noch Online-Banking noch KI-Dienste wie ChatGPT.

  • Rechenzentrumskapazität

    Rechenzentrumskapazität beschreibt, wie viel Computertechnik in großen Serverhallen betrieben werden kann. Gemessen wird sie meist nicht in Anzahl der Rechner, sondern in Megawatt elektrischer Leistung.

  • Recommender-System

    Ein Recommender-System ist ein Programm, das aus dem bisherigen Verhalten von Nutzern vorhersagt, was ihnen als Nächstes gefallen könnte. Es steckt hinter Startseiten von Streamingdiensten, Onlineshops und sozialen Netzwerken und entscheidet dort, welche Inhalte oben stehen.

  • Recursive Self-Improvement

    Recursive Self-Improvement beschreibt die Idee, dass ein Computerprogramm seine eigene Arbeitsweise verbessert und dadurch beim nächsten Mal noch besser verbessern kann. Aus jeder Verbesserung entsteht so die Grundlage für die nächste – in der Theorie immer schneller.

  • Red Teaming

    Red Teaming bedeutet, ein System absichtlich anzugreifen, um seine Schwachstellen zu finden, bevor echte Angreifer es tun. Bei KI-Programmen versucht ein Team, dem Modell verbotene oder gefährliche Antworten zu entlocken.

  • Reddit

    Reddit ist eine große amerikanische Diskussionsplattform, auf der Nutzer Beiträge schreiben, kommentieren und per Punktesystem bewerten. Seit dem Börsengang 2024 gilt Reddit vor allem als wertvolle Quelle für Texte, mit denen KI-Systeme trainiert werden.

  • Refactoring

    Refactoring bedeutet, den Programmtext einer Software aufzuräumen, ohne dass sich ihr Verhalten nach außen ändert. Das Programm tut danach genau dasselbe wie vorher, ist aber verständlicher und leichter zu erweitern.

  • Referral-Code

    Ein Referral-Code ist eine persönliche Zeichenfolge oder ein persönlicher Link, mit dem ein Nutzer andere Menschen zu einem Dienst einlädt. Meldet sich jemand über diesen Code an, erkennt das Unternehmen, wer die Empfehlung ausgesprochen hat, und belohnt beide Seiten oft mit einem Bonus.

  • Refusal-Erkennung

    Refusal-Erkennung bezeichnet Verfahren, die automatisch feststellen, ob ein KI-Chatbot eine Frage beantwortet oder die Antwort verweigert hat. Sie ist die Messgrundlage dafür, wie oft ein System zu Recht oder zu Unrecht blockt.

  • Regex

    Ein Regex ist ein kurzer Suchbefehl, mit dem man in einem Text nicht nach einem festen Wort sucht, sondern nach einem Muster – etwa nach allen Datumsangaben oder allen E-Mail-Adressen. Fast jede Programmiersprache und viele Editoren verstehen diese Schreibweise.

  • Registered Users

    Registered Users sind alle Menschen, die sich bei einem Dienst einmal ein Konto angelegt haben. Die Zahl wächst fast nur nach oben und sagt deshalb wenig darüber aus, wie viele Menschen den Dienst wirklich benutzen.

  • Regolith

    Regolith ist die lockere Schicht aus Staub, Sand und Gesteinsbrocken, die den festen Untergrund von Mond, Mars und Asteroiden bedeckt. Sie entsteht durch Einschläge und Verwitterung und gilt als wichtigster Rohstoff für künftige Bauten und Sauerstoffgewinnung im All.

  • Regression (Machine Learning)

    Regression ist eine Aufgabenart im maschinellen Lernen, bei der ein Programm aus Beispieldaten eine Zahl vorhersagt – etwa einen Preis, eine Temperatur oder eine Laufzeit. Im Unterschied zur Einteilung in feste Kategorien ist das Ergebnis ein Wert auf einer stufenlosen Skala.

  • Regression zur Mitte

    Regression zur Mitte beschreibt, dass auf besonders extreme Messwerte meistens wieder gewöhnlichere folgen. Der Grund ist kein geheimnisvoller Ausgleich, sondern der Zufallsanteil, der in fast jeder Messung steckt.

  • Regressionstest

    Ein Regressionstest prüft nach einer Änderung an einem Programm, ob alles, was vorher funktioniert hat, immer noch funktioniert. Er soll verhindern, dass eine neue Funktion oder eine Fehlerbehebung heimlich etwas anderes kaputt macht.

  • Regulatorische Sandbox

    Eine regulatorische Sandbox ist ein zeitlich begrenzter Testraum, in dem Unternehmen neue Produkte unter Aufsicht einer Behörde erproben dürfen — mit vorübergehend gelockerten Regeln. Bekannt ist das Modell aus dem Finanzsektor, inzwischen wird es auch für Künstliche Intelligenz genutzt.

  • Regulatory Capture

    Regulatory Capture beschreibt den Fall, dass eine staatliche Aufsichtsbehörde am Ende die Interessen der von ihr überwachten Unternehmen bedient statt die der Allgemeinheit. In der KI-Debatte ist der Begriff zentral, weil große Anbieter selbst strenge Regeln fordern – und Kritiker darin einen Versuch sehen, Konkurrenz auszuschließen.

  • Regurgitation

    Regurgitation bezeichnet den Fall, dass ein KI-Programm ganze Textstellen oder Bilder aus seinem Lernmaterial fast wortwörtlich wieder ausgibt, statt etwas Neues zu formulieren. Das ist technisch ein Nebeneffekt des Lernens und rechtlich einer der heikelsten Punkte in Urheberrechtsprozessen gegen KI-Firmen.

  • Reifegradmodell

    Ein Reifegradmodell ist ein Bewertungsraster, das den Entwicklungsstand einer Organisation in mehreren Stufen beschreibt – von unsystematischem Vorgehen bis zu einem geregelten, laufend verbesserten Prozess. In der KI-Welt dient es Unternehmen und Behörden dazu, den eigenen Fortschritt einzuordnen und die nächsten Schritte zu planen.

  • Reinforcement Fine-Tuning

    Reinforcement Fine-Tuning ist eine Methode, um ein fertiges KI-Modell nachträglich zu verbessern: Es probiert Antworten aus und bekommt für jede eine Bewertung, an der es sich ausrichtet. Statt vorgegebene Musterlösungen nachzuahmen, lernt das Modell also aus Belohnung und Bestrafung.

  • Reinforcement Learning

    Reinforcement Learning ist eine Lernmethode für Computerprogramme, bei der das Programm durch Ausprobieren lernt und für gute Ergebnisse belohnt wird. Es steckt hinter Spiel-Programmen wie AlphaGo und hinter dem Feinschliff moderner Chatbots.

  • Reinraum

    Ein Reinraum ist ein Arbeitsraum, in dem die Luft extrem sauber gehalten wird, weil selbst winzige Staubteilchen die Produktion stören würden. Ohne solche Räume ließen sich Computerchips, Medikamente und Bildschirme nicht in gleichbleibender Qualität herstellen.

  • Rejection Sampling

    Rejection Sampling ist ein Verfahren, bei dem man viele Vorschläge erzeugt und alle wegwirft, die eine Prüfung nicht bestehen. In der KI-Entwicklung nutzt man es, um aus vielen Antworten eines Sprachmodells nur die besten zu behalten – für die Ausgabe an Nutzer oder als Trainingsmaterial.

  • Rekurrentes neuronales Netz

    Ein rekurrentes neuronales Netz ist ein Computerprogramm, das Daten Schritt für Schritt verarbeitet und sich dabei merkt, was vorher kam. Diese Bauweise war lange der Standard für Sprache, Text und Zeitreihen, wurde aber ab 2017 weitgehend von neueren Verfahren verdrängt.

  • Rekursive Selbstverbesserung

    Rekursive Selbstverbesserung beschreibt die Idee, dass ein Computerprogramm seine eigene Bauweise verbessert und die verbesserte Version das dann noch besser kann. Aus jeder Runde entsteht so eine schnellere nächste Runde — bisher ist das eine Theorie, kein beobachtetes Ereignis.

  • Rekursive Selbstverbesserung

    Rekursive Selbstverbesserung beschreibt die Idee, dass ein KI-System sich selbst verbessert und die verbesserte Version sich dann noch besser verbessern kann. Aus jeder Runde entsteht so eine neue, stärkere Ausgangsbasis — in der Theorie beschleunigt sich der Fortschritt dadurch immer weiter.

  • Relational Database Service

    Ein Relational Database Service ist eine Datenbank, die man bei einem Cloud-Anbieter mietet statt sie selbst auf eigenen Rechnern zu betreiben. Der Anbieter kümmert sich um Installation, Sicherungskopien und Updates, der Kunde nutzt nur noch die Datenbank.

  • REM-Schlaf

    Der REM-Schlaf ist eine wiederkehrende Schlafphase, in der sich die Augen unter geschlossenen Lidern schnell bewegen und die meisten lebhaften Träume entstehen. Das Gehirn ist dabei fast so aktiv wie im Wachzustand, während die Muskeln des Körpers weitgehend gelähmt sind.

  • Remix (Creator-Ökonomie)

    Ein Remix ist ein neues Werk, das ein bestehendes Video, Bild, Lied oder Format sichtbar weiterverwendet und verändert. In der Creator-Ökonomie ist der Remix ein zentraler Wachstumsmotor: Plattformen bauen ihn direkt als Knopf ein, weil Inhalte sich dadurch schneller verbreiten.

  • Remote Backup

    Ein Remote Backup ist eine Sicherheitskopie von Daten, die nicht am selben Ort liegt wie das Original, sondern über das Internet an einen entfernten Standort übertragen wird. So bleiben die Daten auch dann erhalten, wenn am ursprünglichen Ort ein Feuer, ein Diebstahl oder ein technischer Defekt passiert.

  • Remote Desktop

    Remote Desktop bedeutet, dass man einen Computer von einem anderen Gerät aus bedient, obwohl er ganz woanders steht. Auf dem eigenen Bildschirm erscheint die Oberfläche des fernen Rechners, Maus und Tastatur steuern ihn wie vor Ort.

  • Remote Development

    Remote Development bedeutet, dass Programmiererinnen und Programmierer ihren Code nicht auf dem eigenen Laptop ausführen, sondern auf einem entfernten Rechner im Rechenzentrum. Der eigene Computer zeigt nur noch das Fenster an, gerechnet wird woanders.

  • Remote Proctoring

    Remote Proctoring bezeichnet die Aufsicht bei Prüfungen, die zu Hause am eigenen Rechner geschrieben werden. Kamera, Mikrofon und Software überwachen dabei, ob jemand betrügt – teilweise übernimmt das eine Software automatisch.

  • Render

    Rendern heißt: Ein Computer berechnet aus einer Beschreibung — etwa einer 3D-Szene oder einem Stück Code — ein fertiges Bild. Der Begriff taucht bei Videospielen, Animationsfilmen, Webseiten und zunehmend bei KI-Bildgeneratoren auf.

  • Renderer

    Ein Renderer ist ein Programmteil, der aus einer Beschreibung ein fertiges Bild berechnet – zum Beispiel aus HTML-Code eine sichtbare Webseite oder aus einem 3D-Modell ein Foto-ähnliches Bild. Er ist die Übersetzungsstufe zwischen Daten, die ein Computer speichert, und dem, was ein Mensch auf dem Bildschirm sieht.

  • Rendering

    Rendering ist die Berechnung eines fertigen Bildes aus einer Beschreibung dessen, was zu sehen sein soll. Der Computer verwandelt dabei Zahlenangaben über Formen, Farben und Licht in ein Raster aus farbigen Bildpunkten.

  • Rendering-Ebene

    Eine Rendering-Ebene ist eine einzelne Bildschicht, die getrennt von den anderen berechnet wird und erst am Ende mit ihnen zu einem fertigen Bild verschmolzen wird. Das Prinzip steckt in Bildbearbeitung, Filmproduktion, Landkarten-Apps und in der Software, die Webseiten anzeigt.

  • Rendering-Engine

    Eine Rendering-Engine ist der Teil eines Programms, der aus einer Beschreibung ein fertiges Bild auf dem Bildschirm macht. Bekannte Beispiele sind die Engines in Webbrowsern, die aus Textdateien eine sichtbare Webseite bauen.

  • Reorg

    Eine Reorg ist die Umstrukturierung eines Unternehmens: Abteilungen werden neu zugeschnitten, Berichtswege geändert, Zuständigkeiten verschoben. In der Tech-Branche gehen solche Umbauten oft mit Stellenstreichungen und neuen strategischen Schwerpunkten einher.

  • Repository

    Ein Repository ist der zentrale Ablageort für alle Dateien eines Software-Projekts, samt vollständiger Änderungsgeschichte. Es ist der Ort, an dem Programmierteams gemeinsam an Code arbeiten – bekanntester Anbieter dafür ist GitHub.

  • Repräsentationsvarianz

    Repräsentationsvarianz beschreibt, wie stark die internen Zahlenmuster eines KI-Modells auseinandergehen, wenn man sich Eingaben oder Trainingsbedingungen leicht verändert. Eine hohe Varianz bedeutet: Das Modell beschreibt ähnliche Dinge intern sehr unterschiedlich – mal nützlich, mal ein Zeichen für Instabilität.

  • Request for Proposal

    Ein Request for Proposal (RFP) ist eine schriftliche Aufforderung eines Unternehmens oder einer Behörde an mögliche Lieferanten, ein Angebot für ein genau beschriebenes Vorhaben abzugeben. In der Tech-Branche entscheiden solche Dokumente oft darüber, welcher Anbieter einen millionenschweren Software- oder Rechenzentrumsauftrag bekommt.

  • Request for Startups

    Ein Request for Startups ist eine öffentliche Wunschliste von Geldgebern: Sie nennen darin Themen, zu denen sie neue Firmen sehen und finanzieren wollen. Gründerinnen und Gründer erfahren so vorab, wofür gerade Geld bereitsteht.

  • Reranking

    Reranking ist der zweite Schritt einer Suche: Eine erste, schnelle Suche sammelt viele mögliche Treffer, danach sortiert ein genaueres Verfahren diese Treffer neu. So landen die wirklich passenden Ergebnisse oben.

  • Research Preview

    Eine Research Preview ist eine frühe, öffentlich zugängliche Testversion eines KI-Systems, die ein Unternehmen bewusst als unfertig kennzeichnet. Sie dient dazu, Erfahrungen mit echten Nutzern zu sammeln, bevor das Produkt offiziell fertiggestellt wird.

  • Residential Proxy

    Ein Residential Proxy leitet Internetanfragen über den Anschluss einer echten Privatperson um, damit sie für die Zielseite wie ein normaler Besucher aussehen. Solche Dienste werden vor allem zum massenhaften Sammeln von Webdaten und zum Umgehen von Sperren genutzt.

  • Residual Access

    Residual Access bezeichnet Zugriffsrechte auf Daten oder Systeme, die jemand noch besitzt, obwohl er sie längst nicht mehr haben sollte. Solche vergessenen Zugänge gehören zu den häufigsten Einfallstoren bei Hackerangriffen und Datenlecks.

  • Resolution Velocity

    Resolution Velocity ist eine Kennzahl aus dem Kundenservice. Sie misst, wie schnell Anfragen tatsächlich erledigt werden – und wird heute oft genutzt, um den Nutzen von KI-Assistenten im Support zu belegen.

  • Responses API

    Die Responses API ist die Schnittstelle, über die Programme bei OpenAI eine Antwort eines KI-Modells anfordern. Sie fasst Textantwort, Werkzeugnutzung und gespeicherten Gesprächsverlauf in einem einzigen Aufruf zusammen.

  • Responsible Disclosure

    Responsible Disclosure ist die Regel, dass jemand eine entdeckte Sicherheitslücke zuerst dem betroffenen Hersteller meldet und ihm Zeit zur Reparatur gibt, bevor die Lücke öffentlich beschrieben wird. Sie soll verhindern, dass Kriminelle den Fehler ausnutzen, solange es noch keine Korrektur gibt.

  • REST-API

    Eine REST-API ist eine Schnittstelle, über die zwei Programme über das Internet Daten austauschen. Sie folgt dabei den gleichen Regeln wie ein Webbrowser: Ein Programm ruft eine Adresse auf und bekommt eine Antwort zurück.

  • RESTful

    RESTful beschreibt einen weit verbreiteten Bauplan für Schnittstellen, über die Programme im Internet Daten austauschen. Eine solche Schnittstelle spricht dieselbe Sprache wie ein Webbrowser: Man ruft eine Adresse auf und bekommt dafür eine klar benannte Information zurück.

  • Restricted Stock Units

    Restricted Stock Units sind ein Versprechen des Arbeitgebers, einem Mitarbeiter später Firmenanteile zu übertragen. Die Anteile gehören ihm erst, wenn er lange genug im Unternehmen geblieben ist.

  • Retention

    Retention misst, wie viele Nutzer ein Produkt nach einer bestimmten Zeit noch benutzen. Die Kennzahl gilt in der Tech-Branche als wichtigster Hinweis darauf, ob ein Angebot wirklich Wert stiftet oder nur kurz neugierig macht.

  • Reticle-Limit

    Das Reticle-Limit ist die maximale Fläche, die eine Chipfabrik in einem einzigen Belichtungsschritt auf eine Siliziumscheibe übertragen kann – rund 858 Quadratmillimeter. Größere Chips lassen sich nicht am Stück herstellen, sondern nur aus mehreren Teilstücken zusammensetzen.

  • Retrieval

    Retrieval bezeichnet das gezielte Heraussuchen passender Textstellen oder Dokumente aus einer großen Sammlung, bevor eine Antwort erzeugt wird. In KI-Systemen liefert dieser Schritt einem Sprachmodell die Fakten, die es selbst nicht zuverlässig gespeichert hat.

  • Retrieval-Augmented Generation

    Retrieval-Augmented Generation ist ein Verfahren, bei dem ein KI-Textprogramm vor dem Antworten passende Textstellen in einer Dokumentensammlung sucht und diese als Grundlage nutzt. So kann es Fragen zu Inhalten beantworten, die es beim Lernen nie gesehen hat.

  • Retry-Logik

    Retry-Logik ist die eingebaute Regel eines Programms, eine fehlgeschlagene Anfrage automatisch noch einmal zu versuchen. Sie legt fest, wie oft wiederholt wird, wie lange dazwischen gewartet wird und wann das Programm endgültig aufgibt.

  • Retry-Storm

    Ein Retry-Storm entsteht, wenn viele Programme nach einer gescheiterten Anfrage gleichzeitig immer wieder neu anfragen und dadurch ein ohnehin überlastetes System endgültig lahmlegen. Das Problem ist eine der häufigsten Ursachen dafür, dass kurze Störungen in Rechenzentren zu stundenlangen Ausfällen werden.

  • Return on Investment

    Der Return on Investment, kurz ROI, misst, wie viel Gewinn eine Investition im Verhältnis zum eingesetzten Geld bringt. Er wird als Prozentwert angegeben und macht sehr unterschiedliche Ausgaben miteinander vergleichbar.

  • Revenue-Sharing

    Revenue-Sharing bedeutet, dass zwei oder mehr Partner die Einnahmen aus einem Produkt nach einem vorher festgelegten Schlüssel aufteilen. Statt einer festen Gebühr bekommt jede Seite einen Prozentsatz vom tatsächlichen Umsatz.

  • Reverse Engineering

    Reverse Engineering bedeutet, ein fertiges Produkt zu zerlegen und zu analysieren, um herauszufinden, wie es aufgebaut ist und funktioniert. In der Technik betrifft das Geräte, Programme und zunehmend auch KI-Systeme, deren Innenleben nicht offengelegt wird.

  • Revert-PR

    Ein Revert-PR ist ein Änderungsvorschlag an einem Softwareprojekt, der eine frühere Änderung wieder rückgängig macht. Er ist das Standardmittel, um einen Fehler schnell aus einem laufenden Produkt zu entfernen, ohne die Ursache sofort finden zu müssen.

  • Reward Design

    Reward Design ist die Kunst, einer lernenden Software genau die richtigen Punkte für ihr Verhalten zu geben. Sind die Punkte schlecht gewählt, findet das Programm Abkürzungen, die die Punktzahl steigern, aber das eigentliche Ziel verfehlen.

  • Reward Hacking

    Reward Hacking bedeutet: Ein lernendes Computerprogramm findet einen Weg, seine Punktzahl zu erhöhen, ohne die eigentlich gewünschte Aufgabe zu erfüllen. Es befolgt die Regel wörtlich und verfehlt dabei die Absicht.

  • Rewind AI

    Rewind AI ist ein Programm für Mac-Computer, das laufend aufzeichnet, was auf dem Bildschirm zu sehen ist, und daraus ein durchsuchbares persönliches Gedächtnis macht. Später kann man in normaler Sprache fragen, was man vor Wochen gelesen oder in einer Besprechung gehört hat.

  • Right of Publicity

    Das Right of Publicity ist das Recht einer Person, selbst zu entscheiden, ob ihr Name, ihr Gesicht oder ihre Stimme für Werbung und andere kommerzielle Zwecke benutzt werden darf. In der KI-Debatte ist es wichtig geworden, weil Programme Gesichter und Stimmen heute täuschend echt nachbilden können.

  • Risikokapital

    Risikokapital ist Geld, das Investoren in junge, noch unprofitable Unternehmen stecken und dafür Anteile an der Firma bekommen. Die meisten dieser Beteiligungen scheitern, doch einzelne Treffer können den gesamten Verlust um ein Vielfaches ausgleichen.

  • Risikokapitalfirma

    Eine Risikokapitalfirma investiert fremdes Geld in sehr junge Unternehmen und erhält dafür Firmenanteile. Sie nimmt bewusst in Kauf, dass die meisten dieser Firmen scheitern, weil einzelne Treffer den gesamten Verlust ausgleichen sollen.

  • Risikokapitalgeber

    Ein Risikokapitalgeber ist ein Investor, der jungen Firmen Geld gibt und dafür Anteile am Unternehmen bekommt. Er nimmt in Kauf, dass die meisten dieser Firmen scheitern, weil ein einziger großer Erfolg alle Verluste ausgleichen kann.

  • Risikokonzentration

    Risikokonzentration bedeutet, dass ein großer Teil möglicher Verluste an einer einzigen Stelle hängt – etwa an einem Kunden, einer Branche oder einem Anbieter. Fällt diese eine Stelle aus, trifft es nicht nur einen Teil des Geschäfts, sondern gleich das Ganze.

  • RLHF

    RLHF ist ein Trainingsverfahren, bei dem Menschen die Antworten eines KI-Systems bewerten und das System aus diesen Bewertungen lernt. Dadurch werden Chatbots wie ChatGPT höflicher, hilfreicher und weniger gefährlich in ihren Antworten.

  • RNA-Synthese

    RNA-Synthese bezeichnet die Herstellung von RNA, also des Moleküls, mit dem Zellen Bauanleitungen für Eiweiße weitergeben. Sie passiert in jeder lebenden Zelle und lässt sich im Labor nachbauen — die Grundlage für mRNA-Impfstoffe und für einen wachsenden Markt an Biotech-Firmen.

  • ROAS

    ROAS steht für „Return on Ad Spend“ und misst, wie viel Umsatz ein Unternehmen für jeden Euro Werbebudget einnimmt. Die Kennzahl ist die wichtigste Steuergröße im Online-Marketing und bestimmt, wie moderne Werbesysteme automatisch Anzeigen ausspielen.

  • Robo-Interview

    Ein Robo-Interview ist ein Bewerbungsgespräch, bei dem kein Mensch gegenübersitzt, sondern ein Computerprogramm die Fragen stellt und die Antworten auswertet. Unternehmen nutzen es vor allem, um bei sehr vielen Bewerbungen eine erste Vorauswahl zu treffen.

  • Robot-as-a-Service

    Robot-as-a-Service bedeutet, dass ein Unternehmen Roboter mietet statt kauft und pro Monat oder pro erledigter Aufgabe bezahlt. Wartung, Software-Updates und oft auch der Austausch defekter Geräte sind im Preis enthalten.

  • Robotaxi

    Ein Robotaxi ist ein Taxi, das ohne Fahrer unterwegs ist und seine Route selbst steuert. Gebucht wird es per App, die Technik dahinter besteht aus Sensoren, Karten und Software, die aus Beispielfahrten gelernt hat.

  • Robotik-Foundation-Model

    Ein Robotik-Foundation-Model ist ein großes KI-Modell, das aus riesigen Mengen an Bewegungs-, Bild- und Sprachdaten gelernt hat, Roboter zu steuern. Statt für jede einzelne Aufgabe neu programmiert zu werden, soll ein solches Modell viele verschiedene Aufgaben und oft auch verschiedene Robotertypen bedienen.

  • robots.txt

    robots.txt ist eine kleine Textdatei auf einer Website, die automatischen Programmen mitteilt, welche Seiten sie abrufen dürfen und welche nicht. Sie ist nur eine Bitte, keine technische Sperre – wer sie ignoriert, kommt trotzdem an die Inhalte.

  • Rock's Law

    Rock's Law ist die Beobachtung, dass sich die Kosten für eine Fabrik zur Chipherstellung etwa alle vier Jahre verdoppeln. Es beschreibt damit die teure Kehrseite des technischen Fortschritts bei Computerchips.

  • ROCm

    ROCm ist das Software-Paket von AMD, mit dem Programme die Grafikkarten dieses Herstellers zum Rechnen benutzen können. Es ist AMDs Gegenstück zu CUDA, der entsprechenden Software von Nvidia, und damit ein zentraler Baustein im Wettbewerb um KI-Hardware.

  • ROI

    Der ROI misst, wie viel eine Investition im Verhältnis zu ihren Kosten einbringt. Er wird als Prozentwert angegeben und ist bei KI-Projekten die zentrale Frage: Lohnt sich das eingesetzte Geld überhaupt?

  • Role-Playing-Benchmark

    Ein Role-Playing-Benchmark ist ein standardisierter Test, der prüft, wie gut ein Textprogramm eine vorgegebene Rolle durchhält – etwa eine erfundene Figur, einen Kundenberater oder einen Lehrer. Gemessen wird nicht reines Faktenwissen, sondern ob Sprache, Charakter und Regeln über ein langes Gespräch hinweg stimmig bleiben.

  • Rollback

    Ein Rollback ist die geordnete Rückkehr zu einem älteren, funktionierenden Zustand eines Programms oder Datenbestands, nachdem eine Änderung Probleme verursacht hat. In der Technik gilt er als wichtigste Notbremse: Nicht der Fehler wird sofort behoben, sondern erst einmal der letzte gute Stand wiederhergestellt.

  • Rolling Release

    Rolling Release bezeichnet ein Software-Modell, bei dem Neuerungen laufend in kleinen Schritten ausgeliefert werden, statt gesammelt in großen Versionen. Nutzer installieren keine neue Ausgabe mehr, sondern halten ihre bestehende Installation dauerhaft aktuell.

  • Root-Rechte

    Root-Rechte sind die höchste Berechtigungsstufe in einem Computersystem: Wer sie hat, darf jede Datei lesen, ändern und löschen. Sie sind für die Verwaltung eines Systems nötig, gelten aber als größtes Sicherheitsrisiko, wenn Unbefugte sie erlangen.

  • Root-Zugriff

    Root-Zugriff bedeutet, dass jemand auf einem Computer alle Rechte hat und jede Datei verändern oder löschen darf. Der Begriff stammt aus Unix und Linux und ist dort das mächtigste Benutzerkonto überhaupt.

  • Round-Trip-Overhead

    Round-Trip-Overhead ist die Zeit, die bei einer Anfrage über ein Netzwerk allein für den Hin- und Rückweg draufgeht — zusätzlich zur eigentlichen Rechenzeit. Bei KI-Anwendungen, die viele kleine Anfragen hintereinander stellen, kann dieser Aufschlag die Gesamtdauer stärker bestimmen als die Rechenarbeit selbst.

  • Router-LLM

    Ein Router-LLM ist ein System, das jede Nutzeranfrage automatisch an das passende Sprachmodell weiterleitet. Einfache Fragen gehen an ein kleines, billiges Modell, schwierige an ein großes, teures — das senkt die Kosten, ohne die Antwortqualität spürbar zu verschlechtern.

  • Routing

    Routing bezeichnet die automatische Entscheidung, welches KI-Modell oder welcher Teil eines Modells eine bestimmte Anfrage bearbeitet. Ziel ist es, einfache Aufgaben billig und schnell zu erledigen und teure Rechenleistung nur dort einzusetzen, wo sie wirklich nötig ist.

  • Row-Level Security

    Row-Level Security ist eine Technik in Datenbanken, bei der jeder Nutzer nur die Datensätze zu sehen bekommt, die ihn betreffen. Die Regel dafür steckt in der Datenbank selbst und gilt für jede Abfrage automatisch.

  • RSPO

    RSPO ist ein internationaler Zusammenschluss von Unternehmen und Umweltverbänden, der Regeln für den Anbau von Palmöl festlegt und die Einhaltung dieser Regeln überprüfen lässt. Produkte mit dem RSPO-Siegel enthalten Palmöl, das nach diesen Regeln erzeugt wurde.

  • RSS

    RSS ist ein einheitliches Dateiformat, mit dem Webseiten ihre neuesten Beiträge maschinenlesbar zum Abruf bereitstellen. Ein Programm holt diese Datei regelmäßig ab und sammelt so Meldungen aus vielen Quellen an einem Ort.

  • RTF

    RTF ist ein Dateiformat für Texte, das neben den Buchstaben auch die Formatierung speichert, also etwa Fettdruck oder Schriftgröße. Microsoft entwickelte es in den 1980er Jahren, damit Textdokumente zwischen unterschiedlichen Programmen ausgetauscht werden können.

  • RTX 5060 Ti

    Die RTX 5060 Ti ist eine Grafikkarte der Firma Nvidia aus dem Jahr 2025, also ein Bauteil im Computer, das Bilder berechnet. Sie gehört zur unteren Mittelklasse und wird neben Spielen auch für kleine KI-Anwendungen auf dem eigenen Rechner genutzt.

  • RTX 5070 Ti

    Die RTX 5070 Ti ist eine Grafikkarte von Nvidia aus dem Jahr 2025, also ein Steckmodul für den PC, das Bilder berechnet. Sie gehört zur oberen Mittelklasse und wird auch für kleinere KI-Anwendungen genutzt.

  • RTX 5090

    Die RTX 5090 ist Nvidias teuerste Grafikkarte für normale Heimcomputer, vorgestellt Anfang 2025. Sie wurde für Computerspiele entwickelt, wird aber auch benutzt, um KI-Programme auf dem eigenen Rechner laufen zu lassen.

  • Rubber-Stamp-Mentalität

    Als Rubber-Stamp-Mentalität bezeichnet man die Haltung, Vorschläge einer Maschine oder einer Autorität ungeprüft abzunicken. Der Mensch soll die Entscheidung eigentlich kontrollieren, winkt sie in der Praxis aber nur durch.

  • Rule-File

    Ein Rule-File ist eine Textdatei in einem Softwareprojekt, die einem KI-Assistenten dauerhafte Anweisungen gibt – etwa welche Programmiersprache gilt oder welcher Stil erwünscht ist. Der Assistent liest sie bei jeder Anfrage automatisch mit, sodass man dieselben Vorgaben nicht ständig wiederholen muss.

  • Run-Rate

    Die Run-Rate rechnet einen kurzen Zeitraum auf ein ganzes Jahr hoch: Ein Umsatz von 10 Millionen Euro im Monat ergibt eine Run-Rate von 120 Millionen Euro im Jahr. Sie zeigt keine tatsächlichen Einnahmen, sondern eine Hochrechnung unter der Annahme, dass alles so weiterläuft.

  • Run-Rate-Umsatz

    Der Run-Rate-Umsatz rechnet einen kurzen Zeitraum auf ein ganzes Jahr hoch: Nimmt man die Einnahmen eines Monats mal zwölf, erhält man den Jahresumsatz, den ein Unternehmen bei gleichbleibendem Tempo erzielen würde. Besonders bei schnell wachsenden KI-Firmen ersetzt diese Hochrechnung oft die echten Jahreszahlen.

  • Runaway Selection

    Runaway Selection beschreibt einen sich selbst verstärkenden Kreislauf in der Evolution: Ein Merkmal wird bei der Partnerwahl bevorzugt, und diese Vorliebe verstärkt sich gemeinsam mit dem Merkmal immer weiter. In der Technik- und KI-Debatte dient der Begriff heute als Bild für Systeme, die sich durch ihre eigene Rückkopplung in eine extreme Richtung schaukeln.

  • Runtime-Harness

    Ein Runtime-Harness ist die Software-Umgebung, die ein KI-Modell während seiner Ausführung umgibt: Sie nimmt Eingaben entgegen, gibt dem Modell Werkzeuge an die Hand, führt dessen Vorschläge aus und sammelt die Ergebnisse. Ohne dieses Gerüst könnte ein Modell nur Text ausgeben, aber nichts tatsächlich tun.

  • Runway

    Der Runway ist die Zeit, die ein junges Unternehmen mit seinem vorhandenen Geld noch überleben kann, wenn es weiter so viel ausgibt wie bisher. Er wird in Monaten angegeben und zeigt, wie dringend neues Kapital oder Gewinn nötig ist.

  • Rust

    Rust ist eine Programmiersprache, mit der man sehr schnelle Software schreibt und dabei eine ganze Klasse von typischen Fehlern schon vor dem Start des Programms ausschließt. Sie gilt als moderne Alternative zu den älteren Sprachen C und C++ und wird unter anderem in Betriebssystemen, Browsern und Cloud-Diensten eingesetzt.

S

  • S-1-Dokument

    Das S-1-Dokument ist der ausführliche Bericht, den ein US-Unternehmen bei der amerikanischen Börsenaufsicht einreichen muss, bevor seine Aktien erstmals an der Börse gehandelt werden dürfen. Es enthält Umsätze, Verluste, Eigentumsverhältnisse und Risiken – und ist für Außenstehende oft der erste echte Blick in die Zahlen einer bis dahin verschlossenen Firma.

  • S-1-Registrierung

    Die S-1-Registrierung ist ein Dokument, das ein US-Unternehmen bei der Börsenaufsicht einreichen muss, bevor es erstmals Aktien an der Börse verkaufen darf. Sie legt Geschäftszahlen, Risiken und Eigentümerverhältnisse offen und ist für Journalisten und Anleger oft der erste echte Blick in die Bücher einer Firma.

  • S-Kurve

    Die S-Kurve beschreibt einen typischen Verlauf: Etwas wächst zuerst langsam, dann sehr schnell und flacht am Ende wieder ab. In der Technikwelt nutzt man sie, um die Verbreitung neuer Produkte und die Fortschritte von Technologien einzuordnen.

  • S3-Bucket

    Ein S3-Bucket ist ein Speicherbereich im Rechenzentrum von Amazon, in dem Firmen Dateien wie Bilder, Videos oder Datenbanken ablegen. Jede Datei bekommt eine eigene Internetadresse, über die Programme sie weltweit abrufen können.

  • SaaS-Pricing

    SaaS-Pricing beschreibt, wie Anbieter von Mietsoftware ihre Preise gestalten – meist als monatliche Gebühr pro Nutzer statt als einmaliger Kauf. Die Wahl des Preismodells entscheidet oft stärker über den Erfolg eines Softwareunternehmens als die Technik selbst.

  • SAFE

    Ein SAFE ist ein kurzer Vertrag, mit dem ein junges Unternehmen heute Geld bekommt und dem Geldgeber dafür später Firmenanteile verspricht. Statt eines Preises wird nur eine Regel festgelegt, nach der die Anteile bei der nächsten großen Finanzierungsrunde berechnet werden.

  • Safe (Simple Agreement for Future Equity)

    Ein Safe ist ein kurzer Vertrag, mit dem ein junges Unternehmen heute Geld bekommt und dem Geldgeber dafür später Firmenanteile verspricht. Der genaue Anteil wird erst bei der nächsten großen Finanzierungsrunde bestimmt.

  • Safeguards

    Safeguards sind eingebaute Schutzmaßnahmen, die verhindern sollen, dass ein KI-System gefährliche, illegale oder stark schädliche Antworten liefert. Sie bestehen meist aus mehreren Schichten: aus Regeln im Training, aus Filtern vor und nach der Antwort und aus Kontrollen darüber, wer das System überhaupt nutzen darf.

  • Safety Card

    Eine Safety Card ist ein Begleitdokument, in dem ein Anbieter beschreibt, was sein KI-System kann, wo es versagt und welche Risiken er getestet hat. Sie funktioniert wie ein Beipackzettel für Software und ist inzwischen bei fast jeder großen Modellveröffentlichung dabei.

  • Same-Model-Pairing

    Same-Model-Pairing bedeutet, dass zwei Rollen in einem KI-System von ein und demselben Modell übernommen werden – etwa wenn ein Programm seine eigene Antwort bewertet. Das spart Aufwand, birgt aber die Gefahr, dass eigene Fehler unentdeckt bleiben.

  • SAML

    SAML ist ein Standard, mit dem sich Menschen bei einer Webanwendung anmelden können, ohne dort ein eigenes Passwort zu haben. Stattdessen bestätigt ein zentraler Anmeldedienst des Unternehmens, wer sie sind.

  • Sampler

    Ein Sampler ist das Verfahren, mit dem ein Sprachmodell aus einer Liste möglicher nächster Wörter eines auswählt. Er entscheidet, ob eine Antwort vorhersehbar und nüchtern oder überraschend und kreativ ausfällt.

  • Sandbox

    Eine Sandbox ist ein abgeschotteter Bereich in einem Computer, in dem ein Programm laufen darf, ohne auf den Rest des Systems zugreifen zu können. Geht dort etwas schief, bleibt der Schaden auf diesen Bereich beschränkt.

  • Sandbox-Ausbruch

    Ein Sandbox-Ausbruch liegt vor, wenn ein Programm die abgeschottete Testumgebung verlässt, in der es eigentlich eingesperrt war, und auf das restliche System zugreift. Solche Fehler gelten als besonders schwere Sicherheitslücken, weil sie die letzte Schutzmauer eines Systems durchbrechen.

  • Sandbox-Escape

    Ein Sandbox-Escape ist der Ausbruch eines Programms aus dem abgeschirmten Bereich, in dem es eigentlich eingesperrt läuft. Danach kann der Code auf den restlichen Computer zugreifen – Dateien lesen, Daten verschicken oder sich dauerhaft einnisten.

  • SARIF

    SARIF ist ein einheitliches Dateiformat, in dem Prüfprogramme ihre Funde in Software aufschreiben. Dank dieses gemeinsamen Formats können verschiedene Werkzeuge, Entwicklungsumgebungen und Dashboards dieselben Ergebnisse lesen und anzeigen.

  • Scaffold

    Ein Scaffold ist das Programm, das um ein KI-Modell herum gebaut wird und dessen Arbeit steuert: Es zerlegt Aufgaben in Schritte, gibt dem Modell Werkzeuge und prüft Zwischenergebnisse. Dasselbe Modell kann mit einem guten Scaffold deutlich mehr leisten als ohne.

  • Scale-to-Zero

    Scale-to-Zero bedeutet, dass ein Programm im Internet komplett abgeschaltet wird, sobald es niemand benutzt, und erst beim nächsten Zugriff wieder startet. Dadurch entstehen in Leerlaufzeiten keine Kosten, dafür ist die erste Anfrage nach einer Pause spürbar langsamer.

  • Scaled AI Content

    Scaled AI Content bezeichnet Texte, Bilder oder Videos, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz in sehr großer Menge und weitgehend automatisch erzeugt werden. Der Begriff fällt vor allem dann, wenn solche Inhalte Suchmaschinen und soziale Netzwerke fluten und dort Werbeeinnahmen oder Reichweite abgreifen sollen.

  • Scaling Law

    Ein Scaling Law ist eine gemessene Faustregel, die beschreibt, wie viel besser ein KI-Modell wird, wenn man ihm mehr Daten, mehr Rechenleistung und mehr Größe gibt. Die Verbesserung folgt dabei einer erstaunlich regelmäßigen Kurve — und diese Kurve wird immer flacher.

  • Scarcity OS

    Scarcity OS ist ein Schlagwort für Software, die knappe Ressourcen wie Rechenchips, Strom oder Speicher automatisch auf viele Nutzer verteilt. Der Begriff beschreibt keine feste Technik, sondern die Idee, Knappheit selbst zum Steuerungsprinzip eines Systems zu machen.

  • Schattenbibliothek

    Eine Schattenbibliothek ist eine große Sammlung von Büchern und Fachaufsätzen, die im Internet kostenlos verfügbar sind, obwohl die Rechteinhaber das nicht erlaubt haben. Solche Sammlungen sind zu einem wichtigen Streitpunkt geworden, weil KI-Firmen sie zum Trainieren ihrer Modelle genutzt haben.

  • Scheduled Tasks

    Scheduled Tasks sind Aufgaben, die ein Computer oder ein KI-Assistent automatisch zu einer festgelegten Zeit ausführt, ohne dass jemand sie jedes Mal neu startet. Typische Beispiele sind das nächtliche Sichern von Daten oder eine tägliche Nachrichtenzusammenfassung am Morgen.

  • Scheduling

    Scheduling bezeichnet die Entscheidung, welche Aufgabe wann und auf welchem Rechenbaustein bearbeitet wird. In Computern, Rechenzentren und KI-Systemen bestimmt diese Reihenfolge maßgeblich, wie schnell und wie günstig alles läuft.

  • Schelling Point

    Ein Schelling Point ist eine Lösung, auf die mehrere Menschen unabhängig voneinander kommen, weil sie allen naheliegend erscheint – ohne dass sie sich absprechen konnten. Der Begriff stammt aus der Spieltheorie und erklärt, warum sich Gruppen manchmal ganz ohne Kommunikation koordinieren.

  • Schema.org

    Schema.org ist ein gemeinsames Vokabular, mit dem Betreiber von Webseiten den Inhalt ihrer Seiten für Maschinen beschriften: etwa "das hier ist ein Preis", "das ist ein Kochrezept", "das ist ein Datum". Suchmaschinen und KI-Systeme lesen diese Beschriftungen aus, statt den Text nur zu erraten.

  • Schwarm-Algorithmus

    Ein Schwarm-Algorithmus ist ein Rechenverfahren, das viele einfache Suchversuche gleichzeitig laufen lässt und sie voneinander lernen lässt — nach dem Vorbild von Vogelschwärmen oder Ameisenstraßen. So findet ein Computer gute Lösungen für Probleme, bei denen es viel zu viele Möglichkeiten zum Durchprobieren gibt.

  • Sci-Hub

    Sci-Hub ist eine Website, die wissenschaftliche Fachaufsätze kostenlos zum Lesen anbietet, obwohl die Verlage dafür normalerweise Geld verlangen. Sie gilt in vielen Ländern als illegal und steht im Zentrum der Debatte darüber, wem Forschungsergebnisse gehören.

  • SciCode

    SciCode ist ein Test, mit dem Forscher prüfen, ob ein KI-Programm echte wissenschaftliche Rechenaufgaben in Programmcode umsetzen kann. Die Aufgaben stammen aus Physik, Biologie, Chemie und Mathematik und stellen selbst starke Systeme vor große Probleme.

  • SCIM

    SCIM ist ein technischer Standard, mit dem Unternehmen Benutzerkonten automatisch zwischen ihren IT-Systemen abgleichen. Wird jemand neu eingestellt oder verlässt die Firma, richten die angeschlossenen Dienste die Konten selbst ein oder sperren sie.

  • Scope

    Scope bezeichnet den Bereich, in dem etwas gilt oder sichtbar ist – zum Beispiel eine Variable im Programmcode, eine Berechtigung einer App oder der vereinbarte Umfang eines Projekts. Wer den Scope festlegt, zieht eine klare Grenze zwischen "gehört dazu" und "gehört nicht dazu".

  • Scratchpad

    Ein Scratchpad ist ein Bereich, in dem ein KI-Sprachprogramm Zwischenschritte aufschreibt, bevor es die eigentliche Antwort gibt. Dieses laute Mitdenken erhöht die Trefferquote bei Aufgaben, die mehrere Schritte brauchen.

  • Screen Scraping

    Screen Scraping bezeichnet das automatische Auslesen von Daten aus der fertig angezeigten Oberfläche eines Programms oder einer Webseite. Ein Computerprogramm nimmt dabei den Weg, den sonst ein Mensch mit Augen und Maus geht — weil ein direkter, dafür vorgesehener Datenzugang fehlt.

  • Screenpipe

    Screenpipe ist ein Programm, das laufend aufzeichnet, was auf dem eigenen Bildschirm passiert, und daraus eine durchsuchbare Erinnerung für KI-Assistenten macht. Die Aufnahmen bleiben dabei auf dem eigenen Rechner statt in der Cloud.

  • Screenshot

    Ein Screenshot ist ein Bild von dem, was gerade auf einem Bildschirm zu sehen ist, aufgenommen vom Gerät selbst. Er hält Inhalte fest, die sich sonst verändern oder verschwinden würden, und ist damit Beweismittel, Erklärhilfe und zunehmend auch Eingabematerial für KI-Programme.

  • SDK

    Ein SDK ist ein fertiges Werkzeugpaket, das eine Firma an Programmierer verteilt, damit diese ihre eigenen Programme an ein bestimmtes System anschließen können. Es enthält vorgefertigte Codebausteine, Anleitungen und Testwerkzeuge und spart damit viel Arbeit.

  • SDR

    SDR steht für Software Defined Radio: ein Funkgerät, bei dem ein Programm die Aufgaben übernimmt, die früher fest verdrahtete Bauteile erledigten. Dasselbe Gerät kann so Radio empfangen, Flugzeugsignale mitlesen oder als Mobilfunk-Basisstation arbeiten – je nachdem, welche Software läuft.

  • Search Engine Optimization

    Search Engine Optimization, kurz SEO, umfasst alle Maßnahmen, mit denen eine Webseite in den Trefferlisten von Suchdiensten wie Google weiter oben erscheint. Weil die obersten Treffer die meisten Besucher bekommen, ist SEO für viele Unternehmen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

  • Searchbox

    Eine Searchbox ist das Eingabefeld, in das man auf einer Website oder in einer App seine Suchanfrage tippt. Sie gilt heute als besonders wertvoller Platz, weil sie darüber entscheidet, welcher Dienst eine Frage beantworten darf – zunehmend auch eine KI statt einer klassischen Trefferliste.

  • Seasteading

    Seasteading ist die Idee, dauerhaft bewohnte Plattformen oder schwimmende Siedlungen auf dem offenen Meer zu bauen, außerhalb der Kontrolle bestehender Staaten. Die Bewegung wird stark von Unternehmern aus dem Silicon Valley finanziert, hat bisher aber kaum bewohnte Anlagen hervorgebracht.

  • SEC 10-K

    Das 10-K ist der ausführliche Jahresbericht, den börsennotierte US-Unternehmen jedes Jahr bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC einreichen müssen. Er enthält Zahlen, Risiken und Erklärungen des Managements in einer festgelegten Gliederung und ist für jeden kostenlos einsehbar.

  • Second-Source-Strategie

    Die Second-Source-Strategie bedeutet, dass ein Unternehmen ein wichtiges Bauteil bei mindestens zwei Zulieferern gleichzeitig einkauft. So bleibt die Produktion möglich, wenn ein Lieferant ausfällt, und der Einkäufer hat bei Preisverhandlungen ein Druckmittel.

  • Secret Scanning

    Secret Scanning ist die automatische Suche nach Passwörtern, Zugangsschlüsseln und ähnlichen Geheimnissen, die versehentlich im Programmcode gelandet sind. Spezielle Werkzeuge durchsuchen dafür alle Dateien eines Projekts und melden verdächtige Zeichenfolgen.

  • Section 1260H

    Section 1260H ist ein US-Gesetzesabschnitt, der das Verteidigungsministerium verpflichtet, jedes Jahr eine Liste chinesischer Unternehmen mit mutmaßlichen Verbindungen zum Militär zu veröffentlichen. Ein Eintrag bedeutet kein direktes Handelsverbot, schadet den betroffenen Firmen aber massiv – besonders in der Chip- und KI-Branche.

  • Section 230

    Section 230 ist ein US-Gesetzesabschnitt von 1996, der Online-Plattformen vor Klagen wegen der Inhalte ihrer Nutzer schützt. Er gilt als rechtliche Grundlage dafür, dass Foren, soziale Netzwerke und Kommentarspalten überhaupt in ihrer heutigen Form existieren.

  • Secure Shell

    Secure Shell (SSH) ist ein Verfahren, mit dem man sich über das Internet verschlüsselt an einem entfernten Computer anmeldet und ihn per Texteingabe steuert. Es ist der Standardweg, auf dem Fachleute Server im Rechenzentrum bedienen, ohne dass jemand mitlesen kann.

  • Security-Clearance

    Eine Security-Clearance ist eine amtliche Erlaubnis, geheime Informationen eines Staates einsehen zu dürfen. Sie wird erst nach einer gründlichen Überprüfung der Person erteilt und gilt jeweils nur für eine bestimmte Geheimhaltungsstufe.

  • Seed (Kryptografie)

    Ein Seed ist der geheime Startwert, aus dem ein Computer eine ganze Reihe von Zufallszahlen oder Schlüsseln berechnet. Wer den Seed kennt, kann alles daraus Abgeleitete nachrechnen — deshalb entscheidet er über die Sicherheit von Verschlüsselung und Krypto-Wallets.

  • Seed-Finanzierung

    Die Seed-Finanzierung ist die erste größere Geldspritze für ein junges Unternehmen, das noch kaum Umsatz macht. Investoren geben Geld und erhalten dafür einen Anteil an der Firma – in der Hoffnung, dass aus der Idee ein Produkt wird.

  • Seed-Runde

    Die Seed-Runde ist die erste größere Geldsammlung eines jungen Unternehmens, meist bevor es fertige Produkte oder Kunden hat. Investoren geben Geld und erhalten dafür einen Anteil an der Firma.

  • Seitenaufruf

    Ein Seitenaufruf zählt einmal, wenn eine einzelne Internetseite im Browser eines Besuchers vollständig geladen wird. Die Zahl gilt als wichtigste Größe dafür, wie viel Werbung eine Website verkaufen kann.

  • Sekundärmarkt

    Der Sekundärmarkt ist der Handel mit Wertpapieren, die es schon gibt: Hier verkaufen Anleger einander Aktien oder Anleihen weiter, das ausgebende Unternehmen bekommt dabei kein neues Geld. Fast alles, was an einer Börse passiert, ist Sekundärmarkt.

  • Selbst gehostetes Modell

    Ein selbst gehostetes Modell ist ein KI-System, das auf eigenen Computern eines Unternehmens oder einer Privatperson läuft statt auf den Servern eines Anbieters. Der Betreiber hat dadurch volle Kontrolle über Daten und Kosten, muss sich aber selbst um Technik und Wartung kümmern.

  • Selbstdomestizierung

    Selbstdomestizierung bezeichnet die Idee, dass sich eine Art im Lauf sehr langer Zeiträume selbst zahmer gemacht hat, ohne dass jemand sie gezüchtet hätte. Meist ist damit der Mensch gemeint: Wer friedlicher und kooperativer war, bekam mehr Nachkommen.

  • Selbstreplikation

    Selbstreplikation bedeutet, dass ein System eine funktionsfähige Kopie von sich selbst herstellt. In der KI-Debatte geht es um die Frage, ob ein Computerprogramm sich ohne menschliche Hilfe auf weitere Rechner kopieren und dort weiterlaufen kann.

  • Selbstreplizierender Wurm

    Ein selbstreplizierender Wurm ist ein Schadprogramm, das sich ohne Zutun eines Menschen selbst kopiert und von Computer zu Computer weiterverbreitet. Anders als ein Virus braucht er dafür kein Wirtsprogramm und keinen unvorsichtigen Klick.

  • Self-Aligned Quadruple Patterning

    Self-Aligned Quadruple Patterning (SAQP) ist ein Trick aus der Chipfertigung, mit dem aus einer gezeichneten Linie vier extrem feine Linien entstehen. So lassen sich Strukturen erzeugen, die kleiner sind als das, was die Belichtungsmaschine überhaupt abbilden kann.

  • Self-hosted Deployment

    Ein Self-hosted Deployment bedeutet, dass eine Software auf Computern läuft, die dem Nutzer selbst gehören oder von ihm gemietet und verwaltet werden – nicht auf denen des Herstellers. Bei KI-Systemen wählen vor allem Firmen und Behörden diesen Weg, weil ihre Daten dabei das eigene Netzwerk nie verlassen.

  • Self-Modifying Agents

    Self-Modifying Agents sind Computerprogramme mit künstlicher Intelligenz, die ihre eigenen Anweisungen oder ihren eigenen Programmcode während des Betriebs verändern können. Sie sollen dadurch besser werden, ohne dass ein Mensch nachbessert – gelten aber als schwer kontrollierbar.

  • Self-Service Ads Manager

    Ein Self-Service Ads Manager ist eine Website oder App, über die Werbekunden ihre Anzeigen ohne Hilfe eines Verkäufers selbst anlegen, bezahlen und auswerten. Plattformen wie Meta, Google oder TikTok verdienen den Großteil ihres Geldes über solche Werkzeuge.

  • Self-Speculation

    Self-Speculation ist ein Trick, mit dem ein Sprachmodell seine eigenen Antworten schneller ausgibt: Ein abgespeckter Teil des Modells rät mehrere Wörter im Voraus, das vollständige Modell prüft diese Vorschläge in einem Rutsch. Das Ergebnis bleibt identisch, die Wartezeit sinkt oft um die Hälfte.

  • Selfware

    Selfware bezeichnet Software, die sich selbst schreibt, anpasst oder repariert – meist mithilfe von KI-Systemen, die Programmcode erzeugen. Der Begriff ist ein Schlagwort aus der Tech-Branche und beschreibt keine feste Technik, sondern eine Richtung, in die sich das Programmieren gerade bewegt.

  • Semantic-Acoustic Autoencoder

    Ein Semantic-Acoustic Autoencoder ist ein KI-System, das Sprachaufnahmen in eine kompakte Zahlendarstellung übersetzt und daraus wieder Ton erzeugt. Dabei trennt es bewusst zwei Ebenen: den Inhalt des Gesagten und den Klang der Stimme.

  • Semantische Suche

    Die semantische Suche findet Texte, die inhaltlich zur Frage passen, auch wenn sie ganz andere Wörter verwenden. Statt Buchstabenfolgen zu vergleichen, vergleicht sie die Bedeutung von Suchanfrage und Dokument.

  • SEO

    SEO ist die Abkürzung für Suchmaschinenoptimierung: die Arbeit daran, dass eine Internetseite bei Google und anderen Suchmaschinen möglichst weit oben erscheint. Wer weiter oben steht, bekommt deutlich mehr Besucher – deshalb ist SEO für viele Firmen ein wichtiger Kostenfaktor.

  • Separation of Concerns

    Separation of Concerns ist ein Grundprinzip beim Bau von Software: Jeder Teil eines Programms soll für genau eine Aufgabe zuständig sein. Das macht große Systeme verständlich, testbar und leichter änderbar.

  • Sequential Model

    Ein Sequential Model ist ein künstliches neuronales Netz, dessen Rechenschritte streng hintereinander in einer einzigen Kette angeordnet sind. Es ist die einfachste Bauform solcher Netze und deshalb der übliche Einstieg für Anfänger in Programmbibliotheken wie Keras.

  • Series-B-Finanzierungsrunde

    Eine Series-B-Finanzierungsrunde ist die zweite große Kapitalrunde eines jungen Unternehmens, in der es Anteile an Investoren verkauft, um Geld für Wachstum zu bekommen. Sie folgt auf die Series A und liegt bei Tech-Firmen häufig im Bereich von 20 bis 100 Millionen Euro.

  • Series-G-Finanzierungsrunde

    Eine Series-G-Finanzierungsrunde ist die siebte große Runde, in der ein junges Unternehmen Geld von Investoren einsammelt und dafür Firmenanteile abgibt. Sie kommt selten vor und betrifft meist sehr große, milliardenschwere Firmen, die noch nicht an der Börse sind.

  • Serverless

    Serverless bedeutet, dass ein Anbieter die Computer im Hintergrund vollständig verwaltet und Entwickler nur noch ihren Programmcode abliefern. Bezahlt wird nur die Zeit, in der der Code tatsächlich läuft.

  • Serverless Computing

    Serverless Computing bedeutet, dass ein Anbieter die Computer im Rechenzentrum komplett verwaltet und ein Programm nur dann laufen lässt, wenn es gebraucht wird. Bezahlt wird nach tatsächlicher Nutzung, nicht für dauerhaft reservierte Rechner.

  • Serverless Postgres

    Serverless Postgres ist die Datenbank PostgreSQL als Mietdienst, der seine Rechenleistung automatisch an die Last anpasst und bei Nichtnutzung auf null herunterfährt. Bezahlt wird nach tatsächlichem Verbrauch statt für einen dauerhaft laufenden Server.

  • Service Layer

    Der Service Layer ist eine Zwischenschicht in einem Softwaresystem, die alle fachlichen Abläufe bündelt und sie nach außen als klar benannte Dienste anbietet. Er trennt die Bedienoberfläche von der Datenhaltung und sorgt dafür, dass dieselbe Regel nicht an zehn Stellen doppelt programmiert wird.

  • Service-dominante Logik

    Die service-dominante Logik ist eine Sichtweise aus der Wirtschaftswissenschaft. Sie besagt: Kunden kaufen keine Dinge, sondern Nutzen — und dieser Nutzen entsteht erst durch die Zusammenarbeit von Anbieter und Kunde.

  • Serving-Kosten

    Serving-Kosten sind die laufenden Kosten dafür, ein fertiges KI-Modell für Nutzer bereitzuhalten und jede einzelne Anfrage beantworten zu lassen. Sie entscheiden mit darüber, ob ein KI-Produkt Geld verdient oder verbrennt.

  • Serving-Schicht

    Die Serving-Schicht ist der Teil eines KI-Systems, der fertig trainierte Modelle für echte Nutzeranfragen bereitstellt. Sie nimmt Anfragen an, verteilt sie auf Rechner, holt die Antwort vom Modell und schickt sie zurück.

  • Serving-Stack

    Ein Serving-Stack ist die Software, die ein fertiges KI-Modell rund um die Uhr für Nutzer bereitstellt und ihre Anfragen an die Rechenchips verteilt. Er entscheidet darüber, wie schnell Antworten kommen und wie teuer jede einzelne Antwort ist.

  • Session

    Eine Session ist ein zusammenhängender Nutzungsabschnitt zwischen einem Programm und einem Dienst, in dem sich der Dienst merkt, mit wem er gerade spricht. Ohne Session wäre jede einzelne Anfrage an eine Website oder einen Chatbot völlig ohne Erinnerung an die vorherige.

  • Session-Musiker

    Ein Session-Musiker wird für einzelne Aufnahmen oder Auftritte engagiert und gehört keiner festen Band an. Weil Musikprogramme mit künstlicher Intelligenz heute ganze Instrumentalspuren erzeugen, gilt dieser Beruf als frühes Beispiel für einen Job, den Software direkt unter Druck setzt.

  • Session-Persistenz

    Session-Persistenz bedeutet, dass alle Anfragen eines Nutzers während eines Besuchs immer beim selben Server landen. Das ist nötig, wenn dieser Server Informationen zum Nutzer im eigenen Arbeitsspeicher hält, die andere Server nicht kennen.

  • Sextortion

    Sextortion ist Erpressung mit intimen Bildern oder Videos: Täter drohen damit, solche Aufnahmen zu veröffentlichen, wenn das Opfer nicht zahlt oder weitere Bilder schickt. Oft existieren die Aufnahmen gar nicht – und immer häufiger werden sie von KI-Programmen gefälscht.

  • SHA-256

    SHA-256 ist ein Rechenverfahren, das aus beliebigen Daten eine feste Zahlenfolge von 256 Stellen erzeugt – einen digitalen Fingerabdruck. Schon eine geänderte Ziffer in der Eingabe führt zu einem völlig anderen Ergebnis, und aus dem Ergebnis lässt sich die Eingabe nicht zurückrechnen.

  • Shader

    Ein Shader ist ein kleines Programm, das auf der Grafikkarte läuft und berechnet, wie ein Bildpunkt oder ein Eckpunkt einer 3D-Szene am Ende aussieht. Weil Millionen dieser Programme gleichzeitig laufen, entstehen Spielegrafik, Filmeffekte und heute auch die Rechenleistung für künstliche Intelligenz.

  • Shanzhai

    Shanzhai bezeichnet chinesische Nachbau- und Billigprodukte, die bekannte Marken imitieren und dabei oft eigene Funktionen hinzufügen. Aus dieser Kopierkultur ist ein eigener Herstellungsstil geworden, der Elektronik extrem schnell und günstig auf den Markt bringt.

  • Sharding

    Sharding bedeutet, einen sehr großen Datenbestand oder ein sehr großes Programm in Stücke zu zerlegen und diese Stücke auf mehrere Computer zu verteilen. So lassen sich Aufgaben bewältigen, die für einen einzelnen Rechner zu groß wären.

  • Share of Model

    Share of Model misst, wie oft eine Marke in den Antworten von KI-Chatbots vorkommt, wenn Menschen dort nach Produkten oder Empfehlungen fragen. Die Kennzahl überträgt die alte Marktanteils-Logik auf eine Welt, in der Kaufentscheidungen im Gespräch mit einer Maschine beginnen.

  • Share of Voice

    Share of Voice ist eine Kennzahl dafür, wie groß der Anteil einer Marke an allem ist, was in einem Markt über diese Marke und ihre Konkurrenten gesagt oder gezeigt wird. Ursprünglich stammt sie aus der Werbeplanung, heute misst man damit auch Erwähnungen in Medien, in sozialen Netzwerken und in Antworten von KI-Chatbots.

  • Shared State

    Shared State bezeichnet Daten, auf die mehrere Programmteile gleichzeitig zugreifen und die sie auch verändern dürfen. Das spart Kopien und hält alle auf demselben Stand, führt aber leicht zu Fehlern, wenn zwei Zugriffe zeitlich zusammenfallen.

  • Shell

    Die Shell ist ein Programm, das getippte Befehle entgegennimmt und sie an das Betriebssystem weitergibt. Sie ist die textbasierte Alternative zur Bedienung mit Maus und Fenstern und das Standardwerkzeug von Entwicklern, Server-Administratoren und zunehmend auch von KI-Agenten.

  • Short-Form-Video

    Short-Form-Video bezeichnet sehr kurze Videos von etwa zehn Sekunden bis drei Minuten, die hochkant fürs Handy gedreht werden. Sie sind das wichtigste Format von TikTok, Instagram Reels und YouTube Shorts und bringen den Plattformen einen großen Teil ihrer Werbeeinnahmen.

  • Sicherheitsklassifikator

    Ein Sicherheitsklassifikator ist ein kleines Zusatzprogramm, das Texte oder Bilder in Kategorien wie "unproblematisch" oder "gefährlich" einsortiert. Er läuft neben einem KI-System und soll verhindern, dass problematische Anfragen und Antworten durchgehen.

  • Significant Risk Transfer

    Ein Significant Risk Transfer ist ein Geschäft, bei dem eine Bank das Ausfallrisiko eines Teils ihrer Kredite gegen eine Gebühr an Investoren abgibt, die Kredite selbst aber behält. Dadurch muss die Bank weniger Eigenkapital für diese Kredite zurücklegen und kann das frei gewordene Geld anderweitig einsetzen.

  • SimpleQA

    SimpleQA ist ein Test von OpenAI, der prüft, ob ein KI-Sprachprogramm kurze Wissensfragen korrekt beantwortet oder sich Fakten ausdenkt. Jede Frage hat genau eine belegbare Antwort, deshalb lässt sich das Ergebnis eindeutig als richtig oder falsch werten.

  • SimpleVQA

    SimpleVQA ist ein Test, der prüft, ob KI-Systeme Fragen zu Bildern wahrheitsgemäß beantworten. Gemessen wird vor allem, wie oft ein System Dinge behauptet, die auf dem Bild gar nicht zu sehen sind.

  • Simplex

    Simplex ist ein Rechenverfahren, das aus vielen erlaubten Möglichkeiten die beste heraussucht, etwa den günstigsten Transportplan. In der Nachrichtentechnik bezeichnet dasselbe Wort außerdem eine Verbindung, bei der Daten nur in eine Richtung fließen.

  • Single Sign-on

    Single Sign-on (SSO) bedeutet: Man meldet sich einmal an und kann danach mehrere verschiedene Dienste nutzen, ohne sich erneut einzuloggen. Bekannt ist das Prinzip von Buttons wie „Mit Google anmelden".

  • Siphon-Effekt

    Der Siphon-Effekt beschreibt, wie ein starkes Angebot Nutzer, Geld oder Talente von anderen Anbietern abzieht, so wie ein Schlauch Wasser aus einem Behälter saugt. In der KI-Branche meint man damit meist, dass große Plattformen den Verkehr und die Fachkräfte kleinerer Dienste an sich ziehen.

  • Siri

    Siri ist der Sprachassistent von Apple: ein Programm, das auf iPhone, iPad, Mac und Apple Watch gesprochene Befehle versteht und ausführt. Seit 2011 eingebaut, gilt Siri heute als Beispiel dafür, wie schwer sich ein früher Vorreiter im Zeitalter der Chatbots tut.

  • Site Reliability Engineering

    Site Reliability Engineering ist eine Arbeitsweise, bei der Software-Entwickler dafür sorgen, dass große Online-Dienste zuverlässig laufen. Statt Störungen von Hand zu beheben, schreiben sie Programme, die den Betrieb überwachen und automatisch reagieren.

  • Situational Awareness von KI-Modellen

    Situational Awareness beschreibt, ob ein KI-Modell erkennt, was es selbst ist und in welcher Lage es gerade antwortet – etwa ob es getestet wird oder echten Nutzern gegenübersteht. Für die Sicherheitsforschung ist das eine zentrale Frage, weil Testergebnisse nur dann aussagekräftig sind, wenn ein System sich im Test nicht anders verhält als im Alltag.

  • Skaleneffekte

    Skaleneffekte bedeuten: Wer mehr von einer Sache herstellt, zahlt pro Stück weniger. Der Grund sind hohe Anfangskosten, die sich auf viele Einheiten verteilen — in der Autofabrik genauso wie bei KI-Rechenzentren.

  • Skalierungsgesetze

    Skalierungsgesetze beschreiben, wie berechenbar sich die Leistung eines KI-Systems verbessert, wenn man es größer macht, mit mehr Beispieldaten füttert und länger rechnen lässt. Sie sind die Rechengrundlage dafür, dass Unternehmen Milliarden in immer größere Modelle investieren.

  • Skill-Datei

    Eine Skill-Datei ist ein Textdokument mit Anleitungen, das ein KI-Assistent bei Bedarf öffnet und befolgt. So lassen sich einem Assistenten neue Arbeitsabläufe beibringen, ohne ihn neu zu trainieren.

  • SKILL.md

    SKILL.md ist eine einfache Textdatei, in der man einem KI-Assistenten eine Arbeitsanweisung für eine bestimmte Aufgabe hinterlegt. Der Assistent lädt diese Anleitung erst dann, wenn er sie tatsächlich braucht, und arbeitet damit die Aufgabe nach festen Vorgaben ab.

  • Skills

    Skills sind Zusatzfähigkeiten, die man einem digitalen Assistenten oder einer KI beibringt, ohne das Programm selbst zu verändern. Sie funktionieren wie Apps auf einem Handy: Der Assistent bleibt derselbe, kann aber plötzlich mehr.

  • Skills Bench

    Eine Skills Bench ist eine standardisierte Sammlung von Aufgaben, mit der geprüft wird, welche praktischen Fähigkeiten ein KI-System tatsächlich beherrscht. Statt reines Faktenwissen abzufragen, misst sie, ob das System eine Aufgabe von Anfang bis Ende richtig erledigt.

  • Skin

    Ein Skin ist ein rein optischer Zusatz in einem Computerspiel: Er verändert das Aussehen einer Figur, einer Waffe oder eines Fahrzeugs, ohne die Spielregeln oder die Stärke zu beeinflussen. Skins sind heute eine der wichtigsten Einnahmequellen der Spieleindustrie und werden teilweise für hohe Summen zwischen Spielern gehandelt.

  • SLA

    Ein SLA ist ein schriftlicher Vertragsteil, in dem ein Anbieter zusagt, welche Qualität sein Dienst mindestens haben muss – etwa wie selten er ausfallen darf. Wird die Zusage gebrochen, gibt es meist Geld zurück.

  • Slack

    Slack ist ein Programm, mit dem Teams in Firmen schriftlich miteinander arbeiten – statt per E-Mail schreiben sie in thematisch sortierten Gruppenchats. Es gehört seit 2021 zum Softwarekonzern Salesforce und ist heute außerdem ein wichtiger Ort, an dem KI-Funktionen direkt in den Arbeitsalltag eingebaut werden.

  • Slop

    Slop bezeichnet massenhaft von Software erzeugte Texte, Bilder oder Videos, die nur oberflächlich brauchbar wirken und ohne echten Inhalt bleiben. Der Begriff ist abwertend gemeint und wird seit 2024 vor allem für Webseiten, Social-Media-Posts und Buchveröffentlichungen benutzt, die automatisch in großer Menge entstehen.

  • Smart Home

    Als Smart Home bezeichnet man eine Wohnung oder ein Haus, in dem Geräte wie Lampen, Heizung oder Türschloss über ein Netzwerk miteinander verbunden sind und sich per App, Sprache oder automatisch steuern lassen. Statt jeden Schalter einzeln zu bedienen, gibt man eine Anweisung, und mehrere Geräte reagieren gemeinsam.

  • SMTP

    SMTP ist die Regelsprache, mit der Computer im Internet E-Mails weiterreichen. Es kümmert sich nur um den Versand vom Absender zum Postfach des Empfängers, nicht um das Lesen der Nachricht.

  • Smurfing

    Smurfing bezeichnet das Aufteilen einer großen, auffälligen Aktion in viele kleine, unauffällige Teile. Der Begriff stammt aus der Geldwäsche, wird aber auch bei Online-Spielen und bei automatisierten Konten im Netz benutzt.

  • Snapshot

    Ein Snapshot ist der eingefrorene Zustand von Daten oder eines Systems zu einem bestimmten Zeitpunkt. Man kann später darauf zurückgreifen, ohne dass die spätere Arbeit den festgehaltenen Stand verändert.

  • Snippet

    Ein Snippet ist ein kurzer, wiederverwendbarer Ausschnitt aus einem Text oder aus Programmcode. Der Begriff kommt sowohl in Programmen für Entwickler als auch bei Suchmaschinen vor, wo damit die kurze Textvorschau unter einem Suchtreffer gemeint ist.

  • SOC 2

    SOC 2 ist ein Prüfbericht, in dem eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestätigt, dass ein Software-Anbieter die Daten seiner Kunden ordentlich schützt. Für Firmen, die Software an andere Firmen verkaufen, ist so ein Bericht oft die Eintrittskarte in Verkaufsgespräche.

  • Social Engineering

    Social Engineering bezeichnet Angriffe, bei denen Kriminelle nicht Technik überlisten, sondern Menschen. Sie täuschen ihre Opfer, damit diese freiwillig Passwörter herausgeben, Geld überweisen oder eine gefährliche Datei öffnen.

  • Social Manipulation

    Social Manipulation bezeichnet den gezielten Versuch, die Meinungen, Gefühle oder Entscheidungen vieler Menschen zu beeinflussen, ohne dass diese es merken. Mit KI-Werkzeugen lässt sich das heute in großem Maßstab und sehr billig betreiben.

  • Social Scoring

    Social Scoring bezeichnet Systeme, die das Verhalten von Menschen über längere Zeit erfassen und daraus eine Gesamtbewertung ihrer Person berechnen. In der Europäischen Union ist diese Art der Bewertung durch Behörden und Unternehmen seit 2024 weitgehend verboten.

  • Society of Thought

    Society of Thought bezeichnet einen Ansatz, bei dem eine Aufgabe nicht von einer einzigen Antwort gelöst wird, sondern von mehreren parallelen Denkversuchen, die sich gegenseitig prüfen und ergänzen. Aus dem Zusammenspiel dieser Stimmen entsteht ein Ergebnis, das meist verlässlicher ist als jeder Einzelversuch.

  • Soft Labels

    Soft Labels sind Trainingsvorgaben, die einem Beispiel nicht nur eine einzige richtige Antwort zuweisen, sondern mehreren Antworten unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten. Statt „das ist ein Husky" lautet die Vorgabe dann „80 Prozent Husky, 15 Prozent Wolf, 5 Prozent Schäferhund".

  • Soft Power

    Soft Power bezeichnet die Fähigkeit eines Landes, andere durch Anziehungskraft statt durch Zwang zu beeinflussen — über Kultur, Werte und Vorbildwirkung. In der Technologiebranche gilt sie heute als Grund, warum Staaten viel Geld in eigene KI-Systeme und digitale Plattformen stecken.

  • Soft-Money-Compute-Strategie

    Die Soft-Money-Compute-Strategie beschreibt, wie KI-Firmen an Rechenleistung kommen, ohne sie mit eigenem Geld zu bezahlen: Statt Bargeld fließen Firmenanteile, Gutschriften oder Rabatte. So können junge Unternehmen riesige Rechnerkapazitäten nutzen, binden sich aber eng an ihren Geldgeber.

  • Software as a Service

    Software as a Service (SaaS) bedeutet: Ein Programm läuft auf den Rechnern des Anbieters, und Kunden nutzen es gegen eine laufende Gebühr über das Internet. Man kauft die Software also nicht mehr, sondern mietet den Zugang zu ihr.

  • Software as a Service

    Software as a Service, kurz SaaS, bedeutet: Ein Programm läuft nicht auf dem eigenen Gerät, sondern auf den Rechnern eines Anbieters, und man benutzt es über den Browser gegen eine laufende Gebühr. Statt einmal eine Kaufversion zu erwerben, mietet man die Nutzung – meist monatlich oder jährlich.

  • Software-Stack

    Ein Software-Stack ist die Gesamtheit der Programme, die in einem technischen System übereinander aufbauen und zusammenarbeiten – von der Steuerung der Hardware bis zur Oberfläche, die der Nutzer sieht. Der Begriff fällt oft, wenn Unternehmen erklären, mit welchen Bausteinen ein Produkt gebaut ist.

  • Solo Developer

    Ein Solo Developer ist eine Person, die eine Software oder App allein entwickelt, verkauft und betreut – ohne Team und ohne Firma im Rücken. Durch KI-Werkzeuge und fertige Cloud-Dienste können solche Einzelpersonen heute Produkte betreiben, für die früher eine ganze Abteilung nötig war.

  • Solo-Creator

    Ein Solo-Creator ist eine einzelne Person, die im Internet regelmäßig Inhalte veröffentlicht und damit Geld verdient – ohne Team, Verlag oder Sender im Rücken. Digitale Werkzeuge und KI-Programme übernehmen dabei Aufgaben, für die früher ganze Abteilungen nötig waren.

  • Solow-Paradoxon

    Das Solow-Paradoxon beschreibt die Beobachtung, dass Unternehmen viel Geld in Computer investierten, ohne dass die Wirtschaft messbar mehr pro Arbeitsstunde produzierte. Der Begriff taucht heute wieder auf, wenn über die wirtschaftliche Wirkung von künstlicher Intelligenz gestritten wird.

  • Sonderwirtschaftszone

    Eine Sonderwirtschaftszone ist ein abgegrenztes Gebiet innerhalb eines Landes, in dem für Unternehmen andere Regeln gelten als im Rest des Staates – meist weniger Steuern, weniger Zölle und weniger Bürokratie. Ziel ist es, Fabriken, Investoren und Arbeitsplätze gezielt an einen Ort zu holen.

  • SOUL.md

    SOUL.md ist eine Textdatei in einem Softwareprojekt, in der festgehalten wird, wofür das Projekt eigentlich steht: Zweck, Werte, Tonfall und Grenzen. Gedacht ist sie vor allem für KI-Assistenten, die am Code mitarbeiten und sonst nur die technischen Regeln kennen würden.

  • Source Map

    Eine Source Map ist eine Zusatzdatei, die maschinell zusammengestauchten Programmcode wieder auf den ursprünglich geschriebenen Code zurückführt. Entwickler können damit Fehler an der Stelle suchen, an der sie den Code tatsächlich getippt haben.

  • Source Poisoning

    Source Poisoning bedeutet, dass jemand absichtlich falsche oder manipulierte Texte im Internet platziert, damit ein KI-System sie später als Wissensquelle benutzt. Die KI gibt die Manipulation dann als seriöse Antwort weiter, ohne den Betrug zu bemerken.

  • Souveräne KI

    Souveräne KI bedeutet, dass ein Land oder eine Region die eigene künstliche Intelligenz selbst kontrolliert: die Rechenzentren, die Daten und die Programme. Ziel ist, nicht von wenigen ausländischen Konzernen abhängig zu sein.

  • Souveränitätsanspruch bei KI

    Der Souveränitätsanspruch bei KI ist die Forderung eines Staates oder Staatenbunds, künstliche Intelligenz selbst bauen, betreiben und kontrollieren zu können, statt von ausländischen Anbietern abhängig zu sein. Dahinter stehen Sorgen um Sicherheit, Wirtschaft und die Frage, wessen Regeln für eine Technologie gelten.

  • Soziopath

    Ein Soziopath ist umgangssprachlich ein Mensch, dem Mitgefühl und Rücksicht auf andere weitgehend fehlen. In der KI-Debatte wird das Wort als Bild benutzt: für Systeme, die ein Ziel konsequent verfolgen, ohne Schaden für Menschen zu berücksichtigen.

  • Spacer-GIF

    Ein Spacer-GIF ist ein winziges, unsichtbares Bild, das frühe Webdesigner in Seiten einbauten, um Abstände zwischen Texten und Grafiken zu erzwingen. Heute gilt die Technik als überholt, taucht aber noch in altem Code und in E-Mails auf.

  • SpaceX Starshield

    Starshield ist die Sparte des Raumfahrtunternehmens SpaceX, die Satelliten für Regierungen und Militärs baut und betreibt. Sie nutzt dieselbe Technik wie der zivile Internetdienst Starlink, jedoch mit stärkerer Verschlüsselung und Spezialaufgaben wie Erdbeobachtung.

  • Sparkline

    Eine Sparkline ist ein sehr kleines Diagramm ohne Achsen und Beschriftung, das direkt in einer Textzeile oder Tabellenzelle steht. Sie zeigt auf einen Blick, ob ein Wert über die Zeit gestiegen, gefallen oder gleich geblieben ist.

  • Sparse Attention

    Sparse Attention ist ein Sparverfahren in modernen Sprachmodellen: Statt jedes Wort eines Textes mit jedem anderen zu vergleichen, werden nur ausgewählte Wortpaare betrachtet. Das senkt den Rechenaufwand bei langen Texten drastisch und macht Eingaben von hunderttausenden Wörtern überhaupt erst bezahlbar.

  • Sparse MoE

    Sparse MoE ist eine Bauweise für große KI-Modelle, bei der pro Anfrage nur ein kleiner Teil des Modells rechnet und der große Rest ruht. So können Modelle sehr viel Wissen speichern, ohne dass jede Antwort entsprechend teuer wird.

  • Sparse-Architektur

    Eine Sparse-Architektur ist ein KI-Modell, das für jede einzelne Anfrage nur einen kleinen Teil seiner Bausteine benutzt statt aller. So kann ein sehr großes Modell rechnen wie ein viel kleineres.

  • Spatial Computing

    Spatial Computing bezeichnet Technik, die den echten Raum um einen Menschen herum vermisst und digitale Inhalte passgenau darin platziert. Statt auf einen flachen Bildschirm zu schauen, bewegt man sich zwischen virtuellen Objekten, die scheinbar im Zimmer stehen.

  • Spec-Driven Development

    Spec-Driven Development ist eine Arbeitsweise beim Programmieren, bei der zuerst eine genaue schriftliche Beschreibung des gewünschten Ergebnisses entsteht und der eigentliche Programmcode erst daraus abgeleitet wird. Besonders wichtig wurde die Methode, seit KI-Werkzeuge große Mengen Code schreiben und dafür klare Vorgaben brauchen.

  • Spec-Phase

    Die Spec-Phase ist der Abschnitt eines Projekts, in dem genau aufgeschrieben wird, was gebaut werden soll – noch bevor jemand mit dem Bauen anfängt. Das Ergebnis ist ein Dokument, an dem sich später alle Beteiligten messen lassen.

  • Speculative Decoding

    Speculative Decoding ist ein Trick, mit dem Sprachprogramme ihre Antworten schneller ausgeben. Ein kleines, schnelles Modell rät mehrere Wörter im Voraus, ein großes, genaues Modell prüft diese Vorschläge in einem Rutsch.

  • Speculative Execution

    Speculative Execution bedeutet, dass ein Computer schon rechnet, bevor feststeht, ob das Ergebnis überhaupt gebraucht wird. Liegt er richtig, spart er Zeit; liegt er falsch, verwirft er die Arbeit — dieses Prinzip steckt in fast jedem Prozessor und heute auch in der Beschleunigung von KI-Textmodellen.

  • Speech Engine

    Eine Speech Engine ist ein Programm, das gesprochene Sprache in Text umwandelt oder aus Text hörbare Sprache erzeugt. Sie steckt hinter Sprachassistenten, Untertitelfunktionen, Vorlesefunktionen und Diktierprogrammen.

  • Speech-Native

    Speech-Native bezeichnet KI-Systeme, die gesprochene Sprache direkt verarbeiten und direkt wieder als Sprache ausgeben, ohne den Umweg über geschriebenen Text. Dadurch reagieren sie schneller und hören auch Tonfall, Lautstärke und Pausen mit.

  • Speech-to-Text

    Speech-to-Text bezeichnet Software, die gesprochene Sprache in geschriebenen Text umwandelt. Sie steckt in Diktierfunktionen, automatischen Untertiteln und Sprachassistenten und gehört heute zu den zuverlässigsten Anwendungen künstlicher Intelligenz.

  • SpeechAnalyzer

    SpeechAnalyzer ist eine Programmierschnittstelle von Apple, mit der Apps gesprochene Sprache direkt auf dem Gerät in Text umwandeln können. Sie wurde 2025 mit iOS 26 und macOS 26 eingeführt und ersetzt schrittweise Apples ältere Spracherkennung.

  • Speicherbandbreite

    Die Speicherbandbreite gibt an, wie viele Daten pro Sekunde zwischen dem Arbeitsspeicher eines Chips und seinen Rechenwerken bewegt werden können. Bei KI-Anwendungen entscheidet sie oft stärker über das Tempo als die reine Rechenleistung.

  • Spezifikationssprache

    Eine Spezifikationssprache ist eine künstliche Sprache mit festen Regeln, in der man aufschreibt, was ein Computerprogramm leisten soll – nicht, wie es das tut. Weil solche Beschreibungen eindeutig sind, kann ein Rechner sie prüfen und Widersprüche aufdecken.

  • Spitzenlast

    Spitzenlast bezeichnet den kurzen Zeitraum, in dem die Nachfrage nach einer Leistung ihren höchsten Wert erreicht — etwa nach Strom oder nach Rechenkapazität. Weil Netze und Rechenzentren für diesen Höchstwert ausgelegt sein müssen, ist die Spitzenlast ein zentraler Kostentreiber.

  • Spitzenmodell

    Ein Spitzenmodell ist das jeweils leistungsfähigste KI-System, das ein Anbieter gerade bauen kann — teuer im Training, groß und meist besser als alles, was es vorher gab. Der Begriff beschreibt keine feste Technik, sondern eine Position an der vorderen Grenze des technisch Möglichen.

  • Split-Screen

    Split-Screen bezeichnet einen geteilten Bildschirm: Die Anzeigefläche wird in zwei oder mehr Bereiche zerlegt, die gleichzeitig unterschiedliche Inhalte zeigen. Der Begriff kommt aus Film und Videospielen und ist heute vor allem eine Bedienfunktion von Computern, Tablets und Smartphones.

  • Spot-Checking

    Spot-Checking bedeutet, dass man aus einer großen Menge von Ergebnissen nur einige zufällig ausgewählte Beispiele genau prüft. Aus diesen Stichproben schließt man auf die Qualität des Ganzen, weil eine vollständige Kontrolle zu aufwendig wäre.

  • Sprach-zu-Sprach-Modell

    Ein Sprach-zu-Sprach-Modell nimmt gesprochene Sprache entgegen und antwortet direkt wieder mit gesprochener Sprache, ohne den Umweg über geschriebenen Text. Dadurch reagiert es schneller und kann Tonfall, Lautstärke und Sprechtempo mitverarbeiten.

  • Sprachagent

    Ein Sprachagent ist ein Computerprogramm, das ein Telefongespräch selbstständig führt: Es hört zu, versteht das Gesagte, antwortet mit einer künstlichen Stimme und kann dabei Aufgaben erledigen, etwa einen Termin buchen. Anders als eine alte Telefonansage mit festen Auswahlmenüs reagiert es frei auf das, was der Anrufer sagt.

  • Sprachassistent

    Ein Sprachassistent ist ein Programm, das gesprochene Anweisungen versteht und darauf reagiert – etwa Alexa, Siri oder Google Assistant. Er wandelt Sprache in Text um, deutet den Wunsch dahinter und führt eine passende Aktion aus.

  • Sprachmodell

    Ein Sprachmodell ist ein Computerprogramm, das aus riesigen Textmengen gelernt hat, welches Wort auf ein anderes folgen kann. Auf dieser einfachen Grundlage beruhen heutige Chatprogramme wie ChatGPT.

  • Sprachmodell-Transkription

    Sprachmodell-Transkription bezeichnet das automatische Umwandeln von gesprochener Sprache in geschriebenen Text durch ein KI-System. Sie steckt in Untertiteln, Diktierfunktionen und Besprechungsprotokollen — arbeitet aber nicht fehlerfrei, sondern rät bei undeutlichen Stellen.

  • SQL Injection

    SQL Injection ist ein Angriff auf Webseiten, bei dem jemand über ein normales Eingabefeld heimlich Befehle an die dahinterliegende Datenbank schickt. Gelingt das, kann der Angreifer fremde Daten auslesen, verändern oder löschen.

  • SQLite

    SQLite ist ein kostenloses Programmpaket, mit dem eine App ihre Daten geordnet in einer einzigen Datei auf dem Gerät speichern und durchsuchen kann. Es steckt unsichtbar in fast jedem Smartphone, Browser und Betriebssystem und gilt als eine der am häufigsten eingesetzten Software der Welt.

  • SRAM

    SRAM ist eine besonders schnelle Art von Computerspeicher, die Daten nur solange hält, wie Strom fließt. Sie sitzt direkt auf Prozessoren und Grafikchips und entscheidet dort mit darüber, wie schnell KI-Berechnungen laufen.

  • SSH

    SSH ist ein Verfahren, mit dem man einen entfernten Computer über das Internet sicher steuern kann. Alles, was dabei übertragen wird, ist verschlüsselt, sodass Fremde im Netz nichts mitlesen können.

  • Staatsfonds

    Ein Staatsfonds ist ein großer Geldtopf, den ein Staat besitzt und weltweit anlegt, etwa in Aktien, Anleihen oder Immobilien. Das Geld stammt meist aus Rohstoffverkäufen oder Handelsüberschüssen und soll auch künftigen Generationen nützen.

  • Stablecoin

    Ein Stablecoin ist digitales Geld auf einer Blockchain, dessen Kurs an eine gewöhnliche Währung wie den US-Dollar gekoppelt ist. Ein Stück soll also dauerhaft etwa einen Dollar wert sein — anders als Bitcoin, dessen Preis stark schwankt.

  • Staggered Rollout

    Ein Staggered Rollout ist die schrittweise Einführung einer neuen Software-Version: Sie geht zuerst an eine kleine Gruppe von Nutzern und erst später an alle. So fallen Fehler auf, bevor sie Millionen Menschen treffen.

  • Standard Operating Procedure

    Eine Standard Operating Procedure ist eine schriftlich festgelegte Anleitung, die Schritt für Schritt beschreibt, wie eine wiederkehrende Aufgabe zu erledigen ist. Sie sorgt dafür, dass eine Tätigkeit immer gleich abläuft, egal wer sie ausführt.

  • Standardmodell

    Das Standardmodell ist die derzeit beste Beschreibung dafür, aus welchen kleinsten Bausteinen Materie besteht und welche Kräfte zwischen ihnen wirken. Es erklärt fast alle Messungen der Teilchenphysik sehr genau, lässt aber Fragen wie die Schwerkraft und die Dunkle Materie offen.

  • Starship

    Starship ist die größte Rakete, die je gebaut wurde. Das US-Unternehmen SpaceX entwickelt sie so, dass beide Stufen zur Erde zurückkehren und wieder starten können – das soll Transporte ins Weltall drastisch verbilligen.

  • State

    Der State ist alles, was ein Programm sich über bereits Geschehenes merkt, während es läuft. Ob ein System einen State hat oder nicht, entscheidet darüber, ob es aus einer Folge von Anfragen einen Zusammenhang bilden kann.

  • State Corruption

    State Corruption bezeichnet den Zustand eines Programms oder KI-Systems, in dem die intern gespeicherten Daten nicht mehr zur Wirklichkeit passen. Das System arbeitet dann scheinbar normal weiter, trifft seine Entscheidungen aber auf einer falschen Grundlage.

  • State Machine

    Eine State Machine ist ein Modell, das ein System in eine überschaubare Zahl klar benannter Zustände einteilt und festlegt, welche Ereignisse von welchem Zustand in welchen anderen führen. Sie wird in der Software-Entwicklung genutzt, um Abläufe eindeutig und überprüfbar zu beschreiben.

  • State-Space-Modell

    Ein State-Space-Modell ist ein KI-Bauplan, der Texte oder Signale Schritt für Schritt liest und dabei nur eine kompakte Zusammenfassung des Bisherigen mitführt. Dadurch bleibt der Rechenaufwand auch bei sehr langen Eingaben beherrschbar — anders als bei den heute üblichen Transformer-Modellen.

  • Stateless

    Stateless heißt: ein Dienst merkt sich zwischen zwei Anfragen nichts über den Nutzer. Jede Anfrage muss alle nötigen Angaben selbst mitbringen, was die Technik dahinter einfacher und leichter vervielfachbar macht.

  • Stateless Agents

    Stateless Agents sind KI-Programme, die selbstständig Aufgaben abarbeiten, sich zwischen zwei Aufträgen aber an nichts erinnern. Jeder Auftrag beginnt bei Null, alle nötigen Informationen müssen von außen mitgeliefert werden.

  • Static Application Security Testing

    Static Application Security Testing, kurz SAST, sucht Sicherheitslücken direkt im Programmtext einer Software, ohne dass das Programm dafür laufen muss. Spezielle Prüfwerkzeuge lesen den Code wie ein Korrektor und melden Stellen, die Angreifer ausnutzen könnten.

  • Statische Codeanalyse

    Statische Codeanalyse prüft den geschriebenen Programmtext auf Fehler, ohne das Programm laufen zu lassen. Werkzeuge lesen den Text wie ein Korrektor und melden verdächtige Stellen, bevor die Software bei Nutzern landet.

  • Status-quo-Bias

    Der Status-quo-Bias ist die Neigung von Menschen, den bestehenden Zustand beizubehalten, selbst wenn eine Alternative messbar besser wäre. Er erklärt, warum Voreinstellungen in Software, alte Verträge und eingefahrene Arbeitsabläufe so hartnäckig überleben.

  • Stealth-Modus

    Der Stealth-Modus ist eine Phase, in der ein junges Unternehmen bewusst geheim hält, woran es arbeitet. Es gibt weder eine aussagekräftige Website noch Interviews oder Produktdetails – oft bis zur ersten öffentlichen Vorstellung.

  • Steganographie

    Steganographie ist die Kunst, eine Nachricht so zu verstecken, dass niemand ihre Existenz bemerkt. Anders als bei der Verschlüsselung, wo eine unlesbare Nachricht offen sichtbar ist, sieht man bei Steganographie nur ein harmloses Bild, Video oder einen normalen Text.

  • Stilometrie

    Stilometrie ist die messbare Untersuchung von Schreibstil: Sie zählt sprachliche Merkmale eines Textes, um herauszufinden, wer ihn geschrieben hat. Heute wird sie unter anderem eingesetzt, um anonyme Texte zuzuordnen oder maschinell erzeugte Texte von menschlichen zu unterscheiden.

  • Stimmrechtsaktien

    Stimmrechtsaktien sind Firmenanteile, die ihrem Besitzer erlauben, bei den Entscheidungen des Unternehmens mitzustimmen. Bei vielen Technologiekonzernen gibt es zwei Aktiensorten: eine mit viel Stimmgewicht für die Gründer und eine mit wenig oder gar keinem für normale Anleger.

  • Stop Words

    Stop Words sind sehr häufige, für sich genommen inhaltsarme Wörter wie „und“, „der“ oder „ist“, die manche Textverarbeitungsprogramme vor der Analyse aus einem Text streichen. Das spart Speicher und Rechenzeit, kann aber die Bedeutung verfälschen — moderne Sprachmodelle verzichten deshalb meist darauf.

  • Stop-Hook

    Ein Stop-Hook ist eine hinterlegte Anweisung, die automatisch ausgeführt wird, sobald ein KI-Assistent seine Arbeit an einer Aufgabe beendet. Damit lassen sich Abschlussprüfungen, Aufräumarbeiten oder Benachrichtigungen anstoßen, ohne dass ein Mensch sie jedes Mal anstoßen muss.

  • Storefront

    Eine Storefront ist die sichtbare Verkaufsfläche eines Online-Angebots: die Seite, auf der Kundinnen und Kunden Produkte sehen, auswählen und kaufen. Sie ist der öffentliche Teil eines Shops, während Lagerverwaltung, Preise und Zahlungsabwicklung im Hintergrund laufen.

  • Story-Format

    Das Story-Format ist eine Darstellungsform für Handy-Bildschirme: hochkant, aus einzelnen Bild- oder Videokarten zusammengesetzt, die man durch Antippen weiterschaltet. Beiträge in diesem Format verschwinden auf sozialen Netzwerken meist nach 24 Stunden wieder.

  • Streaming

    Streaming heißt: Daten werden in kleinen Häppchen übertragen und schon abgespielt oder angezeigt, während der Rest noch unterwegs ist. Man wartet also nicht, bis alles vollständig angekommen ist.

  • Streaming (LLM-Ausgabe)

    Streaming bedeutet, dass ein Chatbot seine Antwort Stück für Stück ausgibt, während er sie noch berechnet, statt am Ende alles auf einmal zu zeigen. Deshalb erscheint der Text scheinbar tippend auf dem Bildschirm.

  • Streetlight-Effekt

    Der Streetlight-Effekt beschreibt die Neigung, dort zu suchen, wo das Suchen leicht ist, statt dort, wo die Antwort wirklich liegt. In Forschung, Wirtschaft und KI führt das dazu, dass leicht messbare Dinge untersucht werden und wichtige, aber schwer messbare Fragen liegen bleiben.

  • Streisand-Effekt

    Der Streisand-Effekt beschreibt, dass der Versuch, eine Information zu unterdrücken, sie oft erst richtig bekannt macht. Benannt ist er nach der Sängerin Barbra Streisand, die 2003 gegen ein Luftbild ihres Hauses klagte und es damit millionenfach verbreitete.

  • Styleguide

    Ein Styleguide ist ein festgeschriebenes Regelwerk dafür, wie ein Unternehmen oder eine Redaktion schreibt und gestaltet. In der KI-Welt dient er zusätzlich als Vorgabe, an die sich ein Textgenerator halten soll.

  • Sub-Agent

    Ein Sub-Agent ist ein KI-Helfer, der von einem übergeordneten KI-Programm für eine klar umgrenzte Teilaufgabe gestartet wird und danach nur sein Ergebnis zurückmeldet. So werden große Aufträge in kleinere Portionen zerlegt, die getrennt und teils parallel bearbeitet werden.

  • Subliminal Learning

    Subliminal Learning beschreibt den Effekt, dass ein KI-System beim Lernen von den Texten eines anderen Systems auch dessen Eigenheiten übernimmt – selbst wenn diese in den Texten überhaupt nicht vorkommen. Der Begriff stammt aus Forschungsarbeiten von 2025 und gilt als Risiko für die verbreitete Praxis, KI-Trainingsdaten von anderer KI erzeugen zu lassen.

  • Subquadratische Attention

    Subquadratische Attention bezeichnet Verfahren, die den Rechenaufwand von Sprachmodellen beim Verarbeiten langer Texte langsamer wachsen lassen als quadratisch. Statt jedes Wort mit jedem anderen zu vergleichen, wird die Zahl der Vergleiche gezielt reduziert.

  • Subvokalisierung

    Subvokalisierung ist das stille Mitsprechen von Wörtern beim Lesen oder Denken, bei dem die Sprechmuskeln winzige Bewegungen ausführen. Sensoren können diese Signale messen, weshalb der Begriff heute auch in der Technik auftaucht — etwa bei Geräten, die lautlos gesprochene Befehle erkennen.

  • Sunk Cost Fallacy

    Die Sunk Cost Fallacy ist ein Denkfehler: Menschen halten an einer Sache fest, weil sie schon viel Geld, Zeit oder Mühe hineingesteckt haben. Vernünftig wäre es, nur nach dem künftigen Nutzen zu entscheiden, denn das bereits Ausgegebene kommt ohnehin nicht zurück.

  • Super PAC

    Ein Super PAC ist eine US-amerikanische Organisation, die unbegrenzt Geld sammeln und für Wahlwerbung ausgeben darf, solange sie nicht direkt mit einem Kandidaten zusammenarbeitet. Seit 2010 sind Super PACs ein zentraler Kanal, über den Konzerne, Milliardäre und ganze Branchen — zuletzt auch die Tech- und KI-Industrie — politischen Einfluss nehmen.

  • Super-Agent

    Ein Super-Agent ist ein KI-System, das nicht nur antwortet, sondern selbstständig ganze Aufgaben erledigt: planen, Programme bedienen, Zwischenergebnisse prüfen. Der Begriff ist eher ein Marketingversprechen als eine feste technische Definition.

  • Super-App

    Eine Super-App ist ein einzelnes Handyprogramm, in dem viele sonst getrennte Dienste zusammenlaufen: Nachrichten schreiben, bezahlen, Essen bestellen, Tickets kaufen. Bekanntestes Beispiel ist WeChat in China, wo Hunderte Millionen Menschen fast ihren gesamten digitalen Alltag in einer App erledigen.

  • Supercomputer-Cluster

    Ein Supercomputer-Cluster ist ein Verbund aus tausenden einzelnen Computern, die über sehr schnelle Kabel verbunden sind und gemeinsam an einer Aufgabe rechnen. Solche Anlagen sind heute die Grundlage für das Training großer KI-Modelle und für aufwendige wissenschaftliche Simulationen.

  • SuperGPQA

    SuperGPQA ist ein Test mit rund 26.000 sehr schweren Fachfragen aus 285 Studienfächern, mit dem geprüft wird, wie viel Fachwissen ein KI-System wirklich beherrscht. Er gilt als Nachfolger des kleineren Tests GPQA und deckt auch seltene Fachgebiete ab, die in üblichen Prüfungen fehlen.

  • Superintelligenz

    Superintelligenz bezeichnet ein gedachtes Computersystem, das Menschen in praktisch allen geistigen Aufgaben deutlich übertrifft. Der Begriff beschreibt keine existierende Technik, sondern ein Zukunftsszenario, über das Forschung, Politik und Investoren heftig streiten.

  • SuperPOD

    Ein SuperPOD ist ein fertig zusammengestelltes Großsystem aus vielen verbundenen Spezialrechnern, das der Chiphersteller Nvidia als Komplettpaket verkauft. Es dient dazu, sehr große KI-Modelle in Wochen statt Jahren zu trainieren.

  • Supervised Fine-Tuning

    Supervised Fine-Tuning ist ein Trainingsschritt, bei dem ein bereits vortrainiertes KI-Modell mit ausgewählten Beispielpaaren aus Aufgabe und Musterantwort nachgeschult wird. So lernt ein System, das nur Text fortsetzen kann, tatsächlich Anweisungen zu befolgen.

  • Supply Chain

    Die Supply Chain ist die Kette aller Betriebe, die nacheinander an einem Produkt arbeiten – vom Rohstoff bis zum fertigen Gerät im Laden. In der Technikbranche entscheidet sie darüber, ob Chips, Smartphones und KI-Rechner überhaupt gebaut werden können.

  • Supply-Chain-Angriff

    Bei einem Supply-Chain-Angriff greifen Kriminelle ein Unternehmen nicht direkt an, sondern manipulieren einen Zulieferer, dessen Produkt das Unternehmen benutzt. Über ein einziges verseuchtes Update können so tausende Kunden gleichzeitig betroffen sein.

  • Supply-Side-Platform

    Eine Supply-Side-Platform ist ein technischer Dienst, über den Website- und App-Betreiber ihre Werbeflächen automatisch zum Verkauf anbieten. Sie holt in Sekundenbruchteilen Gebote von vielen Werbekäufern ein und vergibt den Platz an das höchste davon.

  • SWA-basiertes HiCache

    SWA-basiertes HiCache ist eine Technik, mit der Chatbot-Server sich Zwischenergebnisse aus früheren Rechenschritten merken und auf mehreren Speicherebenen ablegen. Weil das Modell dabei nur ein gleitendes Textfenster berücksichtigt, bleibt die Menge der gespeicherten Daten auch bei sehr langen Gesprächen begrenzt.

  • SWE-bench

    SWE-bench ist ein Test, mit dem geprüft wird, ob ein KI-System echte Programmierfehler in bestehender Software selbst reparieren kann. Die Aufgaben stammen aus realen Softwareprojekten, und als Lösung gilt nur, was die vorhandenen Prüfprogramme des Projekts bestehen lässt.

  • SWE-bench Verified

    SWE-bench Verified ist ein Test, der misst, wie gut Computerprogramme echte Fehler in echter Software selbst beheben können. Er besteht aus 500 handgeprüften Aufgaben aus offen einsehbaren Programmierprojekten und gilt als wichtigster Vergleichsmaßstab für Programmierfähigkeiten von KI-Systemen.

  • SWE-Pro

    SWE-Pro ist ein Test, mit dem geprüft wird, wie gut KI-Systeme echte Programmieraufgaben aus professionellen Softwareprojekten lösen. Statt kleiner Übungsaufgaben bekommt die KI reale Fehlerberichte und muss den Code so ändern, dass die Prüfprogramme des Projekts durchlaufen.

  • Swift

    Swift ist eine Programmiersprache, die Apple 2014 vorgestellt hat. Mit ihr werden die meisten Apps für iPhone, iPad, Mac und Apple Watch geschrieben.

  • Switching Costs

    Switching Costs sind alle Nachteile, die entstehen, wenn ein Kunde von einem Anbieter zu einem anderen wechselt – also Geld, Zeit, Aufwand und Risiko. Je höher diese Kosten sind, desto seltener wechseln Kunden, selbst wenn die Konkurrenz besser oder günstiger wäre.

  • Sycophancy

    Sycophancy bezeichnet die Neigung von Chatbots, dem Nutzer nach dem Mund zu reden statt bei der sachlich richtigen Antwort zu bleiben. Das Verhalten entsteht ungewollt beim Training, weil Menschen zustimmende Antworten oft besser bewerten als korrekte.

  • Sycophantic AI

    Sycophantic AI beschreibt die Neigung von Chatbots, den Nutzern nach dem Mund zu reden statt bei der richtigen Antwort zu bleiben. Widerspricht man dem Programm, gibt es oft nach – auch dann, wenn es vorher recht hatte.

  • Synthetische Daten

    Synthetische Daten sind künstlich erzeugte Beispiele, die echte Messungen oder echte Texte ersetzen sollen. Sie werden vor allem genutzt, um Computerprogramme zu trainieren, wenn echte Daten fehlen, zu teuer sind oder Persönlichkeitsrechte verletzen würden.

  • SynthID

    SynthID ist eine von Google entwickelte Technik, die maschinell erzeugte Bilder, Töne, Videos und Texte mit einem unsichtbaren Erkennungszeichen versieht. Ein passendes Prüfwerkzeug kann dieses Zeichen später auslesen und so anzeigen, dass der Inhalt von einer Maschine stammt.

  • Syscall

    Ein Syscall ist die Anfrage eines Programms an das Betriebssystem, etwas zu tun, das das Programm nicht selbst darf – etwa eine Datei öffnen oder Daten übers Netz schicken. Über diese kontrollierte Schnittstelle laufen praktisch alle Zugriffe auf Festplatte, Netzwerk und Speicher.

  • System Card

    Eine System Card ist ein öffentliches Begleitdokument, das ein Unternehmen zu einem neuen KI-System veröffentlicht. Sie beschreibt, was das System kann, wo es scheitert, wie es geprüft wurde und welche Sicherheitsvorkehrungen eingebaut sind.

  • System of Action

    Ein System of Action ist eine Software, die Arbeitsschritte nicht nur anzeigt, sondern selbst ausführt – etwa eine Bestellung auslösen oder einen Termin verschieben. Der Begriff grenzt solche Programme von klassischer Software ab, die vor allem Daten speichert und darstellt.

  • System of Record

    Ein System of Record ist das Computersystem, das für eine bestimmte Information als die einzige verbindliche Quelle gilt. Widersprechen sich zwei Programme, zählt das, was dort gespeichert ist.

  • System of Record

    Ein System of Record ist die Software, in der die verbindliche Fassung bestimmter Daten eines Unternehmens liegt. Widersprechen sich zwei Programme, gilt das, was hier gespeichert ist.

  • Systemintegrator

    Ein Systemintegrator ist ein Dienstleister, der fertige Technik von verschiedenen Herstellern zu einer funktionierenden Gesamtlösung für einen Kunden zusammenbaut. Er entwickelt selbst kaum Produkte, sondern verbindet, konfiguriert und betreut das, was andere gebaut haben.

  • Systemprompt

    Ein Systemprompt ist eine versteckte Anweisung, die ein Chatbot-Betreiber seinem Programm vorgibt, bevor der Nutzer überhaupt etwas schreibt. Sie legt fest, wie das Programm sich verhält, welchen Ton es anschlägt und worüber es nicht sprechen soll.

  • Systemrisiken

    Systemrisiken sind Gefahren, die nicht nur einzelne Menschen treffen, sondern ganze Gesellschaften, Märkte oder die öffentliche Ordnung erschüttern können. In der KI-Regulierung bezeichnet der Begriff die Risiken besonders leistungsfähiger Modelle, für deren Anbieter deshalb strengere Pflichten gelten.

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  • Tabellarisches Fundamentmodell

    Ein tabellarisches Fundamentmodell ist ein großes, vorab trainiertes KI-Modell für Daten in Tabellenform, etwa Kundenlisten oder Messreihen. Es kann Vorhersagen für eine neue Tabelle treffen, ohne dafür eigens neu trainiert zu werden.

  • Tabellarisches Sprachmodell

    Ein tabellarisches Sprachmodell ist ein KI-System, das nicht nur Fließtext verarbeitet, sondern gezielt Tabellen mit Zeilen, Spalten und Überschriften. Es kann Fragen zu Tabelleninhalten beantworten, Werte nachschlagen und einfache Berechnungen über Zellen hinweg durchführen.

  • Tabular Foundation Model

    Ein Tabular Foundation Model ist ein KI-Modell, das auf Tabellen mit Zeilen und Spalten spezialisiert ist und dort Werte vorhersagt. Es wurde einmal groß vortrainiert und kann danach neue Tabellen auswerten, ohne für jede einzelne Tabelle neu trainiert zu werden.

  • Tail-Latency

    Tail-Latency bezeichnet die Wartezeit der langsamsten Anfragen eines Systems – also nicht den Durchschnitt, sondern die Ausreißer am oberen Ende. Sie entscheidet darüber, wie zuverlässig sich ein Dienst für Nutzer anfühlt.

  • Tape-out

    Der Tape-out ist der Moment, in dem der fertige Entwurf eines Computerchips an die Fabrik geschickt wird, die ihn herstellt. Danach lässt sich am Design nichts mehr ändern, weshalb dieser Schritt in der Chipbranche als Meilenstein gilt.

  • Task-Agent

    Ein Task-Agent ist ein Computerprogramm, das eine Aufgabe eigenständig in Teilschritte zerlegt und diese Schritte nacheinander selbst ausführt. Es antwortet also nicht nur mit Text, sondern handelt: Es sucht, klickt, rechnet und prüft das Ergebnis.

  • tasks.md

    tasks.md ist eine einfache Textdatei in einem Softwareprojekt, in der die anstehenden Arbeitsschritte als Liste stehen. Sie hat sich zu einem festen Baustein der Zusammenarbeit mit KI-Programmierassistenten entwickelt, weil diese die Liste lesen, abarbeiten und Erledigtes abhaken können.

  • Tau Scaling Law

    Das Tau Scaling Law beschreibt, wie zuverlässig ein KI-System eine Aufgabe schafft, je länger diese Aufgabe dauert. Die Erfolgsquote fällt dabei regelmäßig ab, je mehr Arbeitsschritte hintereinander nötig sind.

  • Taylorismus

    Taylorismus ist eine Methode aus der Zeit um 1900, Arbeit in kleine, genau vorgeschriebene Handgriffe zu zerlegen und per Stoppuhr zu optimieren. Das Prinzip prägt bis heute Fabriken, Lieferlager und sogar die Art, wie Software und KI-Systeme Aufgaben aufteilen.

  • TCP/IP

    TCP/IP ist der Satz gemeinsamer Regeln, nach denen Computer im Internet Daten austauschen. Er sorgt dafür, dass Daten in kleine Pakete zerlegt, korrekt zugestellt und beim Empfänger wieder richtig zusammengesetzt werden.

  • Teaching to the Test

    Teaching to the Test bezeichnet den Effekt, dass ein System oder ein Mensch gezielt auf die Prüfung hin optimiert wird und dadurch gute Noten erzielt, ohne die dahinterliegende Fähigkeit wirklich zu beherrschen. Bei KI-Modellen führt das dazu, dass Bestwerte in Vergleichstests wenig über den praktischen Nutzen aussagen.

  • Tech-Stack

    Ein Tech-Stack ist die Sammlung aller Programme, Programmiersprachen und Dienste, mit denen ein Unternehmen seine Software baut und betreibt. Der Begriff beschreibt also nicht ein einzelnes Werkzeug, sondern die gesamte Auswahl an Bausteinen, die zusammenarbeiten müssen.

  • Technical Spec

    Eine Technical Spec ist ein schriftliches Dokument, das vor dem Programmieren festlegt, wie eine geplante Software gebaut werden soll. Sie beschreibt den Aufbau, die getroffenen Entscheidungen und die Gründe dafür – und dient dem Team als gemeinsame Verständigungsgrundlage.

  • Technische Schulden

    Technische Schulden sind die Folgekosten schneller, unsauberer Lösungen in Software: Man spart heute Zeit und zahlt später mit mehr Aufwand. Der Begriff vergleicht diesen Aufwand mit einem Kredit, der Zinsen kostet.

  • Technologische Singularität

    Die technologische Singularität ist die Vorstellung, dass Maschinen irgendwann klüger werden als Menschen und sich dann selbst weiter verbessern. Ab diesem Punkt wäre die Entwicklung so schnell, dass Menschen sie nicht mehr vorhersagen oder steuern könnten.

  • Technologische Singularität

    Die technologische Singularität ist die Vorstellung, dass Maschinen eines Tages klüger werden als Menschen und sich dann selbst immer weiter verbessern. Ab diesem Punkt wäre die weitere Entwicklung für Menschen nicht mehr vorhersagbar oder steuerbar.

  • Technologische Souveränität

    Technologische Souveränität bedeutet, dass ein Land oder ein Unternehmen wichtige Technik selbst beherrscht oder zumindest frei wählen kann, von wem es sie bezieht. Es geht nicht um Abschottung, sondern darum, nicht erpressbar zu sein.

  • Telegram

    Telegram ist ein Messenger-Dienst zum Austausch von Nachrichten, Dateien und Sprachnachrichten – vergleichbar mit WhatsApp, aber mit sehr großen öffentlichen Kanälen und einer offenen Schnittstelle für automatische Programme. Der Dienst hat rund eine Milliarde monatliche Nutzer und steht regelmäßig wegen fehlender Moderation in der Kritik.

  • Telemetrie

    Telemetrie bezeichnet das automatische Messen und Übertragen von Betriebsdaten aus einem Gerät oder Programm an den Hersteller. Sie zeigt, wie eine Software läuft, wo sie abstürzt und wie sie benutzt wird – und ist deshalb bei Datenschützern umstritten.

  • Temperature (Sampling-Parameter)

    Temperature ist eine Einstellung, die steuert, wie berechenbar oder wie überraschend die Antworten eines Textgenerators ausfallen. Ein niedriger Wert führt zu nüchternen, wiederholbaren Formulierungen, ein hoher Wert zu ungewöhnlicheren und riskanteren.

  • Temperatursensor

    Ein Temperatursensor ist ein kleines Bauteil, das misst, wie warm oder kalt seine Umgebung ist, und diesen Wert als elektrisches Signal weitergibt. Er steckt in Handys, Autos, Heizungen und in den Rechenzentren, in denen KI-Modelle arbeiten.

  • Tensor Processing Unit

    Eine Tensor Processing Unit (TPU) ist ein von Google entwickelter Spezialchip, der fast nur eine Sorte Rechnung ausführt: das massenhafte Multiplizieren und Addieren von Zahlen in großen Tabellen. Genau diese Rechnung brauchen moderne KI-Systeme ständig, weshalb TPUs sie schneller und stromsparender erledigen als ein normaler Computerchip.

  • TensorRT

    TensorRT ist ein Programmpaket der Firma Nvidia, das fertig trainierte KI-Modelle so umbaut, dass sie auf Nvidia-Grafikkarten möglichst schnell rechnen. Es macht Modelle nicht klüger, sondern schneller und sparsamer im Betrieb.

  • Terabyte

    Ein Terabyte ist eine Maßeinheit für Datenmengen und entspricht rund einer Billion Zeichen. Es ist heute die übliche Größenordnung für Festplatten, Videoarchive und die Datensätze, mit denen KI-Modelle trainiert werden.

  • Terminal

    Ein Terminal ist ein Fenster am Computer, in dem man Befehle als Text eintippt statt auf Symbole zu klicken. Der Computer führt die Befehle aus und antwortet ebenfalls mit Text.

  • Terminal User Interface

    Ein Terminal User Interface (TUI) ist eine Bedienoberfläche, die vollständig aus Text in einem Terminalfenster besteht – mit Menüs, Listen und Fortschrittsbalken, aber ohne Maus, Fenster und Grafik. Entwicklerwerkzeuge und KI-Programmierassistenten nutzen diese Form, weil sie schnell, ressourcensparend und auch über Fernzugriff auf entfernte Rechner nutzbar ist.

  • Terminal-Bench

    Terminal-Bench ist ein Test, der prüft, wie gut KI-Programme echte Aufgaben auf einem Computer lösen, indem sie Befehle in ein Textfenster tippen. Gemessen wird nur, ob das Ergebnis am Ende tatsächlich funktioniert.

  • Test-Time Reasoning

    Test-Time Reasoning bedeutet, dass ein KI-Programm sich für eine Frage bewusst mehr Rechenzeit nimmt und Zwischenschritte durchgeht, statt sofort zu antworten. Diese zusätzliche Bedenkzeit verbessert vor allem Mathematik-, Logik- und Programmieraufgaben, kostet aber pro Antwort deutlich mehr.

  • TestFlight

    TestFlight ist ein Dienst von Apple, mit dem Entwickler unfertige Versionen ihrer Apps an ausgewählte Testerinnen und Tester verteilen können, bevor die App offiziell im App Store erscheint. Bis zu 10.000 Personen können so eine Vorabversion auf ihrem iPhone, iPad oder Mac installieren und Fehler zurückmelden.

  • Text-to-Speech

    Text-to-Speech bezeichnet Software, die geschriebenen Text in gesprochene Sprache umwandelt. Moderne Systeme klingen kaum noch nach Computerstimme und können Betonung, Tempo und sogar bestimmte Stimmen nachahmen.

  • Text-to-Speech (TTS)

    Text-to-Speech, kurz TTS, bezeichnet Programme, die geschriebenen Text in gesprochene Sprache umwandeln. Moderne TTS-Systeme klingen so natürlich, dass sie von echten Stimmaufnahmen kaum zu unterscheiden sind.

  • Text-to-Video

    Text-to-Video bezeichnet Computerprogramme, die aus einer geschriebenen Beschreibung ein kurzes Video erzeugen. Man tippt einen Satz ein, das Programm rechnet und liefert bewegte Bilder, die es vorher nirgends gab.

  • Text-zu-Bild-Modell

    Ein Text-zu-Bild-Modell ist ein Computerprogramm, das aus einer geschriebenen Beschreibung ein passendes Bild erzeugt. Bekannte Beispiele sind Midjourney, Stable Diffusion und DALL·E.

  • Textgenerierung

    Textgenerierung bezeichnet das automatische Erzeugen von zusammenhängendem Text durch ein Computerprogramm. Moderne KI-Programme schreiben dabei Wort für Wort weiter und wählen jedes Mal die Fortsetzung, die zum bisherigen Text am besten passt.

  • Thin Client

    Ein Thin Client ist ein sehr einfach ausgestatteter Computerarbeitsplatz, der kaum selbst rechnet. Die eigentliche Arbeit erledigt ein zentraler Rechner im Netzwerk, das Gerät zeigt nur das Ergebnis an und schickt Tastatur- und Mauseingaben zurück.

  • Thinking-Modus

    Der Thinking-Modus ist eine Betriebsart von KI-Chatprogrammen, in der das Programm vor der eigentlichen Antwort erst einen längeren Zwischentext für sich selbst schreibt. Dieser Zwischenschritt kostet Zeit und Geld, verbessert aber die Trefferquote bei Aufgaben mit mehreren Denkschritten deutlich.

  • Threat Hunting

    Threat Hunting ist die aktive Suche nach Angreifern, die bereits unbemerkt in einem Computernetzwerk stecken. Statt auf einen Alarm zu warten, durchsuchen Fachleute die Daten des Netzwerks gezielt nach Spuren.

  • Threat Modeling

    Threat Modeling ist eine strukturierte Denkübung: Ein Team überlegt vor dem Bau eines Systems, wer es angreifen könnte, wie und mit welchem Ziel. Aus dieser Liste möglicher Angriffe leitet es ab, welche Schutzmaßnahmen sich wirklich lohnen.

  • TikTok

    TikTok ist eine App für kurze Videos, die einem hauptsächlich Inhalte fremder Menschen zeigt, statt Beiträge von Freunden. Ausgewählt werden diese Videos von einem Empfehlungssystem, das aus dem Verhalten der Nutzer lernt — das gilt als Vorbild für viele andere Plattformen.

  • Time Series Foundation Model

    Ein Time Series Foundation Model ist ein großes KI-Modell, das auf riesigen Mengen von Messreihen trainiert wurde und danach für viele verschiedene Vorhersagen einsetzbar ist. Es soll bei Zeitreihen das leisten, was Sprachmodelle bei Texten tun: einmal vortrainiert, dann sofort auf neue Daten anwendbar.

  • Time-to-First-Token

    Time-to-First-Token bezeichnet die Wartezeit zwischen dem Absenden einer Anfrage an ein KI-System und dem Erscheinen des allerersten Zeichens der Antwort. Sie entscheidet darüber, ob sich ein Chatbot flüssig anfühlt oder träge.

  • Time-to-Insight

    Time-to-Insight bezeichnet die Zeit, die zwischen einer Frage an die eigenen Daten und einer brauchbaren Antwort liegt. Je kürzer diese Spanne ist, desto schneller kann ein Unternehmen auf Veränderungen reagieren.

  • Time-to-Market

    Time-to-Market bezeichnet die Zeit von der ersten Produktidee bis zum Tag, an dem Kunden das Produkt kaufen können. Je kürzer diese Zeit ist, desto schneller verdient ein Unternehmen Geld – und desto geringer ist das Risiko, dass die Konkurrenz zuerst da ist.

  • Timeline-Editor

    Ein Timeline-Editor ist ein Bearbeitungsprogramm, in dem Bild, Ton und Effekte als Balken auf einer waagerechten Zeitachse liegen. Er ist die Standardoberfläche für Videoschnitt, Musikproduktion und Animation – und zunehmend auch für Werkzeuge, die Videos mit KI erzeugen.

  • Timeout

    Ein Timeout ist eine fest eingestellte Wartefrist in einem Computerprogramm: Kommt eine erwartete Antwort nicht innerhalb dieser Zeit, bricht das Programm den Versuch ab und meldet einen Fehler. So verhindert man, dass ein Dienst endlos auf einen anderen wartet.

  • Tipping Point

    Ein Tipping Point ist der Punkt, an dem eine langsame Entwicklung plötzlich umschlägt und sich von selbst weiterträgt. In Technik und Wirtschaft beschreibt der Begriff den Moment, ab dem sich ein Produkt oder eine Technologie rasant durchsetzt.

  • tmux

    tmux ist ein Hilfsprogramm für die Kommandozeile, das ein einziges Textfenster in mehrere unabhängige Arbeitsbereiche aufteilt. Sein wichtigster Vorteil: laufende Programme bleiben aktiv, auch wenn man das Fenster schließt oder die Verbindung zum Server abbricht.

  • Tödliche Trias

    Die Tödliche Trias beschreibt drei Fähigkeiten, die ein KI-Assistent nicht gleichzeitig haben sollte: Zugriff auf private Daten, Kontakt mit fremden Inhalten und die Möglichkeit, Informationen nach außen zu senden. Treffen alle drei zusammen, können Angreifer den Assistenten dazu bringen, Geheimnisse zu verraten.

  • Token

    Ein Token ist ein kleines Textstück – meist ein Wort, ein Wortteil oder ein Satzzeichen –, in das Sprachprogramme einen Text zerlegen, bevor sie ihn verarbeiten. Weil Anbieter pro Token abrechnen und Modelle nur eine begrenzte Zahl davon aufnehmen, ist der Begriff die zentrale Maßeinheit der KI-Branche.

  • Token-Arbitrage

    Token-Arbitrage bezeichnet das Ausnutzen von Preisunterschieden bei KI-Diensten, die pro verarbeiteter Texteinheit abrechnen. Wer Anfragen billig einkauft und teurer weiterverkauft oder auf ein günstigeres Modell umleitet, verdient an der Differenz.

  • Token-basierte Kosten

    Token-basierte Kosten sind das übliche Abrechnungsmodell für KI-Sprachdienste: Bezahlt wird nach der Menge an Text, die ein Programm hineingibt und herausbekommt, gemessen in kleinen Textbausteinen. Wer viel Text schickt oder lange Antworten erzeugt, zahlt entsprechend mehr.

  • Token-Budget

    Ein Token-Budget ist die festgelegte Obergrenze an Textbausteinen, die ein KI-System für eine Aufgabe verarbeiten oder erzeugen darf. Es begrenzt Kosten, Antwortzeit und Länge – und zwingt Entwickler dazu, sorgfältig auszuwählen, was das Modell überhaupt zu sehen bekommt.

  • Token-Effizienz

    Token-Effizienz beschreibt, wie viel nützliches Ergebnis ein KI-System pro verarbeitetem Textbaustein liefert. Wer mit weniger Textbausteinen dieselbe Antwortqualität erreicht, arbeitet günstiger und schneller.

  • Token-Kontingent

    Ein Token-Kontingent ist die Menge an Textbausteinen, die ein Nutzer oder ein Programm in einem bestimmten Zeitraum an ein KI-System schicken oder von ihm empfangen darf. Es begrenzt Kosten und Rechenlast und ist die übliche Abrechnungseinheit bei kommerziellen KI-Diensten.

  • Token-Limit

    Das Token-Limit gibt an, wie viel Text ein KI-Sprachprogramm auf einmal verarbeiten kann. Es wird nicht in Wörtern gemessen, sondern in Tokens – kleinen Textbausteinen, in die das Programm jeden Text zerlegt.

  • Token-Preis

    Der Token-Preis gibt an, was ein Anbieter für die Verarbeitung einer bestimmten Menge Textbausteine durch ein KI-Modell verlangt. Er ist die übliche Abrechnungseinheit für Sprach-KI und entscheidet darüber, ob ein Produkt wirtschaftlich betrieben werden kann.

  • Token-Preise

    Token-Preise geben an, was die Nutzung eines KI-Sprachmodells pro verarbeiteter Texteinheit kostet. Abgerechnet wird meist getrennt nach eingegebenem und ausgegebenem Text, üblicherweise in Dollar pro Million Token.

  • Token-Routing

    Token-Routing bezeichnet die Entscheidung, welcher Teil eines großen KI-Modells ein einzelnes Textstück bearbeiten soll. Ein kleines Zusatznetz wählt dafür pro Textstück wenige spezialisierte Bausteine aus, statt das ganze Modell rechnen zu lassen.

  • Tokenizer

    Ein Tokenizer zerlegt Text in kleine Bausteine und ersetzt jeden Baustein durch eine Zahl. Nur so kann ein KI-Sprachmodell mit Sprache rechnen, denn es verarbeitet ausschließlich Zahlen.

  • Tokens pro Sekunde

    Tokens pro Sekunde gibt an, wie viele Textbausteine ein KI-Programm in einer Sekunde ausgibt oder verarbeitet. Der Wert ist das wichtigste Tempomaß für Chatbots und Sprachmodelle – ähnlich wie km/h beim Auto.

  • Tool Calling

    Tool Calling bedeutet, dass ein Sprachmodell nicht nur Text schreibt, sondern gezielt fremde Programme aufruft — etwa einen Taschenrechner, eine Suchmaschine oder eine Kalender-Software. Das Modell entscheidet selbst, wann es ein solches Werkzeug braucht, und baut das Ergebnis in seine Antwort ein.

  • Tool Poisoning

    Tool Poisoning ist ein Angriff, bei dem die Beschreibung eines Werkzeugs, das ein KI-Assistent benutzen darf, heimlich mit versteckten Anweisungen präpariert wird. Die KI liest diese Anweisungen als Teil ihres Auftrags und führt sie aus, ohne dass der Nutzer etwas davon merkt.

  • Tool Use

    Tool Use bedeutet, dass ein KI-Programm nicht nur Text schreibt, sondern zusätzlich fremde Hilfsprogramme aufruft — etwa einen Taschenrechner, eine Suchmaschine oder eine Datenbank. Die KI erkennt selbst, wann sie so eine Hilfe braucht, und baut das Ergebnis in ihre Antwort ein.

  • Tool-Aufruf

    Ein Tool-Aufruf bedeutet, dass ein KI-Programm eine Aufgabe nicht selbst löst, sondern ein externes Hilfsmittel benutzt — etwa einen Taschenrechner, eine Suchmaschine oder eine Wetterdatenbank. Das Programm formuliert dafür eine genau festgelegte Anfrage, bekommt ein Ergebnis zurück und schreibt damit seine Antwort weiter.

  • Tool-Müdigkeit

    Tool-Müdigkeit beschreibt den Erschöpfungszustand, wenn Menschen bei der Arbeit zu viele verschiedene Programme parallel benutzen müssen. Statt Zeit zu sparen, kostet die Vielzahl der Anwendungen Aufmerksamkeit, Nerven und Geld.

  • ToolcallFormatIFBench

    ToolcallFormatIFBench ist ein Test, der prüft, ob ein KI-Sprachmodell externe Werkzeuge exakt im vorgeschriebenen Format aufruft. Gemessen wird nicht, ob die Antwort inhaltlich klug ist, sondern ob die technische Form stimmt.

  • Toolchain

    Eine Toolchain ist eine feste Reihe von Programmen, die nacheinander an derselben Aufgabe arbeiten und ihre Ergebnisse jeweils an das nächste Programm weitergeben. Der Begriff kommt aus der Softwareentwicklung und beschreibt heute auch die Werkzeugketten, mit denen KI-Modelle gebaut und betrieben werden.

  • Toolflation

    Toolflation beschreibt, wie Unternehmen und Einzelpersonen immer mehr digitale Programme und Dienste ansammeln, ohne sie alle wirklich zu nutzen. Die Kosten und der Aufwand wachsen dabei schneller als der Nutzen.

  • Top500-Liste

    Die Top500-Liste ist eine halbjährlich veröffentlichte Rangliste der 500 schnellsten öffentlich bekannten Großrechner der Welt. Gemessen wird die Rechenleistung mit einem einheitlichen Test, dem Linpack-Benchmark, dessen Ergebnis in Rechenoperationen pro Sekunde angegeben wird.

  • TOPS

    TOPS steht für „Tera Operations Per Second“ und gibt an, wie viele Billionen einfacher Rechenschritte ein Chip pro Sekunde schafft. Die Zahl ist die gängige Werbeangabe für KI-Chips in Handys, Laptops und Autos – aussagekräftig ist sie aber nur mit Zusatzangaben.

  • Tor-Netzwerk

    Das Tor-Netzwerk ist ein weltweites Netz freiwillig betriebener Rechner, das Internetverkehr über mehrere Zwischenstationen umleitet und dabei mehrfach verschlüsselt. So lässt sich kaum nachvollziehen, wer welche Seite aufgerufen hat.

  • Total Addressable Market

    Der Total Addressable Market, kurz TAM, ist der gesamte Umsatz, den ein Unternehmen mit seinem Produkt theoretisch erzielen könnte, wenn es jeden möglichen Kunden gewinnen würde. Die Zahl ist eine Obergrenze für das Wachstum und spielt bei der Bewertung von Start-ups eine große Rolle.

  • Total Cost of Ownership

    Total Cost of Ownership (TCO) bezeichnet alle Kosten, die eine Anschaffung über ihre gesamte Nutzungsdauer verursacht – nicht nur den Kaufpreis. In der IT und bei KI-Systemen entscheidet diese Rechnung oft darüber, welche Lösung wirklich die günstigere ist.

  • Total Cost of Ownership

    Total Cost of Ownership, kurz TCO, bezeichnet alle Kosten, die eine Anschaffung über ihre gesamte Nutzungsdauer verursacht — nicht nur den Kaufpreis. In der IT gehören dazu Strom, Wartung, Personal und der spätere Ersatz.

  • Touch Interface

    Ein Touch Interface ist eine Bedienoberfläche, die man mit dem Finger direkt auf dem Bildschirm steuert, statt Maus oder Tasten zu benutzen. Es steckt in Smartphones, Tablets, Fahrkartenautomaten und Autos und hat die Art verändert, wie Menschen Geräte bedienen.

  • Town Hall

    Ein Town Hall ist eine Versammlung, bei der die Führung eines Unternehmens vor der gesamten Belegschaft spricht und anschließend Fragen beantwortet. In Tech-Konzernen sind solche Treffen oft der Ort, an dem Strategiewechsel, Entlassungen oder Streit über KI-Produkte zuerst zur Sprache kommen.

  • TPU

    Eine TPU ist ein von Google entwickelter Spezialchip, der fast nur eine Sache kann: die riesigen Zahlenrechnungen ausführen, aus denen künstliche Intelligenz besteht. Sie ist damit eine Alternative zu den Grafikchips von Nvidia, die den Markt bisher dominieren.

  • Tracing

    Tracing bedeutet, den Weg einer einzelnen Anfrage durch ein Computersystem lückenlos mitzuschreiben. Entwickler sehen dadurch, welcher Arbeitsschritt wie lange gedauert hat und an welcher Stelle etwas schiefgegangen ist.

  • Track 1.5

    Track 1.5 bezeichnet Gesprächsrunden zwischen Staaten, an denen Regierungsvertreter und unabhängige Fachleute gemeinsam teilnehmen. In der KI-Politik dient dieses halboffizielle Format dazu, heikle Themen wie Militär-KI zu besprechen, ohne dass ein Staat sich sofort festlegen muss.

  • Track Changes

    Track Changes ist eine Funktion in Textprogrammen, die jede Änderung an einem Dokument sichtbar markiert, statt sie einfach zu übernehmen. Wer den Text später liest, sieht genau, wer was gestrichen, eingefügt oder kommentiert hat, und kann jede Änderung einzeln annehmen oder ablehnen.

  • Tracking-Pixel

    Ein Tracking-Pixel ist ein winziges, meist unsichtbares Bild in einer Webseite oder E-Mail, dessen Abruf dem Absender verrät, dass und wann jemand die Seite oder Nachricht geöffnet hat. Es ist eines der ältesten und am weitesten verbreiteten Werkzeuge, um das Verhalten von Nutzern im Internet zu messen.

  • Traffic

    Traffic bezeichnet die Menge an Besuchern oder Daten, die eine Website, eine App oder ein Netz in einem bestimmten Zeitraum erreichen. Die Zahl entscheidet mit über Werbeeinnahmen, Serverkosten und den Wert eines digitalen Angebots.

  • Traffic-Klassen

    Traffic-Klassen sind Kategorien, in die ein Netzwerk die durchlaufenden Daten einteilt, um sie unterschiedlich schnell weiterzuleiten. Ein Videotelefonat wird so bevorzugt behandelt, während ein großer Download etwas warten darf.

  • Tragik der Allmende

    Die Tragik der Allmende beschreibt, wie eine gemeinsam genutzte Ressource zugrunde geht, weil jeder Einzelne rational handelt und sich möglichst viel davon nimmt. Der Begriff stammt aus der Wirtschaftswissenschaft und wird heute oft auf Klima, Internetdaten und KI-Trainingsdaten angewendet.

  • Training-Corpus

    Ein Training-Corpus ist die gesammelte Datenmenge, aus der ein KI-System lernt – meist Texte, Bilder oder Code. Seine Größe, Zusammensetzung und Qualität bestimmen maßgeblich, was das fertige System kann und welche Fehler es macht.

  • Trainings-Repository

    Ein Trainings-Repository ist der zentrale, geordnete Speicherort für alle Daten, mit denen ein KI-Modell lernt. Es hält fest, welche Beispiele enthalten sind, woher sie stammen und welche Version davon für welchen Lernvorgang benutzt wurde.

  • Trainingscluster

    Ein Trainingscluster ist eine große Ansammlung spezieller Computer, die zusammengeschaltet sind, um ein KI-System aus riesigen Datenmengen lernen zu lassen. Moderne Cluster bestehen aus zehntausenden solcher Rechenchips und kosten Milliarden.

  • Trainingsdaten

    Trainingsdaten sind die Beispiele, aus denen ein KI-Programm seine Fähigkeiten lernt – etwa Milliarden Texte aus dem Internet oder Millionen beschriftete Fotos. Ihre Menge und Qualität entscheiden mit darüber, was das fertige Programm kann und welche Fehler es macht.

  • Trainingskorpus

    Ein Trainingskorpus ist die gesammelte Datenmenge, aus der ein KI-System lernt – meist riesige Mengen an Text, Bildern oder Code. Was darin steht, bestimmt, was das fertige System kann und welche Fehler es macht.

  • Trainingslauf

    Ein Trainingslauf ist der zusammenhängende Rechenvorgang, in dem ein KI-Modell aus Beispieldaten lernt. Große Läufe belegen tausende Spezialchips über Wochen und kosten oft hunderte Millionen Dollar.

  • Trainingsumgebung

    Eine Trainingsumgebung ist ein abgeschlossener, meist simulierter Schauplatz, in dem ein Computerprogramm eine Aufgabe immer wieder versuchen darf und für jeden Versuch eine Bewertung bekommt. Aus vielen Millionen solcher Versuche lernt das Programm, welche Handlungen sich lohnen.

  • Trainium

    Trainium ist ein Spezialchip, den Amazon selbst entwickelt hat, um KI-Modelle zu trainieren. Er ist die hauseigene Alternative zu den teuren Rechenchips von Nvidia und läuft ausschließlich in Amazons Rechenzentren.

  • Trampelpfad-Prinzip

    Das Trampelpfad-Prinzip besagt: Wie Menschen etwas tatsächlich nutzen, verrät mehr über gutes Design als der ursprüngliche Plan. Der Name stammt von den ausgetretenen Wegen über Rasenflächen, die entstehen, weil der gepflasterte Weg einen Umweg macht.

  • Transducer

    Ein Transducer ist ein KI-Modell, das eine laufende Eingabe Stück für Stück in eine Ausgabe umwandelt, ohne auf das Ende der Eingabe zu warten. Am bekanntesten ist er in der Spracherkennung: Er verwandelt Tonaufnahmen laufend in Text, während jemand noch spricht.

  • Transformer

    Der Transformer ist der Bauplan, nach dem heute fast alle großen KI-Sprachmodelle aufgebaut sind. Sein Kerntrick: Das Modell schaut sich für jedes Wort an, welche anderen Wörter im Text dafür gerade wichtig sind.

  • Tree Shaking

    Tree Shaking ist ein automatisches Verfahren, das beim Zusammenbauen einer Webseite oder App allen Programmcode entfernt, den niemand benutzt. Das Ergebnis ist eine kleinere Datei, die schneller lädt.

  • Triage (Security)

    Triage in der IT-Sicherheit ist das schnelle Sortieren eingehender Warnmeldungen und gemeldeter Sicherheitslücken nach Dringlichkeit. Sie entscheidet, welcher Fall sofort bearbeitet wird, welcher warten kann und welcher sich als Fehlalarm erledigt.

  • Triage-Prozess

    Ein Triage-Prozess ist ein festes Verfahren, bei dem viele eingehende Fälle zuerst grob sortiert und nach Dringlichkeit geordnet werden. Der Begriff kommt aus der Notfallmedizin und wird heute auch für Software-Fehler, Kundenanfragen und Meldungen an KI-Systeme benutzt.

  • Trinitron

    Trinitron war eine von Sony 1968 eingeführte Bauart der Fernsehbildröhre, die hellere und schärfere Bilder lieferte als konkurrierende Röhren. Die Marke prägte Fernseher und Computerbildschirme über drei Jahrzehnte, bis Flachbildschirme sie ab etwa 2005 verdrängten.

  • Trinity

    Trinity ist ein Name, der in der Technikwelt mehrfach vergeben wurde: bekannt sind vor allem der erste Test einer Atombombe im Jahr 1945 und ein Großrechner des US-Labors Los Alamos. In der KI-Berichterstattung taucht der Begriff meist als Projekt- oder Produktname auf und muss deshalb immer aus dem Zusammenhang gelesen werden.

  • Trust Flywheel

    Das Trust Flywheel beschreibt einen sich selbst verstärkenden Kreislauf: Wer einem Produkt vertraut, nutzt es mehr, und diese Nutzung macht das Produkt wiederum besser und vertrauenswürdiger. In der KI-Branche gilt der Begriff als Erklärung dafür, warum manche Anbieter ihren Vorsprung immer weiter ausbauen.

  • TSMC

    TSMC ist ein Unternehmen aus Taiwan, das Computerchips für andere Firmen herstellt, ohne eigene Chips zu entwerfen. Es fertigt die schnellsten Chips der Welt und ist damit ein zentraler Engpass für die gesamte KI-Branche.

  • Turbopack

    Turbopack ist ein Werkzeug, das den Programmcode einer Webseite für den Browser zusammenbaut. Es ist in der Sprache Rust geschrieben und soll vor allem die Wartezeit von Entwicklern beim Ausprobieren von Änderungen verkürzen.

  • Turing-KI-Chip

    Der Turing-KI-Chip ist eine 2018 vorgestellte Generation von Grafikchips der Firma NVIDIA, die erstmals eigene Recheneinheiten für künstliche Intelligenz auf einem Consumer-Chip mitbrachte. Diese sogenannten Tensor-Kerne machten Turing zum Vorläufer der heutigen KI-Beschleuniger in Rechenzentren.

  • Turn-Based

    Turn-Based beschreibt eine Form des Austauschs, bei der immer nur eine Seite an der Reihe ist: erst spricht der Mensch, dann antwortet das System. Fast alle Chatprogramme mit künstlicher Intelligenz arbeiten nach diesem Prinzip, das aber an Grenzen stößt, sobald Gespräche natürlicher wirken sollen.

  • Turn-Taking-Latenz

    Turn-Taking-Latenz ist die Zeit, die zwischen dem Ende einer menschlichen Äußerung und dem Beginn der Antwort eines Sprachassistenten vergeht. Sie entscheidet darüber, ob sich ein Gespräch mit einer Maschine natürlich anfühlt oder stockend.

  • TÜV-Siegel

    Ein TÜV-Siegel ist ein Zeichen, das eine unabhängige Prüforganisation vergibt, nachdem sie ein Produkt, eine Anlage oder ein Verfahren kontrolliert hat. In der Technikbranche wird es zunehmend auch für Software und KI-Systeme diskutiert, als sichtbarer Beleg dafür, dass jemand Externes hingeschaut hat.

  • Two-Speed-Organisation

    Eine Two-Speed-Organisation ist ein Unternehmen, das absichtlich in zwei Tempi arbeitet: ein Bereich ändert sich schnell und experimentiert, ein anderer bleibt langsam und stabil. Der Begriff fällt oft, wenn Banken, Versicherer oder Industriekonzerne erklären, wie sie neue Technik wie künstliche Intelligenz einführen, ohne ihr bestehendes Geschäft zu gefährden.

  • Two-Tower-Retrieval-Modell

    Ein Two-Tower-Retrieval-Modell ist ein Suchverfahren, bei dem zwei getrennte Programmteile die Suchanfrage und die durchsuchten Inhalte unabhängig voneinander in Zahlenlisten übersetzen. Weil die Inhalte schon vorher umgerechnet werden können, findet das System aus Millionen Einträgen in Millisekunden die passendsten.

  • Typeahead

    Typeahead nennt man die Funktion, die schon während des Tippens passende Vorschläge in ein Eingabefeld einblendet. Sie soll Tippfehler abfangen, Zeit sparen und den Nutzer zu Ergebnissen führen, die es tatsächlich gibt.

  • Typecheck

    Ein Typecheck ist die automatische Prüfung, ob in einem Programm überall die richtige Art von Daten verwendet wird – also etwa eine Zahl dort steht, wo eine Zahl erwartet wird. Er findet viele Fehler, bevor das Programm überhaupt läuft.

  • TypeScript

    TypeScript ist eine Programmiersprache, die auf JavaScript aufbaut und zusätzlich festlegt, welche Art von Daten an welcher Stelle erlaubt ist. Dadurch fallen viele Fehler schon beim Schreiben des Programms auf statt erst beim Ausführen.

U

  • UA-SID

    UA-SID steht für eine Sitzungskennung, die ein Server einem Besucher zusammen mit Angaben über dessen Browser zuordnet. Damit lassen sich Nutzer über mehrere Seitenaufrufe hinweg wiedererkennen, auch wenn klassische Cookies fehlen.

  • UAP

    UAP ist die offizielle Bezeichnung für Objekte oder Erscheinungen am Himmel, die sich nicht sofort erklären lassen. Der Begriff hat das alte Wort „UFO“ in Behörden und Militär ersetzt, weil er neutraler klingt und keine Herkunft der Objekte behauptet.

  • UAV

    Ein UAV ist ein Fluggerät ohne Menschen an Bord, gesteuert per Funk vom Boden aus oder durch einen eingebauten Computer. Im Alltag nennt man solche Geräte meist einfach Drohnen.

  • UI-Agent

    Ein UI-Agent ist ein KI-Programm, das einen Computer so bedient wie ein Mensch: Es sieht den Bildschirm, klickt, tippt und scrollt selbst. Damit kann es Aufgaben in normalen Programmen erledigen, für die es keine besondere Schnittstelle für Software gibt.

  • Umgebungsvariable

    Eine Umgebungsvariable ist ein benannter Wert, den ein Betriebssystem einem laufenden Programm mitgibt — etwa ein Passwort, ein Speicherort oder ein Schalter. So lassen sich Einstellungen ändern, ohne den Programmtext selbst anzufassen.

  • Uncanny Valley

    Das Uncanny Valley beschreibt ein Unbehagen, das künstliche Figuren auslösen, wenn sie fast wie echte Menschen wirken, aber eben nur fast. Der Begriff stammt aus der Robotik und ist heute für Animationsfilme, Spiele und KI-generierte Videos wichtig.

  • Uncapped SAFE

    Ein Uncapped SAFE ist ein Vertrag, mit dem ein Investor einem jungen Unternehmen Geld gibt und dafür später Anteile bekommt – ohne dass vorher eine Obergrenze für den Unternehmenswert festgelegt wird. Für die Gründer ist das die günstigste Variante, für den Geldgeber die riskanteste.

  • Unclean Hands

    Unclean Hands ist ein Grundsatz aus dem angloamerikanischen Recht: Wer sich selbst unfair verhalten hat, bekommt vor Gericht keine Unterstützung gegen den Gegner. In KI-Streitfällen taucht der Einwand auf, wenn etwa ein Kläger seine eigenen Daten fragwürdig beschafft hat.

  • Unicorn

    Ein Unicorn ist ein junges, noch nicht börsennotiertes Unternehmen, dem Investoren einen Wert von mindestens einer Milliarde Dollar zuschreiben. Der Begriff ist kein Qualitätssiegel, sondern nur eine Marke, die eine Bewertung überschreitet.

  • Unified Memory

    Unified Memory bezeichnet einen Aufbau, bei dem Hauptprozessor und Grafikeinheit denselben Arbeitsspeicher benutzen, statt jeweils einen eigenen zu haben. Das spart Kopiervorgänge und erlaubt es, große KI-Modelle auch auf Laptops laufen zu lassen.

  • Unified Memory Architecture

    Unified Memory Architecture bezeichnet einen Computeraufbau, bei dem Hauptprozessor und Grafikeinheit denselben Arbeitsspeicher benutzen, statt jeweils eigenen zu haben. Das spart das Hin- und Herkopieren von Daten und ist besonders bei KI-Anwendungen ein Geschwindigkeitsvorteil.

  • UNII-4

    UNII-4 ist ein Funkbereich rund um 5,9 Gigahertz, den die USA 2020 teilweise für WLAN freigegeben haben. Er war ursprünglich für die Kommunikation zwischen Autos reserviert und liefert heutigen Routern zusätzliche Frequenzen.

  • Unit Economics

    Unit Economics beschreibt, ob ein Unternehmen mit einem einzelnen Kunden oder einem einzelnen Verkauf Geld verdient oder verliert. Erst wenn diese Rechnung pro Einheit aufgeht, kann Wachstum ein Unternehmen profitabel machen.

  • Unit-Test

    Ein Unit-Test ist ein kleines Prüfprogramm, das einen einzelnen Baustein eines Programms automatisch auf richtiges Verhalten kontrolliert. Er läuft in Sekundenbruchteilen und meldet sofort, wenn eine Änderung etwas kaputt gemacht hat.

  • Universal Commerce Protocol

    Das Universal Commerce Protocol (UCP) ist ein gemeinsamer Satz technischer Regeln, mit dem Software-Assistenten in Online-Shops einkaufen können, ohne dass ein Mensch klickt. Es beschreibt einheitlich, wie ein Programm Produkte abfragt, einen Warenkorb füllt und eine Bestellung auslöst.

  • Universal Jailbreak

    Ein Universal Jailbreak ist ein Eingabetrick, der die eingebauten Regeln eines KI-Textsystems außer Kraft setzt – und zwar nicht nur einmal, sondern zuverlässig bei vielen Themen und oft sogar bei mehreren Anbietern. Solche Tricks gelten als schwerwiegendes Sicherheitsproblem, weil eine einzige Textvorlage reicht, um Schutzmaßnahmen großflächig zu umgehen.

  • Universal-KI-Verhaltenskodex

    Ein Universal-KI-Verhaltenskodex ist eine freiwillige Sammlung von Regeln, an die sich Firmen beim Bau und Betrieb von KI-Systemen halten sollen. Er ist kein Gesetz, sondern eine Selbstverpflichtung, die weltweit gelten soll und oft von internationalen Organisationen angestoßen wird.

  • Up-Skilling

    Up-Skilling bedeutet, dass Beschäftigte neue Fähigkeiten für ihren bestehenden Beruf lernen, weil sich die Arbeit verändert. In der Tech-Branche geht es dabei meist um den Umgang mit KI-Werkzeugen und Daten.

  • Upper Funnel

    Upper Funnel bezeichnet die früheste Stufe im Weg eines Menschen zum Kauf: Er lernt eine Marke oder ein Produkt überhaupt erst kennen. Werbung in dieser Phase soll keine sofortigen Bestellungen bringen, sondern Bekanntheit aufbauen.

  • Upscaling

    Upscaling bezeichnet das Vergrößern eines Bildes oder Videos auf eine höhere Auflösung, also auf mehr Bildpunkte. Moderne Verfahren nutzen dafür KI-Modelle, die fehlende Details plausibel ergänzen, statt vorhandene Punkte nur zu vervielfachen.

  • Uptime

    Uptime ist der Anteil der Zeit, in dem ein Dienst tatsächlich erreichbar ist und funktioniert. Angegeben wird sie meist in Prozent, etwa 99,9 Prozent im Monat oder im Jahr.

  • Uptraining

    Uptraining bedeutet, ein bereits fertig trainiertes KI-Modell weiterzutrainieren, statt bei Null anzufangen. Meist wird es dabei gezielt umgebaut oder auf neue Daten angesetzt, um Rechenzeit und Geld zu sparen.

  • URL-Batch

    Ein URL-Batch ist eine Liste von Webadressen, die ein Programm gesammelt in einem Durchgang abarbeitet, statt jede Adresse einzeln anzustoßen. Solche Stapel sind die übliche Arbeitseinheit, wenn Suchmaschinen, Datensammler oder KI-Dienste große Mengen an Webseiten abrufen.

  • URL-Pattern

    Ein URL-Pattern ist eine Schablone für Webadressen: Statt einer einzelnen festen Adresse beschreibt es eine ganze Gruppe ähnlich gebauter Adressen. Programme nutzen solche Muster, um zu erkennen, welche Seite gemeint ist und welche Angaben in der Adresse stecken.

  • Urteilskraft

    Urteilskraft ist die Fähigkeit, in einer unklaren Lage eine begründete Entscheidung zu treffen, obwohl es keine eindeutige Regel dafür gibt. In der Debatte über künstliche Intelligenz steht der Begriff für das, was Menschen einbringen müssen, wenn eine Maschine nur Vorschläge liefert.

  • Usage-Limit

    Ein Usage-Limit ist eine Obergrenze dafür, wie viel ein Nutzer einen digitalen Dienst in einem bestimmten Zeitraum verwenden darf. Bei KI-Diensten begrenzt es typischerweise die Zahl der Anfragen oder der verarbeiteten Textmenge pro Stunde, Tag oder Monat.

  • User Journey Map

    Eine User Journey Map ist eine Darstellung, die alle Schritte eines Menschen bei der Nutzung eines Produkts oder einer Dienstleistung der Reihe nach zeigt. Sie hält zusätzlich fest, was die Person dabei denkt, fühlt und wo sie hängen bleibt.

  • User Story

    Eine User Story ist ein kurzer Satz, der beschreibt, was jemand mit einer Software erreichen will und warum. Softwareteams nutzen solche Sätze, um ihre Arbeit in kleine, überprüfbare Schritte zu zerlegen.

  • UTM-Parameter

    UTM-Parameter sind kleine Zusätze am Ende einer Internetadresse, die verraten, über welchen Weg ein Besucher auf eine Seite gekommen ist. Firmen nutzen sie, um zu messen, welche Werbung, welcher Newsletter oder welcher Social-Media-Beitrag tatsächlich Besucher bringt.

  • UX

    UX steht für User Experience und beschreibt, wie sich die Benutzung eines Produkts für einen Menschen anfühlt: leicht oder mühsam, verständlich oder verwirrend. Gemeint ist das gesamte Erlebnis, nicht nur das Aussehen einer App oder Webseite.

  • UX Designer

    Ein UX Designer gestaltet, wie sich die Benutzung einer App, einer Website oder eines Geräts anfühlt: welche Schritte nötig sind, was wo steht und ob man sein Ziel ohne Frust erreicht. Anders als beim reinen Aussehen geht es dabei vor allem um den Ablauf und die Verständlichkeit.

V

  • v0.dev

    v0.dev ist ein Online-Werkzeug der Firma Vercel, das aus einer Beschreibung in normaler Sprache fertige Bausteine für Webseiten erzeugt. Man tippt, was man sehen möchte, und bekommt sofort eine sichtbare Oberfläche samt dem zugehörigen Programmcode.

  • Value Anchor

    Ein Value Anchor ist ein fest formulierter Grundsatz, an dem sich das Verhalten eines KI-Systems ausrichten soll — etwa „sage die Wahrheit" oder „hilf niemandem bei Gewalt". Solche Anker werden in Regelwerken festgehalten und beim Training und im Betrieb als Maßstab genutzt.

  • Value Trap

    Ein Value Trap ist eine Aktie, die im Vergleich zu Gewinn oder Vermögen des Unternehmens billig aussieht, deren Kurs aber aus gutem Grund niedrig bleibt. Der scheinbare Schnäppchenpreis spiegelt kein Kaufsignal, sondern ein dauerhaft schrumpfendes Geschäft.

  • Vektor-Suche

    Die Vektor-Suche findet Texte, Bilder oder Töne, die inhaltlich ähnlich sind, statt nur nach exakt gleichen Wörtern zu suchen. Dazu wandelt ein KI-Modell jeden Inhalt in eine lange Zahlenreihe um, und die Suche vergleicht, welche Zahlenreihen nahe beieinanderliegen.

  • Vektordatenbank

    Eine Vektordatenbank ist ein Speichersystem, das Texte, Bilder oder Töne als lange Zahlenreihen ablegt und darin nach Ähnlichkeit sucht statt nach exakten Wörtern. Sie ist die Grundlage dafür, dass KI-Assistenten in großen Dokumentsammlungen passende Stellen finden.

  • Vektorgrafik

    Eine Vektorgrafik ist ein Bild, das nicht aus einzelnen Bildpunkten besteht, sondern aus Rechenanweisungen für Linien, Kurven und Flächen. Dadurch bleibt sie in jeder Größe gestochen scharf – vom Briefmarkenformat bis zur Hauswand.

  • Velocity

    Velocity ist eine Kennzahl aus der Softwareentwicklung: Sie gibt an, wie viel Arbeit ein Team in einem festen Zeitabschnitt tatsächlich fertigstellt. Sie dient dazu, künftige Zeitpläne realistisch zu schätzen – nicht dazu, Teams zu bewerten.

  • Vendor

    Ein Vendor ist ein Unternehmen, das Technik oder Dienste an andere Unternehmen verkauft – etwa Software, Rechenleistung oder Hardware. In der IT-Welt beschreibt das Wort also die Rolle des Lieferanten, nicht ein bestimmtes Produkt.

  • Vendor Lock-in

    Vendor Lock-in bezeichnet die Situation, in der ein Kunde von einem einzelnen Anbieter abhängig ist, weil ein Wechsel zu teuer oder zu aufwendig wäre. In der KI-Branche entsteht diese Abhängigkeit oft durch Rechenzentren, Datenformate und Software, die nur bei einem Hersteller zusammenpassen.

  • Venture Capital

    Venture Capital, kurz VC, ist Geld, das Investoren in sehr junge Firmen stecken, obwohl diese noch keinen Gewinn machen. Im Gegenzug bekommen die Investoren Anteile am Unternehmen und hoffen, dass einige wenige dieser Firmen extrem wertvoll werden.

  • Venture Funding

    Venture Funding ist Geld, das Investoren jungen Unternehmen geben, bevor diese Gewinn machen — im Tausch gegen einen Anteil an der Firma. Es ist die übliche Art, wie Technologie- und KI-Start-ups ihre ersten Jahre finanzieren.

  • Vera Rubin

    Vera Rubin ist der Name einer kommenden Rechner-Generation der Firma Nvidia, die ab 2026 für das Training und den Betrieb großer KI-Systeme gebaut wird. Sie folgt auf die Generation Blackwell und kombiniert einen neuen Hauptprozessor namens Vera mit neuen Grafikchips namens Rubin.

  • Verbriefungswelle

    Eine Verbriefungswelle ist eine Phase, in der Banken und Finanzierer ungewöhnlich viele Kredite bündeln und als handelbare Wertpapiere weiterverkaufen. Solche Wellen finanzieren Booms schnell und günstig, verteilen aber auch Risiken quer durchs Finanzsystem – 2007 endete das in der globalen Finanzkrise.

  • Verhaltensbiometrie

    Verhaltensbiometrie erkennt Menschen daran, wie sie etwas tun: wie sie tippen, wischen, das Handy halten oder die Maus bewegen. Banken und Onlinedienste nutzen das im Hintergrund, um Betrug zu erkennen, ohne dass Nutzer etwas eingeben müssen.

  • Verhaltensdrift

    Verhaltensdrift beschreibt, dass ein Computerprogramm, das aus Daten lernt, mit der Zeit andere Antworten gibt als früher – obwohl die Frage gleich bleibt. Ursachen sind Aktualisierungen des Programms oder eine Welt, die sich anders entwickelt als die Beispiele, aus denen es gelernt hat.

  • Verified Badge

    Ein Verified Badge ist ein kleines Symbol neben einem Profilnamen in sozialen Netzwerken, das anzeigen soll, dass dieses Konto echt ist. Ursprünglich war es ein Echtheitsnachweis für bekannte Personen, heute ist es bei mehreren Plattformen ein kostenpflichtiges Abo-Merkmal.

  • Verifier

    Ein Verifier ist ein Programm oder ein zweites KI-Modell, das die Antwort einer KI überprüft und bewertet, ob sie richtig ist. Er urteilt nur über Lösungen, statt selbst welche zu erfinden — und macht KI-Systeme dadurch zuverlässiger.

  • Verifier-Modell

    Ein Verifier-Modell ist ein zweites Computerprogramm, das die Antworten eines KI-Systems bewertet, statt selbst Antworten zu erfinden. Es sortiert falsche Lösungen aus und macht dadurch besonders das Rechnen und Programmieren von KI-Systemen deutlich zuverlässiger.

  • Verilog

    Verilog ist eine Sprache, mit der Ingenieure den inneren Aufbau von Computerchips beschreiben. Aus diesem Text entstehen später die Millionen winziger Schaltelemente, die in einem Prozessor oder Grafikchip stecken.

  • Verteilungsgeometrie

    Verteilungsgeometrie beschreibt, welche räumliche Form die Daten annehmen, mit denen ein KI-System arbeitet. Der Begriff hilft zu erklären, warum Modelle in manchen Bereichen zuverlässig arbeiten und in anderen plötzlich versagen.

  • Vertex AI

    Vertex AI ist die Plattform von Google, auf der Unternehmen Programme mit künstlicher Intelligenz bauen und betreiben. Sie stellt fertige Modelle, Rechenleistung und Werkzeuge zum Verwalten an einem Ort bereit, sodass Firmen keine eigenen Rechenzentren brauchen.

  • Vertical AI

    Vertical AI bezeichnet KI-Software, die für eine einzelne Branche gebaut ist – etwa für Arztpraxen, Anwaltskanzleien oder Banken. Sie kennt die Fachsprache, die Abläufe und die Vorschriften dieses Bereichs, taugt dafür aber kaum für andere Aufgaben.

  • Vertikale Integration

    Vertikale Integration bedeutet, dass ein Unternehmen mehrere aufeinanderfolgende Stufen seiner Wertschöpfung selbst übernimmt, statt sie einzukaufen. In der KI-Branche heißt das etwa: eigene Chips, eigene Rechenzentren, eigene Modelle und eigene Apps aus einer Hand.

  • VHS

    VHS war das ab den späten 1970er-Jahren weltweit verbreitete Format, um Filme und Fernsehsendungen auf Magnetband in einer Plastikkassette zu speichern. Es machte Aufnehmen und Abspielen von Bewegtbild erstmals massentauglich und gilt heute als Musterbeispiel dafür, wie sich ein Standard gegen technisch bessere Konkurrenz durchsetzen kann.

  • Vibe Coding

    Vibe Coding bezeichnet das Programmieren, bei dem man einem KI-System in normaler Sprache beschreibt, was das Programm tun soll, und den erzeugten Code kaum noch selbst liest. Der Begriff stammt von KI-Forscher Andrej Karpathy und wurde 2025 zum Schlagwort für eine neue, sehr schnelle, aber auch riskante Art der Softwareentwicklung.

  • Vibecession

    Eine Vibecession ist eine Lage, in der die Stimmung von Verbrauchern schlecht ist, obwohl die harten Wirtschaftszahlen gar keinen Abschwung zeigen. Der Begriff ist ein Kunstwort aus dem englischen „vibe" (Stimmung) und „recession" (Rezession).

  • Vim

    Vim ist ein Programm zum Schreiben und Bearbeiten von Text, das vollständig über die Tastatur bedient wird. Es gilt als extrem schnell für geübte Nutzer, aber als schwer zu erlernen, weil man Tasten je nach Modus unterschiedlich benutzt.

  • Virtual Biology

    Virtual Biology bezeichnet den Versuch, lebende Systeme wie Zellen, Proteine oder ganze Organe am Computer nachzubilden. Statt jedes Experiment im Labor durchzuführen, testet man es zuerst im Modell und geht nur mit den besten Kandidaten ins Reagenzglas.

  • Virtual Machine

    Eine Virtual Machine ist ein Computer, der nicht als Gerät existiert, sondern als Programm auf einem echten Computer läuft. Sie verhält sich wie eine eigenständige Maschine mit eigenem Betriebssystem, teilt sich aber die Hardware mit anderen virtuellen Maschinen.

  • Virtual Private Cloud

    Eine Virtual Private Cloud ist ein abgetrennter, nur für einen Kunden reservierter Bereich innerhalb eines großen gemieteten Rechenzentrums. Der Kunde teilt die Technik mit anderen, hat aber ein eigenes, nach außen abgeschottetes Netz mit eigenen Regeln.

  • Virtual Reality

    Virtual Reality ist eine vom Computer erzeugte Umgebung, die man über eine Brille mit zwei Bildschirmen räumlich erlebt. Bewegt man den Kopf, verändert sich das Bild passend dazu – der Eindruck, wirklich an einem anderen Ort zu sein, entsteht dadurch.

  • VirtualBox

    VirtualBox ist ein kostenloses Programm von Oracle, mit dem man einen zweiten Computer als Software auf dem eigenen Rechner laufen lässt. So kann man etwa Linux in einem Fenster unter Windows starten, ohne die eigene Festplatte neu einzurichten.

  • Vision-Language-Action-Modell

    Ein Vision-Language-Action-Modell ist ein KI-System, das Kamerabilder und Anweisungen in normaler Sprache entgegennimmt und daraus direkt Bewegungsbefehle für einen Roboter erzeugt. Es verbindet damit Sehen, Sprachverstehen und Handeln in einem einzigen Modell statt in getrennten Programmen.

  • Vision-Language-Modell

    Ein Vision-Language-Modell ist ein KI-System, das Bilder und Text gemeinsam verarbeitet. Es kann zu einem Foto eine Frage beantworten, weil es beide Arten von Eingaben in derselben internen Darstellung verrechnet.

  • Vision-Modell

    Ein Vision-Modell ist ein Computerprogramm, das aus Bildern oder Videos Informationen herausliest – etwa welche Gegenstände darauf zu sehen sind. Es lernt diese Fähigkeit aus Millionen Beispielbildern, statt nach festen Regeln programmiert zu werden.

  • Visual Effects

    Visual Effects, kurz VFX, sind Bildbestandteile in Filmen, Serien oder Werbung, die nicht vor der Kamera existierten, sondern nachträglich am Computer erzeugt und ins Bild eingefügt werden. Heute übernehmen zunehmend KI-Programme Arbeitsschritte, die früher Wochen an Handarbeit gekostet haben.

  • Visual Intelligence

    Visual Intelligence ist Apples Funktion, mit der das iPhone erkennt, was gerade in der Kamera oder auf dem Bildschirm zu sehen ist, und dazu Informationen liefert. Sie kombiniert Bilderkennung auf dem Gerät mit Suchdiensten wie Google und ChatGPT.

  • Visual Search Enhancement

    Visual Search Enhancement bezeichnet die Verbesserung von Suchsystemen, bei denen man mit einem Bild statt mit Wörtern sucht. Ziel ist es, dass das System auf dem Foto das Richtige erkennt und passende Treffer liefert – etwa das Produkt, das man gerade sieht.

  • Visual Studio Code

    Visual Studio Code, kurz VSCode, ist ein kostenloses Programm von Microsoft, mit dem man Programmtexte schreibt und bearbeitet. Es ist heute das meistgenutzte Werkzeug dieser Art und der Ort, an dem viele Entwickler KI-Assistenten beim Programmieren einsetzen.

  • Vite

    Vite ist ein Werkzeug, mit dem Entwickler moderne Webseiten und Web-Anwendungen bauen. Es sorgt dafür, dass Änderungen am Programmcode im Browser fast sofort sichtbar werden, und packt das fertige Projekt am Ende in eine kompakte Form für den Server.

  • VLA-Modell

    Ein VLA-Modell ist ein KI-System, das Kamerabilder und sprachliche Anweisungen entgegennimmt und daraus direkt Bewegungsbefehle für einen Roboter erzeugt. Es verbindet damit Sehen, Sprachverstehen und Handeln in einem einzigen trainierten System.

  • Voice Cloning

    Voice Cloning bezeichnet Verfahren, die aus Aufnahmen einer echten Stimme eine künstliche Kopie erzeugen, die beliebige neue Sätze sprechen kann. Schon wenige Sekunden Originalmaterial reichen heute für ein hörbar ähnliches Ergebnis.

  • Voice Commerce

    Voice Commerce bezeichnet das Einkaufen per gesprochenem Befehl, etwa über einen smarten Lautsprecher oder das Handy. Statt zu tippen und zu klicken, sagt man laut, was man kaufen möchte.

  • Voice Mode

    Voice Mode ist die Sprachfunktion moderner KI-Assistenten: Man spricht ins Mikrofon und bekommt eine gesprochene Antwort, ohne etwas tippen zu müssen. Neuere Varianten verarbeiten den Ton direkt und können deshalb fast ohne Verzögerung antworten und mitten im Satz unterbrochen werden.

  • Voice OS

    Ein Voice OS ist ein Betriebssystem, bei dem gesprochene Sprache die wichtigste Bedienform ist statt Tippen und Wischen. Der Nutzer sagt, was passieren soll, und das System sucht selbst die passende App oder Funktion heraus.

  • Voice-Agent

    Ein Voice-Agent ist ein Computerprogramm, das ein gesprochenes Gespräch selbstständig führt: Es hört zu, versteht das Gesagte, antwortet mit einer künstlichen Stimme und kann dabei Aufgaben erledigen. Typische Einsatzorte sind Telefon-Hotlines, Bestellannahmen und Terminvergaben.

  • Voice-Bot

    Ein Voice-Bot ist ein Computerprogramm, das gesprochene Sprache versteht und selbst spricht, um ein Gespräch mit Menschen zu führen. Firmen setzen solche Programme vor allem in Telefon-Hotlines ein, wo sie einfache Anliegen ohne menschliche Mitarbeiter bearbeiten.

  • Vollduplex

    Vollduplex bezeichnet eine Verbindung, bei der beide Seiten gleichzeitig senden und empfangen können. Ein Telefonat ist das klassische Beispiel; bei Sprach-KI ist es die Voraussetzung dafür, dass man dem Computer ins Wort fallen kann.

  • Vollständigkeit

    Vollständigkeit beschreibt, ob alle Angaben vorhanden sind, die eigentlich vorhanden sein müssten. In der KI ist sie eine Kennzahl für Datenqualität: Je mehr Lücken ein Datenbestand hat, desto unzuverlässiger wird das damit trainierte oder abgefragte System.

  • Von-Neumann-Architektur

    Die Von-Neumann-Architektur ist der Grundbauplan fast aller Computer: Rechenwerk und Speicher sind getrennt, und im selben Speicher liegen sowohl die Daten als auch das Programm. Weil alles über eine gemeinsame Verbindung laufen muss, entsteht ein Engpass, der bei KI-Anwendungen besonders spürbar wird.

  • Vorhersagemarkt

    Ein Vorhersagemarkt ist ein Handelsplatz, auf dem Menschen mit echtem Geld auf den Ausgang künftiger Ereignisse setzen. Der Preis eines solchen Vertrags gilt als Schätzung dafür, wie wahrscheinlich das Ereignis eintritt.

  • VP

    VP steht für „Vice President“ und bezeichnet in amerikanisch geprägten Unternehmen eine hohe Führungsebene unterhalb der Konzernspitze. Ein VP verantwortet meist einen ganzen Bereich wie Technik, Vertrieb oder Forschung – wie viel Macht damit verbunden ist, hängt stark von der Branche ab.

  • VPC

    Eine VPC ist ein abgetrennter, privater Bereich innerhalb der Rechenzentren eines Cloud-Anbieters, den nur ein einziger Kunde nutzt. Sie funktioniert wie ein eigenes Firmennetzwerk, läuft aber auf fremder Hardware.

  • VPN

    Ein VPN leitet den Internetverkehr eines Geräts verschlüsselt über einen Zwischenserver, sodass niemand auf dem Weg mitlesen kann. Firmen nutzen es für den sicheren Zugriff auf interne Systeme, Privatnutzer vor allem für Datenschutz und für Inhalte, die im eigenen Land gesperrt sind.

  • VS-Code-Fork

    Ein VS-Code-Fork ist eine eigenständige Kopie des weit verbreiteten Programmier-Editors Visual Studio Code, die von einer anderen Firma weiterentwickelt und verändert wird. Fast alle bekannten KI-Programmierwerkzeuge wie Cursor oder Windsurf sind auf diese Weise entstanden.

  • Vulnerability Patch Wave

    Eine Vulnerability Patch Wave ist der geballte Ansturm von Sicherheitsupdates, der losbricht, sobald eine schwere Sicherheitslücke in weit verbreiteter Software bekannt wird. Innerhalb von Stunden bis Tagen müssen Hersteller Korrekturen liefern und unzählige Betreiber sie einspielen — oft im Wettlauf mit Angreifern.

W

  • Wafer

    Ein Wafer ist eine dünne, spiegelglatte Scheibe aus hochreinem Silizium, auf der Computerchips gefertigt werden. Auf einer einzigen Scheibe entstehen gleichzeitig dutzende bis hunderte Chips, die am Ende auseinandergesägt werden.

  • Wafer Scale Engine

    Die Wafer Scale Engine ist ein Computerchip der Firma Cerebras, der so groß ist wie ein ganzer Essteller. Statt eine runde Siliziumscheibe in hunderte kleine Chips zu zersägen, bleibt sie ein einziges riesiges Stück – das macht sie besonders schnell beim Training von KI-Modellen.

  • Wafer-Scale-Chip

    Ein Wafer-Scale-Chip ist ein einzelner Computerchip, der so groß ist wie die runde Siliziumscheibe, aus der normalerweise hunderte kleine Chips geschnitten werden. Solche Chips werden vor allem gebaut, um sehr große KI-Berechnungen ohne langsame Verbindungen zwischen einzelnen Bauteilen durchzuführen.

  • Wafergroßer Chip

    Ein wafergroßer Chip ist ein einzelner Computerchip, der so groß ist wie die runde Siliziumscheibe, aus der sonst hunderte kleine Chips geschnitten werden. Er wird vor allem für das Training von KI-Modellen gebaut, weil er sehr viele Rechenwerke ohne langsame Verbindungen zwischen Bauteilen vereint.

  • Wake Word

    Ein Wake Word ist ein festgelegtes Wort, das ein sprachgesteuertes Gerät aus dem Ruhezustand holt, zum Beispiel „Alexa“ oder „Hey Siri“. Erst danach schickt das Gerät das Gesagte zur eigentlichen Auswertung weiter.

  • Walled Garden

    Ein Walled Garden ist ein geschlossenes digitales Ökosystem, in dem ein einzelner Anbieter bestimmt, welche Geräte, Programme und Inhalte zusammenarbeiten dürfen. Nutzer bekommen dafür Bequemlichkeit und Sicherheit, verlieren aber Wahlfreiheit und können nur schwer zu einem anderen Anbieter wechseln.

  • Wandelanleihe

    Eine Wandelanleihe ist ein Kredit an ein Unternehmen, der später in Aktien dieses Unternehmens umgetauscht werden kann. Der Geldgeber bekommt dafür meist weniger Zinsen als bei einem normalen Kredit, hat aber die Chance, vom steigenden Aktienkurs zu profitieren.

  • Wasserfall-Modell

    Das Wasserfall-Modell ist eine Methode, Software in festen Schritten nacheinander zu entwickeln: erst planen, dann bauen, dann testen, dann ausliefern. Jeder Schritt wird abgeschlossen, bevor der nächste beginnt — das schafft Klarheit, macht spätere Änderungen aber teuer.

  • Wasserzeichen

    Ein Wasserzeichen ist ein verstecktes Kennzeichen in einem Bild, Text, Ton oder Video, das verrät, woher die Datei stammt – zum Beispiel, dass ein Computerprogramm sie erzeugt hat. Es ist für Menschen meist unsichtbar, lässt sich aber mit dem passenden Prüfprogramm wieder auslesen.

  • Wasserzeichen für KI-Inhalte

    Ein Wasserzeichen für KI-Inhalte ist ein verstecktes Erkennungsmerkmal, das ein Computerprogramm beim Erzeugen von Bildern, Texten, Tonaufnahmen oder Videos einbaut. Später kann eine passende Prüfsoftware daran erkennen, dass der Inhalt maschinell erstellt wurde.

  • Waymo

    Waymo ist ein US-Unternehmen, das Autos entwickelt, die ohne Fahrer am Steuer fahren. In mehreren amerikanischen Städten betreibt es damit einen Taxidienst, den man per App bestellt.

  • Weak-to-Strong Supervision

    Weak-to-Strong Supervision beschreibt den Versuch, ein sehr leistungsfähiges KI-System von einem schwächeren Lehrer anleiten zu lassen. Die Idee steht hinter der Frage, wie Menschen künftige KI-Systeme noch kontrollieren können, wenn diese in vielen Aufgaben besser sind als sie selbst.

  • Wearables

    Wearables sind kleine Computer, die man am Körper trägt – etwa Smartwatches, Fitnessarmbänder, smarte Ringe oder Datenbrillen. Sie messen laufend Körperdaten und Bewegungen und schicken diese an ein Handy oder an Rechenzentren im Internet.

  • Web Model Context Protocol

    Das Web Model Context Protocol ist eine geplante Web-Technik, mit der eine Internetseite einem KI-Assistenten direkt mitteilt, welche Funktionen er auf ihr ausführen darf. Statt Knöpfe auf dem Bildschirm zu suchen, ruft der Assistent klar benannte Aktionen der Seite auf.

  • Web Platform Tests

    Web Platform Tests sind eine gemeinsame Sammlung von Prüfaufgaben, mit denen Browser-Hersteller kontrollieren, ob ihre Programme sich an die vereinbarten Regeln des Internets halten. Sie sorgen dafür, dass eine Webseite in Chrome, Firefox und Safari möglichst gleich aussieht und funktioniert.

  • Web Scraping

    Web Scraping bedeutet, Inhalte von Webseiten automatisch von einem Programm auslesen und in eine geordnete Datensammlung überführen zu lassen. Es ist die wichtigste Methode, um große Mengen öffentlich sichtbarer Internetinhalte für Preisvergleiche, Forschung oder das Training von KI-Systemen zu beschaffen.

  • Web-Crawler

    Ein Web-Crawler ist ein Programm, das automatisch Internetseiten aufruft, deren Inhalt speichert und dabei den Links auf diesen Seiten folgt. So entstehen die Datenbestände hinter Suchmaschinen und die Textsammlungen, mit denen KI-Systeme trainiert werden.

  • Web-Navigation

    Web-Navigation bezeichnet die Fähigkeit eines KI-Programms, eine Internetseite selbst zu bedienen: klicken, tippen, scrollen, Formulare ausfüllen. Statt nur Text zu erzeugen, erledigt das Programm damit mehrschrittige Aufgaben im Browser, etwa eine Recherche oder eine Buchung.

  • WebArena

    WebArena ist eine Testumgebung, in der Computerprogramme selbstständig echte Webseiten bedienen müssen, um Aufgaben wie eine Bestellung oder eine Suche zu erledigen. Sie dient als Messlatte dafür, wie zuverlässig heutige KI-Systeme im Internet handeln können.

  • WebAuthn

    WebAuthn ist ein technischer Standard, mit dem man sich auf Webseiten ohne Passwort anmelden kann – etwa per Fingerabdruck, Gesichtsscan oder Sicherheitsstick. Das Gerät beweist der Webseite die Identität, ohne dass ein Geheimnis übertragen wird, das jemand stehlen könnte.

  • Webhook

    Ein Webhook ist eine automatische Benachrichtigung, die ein Onlinedienst an eine vom Nutzer hinterlegte Internetadresse schickt, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt. So erfahren Programme sofort von Neuigkeiten, ohne selbst ständig nachfragen zu müssen.

  • WebTransport

    WebTransport ist eine Technik, mit der eine Webseite im Browser dauerhaft Daten mit einem Server austauschen kann – in beide Richtungen und mit sehr geringer Verzögerung. Sie gilt als moderner Nachfolger älterer Verfahren für Live-Verbindungen und wird vor allem für Spiele, Videokonferenzen und Echtzeit-Anwendungen genutzt.

  • WeChat

    WeChat ist eine chinesische Smartphone-App, die Nachrichten, Bezahlfunktion und tausende kleine Zusatzprogramme in einer einzigen Oberfläche bündelt. Sie gilt als bekanntestes Beispiel für eine sogenannte Super-App und hat weit über eine Milliarde aktive Nutzer.

  • Wechselkosten

    Wechselkosten sind der gesamte Aufwand, den ein Kunde tragen muss, wenn er von einem Anbieter zu einem anderen wechselt. Sie bestehen aus Geld, Zeit und Risiko – und je höher sie sind, desto treuer bleiben Kunden, auch wenn die Konkurrenz besser wäre.

  • Weekly Active Users

    Weekly Active Users, kurz WAU, ist eine Kennzahl: Sie zählt, wie viele verschiedene Menschen einen Dienst innerhalb von sieben Tagen mindestens einmal benutzt haben. Sie gilt als wichtigster Gradmesser dafür, ob ein Produkt wirklich genutzt wird oder nur viele Anmeldungen hat.

  • Weltmodell

    Ein Weltmodell ist eine interne Vorstellung eines Computerprogramms davon, wie sich seine Umgebung verhält und was als Nächstes passieren wird. Damit kann das Programm Folgen im Voraus durchspielen, statt jede Handlung erst in der Realität auszuprobieren.

  • Werkzeugkette

    Eine Werkzeugkette ist eine feste Abfolge von Programmen, die ein Arbeitsergebnis in mehreren Schritten erzeugt – jedes Programm übernimmt das Ergebnis des vorherigen. In der Softwareentwicklung und in der KI bezeichnet der Begriff die Sammlung aller Werkzeuge, die zusammen aus Quelltext oder Daten ein fertiges Produkt machen.

  • Wertschöpfungskette

    Die Wertschöpfungskette beschreibt alle Arbeitsschritte, die aus Rohstoffen und Ideen ein verkaufsfertiges Produkt machen. Bei jedem Schritt kommt Wert dazu – und jeder Schritt kann von einem anderen Unternehmen erledigt werden.

  • Wet-Lab

    Ein Wet-Lab ist ein Labor, in dem echte Substanzen wie Zellen, Chemikalien oder Blutproben verarbeitet werden. Es ist der Gegenpol zum Dry-Lab, wo nur am Computer gerechnet und simuliert wird — und die Stelle, an der Vorhersagen von KI-Modellen sich in der Wirklichkeit beweisen müssen.

  • White-Collar

    White-Collar bezeichnet Büro- und Schreibtischberufe, in denen vor allem mit Informationen statt mit Werkzeugen oder Maschinen gearbeitet wird. In der KI-Debatte steht der Begriff für jene Tätigkeiten, die Programme wie Chatbots und Analysewerkzeuge zuerst verändern.

  • White-Collar-Aufgaben

    White-Collar-Aufgaben sind Bürotätigkeiten, bei denen vor allem mit Wissen, Sprache und Zahlen gearbeitet wird — etwa Berichte schreiben, Verträge prüfen oder Termine planen. In der Debatte über künstliche Intelligenz stehen sie im Mittelpunkt, weil moderne Software genau solche Arbeit teilweise übernehmen kann.

  • White-Collar-Jobs

    White-Collar-Jobs sind Berufe, in denen man vor allem am Schreibtisch mit Informationen arbeitet — etwa in der Buchhaltung, im Recht oder im Marketing. Weil moderne KI-Systeme genau solche Schreib- und Analysearbeit übernehmen können, stehen diese Berufe seit einigen Jahren im Zentrum der Debatte über Automatisierung.

  • White-Hat-Hacker

    Ein White-Hat-Hacker sucht mit Erlaubnis des Besitzers nach Sicherheitslücken in Computersystemen, um sie melden und schließen zu lassen. Der Unterschied zu kriminellen Angreifern liegt nicht im Können, sondern in der Erlaubnis und im Ziel.

  • Wi-Fi 6

    Wi-Fi 6 ist die 2019 eingeführte Generation des kabellosen Internets im Haushalt und im Büro. Ihr wichtigster Fortschritt liegt nicht in der reinen Höchstgeschwindigkeit, sondern darin, dass viele Geräte gleichzeitig störungsfrei funken können.

  • Win-Rate

    Die Win-Rate gibt an, wie oft die Antwort eines KI-Systems im direkten Vergleich mit der Antwort eines anderen Systems bevorzugt wird. Sie ist eine Prozentzahl aus vielen Einzelvergleichen und dient als Qualitätsmaß, wenn es keine eindeutig richtige Lösung gibt.

  • Winamp

    Winamp ist ein Programm zum Abspielen von Musikdateien am Windows-Computer, das 1997 erschien und in den frühen 2000er-Jahren extrem verbreitet war. Es gilt als Symbol für die Zeit, in der Musik zum ersten Mal als Datei auf der Festplatte lag statt auf CD.

  • Windows-Kernel

    Der Windows-Kernel ist der innerste Teil des Betriebssystems Windows. Er verteilt Rechenzeit und Speicher an die Programme und ist die einzige Stelle, die direkt mit der Hardware sprechen darf.

  • Wireframe

    Ein Wireframe ist eine bewusst schlichte Skizze einer geplanten App oder Website, die nur zeigt, welche Elemente wo liegen. Farben, Bilder und Schriftgestaltung fehlen absichtlich, damit zuerst über Aufbau und Bedienung gesprochen wird.

  • Wissensbasis

    Eine Wissensbasis ist eine geordnete Sammlung von Fakten und Texten, auf die ein Computerprogramm gezielt zugreifen kann. Sie liefert einem KI-System die Informationen, die es selbst nicht sicher gespeichert hat.

  • Wissensdatenbank

    Eine Wissensdatenbank ist eine geordnete Sammlung von Informationen, aus der ein Programm oder ein Mensch gezielt Antworten holen kann. In der KI dient sie oft als Nachschlagewerk, damit ein Sprachmodell auf geprüfte Fakten zugreift statt frei zu raten.

  • Wissensgraph

    Ein Wissensgraph ist eine Sammlung von Fakten, die als Netz aus Dingen und ihren Beziehungen gespeichert sind. Suchmaschinen, Sprachassistenten und Unternehmensdatenbanken nutzen ihn, um Zusammenhänge nachschlagen zu können statt nur einzelne Stichwörter.

  • Work Item

    Ein Work Item ist ein einzelner, klar benannter Arbeitsauftrag in einem Projektwerkzeug – etwa "Login-Fehler beheben" oder "Suchfunktion einbauen". Solche Einträge sind die kleinste Einheit, mit der Softwareteams ihre Arbeit planen, verteilen und nachvollziehbar dokumentieren.

  • Workbench OS

    Ein Workbench OS ist eine Arbeitsumgebung, in der ein Mensch und mehrere KI-Programme gemeinsam an denselben Dokumenten, Daten und Aufgaben arbeiten. Es verwaltet nicht Hardware wie ein klassisches Betriebssystem, sondern Aufträge, Zugriffsrechte und Zwischenstände der Arbeit.

  • Workflow

    Ein Workflow ist eine festgelegte Abfolge von Arbeitsschritten, die in einer bestimmten Reihenfolge abgearbeitet werden, damit am Ende ein Ergebnis entsteht. In der Software beschreibt der Begriff, wie Aufgaben automatisch von Schritt zu Schritt weitergereicht werden – zunehmend auch zwischen mehreren KI-Systemen.

  • Workflow-Orchestrierung

    Workflow-Orchestrierung bedeutet, dass ein Programm viele einzelne Arbeitsschritte automatisch in der richtigen Reihenfolge startet, überwacht und bei Fehlern wiederholt. In KI-Systemen sorgt sie dafür, dass Datenaufbereitung, Modellaufrufe und Weiterverarbeitung zuverlässig zusammenspielen.

  • Workflow-Schicht

    Die Workflow-Schicht ist die Software zwischen dem Nutzer und einem KI-Modell. Sie legt fest, in welcher Reihenfolge Arbeitsschritte ablaufen, welche Daten dazukommen und wer das Ergebnis prüft.

  • Working Memory bei KI-Agenten

    Working Memory ist der Notizzettel eines KI-Programms, das mehrere Arbeitsschritte hintereinander erledigt: Dort stehen Auftrag, Zwischenergebnisse und der aktuelle Stand. Ohne diesen Zettel würde das Programm bei jedem Schritt vergessen, was es gerade tut.

  • Workload

    Ein Workload ist die Arbeit, die ein Computer oder ein Rechenzentrum für eine bestimmte Aufgabe erledigen muss – also etwa das Training eines KI-Modells oder der Betrieb eines Online-Shops. Der Begriff beschreibt zugleich die Aufgabe selbst und die Belastung, die sie für die Technik bedeutet.

  • Workslop

    Workslop bezeichnet Arbeitsergebnisse, die mit KI-Hilfe schnell erzeugt wurden, professionell aussehen, aber inhaltlich leer sind. Der Aufwand verschwindet dadurch nicht, er verschiebt sich nur zu den Kolleginnen und Kollegen, die den Text nachbessern müssen.

  • Workspace

    Ein Workspace ist ein abgegrenzter digitaler Arbeitsbereich, in dem eine Gruppe von Menschen gemeinsam an denselben Daten, Dateien und Projekten arbeitet. Er regelt, wer worauf zugreifen darf, und trennt die Inhalte verschiedener Teams oder Kunden sauber voneinander.

  • World Model

    Ein World Model ist ein Computerprogramm, das gelernt hat, wie sich eine Umgebung verhält, und das vorhersagen kann, was als Nächstes passiert. Es dient Robotern, Spielfiguren und Videogeneratoren als eine Art innere Simulation der Welt.

  • Wrapper

    Ein Wrapper ist ein Programm, das die KI eines fremden Anbieters nutzt und drumherum eine eigene Oberfläche und eigene Funktionen legt. Der Begriff wird in der Tech-Branche oft abwertend benutzt, weil solche Produkte leicht kopierbar sind.

  • Wright's Law

    Wright's Law besagt: Jedes Mal, wenn sich die insgesamt produzierte Menge eines Produkts verdoppelt, sinken die Stückkosten um einen festen Prozentsatz. Die Regel stammt aus dem Flugzeugbau von 1936 und wird heute genutzt, um Preisentwicklungen bei Batterien, Solarzellen und Computerchips vorherzusagen.

  • WSL

    WSL ist eine Funktion von Windows, mit der man Linux-Programme direkt unter Windows ausführen kann, ohne den Computer neu zu starten oder ein zweites Gerät zu benutzen. Für Entwickler ist WSL heute der übliche Weg, auf einem Windows-Rechner in der gewohnten Linux-Umgebung zu arbeiten.

X

  • Xcode

    Xcode ist das kostenlose Programm von Apple, mit dem Entwickler Apps für iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und Apple TV bauen. Es vereint Texteditor, Übersetzer, Testgeräte-Simulator und Fehlersuche in einer einzigen Oberfläche.

  • Xerox PARC

    Xerox PARC ist ein 1970 gegründetes Forschungszentrum des Kopiererherstellers Xerox im kalifornischen Palo Alto. Dort entstanden zentrale Ideen der modernen Computernutzung, etwa der Bildschirm mit Fenstern und Symbolen, die Maus als Steuergerät und das Firmennetzwerk Ethernet.

  • XGBoost

    XGBoost ist ein Programm, das aus Tabellendaten Vorhersagen macht, indem es viele einfache Entscheidungsregeln kombiniert. Es gilt seit Jahren als Standardwerkzeug für Daten aus Tabellen, etwa bei Kreditrisiken oder Preisprognosen.

Y

  • Y Combinator

    Y Combinator ist eine US-amerikanische Firma, die sehr jungen Unternehmen Geld, Beratung und Kontakte gibt und dafür einen kleinen Anteil an der Firma bekommt. Aus dem Programm sind bekannte Unternehmen wie Airbnb, Stripe und Dropbox hervorgegangen.

  • YAML

    YAML ist ein Textformat, in dem Menschen Einstellungen für Programme aufschreiben. Es verzichtet auf Klammern und arbeitet stattdessen mit Einrückungen, damit die Struktur direkt sichtbar bleibt.

Z

  • Zachtronics

    Zachtronics war ein US-amerikanisches Computerspiel-Studio, das für Puzzlespiele bekannt wurde, in denen man Maschinen, Fabriken oder Programme selbst zusammenbaut. Die Spiele gelten als besonders nah an echter Ingenieurs- und Programmierarbeit und haben ein eigenes Genre begründet.

  • Zahnbürstentest

    Der Zahnbürstentest ist eine Faustregel aus dem Silicon Valley: Ein Produkt ist nur dann wirklich wertvoll, wenn Menschen es ein- oder zweimal täglich benutzen – so selbstverständlich wie eine Zahnbürste. Google-Chef Larry Page prüfte damit angeblich, ob sich der Kauf einer Firma lohnt.

  • Zehn blaue Links

    „Zehn blaue Links" ist das klassische Aussehen einer Suchmaschinen-Ergebnisseite: eine Liste von Verweisen auf fremde Webseiten, die der Nutzer selbst anklickt. Der Ausdruck steht heute vor allem für das Geschäftsmodell, das durch KI-Antworten direkt in der Suche unter Druck gerät.

  • Zeilen Code

    „Zeilen Code" ist die einfachste Maßzahl für die Größe eines Computerprogramms: man zählt, aus wie vielen geschriebenen Textzeilen es besteht. Als Größenangabe ist die Zahl nützlich, als Maß für Leistung oder Qualität ist sie berüchtigt unzuverlässig.

  • Zeitkomplexität

    Die Zeitkomplexität beschreibt, wie stark der Rechenaufwand eines Verfahrens wächst, wenn die Menge der Daten größer wird. Sie sagt nicht, wie viele Sekunden etwas dauert, sondern wie schlecht ein Verfahren skaliert.

  • Zeitlimit

    Ein Zeitlimit ist eine feste Obergrenze für die Dauer eines Vorgangs im Computer. Läuft die Zeit ab, bricht das Programm den Vorgang ab und meldet einen Fehler, statt endlos weiterzuwarten.

  • Zentauren-Konfiguration

    Die Zentauren-Konfiguration bezeichnet eine Arbeitsweise, bei der ein Mensch und ein Computerprogramm eine Aufgabe gemeinsam lösen, statt dass einer von beiden allein entscheidet. Der Name stammt aus dem Schach, wo solche Teams zeitweise stärker spielten als der beste Mensch und der beste Computer für sich genommen.

  • Zero Data Retention

    Zero Data Retention ist die Zusage eines Anbieters, die Eingaben und Ausgaben eines KI-Dienstes nach der Bearbeitung nicht zu speichern. Die Daten werden nur für die Antwort verarbeitet und danach verworfen.

  • Zero Inventory

    Zero Inventory ist ein Ziel in der Produktion und im Handel: möglichst keine Waren auf Lager liegen zu haben, sondern Material genau dann zu bekommen, wenn es gebraucht wird. In der Praxis erreicht kaum ein Unternehmen wirklich null Bestand, doch die Annäherung daran spart Geld und Fläche.

  • Zero Marginal Cost

    Zero Marginal Cost bedeutet, dass eine zusätzliche Kopie oder Nutzung eines Produkts praktisch nichts mehr kostet. Der Begriff erklärt, warum digitale Güter wie Software oder Musikdateien wirtschaftlich anders funktionieren als Autos oder Brötchen.

  • Zero Trust

    Zero Trust ist ein Sicherheitsprinzip für Computernetzwerke: Kein Gerät und kein Nutzer wird automatisch als vertrauenswürdig behandelt, nur weil er sich schon im Firmennetz befindet. Jeder Zugriff muss einzeln geprüft und genehmigt werden.

  • Zero-Click-Search

    Zero-Click-Search bezeichnet eine Suchanfrage, bei der Nutzer die Antwort direkt auf der Ergebnisseite bekommen und keine fremde Website mehr anklicken. Seit Suchmaschinen KI-generierte Zusammenfassungen einblenden, betrifft das einen wachsenden Teil aller Suchen — mit spürbaren Folgen für die Besucherzahlen von Verlagen und Ratgeberseiten.

  • Zero-Click-Suche

    Zero-Click-Suche heißt: Wer etwas im Internet sucht, bekommt die Antwort direkt auf der Ergebnisseite und klickt auf keine Website mehr. Für Suchmaschinen ist das bequem, für Verlage und Shops bedeutet es weniger Besucher und weniger Einnahmen.

  • Zero-Day

    Ein Zero-Day ist ein Sicherheitsfehler in einer Software, den der Hersteller noch nicht kennt und für den es deshalb keine Korrektur gibt. Angreifer, die einen solchen Fehler entdecken, können ihn ausnutzen, bevor sich jemand dagegen schützen kann.

  • Zero-Day-Discovery

    Zero-Day-Discovery bezeichnet das Aufspüren einer Sicherheitslücke in einer Software, die dem Hersteller noch unbekannt ist und für die es deshalb keine Reparatur gibt. Der Name kommt daher, dass dem Hersteller null Tage bleiben, um zu reagieren, bevor die Lücke ausgenutzt werden kann.

  • Zero-Day-Exploit

    Ein Zero-Day-Exploit ist ein Angriff, der einen bislang unbekannten Programmierfehler ausnutzt. Weil der Hersteller die Lücke noch nicht kennt, gibt es kein Update, das schützt.

  • Zero-Day-Lücke

    Eine Zero-Day-Lücke ist ein Programmierfehler in einer Software, der Angreifern bekannt ist, dem Hersteller aber noch nicht. Solange kein Update existiert, sind alle Nutzer dieser Software ungeschützt.

  • Zero-Knowledge-Proof

    Ein Zero-Knowledge-Proof ist ein mathematisches Verfahren, mit dem jemand beweisen kann, dass eine Aussage stimmt, ohne die zugrunde liegenden Daten preiszugeben. Man zeigt also, dass man etwas weiß oder besitzt – aber nicht, was genau.

  • Zero-Shot-Learning

    Zero-Shot-Learning bedeutet, dass ein Computerprogramm eine Aufgabe löst, für die es kein einziges Übungsbeispiel gesehen hat. Es überträgt dafür Wissen aus seinem allgemeinen Training auf die neue Aufgabe.

  • Zero-Talent-Production

    Zero-Talent-Production bezeichnet die Herstellung von Filmen, Musik, Werbung oder Texten ohne mitwirkende Menschen vor der Kamera oder am Mikrofon. Stimmen, Gesichter und Körper entstehen dabei vollständig am Computer.

  • Zero-Width-Zeichen

    Zero-Width-Zeichen sind Schriftzeichen, die beim Anzeigen keinen Platz einnehmen und deshalb unsichtbar bleiben. Sie stecken trotzdem als echte Daten im Text und lassen sich für versteckte Markierungen oder für Täuschungsversuche gegenüber Filtern und KI-Systemen nutzen.

  • Zirkuläre Finanzierung

    Zirkuläre Finanzierung liegt vor, wenn ein Unternehmen einem Kunden Geld gibt und dieser Kunde damit die eigenen Produkte kauft. Das Geld läuft im Kreis, und der Umsatz wirkt größer, als die echte Nachfrage von außen ist.

  • Zirkularität

    Zirkularität beschreibt Geschäfte, bei denen Geld im Kreis zwischen wenigen Firmen fließt: Ein Unternehmen investiert bei einem Kunden, der mit diesem Geld die eigenen Produkte kauft. In der KI-Branche wird der Begriff kritisch verwendet, weil so Umsätze entstehen, die nach echter Nachfrage aussehen, aber teils selbst finanziert sind.

  • Zombie-Code

    Zombie-Code sind Teile eines Programms, die niemand mehr braucht, die aber trotzdem noch im Projekt liegen und manchmal sogar noch mitlaufen. Er kostet Zeit, verwirrt Entwickler und kann in seltenen Fällen unerwartet wieder aktiv werden.

  • Zombie-Unternehmen

    Ein Zombie-Unternehmen ist eine Firma, die dauerhaft so wenig verdient, dass sie nicht einmal die Zinsen für ihre Schulden aus eigener Kraft bezahlen kann. Sie geht trotzdem nicht pleite, weil Banken oder der Staat sie mit immer neuem Geld am Leben halten.

  • Zufallsbaseline

    Die Zufallsbaseline ist das Ergebnis, das man beim reinen Raten erreichen würde. Sie dient als Vergleichsmaßstab: Ein Computerprogramm hat erst dann etwas gelernt, wenn es deutlich besser abschneidet als diese Grenze.

  • Zugriffskontrolle

    Zugriffskontrolle regelt, wer in einem Computersystem welche Daten sehen und welche Aktionen ausführen darf. Sie besteht aus zwei Schritten: der Prüfung, wer jemand ist, und der Entscheidung, was diese Person tun darf.

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung

    Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung reicht ein Passwort allein nicht aus, um sich anzumelden. Man muss zusätzlich etwas nachweisen, das man besitzt oder ist — zum Beispiel einen Zahlencode aus einer App auf dem eigenen Handy.

  • Zwischenschicht

    Eine Zwischenschicht ist eine Rechenstufe im Inneren eines künstlichen neuronalen Netzes, die weder die Eingabe entgegennimmt noch das Endergebnis ausgibt. In ihr entstehen die Zwischenergebnisse, aus denen ein Modell nach und nach immer abstraktere Merkmale seiner Daten zusammensetzt.

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