Synthszr Lexikon

Fachbegriffe aus unseren Artikeln, kurz und verständlich erklärt.

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  • 1260H-Liste

    Die 1260H-Liste ist ein vom US-Verteidigungsministerium veröffentlichtes Verzeichnis chinesischer Unternehmen, die aus Sicht der USA mit dem chinesischen Militär verbunden sind. Ein Eintrag bringt kein direktes Verkaufsverbot, schadet aber dem Ruf der Firmen und schließt sie ab 2026 von Aufträgen des US-Militärs aus.

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  • 2-Nanometer-Fertigung

    Die 2-Nanometer-Fertigung ist die derzeit modernste Art, Computerchips herzustellen. Der Name ist nur noch ein Marketing-Etikett für eine Fertigungsgeneration – er beschreibt kein real gemessenes Bauteil dieser Größe.

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  • 3-Nanometer-Fertigung

    Die 3-Nanometer-Fertigung ist die derzeit modernste Art, Computerchips herzustellen. Der Name ist allerdings nur ein Marketingbegriff: Er beschreibt keine reale Größe im Chip, sondern eine Generation von Herstellungsverfahren, die besonders viele Schaltelemente auf wenig Fläche packt.

  • 3%-Regel

    Die 3%-Regel ist eine Faustregel aus der Debatte um Digitalsteuern und Marktregulierung: Ab einem bestimmten Anteil oder Satz von drei Prozent greifen besondere Pflichten oder Abgaben. Bekannt wurde sie vor allem durch die Digitalsteuer auf Umsätze großer Internetkonzerne.

  • 3D Gaussian Splatting

    3D Gaussian Splatting ist ein Verfahren, das aus vielen Fotos eines Objekts oder Raums eine dreidimensionale Szene berechnet. Statt aus Flächen besteht diese Szene aus Millionen winziger, farbiger Farbwölkchen, die sich sehr schnell darstellen lassen.

  • 3D NAND

    3D NAND ist eine Bauweise für Speicherchips, bei der die Speicherzellen in vielen Ebenen übereinander gestapelt werden statt nur nebeneinander. Dadurch passen auf gleich großen Chips deutlich mehr Daten – die Technik steckt heute in fast jeder SSD, in Smartphones und in Speicherkarten.

  • 3D-White-Model

    Ein 3D-White-Model ist eine räumliche Rohfassung eines Objekts oder Gebäudes, die nur Form und Größe zeigt und einheitlich weiß bleibt. Farben, Materialien und Details kommen erst später dazu, wenn die Grundform sitzt.

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  • 4-Bit Floating Point

    4-Bit Floating Point ist ein extrem sparsames Zahlenformat, bei dem eine einzelne Zahl nur vier Bit Speicher belegt und damit lediglich 16 verschiedene Werte annehmen kann. KI-Modelle nutzen es, um mit deutlich weniger Speicher und Strom zu rechnen, wobei sie einen kleinen Verlust an Genauigkeit in Kauf nehmen.

  • 4D-Creation

    4D-Creation bezeichnet Verfahren, mit denen Computerprogramme aus einem Text oder einem Video ein räumliches Objekt erzeugen, das sich zusätzlich über die Zeit bewegt. Das Ergebnis ist kein flaches Video, sondern eine bewegte 3D-Szene, die man von allen Seiten betrachten kann.

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  • 800G

    800G bezeichnet Netzwerkverbindungen, die 800 Gigabit pro Sekunde übertragen — also rund 800 Milliarden Signalzustände je Sekunde. Solche Leitungen verbinden in Rechenzentren die Computer, die KI-Modelle trainieren.

A

  • A-Aktien-Börsengang

    Bei einem A-Aktien-Börsengang verkauft ein Unternehmen an der Börse nur eine bestimmte Sorte seiner Anteile, die A-Aktien. Die Gründer behalten meist eine zweite Sorte mit deutlich mehr Stimmrechten und damit die Kontrolle über die Firma.

  • A-Series-Chip

    Der A-Series-Chip ist der zentrale Rechenbaustein, den Apple selbst für iPhones und einige iPads entwerfen lässt. Er vereint Hauptprozessor, Grafikeinheit und einen eigenen Rechenteil für KI-Aufgaben auf einem einzigen Stück Silizium.

  • A/B-Test

    Ein A/B-Test ist ein Vergleich, bei dem zwei Versionen einer Sache gleichzeitig an zufällig aufgeteilte Nutzergruppen ausgeliefert werden. So lässt sich messen, welche Version das gewünschte Verhalten häufiger auslöst, statt es nur zu vermuten.

  • AA-WER-Streaming-Benchmark

    Der AA-WER-Streaming-Benchmark ist ein Vergleichstest für Spracherkennungssysteme, die schon während des Sprechens mitschreiben. Er misst, wie viele Wörter falsch erkannt werden, und bewertet dabei ausdrücklich die laufende Ausgabe statt nur das fertige Endergebnis.

  • Aarhus-Konvention

    Die Aarhus-Konvention ist ein internationaler Vertrag, der Bürgern drei Rechte in Umweltfragen sichert: Zugang zu Umweltinformationen, Beteiligung an Entscheidungen und den Weg vor Gericht. Sie wurde 1998 im dänischen Aarhus unterzeichnet und gilt in der EU und in Deutschland als geltendes Recht.

  • Ablationsstudie

    Eine Ablationsstudie ist ein Test, bei dem man einzelne Teile eines KI-Systems absichtlich entfernt oder abschaltet, um zu sehen, wie stark die Leistung darunter leidet. So findet man heraus, welche Bestandteile wirklich zum Erfolg beitragen und welche nur mitlaufen.

  • Abrufverstärkung

    Abrufverstärkung bedeutet, dass ein KI-Sprachprogramm vor dem Antworten passende Textstellen in einer Dokumentensammlung nachschlägt und diese Fundstücke in seine Antwort einbaut. So kann es auch Fragen zu aktuellen oder firmeninternen Inhalten beantworten, die es beim Lernen nie gesehen hat.

  • Abschreibungszyklus

    Der Abschreibungszyklus ist der Zeitraum, über den ein Unternehmen die Kosten einer teuren Anschaffung rechnerisch verteilt. Bei KI-Rechenzentren ist er zur zentralen Streitfrage geworden: Halten die Grafikkarten drei Jahre oder sechs?

  • Access to Justice

    Access to Justice bezeichnet die Frage, ob Menschen ihr Recht tatsächlich durchsetzen können – und nicht daran scheitern, dass Anwälte zu teuer, Verfahren zu lang oder Formulare zu kompliziert sind. Digitale Werkzeuge und KI-Programme sollen diese Hürden senken, werfen aber neue Fragen nach Verlässlichkeit und Verantwortung auf.

  • Account Executive

    Ein Account Executive ist im Vertrieb eines Unternehmens dafür zuständig, aus einem interessierten Gegenüber einen zahlenden Kunden zu machen. In der Tech-Branche verkaufen Account Executives vor allem Software-Abos an andere Firmen und tragen dafür ein festes Umsatzziel.

  • Account-Based Marketing

    Account-Based Marketing ist eine Vertriebsstrategie, bei der ein Unternehmen nicht möglichst viele Kunden anspricht, sondern gezielt einzelne Wunschkunden. Für jede dieser Firmen wird eine eigene, maßgeschneiderte Ansprache entwickelt.

  • ACIE

    ACIE ist eine Abkürzung, die in Tech- und Finanznews in mehreren, sehr verschiedenen Bedeutungen auftaucht — meist im Zusammenhang mit Regeln für den Handel mit KI-Chips. Weil kein einheitlicher Standardbegriff dahintersteht, muss man bei jeder Verwendung im Text prüfen, wofür die vier Buchstaben gerade stehen.

  • ACP-Anbindung

    Eine ACP-Anbindung verbindet ein Computerprogramm mit einem KI-Assistenten über das Agent Communication Protocol, eine festgelegte gemeinsame Sprache für solche Gespräche. Dadurch können Programme verschiedener Hersteller Aufträge austauschen, ohne für jede Kombination eigene Zusatzarbeit.

  • ACP-WebSocket

    ACP-WebSocket bezeichnet die Übertragung des Agent Communication Protocol über eine dauerhaft offene Netzwerkverbindung. Dadurch können KI-Programme und Server jederzeit in beide Richtungen Nachrichten austauschen, statt immer erst auf eine Anfrage zu warten.

  • Acqui-Hire

    Ein Acqui-Hire ist der Kauf einer Firma, bei dem es dem Käufer vor allem um deren Mitarbeiter geht und kaum um das Produkt. Besonders in der KI-Branche zahlen große Konzerne so hohe Summen, um erfahrene Entwicklerteams als Ganzes zu bekommen.

  • Acquihire

    Ein Acquihire ist ein Firmenkauf, bei dem es dem Käufer vor allem um die Mitarbeiter geht und nicht um das Produkt. Besonders in der KI-Branche zahlen große Konzerne so hohe Summen für kleine Teams mit seltenem Fachwissen.

  • Acquirer

    Ein Acquirer ist das Unternehmen, das für einen Händler Kartenzahlungen entgegennimmt und ihm das Geld auf sein Konto überweist. Er sitzt zwischen dem Laden oder Onlineshop und dem Kartensystem und trägt dabei einen Teil des Risikos.

  • Action Prediction

    Action Prediction bezeichnet Verfahren, die aus laufenden Beobachtungen vorhersagen, welche Handlung ein Mensch oder eine Maschine als Nächstes ausführt. Solche Vorhersagen stecken in selbstfahrenden Autos, in Robotern und in Kameras, die Bewegungen auswerten.

  • Activation Capping

    Activation Capping ist eine Technik beim Bau von KI-Systemen, bei der die Zwischenergebnisse im Inneren eines Netzes nach oben und unten begrenzt werden. Das verhindert, dass einzelne extrem große Zahlen die Rechnung stören oder das Lernen zum Absturz bringen.

  • Active Directory

    Active Directory ist ein Verzeichnisdienst von Microsoft, der in Unternehmen alle Benutzerkonten, Passwörter und Computer zentral verwaltet. Es entscheidet bei jeder Anmeldung, wer sich einloggen darf und auf welche Daten diese Person zugreifen kann.

  • Active Parameters

    Active Parameters bezeichnen den Teil der einstellbaren Zahlenwerte eines KI-Modells, der bei einer einzelnen Anfrage tatsächlich mitrechnet. Bei modernen Sprachmodellen ist das oft nur ein Bruchteil der Gesamtzahl, was den Betrieb deutlich billiger macht.

  • Activity Metrics

    Activity Metrics sind Zahlen, die messen, wie oft und wie intensiv Menschen ein Produkt tatsächlich benutzen. Sie zeigen Aktivität, sagen aber für sich genommen nichts darüber, ob ein Unternehmen damit Geld verdient.

  • ActivityPub

    ActivityPub ist eine gemeinsame Sprache, mit der verschiedene soziale Netzwerke Beiträge und Abos austauschen können. Wer bei einem Dienst angemeldet ist, kann damit Menschen bei einem ganz anderen Dienst folgen.

  • Adam-Optimierer

    Der Adam-Optimierer ist ein Rechenverfahren, das beim Training von KI-Modellen bestimmt, wie stark die internen Einstellwerte nach jedem Lernschritt verändert werden. Er passt die Schrittweite für jeden Wert einzeln an und ist seit 2015 das Standardverfahren beim Training neuronaler Netze.

  • Adapter (Parameter-effizientes Fine-Tuning)

    Adapter sind kleine zusätzliche Bausteine, die man in ein bereits trainiertes KI-Modell einsetzt, um es für eine neue Aufgabe anzupassen. Statt das gesamte Modell neu zu trainieren, verändert man nur diese wenigen Bausteine – das spart Rechenzeit, Speicher und Geld.

  • Adapter-Pattern

    Das Adapter-Pattern ist eine bewährte Lösung in der Softwareentwicklung: Ein Zwischenstück übersetzt die Sprache eines Programmteils in die Sprache eines anderen, damit beide zusammenarbeiten können, ohne verändert zu werden. Der Name kommt vom Reiseadapter, der einen deutschen Stecker in eine britische Steckdose passen lässt.

  • Adaptives Reasoning

    Adaptives Reasoning bedeutet, dass ein KI-System selbst entscheidet, wie viel Denkarbeit eine Aufgabe verdient: Einfaches wird sofort beantwortet, Schwieriges bekommt mehr Rechenzeit. Das spart Kosten und verbessert gleichzeitig die Qualität bei kniffligen Fragen.

  • ADAS

    ADAS ist die Sammelbezeichnung für elektronische Helfer im Auto, die den Fahrer beim Lenken, Bremsen und Beobachten der Umgebung unterstützen. Dazu gehören Notbremsassistent, Spurhalteassistent und adaptiver Tempomat – der Mensch bleibt aber verantwortlich.

  • Add-in

    Ein Add-in ist ein kleines Zusatzprogramm, das ein bestehendes Programm um neue Funktionen erweitert, ohne dass man dessen Grundgerüst verändert. Bekannt sind Add-ins vor allem aus Office-Programmen wie Excel oder Word, wo sie heute oft KI-Funktionen nachrüsten.

  • Admission Handshake

    Ein Admission Handshake ist ein kurzer Austausch von Nachrichten, mit dem ein Computerdienst vorab klärt, ob er eine neue Anfrage überhaupt annehmen kann. Erst wenn beide Seiten zustimmen, beginnt die eigentliche Arbeit — sonst wird die Anfrage sofort abgelehnt oder in eine Warteschlange gestellt.

  • Adoptionsrate

    Die Adoptionsrate misst, welcher Anteil einer Gruppe eine neue Technologie tatsächlich nutzt. Sie zeigt, ob sich eine Neuheit wirklich durchsetzt oder nur viel Aufmerksamkeit bekommt.

  • Adressierbarer Markt

    Der adressierbare Markt ist der Umsatz, den ein Unternehmen mit einem Produkt theoretisch erreichen könnte, wenn es alle möglichen Kunden gewinnen würde. Die Zahl ist eine Schätzung und beschreibt eine Obergrenze, keinen realistischen Umsatz.

  • ADS-B

    ADS-B ist ein Funkverfahren, mit dem Flugzeuge ihre eigene Position, Höhe und Geschwindigkeit ständig selbst aussenden. Weil diese Signale unverschlüsselt sind, kann sie jeder mit einem günstigen Empfänger mitlesen – davon leben Flugverfolgungs-Seiten wie Flightradar24.

  • AdTech

    AdTech ist die Sammelbezeichnung für alle Programme und Systeme, mit denen Werbung im Internet automatisch ausgewählt, versteigert und ausgeliefert wird. Sie entscheidet in Sekundenbruchteilen, welche Anzeige ein einzelner Nutzer auf einer Webseite oder in einer App zu sehen bekommt.

  • Advanced AI Framework

    Ein Advanced AI Framework ist eine fertige Werkzeugsammlung, mit der Entwickler KI-Systeme bauen, trainieren und betreiben, ohne alles selbst zu programmieren. Bekannte Beispiele sind PyTorch, TensorFlow und JAX.

  • Advanced Encryption Standard

    Der Advanced Encryption Standard, kurz AES, ist ein weltweit genutztes Verfahren, um Daten unlesbar zu machen und später wieder lesbar zu machen. Er sichert Bankgeschäfte, WLAN-Verbindungen, Messenger-Nachrichten und verschlüsselte Festplatten.

  • Advanced Packaging

    Advanced Packaging bezeichnet moderne Verfahren, mit denen mehrere Chips extrem dicht zu einem einzigen Bauteil zusammengesetzt werden. Weil sich einzelne Chips kaum noch verkleinern lassen, entscheidet dieser Zusammenbau heute mit darüber, wie schnell KI-Beschleuniger rechnen.

  • Advantage+

    Advantage+ ist eine Produktfamilie von Meta, bei der Software statt Menschen entscheidet, wem eine Werbeanzeige auf Facebook und Instagram gezeigt wird. Der Werbetreibende gibt nur Ziel, Budget und Material vor, die Feinsteuerung übernimmt das System automatisch.

  • Adversarial Extraction

    Adversarial Extraction bezeichnet den Versuch, ein fremdes KI-System durch massenhaftes Ausfragen nachzubauen. Aus den gesammelten Antworten entsteht eine Kopie, die ähnlich gut funktioniert wie das teure Original.

  • Adversariales Beispiel

    Ein adversariales Beispiel ist eine Eingabe, die für Menschen völlig normal aussieht, ein Computerprogramm zur Bilderkennung oder Textanalyse aber gezielt in die Irre führt. Schon winzige, kaum sichtbare Änderungen an einem Foto können dazu führen, dass das Programm etwas völlig anderes erkennt.

  • Adversariales Training

    Adversariales Training ist ein Verfahren, bei dem ein KI-System gezielt mit manipulierten Beispielen geübt wird, die es normalerweise täuschen würden. Dadurch wird es robuster gegen absichtliche Angriffe und gegen ungewöhnliche Eingaben.

  • Advisory

    Ein Advisory ist eine offizielle Warnmeldung über eine gefundene Sicherheitslücke in einer Software oder einem Gerät. Sie beschreibt, was betroffen ist, wie gefährlich das Problem ist und was Nutzer dagegen tun sollen.

  • Aeroderivativ-Gasturbine

    Eine Aeroderivativ-Gasturbine ist ein Stromerzeuger, dessen Technik von Flugzeugtriebwerken abgeleitet ist. Sie ist kleiner und leichter als klassische Kraftwerksturbinen und liefert innerhalb weniger Minuten volle Leistung.

  • AES

    AES ist das weltweit meistgenutzte Verfahren, um Daten so zu verschlüsseln, dass nur jemand mit dem passenden Schlüssel sie lesen kann. Es steckt in WLAN, Messengern, Bankkarten und Festplattenverschlüsselung — meist unsichtbar im Hintergrund.

  • Affective Dialog

    Affective Dialog bezeichnet Gespräche zwischen Mensch und Computer, bei denen das System die Stimmung des Gegenübers erkennt und seine Antworten daran anpasst. Es geht also nicht nur darum, was gesagt wird, sondern auch, wie es gesagt wird.

  • Affiliate-Marketing

    Affiliate-Marketing ist eine Form der Werbung, bei der ein Partner Kunden zu einem Anbieter schickt und nur dann Geld bekommt, wenn daraus tatsächlich ein Kauf oder eine Anmeldung wird. Bezahlt wird also nicht die Werbefläche, sondern das Ergebnis.

  • Age Prediction

    Age Prediction bezeichnet Verfahren, die aus einem Foto, einer Stimme oder dem Nutzungsverhalten automatisch schätzen, wie alt eine Person ungefähr ist. Plattformen nutzen das, um Minderjährige zu erkennen, ohne von allen einen Ausweis zu verlangen.

  • Agency Quotient

    Der Agency Quotient ist ein vorgeschlagener Kennwert dafür, wie selbstständig ein Computerprogramm handelt – also wie viel es ohne Nachfrage beim Menschen entscheidet und ausführt. Er ist kein einheitlich genormter Messwert, sondern eine Denkfigur, die in Debatten über selbstständig arbeitende KI-Systeme auftaucht.

  • Agency-as-a-Service

    Agency-as-a-Service bezeichnet Dienstleistungen, die früher eine Agentur mit Menschen erbracht hat und die heute größtenteils von Software mit künstlicher Intelligenz übernommen werden. Kunden buchen dabei kein Werkzeug und keine Arbeitsstunden, sondern ein fertiges Ergebnis zum Monatspreis.

  • Agent

    Ein Agent ist ein KI-System, das nicht nur antwortet, sondern eine Aufgabe selbst in Schritte zerlegt und dabei Werkzeuge wie Suchmaschinen, Programme oder Datenbanken benutzt. Er arbeitet also weiter, bis ein Ziel erreicht ist, statt nach einer Antwort zu stoppen.

  • Agent Client Protocol

    Das Agent Client Protocol (ACP) ist eine gemeinsame Sprache, über die ein Programmier-Werkzeug mit einem KI-Assistenten redet. Es sorgt dafür, dass derselbe Assistent in ganz verschiedenen Editoren funktioniert, ohne für jeden neu angepasst zu werden.

  • Agent Hooks

    Agent Hooks sind festgelegte Haltepunkte im Ablauf eines KI-Assistenten, an denen automatisch eigener Programmcode ausgeführt wird. Entwickler nutzen sie, um das Verhalten des Assistenten zu prüfen, zu protokollieren oder gezielt zu stoppen.

  • Agent Memory

    Agent Memory bezeichnet die Fähigkeit eines selbstständig arbeitenden KI-Programms, Informationen aus früheren Aufgaben und Gesprächen zu speichern und später wieder zu verwenden. Ohne dieses Gedächtnis beginnt ein solches Programm bei jedem Start wieder bei null.

  • Agent Mode

    Der Agent Mode ist eine Betriebsart von KI-Programmen, in der die Software eine Aufgabe nicht nur beantwortet, sondern sie in Schritten selbst abarbeitet. Sie darf dabei Werkzeuge benutzen, etwa im Internet suchen, Dateien ändern oder Programme starten.

  • Agent-as-a-Judge

    Agent-as-a-Judge bedeutet: Ein Computerprogramm mit Künstlicher Intelligenz bewertet die Arbeit eines anderen solchen Programms — und darf dafür selbst tätig werden, also Dateien öffnen, Code ausführen oder nachfragen. Es ist die Weiterentwicklung von Verfahren, bei denen eine KI nur den fertigen Antworttext eines anderen Systems beurteilt.

  • Agent-Framework

    Ein Agent-Framework ist eine fertige Softwaresammlung, mit der Entwickler Programme bauen, die eine Aufgabe selbstständig in Teilschritte zerlegen und diese Schritte nacheinander abarbeiten. Es liefert die immer gleichen Bausteine dafür: Gedächtnis, Zugriff auf Werkzeuge wie Suchmaschinen und eine Schleife, die den Ablauf kontrolliert.

  • Agent-Gerüst

    Ein Agent-Gerüst ist das Programm, das um ein KI-Sprachmodell herumgebaut wird, damit dieses nicht nur Text ausgibt, sondern mehrschrittige Aufgaben selbst erledigt. Es legt fest, welche Werkzeuge das Modell benutzen darf, in welcher Reihenfolge es arbeitet und wann es aufhört.

  • Agent-Harness

    Ein Agent-Harness ist das Programmgerüst um ein KI-Sprachmodell herum, das dessen Antworten in echte Arbeitsschritte umsetzt: Dateien lesen, Befehle ausführen, Ergebnisse zurückmelden. Das Modell denkt, der Harness handelt und kontrolliert.

  • Agent-Identifikation

    Agent-Identifikation bezeichnet Verfahren, mit denen ein Computerprogramm, das selbstständig Aufgaben im Internet erledigt, sich gegenüber anderen Systemen ausweist. Sie soll klären, wer hinter einem automatischen Zugriff steht und was dieses Programm überhaupt tun darf.

  • Agent-Laufzeit

    Die Agent-Laufzeit ist die Software, die ein KI-Programm während seiner Arbeit steuert: Sie ruft das Sprachmodell auf, führt dessen Werkzeugbefehle aus und gibt die Ergebnisse zurück. Ohne sie könnte ein Modell zwar Antworten formulieren, aber nichts davon tatsächlich ausführen.

  • Agent-Loop

    Ein Agent-Loop ist der Kreislauf, in dem ein KI-Programm eine Aufgabe schrittweise abarbeitet: Es überlegt, führt eine Aktion aus, sieht sich das Ergebnis an und entscheidet dann neu. Diese Schleife wiederholt sich, bis das Ziel erreicht ist oder eine Grenze greift.

  • Agent-Plugins

    Agent-Plugins sind Zusatzmodule, mit denen ein KI-Programm Dinge tun kann, die es von sich aus nicht kann: rechnen, im Netz suchen, eine Bestellung auslösen. Sie erweitern ein Sprachmodell also von einem reinen Textautomaten zu einem Werkzeug, das in anderer Software wirklich etwas bewirkt.

  • Agent-Runtime

    Eine Agent-Runtime ist die Software, die ein KI-Programm während seiner Arbeit steuert: Sie ruft das Sprachmodell auf, führt dessen Werkzeugaufrufe aus und merkt sich den Zwischenstand. Sie ist damit die Umgebung, in der aus einem Textmodell ein handelndes Programm wird.

  • Agent-to-Agent-Kommunikation

    Agent-to-Agent-Kommunikation bezeichnet den direkten Austausch zwischen zwei oder mehr KI-Programmen, die selbstständig Aufgaben erledigen. Statt dass ein Mensch jeden Zwischenschritt anstößt, geben die Programme Aufträge, Zwischenergebnisse und Rückfragen untereinander weiter.

  • Agent-zu-System-Konnektivität

    Agent-zu-System-Konnektivität bezeichnet die technische Verbindung zwischen einem KI-Programm, das selbstständig Aufgaben erledigt, und der Software eines Unternehmens, in der die eigentlichen Daten und Vorgänge liegen. Sie entscheidet darüber, ob ein solches Programm nur Texte schreibt oder tatsächlich Bestellungen auslöst, Termine einträgt und Rechnungen prüft.

  • Agenten-Framework

    Ein Agenten-Framework ist eine fertige Software-Grundlage, mit der Entwickler Programme bauen, die Aufgaben selbstständig in mehreren Schritten abarbeiten. Es liefert die Bausteine dafür: Planung, Gedächtnis, Zugriff auf Werkzeuge wie Suchmaschinen und die Wiederholung von Schritten, bis das Ziel erreicht ist.

  • Agenten-Loop

    Ein Agenten-Loop ist ein wiederholter Ablauf, in dem ein KI-Programm überlegt, eine Aktion ausführt, das Ergebnis anschaut und daraufhin den nächsten Schritt plant. Diese Schleife läuft so lange, bis die Aufgabe erledigt ist oder eine Grenze erreicht wird.

  • Agenten-Schwarm

    Ein Agenten-Schwarm ist eine Gruppe von KI-Programmen, die an einer Aufgabe zusammenarbeiten, statt dass ein einzelnes Programm alles allein macht. Jedes Programm übernimmt einen Teilschritt, gibt sein Ergebnis weiter und kontrolliert manchmal die Arbeit der anderen.

  • Agenten-Workspace

    Ein Agenten-Workspace ist eine abgeschottete digitale Arbeitsumgebung, in der ein KI-Programm selbstständig Aufgaben erledigt: mit eigenen Dateien, eigenen Werkzeugen und eigenem Speicher. Er trennt das, was die Software anfassen darf, vom Rest des Systems.

  • Agentenkoordination

    Agentenkoordination beschreibt, wie mehrere selbstständig arbeitende KI-Programme eine gemeinsame Aufgabe untereinander aufteilen und ihre Zwischenergebnisse zusammenführen. Sie regelt, wer was tut, in welcher Reihenfolge gearbeitet wird und wie am Ende ein einziges Resultat entsteht.

  • Agentic AI

    Agentic AI bezeichnet KI-Systeme, die eine Aufgabe nicht nur beantworten, sondern in Schritte zerlegen und selbstständig abarbeiten. Sie planen, benutzen Werkzeuge wie Suchmaschinen oder Programme und prüfen ihre Zwischenergebnisse, bis das Ziel erreicht ist.

  • Agentic Commerce

    Agentic Commerce bezeichnet Einkäufe, die ein Computerprogramm im Auftrag eines Menschen selbstständig erledigt: Es sucht Produkte, vergleicht Angebote und schließt den Kauf ab. Der Mensch gibt nur noch das Ziel und die Grenzen vor, etwa ein Budget.

  • Agentic Development Environment

    Ein Agentic Development Environment ist ein Programm zum Schreiben von Software, in dem KI-Assistenten Aufgaben selbstständig über mehrere Schritte ausführen. Der Mensch beschreibt das Ziel, prüft die Ergebnisse und gibt sie frei, statt jede Zeile selbst zu tippen.

  • Agentic Investing

    Agentic Investing bezeichnet Geldanlage, bei der ein Computerprogramm nicht nur Vorschläge macht, sondern eigenständig Schritte plant und ausführt – von der Recherche bis zur Order. Der Mensch legt die Ziele und Grenzen fest, die einzelnen Handgriffe übernimmt das Programm.

  • Agentic Ransomware

    Agentic Ransomware ist Erpressungssoftware, die ein KI-Programm als selbstständigen Helfer nutzt: Es sucht auf einem fremden Computer eigenständig nach wertvollen Dateien, verschlüsselt sie und verlangt Geld. Anders als bei älteren Schadprogrammen sind die einzelnen Schritte nicht fest vorgegeben, sondern werden während des Angriffs entschieden.

  • Agentic Search

    Agentic Search bezeichnet eine Suche, bei der ein KI-Programm die Recherche selbst steuert: Es formuliert eigene Suchanfragen, liest die Treffer, bemerkt Lücken und sucht so lange weiter, bis es eine Antwort zusammenstellen kann. Statt einer Trefferliste bekommt man ein Ergebnis mit Quellenangaben.

  • Agentic Trading

    Agentic Trading bezeichnet den Wertpapierhandel durch Computerprogramme, die selbst entscheiden, welche Schritte sie als Nächstes tun. Anders als klassische Handelsprogramme folgen sie keinem festen Regelplan, sondern verfolgen ein vorgegebenes Ziel und suchen sich den Weg dorthin.

  • Agentic Transition

    Agentic Transition bezeichnet den Wandel von KI-Programmen, die nur antworten, hin zu Programmen, die eigenständig mehrschrittige Aufgaben erledigen. Statt einen Text zu liefern, planen solche Systeme Schritte, benutzen Werkzeuge wie Suchmaschinen oder Kalender und prüfen ihr Zwischenergebnis.

  • Agentic Variation Operators

    Agentic Variation Operators sind Bausteine in Suchverfahren, bei denen ein KI-Sprachmodell neue Lösungsvorschläge erzeugt, statt sie zufällig abzuwandeln. Sie ersetzen die blinden Zufallsschritte klassischer evolutionärer Verfahren durch begründete, gezielte Änderungen.

  • Agentic-as-a-Service

    Agentic-as-a-Service bezeichnet fertig gebuchte KI-Programme, die Aufgaben selbstständig in mehreren Schritten abarbeiten, statt nur Texte auszugeben. Der Anbieter betreibt sie in seinen Rechenzentren, der Kunde bezahlt pro Nutzung oder pro erledigter Aufgabe.

  • Agentische Aufgaben

    Agentische Aufgaben sind Aufträge, die ein Computerprogramm nicht mit einer einzelnen Antwort erledigt, sondern über viele selbst gewählte Zwischenschritte. Das Programm plant, benutzt Werkzeuge wie Suchmaschinen oder Dateien und prüft unterwegs, ob es dem Ziel näher kommt.

  • Agentische KI

    Agentische KI beschreibt Computerprogramme, die eine Aufgabe nicht nur beantworten, sondern selbst in Schritte zerlegen und diese Schritte nacheinander ausführen. Sie dürfen dabei Werkzeuge benutzen, etwa im Internet suchen, Dateien öffnen oder E-Mails verschicken.

  • Agentische Modelle

    Agentische Modelle sind KI-Systeme, die eine Aufgabe nicht nur beantworten, sondern selbstständig in Schritte zerlegen und diese Schritte mit Hilfsmitteln wie Websuche oder Programmcode abarbeiten. Sie handeln also, statt nur zu antworten.

  • Agentische Schleife

    Die agentische Schleife ist das Grundmuster, nach dem KI-Programme selbstständig arbeiten: nachdenken, eine Aktion ausführen, das Ergebnis ansehen, weitermachen. Dieser Kreislauf wiederholt sich, bis die Aufgabe erledigt ist.

  • Agentische Transition

    Als agentische Transition bezeichnet man den Wandel von KI-Programmen, die nur auf einzelne Fragen antworten, hin zu Systemen, die eigenständig mehrschrittige Aufgaben erledigen. Statt einen Text zu liefern, planen solche Systeme Schritte, benutzen Werkzeuge wie Suchmaschinen oder Kalender und arbeiten so lange, bis ein Ziel erreicht ist.

  • Agentischer Harness

    Ein agentischer Harness ist das Programm, das ein Sprachmodell zu einem selbstständig arbeitenden Assistenten macht: Es ruft das Modell wiederholt auf, führt dessen Vorschläge aus und speist die Ergebnisse zurück. Ohne diesen Rahmen könnte ein Modell nur Text ausgeben, aber nichts tun.

  • Agentisches Betriebssystem

    Ein agentisches Betriebssystem ist eine Software-Schicht, die selbstständig handelnde KI-Programme verwaltet: Sie startet sie, teilt ihnen Rechenzeit und Rechte zu und protokolliert, was sie tun. Der Begriff überträgt die Rolle von Windows oder Android auf eine Welt, in der nicht Menschen, sondern KI-Programme die Aufgaben ausführen.

  • Agentisches KI-System

    Ein agentisches KI-System beantwortet nicht nur Fragen, sondern verfolgt ein Ziel über mehrere Schritte und benutzt dabei selbstständig Werkzeuge wie Suchmaschinen, Kalender oder Programmcode. Es plant, handelt, prüft das Ergebnis und korrigiert sich, bis die Aufgabe erledigt ist.

  • Aggregation

    Aggregation bedeutet, viele Einzelwerte zu wenigen Gesamtwerten zusammenzufassen — etwa tausend Messwerte zu einem Durchschnitt. In der KI und in der Datenverarbeitung ist sie ein Grundwerkzeug, weil sie Datenmengen handhabbar macht und dabei Muster sichtbar werden lässt.

  • Aggregation Theory

    Die Aggregation Theory erklärt, warum im Internet oft die Firmen gewinnen, die nicht selbst produzieren, sondern den Zugang zu vielen Anbietern bündeln. Der Ökonom und Autor Ben Thompson formulierte sie 2015, um den Erfolg von Google, Amazon, Netflix oder Booking.com zu beschreiben.

  • Aggregator

    Ein Aggregator ist ein Dienst, der Inhalte oder Angebote aus vielen fremden Quellen an einer Stelle sammelt und geordnet anzeigt. Google, Booking.com oder ein Nachrichten-Feed sind typische Beispiele: Sie produzieren selbst kaum etwas, kontrollieren aber den Zugang zu den Anbietern.

  • AGI

    AGI steht für eine Künstliche Intelligenz, die nicht nur eine Aufgabe beherrscht, sondern beliebige geistige Aufgaben auf menschlichem Niveau lösen könnte. Bisher existiert so ein System nicht — der Begriff beschreibt ein Ziel, über dessen Definition selbst Fachleute streiten.

  • AGPL

    Die AGPL ist eine Lizenz für frei verfügbaren Programmcode, die verlangt, dass Änderungen wieder offengelegt werden. Ihre Besonderheit: Diese Pflicht gilt auch dann, wenn die Software nur als Online-Dienst angeboten und gar nicht verteilt wird.

  • AGPL-3.0

    AGPL-3.0 ist eine Lizenz für frei verfügbare Software. Sie verlangt, dass jeder, der das Programm verändert und über das Internet anbietet, den veränderten Programmtext offenlegt.

  • AI Act

    Der AI Act ist das Gesetz der Europäischen Union für künstliche Intelligenz. Es sortiert Anwendungen nach ihrem Risiko und schreibt vor, welche verboten sind und welche nur unter strengen Auflagen erlaubt bleiben.

  • AI Action Plan

    Der AI Action Plan ist ein Regierungsprogramm, das festlegt, wie ein Staat künstliche Intelligenz fördern und regeln will. Der bekannteste ist der Plan der US-Regierung von Juli 2025, der vor allem auf Tempo, Rechenzentren und wenig Bürokratie setzt.

  • AI Before Design

    AI Before Design bezeichnet eine Arbeitsweise, bei der zuerst geklärt wird, was eine künstliche Intelligenz in einem Produkt leisten kann, und erst danach die Bedienoberfläche entworfen wird. Der Ansatz kehrt die übliche Reihenfolge um, bei der ein Produkt fertig gestaltet wird und KI später eingebaut wird.

  • AI Control Problem

    Das AI Control Problem ist die Frage, wie Menschen sehr leistungsfähige Computersysteme dauerhaft unter Kontrolle behalten können. Es geht darum, dass ein System genau das tut, was gemeint war – und dass man es notfalls korrigieren oder abschalten kann.

  • AI Debt

    AI Debt bezeichnet die versteckten Folgekosten, die entstehen, wenn Firmen KI-Systeme schnell einbauen und die Aufräumarbeit auf später verschieben. Der Begriff ist an Schulden angelehnt: Man spart heute Zeit und zahlt später mit Zinsen.

  • AI Discoverability

    AI Discoverability beschreibt, wie gut ein Unternehmen, eine Marke oder ein Text von Chat-Assistenten wie ChatGPT gefunden, verstanden und in deren Antworten erwähnt wird. Sie tritt neben die klassische Sichtbarkeit in Suchmaschinen, weil immer mehr Menschen Fragen direkt an ein Programm statt an eine Trefferliste stellen.

  • AI Exposure Score

    Ein AI Exposure Score ist eine Kennzahl dafür, wie stark ein Beruf, ein Unternehmen oder eine Branche von künstlicher Intelligenz verändert werden könnte. Er misst nicht, ob Jobs verschwinden, sondern nur, wie viele Aufgaben eine Maschine grundsätzlich übernehmen könnte.

  • AI Flywheel

    Das AI Flywheel beschreibt einen Kreislauf, in dem ein KI-Produkt durch seine Nutzer besser wird: mehr Nutzer erzeugen mehr Daten, mit denen sich das Produkt verbessern lässt, was wieder mehr Nutzer anzieht. Der Begriff stammt aus der Wirtschaft und erklärt, warum Vorsprünge bei KI-Firmen oft immer größer werden.

  • AI Gateway

    Ein AI Gateway ist eine Software-Zwischenstelle, durch die alle KI-Anfragen eines Unternehmens laufen. Sie verteilt die Anfragen an die passenden KI-Anbieter, zählt die Kosten mit und blockiert unerwünschte Inhalte.

  • AI Gigafactory

    Eine AI Gigafactory ist ein extrem großes Rechenzentrum, das eigens für das Training sehr großer KI-Systeme gebaut wird. Der Begriff stammt aus der EU-Politik und beschreibt Anlagen mit zehntausenden Spezialchips, eigenem Stromanschluss und Investitionen im Milliardenbereich.

  • AI Governance

    AI Governance bezeichnet alle Regeln, Zuständigkeiten und Kontrollen, mit denen ein Unternehmen oder ein Staat den Einsatz künstlicher Intelligenz steuert. Es geht nicht um die Technik selbst, sondern um die Frage, wer entscheidet, wer haftet und was erlaubt ist.

  • AI Infidelity

    AI Infidelity beschreibt den Fall, dass jemand in einer Beziehung eine enge, oft romantische oder sexuelle Bindung zu einem Computerprogramm aufbaut, das menschliche Gespräche nachahmt. Der Begriff ist keine juristische Kategorie, sondern eine Beschreibung eines neuen Konflikts in Partnerschaften.

  • AI Mode

    AI Mode ist eine Betriebsart der Google-Suche, in der man keine Linkliste bekommt, sondern eine ausformulierte Antwort von einem Programm, das Texte selbst erzeugt. Man kann anschließend weiterfragen, so wie in einem Chat.

  • AI Overviews

    AI Overviews sind von Google automatisch erzeugte Zusammenfassungen, die bei vielen Suchanfragen ganz oben stehen und die Frage direkt beantworten. Sie ersetzen einen Teil der klassischen Ergebnisliste und verändern damit, wie viele Besucher noch auf Webseiten klicken.

  • AI Safety Governance Framework

    Ein AI Safety Governance Framework ist ein schriftlich festgelegtes Regelwerk dafür, wie eine Organisation oder ein Staat mit den Risiken von künstlicher Intelligenz umgeht. Es legt fest, wer Risiken prüft, welche Grenzen gelten und was passiert, wenn etwas schiefgeht.

  • AI Slop

    AI Slop bezeichnet massenhaft von Software erzeugte Texte, Bilder oder Videos ohne erkennbaren Wert, die vor allem Klicks und Werbeeinnahmen bringen sollen. Der Begriff ist abwertend gemeint und beschreibt ein Mengenproblem: Solche Inhalte verstopfen Suchmaschinen, soziale Netzwerke und Onlineshops.

  • AI SOC

    Ein AI SOC ist die Sicherheitszentrale eines Unternehmens, in der künstliche Intelligenz die Flut an Alarmmeldungen vorsortiert und Verdachtsfälle selbst untersucht. Menschen entscheiden weiterhin über heikle Fälle, müssen aber nicht mehr jeden einzelnen Alarm von Hand prüfen.

  • AI-Breakout

    Als AI-Breakout bezeichnet man an der Börse den Moment, in dem der Kurs einer Aktie aus dem Bereich seiner bisherigen Schwankungen nach oben ausbricht — angetrieben von Erwartungen an das Geschäft mit künstlicher Intelligenz. Der Begriff verbindet ein klassisches Chartmuster mit dem derzeit stärksten Kurstreiber der Technologiebranche.

  • AI-Crawler

    Ein AI-Crawler ist ein Programm, das automatisch Webseiten abruft und deren Inhalte sammelt, damit Firmen damit KI-Systeme trainieren oder Fragen von Nutzern beantworten können. Weil dabei fremde Texte und Bilder ohne Gegenleistung genutzt werden, streiten Medienhäuser, Behörden und KI-Firmen seit Jahren über diese Bots.

  • AI-Factory

    Eine AI-Factory ist ein Rechenzentrum, das fast ausschließlich für künstliche Intelligenz gebaut wird: Tausende Spezialchips arbeiten dort rund um die Uhr an einer einzigen Aufgabe. Der Begriff betont, dass solche Anlagen wie eine Fabrik funktionieren, die aus Strom und Daten fertige KI-Antworten und KI-Modelle produziert.

  • AI-First

    AI-First beschreibt die Haltung eines Unternehmens, jedes Produkt und jeden Arbeitsablauf zuerst mit künstlicher Intelligenz zu denken statt sie nachträglich einzubauen. Der Begriff ist kein technisches Verfahren, sondern eine strategische Entscheidung – und in Firmenmitteilungen oft auch ein Werbeversprechen.

  • AI-Hochleistungschips

    AI-Hochleistungschips sind besonders schnelle Rechenbausteine, die auf die Mathematik hinter künstlicher Intelligenz zugeschnitten sind. Sie erledigen extrem viele einfache Rechnungen gleichzeitig und sind deshalb die teuerste und knappste Zutat moderner KI-Systeme.

  • AI-Native

    AI-Native beschreibt Produkte oder Unternehmen, die von Anfang an um künstliche Intelligenz herum gebaut wurden, statt sie später zu ergänzen. Der Begriff grenzt solche Angebote von klassischer Software ab, die eine KI-Funktion nachträglich eingebaut bekommt.

  • AI-PC

    Ein AI-PC ist ein Computer mit einem zusätzlichen Spezialchip, der KI-Aufgaben direkt im Gerät berechnet. Dadurch laufen Funktionen wie Übersetzen, Bildbearbeitung oder Sprachassistenten ohne Umweg über Rechenzentren im Internet.

  • AI-Personas-Badges

    AI-Personas-Badges sind sichtbare Kennzeichen an Profilen oder Chatfenstern, die anzeigen, dass hinter einer Figur kein Mensch steckt, sondern eine Software. Sie sollen verhindern, dass Nutzer eine künstliche Gesprächspartnerin für eine echte Person halten.

  • AI-Referrals

    AI-Referrals sind Besucher, die eine Webseite über einen KI-Chatbot erreichen, weil dieser in seiner Antwort einen Link auf die Seite gesetzt hat. Sie gelten als neue Quelle für Website-Besuche neben der klassischen Suchmaschine – bislang jedoch in sehr geringer Menge.

  • AIME

    AIME ist ein schwerer amerikanischer Mathematikwettbewerb für Schülerinnen und Schüler, dessen Aufgaben heute auch benutzt werden, um KI-Systeme zu testen. Weil jede Antwort eine ganze Zahl zwischen 0 und 999 ist, lässt sich maschinell eindeutig prüfen, ob ein Modell richtig gerechnet hat.

  • Aktigraphie

    Aktigraphie ist ein Messverfahren, bei dem ein kleines Gerät am Handgelenk über Tage hinweg jede Bewegung aufzeichnet. Aus diesen Bewegungsdaten schließen Auswertungsprogramme darauf, wann eine Person geschlafen, geruht oder sich aktiv bewegt hat.

  • Aktive Parameter

    Aktive Parameter sind der Teil der einstellbaren Zahlenwerte eines KI-Modells, der für eine einzelne Anfrage wirklich mitrechnet. Bei manchen Modellen ist das nur ein Bruchteil der Gesamtzahl, was den Betrieb deutlich billiger macht.

  • Aktive Parameter bei Mixture-of-Experts

    Aktive Parameter sind der Teil eines KI-Modells, der bei einer einzelnen Anfrage wirklich mitrechnet. Bei Modellen mit Expertenaufteilung ist diese Zahl viel kleiner als die Gesamtzahl der Parameter — und sie bestimmt, wie schnell und wie teuer das Modell antwortet.

  • Aktivierte Parameter

    Aktivierte Parameter sind der Teil der gelernten Stellwerte eines KI-Modells, der für eine einzelne Anfrage wirklich mitrechnet. Die Zahl sagt mehr über Geschwindigkeit und Kosten aus als die oft genannte Gesamtgröße des Modells.

  • Aktivierte Parameterzahl

    Die aktivierte Parameterzahl gibt an, wie viele der eingestellten Werte eines KI-Modells bei einer einzelnen Anfrage tatsächlich mitrechnen. Sie kann deutlich kleiner sein als die Gesamtzahl und entscheidet mit darüber, wie schnell und wie teuer ein Modell im Betrieb ist.

  • Aktivierung

    Eine Aktivierung ist der Zahlenwert, den eine einzelne Recheneinheit in einem künstlichen neuronalen Netz gerade ausgibt. Diese Zwischenergebnisse wandern Schicht für Schicht durch das Netz und bestimmen am Ende, welche Antwort herauskommt.

  • Aktivierung (neuronales Netz)

    Eine Aktivierung ist der Zahlenwert, den eine einzelne Recheneinheit in einem künstlichen neuronalen Netz gerade ausgibt. Alle Aktivierungen zusammen bilden den Zwischenstand, mit dem das Netz eine Eingabe schrittweise in eine Antwort verwandelt.

  • Aktivierungsenergie

    Die Aktivierungsenergie ist die Mindestenergie, die eine chemische Reaktion braucht, um überhaupt in Gang zu kommen. Sie erklärt, warum Holz bei Zimmertemperatur nicht von selbst verbrennt, obwohl das Verbrennen insgesamt Energie freisetzt – und warum ein Streichholz reicht, um es doch zu tun.

  • Aktivierungsraum

    Der Aktivierungsraum ist der Zahlenraum, in dem ein KI-System seine Zwischenergebnisse ablegt, während es eine Eingabe verarbeitet. Ähnliche Inhalte landen dort an ähnlichen Stellen, weshalb Forscher diesen Raum untersuchen, um zu verstehen, was ein Modell intern eigentlich denkt.

  • Aktuator

    Ein Aktuator ist das Bauteil einer Maschine, das ein Steuersignal in eine echte Bewegung oder Kraft umsetzt – zum Beispiel ein Motor, der ein Roboterarmgelenk dreht. Er ist das Gegenstück zum Sensor: der eine misst die Welt, der andere verändert sie.

  • Akzeptanzrate

    Die Akzeptanzrate misst, welcher Anteil der Vorschläge eines Computerprogramms von den Nutzern tatsächlich übernommen wird. Sie ist besonders bei Programmierhilfen wie GitHub Copilot die wichtigste Kennzahl dafür, ob ein System im Alltag wirklich nützt.

  • AL0-AL5-Skala

    Die AL0-AL5-Skala beschreibt in sechs Stufen, wie viel eine Maschine selbst entscheidet und wie viel der Mensch übernimmt. Stufe 0 bedeutet volle menschliche Kontrolle, Stufe 5 vollständige Selbstständigkeit ohne Aufsicht.

  • Alexa

    Alexa ist der Sprachassistent von Amazon: ein Programm, das gesprochene Befehle versteht und darauf reagiert, etwa Musik abspielt oder Lampen schaltet. Bekannt wurde es durch die Lautsprecher der Echo-Reihe, seit 2025 arbeitet dahinter zusätzlich eine neuere KI-Technik.

  • Algebraische Zahlentheorie

    Die algebraische Zahlentheorie untersucht ganze Zahlen und ihre Teilbarkeit, indem sie den Zahlbereich gezielt erweitert. Sie liefert unter anderem die mathematische Grundlage für moderne Verschlüsselung.

  • Algorithmic Bias

    Algorithmic Bias bezeichnet eine systematische Schieflage in automatisch getroffenen Entscheidungen: Ein Computerprogramm behandelt bestimmte Gruppen von Menschen regelmäßig schlechter als andere. Ursache sind meist die Daten, aus denen das Programm gelernt hat, nicht eine böse Absicht der Entwickler.

  • Algorithmic Monoculture

    Algorithmic Monoculture beschreibt eine Lage, in der viele Unternehmen oder Behörden dieselbe automatische Entscheidungsregel verwenden. Weil dann alle nach denselben Maßstäben urteilen, treffen dieselben Menschen überall auf dieselbe Absage — und ein Fehler in der Regel wirkt sich sofort flächendeckend aus.

  • Alignment

    Alignment bezeichnet die Aufgabe, ein KI-System so auszurichten, dass es tatsächlich das tut, was Menschen von ihm wollen — und nicht nur das, was zufällig in seiner Aufgabenbeschreibung steht. Der Begriff umfasst sowohl technische Verfahren als auch die Frage, an welchen Werten man ein System überhaupt ausrichtet.

  • Alignment-Vortraining

    Alignment-Vortraining bedeutet, dass ein KI-System schon während des ersten großen Lernprozesses auf erwünschtes Verhalten hin geformt wird — nicht erst durch Nachbesserungen am Ende. Erwünschte und unerwünschte Beispiele werden dabei von Anfang an unterschiedlich behandelt.

  • Allmende-Problem

    Das Allmende-Problem beschreibt, wie eine gemeinsam genutzte Ressource kaputtgeht, weil jeder Einzelne einen Vorteil davon hat, sie stärker zu nutzen als alle anderen. Der Begriff stammt aus der Wirtschaftswissenschaft und wird heute oft auf das offene Internet und auf Trainingsdaten für KI angewendet.

  • Allow-List

    Eine Allow-List ist eine Liste, die genau festlegt, wer oder was erlaubt ist – alles andere wird automatisch abgelehnt. Sie ist das Gegenstück zur Sperrliste, die umgekehrt nur einzelne Dinge verbietet und den Rest durchlässt.

  • Alpha-Phase

    Die Alpha-Phase ist der frühe Abschnitt in der Entwicklung eines Programms, in dem es zwar schon läuft, aber noch unfertig und fehleranfällig ist. Getestet wird meist nur intern oder von einer kleinen ausgewählten Gruppe.

  • AlphaGenome

    AlphaGenome ist ein KI-Modell der Google-Tochter DeepMind, das vorhersagt, welche Wirkung einzelne Stellen im menschlichen Erbgut haben. Es soll Forschenden helfen zu verstehen, warum bestimmte Abweichungen im Erbgut Krankheiten auslösen können.

  • AlphaGo-Moment

    Als AlphaGo-Moment bezeichnet man den Zeitpunkt, an dem ein Computerprogramm eine Aufgabe plötzlich besser löst als der beste Mensch – und dabei Lösungen findet, auf die Fachleute nie gekommen wären. Der Ausdruck geht auf das Brettspielprogramm AlphaGo zurück, das 2016 den Weltklassespieler Lee Sedol schlug.

  • Altersverifikation

    Altersverifikation bezeichnet alle technischen Verfahren, mit denen ein Onlinedienst prüft, wie alt eine Nutzerin oder ein Nutzer wirklich ist. Sie reicht vom simplen Klick auf "Ich bin über 18" bis zum Abgleich mit dem Personalausweis oder einer Schätzung per Gesichtsanalyse.

  • Aluminium-Lithium-Legierungen

    Aluminium-Lithium-Legierungen sind Metallmischungen aus Aluminium mit einem kleinen Anteil Lithium. Sie sind leichter und steifer als normale Aluminiumlegierungen und werden vor allem im Flugzeug- und Raketenbau eingesetzt.

  • Always-on-Agent

    Ein Always-on-Agent ist ein Computerprogramm mit künstlicher Intelligenz, das dauerhaft im Hintergrund läuft und selbst entscheidet, wann es aktiv wird. Anders als ein Chatbot wartet es nicht auf eine Frage, sondern beobachtet Ereignisse und handelt von sich aus.

  • Always-on-Sensorik

    Always-on-Sensorik bezeichnet Sensoren in Geräten wie Handys, Uhren oder Lautsprechern, die dauerhaft messen, statt nur nach dem Einschalten. Sie verbrauchen dabei extrem wenig Strom und wecken das restliche Gerät erst, wenn wirklich etwas passiert.

  • Ambient Agent

    Ein Ambient Agent ist ein KI-Programm, das im Hintergrund mitläuft und selbst bemerkt, wann es etwas tun soll – statt auf eine Eingabe zu warten. Es reagiert auf Ereignisse wie neue E-Mails, Kalendereinträge oder Codeänderungen und meldet sich nur, wenn es wichtig wird.

  • Ambient Computing

    Ambient Computing bezeichnet die Idee, dass Technik unsichtbar in der Umgebung mitläuft und im Hintergrund reagiert, statt dass man sie bewusst bedient. Statt ein Gerät in die Hand zu nehmen, spricht, geht oder handelt man einfach – und die Technik zieht daraus ihre Schlüsse.

  • Ambient Intelligence

    Ambient Intelligence beschreibt Räume, die mit Sensoren und Computertechnik ausgestattet sind und sich unaufgefordert an die Menschen darin anpassen. Die Technik bleibt dabei möglichst unsichtbar: Man bedient kein Gerät, sondern lebt einfach in der Umgebung.

  • Ambient Listening

    Ambient Listening bezeichnet Technik, die ein Gespräch im Hintergrund mithört, automatisch mitschreibt und daraus fertige Texte erzeugt. Besonders bekannt ist der Einsatz in Arztpraxen, wo aus dem Patientengespräch direkt die Dokumentation entsteht.

  • Amdahls Gesetz

    Amdahls Gesetz beschreibt, wie viel schneller eine Aufgabe wird, wenn man sie auf mehrere Rechenwerke verteilt. Der Kern: Der Teil der Arbeit, der zwingend Schritt für Schritt ablaufen muss, begrenzt den Gewinn — egal wie viele Prozessoren man hinzufügt.

  • American Depositary Receipt

    Ein American Depositary Receipt ist ein Wertpapier, das an einer US-Börse gehandelt wird und Aktien eines Unternehmens außerhalb der USA vertritt. Es erlaubt amerikanischen Anlegern, in Firmen wie SAP oder Alibaba zu investieren, ohne an einer ausländischen Börse kaufen zu müssen.

  • Amicus Brief

    Ein Amicus Brief ist eine schriftliche Stellungnahme, die jemand bei einem Gericht einreicht, obwohl er selbst nicht am Prozess beteiligt ist. In Verfahren rund um KI nutzen Unternehmen, Verbände und Forscher dieses Mittel, um Richter auf technische Folgen eines Urteils hinzuweisen.

  • Anchor Investor

    Ein Anchor Investor ist ein großer Geldgeber, der sich schon vor dem offiziellen Start einer Finanzierungsrunde oder eines Börsengangs zu einem festen Betrag verpflichtet. Sein Einstieg soll andere Investoren überzeugen und der Runde Glaubwürdigkeit geben.

  • Android Auto

    Android Auto ist ein Dienst von Google, der Inhalte eines Handys auf dem Bildschirm im Auto anzeigt und dabei stark vereinfacht darstellt. Der Bildschirm im Wagen wird so zur Bedienfläche für Navigation, Musik und Nachrichten, während das Handy selbst in der Tasche bleiben kann.

  • Android Open Source Project

    Das Android Open Source Project, kurz AOSP, ist die frei verfügbare Grundversion des Handy-Betriebssystems Android. Google veröffentlicht dort den Bauplan des Systems, sodass Hersteller und Entwickler ihn kostenlos nutzen und verändern dürfen.

  • Angriffsvektor

    Ein Angriffsvektor ist der konkrete Weg, über den jemand unerlaubt in ein Computersystem eindringt – etwa eine gefälschte E-Mail, ein gestohlenes Passwort oder ein Fehler in einer Software. Fachleute zählen und bewerten diese Wege, um die gefährlichsten zuerst zu schließen.

  • Annotation

    Annotation bedeutet, Daten mit zusätzlichen Informationen zu versehen, damit eine Maschine daraus lernen kann. Auf einem Foto markiert ein Mensch zum Beispiel, wo ein Auto zu sehen ist – und liefert der Software damit die richtige Antwort zum Üben.

  • Annual Recurring Revenue

    Annual Recurring Revenue, kurz ARR, ist der Umsatz, den ein Unternehmen aus laufenden Abonnements pro Jahr sicher erwartet. Die Kennzahl zeigt, wie viel Geld verlässlich hereinkommt, wenn kein Kunde kündigt und kein neuer dazukommt.

  • Annual Run Rate

    Die Annual Run Rate ist eine Hochrechnung: Man nimmt den Umsatz eines kurzen Zeitraums und rechnet ihn auf ein ganzes Jahr hoch. Sie zeigt, wie viel ein Unternehmen jährlich einnehmen würde, wenn das Geschäft genau so weiterliefe wie zuletzt.

  • Annualisierte Run Rate

    Die annualisierte Run Rate rechnet die Einnahmen eines kurzen Zeitraums auf ein volles Jahr hoch. Sie zeigt, wie viel ein Unternehmen im Jahr verdienen würde, wenn das aktuelle Tempo genau so bliebe.

  • Annualisierter Umsatz

    Der annualisierte Umsatz rechnet die Einnahmen eines kurzen Zeitraums auf ein volles Jahr hoch. Er zeigt, wie viel ein Unternehmen in zwölf Monaten einnehmen würde, wenn das Geschäft genau so weiterliefe wie zuletzt.

  • Annualisierter wiederkehrender Umsatz

    Der annualisierte wiederkehrende Umsatz, kurz ARR, rechnet die regelmäßigen Zahlungen eines Unternehmens auf ein volles Jahr hoch. Er ist die wichtigste Kennzahl für Firmen, die Software im Abo verkaufen – und in KI-News die Zahl, an der Wachstum gemessen wird.

  • Annualized Run Rate

    Die Annualized Run Rate rechnet die Einnahmen eines kurzen Zeitraums auf ein ganzes Jahr hoch. Sie zeigt, wie viel ein Unternehmen verdienen würde, wenn das aktuelle Tempo zwölf Monate lang genau so bliebe.

  • Answer Engine

    Eine Answer Engine ist ein Suchsystem, das auf eine Frage direkt eine ausformulierte Antwort liefert, statt nur eine Liste von Links anzuzeigen. Bekannte Beispiele sind Perplexity, ChatGPT mit Websuche und die KI-Übersichten in der Google-Suche.

  • Answer Engine Optimization

    Answer Engine Optimization (AEO) bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen Firmen dafür sorgen wollen, dass Programme wie ChatGPT ihre Inhalte in fertigen Antworten erwähnen. Es ist die Weiterentwicklung der klassischen Suchmaschinen-Optimierung für eine Welt, in der viele Nutzer keine Trefferliste mehr anklicken.

  • Anthropomorphe KI

    Anthropomorphe KI bezeichnet Computerprogramme, die absichtlich menschlich wirken – durch Sprache, Stimme, Namen oder Aussehen. Der Begriff meint auch die Neigung von Menschen, solchen Programmen Gefühle und Absichten zuzuschreiben, die sie nicht haben.

  • Anthropomorphismus

    Anthropomorphismus bezeichnet die Neigung, Dingen menschliche Eigenschaften zuzuschreiben – etwa einem Chatprogramm Gefühle oder Absichten. In der Debatte über künstliche Intelligenz ist der Begriff wichtig, weil er erklärt, warum Menschen Software oft mehr zutrauen, als sie leistet.

  • Antibiotikaresistenz

    Antibiotikaresistenz bedeutet, dass Bakterien von einem Medikament nicht mehr abgetötet werden, das früher gegen sie wirkte. Sie entsteht durch zufällige Veränderungen im Erbgut der Bakterien und breitet sich aus, wenn Antibiotika zu häufig oder falsch eingesetzt werden.

  • Antwortzeit

    Die Antwortzeit ist die Spanne zwischen einer Anfrage und der Antwort des Systems. Bei KI-Diensten entscheidet sie darüber, ob sich ein Chatbot flüssig anfühlt oder zäh — und sie kostet Geld.

  • Anwendungsschicht

    Die Anwendungsschicht ist die oberste Ebene eines geschichteten Computersystems – dort, wo Programme sitzen, mit denen Menschen direkt arbeiten. In der KI-Branche meint der Begriff die Firmen, die aus fremden Basismodellen fertige Produkte für Endkunden bauen.

  • Apache 2.0

    Apache 2.0 ist ein weit verbreiteter Nutzungsvertrag für Software, den der Urheber vorab festlegt. Er erlaubt jedem, den Programmcode kostenlos zu verwenden, zu verändern und auch kommerziell weiterzugeben, solange der ursprüngliche Urheber genannt wird.

  • Apache-2.0-Lizenz

    Die Apache-2.0-Lizenz ist ein Standardvertrag, mit dem Entwickler ihre Software zur freien Nutzung freigeben – auch für kommerzielle Zwecke. Sie ist besonders in der KI-Welt verbreitet, weil viele frei verfügbare Sprachmodelle unter ihr veröffentlicht werden.

  • API

    Eine API ist eine festgelegte Schnittstelle, über die ein Programm Daten oder Funktionen eines anderen Programms nutzen kann. Sie regelt genau, welche Anfragen erlaubt sind und in welcher Form die Antwort zurückkommt.

  • API-Aufruf

    Ein API-Aufruf ist eine Anfrage, die ein Programm über das Internet an ein anderes Programm schickt, um dort eine Leistung abzurufen. Bei KI-Diensten ist der API-Aufruf die übliche Art, ein Modell zu benutzen — und die Einheit, nach der abgerechnet wird.

  • API-Dokumentation

    Die API-Dokumentation ist die Bedienungsanleitung für eine Programmierschnittstelle: Sie beschreibt, welche Anfragen ein Programm an einen fremden Dienst schicken darf und welche Antworten es dafür bekommt. Ohne sie müsste jeder Entwickler durch Ausprobieren herausfinden, wie ein Dienst funktioniert.

  • API-Endpoint

    Ein API-Endpoint ist eine feste Internetadresse, an die ein Programm eine Anfrage schickt, um von einem anderen Programm eine Antwort zu bekommen. Wer heute ein KI-Modell wie GPT oder Claude in eine eigene App einbaut, spricht genau so einen Endpoint an.

  • API-Erweiterung

    Eine API-Erweiterung fügt einer bestehenden Programmschnittstelle neue Funktionen hinzu, über die fremde Programme einen Dienst nutzen können. Sie ist der übliche Weg, mit dem Anbieter wie OpenAI oder Google ihre KI-Dienste für Entwickler öffnen, ohne alte Anwendungen zu zerstören.

  • API-Funktion

    Eine API-Funktion ist ein einzelner, klar definierter Dienst, den ein Programm einem anderen Programm anbietet — zum Beispiel „übersetze diesen Text". Man ruft sie über das Internet oder innerhalb eines Rechners auf, schickt Daten mit und bekommt ein Ergebnis zurück.

  • API-Gateway

    Ein API-Gateway ist eine zentrale Eingangsstelle, über die alle Anfragen an die Programmbausteine eines Online-Dienstes laufen. Es prüft, verteilt, bremst und protokolliert diese Anfragen, damit die dahinterliegenden Programme entlastet und geschützt bleiben.

  • API-Key

    Ein API-Key ist eine lange Zeichenfolge, mit der sich ein Programm bei einem fremden Dienst ausweist. Der Anbieter erkennt daran, wer die Anfrage stellt, was diese Person darf und wem er die Nutzung in Rechnung stellt.

  • API-Ökonomie

    Die API-Ökonomie beschreibt ein Geschäftsmodell, bei dem Unternehmen ihre Software-Funktionen über technische Schnittstellen an andere Firmen vermieten statt an Endkunden verkaufen. Bezahlt wird meist pro Abruf, weshalb große Teile heutiger Apps aus zugekauften Bausteinen fremder Anbieter bestehen.

  • API-Schnittstelle

    Eine API-Schnittstelle ist ein festgelegter Weg, über den ein Programm Daten oder Funktionen eines anderen Programms nutzen kann. Sie ist die Grundlage dafür, dass Apps, Webseiten und KI-Dienste miteinander zusammenarbeiten können.

  • API-Zugang

    Ein API-Zugang ist die Erlaubnis, einen fremden Dienst direkt aus dem eigenen Programm heraus zu nutzen, ohne dessen Webseite oder App zu öffnen. Bei KI-Anbietern ist er der übliche Weg, ein Sprachmodell in eigene Software einzubauen und pro Nutzung zu bezahlen.

  • Apollo-Programm

    Das Apollo-Programm war das US-amerikanische Raumfahrtprogramm der 1960er- und frühen 1970er-Jahre, mit dem erstmals Menschen auf dem Mond landeten. Zwischen 1969 und 1972 betraten zwölf Astronauten die Mondoberfläche.

  • Apoptose

    Apoptose ist der geordnete Selbstabbau einer Zelle nach einem festen inneren Programm. Der Körper entfernt damit alte, überflüssige oder beschädigte Zellen, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen.

  • Append-only

    Append-only bezeichnet eine Art, Daten zu speichern, bei der neue Einträge nur hinten angehängt werden dürfen. Bestehende Einträge werden nie überschrieben oder gelöscht, sodass die gesamte Geschichte erhalten bleibt.

  • AppKit

    AppKit ist Apples Baukasten für die Oberfläche von Mac-Programmen: Fenster, Menüs, Knöpfe und Textfelder kommen fertig aus dieser Sammlung. Es stammt aus den späten 1980er-Jahren und steckt bis heute in fast jedem klassischen Mac-Programm.

  • Apple Silicon

    Apple Silicon ist der Name für die Computerchips, die Apple seit 2020 selbst entwirft und in Macs, iPads und iPhones einbaut. Die Chips vereinen Hauptprozessor, Grafikeinheit und Speicheranbindung auf einem einzigen Bauteil und gelten als besonders sparsam.

  • Applicant Tracking System

    Ein Applicant Tracking System ist eine Software, mit der Unternehmen eingehende Bewerbungen sammeln, sortieren und durch den Auswahlprozess begleiten. Sie liest Lebensläufe automatisch aus, ordnet sie Stellen zu und filtert oder sortiert Kandidaten nach vorgegebenen Kriterien.

  • Application Layer

    Der Application Layer ist die oberste Ebene eines technischen Systems – dort, wo Menschen es tatsächlich benutzen. In der KI-Welt bezeichnet der Begriff Produkte, die auf fremden Modellen aufbauen, statt eigene zu trainieren.

  • Application Programming Interface

    Ein Application Programming Interface, kurz API, ist eine festgelegte Schnittstelle, über die ein Programm Dienste eines anderen Programms nutzen kann. Es legt genau fest, welche Anfragen erlaubt sind und welche Antworten zurückkommen.

  • Approximate Nearest Neighbour

    Approximate Nearest Neighbour ist ein Suchverfahren, das in riesigen Datenmengen sehr schnell Einträge findet, die einem gesuchten Eintrag ähnlich sind. Es verzichtet bewusst auf die Garantie, den allerbesten Treffer zu finden, und wird dadurch hunderte Male schneller.

  • Apps SDK

    Das Apps SDK ist eine von OpenAI veröffentlichte Sammlung von Werkzeugen, mit der Entwickler eigene Anwendungen direkt in ChatGPT einbauen können. Statt eine eigene Website zu öffnen, ruft der Nutzer die App im Chatfenster auf, wo sie auch eine eigene Bedienoberfläche anzeigen darf.

  • AR-Diffusion

    AR-Diffusion bezeichnet KI-Modelle, die zwei Erzeugungsprinzipien verbinden: Sie erzeugen Inhalte abschnittweise der Reihe nach, verfeinern aber jeden Abschnitt in mehreren Überarbeitungsschritten. Damit sollen Texte, Bilder und Videos schneller entstehen, ohne dass der rote Faden verloren geht.

  • Arbeitsvertragsgesetz

    Ein Arbeitsvertragsgesetz ist ein Gesetzentwurf, der die verstreuten Regeln zum Arbeitsvertrag in einem einzigen Gesetzbuch bündeln soll. In Deutschland gibt es ein solches Gesetz bisher nicht – das Arbeitsvertragsrecht steht in vielen verschiedenen Gesetzen und in Gerichtsurteilen.

  • ARC-AGI

    ARC-AGI ist ein Test für Computerprogramme, der aus bunten Gitterrätseln besteht. Er prüft, ob ein Programm eine völlig neue Regel aus wenigen Beispielen erkennen kann, statt Gelerntes abzurufen.

  • ARC-AGI-3

    ARC-AGI-3 ist ein Test, mit dem geprüft wird, wie gut Computerprogramme unbekannte Aufgaben eigenständig durchschauen. Statt einzelner Rätselbilder muss ein Programm dabei kleine Spiele spielen, deren Regeln ihm niemand verrät.

  • Arch Linux

    Arch Linux ist ein kostenloses Betriebssystem für Computer, also die Software, die den Rechner überhaupt bedienbar macht. Es wird bewusst ohne Vorauswahl ausgeliefert: Nutzer setzen ihr System selbst aus einzelnen Bausteinen zusammen und erhalten Aktualisierungen laufend statt in großen Versionssprüngen.

  • Arena-Ranking (LLM Arena)

    Das Arena-Ranking ist eine Rangliste von KI-Chatprogrammen, die durch direkte Vergleiche entsteht: Nutzer stellen eine Frage, sehen zwei Antworten ohne Namen und wählen die bessere. Aus Millionen solcher Abstimmungen wird eine Punktzahl berechnet, ähnlich wie bei Schachwertungen.

  • ARM

    ARM ist ein Bauplan für Prozessoren, also für die Rechenchips in Computern und Handys. Die britische Firma Arm entwirft diesen Bauplan und verkauft Lizenzen daran, statt selbst Chips herzustellen — fast jedes Smartphone der Welt rechnet damit.

  • ARM64

    ARM64 ist der 64-Bit-Befehlssatz der ARM-Prozessorfamilie, also die Sprache, in der Programme mit dem Chip reden. Fast alle Smartphones nutzen ihn, und seit einigen Jahren erobert er auch Notebooks und Rechenzentren.

  • Artboard

    Ein Artboard ist eine einzelne Zeichenfläche innerhalb eines Grafikprogramms, auf der ein Entwurf Platz findet. Weil eine Datei mehrere Artboards nebeneinander enthalten kann, lassen sich viele Bildschirme oder Formate eines Projekts gleichzeitig überblicken und bearbeiten.

  • Artifactory

    Artifactory ist ein Lagerhaus für fertige Softwarebausteine: Es speichert die Dateien, aus denen Programme zusammengesetzt werden, und liefert sie zuverlässig an Entwickler und Server aus. Die Software der Firma JFrog gilt in vielen Unternehmen als Standardwerkzeug dafür.

  • Artificial General Intelligence

    Artificial General Intelligence (AGI) bezeichnet ein Computersystem, das jede geistige Aufgabe lösen könnte, die auch ein Mensch bewältigt – und nicht nur einzelne Spezialaufgaben. Ob so etwas möglich ist und wann, ist offen; der Begriff ist deshalb vor allem ein Ziel und ein Streitpunkt, kein existierendes Produkt.

  • Artikel 40

    Artikel 40 ist der Abschnitt im europäischen Gesetz über digitale Dienste, der große Online-Plattformen verpflichtet, Daten an geprüfte Forscherinnen und Forscher herauszugeben. Er soll unabhängige Untersuchungen darüber ermöglichen, welche Risiken Plattformen für die Gesellschaft erzeugen.

  • arXiv

    arXiv ist eine kostenlose Internetplattform, auf der Forscher ihre Aufsätze veröffentlichen, bevor eine Fachzeitschrift sie geprüft hat. In der KI-Forschung erscheinen dort die meisten wichtigen Arbeiten zuerst.

  • Ascend

    Ascend ist eine Reihe von Computerchips des chinesischen Konzerns Huawei, die speziell für die Rechenarbeit künstlicher Intelligenz gebaut sind. Sie gilt als wichtigste chinesische Alternative zu den Chips des US-Marktführers Nvidia.

  • Ascend-Chip

    Ascend ist eine Reihe von Spezial-Chips des chinesischen Konzerns Huawei, die für das Rechnen künstlicher Intelligenz gebaut wurden. Sie gelten als Chinas wichtigste eigene Antwort auf die dominierenden KI-Chips des US-Herstellers Nvidia.

  • ASI

    ASI steht für „Artificial Superintelligence“, also eine künstliche Intelligenz, die den Menschen in praktisch allen Denkaufgaben deutlich übertrifft. Bis heute existiert so etwas nicht – ASI ist ein Zukunftsszenario, über das Forscher und Unternehmen streiten.

  • ASIC

    Ein ASIC ist ein Computerchip, der fest für eine einzige Aufgabe gebaut wird und nichts anderes kann. Weil er nichts Überflüssiges enthält, erledigt er diese eine Aufgabe schneller und sparsamer als ein normaler Prozessor.

  • Asset-Pipeline

    Eine Asset-Pipeline ist die automatisierte Kette von Arbeitsschritten, die Rohmaterial wie Bilder, 3D-Modelle, Musik oder Texte in genau das Format bringt, das ein Spiel, eine App oder eine Website am Ende laden kann. Sie sorgt dafür, dass aus riesigen Originaldateien schnelle, geprüfte und einheitlich benannte Endprodukte werden.

  • AT Protocol

    Das AT Protocol ist ein offenes Regelwerk für soziale Netzwerke, bei dem Nutzerkonto, Inhalte und App voneinander getrennt sind. Bekannt wurde es durch Bluesky, den ersten großen Dienst, der darauf aufbaut.

  • Atlas

    Atlas ist ein Webbrowser der Firma OpenAI, in den ChatGPT fest eingebaut ist. Er kann nicht nur Seiten anzeigen, sondern auf Wunsch selbst im Netz suchen, Inhalte zusammenfassen und einfache Aufgaben im Browser ausführen.

  • Atomic Answers

    Atomic Answers sind sehr kurze, in sich abgeschlossene Antworten, die eine einzelne Frage direkt beantworten, ohne dass man weiterlesen oder klicken muss. Sie sind zum bevorzugten Format geworden, weil Suchmaschinen und Chatbots genau solche Textstücke aus Webseiten herausgreifen und anzeigen.

  • Atomic Design

    Atomic Design ist eine Methode, um die Oberfläche einer Website oder App aus kleinen, wiederverwendbaren Bausteinen zusammenzusetzen. Die Bausteine werden dabei in fünf Stufen geordnet, von einem einzelnen Knopf bis zur fertigen Seite.

  • Attention

    Attention ist ein Rechenverfahren, mit dem ein KI-Programm für jedes Wort in einem Text entscheidet, welche anderen Wörter dafür wichtig sind. Sie ist der Kern moderner Sprachmodelle wie ChatGPT und der Grund, warum diese Programme längere Zusammenhänge verstehen.

  • Attribution

    Attribution beantwortet die Frage, welcher Werbekontakt einen Kauf ausgelöst hat. Sie verteilt den Verdienst für einen Verkauf auf die verschiedenen Anzeigen, Mails und Suchtreffer, die ein Kunde vorher gesehen hat.

  • Attribution Engineering

    Attribution Engineering ist der Versuch, nachzuvollziehen, welche Trainingsdaten oder welche internen Bausteine einer KI eine bestimmte Antwort verursacht haben. Es geht also nicht darum, was ein Modell antwortet, sondern warum ausgerechnet diese Antwort herauskam.

  • Attributionskrise

    Als Attributionskrise bezeichnet man die wachsende Schwierigkeit, verlässlich zu sagen, wer oder was einen Inhalt oder einen Angriff verursacht hat. Weil KI-Systeme Texte, Bilder und Stimmen täuschend echt nachbilden, verlieren die üblichen Belege für Urheberschaft ihre Beweiskraft.

  • Audio-Zusammenfassung

    Eine Audio-Zusammenfassung ist eine gesprochene Kurzfassung eines längeren Textes, die ein Computerprogramm automatisch erzeugt. Aus einem Dokument, einer Studie oder mehreren Nachrichtenartikeln entsteht so eine Tonspur von wenigen Minuten, oft im Stil eines Gesprächs zwischen zwei Stimmen.

  • Audit-Log

    Ein Audit-Log ist eine fortlaufende Liste, in der ein Computersystem festhält, wer wann was getan hat. Sie dient dazu, Vorgänge im Nachhinein nachvollziehen und überprüfen zu können.

  • Aufmerksamkeitsmuster

    Ein Aufmerksamkeitsmuster zeigt, auf welche Wörter eines Textes ein Sprachmodell bei der Verarbeitung eines bestimmten Wortes besonders stark achtet. Es macht sichtbar, welche Verbindungen das Modell im Text herstellt.

  • Augmented Reality

    Augmented Reality bedeutet, dass ein Gerät zusätzliche Bilder oder Texte in die echte Umgebung einblendet, während man sie ansieht. Man sieht also weiterhin den realen Raum, ergänzt um Inhalte, die ein Computer dazurechnet.

  • Augmented-Reality-Brille

    Eine Augmented-Reality-Brille ist eine Brille, die zusätzliche Bilder und Texte in das Sichtfeld einblendet, während man die echte Umgebung weiter sieht. Sie kombiniert durchsichtige Gläser, Kameras und Sensoren mit einem kleinen Computer, der versteht, wo sich der Träger gerade befindet.

  • AUROC

    AUROC ist eine Kennzahl dafür, wie gut ein Computerprogramm zwei Gruppen auseinanderhalten kann, etwa kranke und gesunde Patienten. Der Wert liegt zwischen 0,5 (reines Raten) und 1,0 (perfekte Trennung).

  • Ausrichtung (KI-Alignment)

    Ausrichtung bezeichnet die Aufgabe, ein KI-System so zu bauen, dass es wirklich das tut, was Menschen von ihm wollen – und nicht etwas, das nur äußerlich danach aussieht. Der englische Begriff dafür ist Alignment, und er gehört zu den zentralen Streitthemen der KI-Forschung.

  • Auth-Token

    Ein Auth-Token ist eine Zeichenkette, die ein Programm als Nachweis vorzeigt, dass es sich vorher erfolgreich angemeldet hat. Statt bei jeder Anfrage erneut Passwort oder Schlüssel zu senden, schickt man dieses befristete Stück Text mit.

  • Auto-Dubbing

    Auto-Dubbing bezeichnet die automatische Übersetzung gesprochener Sprache in Videos, bei der eine Software die neue Tonspur erzeugt. Die Stimme klingt dabei oft wie die der ursprünglichen Sprecherin oder des Sprechers.

  • Auto-Labeling

    Auto-Labeling bedeutet, dass ein Computerprogramm Trainingsdaten selbst mit Beschreibungen versieht, statt dass Menschen das von Hand tun. Die Ergebnisse sind schneller und billiger, aber weniger zuverlässig als menschliche Arbeit.

  • Auto-Layout

    Auto-Layout ist eine Funktion in Design- und App-Programmen, bei der Elemente ihre Position und Größe selbst anpassen, statt an festen Koordinaten zu kleben. Ändert sich ein Text oder die Fenstergröße, ordnet sich das Layout automatisch neu.

  • Autoformalisierung

    Autoformalisierung bezeichnet das automatische Übersetzen von Mathematik in normaler Sprache in eine streng formale Schreibweise, die ein Computer Schritt für Schritt auf Fehler prüfen kann. KI-Modelle übernehmen dabei die Übersetzungsarbeit, die bisher Menschen mühsam von Hand erledigen mussten.

  • Autograd

    Autograd ist eine Technik, mit der ein Computerprogramm automatisch ausrechnet, wie stark sich ein Ergebnis ändert, wenn man an einer Stellschraube dreht. In der KI ist das die Grundlage dafür, dass ein Modell aus seinen Fehlern lernen kann.

  • Automated Alignment Researcher

    Ein Automated Alignment Researcher ist ein KI-System, das selbst daran arbeitet, andere KI-Systeme sicher und kontrollierbar zu machen. Die Idee: Weil die Sicherheitsforschung langsamer vorankommt als die Entwicklung immer stärkerer Modelle, soll KI bei ihrer eigenen Absicherung helfen.

  • Automated License Plate Reader

    Ein Automated License Plate Reader ist eine Kamera mit angeschlossener Software, die Autokennzeichen fotografiert und die Zeichenfolge automatisch als Text ausliest. Zusammen mit Ort und Uhrzeit entsteht daraus eine Datenbank darüber, welches Fahrzeug wann wo unterwegs war.

  • Automatic Speech Recognition

    Automatic Speech Recognition, kurz ASR, bezeichnet Software, die gesprochene Sprache in geschriebenen Text umwandelt. Sie steckt in Diktierfunktionen, Untertiteln und Sprachassistenten und arbeitet heute meist mit lernenden Programmen statt mit festen Regeln.

  • Automation Bias

    Automation Bias bezeichnet die Neigung von Menschen, Vorschlägen einer Maschine mehr zu vertrauen als der eigenen Einschätzung. Dadurch werden Fehler des Systems übersehen, obwohl ein Mensch sie hätte bemerken können.

  • AutomationBench

    AutomationBench ist ein Test, der prüft, wie gut ein KI-System echte Büroaufgaben von Anfang bis Ende selbst erledigt. Statt einzelne Fragen zu beantworten, muss die Software dabei mehrere Schritte in Programmen wie Tabellen, E-Mail oder Kalender ausführen.

  • Automatisierungsbenchmark

    Ein Automatisierungsbenchmark ist ein standardisierter Test, der messen soll, wie gut ein Computerprogramm echte Arbeitsaufgaben selbstständig erledigt. Statt einzelne Fragen zu beantworten, muss das Programm eine komplette Aufgabe zu Ende bringen — etwa eine Tabelle auswerten oder eine Buchung im Browser abschließen.

  • Automatisierungsrechte

    Automatisierungsrechte sind vertraglich festgelegte Erlaubnisse, bestimmte Arbeitsschritte oder Inhalte von Maschinen erledigen zu lassen. Sie regeln, wer eine menschliche Leistung durch Software ersetzen darf und was er dafür zahlen oder zusichern muss.

  • Autonome Agenten

    Autonome Agenten sind KI-Programme, die ein Ziel nicht nur beantworten, sondern in eigenen Schritten abarbeiten. Sie planen, benutzen Werkzeuge wie Suchmaschinen oder Kalender und prüfen ihre Zwischenergebnisse selbst.

  • Autonomes Fahren

    Autonomes Fahren bedeutet, dass ein Fahrzeug seine Umgebung selbst erfasst und ohne menschliches Eingreifen lenkt, beschleunigt und bremst. Wie viel der Mensch dabei noch tun muss, beschreibt eine international genutzte Skala von Stufe 0 bis Stufe 5.

  • Autonomous Knowledge Platform

    Eine Autonomous Knowledge Platform ist ein Softwaresystem, das das verstreute Wissen eines Unternehmens einsammelt, ordnet und auf Nachfrage in Antworten verwandelt. Anders als eine klassische Suche wartet sie nicht nur auf Suchbegriffe, sondern arbeitet selbstständig weiter: Sie sortiert neue Dokumente ein, prüft Widersprüche und stößt Aufgaben von sich aus an.

  • Autonomous Vehicle Network Company

    Eine Autonomous Vehicle Network Company betreibt eine Flotte selbstfahrender Autos als Dienstleistung: Nutzer bestellen per App eine Fahrt, das Fahrzeug kommt ohne Fahrer. Das Unternehmen verdient pro Fahrt, nicht am Verkauf von Autos.

  • Autoregressiver Prior

    Ein autoregressiver Prior ist ein Hilfsmodell, das die komprimierte interne Beschreibung von Daten Stück für Stück vorhersagt: Jeder Wert wird aus den bereits bekannten Werten geschätzt. Solche Modelle stecken in Bildgeneratoren, in Sprachsynthese und in modernen Kompressionsverfahren.

  • Autoregressives Modell

    Ein autoregressives Modell erzeugt seine Ausgabe Stück für Stück und benutzt dabei immer das schon Erzeugte als Grundlage für den nächsten Schritt. Fast alle heutigen Chatbots arbeiten so: Sie schreiben Text Wort für Wort, statt eine Antwort in einem Zug fertigzustellen.

  • AV2.0

    AV2.0 bezeichnet eine neuere Bauweise für selbstfahrende Autos: Statt vieler von Menschen programmierter Einzelmodule lernt ein einziges großes Programm das Fahren direkt aus Millionen Stunden Videomaterial. Die Idee stammt aus der Sprach-KI und hat die Entwicklung autonomer Fahrzeuge seit etwa 2023 stark verändert.

  • Availability Zone

    Eine Availability Zone ist ein eigenständiger Standort eines Cloud-Anbieters, der aus einem oder mehreren Rechenzentren besteht und über eigenen Strom, eigene Kühlung und eigene Netzanbindung verfügt. Mehrere solcher Zonen in einer Region ermöglichen es, Dienste so zu verteilen, dass sie weiterlaufen, wenn ein Standort ausfällt.

  • AWS Trainium

    AWS Trainium ist ein Spezialchip, den Amazon selbst entwickelt hat, um KI-Systeme zu trainieren. Er ist Amazons Versuch, beim Rechnen für künstliche Intelligenz weniger von den teuren Chips des Marktführers Nvidia abhängig zu sein.

  • AX Design

    AX Design bedeutet, Websites, Programme und Dienste so zu gestalten, dass nicht nur Menschen sie gut bedienen können, sondern auch selbstständig arbeitende Computerprogramme. Der Begriff ist die Antwort darauf, dass immer häufiger Software statt Menschen auf Seiten klickt, Formulare ausfüllt und Bestellungen auslöst.

  • Axion

    Das Axion ist ein bisher nicht nachgewiesenes, extrem leichtes Elementarteilchen, das Physiker vorgeschlagen haben, um ein Rätsel im Aufbau der Atomkerne zu lösen. Es gilt zugleich als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Dunkle Materie, also für den unsichtbaren Stoff, der den Großteil der Masse im Weltall ausmacht.

B

  • B0-Stepping

    B0-Stepping bezeichnet eine bestimmte Überarbeitungsstufe eines Computerchips. Der Buchstabe steht für eine größere Korrektur am Bauplan, die Ziffer für kleinere Nachbesserungen daran.

  • B2B

    B2B steht für „Business-to-Business“ und bezeichnet Geschäfte, bei denen ein Unternehmen an ein anderes Unternehmen verkauft statt an Privatpersonen. In der Tech-Branche ist B2B das häufigste Geschäftsmodell, weil Firmenkunden verlässlicher zahlen als einzelne Nutzer.

  • B300

    Der B300 ist ein Spezialchip der Firma Nvidia, der für das Rechnen künstlicher Intelligenz gebaut wurde. Er ist die verbesserte Fassung des Vorgängerchips B200 und gehört zu den teuersten und begehrtesten Bauteilen in modernen Rechenzentren.

  • Backbone-Parameter

    Backbone-Parameter sind die einstellbaren Zahlen im Hauptteil eines KI-Modells, der das allgemeine Grundwissen trägt. Sie entstehen im teuren Grundtraining und bleiben bei späteren Anpassungen meist unverändert.

  • Backdoor (Machine Learning)

    Eine Backdoor ist eine versteckte Fehlfunktion, die jemand einem lernenden Computerprogramm absichtlich beibringt: Normalerweise arbeitet es korrekt, doch bei einem geheimen Auslöser liefert es das vom Angreifer gewünschte Ergebnis. Weil das Programm in allen normalen Tests unauffällig bleibt, sind solche Hintertüren extrem schwer zu entdecken.

  • Backend

    Das Backend ist der Teil einer App oder Webseite, der unsichtbar auf fremden Computern läuft und dort Daten speichert, prüft und berechnet. Sichtbar ist nur das Frontend – die Oberfläche auf dem eigenen Bildschirm.

  • Background Model

    Ein Background Model ist ein Rechenmodell, das beschreibt, wie der normale, uninteressante Untergrund aussieht — also alles, was gerade nicht gesucht wird. Erst durch diesen Vergleichsmaßstab lässt sich erkennen, was an einer Beobachtung wirklich auffällig ist.

  • Background-Agent

    Ein Background-Agent ist ein KI-Programm, das eine Aufgabe eigenständig im Hintergrund abarbeitet, während der Nutzer etwas anderes tut. Statt Antwort für Antwort im Chat zu reagieren, arbeitet es eine Aufgabe über Minuten oder Stunden ab und meldet sich mit dem Ergebnis.

  • Backpropagation

    Backpropagation ist das Rechenverfahren, mit dem lernende Computerprogramme herausfinden, welche ihrer internen Stellschrauben für einen Fehler verantwortlich sind. Es arbeitet sich vom Ergebnis rückwärts durch das Programm und ist die Grundlage praktisch jedes modernen KI-Trainings.

  • Backtracking

    Backtracking ist eine Problemlösestrategie in der Informatik: Man probiert einen Weg aus, und sobald er sich als falsch erweist, geht man den letzten Schritt zurück und versucht die nächste Möglichkeit. So lässt sich eine riesige Zahl möglicher Lösungen systematisch durchsuchen, ohne jede einzelne komplett zu prüfen.

  • Backward Compatibility

    Backward Compatibility bedeutet, dass eine neue Version eines Produkts weiterhin mit älteren Dateien, Geräten oder Programmen zusammenarbeitet. Sie sorgt dafür, dass ein Update nichts kaputt macht, was vorher funktioniert hat.

  • Bare Metal

    Bare Metal bezeichnet einen kompletten physischen Computer im Rechenzentrum, den ein einziger Kunde allein nutzt. Anders als bei üblichen Cloud-Angeboten teilt sich niemand sonst diese Maschine, was mehr Leistung und Kontrolle bringt.

  • Barge-in

    Barge-in bedeutet, dass man einem sprechenden Computersystem ins Wort fallen kann und es sofort verstummt und zuhört. Die Funktion macht Sprachassistenten, Telefon-Hotlines und Sprach-KI deutlich natürlicher im Gespräch.

  • Base-Modell

    Ein Base-Modell ist die Rohfassung eines KI-Sprachmodells: Es hat riesige Textmengen gelesen und kann Text fortsetzen, wurde aber noch nicht darauf getrimmt, Anweisungen zu befolgen oder höflich zu antworten. Aus dieser Rohfassung entstehen später durch zusätzliche Trainingsschritte die Chat-Programme, die man aus dem Alltag kennt.

  • Base64

    Base64 ist ein Verfahren, das beliebige Daten in eine Zeichenkette aus 64 harmlosen Schriftzeichen umschreibt. So lassen sich Bilder oder Dateien durch Kanäle schicken, die eigentlich nur für Text gedacht sind.

  • Baseline

    Eine Baseline ist ein einfacher Vergleichsmaßstab, an dem man misst, ob ein neues Verfahren wirklich besser ist. Ohne diesen Referenzpunkt sagt eine Erfolgszahl wie „92 Prozent richtig" nichts aus.

  • Bash

    Bash ist ein Programm, mit dem man einen Computer über getippte Befehle statt über Fenster und Symbole steuert. Es ist die Standardsteuerung auf vielen Linux-Servern und deshalb ein Grundwerkzeug in der Softwareentwicklung.

  • BASIC

    BASIC ist eine 1964 entwickelte Programmiersprache, die absichtlich so einfach gehalten wurde, dass Anfänger sie in wenigen Stunden lernen konnten. Sie war jahrzehntelang die Standardsprache auf Heimcomputern und machte das Programmieren erstmals für Millionen Menschen zugänglich.

  • Basismodell

    Ein Basismodell ist ein sehr großes KI-Programm, das auf riesigen Datenmengen allgemein trainiert wurde und danach für viele verschiedene Aufgaben weiterverwendet werden kann. Statt für jede Anwendung bei null anzufangen, bauen Entwickler ihre Produkte auf einem solchen fertigen Modell auf.

  • Batch-Verarbeitung

    Batch-Verarbeitung bedeutet, dass ein Computer viele Aufgaben sammelt und sie gemeinsam in einem Rutsch abarbeitet, statt jede einzeln sofort zu erledigen. Das ist deutlich effizienter und billiger, dafür muss man auf das Ergebnis warten.

  • Bauhaus-Emigration

    Als Bauhaus-Emigration bezeichnet man die Auswanderung der Lehrer und Schüler der Kunstschule Bauhaus nach deren Schließung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933. Die Vertriebenen verbreiteten ihre Ideen von schlichtem, funktionalem Design in den USA, Israel und vielen anderen Ländern.

  • Bayessche Priorisierung

    Bayessche Priorisierung ist ein Verfahren, bei dem man eine Rangfolge von Aufgaben oder Optionen laufend an neue Beobachtungen anpasst. Grundlage ist die Regel von Bayes, die vorhandene Erwartungen mit frischen Daten zu einer aktualisierten Einschätzung verrechnet.

  • Bayesscher Ansatz

    Der Bayessche Ansatz ist eine Denkweise, bei der man eine anfängliche Vermutung durch neue Beobachtungen Schritt für Schritt korrigiert. Statt einer festen Ja-oder-Nein-Antwort liefert er eine Wahrscheinlichkeit, die sich mit jedem neuen Hinweis verändert.

  • BDR

    Ein BDR ist ein Mitarbeiter im Vertrieb, der neue mögliche Kunden anspricht und herausfindet, ob sich ein Verkaufsgespräch überhaupt lohnt. Er schließt selbst keine Verträge ab, sondern übergibt vielversprechende Kontakte an Kollegen — und genau diese Arbeit wird gerade zunehmend von KI-Software unterstützt.

  • Beam-Breite

    Die Beam-Breite legt fest, wie viele mögliche Satzanfänge ein Sprachprogramm gleichzeitig weiterverfolgt, bevor es sich für eine Ausgabe entscheidet. Ein größerer Wert liefert oft bessere Ergebnisse, kostet aber mehr Rechenzeit.

  • Bedrohungsmodell

    Ein Bedrohungsmodell ist eine strukturierte Beschreibung davon, wer einem System schaden könnte, mit welchen Mitteln und mit welchem Ziel. Es legt fest, wogegen man sich schützt – und bewusst auch, wogegen nicht.

  • Behavioral Cloning

    Behavioral Cloning ist eine Methode, bei der ein Computerprogramm eine Aufgabe lernt, indem es Aufzeichnungen eines Menschen bei genau dieser Aufgabe nachahmt. Das Programm merkt sich, welche Handlung der Mensch in welcher Situation gewählt hat, und wiederholt dieses Muster später selbst.

  • Behind-the-Meter

    Behind-the-Meter bezeichnet eine Stromerzeugung, die direkt beim Verbraucher steht und deren Strom nicht durch den Zähler des öffentlichen Netzes läuft. Rechenzentren nutzen das Prinzip, um Kraftwerke direkt neben ihre Serverhallen zu stellen und den langen Weg über das Stromnetz zu umgehen.

  • Belichtungsanlage

    Eine Belichtungsanlage ist die Maschine, die in einer Chipfabrik die winzigen Schaltungsmuster mit Licht auf Siliziumscheiben überträgt. Sie ist das teuerste und technisch anspruchsvollste Gerät der gesamten Chipherstellung und entscheidet darüber, wie klein die Strukturen auf einem Chip sein können.

  • Belohnungsfunktion

    Eine Belohnungsfunktion ist eine Regel, die dem Verhalten eines Computerprogramms eine Punktzahl gibt: gut gemacht heißt viele Punkte, schlecht gemacht wenig. Das Programm probiert danach so lange herum, bis es möglichst viele Punkte sammelt — deshalb entscheidet die Belohnungsfunktion darüber, was es am Ende tatsächlich tut.

  • Benchmark

    Ein Benchmark ist ein standardisierter Test, mit dem man die Leistung von Computerprogrammen oder KI-Systemen vergleichbar messen kann. Alle Kandidaten bearbeiten dieselben Aufgaben, und das Ergebnis wird meist als Punktzahl oder Prozentwert angegeben.

  • Benchmark-Harness

    Ein Benchmark-Harness ist ein Programm, das ein KI-Modell automatisch durch eine feste Sammlung von Testaufgaben schickt und die Ergebnisse auszählt. Es sorgt dafür, dass verschiedene Modelle unter exakt denselben Bedingungen geprüft werden und ihre Punktzahlen vergleichbar sind.

  • Benchmark-Kontamination

    Von Benchmark-Kontamination spricht man, wenn die Aufgaben eines Tests für KI-Systeme schon im Lernmaterial des Systems standen. Das getestete Programm kann die Lösungen dann teilweise auswendig wiedergeben, und das Testergebnis sagt weniger über sein echtes Können aus.

  • Benchmarking

    Benchmarking heißt: Man lässt verschiedene Computerprogramme dieselben Testaufgaben lösen und vergleicht die Ergebnisse. In der KI-Branche entscheiden solche Vergleiche darüber, welches Programm als das beste gilt.

  • Berechtigungsprincipal

    Ein Berechtigungsprincipal ist der Handelnde in einem Computersystem, dem Rechte zugewiesen werden – also ein Benutzerkonto, eine Gruppe, ein Gerät oder ein Programm. Alles, was ein System an Zugriff erlaubt oder verweigert, hängt daran, welchem Principal eine Anfrage zugerechnet wird.

  • Best-of-Breed-Integration

    Best-of-Breed-Integration bedeutet, dass ein Unternehmen für jede Aufgabe das jeweils beste Einzelprogramm auswählt und diese Programme anschließend miteinander verbindet. Der Gegenentwurf ist ein einziges Rundum-System eines Anbieters, das alles abdeckt, aber in Einzelbereichen oft schwächer ist.

  • Beta

    Beta bezeichnet eine Programmversion, die schon benutzbar ist, aber noch nicht fertig getestet wurde. Der Hersteller gibt sie absichtlich an Nutzer heraus, um Fehler zu finden, bevor die endgültige Fassung erscheint.

  • Beta-Header

    Ein Beta-Header ist eine kurze Zusatzangabe, die ein Programm beim Aufruf eines Online-Dienstes mitsendet, um eine noch nicht fertige Testfunktion freizuschalten. Ohne diese Angabe verhält sich der Dienst wie gewohnt, mit ihr bekommt der Aufrufer bewusst eine experimentelle Version.

  • Beta-Phase

    Die Beta-Phase ist der Abschnitt in der Entwicklung eines Programms, in dem eine fast fertige Version an echte Nutzer geht, um Fehler im Alltag zu finden. Sie liegt zwischen dem internen Test und der offiziellen Veröffentlichung.

  • Beta-Version

    Eine Beta-Version ist eine noch nicht fertige Fassung eines Programms, die schon an Nutzer verteilt wird, damit Fehler auffallen. Sie funktioniert weitgehend, ist aber ausdrücklich als unfertig gekennzeichnet und kann abstürzen oder sich noch ändern.

  • Beweisassistent

    Ein Beweisassistent ist ein Computerprogramm, das mathematische Beweise Schritt für Schritt auf Fehler prüft. Der Mensch formuliert die Argumente, die Software akzeptiert nur, was lückenlos aus den Voraussetzungen folgt.

  • Bezugsrecht

    Das Bezugsrecht erlaubt bestehenden Aktionären, bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien ihres Unternehmens bevorzugt zu kaufen. Es schützt sie davor, dass ihr Anteil an der Firma durch die neuen Aktien ungewollt schrumpft.

  • BF16

    BF16 ist ein Format, in dem Computer Kommazahlen mit 16 Stellen statt 32 Stellen speichern. Es ist bei KI-Modellen zum Standard geworden, weil es Speicher und Rechenzeit halbiert, ohne das Training instabil zu machen.

  • Bias in KI-Modellen

    Bias in KI-Modellen bezeichnet systematische Verzerrungen: Ein Computerprogramm behandelt bestimmte Gruppen oder Fälle regelmäßig anders, ohne dass es dafür einen sachlichen Grund gibt. Die Ursache liegt meist in den Daten, aus denen das Programm gelernt hat.

  • Bidding-Agent

    Ein Bidding-Agent ist ein Computerprogramm, das für einen Käufer oder Verkäufer automatisch Gebote in Auktionen abgibt. Es entscheidet in Sekundenbruchteilen, ob und wie viel geboten wird – nach Regeln oder auf Basis gelernter Vorhersagen.

  • Bidirektionaler Transformer

    Ein bidirektionaler Transformer ist ein Sprachmodell, das jedes Wort eines Satzes gleichzeitig im Zusammenhang mit allen anderen Wörtern betrachtet – auch mit denen, die danach kommen. Das macht ihn stark im Verstehen von Texten, aber ungeeignet zum Schreiben neuer Sätze.

  • Bidirektionalität

    Bidirektionalität bedeutet, dass ein Sprachmodell einen Text gleichzeitig von links und von rechts betrachtet und jedes Wort aus seinem gesamten Umfeld deutet. Das macht solche Modelle stark im Verstehen von Texten, aber ungeeignet zum freien Weiterschreiben.

  • Big Bench Audio

    Big Bench Audio ist ein Test, mit dem man prüft, wie gut Computerprogramme logische Aufgaben lösen, die ihnen vorgesprochen statt vorgeschrieben werden. Er zeigt, ob ein Programm beim Zuhören genauso klug antwortet wie beim Lesen.

  • Bildgenerator

    Ein Bildgenerator ist ein Computerprogramm, das aus einer Beschreibung in normaler Sprache ein neues Bild erzeugt. Es sucht das Bild nicht im Internet, sondern rechnet es Pixel für Pixel aus dem, was es aus Millionen Beispielbildern gelernt hat.

  • Bildmodell

    Ein Bildmodell ist ein Computerprogramm, das aus einer geschriebenen Beschreibung ein neues Bild erzeugt oder vorhandene Bilder verändert. Es hat dafür Millionen von Bildern samt Bildunterschriften ausgewertet und daraus statistische Zusammenhänge zwischen Wörtern und Bildinhalten gelernt.

  • Bill of Materials

    Eine Bill of Materials ist eine vollständige Liste aller Bestandteile, aus denen ein Produkt zusammengesetzt ist. In der Technik wird sie heute vor allem für Software geführt, damit Hersteller und Kunden wissen, welche fremden Bauteile in einem Programm stecken.

  • Binärrauschen

    Binärrauschen ist eine zufällige Störung, die nur zwei mögliche Werte kennt: an oder aus, 0 oder 1. In der Technik entsteht es als Fehler bei der Übertragung von Daten, in der KI wird es absichtlich erzeugt, um Modelle robuster zu machen.

  • Binärsystem

    Das Binärsystem ist eine Zahlenschreibweise, die nur die Ziffern 0 und 1 kennt. Computer rechnen und speichern in dieser Form, weil sich zwei Zustände technisch am zuverlässigsten unterscheiden lassen.

  • Biologger

    Ein Biologger ist ein kleines Messgerät, das an einem Tier befestigt wird und dessen Bewegungen, Umgebung und Körperwerte aufzeichnet. Aus diesen Daten gewinnen Forschende ein genaues Bild davon, wie Tiere leben — inzwischen oft mit Hilfe automatischer Auswertungsverfahren.

  • Biometrische Authentifizierung

    Biometrische Authentifizierung prüft die Identität eines Menschen an körperlichen Merkmalen wie Fingerabdruck, Gesicht oder Stimme. Statt ein Passwort einzugeben, zeigt man also sich selbst — was bequem ist, aber eigene Risiken mitbringt.

  • Biometrische Daten

    Biometrische Daten sind Messwerte körperlicher oder verhaltensbezogener Merkmale, mit denen sich eine bestimmte Person erkennen lässt — etwa Fingerabdruck, Gesicht, Iris oder Stimme. Weil man sie im Gegensatz zu einem Passwort nicht ändern kann, gelten sie rechtlich als besonders schützenswert.

  • Biometrische Kategorisierung

    Biometrische Kategorisierung bezeichnet Software, die Menschen anhand von Körpermerkmalen wie Gesicht oder Stimme in Gruppen einteilt, etwa nach Alter oder Geschlecht. Sie erkennt also nicht, wer jemand ist, sondern behauptet, was jemand ist – und ist in der EU deshalb teils verboten.

  • Biosicherheit

    Biosicherheit umfasst alle Regeln und Vorkehrungen, die verhindern sollen, dass Krankheitserreger Schaden anrichten – durch Unfälle oder durch Absicht. In der KI-Debatte geht es vor allem um die Frage, ob Sprachmodelle Laien beim Bau gefährlicher Erreger helfen könnten.

  • Biotech

    Biotech ist die Kurzform für Biotechnologie: die Nutzung von Lebewesen und ihren Bausteinen, um Medikamente, Lebensmittel oder Materialien herzustellen. An der Börse bezeichnet Biotech eine Branche mit hohen Forschungskosten und sehr großen Kurssprüngen.

  • Birch-Swinnerton-Dyer-Vermutung

    Die Birch-Swinnerton-Dyer-Vermutung ist eine der berühmtesten unbewiesenen Aussagen der Mathematik. Sie behauptet, dass man an einer bestimmten Rechenformel ablesen kann, wie viele Lösungen eine spezielle Art von Gleichung hat.

  • Bitcoin-Mining

    Bitcoin-Mining ist der Prozess, mit dem neue Bitcoin-Überweisungen geprüft und dauerhaft in der öffentlichen Buchhaltung des Netzwerks festgeschrieben werden. Wer diese Rechenarbeit leistet, bekommt dafür neu erzeugte Bitcoin als Belohnung.

  • Bits per Byte

    Bits per Byte ist eine Messzahl dafür, wie gut ein Sprachmodell einen Text vorhersagen kann. Sie gibt an, wie viele Bits das Modell im Schnitt braucht, um ein einzelnes Zeichen eines Textes zu beschreiben – je kleiner der Wert, desto besser.

  • Bitter Lesson

    Die Bitter Lesson ist eine bekannte These des KI-Forschers Richard Sutton aus dem Jahr 2019. Sie besagt: Verfahren, die einfach viel Rechenleistung und viele Daten nutzen, schlagen langfristig fast immer Verfahren, in die Menschen ihr Fachwissen von Hand eingebaut haben.

  • Black Hat

    Als Black Hat bezeichnet man jemanden, der in fremde Computersysteme eindringt, um sich selbst zu bereichern oder Schaden anzurichten. Der Begriff grenzt diese kriminellen Angreifer von Fachleuten ab, die dieselben Techniken mit Erlaubnis zur Absicherung von Systemen einsetzen.

  • Black-Box-Zugriff

    Black-Box-Zugriff bedeutet, dass jemand ein KI-System nur von außen benutzen darf: Er gibt Eingaben hinein und sieht die Ausgaben, aber nicht das Innenleben. Die meisten Tests und Prüfungen großer KI-Modelle laufen genau unter dieser Einschränkung ab.

  • Blackboard-Architektur

    Die Blackboard-Architektur ist ein Bauplan für Software, bei dem mehrere spezialisierte Programmteile an einem gemeinsamen Datenspeicher arbeiten. Jeder Teil liest, was schon dort steht, ergänzt eigene Zwischenergebnisse und bringt die Lösung so Schritt für Schritt voran.

  • Blacklist

    Eine Blacklist ist eine Liste von Dingen, die ausdrücklich verboten oder gesperrt sind – etwa Webadressen, Absender oder Wörter. Alles, was nicht auf der Liste steht, bleibt erlaubt; genau darin liegt die Stärke und die Schwäche dieses Prinzips.

  • Blackwell

    Blackwell ist der Name einer Chip-Generation der Firma NVIDIA, die für das Training und den Betrieb großer KI-Systeme gebaut wurde. Sie löste ab 2024 die Vorgängergeneration Hopper ab und gilt als wichtigster Gradmesser für den Boom rund um künstliche Intelligenz.

  • Blast Radius

    Der Blast Radius beschreibt, wie weit sich der Schaden ausbreitet, wenn ein einzelner Teil eines technischen Systems ausfällt oder angegriffen wird. Je kleiner dieser Radius gehalten wird, desto weniger reißt ein einzelner Fehler mit sich.

  • BLEU-Score

    Der BLEU-Score ist eine Kennzahl, die misst, wie ähnlich eine maschinell erzeugte Übersetzung einer von Menschen angefertigten Musterübersetzung ist. Er wird seit 2002 verwendet, um Übersetzungsprogramme automatisch und ohne menschliche Bewertung zu vergleichen.

  • Blindbox

    Eine Blindbox ist eine verschlossene Verpackung, bei der man vor dem Kauf nicht weiß, welche Figur oder welcher Artikel darin steckt. Das Prinzip ist die Grundlage eines Milliardenmarkts für Sammelspielzeug und ähnelt in seiner Wirkung den Zufallskäufen in Videospielen.

  • Blindtest

    Ein Blindtest ist ein Vergleich, bei dem die Testperson nicht weiß, welche der geprüften Sachen sie gerade vor sich hat. So beeinflussen Erwartungen und Markennamen das Urteil nicht — in der KI-Branche werden auf diese Weise Sprachmodelle gegeneinander bewertet.

  • Blindtest (Modellevaluation)

    Ein Blindtest ist ein Vergleich von KI-Antworten, bei dem die bewertende Person nicht weiß, welches Programm welche Antwort geschrieben hat. So soll verhindert werden, dass ein bekannter Name die Bewertung beeinflusst.

  • Bloatware

    Bloatware sind Programme, die beim Kauf schon auf einem Handy oder Computer installiert sind, obwohl der Käufer sie nie verlangt hat. Sie belegen Speicher, laufen oft im Hintergrund mit und lassen sich häufig nicht vollständig löschen.

  • Bloom-Filter

    Ein Bloom-Filter ist eine sehr platzsparende Methode, um zu prüfen, ob ein Element schon einmal gespeichert wurde. Er antwortet entweder mit „sicher nicht dabei" oder mit „wahrscheinlich dabei" – ein Irrtum ist also nur in eine Richtung möglich.

  • Blueprints (Unreal Engine)

    Blueprints sind das visuelle Programmiersystem der Spiele-Software Unreal Engine: Statt Programmzeilen zu tippen, verbindet man Kästchen mit Linien zu einem Ablaufplan. Damit lassen sich Spielregeln, Figuren und Menüs bauen, ohne eine Programmiersprache zu beherrschen.

  • Bluetooth 6

    Bluetooth 6 ist die 2024 veröffentlichte Version des Funkstandards, mit dem Geräte über kurze Distanz drahtlos Daten austauschen. Neu ist vor allem, dass Geräte den Abstand zueinander zentimetergenau messen können.

  • Boilerplate-Code

    Boilerplate-Code ist immer gleich aussehender Programmtext, den man in vielen Projekten neu hinschreiben muss, obwohl er nichts Eigenes leistet. Er ist nötig, damit ein Programm überhaupt startet oder mit anderer Software zusammenpasst – gedacht hat man sich dabei nichts Neues.

  • Book-to-Bill-Ratio

    Die Book-to-Bill-Ratio vergleicht die neu eingegangenen Bestellungen eines Unternehmens mit dem, was es im selben Zeitraum ausgeliefert und in Rechnung gestellt hat. Ein Wert über 1 bedeutet: Es kommt mehr Arbeit herein, als abgearbeitet wird — ein Frühsignal für wachsende Nachfrage.

  • Bookings

    Bookings sind der Gesamtwert aller Verträge, die ein Unternehmen in einem Zeitraum neu abgeschlossen hat — unabhängig davon, ob das Geld schon geflossen ist. Die Kennzahl zeigt, wie gut der Verkauf gerade läuft, und gilt bei Software- und KI-Firmen als Frühindikator für künftige Umsätze.

  • Bootstrap (Software)

    Bootstrap bezeichnet den Vorgang, bei dem sich ein System aus einem winzigen Startprogramm selbst hochzieht, bis es voll arbeitsfähig ist. Der bekannteste Fall ist das Starten eines Computers, doch das Prinzip taucht auch bei Programmiersprachen, Firmen und KI-Modellen auf.

  • Bootstrapping-Compiler

    Ein Bootstrapping-Compiler ist ein Übersetzungsprogramm für eine Programmiersprache, das selbst in genau dieser Sprache geschrieben ist. Damit ein solcher Compiler überhaupt entstehen kann, braucht es eine erste, einfache Version, die in einer anderen Sprache gebaut wurde.

  • Bot

    Ein Bot ist ein Programm, das eine Aufgabe im Internet automatisch und ohne Menschen am Bildschirm erledigt. Bots durchsuchen Webseiten, beantworten Fragen im Chat, kaufen Tickets oder verbreiten Falschmeldungen – nützlich und schädlich zugleich.

  • Bot (KI-Agent)

    Ein Bot ist ein Programm, das eine Aufgabe selbstständig und wiederholt erledigt, ohne dass ein Mensch jeden Schritt auslöst. Moderne Bots mit KI im Hintergrund nennt man oft KI-Agenten: Sie planen Zwischenschritte selbst und benutzen dabei andere Programme wie Suchmaschinen oder Kalender.

  • Bot-Traffic

    Als Bot-Traffic bezeichnet man alle Zugriffe auf eine Website, die nicht von Menschen kommen, sondern von automatisch laufenden Programmen. Auf vielen Websites machen diese maschinellen Zugriffe inzwischen etwa die Hälfte aller Aufrufe aus.

  • Botnet

    Ein Botnet ist eine große Gruppe fremder Computer, die heimlich mit Schadsoftware infiziert wurden und aus der Ferne von Kriminellen gesteuert werden. Die Besitzer merken meist nichts davon, während ihre Geräte für Angriffe, Werbemails oder Betrug missbraucht werden.

  • Bounding Box

    Eine Bounding Box ist ein Rechteck, das ein Objekt in einem Bild umschließt und damit angibt, wo es sich befindet. Sie ist die häufigste Art, Bildinhalte für Computerprogramme zu markieren, die Objekte erkennen sollen.

  • Brain-Computer-Interface

    Ein Brain-Computer-Interface ist eine Verbindung zwischen dem Gehirn und einem Gerät, die Nervenaktivität direkt in Steuerbefehle übersetzt. Damit lassen sich Computer, Prothesen oder Rollstühle ohne Muskelbewegung bedienen.

  • Branch

    Ein Branch ist eine abgezweigte Arbeitslinie in einem Projekt, an der man Änderungen ausprobieren kann, ohne die bestehende Version zu gefährden. Der Begriff stammt aus der Software-Entwicklung und ist dort der übliche Weg, wie mehrere Leute gleichzeitig an demselben Programm arbeiten.

  • Branch (Versionskontrolle)

    Ein Branch ist ein abgetrennter Arbeitsstand eines Softwareprojekts, in dem man Änderungen ausprobieren kann, ohne die bisherige Version zu beschädigen. Bewährt sich die Arbeit, wird der Branch wieder mit dem Hauptstand zusammengeführt.

  • Branch Protection

    Branch Protection ist eine Schutzregel in Software-Projekten: Sie verhindert, dass jemand Änderungen direkt in die wichtigste Version des Programmcodes schreibt. Änderungen müssen stattdessen erst geprüft und getestet werden, bevor sie dort landen.

  • Breach-Response

    Breach-Response bezeichnet das geordnete Vorgehen eines Unternehmens, nachdem Unbefugte in seine Computersysteme eingedrungen sind oder Daten gestohlen haben. Dazu gehören das Stoppen des Angriffs, die Aufklärung des Vorfalls, gesetzlich vorgeschriebene Meldungen und die Information der Betroffenen.

  • Break-even

    Break-even ist der Punkt, an dem die Einnahmen eines Unternehmens genau die Kosten decken – es entsteht also weder Gewinn noch Verlust. In der Tech- und KI-Branche ist der Begriff wichtig, weil viele Firmen jahrelang mehr ausgeben, als sie einnehmen.

  • Break-up-Fee

    Eine Break-up-Fee ist eine im Voraus vereinbarte Zahlung, die fällig wird, wenn ein geplanter Firmenkauf oder eine Fusion doch nicht zustande kommt. Sie soll die Seite entschädigen, die viel Zeit und Geld in den gescheiterten Deal gesteckt hat.

  • Breaking Change

    Ein Breaking Change ist eine Änderung an einer Software, nach der bisher funktionierende fremde Programme nicht mehr laufen. Solche Änderungen werden meist angekündigt und in großen Versionssprüngen gebündelt, weil alle Nutzer nachbessern müssen.

  • Breakout Scale

    Die Breakout Scale ist eine sechsstufige Skala, mit der Fachleute messen, wie weit sich eine verdeckte Beeinflussungskampagne im Internet tatsächlich verbreitet hat. Sie reicht von Beiträgen, die niemand beachtet, bis zu Behauptungen, die reale Politik oder Gewalt auslösen.

  • BRICS

    BRICS ist ein loser Zusammenschluss großer Schwellenländer, ursprünglich Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Die Gruppe will das wirtschaftliche und politische Gewicht des Westens ausgleichen und hat sich seit 2024 um weitere Mitglieder erweitert.

  • Bring Your Own Key

    Bring Your Own Key (BYOK) bedeutet: Ein Kunde nutzt einen Online-Dienst, verwaltet den geheimen Code zum Ver- und Entschlüsseln seiner Daten aber selbst. Der Anbieter speichert die Daten, kann sie ohne diesen Code jedoch nicht lesen.

  • Broken Object Level Authorization

    Broken Object Level Authorization ist eine Sicherheitslücke, bei der ein Programm zwar prüft, wer jemand ist, aber nicht, ob diese Person die angeforderten Daten überhaupt sehen darf. Angreifer ändern dann einfach eine Nummer in der Anfrage und erhalten fremde Datensätze.

  • Broken-Windows-Theorie

    Die Broken-Windows-Theorie besagt, dass sichtbare kleine Missstände größere Probleme nach sich ziehen. Ursprünglich stammt sie aus der Kriminologie, heute wird sie auch in der Softwareentwicklung und bei KI-Systemen als Bild für schleichenden Qualitätsverfall benutzt.

  • BrowseComp

    BrowseComp ist ein Test von OpenAI, der prüft, wie gut ein KI-System schwer auffindbare Informationen im Internet aufspürt. Die Fragen sind so gebaut, dass die Antwort kurz und eindeutig ist, das Finden aber viele Suchschritte kostet.

  • Browser-Automatisierung

    Browser-Automatisierung bedeutet, dass ein Programm ein Browserfenster steuert und dort klickt, tippt und scrollt wie ein Mensch. Sie wird für Softwaretests, das Sammeln von Daten und zunehmend für KI-Assistenten eingesetzt, die selbstständig Webseiten bedienen.

  • Browser-Erweiterung

    Eine Browser-Erweiterung ist ein kleines Zusatzprogramm, das man in ein Surfprogramm wie Chrome oder Firefox einbaut und das dessen Verhalten verändert. Erweiterungen blenden zum Beispiel Werbung aus, verwalten Passwörter oder legen einen KI-Assistenten über jede besuchte Seite.

  • Browser-Extension

    Eine Browser-Extension ist ein kleines Zusatzprogramm, das man in ein Surfprogramm wie Chrome oder Firefox einbaut und das dessen Verhalten verändert. Sie kann Werbung ausblenden, Passwörter verwalten oder KI-Funktionen direkt in jede Webseite bringen — hat dafür aber oft weitreichenden Zugriff auf alles, was man im Netz tut.

  • Brute-Force-Analyse

    Die Brute-Force-Analyse löst ein Problem, indem sie einfach alle Möglichkeiten der Reihe nach ausprobiert, statt clever nachzudenken. Sie ist immer erfolgreich, wenn man ihr genug Zeit lässt – nur wächst diese Zeit bei großen Aufgaben ins Unbezahlbare.

  • Brute-Force-Suche

    Die Brute-Force-Suche ist ein Lösungsverfahren, das einfach alle denkbaren Möglichkeiten der Reihe nach ausprobiert, bis eine passt. Sie ist immer korrekt, aber oft unbezahlbar langsam — und genau deshalb schützt sie auch Passwörter und Verschlüsselung.

  • Bruttogewinn

    Der Bruttogewinn ist der Umsatz eines Unternehmens abzüglich der Kosten, die direkt für die verkauften Produkte oder Leistungen anfallen. Er zeigt, wie viel Geld vom Verkauf übrig bleibt, bevor Miete, Gehälter der Verwaltung, Forschung, Zinsen und Steuern abgezogen werden.

  • Bruttogewinnmarge

    Die Bruttogewinnmarge zeigt, wie viel Prozent des Umsatzes einem Unternehmen übrig bleiben, nachdem die direkten Kosten für das verkaufte Produkt abgezogen sind. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen, um Software-, Hardware- und KI-Geschäftsmodelle zu vergleichen.

  • Bruttomarge

    Die Bruttomarge zeigt, wie viel von den Einnahmen eines Unternehmens übrig bleibt, nachdem die direkten Kosten der verkauften Ware oder Leistung abgezogen sind. Sie wird in Prozent angegeben und gilt als schneller Hinweis darauf, wie profitabel ein Geschäftsmodell im Kern ist.

  • Bruttoreichweite

    Die Bruttoreichweite zählt alle Kontakte, die eine Werbekampagne erzeugt — auch mehrfache Kontakte derselben Person. Sie ist deshalb fast immer größer als die Zahl der tatsächlich erreichten Menschen.

  • Buchgewinn

    Ein Buchgewinn ist ein Gewinn, der nur auf dem Papier existiert: Der Wert eines Besitzes ist gestiegen, aber verkauft wurde noch nichts. Erst beim Verkauf wird daraus echtes Geld – bis dahin kann der Gewinn auch wieder verschwinden.

  • Bug-Bounty-Programm

    Ein Bug-Bounty-Programm ist ein öffentliches Angebot einer Firma: Wer einen Fehler in ihrer Software findet und ihn vertraulich meldet, bekommt Geld dafür. So sucht das Unternehmen absichtlich Hilfe von außen, statt darauf zu warten, dass Kriminelle die Schwachstelle zuerst entdecken.

  • Build-Fix-Validate-Schleife

    Die Build-Fix-Validate-Schleife ist ein sich wiederholender Arbeitsablauf, bei dem etwas gebaut, dann nach Fehlern durchsucht und verbessert und schließlich geprüft wird — und das Ergebnis wieder zum Ausgangspunkt der nächsten Runde. In der Softwareentwicklung und bei KI-Systemen ist sie das Grundmuster, nach dem Programme und Modelle Schritt für Schritt besser werden.

  • Build-Layer

    Ein Build-Layer ist eine einzelne, unveränderliche Zwischenstufe beim Zusammenbauen eines Software-Pakets: Jeder Bauschritt legt eine neue Schicht auf die vorherige. Weil unveränderte Schichten wiederverwendet werden können, verkürzt das Bauzeiten und spart Speicherplatz.

  • Build-or-Buy

    Build-or-Buy bezeichnet die Entscheidung eines Unternehmens, ob es eine benötigte Technik selbst entwickelt oder fertig einkauft. In der KI-Branche ist es eine der teuersten Weichenstellungen überhaupt, weil eigene Modelle enorme Kosten verursachen und fremde Modelle Abhängigkeit erzeugen.

  • Bull Case

    Der Bull Case ist das optimistische Szenario für eine Aktie oder ein Unternehmen: die Erzählung, wie es läuft, wenn vieles gut geht. Er ist keine Prognose, sondern eine Rechnung unter bewusst günstigen Annahmen — und wird meist zusammen mit einem pessimistischen Gegenszenario gedacht.

  • Bun

    Bun ist ein Programm, mit dem man in der Programmiersprache JavaScript geschriebene Software auf einem Computer ausführen kann. Es gilt als schnelle Alternative zu Node.js und bündelt mehrere Werkzeuge, die Entwickler sonst einzeln installieren müssten.

  • Burggraben (Moat)

    Ein Burggraben ist ein dauerhafter Vorteil, der ein Unternehmen vor Konkurrenz schützt und hohe Gewinne über Jahre absichert. In der KI-Branche wird heftig darüber gestritten, ob die großen Modellanbieter überhaupt einen solchen Schutz besitzen.

  • Burn-Rate

    Die Burn-Rate gibt an, wie viel Geld ein Unternehmen pro Monat mehr ausgibt, als es einnimmt. Sie zeigt, wie schnell ein junges Unternehmen seine Rücklagen aufbraucht — und wie viele Monate es ohne neues Geld noch überlebt.

  • Business Email Compromise

    Business Email Compromise ist eine Betrugsmasche, bei der Kriminelle per E-Mail vorgeben, ein Vorgesetzter oder Geschäftspartner zu sein, um Überweisungen auszulösen. Der Angriff setzt nicht auf Schadsoftware, sondern auf Täuschung von Mitarbeitern.

  • Business Process Outsourcing

    Business Process Outsourcing bedeutet, dass ein Unternehmen ganze Arbeitsabläufe von einer fremden Firma erledigen lässt, etwa die Kundenhotline oder die Buchhaltung. Diese Branche gilt als besonders stark von KI betroffen, weil viele der ausgelagerten Aufgaben Routine sind.

  • Buyout-Firma

    Eine Buyout-Firma sammelt Geld bei reichen Anlegern und großen Investoren ein und kauft damit ganze Unternehmen. Sie behält die Firmen einige Jahre, versucht ihren Wert zu steigern und verkauft sie danach möglichst teurer weiter.

  • By-right

    By-right bezeichnet ein Bauvorhaben, das genehmigt werden muss, weil es alle geltenden Regeln erfüllt – ohne politische Einzelfallentscheidung. In der Tech-Branche ist der Begriff wichtig geworden, weil Rechenzentren für KI dort schneller entstehen, wo sie by-right zulässig sind.

  • BYOD

    BYOD steht für „Bring Your Own Device“ und bezeichnet die Regelung, dass Beschäftigte ihre privaten Geräte wie Handy oder Laptop für die Arbeit nutzen dürfen. Das spart Firmen Geräte und Kosten, wirft aber Fragen zu Datenschutz und Sicherheit auf.

  • BYOK (Bring Your Own Key)

    BYOK bedeutet, dass ein Kunde den geheimen Code zum Ver- und Entschlüsseln seiner Daten selbst verwaltet, statt ihn dem Anbieter zu überlassen. Wer den Schlüssel abschaltet, macht die gespeicherten Daten für den Anbieter unlesbar.

  • Bytecode

    Bytecode ist eine Zwischenform von Programmcode: Er steht zwischen dem lesbaren Text, den Menschen schreiben, und den Befehlen, die ein Prozessor direkt ausführt. Ein Hilfsprogramm auf dem Zielgerät liest den Bytecode und setzt ihn dort in echte Maschinenbefehle um.

C

  • C-Band

    Das C-Band ist ein Bereich von Funkfrequenzen zwischen etwa 3,4 und 4,2 Gigahertz. Er gilt als besonders wertvoll für schnelles Mobilfunknetz, weil er große Datenmengen überträgt und trotzdem weit reicht.

  • C-End

    C-End bezeichnet das Geschäft mit Privatkunden: Produkte und Dienste, die einzelne Menschen selbst nutzen und meist auch selbst bezahlen. Der Begriff stammt aus dem chinesischen Tech-Sprachgebrauch und taucht in Berichten über Firmen wie Alibaba, ByteDance oder Tencent häufig auf.

  • C-Level

    Als C-Level bezeichnet man die oberste Führungsebene eines Unternehmens – also die Handvoll Personen mit Titeln wie Chief Executive Officer oder Chief Financial Officer. Sie treffen die Entscheidungen über Strategie, Geld und Personal, die für das gesamte Unternehmen gelten.

  • C2PA

    C2PA ist ein technischer Standard, der die Herkunft von Bildern, Videos und Audiodateien fälschungssicher in der Datei mitspeichert. So lässt sich nachvollziehen, mit welchem Gerät oder Programm eine Aufnahme entstand und wer sie später bearbeitet hat.

  • CAC

    CAC steht für Customer Acquisition Cost, also die Kosten, die ein Unternehmen im Schnitt aufwenden muss, um einen einzigen neuen zahlenden Kunden zu gewinnen. Die Kennzahl zeigt, ob sich Werbung und Vertrieb rechnen — vor allem, wenn man sie mit dem vergleicht, was ein Kunde über die Zeit einbringt.

  • Cache Hit Rate

    Die Cache Hit Rate gibt an, wie oft ein Computer eine angeforderte Information bereits in seinem Zwischenspeicher liegen hat und sie nicht neu beschaffen muss. Je höher dieser Anteil, desto schneller und billiger arbeitet ein System – von der Webseite bis zum KI-Chatbot.

  • Cache Reads

    Cache Reads bezeichnen die Wiederverwendung von bereits verarbeiteten Texteingaben bei einem KI-Sprachmodell. Statt denselben Text erneut durchzurechnen, greift das System auf gespeicherte Zwischenergebnisse zurück – das ist schneller und deutlich billiger.

  • Cache-Hit (LLM-Inferenz)

    Ein Cache-Hit bedeutet, dass ein KI-Sprachmodell einen Teil der Eingabe schon einmal verarbeitet hat und das gespeicherte Zwischenergebnis wiederverwenden kann. Das spart Rechenzeit und senkt bei vielen Anbietern den Preis pro Anfrage deutlich.

  • Cache-Miss

    Ein Cache-Miss tritt auf, wenn ein Computer Daten in seinem schnellen Zwischenspeicher sucht, sie dort aber nicht findet. Er muss die Daten dann aus einem langsameren Speicher holen, was den Vorgang spürbar verzögert.

  • Cache-Namespace

    Ein Cache-Namespace ist ein Namensbereich in einem Zwischenspeicher, der zusammengehörige gespeicherte Ergebnisse voneinander trennt. So kollidieren gleiche Namen aus verschiedenen Anwendungen oder Nutzergruppen nicht, und ganze Bereiche lassen sich gezielt leeren.

  • Cache-Rabatt

    Ein Cache-Rabatt ist ein Preisnachlass, den Anbieter von KI-Diensten geben, wenn ein Teil der Eingabe schon einmal geschickt wurde und zwischengespeichert ist. Weil der Computer diesen Teil nicht neu verarbeiten muss, kostet er oft nur ein Zehntel des normalen Preises.

  • Cached Input

    Cached Input bezeichnet den Teil einer Anfrage an ein KI-System, den der Anbieter aus einem Zwischenspeicher wiederverwendet, weil er in einer früheren Anfrage schon einmal genau so vorkam. Weil das Rechenarbeit spart, kosten solche wiederverwendeten Textteile bei vielen Anbietern nur einen Bruchteil des normalen Preises.

  • CAD

    CAD steht für „Computer-Aided Design“, also das Konstruieren von Bauteilen und Gebäuden am Computer statt auf dem Zeichenbrett. Die entstehenden Modelle sind exakt vermaßt und lassen sich direkt für Simulationen, Fertigungsmaschinen und 3D-Druck weiterverwenden.

  • Call-to-Action

    Ein Call-to-Action ist eine gezielte Aufforderung an Besucher einer Webseite oder Leser einer Werbung, jetzt etwas Bestimmtes zu tun – etwa auf einen Knopf zu klicken oder sich anzumelden. Er ist das Element, an dem sich messen lässt, ob eine Seite ihr Ziel erreicht.

  • Cambricon

    Cambricon ist ein chinesisches Unternehmen, das spezielle Computerchips für künstliche Intelligenz entwickelt. Es gilt als wichtigster heimischer Konkurrent des US-Konzerns Nvidia auf dem chinesischen Markt.

  • camelCase

    camelCase ist eine Schreibweise, bei der mehrere Wörter ohne Leerzeichen zusammengeschrieben werden und jedes neue Wort mit einem Großbuchstaben beginnt. Sie wird vor allem in Programmiersprachen verwendet, weil Namen dort keine Leerzeichen enthalten dürfen.

  • Canaries Dashboard

    Ein Canaries Dashboard ist eine Übersichtsseite, auf der ein Team die Ergebnisse vieler automatischer Dauertests eines Computersystems auf einen Blick sieht. Schlägt einer dieser Tests fehl, wird das dort sofort sichtbar – oft bevor echte Nutzer den Fehler bemerken.

  • Canary-Version

    Eine Canary-Version ist eine neue Software-Fassung, die zunächst nur an einen kleinen Teil der Nutzer ausgeliefert wird. Treten dort Fehler auf, wird die Verteilung gestoppt, bevor die Mehrheit betroffen ist.

  • CANN

    CANN ist die Software, mit der Huaweis KI-Chips angesteuert werden. Sie übersetzt KI-Programme in Befehle für die Ascend-Prozessoren und ist damit Huaweis Gegenstück zu Nvidias Softwarepaket CUDA.

  • Capability Extraction

    Capability Extraction bezeichnet alle Methoden, mit denen man aus einem bereits fertig gelernten KI-System herausholt, was es tatsächlich kann. Der Begriff beruht auf der Beobachtung, dass ein System oft mehr beherrscht, als es bei einer schlichten Frage von sich aus zeigt.

  • Capability Threshold

    Ein Capability Threshold ist eine vorher festgelegte Grenze für das, was ein KI-System können darf, bevor zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen greifen. Erreicht ein Modell diese Grenze in Tests, muss der Entwickler reagieren – etwa mit strengeren Schutzvorkehrungen oder einem Veröffentlichungsstopp.

  • Capex

    Capex sind die Ausgaben eines Unternehmens für langlebige Dinge wie Gebäude, Maschinen oder Rechenzentren. In der KI-Branche ist Capex zur wichtigsten Zahl geworden, weil der Bau von Rechenzentren inzwischen dreistellige Milliardenbeträge kostet.

  • Capex-Prognose

    Eine Capex-Prognose ist die Ankündigung eines Unternehmens, wie viel Geld es im kommenden Jahr für langlebige Anschaffungen wie Gebäude, Maschinen oder Rechenzentren ausgeben will. Bei Technologiekonzernen gilt sie als wichtigster Hinweis darauf, wie stark sie an den Erfolg von KI glauben.

  • Capture the Flag

    Capture the Flag ist ein Wettbewerb, bei dem Teilnehmer absichtlich unsichere Computersysteme knacken und dort versteckte Codewörter finden. Diese Aufgaben sind heute auch ein Standardtest dafür, wie gut KI-Systeme selbstständig Sicherheitslücken aufspüren können.

  • Cargo-Kult

    Ein Cargo-Kult ist das Nachahmen äußerer Formen ohne Verständnis der Ursachen, die dahinterstecken. In Technik und Wissenschaft bezeichnet der Ausdruck Arbeitsweisen, die richtig aussehen, aber wirkungslos sind.

  • Carolina Principles

    Die Carolina Principles sind eine Sammlung von Leitsätzen der University of North Carolina für den Umgang mit generativer künstlicher Intelligenz in Lehre, Forschung und Verwaltung. Sie schreiben keine Technik vor, sondern legen fest, welche Fragen jede Einrichtung vor dem Einsatz solcher Werkzeuge beantworten muss.

  • Carolina-Prinzipien

    Die Carolina-Prinzipien sind eine Sammlung von Leitsätzen für den verantwortungsvollen Einsatz von künstlicher Intelligenz, die 2023 an der University of North Carolina entstanden ist. Sie richten sich vor allem an Hochschulen und beschreiben, wie Lehrende, Studierende und Verwaltung mit KI-Werkzeugen umgehen sollten.

  • Causal Attention

    Causal Attention ist eine Regel in Sprachmodellen, die dafür sorgt, dass jedes Wort beim Rechnen nur auf vorherige Wörter schauen darf, nie auf spätere. Ohne diese Regel könnte ein Modell beim Lernen die Lösung abschreiben, statt echtes Vorhersagen zu üben.

  • Causal Encoder-Decoder

    Ein Causal Encoder-Decoder ist ein KI-Modellaufbau aus zwei Teilen: Ein Teil liest die Eingabe vollständig ein, der andere erzeugt daraus Wort für Wort eine Ausgabe und darf dabei nie in die Zukunft schauen. Genau diese Blickrichtung nach hinten nennt man kausal.

  • CBRN

    CBRN ist ein Sammelbegriff für die vier gefährlichsten Waffenarten: chemische, biologische, radiologische und nukleare. In der KI-Debatte steht die Abkürzung für die Sorge, dass Sprachmodelle beim Bau solcher Waffen helfen könnten.

  • CBRN-Risiken

    CBRN-Risiken sind Gefahren durch chemische, biologische, radiologische und nukleare Stoffe, mit denen sich sehr viele Menschen auf einmal schädigen lassen. In der KI-Debatte meint der Begriff die Sorge, dass ein Sprachmodell jemandem beim Bau solcher Waffen hilft.

  • CBRN-Waffen

    CBRN-Waffen sind chemische, biologische, radiologische und nukleare Waffen – also Waffen, die mit Giftstoffen, Krankheitserregern oder Radioaktivität sehr viele Menschen auf einmal treffen können. In der KI-Debatte steht das Kürzel dafür, dass KI-Systeme keine Anleitungen zum Bau solcher Waffen liefern dürfen.

  • CFO

    Der CFO ist die Person in der obersten Führungsebene eines Unternehmens, die für alle Geldangelegenheiten verantwortlich ist. Dazu gehören Buchhaltung, Planung der Ausgaben und die Zahlen, die das Unternehmen an Investoren und Behörden meldet.

  • CGI.pm

    CGI.pm ist eine Sammlung fertiger Bausteine für die Programmiersprache Perl, mit der man in den 1990er- und 2000er-Jahren Webseiten programmierte, die auf Eingaben der Besucher reagieren. Das Modul war jahrelang der Standardweg, um Formulardaten auszulesen und daraus eine Antwortseite zu bauen.

  • CGM

    CGM steht für die kontinuierliche Messung des Zuckergehalts im Körper durch einen kleinen Sensor unter der Haut. Statt einzelner Blutstropfen liefert das Gerät alle paar Minuten einen neuen Wert an Smartphone oder Uhr.

  • Chain of Custody

    Chain of Custody bezeichnet die lückenlose Dokumentation darüber, wer ein Beweisstück oder einen Datensatz wann in den Händen hatte und was damit geschah. Sie soll belegen, dass unterwegs nichts vertauscht, verändert oder heimlich ergänzt wurde.

  • Chain-of-Thought

    Chain-of-Thought bezeichnet die Technik, ein KI-Sprachprogramm dazu zu bringen, eine Aufgabe in Zwischenschritten durchzurechnen, statt sofort das Ergebnis zu nennen. Bei Aufgaben mit Logik, Mathematik oder mehreren Bedingungen steigt die Trefferquote dadurch deutlich.

  • Chain-of-Thought-Monitoring

    Chain-of-Thought-Monitoring bedeutet, die Zwischenschritte mitzulesen, die ein KI-Programm auf dem Weg zu seiner Antwort aufschreibt. Fachleute erhoffen sich davon, gefährliche oder unehrliche Absichten früh zu erkennen — solange diese Schritte noch verständlich formuliert sind.

  • Chain-of-Thought-Protokoll

    Ein Chain-of-Thought-Protokoll ist die schriftliche Zwischenrechnung, die ein Sprachmodell erzeugt, bevor es seine eigentliche Antwort ausgibt. Es macht den Lösungsweg sichtbar, ist aber nicht zwangsläufig der echte Grund für die Antwort.

  • Change Data Feed

    Ein Change Data Feed ist eine mitlaufende Liste aller Änderungen an einer Datentabelle: Was wurde neu eingefügt, was gelöscht, was geändert? Nachgelagerte Systeme lesen nur diese Änderungen statt jedes Mal die komplette Tabelle.

  • Change of Control

    Change of Control bezeichnet den Wechsel der Kontrolle über ein Unternehmen, etwa wenn ein Käufer die Mehrheit der Anteile übernimmt. Viele Verträge enthalten dafür Sonderregeln, die dem Vertragspartner beim Eigentümerwechsel besondere Rechte geben.

  • Change-of-Control-Klausel

    Eine Change-of-Control-Klausel ist ein Satz in einem Vertrag, der greift, wenn ein Unternehmen den Besitzer wechselt. Sie gibt der anderen Vertragsseite dann meist das Recht, den Vertrag zu beenden oder neu zu verhandeln.

  • Chatbot

    Ein Chatbot ist ein Computerprogramm, mit dem man sich per Text oder Sprache unterhält und das automatisch antwortet. Moderne Chatbots wie ChatGPT beruhen auf Sprachmodellen, die aus riesigen Textmengen gelernt haben, welches Wort typischerweise als nächstes folgt.

  • Checkout-Protokoll

    Ein Checkout-Protokoll ist ein festgelegter Satz technischer Regeln, nach dem ein Kaufvorgang im Internet abgewickelt wird — zunehmend auch dann, wenn nicht ein Mensch, sondern ein KI-Programm den Kauf auslöst. Es legt fest, wie Warenkorb, Preis, Lieferadresse und Bezahlung zwischen Shop, Zahlungsdienstleister und Käuferseite ausgetauscht werden.

  • Checkpoint

    Ein Checkpoint ist ein gespeicherter Zwischenstand eines KI-Modells: eine Datei, die alle gelernten Zahlenwerte zu einem bestimmten Zeitpunkt festhält. Damit lässt sich ein abgebrochenes Training fortsetzen, ein älterer Stand wiederherstellen oder ein Modell an andere weitergeben.

  • Checkpointing

    Checkpointing bedeutet, den aktuellen Zwischenstand eines lernenden Computerprogramms regelmäßig auf die Festplatte zu schreiben. Stürzt die Rechenanlage ab, startet man von diesem gespeicherten Stand weiter statt ganz von vorn.

  • Chikungunya-Virus

    Das Chikungunya-Virus ist ein Krankheitserreger, der durch Stiche bestimmter Mücken auf Menschen übertragen wird und hohes Fieber sowie starke Gelenkschmerzen auslöst. Es verbreitet sich seit Jahren in immer mehr Regionen der Welt, inzwischen auch in Südeuropa.

  • Chiplet

    Ein Chiplet ist ein kleiner Baustein aus Silizium, der zusammen mit anderen solchen Bausteinen in einem gemeinsamen Gehäuse zu einem großen Prozessor zusammengesetzt wird. Diese Bauweise ist billiger und flexibler, als einen ganzen Prozessor aus einem einzigen Stück zu fertigen.

  • Chips Act

    Chips Act ist der Name von staatlichen Förderprogrammen, mit denen die USA und die EU den Bau von Fabriken für Computerchips im eigenen Land bezahlen. Ziel ist es, weniger von Herstellern in Asien abhängig zu sein.

  • Chromium

    Chromium ist ein frei verfügbares Browser-Projekt von Google, dessen Programmcode jeder einsehen und weiterverwenden darf. Es bildet den technischen Unterbau von Chrome, Microsoft Edge, Opera und vielen weiteren Programmen.

  • Chunking

    Chunking bezeichnet das Zerlegen langer Texte in kleinere, in sich sinnvolle Abschnitte, sogenannte Chunks. Es ist ein Standardschritt, wenn KI-Systeme in großen Dokumentsammlungen nach passenden Textstellen suchen sollen.

  • CI/CD-Pipeline

    Eine CI/CD-Pipeline ist eine automatische Kette von Arbeitsschritten, die neuen Programmcode prüft, zusammenbaut und bis zum fertigen Produkt ausliefert. Sie sorgt dafür, dass Software-Teams täglich Änderungen veröffentlichen können, ohne dass jemand die Prüfungen von Hand durchführt.

  • Circular Financing

    Circular Financing bezeichnet Geschäfte, bei denen ein Unternehmen einem Kunden das Geld gibt, mit dem dieser dann seine eigenen Produkte kauft. Das Geld läuft im Kreis, der Umsatz sieht in der Bilanz aber wie echtes Wachstum von außen aus.

  • Citation-Regeln

    Citation-Regeln legen fest, wann und wie ein KI-System die Quellen nennen muss, aus denen seine Antwort stammt. Sie entscheiden darüber, ob man eine Aussage nachprüfen kann und ob die ursprünglichen Autoren sichtbar bleiben.

  • cl100k_base

    cl100k_base ist das Wörterbuch, mit dem einige KI-Modelle von OpenAI Text in kleine Bausteine zerlegen, bevor sie ihn verarbeiten. Es umfasst rund 100.000 solcher Bausteine und wurde unter anderem von GPT-3.5 und GPT-4 verwendet.

  • Claim Model

    Ein Claim Model ist ein Rechenmodell von Versicherungen, das vorhersagt, wie viele Schadensfälle auftreten und wie teuer sie werden. Moderne Versionen nutzen maschinelles Lernen und beeinflussen damit Preise, Rücklagen und die Bearbeitung einzelner Schadensmeldungen.

  • Class-A-Aktien

    Class-A-Aktien sind eine von mehreren Aktiengattungen eines Unternehmens, die sich meist im Stimmrecht unterscheiden. Wer solche Aktien besitzt, hat oft mehr oder weniger Einfluss auf Unternehmensentscheidungen als Besitzer anderer Gattungen desselben Unternehmens.

  • Classifier

    Ein Classifier ist ein Computerprogramm, das Dinge in vorgegebene Kategorien einordnet — zum Beispiel eine E-Mail als Spam oder nicht Spam. Er lernt diese Einteilung aus vielen Beispielen, statt festen Regeln zu folgen.

  • CLAUDE.md

    CLAUDE.md ist eine einfache Textdatei in einem Softwareprojekt, die dem KI-Assistenten Claude von Anthropic erklärt, wie in diesem Projekt gearbeitet wird. Sie wird automatisch mitgelesen, sobald die KI im Projektordner startet, und ersetzt so Anweisungen, die man sonst jedes Mal neu tippen müsste.

  • Clay Mathematics Institute

    Das Clay Mathematics Institute ist eine private Stiftung in den USA, die Mathematik fördert. Bekannt wurde sie durch die sieben Millennium-Probleme: ungelöste Aufgaben, für deren Lösung jeweils eine Million US-Dollar ausgeschrieben ist.

  • Clayton Act

    Der Clayton Act ist ein US-Gesetz von 1914, das verhindern soll, dass einzelne Unternehmen einen Markt beherrschen. Es verbietet unter anderem Übernahmen, die den Wettbewerb spürbar schwächen — und wird heute häufig gegen große Technologiekonzerne ins Feld geführt.

  • Clean Room

    Ein Clean Room ist ein Arbeitsverfahren, bei dem ein Team etwas nachbaut, ohne den Originalcode oder die Originalunterlagen je gesehen zu haben. So lässt sich beweisen, dass nichts abgeschrieben wurde – ein wichtiger Schutz vor Urheberrechtsklagen.

  • Clean Room Design

    Clean Room Design ist ein Arbeitsverfahren, bei dem ein Team ein fremdes Produkt nachbaut, ohne dessen Originalunterlagen je gesehen zu haben. Es dient dazu, den Vorwurf des Abschreibens vor Gericht entkräften zu können.

  • Clean-Room-Reimplementation

    Bei einer Clean-Room-Reimplementation baut ein Team eine Software neu, ohne den ursprünglichen Programmtext je gesehen zu haben. Es arbeitet nur mit einer Beschreibung dessen, was das Programm tun soll — so soll bewiesen werden, dass nichts abgeschrieben wurde.

  • CLI

    CLI steht für Command Line Interface, also eine Bedienung des Computers über eingetippte Textbefehle statt über Fenster und Mausklicks. Programmierer nutzen sie täglich, weil sich getippte Befehle exakt wiederholen, speichern und automatisieren lassen.

  • Click-Through-Rate

    Die Click-Through-Rate misst, wie viele Menschen auf etwas klicken, das ihnen angezeigt wurde. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Online-Werbegeschäft und steuert indirekt, was uns Empfehlungssysteme überhaupt vorsetzen.

  • Client-Side Encryption

    Client-Side Encryption bedeutet: Daten werden schon auf dem eigenen Gerät unlesbar gemacht und erst danach zu einem Anbieter im Internet geschickt. Der Anbieter speichert nur den unlesbaren Datensalat und besitzt den Schlüssel nicht.

  • Client-Timeout

    Ein Client-Timeout ist eine Zeitgrenze, die ein anfragendes Programm selbst setzt: Kommt innerhalb dieser Frist keine Antwort vom Server, bricht es die Anfrage ab. Der Server rechnet dabei oft noch weiter — er merkt vom Abbruch zunächst nichts.

  • Clipper Chip

    Der Clipper Chip war ein von der US-Regierung 1993 vorgestellter Verschlüsselungsbaustein für Telefone, der Gespräche geheim halten sollte – aber mit einem eingebauten Zweitschlüssel für Behörden. Nach massiver Kritik von Fachleuten und Bürgerrechtlern scheiterte das Projekt 1996, es gilt bis heute als Musterbeispiel für die Debatte um staatliche Hintertüren.

  • Closed Loop (Werbeoptimierung)

    Closed Loop bezeichnet in der Werbung einen geschlossenen Kreislauf: Eine Anzeige wird ausgespielt, die Reaktion der Nutzer wird gemessen, und das Ergebnis fließt sofort zurück in die Entscheidung, wem als Nächstes welche Anzeige gezeigt wird. Weil die Rückmeldung automatisch weiterverarbeitet wird, verbessert sich das System laufend selbst.

  • Closed Source

    Closed Source bedeutet, dass ein Unternehmen die Bauanleitung seines Programms geheim hält. Nutzer dürfen das Programm verwenden, aber nicht hineinschauen, es nicht kopieren und nicht selbst verändern.

  • Closed-Loop-Kühlung

    Closed-Loop-Kühlung ist ein Kühlsystem, bei dem dieselbe Flüssigkeit immer im Kreis läuft und dabei Wärme von Computerchips wegtransportiert. Weil nichts verdampft und nichts abgelassen wird, verbraucht ein solcher Kreislauf fast kein Wasser – ein wichtiges Argument in der Debatte um den Wasserverbrauch von Rechenzentren.

  • Closed-Weight-Modell

    Ein Closed-Weight-Modell ist ein KI-Modell, dessen interne Zahlenwerte der Hersteller geheim hält. Man kann es benutzen, meist über das Internet, aber man bekommt es nie selbst in die Hand.

  • CLOUD Act

    Der CLOUD Act ist ein US-Gesetz von 2018. Es verpflichtet amerikanische Anbieter wie Microsoft, Google oder Amazon, Daten ihrer Kunden an US-Behörden herauszugeben — auch dann, wenn diese Daten auf Servern außerhalb der USA liegen.

  • Cloud Development Environment

    Ein Cloud Development Environment ist ein Arbeitsplatz für Programmierer, der nicht auf dem eigenen Laptop läuft, sondern auf einem fremden Rechner im Internet. Man bedient ihn über den Browser, während die eigentliche Arbeit auf einem Server in einem Rechenzentrum passiert.

  • Cloud Run

    Cloud Run ist ein Dienst von Google, auf dem Programme laufen, ohne dass man selbst einen Server einrichten muss. Der Dienst startet das Programm automatisch, wenn eine Anfrage kommt, und schaltet es wieder ab, wenn nichts zu tun ist.

  • Cloud Summit

    Ein Cloud Summit ist eine Fachkonferenz, auf der Anbieter von Rechenleistung aus dem Internet ihre Neuheiten vorstellen. Solche Veranstaltungen sind heute vor allem Bühnen für Ankündigungen rund um künstliche Intelligenz und werden entsprechend genau von Kunden, Journalisten und Anlegern verfolgt.

  • Cloud-Backlog

    Das Cloud-Backlog ist die Summe aller Beträge, die Kunden einem Cloud-Anbieter vertraglich zugesagt haben, aber noch nicht bezahlt bekommen hat, weil die Leistung erst in der Zukunft erbracht wird. Anleger lesen die Zahl als Vorschau darauf, wie stark der Umsatz in den kommenden Quartalen wachsen dürfte.

  • Cloud-Bereitstellung

    Cloud-Bereitstellung heißt: Ein Programm läuft nicht auf dem eigenen Computer, sondern auf gemieteten Rechnern in einem großen Rechenzentrum, erreichbar über das Internet. Bei KI-Diensten ist das der Normalfall, weil die nötige Rechenleistung für einzelne Nutzer viel zu teuer wäre.

  • Cloud-Labor

    Ein Cloud-Labor ist ein echtes Forschungslabor, in dem Roboter die Experimente ausführen und Forscher ihre Versuche über das Internet in Auftrag geben. Statt selbst am Labortisch zu stehen, schickt man eine Versuchsanweisung als Datei und erhält die Messergebnisse zurück.

  • Cloud-Region

    Eine Cloud-Region ist ein geografisches Gebiet, in dem ein Anbieter wie Amazon, Microsoft oder Google mehrere Rechenzentren betreibt. Kunden wählen die Region aus und legen damit fest, wo ihre Daten physisch liegen und wie schnell ihre Anwendungen antworten.

  • Cloudflare Workers

    Cloudflare Workers ist ein Dienst, mit dem Entwickler kleine Programme direkt in den weltweit verteilten Rechenzentren der Firma Cloudflare laufen lassen. Der Code startet dort, wo der Besucher gerade ist, und antwortet deshalb sehr schnell.

  • Cluster (Rechencluster)

    Ein Rechencluster ist eine Gruppe vieler einzelner Computer, die über ein schnelles Netzwerk verbunden sind und gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten. Für das Training großer KI-Modelle sind solche Verbünde die Grundlage, weil ein einzelner Rechner dafür viel zu langsam wäre.

  • CMS

    Ein CMS ist eine Software, mit der man Texte, Bilder und Videos auf einer Website veröffentlicht, ohne den Programmcode der Seite anzufassen. Bekannte Beispiele sind WordPress, Typo3 und Shopify.

  • Co-Design

    Co-Design bedeutet, dass zwei Dinge, die später zusammenarbeiten müssen, auch gemeinsam entworfen werden – in der Technik meist ein Chip und die Software, die darauf läuft. Statt nacheinander zu entwickeln, passt man beide Seiten von Anfang an aufeinander an.

  • Co-Evolution

    Co-Evolution bezeichnet die Entwicklung zweier Seiten, die sich gegenseitig antreiben: Jede Veränderung der einen Seite verändert die Bedingungen für die andere. In der Technikwelt beschreibt der Begriff etwa, wie sich KI-Systeme und ihre Nutzer, Angreifer und Abwehr oder Software und Hardware wechselseitig hochschaukeln.

  • Co-Intelligence

    Co-Intelligence beschreibt die Zusammenarbeit von Mensch und KI-Programm als Team, in dem beide Seiten unterschiedliche Stärken einbringen. Der Begriff wurde vom Wirtschaftsprofessor Ethan Mollick geprägt und dient heute als Leitbild dafür, wie Menschen KI im Beruf sinnvoll einsetzen.

  • CO2-Neutralität

    CO2-Neutralität bedeutet, dass ein Unternehmen oder ein Land unterm Strich kein Kohlendioxid mehr in die Luft abgibt. Ausgestoßene Mengen werden entweder vermieden oder an anderer Stelle wieder aus der Atmosphäre entfernt.

  • COBOL

    COBOL ist eine Programmiersprache aus dem Jahr 1959, die für Buchhaltung, Gehaltsabrechnung und Bankgeschäfte entworfen wurde. Sie gilt als veraltet, läuft aber bis heute in Banken, Versicherungen und Behörden und verwaltet dort täglich enorme Geldbeträge.

  • Cobra-Effekt

    Der Cobra-Effekt beschreibt eine Maßnahme, die genau das Gegenteil ihres Ziels bewirkt, weil Menschen oder Maschinen die Vorgabe auf unerwartete Weise ausnutzen. In der KI-Debatte steht der Begriff für Systeme, die ihre Zielvorgabe perfekt erfüllen und trotzdem etwas Unerwünschtes tun.

  • Code Arena

    Code Arena bezeichnet eine Online-Plattform, auf der verschiedene KI-Systeme dieselbe Programmieraufgabe lösen und Menschen anschließend die bessere Lösung auswählen. Aus vielen solcher Duelle entsteht eine Rangliste, die zeigt, welches System beim Programmieren am meisten überzeugt.

  • Code Churn

    Code Churn misst, wie viel neu geschriebener Programmtext kurz nach seiner Entstehung wieder geändert oder gelöscht wird. Die Kennzahl gilt als Hinweis darauf, wie ausgereift eine Software und wie klar die Anforderungen an sie sind.

  • Code Graph

    Ein Code Graph ist eine Landkarte eines Softwareprojekts: Bausteine des Programms sind Punkte, ihre Beziehungen zueinander sind Verbindungslinien. Entwicklungswerkzeuge und KI-Assistenten nutzen ihn, um in großen Projekten zu finden, was zusammenhängt.

  • Code of Practice

    Ein Code of Practice ist eine freiwillige Sammlung von Regeln, mit der eine Branche zeigt, wie sie gesetzliche Vorgaben in der Praxis umsetzt. In der KI-Welt bezeichnet der Begriff vor allem den Leitfaden, den die Europäische Union mit großen KI-Anbietern für den Umgang mit ihren Modellen ausgehandelt hat.

  • Code Review

    Ein Code Review ist die Prüfung neuer Programmzeilen durch andere Personen, bevor diese Änderung Teil des fertigen Produkts wird. Es ist in der Softwareentwicklung der wichtigste Filter gegen Fehler, unnötige Komplexität und Sicherheitslücken.

  • Code-Diff

    Ein Code-Diff ist eine Gegenüberstellung, die zeigt, welche Zeilen einer Datei sich zwischen zwei Ständen geändert haben. Entwicklerinnen und Entwickler prüfen damit Änderungen, und KI-Assistenten schlagen ihre Vorschläge oft genau in dieser Form vor.

  • Code-Hosting

    Code-Hosting bezeichnet Onlinedienste, auf denen Programmierer den Text ihrer Programme speichern, gemeinsam bearbeiten und veröffentlichen. Die bekannteste Plattform dafür ist GitHub, das Microsoft 2018 für rund 7,5 Milliarden US-Dollar gekauft hat.

  • Codeausführung

    Codeausführung bedeutet, dass ein KI-System selbst geschriebene Programmzeilen wirklich laufen lässt und das Ergebnis abliest, statt eine Antwort nur zu formulieren. Damit werden Rechnungen, Tabellen und Diagramme zuverlässiger — der ausgeführte Code kann aber auch gefährlich sein, wenn er nicht abgeschottet läuft.

  • Codebase

    Die Codebase ist die Gesamtheit aller Textdateien, aus denen ein Programm besteht. Sie ist das eigentliche Arbeitsmaterial von Softwareentwicklern und wächst bei großen Produkten auf Millionen Zeilen an.

  • Codebasis

    Die Codebasis ist die Gesamtheit aller Textdateien, aus denen ein Programm gebaut wird. Sie ist das eigentliche Arbeitsmaterial von Software-Entwicklern und wächst bei großen Produkten auf Millionen von Zeilen an.

  • CodeMender

    CodeMender ist ein von Google DeepMind vorgestelltes KI-System, das Sicherheitslücken in Programmcode selbstständig findet und Korrekturvorschläge dafür schreibt. Die fertigen Vorschläge gehen anschließend zur Prüfung an menschliche Entwickler.

  • Codex

    Codex ist der Name, den OpenAI seinen Systemen zum Schreiben von Programmcode gibt. Aus einer Beschreibung in normaler Sprache erzeugt Codex fertigen Code, testet ihn und schlägt Änderungen an bestehenden Projekten vor.

  • Codex-Agenten

    Codex-Agenten sind Programme, die Software selbstständig schreiben und ändern: Man beschreibt eine Aufgabe in normaler Sprache, der Agent bearbeitet daraufhin echte Projektdateien und testet seine eigene Arbeit. Der Name stammt von OpenAIs Codex-System, wird heute aber oft allgemein für Programmierassistenten mit dieser Arbeitsweise verwendet.

  • Codex-App

    Die Codex-App ist ein Programm von OpenAI, das Programmieraufgaben selbstständig erledigt: Man beschreibt in normaler Sprache, was der Computer tun soll, und die App schreibt und testet den nötigen Programmtext. Sie steht als eigene Anwendung, als Kommandozeilenwerkzeug und als Dienst im Browser bereit.

  • Coding Agent Index

    Ein Coding Agent Index ist ein durchsuchbares Verzeichnis über den gesamten Programmcode eines Projekts, das ein KI-Assistent anlegt, bevor er beim Programmieren hilft. Es sorgt dafür, dass der Assistent die passenden Dateien findet, ohne jedes Mal Millionen Zeilen Code lesen zu müssen.

  • Coding-Agent

    Ein Coding-Agent ist ein KI-Programm, das Software nicht nur zeilenweise vorschlägt, sondern eine Aufgabe selbstständig in mehreren Schritten bearbeitet: Dateien lesen, Code ändern, Tests starten, Fehler korrigieren. Der Mensch beschreibt das Ziel und prüft am Ende das Ergebnis.

  • Coding-Benchmark

    Ein Coding-Benchmark ist ein standardisierter Test, mit dem geprüft wird, wie gut ein KI-System Programmieraufgaben löst. Die geschriebenen Programme werden automatisch ausgeführt und mit vorgegebenen Prüfungen verglichen, sodass eine Prozentzahl herauskommt.

  • Coding-Harness

    Ein Coding-Harness ist das Programm, das ein KI-Sprachmodell mit einem echten Computer verbindet: Es reicht Dateien an das Modell weiter, führt dessen Befehle aus und meldet die Ergebnisse zurück. Erst dadurch wird aus einem Textvorschlag ein Werkzeug, das Software tatsächlich verändern und testen kann.

  • Cognitive Load

    Cognitive Load bezeichnet die Menge an Information, die ein Mensch in einem Moment gleichzeitig im Kopf behalten und verarbeiten muss. Weil dieser Arbeitsspeicher im Gehirn sehr klein ist, entscheidet die Belastung darüber, ob wir etwas verstehen oder überfordert abbrechen.

  • Cognitive Offloading

    Cognitive Offloading bezeichnet das Auslagern von Denkarbeit an Hilfsmittel außerhalb des eigenen Kopfes – etwa an einen Notizzettel, ein Navigationsgerät oder einen KI-Chatbot. Der Begriff stammt aus der Psychologie und wird heute vor allem in der Debatte über den Einfluss von KI-Werkzeugen auf das Denken benutzt.

  • Cognitive Surrender

    Cognitive Surrender beschreibt, dass Menschen das eigene Nachdenken an Computerprogramme abgeben und deren Antworten kaum noch prüfen. Der Begriff wird vor allem dort benutzt, wo Chatprogramme im Alltag Entscheidungen vorformulieren.

  • COGS (Cost of Goods Sold)

    COGS steht für „Cost of Goods Sold“ und bezeichnet die Kosten, die direkt entstehen, weil ein Produkt verkauft oder ein Dienst erbracht wird. Bei KI-Unternehmen zählen dazu vor allem die Rechenkosten in Rechenzentren, weshalb COGS zur wichtigsten Kennzahl für die Frage geworden ist, ob KI-Geschäfte profitabel sein können.

  • Cohen's Kappa

    Cohen's Kappa ist eine Kennzahl dafür, wie stark zwei Personen bei derselben Beurteilungsaufgabe übereinstimmen. Anders als eine einfache Prozentzahl rechnet sie heraus, wie viel Übereinstimmung schon durch Zufall entstehen würde.

  • Cold Start

    Cold Start bezeichnet die Situation, in der ein System noch keine Daten oder Erfahrungen hat und deshalb schlecht arbeitet. Der Begriff wird vor allem für Empfehlungssysteme benutzt, taucht aber auch bei Servern und Sprachassistenten auf.

  • Cold Wallet

    Eine Cold Wallet ist eine Aufbewahrung für Kryptowährungen, deren geheimer Zugangsschlüssel dauerhaft ohne Internetverbindung bleibt. Dadurch können Angreifer aus dem Netz ihn nicht stehlen, dafür ist das Bezahlen unbequemer.

  • Colocation

    Colocation heißt: Ein Unternehmen stellt seine eigenen Computer in ein fremdes Gebäude, das dafür gebaut ist – mit Strom, Kühlung, Internetanschluss und Bewachung. Die Geräte gehören der Firma, das Haus und die Versorgung gehören dem Anbieter.

  • Colossus

    Colossus ist der Name des riesigen Rechenzentrums, das die Firma xAI von Elon Musk in Memphis betreibt. Dort stehen hunderttausende Spezialchips, mit denen die KI-Modelle der Grok-Reihe trainiert werden.

  • Colossus-2-Cluster

    Colossus 2 ist die zweite große Rechenanlage des KI-Unternehmens xAI in Memphis, Tennessee, in der hunderttausende Spezialchips gemeinsam an einem einzigen KI-Modell rechnen. Die Anlage gilt als eines der größten Trainingsrechenzentren der Welt und steht zugleich für den enormen Strom- und Kapitalbedarf der aktuellen KI-Entwicklung.

  • Command and Control

    Command and Control bezeichnet die Fernsteuerung von Computern, die ein Angreifer heimlich übernommen hat. Über einen zentralen Server schickt er Befehle an die infizierten Geräte und holt sich Daten zurück.

  • Command Injection

    Command Injection ist eine Sicherheitslücke, bei der ein Angreifer über ein normales Eingabefeld eigene Systembefehle auf einem fremden Computer ausführen lässt. Die Ursache ist fast immer, dass ein Programm Benutzereingaben ungeprüft an das Betriebssystem weiterreicht.

  • Command Line Interface (CLI)

    Ein Command Line Interface ist eine Bedienoberfläche, bei der man Befehle als Text eintippt statt auf Symbole zu klicken. Es gilt als altmodisch, ist aber in der Softwareentwicklung und beim Betrieb von KI-Systemen bis heute das wichtigste Werkzeug.

  • Command Validation

    Command Validation bezeichnet die Prüfung eines Befehls, bevor ein Computer ihn ausführt. Sie sorgt dafür, dass nur erlaubte und sinnvolle Anweisungen durchgelassen werden — besonders wichtig, wenn KI-Programme selbstständig Befehle erzeugen.

  • Command-and-Control-Server

    Ein Command-and-Control-Server ist der Rechner, von dem Angreifer aus ihre Schadprogramme auf fremden Geräten steuern. Über ihn schicken sie Befehle und holen gestohlene Daten ab — und genau darum ist er das beliebteste Ziel von Ermittlern.

  • Command-Line Interface

    Ein Command-Line Interface ist eine Art, einen Computer zu bedienen: Man tippt Befehle als Text ein, statt mit der Maus auf Symbole zu klicken. Es gilt als altmodisch, ist aber in der Software- und KI-Entwicklung bis heute das wichtigste Werkzeug.

  • Commit

    Ein Commit ist ein gespeicherter Zwischenstand eines Software-Projekts, zusammen mit einer kurzen Notiz, was geändert wurde. Alle Commits hintereinander ergeben die vollständige Entwicklungsgeschichte eines Programms.

  • Commit-Hook

    Ein Commit-Hook ist ein kleines Programm, das automatisch startet, sobald jemand eine Änderung am Programmcode abspeichert. Es prüft die Änderung und kann das Speichern abbrechen, wenn etwas nicht stimmt.

  • Commoditization

    Commoditization beschreibt, wie ein Produkt vom besonderen Angebot zur austauschbaren Massenware wird. Wenn viele Anbieter fast dasselbe liefern, entscheidet nur noch der Preis — in der KI-Branche gilt das inzwischen für viele Sprachmodelle.

  • Commodity

    Eine Commodity ist ein Produkt, das überall praktisch gleich ist, sodass fast nur noch der Preis über den Kauf entscheidet. In der Tech- und KI-Branche ist es das Schlagwort dafür, dass eine einst besondere Technologie zur beliebig austauschbaren Massenware wird.

  • Commodity Hedging

    Commodity Hedging bezeichnet die Absicherung gegen schwankende Rohstoffpreise. Unternehmen legen dabei über Verträge den Preis für Öl, Kupfer oder Weizen im Voraus fest, um später nicht von teuren Überraschungen getroffen zu werden.

  • Community Notes

    Community Notes sind kurze Zusatzhinweise, die Nutzer selbst unter irreführende Beiträge in sozialen Netzwerken schreiben. Ein Hinweis wird nur öffentlich sichtbar, wenn ihn Menschen mit sonst gegensätzlichen Ansichten gemeinsam hilfreich finden.

  • Compaction

    Compaction bezeichnet das Zusammenfassen und Aufräumen von angesammelten Daten, damit ein System nicht an seiner eigenen Datenmenge erstickt. Der Begriff kommt aus der Datenbanktechnik und taucht heute vor allem bei KI-Assistenten auf, die lange Gespräche eindampfen müssen.

  • Compaction Summary

    Ein Compaction Summary ist eine automatisch erzeugte Kurzfassung eines langen Gesprächs mit einem KI-Assistenten. Sie ersetzt den älteren Gesprächsverlauf, sobald dieser zu lang wird, damit die KI weiterarbeiten kann, ohne den Faden völlig zu verlieren.

  • Companion AI

    Companion AI bezeichnet Programme, die sich als dauerhafte Gesprächspartner ausgeben und eine persönliche Beziehung zum Nutzer simulieren. Sie merken sich Vorlieben und frühere Gespräche, haben oft einen Namen und einen Charakter – und sind für viele Anbieter ein Abo-Geschäft.

  • Compiler

    Ein Compiler ist ein Programm, das von Menschen geschriebenen Programmcode in die Befehlssprache eines Computers übersetzt. Ohne diese Übersetzung könnte ein Prozessor mit Anweisungen wie "if" oder "print" nichts anfangen.

  • Compliance Checker

    Ein Compliance Checker ist ein Programm, das automatisch prüft, ob ein Text, eine Software oder ein Geschäftsvorgang die geltenden Regeln einhält. Es ersetzt Menschen nicht, sondern findet Verstöße schneller und meldet sie zur Kontrolle.

  • Compliance-Agent

    Ein Compliance-Agent ist ein Computerprogramm mit künstlicher Intelligenz, das selbstständig prüft, ob ein Unternehmen sich an Gesetze und interne Regeln hält. Es liest Dokumente, kontrolliert Vorgänge und meldet Auffälligkeiten an Menschen, die dann entscheiden.

  • Compliance-Infrastruktur

    Compliance-Infrastruktur ist die Summe aus Software, Abläufen und Zuständigkeiten, mit der ein Unternehmen nachweist, dass es sich an Gesetze und eigene Regeln hält. Bei KI-Produkten gehören dazu etwa Protokolle über Trainingsdaten, Prüfungen von Ausgaben und dokumentierte Freigaben.

  • Compliance-Nachweis

    Ein Compliance-Nachweis ist die dokumentierte Belegführung, dass ein Unternehmen bestimmte Regeln tatsächlich einhält. Bei KI-Systemen gehören dazu etwa Unterlagen über die verwendeten Trainingsdaten, über Tests und über die Aufsicht durch Menschen.

  • Composer

    Composer ist eine Funktion im Programmier-Editor Cursor, bei der eine KI auf Zuruf gleich mehrere Dateien eines Programms ändert. Statt einzelner Vorschläge liefert sie einen kompletten Umbau, den der Mensch anschließend prüft und annimmt oder verwirft.

  • Compositing

    Compositing bezeichnet das Zusammensetzen mehrerer Bildebenen zu einem einzigen, scheinbar echten Bild. Filme, Werbespots und heute auch KI-generierte Videos entstehen fast immer aus solchen übereinandergelegten Schichten.

  • Compound Engineering

    Compound Engineering ist eine Arbeitsweise in der Softwareentwicklung, bei der jede gelöste Aufgabe eine dauerhafte Spur hinterlässt: eine Notiz, eine Regel, einen automatischen Test. Ziel ist, dass Teams mit KI-Werkzeugen nicht nur schneller arbeiten, sondern von Woche zu Woche weniger dieselben Fehler wiederholen.

  • Compressed Sparse Attention

    Compressed Sparse Attention ist ein Rechenverfahren in Sprachmodellen, das lange Texte teils zusammenfasst und teils gezielt auswählt, statt jedes Wort mit jedem anderen zu vergleichen. Dadurch können Programme wie Chatbots sehr lange Eingaben verarbeiten, ohne dass der Rechenaufwand explodiert.

  • Compute

    Compute ist die Menge an Rechenarbeit, die für eine Aufgabe nötig ist – bei KI vor allem für das Lernen und das Antworten großer Modelle. In der Tech-Branche ist Compute zugleich eine Kostenstelle, ein knappes Gut und ein Machtfaktor.

  • Compute-Allokation

    Compute-Allokation bezeichnet die Entscheidung, wie viel Rechenleistung ein Unternehmen welchem Projekt zuteilt. Weil leistungsfähige Rechenchips knapp und teuer sind, ist diese Verteilung eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen in der KI-Branche.

  • Compute-Cluster

    Ein Compute-Cluster ist eine große Gruppe von Computern, die über schnelle Kabel verbunden sind und gemeinsam an einer einzigen Rechenaufgabe arbeiten. In der KI-Branche sind solche Cluster die Maschinen, auf denen große Sprachmodelle trainiert werden.

  • Compute-Disziplin

    Compute-Disziplin bezeichnet den bewussten, sparsamen Umgang eines Unternehmens mit teurer Rechenleistung für KI. Gemeint ist die Haltung, Rechenzeit wie ein knappes Budget zu behandeln, statt sie unbegrenzt einzusetzen.

  • Compute-Futures

    Compute-Futures sind Verträge, mit denen man Rechenleistung für einen späteren Zeitraum schon heute zu einem festen Preis kauft oder verkauft. Sie sollen Rechenzeit ähnlich handelbar machen wie Strom, Weizen oder Öl.

  • Computer Vision

    Computer Vision ist das Fachgebiet, in dem Computer lernen, den Inhalt von Bildern und Videos zu erkennen. Software wandelt dabei rohe Bildpunkte in eine Aussage um, etwa „hier steht ein Fußgänger".

  • Computer-Generated Imagery

    Computer-Generated Imagery, kurz CGI, bezeichnet Bilder und Bewegtbilder, die vollständig im Computer entstehen statt vor einer Kamera. Die Technik steckt hinter Kinofilmen, Videospielen, Werbespots und Produktbildern im Onlineshop.

  • Computer-Use-Agent

    Ein Computer-Use-Agent ist ein KI-Programm, das einen Computer so bedient wie ein Mensch: Es sieht den Bildschirm, bewegt den Mauszeiger und tippt auf der Tastatur. Statt nur Text zu schreiben, führt es Aufgaben in echten Programmen und Webseiten selbst aus.

  • Computing-Gutschein

    Ein Computing-Gutschein ist ein Guthaben, mit dem Forschungsgruppen, Start-ups oder Behörden Rechenzeit auf fremden Hochleistungsrechnern bezahlen können, statt sie mit Geld zu kaufen. Vergeben werden solche Gutscheine meist von Staaten, der EU oder von großen Cloud-Anbietern, um KI-Entwicklung gezielt zu fördern.

  • Conditional Branching

    Conditional Branching bedeutet, dass ein Programm an einer Stelle prüft, ob eine Bedingung zutrifft, und je nach Ergebnis unterschiedlich weiterarbeitet. Diese bedingte Verzweigung ist ein Grundbaustein jeder Software und steuert heute auch, welchen Weg ein KI-Assistent durch seine Arbeitsschritte nimmt.

  • Conditioning

    Conditioning bezeichnet die Technik, einem KI-Modell zusätzliche Vorgaben mitzugeben, an denen es sich beim Erzeugen einer Ausgabe orientieren muss. Ohne solche Vorgaben würde das Modell irgendetwas Passendes ausgeben, mit ihnen etwas Bestimmtes.

  • Confidence Score

    Ein Confidence Score ist eine Zahl, mit der ein Computerprogramm angibt, für wie sicher es sein eigenes Ergebnis hält. Er wird meist zwischen 0 und 1 oder in Prozent angegeben und entscheidet oft darüber, ob ein Mensch das Ergebnis noch einmal prüfen muss.

  • Confidential Computing

    Confidential Computing schützt Daten nicht nur bei der Speicherung und beim Transport, sondern auch während der Verarbeitung im Arbeitsspeicher. Ein abgeschotteter Bereich im Prozessor rechnet dabei so, dass selbst der Betreiber des Computers nicht hineinsehen kann.

  • Confidential Filing

    Ein Confidential Filing ist die vertrauliche Einreichung der Unterlagen für einen Börsengang bei der US-Börsenaufsicht. Das Unternehmen kann seine Zahlen vorab prüfen lassen, ohne dass Öffentlichkeit und Konkurrenz sie sofort zu sehen bekommen.

  • Conformal Prediction

    Conformal Prediction ist ein statistisches Verfahren, das eine Computervorhersage nicht als einzelnen Wert ausgibt, sondern als Menge oder Bereich möglicher Antworten. Diese Menge ist so gewählt, dass sie die richtige Antwort mit einer vorher festgelegten Häufigkeit enthält, zum Beispiel in 95 von 100 Fällen.

  • Conformance Suite

    Eine Conformance Suite ist eine feste Sammlung von Tests, mit der geprüft wird, ob ein Produkt eine technische Regel wirklich einhält. Besteht es alle Tests, gilt es offiziell als konform – oft ist das die Bedingung für ein Gütesiegel oder den Marktzugang.

  • Constitutional AI

    Constitutional AI ist ein Trainingsverfahren, bei dem ein KI-Textprogramm seine eigenen Antworten anhand einer schriftlich festgelegten Liste von Regeln kritisiert und verbessert. Statt tausender menschlicher Bewertungen liefert diese Regelliste den Maßstab dafür, was eine gute Antwort ist.

  • Constraints

    Constraints sind feste Bedingungen, die eine Lösung erfüllen muss, damit sie überhaupt zulässig ist. In der Informatik und in der KI grenzen sie den Raum möglicher Antworten ein, bevor überhaupt nach der besten Antwort gesucht wird.

  • Container

    Ein Container ist ein Paket, das ein Programm zusammen mit allen Hilfsdateien enthält, die es zum Laufen braucht. Dadurch verhält sich die Software auf jedem Computer gleich, egal ob auf dem Laptop des Entwicklers oder auf einem Server im Rechenzentrum.

  • Container-Pooling

    Container-Pooling bedeutet, dass ein Rechenzentrum ständig eine Reihe fertig vorbereiteter Arbeitsumgebungen bereithält, statt jede einzeln neu hochzufahren. Kommt eine Anfrage, bekommt sie sofort eine freie Umgebung aus diesem Vorrat und muss nicht auf den Start warten.

  • Container-Virtualisierung

    Container-Virtualisierung verpackt ein Programm zusammen mit allen Dateien, die es zum Laufen braucht, in ein abgeschlossenes Paket. Dieses Paket läuft auf jedem passenden Rechner gleich – vom Laptop des Entwicklers bis zum Server im Rechenzentrum.

  • Containerisierung

    Containerisierung ist eine Technik, bei der ein Programm zusammen mit allem, was es zum Laufen braucht, in ein abgeschlossenes Paket gesteckt wird. Dieses Paket läuft auf jedem passenden Computer gleich – auf dem Laptop des Entwicklers ebenso wie auf einem Server im Rechenzentrum.

  • Content Delivery Network

    Ein Content Delivery Network ist ein weltweites Netz aus Servern, das Webseiten, Videos und Dateien von einem Standort nahe beim Nutzer ausliefert. Dadurch laden Inhalte schneller, und der ursprüngliche Server wird entlastet.

  • Content Moderation

    Content Moderation ist die Kontrolle von Inhalten, die Nutzer auf einer Plattform hochladen. Menschen und Software prüfen dabei, ob ein Beitrag gegen Gesetze oder die Regeln der Plattform verstößt, und löschen ihn im Zweifel.

  • Content Supply Chain

    Die Content Supply Chain ist der komplette Weg eines Werbe- oder Marketinginhalts von der ersten Idee bis zur Ausspielung an das Publikum. Der Begriff überträgt das Denken aus der Fabriklogistik auf Texte, Bilder und Videos – und beschreibt heute vor allem, an welchen Stellen Software und KI diesen Ablauf beschleunigen.

  • Content-Management-System

    Ein Content-Management-System ist eine Software, mit der man Texte, Bilder und Videos einer Website verwalten und veröffentlichen kann, ohne selbst zu programmieren. Bekannte Beispiele sind WordPress, Shopify und TYPO3.

  • Context Bleed

    Context Bleed bezeichnet das ungewollte Durchsickern von Informationen aus einem früheren Teil eines Gesprächs in eine spätere, eigentlich unabhängige Antwort. Chatprogramme mit künstlicher Intelligenz vermischen dabei Themen, Rollen oder Nutzerdaten, die getrennt bleiben sollten.

  • Context Compaction

    Context Compaction ist ein Verfahren, bei dem ein Chatprogramm einen langen bisherigen Gesprächsverlauf zu einer kurzen Zusammenfassung eindampft, damit die Unterhaltung weitergehen kann. Es ist die übliche Antwort darauf, dass Sprachmodelle nur eine begrenzte Menge Text gleichzeitig verarbeiten können.

  • Context Engine

    Eine Context Engine ist ein Softwarebaustein, der einem KI-Assistenten vor jeder Antwort genau die passenden Informationen aus Dateien, Mails oder Datenbanken zusammenstellt. Sie entscheidet also nicht, was die KI antwortet, sondern was sie überhaupt weiß, während sie antwortet.

  • Context Engineering

    Context Engineering ist die Kunst, einem KI-Textsystem genau die Informationen mitzugeben, die es für eine gute Antwort braucht – nicht mehr und nicht weniger. Es entscheidet oft stärker über die Qualität einer Antwort als die Wahl des Systems selbst.

  • Context Machine

    Eine Context Machine ist ein System, das einem KI-Sprachmodell automatisch die passenden Informationen zusammenstellt, bevor es antwortet. Statt besserer Fragen liefert sie besseres Material: Dokumente, Notizen, Suchergebnisse und Werkzeugausgaben, sauber sortiert und auf das Wichtigste gekürzt.

  • Context Poisoning

    Context Poisoning bezeichnet einen Angriff, bei dem jemand einem KI-Chatbot heimlich manipulierte Texte unterschiebt, die dieser beim Antworten mitliest. Das Programm hält die versteckten Anweisungen für echte Informationen und handelt danach.

  • Context Rot

    Context Rot beschreibt den Effekt, dass Sprachmodelle mit sehr langen Eingaben schlechter arbeiten, obwohl der Text offiziell noch hineinpasst. Je mehr Material im Fenster liegt, desto häufiger werden Details überlesen, verwechselt oder ignoriert.

  • Context Window

    Das Context Window ist die Menge an Text, die ein KI-Sprachmodell gleichzeitig im Blick behalten kann. Alles darin fließt in die Antwort ein, alles außerhalb ist für das Modell nicht vorhanden.

  • Context-Switching

    Context-Switching bezeichnet den Wechsel zwischen zwei Aufgaben, bei dem der Stand der ersten Aufgabe gesichert und später wieder hergestellt wird. Der Begriff stammt aus der Informatik, wird aber auch für die Arbeitsweise von Menschen und für KI-Systeme benutzt.

  • Continual Learning

    Continual Learning bezeichnet Verfahren, mit denen ein Computerprogramm dauerhaft aus neuen Beispielen weiterlernt, ohne das bereits Gelernte zu verlieren. Das Problem dabei: Programme dieser Art überschreiben altes Wissen sehr leicht.

  • Continuous Batching

    Continuous Batching ist ein Verfahren, mit dem ein Server viele Anfragen an ein KI-Sprachmodell gleichzeitig bearbeitet und fertige Anfragen sofort durch neue ersetzt. Dadurch stehen die teuren Grafikchips seltener still, und Nutzer warten kürzer auf ihre Antwort.

  • Continuous Glucose Monitor

    Ein Continuous Glucose Monitor ist ein kleiner Sensor am Körper, der den Zuckergehalt im Gewebe rund um die Uhr misst und die Werte an ein Handy oder ein Lesegerät schickt. Er ersetzt für viele Menschen mit Diabetes das mehrfache Stechen in den Finger und liefert Datenreihen, die auch von Software und KI-Systemen ausgewertet werden.

  • Continuous Integration

    Continuous Integration, kurz CI, ist eine Arbeitsweise in der Softwareentwicklung: Jede Änderung am Programmcode wird sofort mit dem Stand des Teams zusammengeführt und automatisch getestet. So fallen Fehler innerhalb von Minuten auf und nicht erst Wochen später.

  • Control Plane

    Die Control Plane ist der steuernde Teil eines Computersystems: Sie entscheidet, wer was wann tun darf, führt aber die eigentliche Arbeit nicht selbst aus. Ausgeführt wird die Arbeit von der Data Plane, also der Ebene, die Daten tatsächlich verarbeitet und weiterleitet.

  • Controllable Effort

    Controllable Effort bezeichnet die Möglichkeit, bei einem KI-Modell einzustellen, wie viel Rechenaufwand es in eine einzelne Antwort steckt. Wenig Aufwand bedeutet schnelle und billige Antworten, viel Aufwand bedeutet gründlichere Ergebnisse bei höheren Kosten.

  • Controlled Evaluation

    Eine Controlled Evaluation ist ein Test unter absichtlich gleichgehaltenen Bedingungen: Man verändert genau eine Sache und misst, was sich dadurch am Ergebnis ändert. In der KI-Entwicklung dient das dazu, echte Verbesserungen von Zufall und Messfehlern zu unterscheiden.

  • Convolutional Neural Network

    Ein Convolutional Neural Network, kurz CNN, ist ein Rechenverfahren, das aus Bildern selbstständig Muster herausliest. Es prüft ein Bild in vielen kleinen Ausschnitten und setzt aus einfachen Formen nach und nach ganze Objekte zusammen.

  • Conway's Law

    Conway's Law besagt: Der Aufbau eines Produkts spiegelt den Aufbau der Organisation, die es gebaut hat. Wer in getrennten Teams arbeitet, die kaum miteinander reden, bekommt am Ende auch getrennte, schlecht zusammenpassende Produktteile.

  • Coordinator Agent

    Ein Coordinator Agent ist ein KI-Programm, das eine große Aufgabe in Teilaufgaben zerlegt und diese an andere Programme verteilt. Es arbeitet selbst kaum inhaltlich, sondern plant, delegiert und fügt die Ergebnisse am Ende zusammen.

  • Copyleft

    Copyleft ist eine Lizenzbedingung für Software und andere Werke: Man darf sie frei nutzen, verändern und weitergeben – aber nur unter denselben Bedingungen. So bleibt der Quelltext auch in allen späteren Versionen offen.

  • Copyright

    Copyright ist das Recht, darüber zu entscheiden, wer ein selbst geschaffenes Werk kopieren, veröffentlichen oder verändern darf. In der KI-Debatte ist es zentral, weil Modelle mit riesigen Mengen fremder Texte, Bilder und Musik trainiert werden.

  • Core Web Vitals

    Core Web Vitals sind drei Messwerte, mit denen Google bewertet, wie schnell und angenehm sich eine Webseite für Besucher anfühlt. Sie messen die Ladezeit des Hauptinhalts, die Reaktion auf Klicks und das ungewollte Verrutschen von Elementen.

  • Cornered Resource

    Eine Cornered Resource ist ein wertvoller Zugang, den ein Unternehmen exklusiv besitzt und den Wettbewerber nicht einfach nachbauen können — etwa ein Patent, ein Rohstoffvorkommen oder ein einzigartiges Datenarchiv. Der Begriff stammt aus der Strategieanalyse und wird derzeit oft benutzt, um zu erklären, warum manche KI-Anbieter kaum angreifbar sind.

  • Corporate Espionage

    Corporate Espionage bezeichnet das heimliche Ausspähen von Geschäftsgeheimnissen eines Unternehmens durch Konkurrenten oder staatliche Stellen. In der Technologiebranche geht es dabei heute vor allem um Forschungsdaten, Quellcode und die Baupläne von KI-Systemen.

  • Counter-Metric

    Eine Counter-Metric ist eine zweite Messgröße, die man mitverfolgt, um zu prüfen, ob die Verbesserung einer Hauptzahl an anderer Stelle Schaden anrichtet. Sie ist eine Art Warnlampe gegen Optimierung, die in die falsche Richtung läuft.

  • Covered List

    Eine Covered List ist ein Verzeichnis von Unternehmen oder Wertpapieren, die eine Bank, ein Analysehaus oder eine Aufsichtsbehörde regelmäßig beobachtet und für die besondere Regeln gelten. Der Begriff taucht vor allem in der Finanzanalyse und in Compliance-Vorschriften auf, wo festgelegt werden muss, welche Titel „abgedeckt“ sind.

  • Covert Influence Operation

    Eine Covert Influence Operation ist eine geplante Kampagne, die die öffentliche Meinung beeinflussen soll und dabei verschleiert, wer wirklich dahintersteckt. Seit KI-Werkzeuge Texte, Bilder und Stimmen in Sekunden erzeugen, lassen sich solche Kampagnen deutlich billiger und in größerem Umfang betreiben.

  • CPA-Optimierung

    CPA-Optimierung bezeichnet die automatische Steuerung von Online-Werbung mit dem Ziel, möglichst wenig Geld pro erreichter Kundenhandlung auszugeben – etwa pro Kauf oder Anmeldung. Ein Lernsystem der Werbeplattform entscheidet dafür bei jeder einzelnen Anzeigenauslieferung neu, wie viel geboten wird.

  • CPM

    CPM ist der Preis, den ein Werbetreibender für tausend Einblendungen seiner Anzeige zahlt. Die Kennzahl macht Werbeplätze auf unterschiedlichen Webseiten, Apps und Plattformen vergleichbar.

  • CPU

    Die CPU ist der Hauptprozessor eines Computers: der Baustein, der Rechenschritte nacheinander abarbeitet und den Rest des Geräts steuert. Sie ist extrem vielseitig, aber bei den massenhaft parallelen Rechnungen moderner KI unterlegen – dort übernehmen Grafikchips.

  • Crawl-Budget

    Das Crawl-Budget ist die Menge an Seiten, die eine Suchmaschine auf einer Website innerhalb einer bestimmten Zeit abruft. Es entscheidet mit darüber, wie schnell neue oder geänderte Inhalte überhaupt in der Suche auftauchen.

  • Crawl-to-Refer-Verhältnis

    Das Crawl-to-Refer-Verhältnis vergleicht, wie oft ein Programm eines Suchmaschinen- oder KI-Anbieters eine Website automatisch ausliest, mit der Zahl der Besucher, die dieser Anbieter im Gegenzug schickt. Es ist zur zentralen Kennzahl in der Debatte darüber geworden, ob KI-Anbieter Verlage fair behandeln.

  • Crawler

    Ein Crawler ist ein Programm, das selbstständig Webseiten aufruft, deren Inhalt speichert und den Links auf diesen Seiten weiter folgt. Suchmaschinen und KI-Firmen bauen damit riesige Sammlungen von Texten und Bildern auf.

  • Credentials

    Credentials sind die Nachweise, mit denen ein Mensch oder ein Programm sich gegenüber einem Computersystem ausweist – etwa Benutzername und Passwort oder ein digitaler Schlüssel. Wer sie in die Hände bekommt, kann sich als der rechtmäßige Nutzer ausgeben, weshalb gestohlene Credentials der häufigste Einstiegspunkt bei Hackerangriffen sind.

  • Credit Support

    Credit Support ist die Absicherung eines Geschäftspartners gegen das Risiko, dass die Gegenseite ihre Zahlungen nicht leistet. Üblich sind hinterlegte Sicherheiten wie Geld oder Staatsanleihen sowie Bürgschaften einer dritten Partei.

  • Credit-System

    Ein Credit-System ist eine Abrechnungsform, bei der man statt Geld eine interne Guthabenwährung kauft und diese Punkte beim Benutzen eines Dienstes verbraucht. Bei KI-Anbietern ist es die übliche Art, sehr unterschiedlich teure Aufgaben mit einem einzigen Preisschild zu verrechnen.

  • CRM

    CRM steht für Customer Relationship Management und bezeichnet Software, in der ein Unternehmen alles über seine Kunden und Interessenten sammelt. Jeder Anruf, jede E-Mail und jedes Angebot wird dort festgehalten, damit das Verkaufsteam den Überblick behält.

  • CRM Bench

    CRM Bench ist ein Test, der prüft, wie gut KI-Systeme typische Aufgaben in der Kundenverwaltung eines Unternehmens erledigen. Statt Wissensfragen zu stellen, lässt er die KI in einer nachgebauten Firmendatenbank arbeiten und misst, ob das Ergebnis stimmt.

  • Cron

    Cron ist ein Dienst auf Servern, der Programme automatisch zu festgelegten Zeiten startet – etwa jede Nacht um drei Uhr. Die einzelnen Aufträge heißen Cronjobs und werden in einer Textdatei mit fünf Zeitangaben beschrieben.

  • Cron-Job

    Ein Cron-Job ist eine Aufgabe, die ein Computer automatisch zu festgelegten Zeiten ausführt, zum Beispiel jede Nacht um drei Uhr. Der Name stammt vom Programm „cron", das auf Servern seit Jahrzehnten solche Zeitpläne verwaltet.

  • Cross-Platform-Entwicklung

    Cross-Platform-Entwicklung bedeutet, eine App einmal zu programmieren und sie danach auf mehreren Systemen laufen zu lassen, etwa auf iPhones und Android-Handys. Das spart Zeit und Geld, kostet aber oft etwas Geschwindigkeit und Nähe zum jeweiligen Gerät.

  • Crossing Hurdles

    Crossing Hurdles bezeichnet das Überschreiten einer vorher festgelegten Mindestschwelle, ab der etwas als Erfolg gilt oder eine Zahlung ausgelöst wird. In der Finanzwelt ist das meist eine Mindestrendite, in der Technik eine Messlatte, die ein System erreichen muss.

  • Crowdsourcing

    Crowdsourcing bedeutet, eine Aufgabe nicht an einzelne Angestellte zu vergeben, sondern öffentlich an eine große Gruppe von Freiwilligen oder bezahlten Gelegenheitsarbeitern. Viele kleine Beiträge ergeben zusammen ein Ergebnis, das eine einzelne Firma allein kaum stemmen könnte.

  • CRT-Monitor

    Ein CRT-Monitor ist ein Bildschirm, der sein Bild mit einer großen Glasröhre erzeugt, in der ein Elektronenstrahl eine leuchtende Schicht anregt. Diese Technik dominierte Fernseher und Computerbildschirme bis etwa 2005 und wurde dann von Flachbildschirmen abgelöst.

  • CSS-Parser

    Ein CSS-Parser ist der Teil eines Browsers, der Gestaltungsanweisungen für Webseiten liest und in eine Form übersetzt, mit der das Programm rechnen kann. Erst danach weiß der Browser, welche Schrift, Farbe und Größe ein Element bekommen soll.

  • CSV

    CSV ist ein sehr einfaches Dateiformat für Tabellen: Jede Zeile ist eine Zeile der Tabelle, und Kommas trennen die einzelnen Felder. Weil fast jedes Programm CSV lesen kann, ist es der Standardweg, um Daten zwischen Systemen auszutauschen.

  • CTR

    Die CTR (Click-Through-Rate) misst, wie viele Menschen auf etwas klicken, das ihnen angezeigt wurde. Sie ist die wichtigste Kennzahl der Online-Werbung und der Trainingsmaßstab vieler Empfehlungssysteme.

  • CTSS

    CTSS war ein Steuerprogramm für Großrechner, das ab 1961 am MIT lief und mehreren Menschen erlaubte, denselben Computer gleichzeitig zu benutzen. Es gilt als erstes praktisch eingesetztes System dieser Art und prägte fast alles, was danach kam.

  • CUDA

    CUDA ist eine Software-Sammlung der Firma Nvidia, mit der Programmierer Grafikkarten für allgemeine Rechenaufgaben nutzen können. Weil fast alle KI-Programme darauf aufbauen, gilt CUDA als wichtigster Grund für Nvidias Vormachtstellung im KI-Geschäft.

  • CUDA-Kern

    Ein CUDA-Kern ist eine winzige Recheneinheit auf einer Nvidia-Grafikkarte, die einfache Rechenschritte ausführt. Weil eine Karte Tausende davon besitzt, kann sie sehr viele Rechnungen gleichzeitig erledigen – die Grundlage für Grafik und für das Training von KI-Modellen.

  • CUDA-Kerne

    CUDA-Kerne sind die vielen kleinen Rechenwerke einer Nvidia-Grafikkarte, die gleichzeitig arbeiten und dabei sehr einfache Rechenaufgaben abarbeiten. Genau diese Bauweise macht Grafikkarten zur bevorzugten Hardware für Spiele und für künstliche Intelligenz.

  • Cumulative Layout Shift

    Cumulative Layout Shift ist eine Messzahl dafür, wie stark Inhalte auf einer Internetseite beim Laden noch verrutschen. Je höher der Wert, desto unruhiger wirkt die Seite und desto eher klickt man versehentlich auf das Falsche.

  • curl

    curl ist ein kleines Programm, mit dem man über die Kommandozeile Daten aus dem Internet abruft oder hinschickt. Es ist das Standardwerkzeug, um Webadressen und Programmierschnittstellen ohne Browser zu testen.

  • Curriculum Learning

    Curriculum Learning ist eine Trainingsstrategie für KI-Systeme: Die Beispiele werden nicht zufällig gemischt, sondern in einer geplanten Reihenfolge gezeigt, meist von einfach nach schwer. Das Ziel ist ein Programm, das schneller lernt und am Ende zuverlässiger arbeitet.

  • Cursor

    Cursor ist ein Programm zum Schreiben von Software, in das eine Sprach-KI fest eingebaut ist. Entwickler beschreiben darin in normalem Deutsch oder Englisch, was ihr Programm tun soll, und die KI schlägt den passenden Programmtext vor.

  • Custom Agent

    Ein Custom Agent ist ein selbst eingerichtetes KI-Programm, das eine feste Aufgabe für eine bestimmte Person oder Firma erledigt. Es bekommt dafür eigene Anweisungen, eigene Daten und den Zugriff auf ausgewählte Werkzeuge wie Kalender, Datenbanken oder E-Mail.

  • Custom Chip

    Ein Custom Chip ist ein Rechenbaustein, den ein Unternehmen für eine einzige, genau bekannte Aufgabe entwerfen lässt statt einen fertigen Chip von der Stange zu kaufen. Weil er nichts anderes können muss, arbeitet er bei dieser Aufgabe schneller und sparsamer — dafür ist die Entwicklung teuer und langwierig.

  • Custom Code

    Custom Code ist selbst geschriebener Programmcode, den ein Unternehmen genau für seinen eigenen Zweck entwickelt, statt eine fertige Standardlösung zu kaufen. Er passt perfekt, verursacht aber dauerhaft Aufwand für Wartung und Pflege.

  • Custom Instructions

    Custom Instructions sind dauerhaft gespeicherte Vorgaben, die ein Nutzer einem KI-Chatbot einmal mitteilt und die danach automatisch für jedes Gespräch gelten. Sie legen zum Beispiel Sprache, Länge, Tonfall oder Hintergrundwissen über den Nutzer fest, ohne dass man das jedes Mal neu tippen muss.

  • Custom Silicon

    Custom Silicon bezeichnet Computerchips, die ein Unternehmen speziell für seine eigenen Aufgaben entwerfen lässt, statt Standardchips von der Stange zu kaufen. In der KI-Branche baut fast jeder große Konzern inzwischen solche eigenen Chips, um Kosten und Abhängigkeiten zu senken.

  • CVE

    CVE ist ein weltweit einheitliches Nummernsystem für bekannt gewordene Sicherheitslücken in Software. Jede Lücke bekommt eine eindeutige Kennung wie CVE-2024-3094, damit alle Beteiligten sicher über dasselbe Problem sprechen.

  • CVSS-Score

    Der CVSS-Score ist eine Zahl von 0 bis 10, die angibt, wie gefährlich eine Sicherheitslücke in einer Software ist. Er hilft Firmen zu entscheiden, welches Problem sie zuerst reparieren müssen.

  • CWE-642

    CWE-642 ist die Kennnummer einer bekannten Sicherheitslücken-Art in Software: Ein Programm speichert wichtige Zustandsdaten dort, wo Nutzer sie verändern können, und vertraut ihnen später blind. Typische Folge sind manipulierte Preise, gefälschte Nutzerrollen oder unbezahlte Bestellungen.

  • CWE-Bench

    CWE-Bench ist eine Sammlung von Testaufgaben, mit der man prüft, wie gut ein KI-System Sicherheitslücken in echtem Programmcode findet. Die Aufgaben stammen aus real dokumentierten Schwachstellen, deren Fehlerart nach dem Katalog CWE eingeordnet ist.

  • Cybench

    Cybench ist ein standardisierter Test, mit dem Forscher messen, wie gut KI-Systeme echte Hacking-Aufgaben lösen. Er besteht aus Wettbewerbsaufgaben aus der IT-Sicherheit, die das System selbstständig auf einem Übungsrechner bearbeiten muss.

  • Cyber Kill Chain

    Die Cyber Kill Chain ist ein Modell, das einen Angriff auf ein Computernetzwerk in sieben aufeinanderfolgende Schritte zerlegt. Wer diese Schritte kennt, kann einen Angriff unterbrechen, bevor er sein eigentliches Ziel erreicht.

  • Cyber Safety

    Cyber Safety bezeichnet den Schutz von Menschen vor Schäden, die durch die Nutzung digitaler Dienste entstehen – etwa Betrug, Belästigung oder gefährliche Inhalte. Anders als die technische Cybersicherheit geht es dabei nicht um Systeme, sondern um das Wohl der Nutzer.

  • Cyber-Evaluation

    Eine Cyber-Evaluation ist ein systematischer Test, mit dem geprüft wird, wie gut ein KI-System bei Angriffen auf Computersysteme helfen könnte. Die Ergebnisse entscheiden mit darüber, ob ein Modell veröffentlicht wird und welche Sperren es bekommt.

  • Cyber-Klassifikator

    Ein Cyber-Klassifikator ist ein Programm, das eingehende Texte oder Anfragen automatisch danach einsortiert, ob sie mit Angriffen auf Computer zu tun haben. Anbieter von KI-Systemen nutzen solche Sortierprogramme, um gefährliche Anfragen zu erkennen, bevor eine Antwort herausgeht.

  • Cyberdefender

    Ein Cyberdefender ist eine Person, die Computersysteme, Netzwerke und Daten eines Unternehmens gegen Angriffe aus dem Internet verteidigt. Der Begriff beschreibt die Gegenseite der Angreifer und umfasst Aufgaben wie Überwachen, Erkennen, Abwehren und Aufräumen.

  • CyberGym

    CyberGym ist ein Testverfahren, das prüft, wie gut KI-Programme echte Sicherheitslücken in Software finden. Statt Quizfragen bekommen die Programme echten Programmcode aus bekannten Open-Source-Projekten vorgelegt und sollen darin Fehler nachweisen.

  • Cybersecurity Clearinghouse

    Ein Cybersecurity Clearinghouse ist eine zentrale Stelle, an der Unternehmen und Behörden Informationen über Angriffe im Internet und über Sicherheitslücken zusammentragen und untereinander weitergeben. Ziel ist, dass alle Beteiligten schneller von einer Gefahr erfahren, als wenn jeder nur seine eigenen Vorfälle kennt.

D

  • D-Band

    Das D-Band ist ein Funkfrequenzbereich von etwa 110 bis 170 Gigahertz. Er bietet enorm viel Platz für schnelle Datenübertragung, hat aber nur eine sehr geringe Reichweite und gilt als Kandidat für künftige Mobilfunkgenerationen.

  • Daemon

    Ein Daemon ist ein Programm, das dauerhaft im Hintergrund eines Computers läuft und auf Aufgaben wartet, ohne dass ein Fenster oder eine Bedienoberfläche sichtbar ist. Webserver, Druckwarteschlangen und automatische Updates werden typischerweise von solchen Programmen erledigt.

  • Daily Driver (Modellnutzung)

    Als Daily Driver bezeichnet man das KI-Modell, das jemand im Alltag standardmäßig benutzt, ohne lange zu überlegen. Es ist selten das stärkste verfügbare Modell, sondern das mit dem besten Verhältnis aus Qualität, Tempo und Preis.

  • Dark Compute

    Dark Compute bezeichnet Rechenleistung in Rechenzentren, die zwar eingebaut und bezahlt ist, aber nicht genutzt wird. Der Begriff ist wichtig geworden, weil Unternehmen Milliarden in Chips für künstliche Intelligenz stecken und ein Teil davon ungenutzt bleibt.

  • Dark Factory

    Eine Dark Factory ist eine Fabrik, die vollständig ohne Menschen in der Produktion läuft: Maschinen und Roboter erledigen alle Arbeitsschritte selbst. Der Name kommt daher, dass in einer solchen Halle nicht einmal Licht nötig wäre, weil niemand dort etwas sehen muss.

  • Dark Fiber

    Dark Fiber sind verlegte Glasfaserkabel, durch die noch kein Licht geschickt wird und die deshalb ungenutzt im Boden liegen. Firmen mieten solche Fasern und betreiben sie mit eigener Technik, statt Datenleitungen von einem Netzbetreiber zu kaufen.

  • Dark Output

    Dark Output bezeichnet Texte, Bilder oder Code, die eine KI erzeugt hat, die aber niemand mehr liest oder prüft. Solche Inhalte sammeln sich in Firmen und im Netz an und verursachen Kosten und Risiken, ohne einen Nutzen zu bringen.

  • Dark Patterns

    Dark Patterns sind Gestaltungstricks in Apps und auf Webseiten, die Nutzer zu Entscheidungen drängen, die sie eigentlich nicht treffen wollten. Typische Beispiele sind versteckte Kündigungsbuttons, vorausgewählte Zusatzkosten oder künstlicher Zeitdruck beim Kauf.

  • Dartmouth Summer Workshop

    Der Dartmouth Summer Workshop war ein Forschertreffen im Sommer 1956 am Dartmouth College in den USA. Dort wurde der Begriff „Künstliche Intelligenz" zum ersten Mal öffentlich verwendet, weshalb das Treffen als Geburtsstunde des Fachgebiets gilt.

  • Data Clean Room

    Ein Data Clean Room ist ein abgeschotteter Bereich, in dem zwei Unternehmen ihre Kundendaten zusammenführen, ohne dass eine Seite die Daten der anderen zu sehen bekommt. Erlaubt sind nur vorher festgelegte Auswertungen, herauskommen dürfen nur zusammengefasste Ergebnisse.

  • Data Governance

    Data Governance ist die Gesamtheit der Regeln, Zuständigkeiten und Kontrollen, mit denen ein Unternehmen seine Daten ordnet. Sie legt fest, wer welche Daten sehen, ändern und weitergeben darf und wer für ihre Richtigkeit geradesteht.

  • Data Loader

    Ein Data Loader ist das Programmstück, das Trainingsdaten von der Festplatte holt, portionsweise aufbereitet und an ein lernendes Programm weiterreicht. Er entscheidet mit darüber, ob teure Rechenchips ausgelastet sind oder unnötig warten.

  • Data Loss Prevention

    Data Loss Prevention bezeichnet Technik und Regeln, die verhindern sollen, dass vertrauliche Daten ein Unternehmen unbemerkt verlassen. Software prüft dabei Mails, Uploads und Dateikopien und blockiert oder meldet alles, was nicht nach außen gehört.

  • Data Pipeline

    Eine Data Pipeline ist eine festgelegte Kette von Arbeitsschritten, die Daten automatisch von ihrem Entstehungsort zu ihrem Verwendungsort transportiert und dabei aufräumt. Ohne solche Ketten hätten Unternehmen Daten, aber keine brauchbaren Zahlen und keine KI-Modelle.

  • Data Poisoning

    Data Poisoning bezeichnet Angriffe, bei denen jemand absichtlich falsche oder manipulierte Beispiele in die Lernmaterialien einer KI schmuggelt. Das Programm lernt daraus die gewünschten Fehler und verhält sich später so, wie es der Angreifer geplant hat.

  • Data Residency

    Data Residency bezeichnet die Frage, in welchem Land die Daten eines Unternehmens oder einer Behörde physisch gespeichert werden. Viele Gesetze und Verträge schreiben vor, dass bestimmte Daten das eigene Land oder die EU nicht verlassen dürfen.

  • Data Warehouse

    Ein Data Warehouse ist ein zentraler Speicher, in dem ein Unternehmen Daten aus vielen einzelnen Systemen sammelt und einheitlich ordnet. Er ist nicht für das Tagesgeschäft gedacht, sondern für Auswertungen: Berichte, Kennzahlen und Analysen über lange Zeiträume.

  • Database Branching

    Database Branching bedeutet, von einer laufenden Datenbank in Sekunden eine eigenständige Kopie zu erzeugen, in der man gefahrlos experimentieren kann. Die Kopie belegt zunächst kaum Speicherplatz, weil sie sich die vorhandenen Daten mit dem Original teilt.

  • Daten-Flywheel

    Ein Daten-Flywheel beschreibt einen sich selbst verstärkenden Kreislauf: Ein Produkt wird genutzt, dabei entstehen Daten, mit diesen Daten wird das Produkt besser, und das zieht noch mehr Nutzer an. Der Begriff erklärt, warum große Anbieter im KI-Markt ihren Vorsprung oft ausbauen statt verlieren.

  • Datenbankmigration

    Eine Datenbankmigration ist der geplante Umzug gespeicherter Daten von einem Ablagesystem in ein anderes oder die Änderung ihrer inneren Struktur. Sie gilt als eines der riskantesten Vorhaben in der IT, weil dabei der wertvollste Besitz eines Unternehmens bewegt wird: seine Daten.

  • Datenexfiltration durch Modelle

    Datenexfiltration durch Modelle bezeichnet das ungewollte Abfließen vertraulicher Informationen über ein KI-System — etwa wenn ein Chatbot Firmengeheimnisse ausplaudert oder Angreifer ihn dazu bringen, Daten nach außen zu senden. Sie ist eines der zentralen Sicherheitsrisiken beim Einsatz von KI in Unternehmen.

  • Datengraben

    Ein Datengraben ist ein Vorsprung, den ein Unternehmen hat, weil es über Daten verfügt, die Konkurrenten nicht einfach beschaffen können. Das Bild stammt vom Wassergraben einer Burg: Er hält Angreifer auf Abstand.

  • Datenknappheit

    Datenknappheit bezeichnet den Zustand, dass für das Trainieren einer KI nicht mehr genug geeignete Texte, Bilder oder Messwerte verfügbar sind. Sie gilt als eine der zentralen Grenzen für den weiteren Fortschritt großer KI-Systeme.

  • Datenlokalisierung

    Datenlokalisierung bedeutet, dass ein Staat vorschreibt, digitale Daten über seine Bürger im eigenen Land zu speichern. Solche Regeln zwingen Technologiekonzerne dazu, teure Rechenzentren vor Ort zu bauen, statt alles zentral zu verwalten.

  • Datenportabilität

    Datenportabilität bedeutet, dass man die eigenen Daten von einem Anbieter mitnehmen und zu einem anderen übertragen kann. In der EU gibt es dafür seit 2018 ein gesetzliches Recht, das für Dienste wie soziale Netzwerke, Streaming-Anbieter oder Online-Shops gilt.

  • Datenschutz-Grundverordnung

    Die Datenschutz-Grundverordnung ist ein Gesetz der Europäischen Union, das regelt, wie Firmen und Behörden mit persönlichen Daten von Menschen umgehen dürfen. Sie gilt seit 2018 in allen EU-Ländern und erlaubt Bußgelder bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

  • Datenvertrag

    Ein Datenvertrag ist eine verbindliche Absprache darüber, wie Daten aussehen müssen, die ein Team an ein anderes weitergibt. Er legt Felder, Formate, Bedeutungen und Zuständigkeiten fest, damit nachgelagerte Programme nicht unbemerkt kaputtgehen.

  • Dauerhafte Agenten

    Dauerhafte Agenten sind Computerprogramme mit künstlicher Intelligenz, die nicht nur einmal antworten, sondern über Tage oder Monate an einer Aufgabe weiterarbeiten. Sie merken sich, was vorher passiert ist, und werden auch dann aktiv, wenn niemand sie gerade anspricht.

  • Daydreaming-Angriff

    Ein Daydreaming-Angriff nutzt aus, dass moderne KI-Systeme zwischen den Nutzeranfragen eigenständig weiterarbeiten und dabei auf zuvor untergeschobene Inhalte stoßen. Der Schaden entsteht also nicht im Gespräch selbst, sondern in einer Phase, in der niemand mitliest.

  • DCN v2

    DCN v2 ist ein Modellaufbau, mit dem Empfehlungssysteme vorhersagen, ob ein Nutzer auf etwas klickt oder etwas kauft. Seine Besonderheit ist ein Bauteil, das Merkmale wie Alter, Uhrzeit und Produktkategorie systematisch miteinander kombiniert, statt sie nur einzeln zu betrachten.

  • DDoS

    Ein DDoS-Angriff überlastet eine Website oder einen Onlinedienst absichtlich mit einer Flut von Anfragen aus tausenden Quellen, bis normale Nutzer nicht mehr durchkommen. Der Angreifer bricht nichts auf und stiehlt keine Daten, er macht das Angebot einfach unerreichbar.

  • De-novo-Design

    De-novo-Design bedeutet, ein Molekül von Grund auf neu zu entwerfen, statt es in der Natur zu suchen. Computerprogramme, heute meist KI-Systeme, schlagen dafür Strukturen vor, die es vorher nirgends gab.

  • De-Skilling

    De-Skilling bezeichnet den Verlust von Fähigkeiten, wenn Maschinen oder Software eine Tätigkeit übernehmen, die Menschen vorher selbst beherrschen mussten. Der Begriff spielt in der Debatte über KI-Werkzeuge eine große Rolle, weil viele Berufe gerade Teile ihrer Routinearbeit abgeben.

  • Dealer-Prinzip

    Das Dealer-Prinzip beschreibt eine Geschäftsstrategie, bei der ein Produkt zuerst kostenlos oder sehr billig angeboten wird, damit sich Nutzer daran gewöhnen. Später wird die Abhängigkeit dann in Geld umgewandelt, etwa durch steigende Preise oder kostenpflichtige Zusatzfunktionen.

  • Deblurring

    Deblurring bezeichnet Verfahren, die ein verwackeltes oder unscharfes Bild nachträglich wieder scharf rechnen. Heute übernehmen das meist neuronale Netze, die an Millionen Paaren aus scharfen und künstlich unscharf gemachten Bildern geübt haben.

  • Debugging-Schleife

    Die Debugging-Schleife ist der sich wiederholende Ablauf aus Testen, Fehler finden, Ursache verstehen und Korrigieren, mit dem Programmierfehler beseitigt werden. In der KI-Entwicklung durchlaufen inzwischen auch Programme diese Schleife selbst, indem sie eigenen Code ausführen und aus den Fehlermeldungen lernen.

  • Decentralized Autonomous Organization

    Eine Decentralized Autonomous Organization ist eine Gemeinschaft, die gemeinsames Geld und gemeinsame Regeln über ein öffentliches Computerprogramm verwaltet statt über eine Geschäftsführung. Entscheidungen fallen durch Abstimmungen der Mitglieder, und das Ergebnis wird automatisch ausgeführt.

  • Deceptive Behavior

    Deceptive Behavior bezeichnet den Fall, dass ein KI-System gegenüber Menschen etwas anderes behauptet oder zeigt, als seinen tatsächlichen Berechnungen entspricht. Der Begriff spielt in der Sicherheitsforschung eine große Rolle, weil ein täuschendes System durch normale Tests unauffällig durchkommt.

  • Decoder

    Ein Decoder ist der Teil eines KI-Modells, der Text erzeugt, indem er immer das nächste Wortstück vorhersagt. Fast alle heutigen Chatbots wie ChatGPT bestehen ausschließlich aus einem solchen Decoder.

  • Decoding

    Decoding ist das Verfahren, mit dem ein Sprachmodell aus lauter Wahrscheinlichkeiten einen fertigen Text macht. Es legt fest, welches Wort als nächstes tatsächlich ausgewählt wird — und entscheidet damit, ob eine Antwort nüchtern, kreativ oder wirr klingt.

  • Deduplizierung

    Deduplizierung bedeutet, Doppeltes aus einer Datensammlung zu entfernen, sodass jeder Inhalt nur einmal übrig bleibt. In der KI-Entwicklung ist das ein Standardschritt beim Aufräumen von Trainingsdaten, in der Speichertechnik spart es Platz auf Festplatten.

  • Deep Deterministic Policy Gradient

    Deep Deterministic Policy Gradient (DDPG) ist ein Lernverfahren, mit dem ein Computerprogramm durch Ausprobieren steuern lernt – etwa einen Roboterarm. Es eignet sich besonders für Aufgaben, bei denen die Steuerung nicht aus wenigen Knöpfen besteht, sondern aus fein einstellbaren Werten wie einem Lenkwinkel.

  • Deep Learning Super Sampling

    Deep Learning Super Sampling ist ein Verfahren von Nvidia, bei dem ein Computerspiel in niedriger Auflösung berechnet und anschließend von einem trainierten Programm auf eine höhere Auflösung hochgerechnet wird. So laufen Spiele deutlich flüssiger, ohne dass das Bild sichtbar schlechter aussieht.

  • Deep Packet Inspection

    Deep Packet Inspection ist ein Verfahren, bei dem Netzwerkgeräte nicht nur schauen, wohin Daten unterwegs sind, sondern auch, was in ihnen steckt. Die Technik wird für Sicherheit, Netzsteuerung und in manchen Ländern auch für Zensur eingesetzt.

  • Deep Tech

    Deep Tech bezeichnet Unternehmen, deren Produkte auf einer wissenschaftlichen oder technischen Entdeckung beruhen und die deshalb lange Entwicklungszeiten und viel Geld brauchen. Typische Felder sind Quantencomputer, neue Batterien, Biotechnologie, Halbleiter und Raumfahrt.

  • Deepfake

    Ein Deepfake ist ein gefälschtes Foto, Video oder Tonaufnahme, das von einem Computerprogramm erzeugt wurde und echt wirkt. Meist zeigt es Menschen, die etwas sagen oder tun, was in Wirklichkeit nie passiert ist.

  • DeepSWE

    DeepSWE ist ein offen veröffentlichtes KI-Modell, das selbstständig Fehler in echtem Programmcode sucht und behebt. Es wurde nicht durch Nachahmen fertiger Lösungen trainiert, sondern durch Belohnung für tatsächlich funktionierende Reparaturen.

  • Defense in Depth

    Defense in Depth ist ein Sicherheitsprinzip, bei dem mehrere unabhängige Schutzmaßnahmen hintereinander geschaltet werden. Fällt eine Schicht aus, fangen die übrigen den Angriff ab, statt dass sofort alles offensteht.

  • Defense Production Act

    Der Defense Production Act ist ein US-Gesetz von 1950, mit dem die Regierung Unternehmen anweisen kann, bestimmte Güter vorrangig für den Staat zu produzieren. Es wird heute nicht nur für Waffen genutzt, sondern auch für Impfstoffe, Batterien, Chips und Ausrüstung für Rechenzentren.

  • DeFi

    DeFi steht für „Decentralized Finance“, also Finanzgeschäfte wie Verleihen, Tauschen oder Sparen, die ohne Bank direkt über Computerprogramme in einem offenen Netzwerk ablaufen. Diese Programme sind öffentlich einsehbar und führen jede Regel automatisch aus – was Zwischenhändler ersetzt, aber auch neue Risiken schafft.

  • Dekodierung

    Dekodierung bezeichnet den Schritt, in dem ein Sprachmodell aus Wahrscheinlichkeiten für viele mögliche nächste Wörter tatsächlich eines auswählt. Die gewählte Strategie entscheidet darüber, ob eine Antwort nüchtern und vorhersagbar oder abwechslungsreich und überraschend klingt.

  • Delivery Station

    Eine Delivery Station ist ein kleines Lager am Rand einer Stadt, in dem Pakete für die letzte Fahrt zum Kunden sortiert werden. Sie ist die letzte Station zwischen großem Warenlager und Haustür und wird heute stark von Software und Algorithmen gesteuert.

  • Delphi-Methode

    Die Delphi-Methode ist ein Verfahren, bei dem Fachleute in mehreren anonymen Befragungsrunden eine Frage über die Zukunft einschätzen. Nach jeder Runde sehen sie die Antworten der anderen und dürfen ihre eigene Schätzung überdenken.

  • Demand Aggregation

    Demand Aggregation heißt: Viele einzelne Käufer schließen sich zusammen und treten als eine große Bestellung auf. Weil große Mengen billiger und leichter zu liefern sind, sinken die Preise für alle Beteiligten.

  • Demand Response

    Demand Response bedeutet, dass Stromverbraucher ihren Verbrauch zeitlich verschieben, wenn im Netz gerade wenig Strom verfügbar ist. Dafür bekommen sie Geld oder günstigere Preise – und das Netz bleibt stabil, ohne dass zusätzliche Kraftwerke laufen müssen.

  • Demand Underwriter

    Ein Demand Underwriter ist ein Unternehmen, das die künftige Nachfrage nach einem Produkt vertraglich garantiert, indem es eine feste Abnahme zusagt, bevor die Produktion überhaupt existiert. Im KI-Umfeld übernehmen große Cloud-Anbieter diese Rolle, wenn sie Rechenzentren oder Chipfabriken durch langfristige Abnahmeverträge finanzierbar machen.

  • Demosaicing

    Demosaicing ist der Rechenschritt, der aus den Rohdaten eines Kamerasensors ein vollfarbiges Bild macht. Nötig ist er, weil jeder einzelne Bildpunkt des Sensors nur eine Farbe messen kann und die beiden fehlenden aus der Nachbarschaft geschätzt werden müssen.

  • Dense Transformer

    Ein Dense Transformer ist ein KI-Modell, bei dem für jede Anfrage alle gelernten Rechenbausteine benutzt werden. Diese Bauweise ist einfach und verlässlich, wird aber mit steigender Größe schnell teuer im Betrieb.

  • Denylist

    Eine Denylist ist eine Liste von Dingen, die ausdrücklich verboten sind — etwa Wörter, Internetadressen oder Programme. Alles, was nicht auf der Liste steht, ist erlaubt; das unterscheidet sie von der umgekehrten Allowlist.

  • Dependency Confusion

    Dependency Confusion ist ein Angriff auf Software-Firmen, bei dem ein Angreifer ein öffentliches Programmpaket mit demselben Namen wie ein firmeninternes Paket veröffentlicht. Der Bauprozess der Firma lädt dann versehentlich die fremde Version und führt deren Schadcode aus.

  • Dependency-Manifest

    Ein Dependency-Manifest ist eine Textdatei in einem Softwareprojekt, die auflistet, welche fremden Programmbausteine das Projekt benötigt und in welcher Version. Sie sorgt dafür, dass ein Programm auf jedem Computer mit exakt denselben Bausteinen aufgebaut wird.

  • DeployCo

    DeployCo bezeichnet ein Unternehmen, das fertige KI-Modelle nicht selbst entwickelt, sondern sie in konkrete Produkte für Kunden einbaut. Der Begriff grenzt solche Firmen von den Laboren ab, die die Modelle trainieren.

  • Deployment

    Deployment bezeichnet den Schritt, bei dem fertige Software von den Rechnern der Entwickler auf die Server wandert, die echte Nutzer bedienen. Erst nach diesem Schritt ist eine neue Funktion für die Öffentlichkeit tatsächlich benutzbar.

  • Deployment Company

    Eine Deployment Company ist ein Unternehmen, das fertige KI-Systeme anderer Anbieter in konkrete Arbeitsabläufe von Firmen einbaut, statt selbst KI-Modelle zu entwickeln. Ihr Geschäft ist die Anwendung: Anpassung, Einführung, Betrieb und Betreuung beim Kunden.

  • Deployment Safety Board

    Ein Deployment Safety Board ist ein festes Gremium in einem KI-Unternehmen, das entscheidet, ob ein neues Modell oder eine neue Funktion veröffentlicht werden darf. Es prüft vorher Testergebnisse und Risiken und kann eine Veröffentlichung verschieben, einschränken oder ganz stoppen.

  • Design Document

    Ein Design Document ist ein schriftlicher Plan, in dem ein Entwicklerteam vor dem Programmieren festhält, was gebaut werden soll und warum genau so. Es beschreibt Ziel, Lösungsweg, verworfene Alternativen und offene Risiken und wird von Kolleginnen und Kollegen kommentiert, bevor die Arbeit beginnt.

  • Design System

    Ein Design System ist eine verbindliche Sammlung aus Bausteinen, Regeln und fertigen Code-Elementen, mit denen ein Unternehmen alle seine Apps und Webseiten einheitlich gestaltet. Es sorgt dafür, dass ein Knopf überall gleich aussieht, gleich funktioniert und nicht jedes Team ihn neu erfindet.

  • Design Token

    Ein Design Token ist ein benannter Wert für eine Gestaltungsentscheidung, etwa eine Farbe oder ein Abstand. Statt die Farbe überall einzeln einzutippen, steht in der App nur der Name – und der Wert lässt sich zentral ändern.

  • Design Validation Test

    Der Design Validation Test ist eine feste Entwicklungsphase bei technischen Geräten. In ihr wird ein bereits funktionierender Prototyp systematisch geprüft, um zu belegen, dass das Design alle Anforderungen erfüllt und serienreif werden kann.

  • Design-System-Import

    Beim Design-System-Import übernimmt ein Programm die festgelegten Gestaltungsregeln einer Firma – etwa Farben, Schriftarten und Abstände – als maschinenlesbare Vorgabe. Das Ergebnis: neu erzeugte Bildschirmseiten sehen automatisch so aus, wie es die Marke vorschreibt.

  • Destillation (KI)

    Destillation ist ein Verfahren, bei dem ein großes, teures KI-Programm einem kleineren beibringt, sich möglichst ähnlich zu verhalten. Das kleine Programm braucht danach viel weniger Rechenleistung und passt oft sogar auf ein Handy.

  • Detached Task

    Ein Detached Task ist eine Aufgabe, die ein Programm im Hintergrund startet und danach nicht mehr überwacht. Der Aufrufer wartet nicht auf das Ergebnis und läuft sofort weiter – das ist praktisch, kann aber Fehler unbemerkt verschlucken.

  • Detection Engineering

    Detection Engineering ist die planmäßige Entwicklung von Regeln, die Angriffe auf Computersysteme automatisch erkennen und melden. Die Regeln werden wie Software geschrieben, getestet und laufend verbessert.

  • Determinismus

    Determinismus bedeutet: Bei gleicher Eingabe kommt immer exakt dasselbe Ergebnis heraus. Klassische Software verhält sich meist so, KI-Chatbots dagegen oft nicht — und genau das macht sie schwer prüfbar.

  • Determinismus im Training

    Determinismus im Training bedeutet: Wiederholt man einen Lernvorgang einer KI mit genau denselben Daten und Einstellungen, kommt genau dasselbe Ergebnis heraus. In der Praxis ist das schwer zu erreichen, weil kleine Zufälligkeiten in der Rechentechnik jeden Lauf leicht verändern.

  • Deterministisches System

    Ein deterministisches System liefert bei gleicher Ausgangslage immer exakt dasselbe Ergebnis. Der Gegensatz sind Systeme mit Zufall, zu denen auch viele KI-Anwendungen gehören.

  • Developer Relations

    Developer Relations, kurz DevRel, ist die Arbeit eines Unternehmens mit den Programmiererinnen und Programmierern, die seine Technik benutzen. Ziel ist es, dass diese Fachleute das Produkt verstehen, gern einsetzen und ihre Erfahrungen zurückmelden.

  • Device Code Authentication

    Device Code Authentication ist ein Anmeldeverfahren für Geräte ohne bequeme Tastatur, etwa Fernseher oder Spielkonsolen. Das Gerät zeigt einen kurzen Code an, den man am Handy oder Computer auf einer Webseite eingibt, um die Anmeldung dort abzuschließen.

  • DevOps

    DevOps ist eine Arbeitsweise, bei der die Entwickler einer Software und die Leute, die sie betreiben, als ein Team zusammenarbeiten. Ziel ist es, Änderungen schnell, oft und ohne Ausfälle zu den Nutzern zu bringen.

  • DevTool

    Ein DevTool ist ein Werkzeugprogramm, das Menschen beim Schreiben, Testen und Veröffentlichen von Software unterstützt. Es ist kein Produkt für Endkunden, sondern Arbeitsgerät für die Leute, die Programme bauen.

  • Diarization

    Diarization ist die automatische Aufteilung einer Tonaufnahme danach, wer wann spricht. Sie beantwortet nicht, was gesagt wurde, sondern trennt die Stimmen mehrerer Personen in einzelne Redeabschnitte.

  • Die-Größe

    Die-Größe bezeichnet die Fläche eines einzelnen Computerchips auf der runden Siliziumscheibe, aus der er herausgeschnitten wird. Sie wird in Quadratmillimetern angegeben und entscheidet maßgeblich darüber, wie teuer ein Chip in der Herstellung ist.

  • Differential Access

    Differential Access bezeichnet die Praxis, dass ein KI-Anbieter verschiedenen Nutzergruppen unterschiedlich viel von einem System zugänglich macht — von der öffentlichen Chat-Oberfläche bis zum vollständigen Innenleben für ausgewählte Forscher. Ziel ist es, Nutzen und Kontrolle gegeneinander abzuwägen, statt sich zwischen "alles offen" und "alles geheim" entscheiden zu müssen.

  • Diffusionsmodell

    Ein Diffusionsmodell ist ein KI-Verfahren, das Bilder erzeugt, indem es aus reinem Bildrauschen schrittweise ein sauberes Motiv herausarbeitet. Es steckt hinter bekannten Bildgeneratoren wie Stable Diffusion, Midjourney und DALL·E sowie hinter neueren Video- und Audiogeneratoren.

  • Digital Markets Act

    Der Digital Markets Act (DMA) ist ein EU-Gesetz, das besonders mächtigen Internetkonzernen feste Regeln vorschreibt. Es soll verhindern, dass sie ihre Größe ausnutzen, um kleinere Anbieter aus dem Markt zu drängen.

  • Digital Markets Act

    Der Digital Markets Act ist ein Gesetz der Europäischen Union, das den größten Internetkonzernen feste Regeln vorschreibt. Es soll verhindern, dass sie ihre Marktmacht ausnutzen, und kleineren Anbietern faire Chancen sichern.

  • Digital Services Act

    Der Digital Services Act ist ein Gesetz der Europäischen Union, das regelt, wie Online-Plattformen mit illegalen und schädlichen Inhalten umgehen müssen. Je größer eine Plattform ist, desto strenger sind die Pflichten – bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

  • Digital Worker

    Ein Digital Worker ist ein Softwareprogramm, das eine feste Rolle in einem Unternehmen übernimmt und dort selbstständig wiederkehrende Aufgaben erledigt. Anders als ein einfaches Hilfsprogramm bekommt er einen eigenen Zuständigkeitsbereich, Zugriff auf Firmensysteme und eine Person, die seine Arbeit kontrolliert.

  • Digitale Biologie

    Digitale Biologie bezeichnet den Ansatz, Lebensvorgänge als lesbare und schreibbare Information zu behandeln und sie am Computer zu untersuchen. Statt nur im Labor zu experimentieren, sagen Programme voraus, wie sich Moleküle, Zellen oder Medikamente verhalten.

  • Digitale Signatur

    Eine digitale Signatur ist eine Art rechnerisch erzeugter Stempel an einer Datei oder Nachricht. Sie beweist, wer die Datei erstellt hat und dass danach kein einziges Zeichen verändert wurde.

  • Digitaler Avatar

    Ein digitaler Avatar ist eine künstliche Figur, die einen Menschen auf dem Bildschirm vertritt – als Bild, Comicfigur oder täuschend echt aussehende Videoperson. Moderne Avatare werden von Software gesteuert, sprechen, bewegen den Mund und wirken dadurch wie ein echtes Gegenüber.

  • Digitaler Zwilling

    Ein digitaler Zwilling ist ein Computermodell eines realen Objekts, das laufend mit Messdaten aus der Wirklichkeit gefüttert wird. So lässt sich am Bildschirm beobachten, berechnen und ausprobieren, was mit dem echten Objekt gerade passiert oder passieren könnte.

  • Direct Preference Optimization

    Direct Preference Optimization ist ein Verfahren, mit dem man einem Sprachmodell menschliche Vorlieben beibringt: Man zeigt ihm Paare von Antworten und markiert die bessere. Es ersetzt den älteren, deutlich aufwendigeren Weg über ein zusätzliches Bewertungsmodell.

  • Direct-to-Device

    Direct-to-Device bezeichnet Mobilfunk, bei dem ein normales Handy ohne Zusatzgerät direkt mit einem Satelliten verbindet. Damit sollen Funklöcher verschwinden, in denen kein Sendemast in Reichweite ist.

  • Directed Acyclic Graph

    Ein Directed Acyclic Graph ist ein Netz aus Punkten und Pfeilen, in dem man niemals im Kreis laufen kann. Diese Struktur beschreibt Abhängigkeiten und Reihenfolgen und steckt in Bauplänen von Software, in Datenpipelines und in Blockchain-Systemen.

  • DirectX

    DirectX ist eine Sammlung von Programmierschnittstellen von Microsoft, über die Spiele und andere Programme auf Grafikkarte, Soundchip und Eingabegeräte eines Windows-PCs zugreifen. Sie erspart Entwicklern, ihre Software an jede Hardware einzeln anzupassen.

  • Disassembler

    Ein Disassembler ist ein Werkzeug, das ein fertiges Computerprogramm aus Zahlencode zurück in lesbare Maschinenbefehle übersetzt. So kann man nachvollziehen, was ein Programm tut, auch wenn der ursprüngliche Programmtext fehlt.

  • Discovery

    Discovery bezeichnet die Phase, in der ein Team herausfindet, welches Problem es überhaupt lösen soll – bevor irgendetwas gebaut wird. In Rechtsstreitigkeiten meint derselbe Begriff die Pflicht, der Gegenseite alle relevanten Dokumente offenzulegen; bei KI-Firmen betrifft das oft Millionen von Dateien.

  • Discovery (US-Zivilprozess)

    Discovery ist die Phase eines US-amerikanischen Zivilprozesses, in der beide Seiten voreinander offenlegen müssen, welche Dokumente, E-Mails und Daten sie zum Streitfall besitzen. Für Technologiekonzerne bedeutet das: interne Chats, Mails und Modelldaten können vor Gericht landen und öffentlich werden.

  • Discovery Layer

    Ein Discovery Layer ist die Zwischenschicht in einem digitalen Angebot, die dem Nutzer aus einer riesigen Menge an Inhalten oder Diensten die passenden vorschlägt. Suchleisten, Empfehlungslisten und Startseiten-Kacheln gehören dazu — und wer diese Schicht kontrolliert, entscheidet, was überhaupt gefunden wird.

  • Discovery Sprint

    Ein Discovery Sprint ist ein kurzer, fest terminierter Arbeitsblock, in dem ein Team klärt, ob sich eine Produktidee überhaupt lohnt. Statt sofort zu programmieren, wird die Idee getestet – oft in einer einzigen Woche.

  • Discovery vs. Delivery

    Discovery vs. Delivery beschreibt die Trennung zweier Arbeitsweisen in der Produktentwicklung: herauszufinden, was gebaut werden sollte, und es anschließend sauber zu bauen. Beide Aufgaben brauchen unterschiedliche Methoden, unterschiedliche Fehlerkulturen und meist auch unterschiedliche Zeitpläne.

  • Diskontfenster

    Das Diskontfenster ist ein Notkredit-Angebot der Zentralbank an Geschäftsbanken: Banken können sich dort kurzfristig Geld leihen, wenn sie es sonst nirgendwo bekommen. Es funktioniert als Sicherheitsnetz für das Bankensystem und wird vor allem in Krisen wichtig.

  • Diskrete Geometrie

    Die diskrete Geometrie ist ein Teilgebiet der Mathematik, das sich mit endlich vielen, klar abzählbaren geometrischen Objekten beschäftigt – etwa Punkten, Strecken oder Vielecken. Sie liefert die Grundlagen für Computergrafik, Robotik und viele Verfahren, mit denen Computer räumliche Daten verarbeiten.

  • Diskrete Kosinustransformation

    Die Diskrete Kosinustransformation ist ein Rechenverfahren, das ein Bild oder einen Ton in überlagerte Wellen zerlegt. Sie ist die mathematische Grundlage von JPEG-Bildern, MP3-Musik und fast jedem Video im Internet.

  • Diskrete Token

    Diskrete Token sind abzählbare Bausteine aus einer festen Liste, in die ein Computer Texte, Bilder oder Töne zerlegt, bevor ein KI-Modell damit rechnet. Statt beliebig feiner Zwischenwerte gibt es nur ganze Einheiten – so wie Buchstaben eines Alphabets.

  • Distillation

    Distillation ist ein Verfahren, bei dem ein großes, teures KI-Programm einem kleineren beibringt, ähnliche Antworten zu geben. Das kleine Modell läuft danach schneller und günstiger, oft auf einem Handy.

  • DiT-Architektur

    Die DiT-Architektur ist ein Bauplan für Programme, die Bilder und Videos erzeugen. Sie kombiniert das schrittweise Herausarbeiten eines Bildes aus Bildrauschen mit der Rechentechnik, die auch hinter modernen Sprachprogrammen steckt.

  • DLRM

    DLRM steht für Deep Learning Recommendation Model und bezeichnet eine von Facebook (heute Meta) veröffentlichte Modellarchitektur, die vorhersagt, welche Inhalte oder Produkte einen bestimmten Nutzer interessieren. Solche Empfehlungsmodelle bestimmen, was in Feeds und Shops ganz oben steht, und gehören zu den wirtschaftlich wichtigsten KI-Systemen überhaupt.

  • DMA-Beschluss

    Ein DMA-Beschluss ist eine förmliche Entscheidung der EU-Kommission auf Grundlage des Digital Markets Act, eines EU-Gesetzes für sehr große Digitalkonzerne. Damit legt die Kommission fest, wer unter das Gesetz fällt, ob ein Unternehmen es verletzt hat und welche Strafe oder Auflage folgt.

  • DNA-Lieferkette

    Die DNA-Lieferkette ist der Weg vom bestellten Erbgut-Bauplan bis zum fertigen DNA-Stück, das ein Labor per Post erhält. Sie gilt als wichtigster Kontrollpunkt, um zu verhindern, dass mit KI entworfene gefährliche Erbanlagen tatsächlich hergestellt werden.

  • DNA-Synthese

    DNA-Synthese ist die künstliche Herstellung von Erbmaterial im Labor, Baustein für Baustein, ohne dass ein lebender Organismus als Vorlage kopiert wird. Sie ist die technische Grundlage für Impfstoffe, gentechnisch veränderte Mikroben und Datenspeicherung in Molekülen – und ein Feld, in dem KI-Software zunehmend die Bauplände entwirft.

  • DNS-Prefetching

    DNS-Prefetching bedeutet, dass ein Browser die Adressdaten einer Website schon nachschlägt, bevor der Nutzer überhaupt klickt. Dadurch startet der Seitenaufbau später um einige Millisekunden bis Zehntelsekunden schneller.

  • DNS-Resolver

    Ein DNS-Resolver ist der Dienst, der Internetadressen wie „tagesschau.de“ in die Zahlenadresse übersetzt, die Computer zum Verbinden brauchen. Er läuft meist beim Internetanbieter oder bei Anbietern wie Google und Cloudflare und wird bei fast jedem Klick im Netz benutzt.

  • Do-Not-Track

    Do-Not-Track ist ein kurzes Signal, das der Browser beim Aufruf einer Website mitschickt und das bedeutet: Ich möchte nicht beobachtet werden. Es war technisch einfach umzusetzen, scheiterte aber daran, dass niemand verpflichtet war, sich daran zu halten.

  • Docker

    Docker ist ein Programm, das eine Software zusammen mit allem, was sie zum Laufen braucht, in ein abgeschlossenes Paket packt. Dieses Paket läuft auf jedem Computer gleich – egal ob auf dem Laptop des Entwicklers oder auf einem Server im Rechenzentrum.

  • Docker-Container

    Ein Docker-Container ist ein Programm samt allem, was es zum Laufen braucht, in einem abgeschlossenen Paket. Dadurch verhält es sich auf jedem Computer gleich – egal ob auf einem Laptop oder auf einem Server im Rechenzentrum.

  • Docstring

    Ein Docstring ist ein kurzer Beschreibungstext, der direkt im Programmcode steht und erklärt, was ein bestimmter Abschnitt dieses Codes tut. Anders als eine normale Notiz am Rand bleibt er im fertigen Programm erhalten und kann von Werkzeugen und KI-Systemen ausgelesen werden.

  • DOM

    Das DOM ist die Struktur, in die ein Browser eine geladene Webseite im Arbeitsspeicher übersetzt: eine Baumdarstellung aus Überschriften, Absätzen, Bildern und Schaltflächen. Programme können diesen Baum lesen und verändern, wodurch sich eine Seite ändert, ohne neu geladen zu werden.

  • Domain-Squatting

    Domain-Squatting bezeichnet das Sichern von Internetadressen, die zu einem fremden Namen oder einer fremden Marke passen, meist um sie später teuer weiterzuverkaufen oder Besucher abzufangen. Weil Adressen nach dem Prinzip „wer zuerst kommt, mahlt zuerst" vergeben werden, ist das Vorgehen technisch einfach und rechtlich oft heikel.

  • Domänendaten

    Domänendaten sind Daten aus einem einzelnen Fachgebiet, etwa Medizin, Recht oder Maschinenbau. Sie sind für Computerprogramme, die aus Beispielen lernen, oft wertvoller als allgemeine Texte aus dem Internet.

  • Doom Loop

    Ein Doom Loop ist eine sich selbst verstärkende Abwärtsspirale: Ein Problem löst eine Reaktion aus, die das Problem noch größer macht. Der Begriff stammt aus der Finanzwelt und wird heute auch für Städte, Unternehmen und KI-Systeme benutzt.

  • Doppelnotierung

    Von einer Doppelnotierung spricht man, wenn die Anteile eines Unternehmens gleichzeitig an zwei verschiedenen Börsen gehandelt werden, etwa in Frankfurt und in New York. Das Unternehmen erreicht damit mehr Käufer, muss aber die Regeln beider Handelsplätze einhalten.

  • DORA

    DORA ist ein EU-Gesetz, das Banken, Versicherer und andere Finanzunternehmen verpflichtet, ihre IT gegen Ausfälle und Angriffe abzusichern. Es gilt seit Januar 2025 und bezieht ausdrücklich auch externe Dienstleister wie Cloud- und KI-Anbieter mit ein.

  • DOS

    DOS ist eine Familie einfacher Betriebssysteme, die von den 1980er-Jahren an auf PCs lief und komplett über eingetippte Befehle bedient wurde. Bekanntester Vertreter ist MS-DOS von Microsoft, der Vorgänger von Windows.

  • Double Precision

    Double Precision bezeichnet ein Zahlenformat, bei dem ein Computer eine Kommazahl mit 64 Bit speichert und dadurch sehr viele Nachkommastellen genau abbilden kann. Es gilt als Standard in Wissenschaft und Simulation, spielt bei modernen KI-Modellen aber kaum noch eine Rolle.

  • Doubleshot-Verfahren

    Beim Doubleshot-Verfahren wird ein Kunststoffteil aus zwei getrennt eingespritzten Kunststoffportionen hergestellt, die fest miteinander verschmelzen. Bekannt ist es vor allem von Tastaturtasten, deren Buchstaben aus einem zweiten Kunststoff bestehen und deshalb nicht abnutzen können.

  • Draft-Modell

    Ein Draft-Modell ist ein kleines, schnelles KI-Modell, das erste Textvorschläge macht, die ein größeres Modell danach nur noch prüft. Dieses Zusammenspiel beschleunigt Chatbots, ohne dass sich die Antworten verschlechtern.

  • DRAM

    DRAM ist die verbreitetste Art von Arbeitsspeicher in Computern und Smartphones. Er speichert Daten nur so lange, wie Strom fließt, ist dafür aber billig und in großen Mengen herstellbar.

  • Dritt-App

    Eine Dritt-App ist ein Programm, das nicht vom Hersteller des Geräts oder des Betriebssystems stammt, sondern von einer anderen Firma. Sie ist der Normalfall auf Smartphones – und zugleich der Punkt, an dem Fragen nach Datenschutz, Gebühren und Sicherheit besonders oft auftauchen.

  • Drone Swarm

    Ein Drone Swarm ist eine große Gruppe unbemannter Fluggeräte, die sich untereinander abstimmt und dadurch als eine Einheit handelt. Statt jede Drohne einzeln zu steuern, gibt ein Mensch nur das Ziel vor, und die Software verteilt die Aufgaben selbst.

  • Dual-Use

    Dual-Use bezeichnet Technik, die sich sowohl friedlich als auch militärisch oder schädlich einsetzen lässt. Bei KI ist das besonders heikel, weil dasselbe Programm Medikamente entwerfen oder Giftstoffe vorschlagen kann.

  • Durable Object

    Ein Durable Object ist ein kleines Programmstück im Internet, das eine eigene Identität und einen eigenen dauerhaften Speicher besitzt und von dem es weltweit immer nur eine einzige laufende Kopie gibt. Diese Bauweise stammt vom Anbieter Cloudflare und löst ein klassisches Problem: mehrere Server, die gleichzeitig dieselben Daten verändern wollen.

  • Durable Streams

    Durable Streams sind fortlaufende Datenströme, die dauerhaft gespeichert werden, statt nach der Zustellung zu verschwinden. Dadurch können Programme einen Datenstrom später erneut lesen, an einer alten Stelle weitermachen oder nach einem Absturz sauber aufsetzen.

  • Durable Workflows

    Durable Workflows sind Programmabläufe, die ihren Zustand dauerhaft speichern und nach einem Absturz genau dort weiterlaufen, wo sie unterbrochen wurden. Sie werden vor allem für lange, mehrstufige Prozesse eingesetzt, etwa Bestellungen, Zahlungen oder KI-Agenten.

  • Durbin Amendment

    Das Durbin Amendment ist eine US-Gesetzesregel von 2010, die begrenzt, wie viel Geld Banken für eine Zahlung mit Debitkarte kassieren dürfen. Sie senkte diese Gebühr bei großen Banken von durchschnittlich rund 44 auf etwa 24 US-Cent pro Zahlung.

  • Dynamic Workers

    Dynamic Workers sind Rechenprozesse, die ein Anbieter automatisch startet, wenn Arbeit anfällt, und wieder beendet, wenn sie erledigt ist. Das Prinzip sorgt dafür, dass KI-Dienste bei plötzlichem Ansturm nicht zusammenbrechen und in ruhigen Stunden trotzdem wenig kosten.

E

  • E-Commerce

    E-Commerce ist der Handel mit Waren und Dienstleistungen über das Internet. Dazu gehören große Marktplätze wie Amazon, der eigene Onlineshop einer Marke und der Verkauf über soziale Netzwerke.

  • E-Ink

    E-Ink ist eine Bildschirmtechnik, bei der winzige schwarze und weiße Farbteilchen in einer Folie sichtbar gemacht werden. Der Bildschirm leuchtet nicht selbst, sieht aus wie bedrucktes Papier und braucht nur Strom, wenn sich das Bild ändert.

  • Early Access

    Early Access bedeutet, dass ein Produkt schon verkauft oder freigegeben wird, obwohl es noch unfertig ist. Die Käufer bekommen früh Zugang und liefern im Gegenzug Rückmeldungen, mit denen der Hersteller weiterentwickelt.

  • Earn-out

    Ein Earn-out ist ein Teil des Kaufpreises beim Unternehmensverkauf, der erst später gezahlt wird – und nur dann, wenn die Firma vorher vereinbarte Ziele erreicht. Käufer und Verkäufer nutzen ihn, wenn sie sich über den Wert des Unternehmens nicht einig werden.

  • Ebene (Bildbearbeitung)

    Eine Ebene ist eine durchsichtige Schicht in einem Bildbearbeitungsprogramm, auf der ein Teil des Bildes liegt. Weil die Schichten übereinander gestapelt werden, kann man jeden Teil einzeln ändern, ohne den Rest zu beschädigen.

  • EBITDA

    EBITDA ist eine Kennzahl aus der Bilanz eines Unternehmens. Sie zeigt den Gewinn, bevor Zinsen, Steuern und der Wertverlust von Maschinen und Gebäuden abgezogen werden.

  • Echtzeit-Tempo

    Echtzeit-Tempo bedeutet, dass ein Computerprogramm schnell genug antwortet, um mit dem Geschehen mitzuhalten. Nicht die absolute Geschwindigkeit zählt dabei, sondern ob die Antwort rechtzeitig kommt.

  • Economic Alignment Score

    Der Economic Alignment Score ist eine Kennzahl, die messen soll, wie gut das Verhalten eines KI-Systems zu den wirtschaftlichen Interessen seiner Nutzer oder Betreiber passt. Er wird vor allem dort diskutiert, wo KI selbstständig Entscheidungen mit Geldfolgen trifft.

  • Edge

    Edge bezeichnet die Verarbeitung von Daten direkt dort, wo sie entstehen – auf dem Handy, im Auto, in der Kamera – statt in einem fernen Rechenzentrum. Der Vorteil sind kurze Reaktionszeiten, geringere Datenübertragung und mehr Kontrolle über persönliche Daten.

  • Edge AI

    Edge AI bedeutet, dass ein Gerät wie ein Handy, eine Kamera oder ein Auto seine KI-Berechnungen selbst durchführt, statt Daten an ein fernes Rechenzentrum zu schicken. Das macht Reaktionen schneller, spart Datenübertragung und hält private Daten auf dem Gerät.

  • Edge Case

    Ein Edge Case ist eine seltene, extreme oder unerwartete Situation, in der ein Programm oder ein KI-System anders reagiert als im Normalfall. Genau solche Ausnahmen entscheiden oft darüber, ob eine Technik im echten Einsatz zuverlässig ist.

  • Edge Computing

    Edge Computing bedeutet, dass Daten direkt dort verarbeitet werden, wo sie entstehen – also im Gerät selbst statt in einem weit entfernten Rechenzentrum. Das spart Wartezeit, Übertragungskosten und schützt oft die Privatsphäre.

  • Edge Deployment

    Edge Deployment bedeutet, dass ein KI-Programm direkt auf dem Gerät des Nutzers läuft – auf dem Handy, im Auto oder in der Kamera – statt in einem entfernten Rechenzentrum. Das macht Antworten schneller und hält persönliche Daten auf dem Gerät.

  • Editor-Integration

    Editor-Integration bedeutet, dass ein KI-Assistent direkt in dem Programm sitzt, mit dem Software geschrieben wird. Der Assistent sieht dadurch den geöffneten Text und kann Vorschläge an der Stelle einfügen, an der gerade gearbeitet wird.

  • EdTech

    EdTech ist die Kurzform für „Educational Technology“ und meint digitale Technik, die beim Lernen und Unterrichten hilft. Dazu zählen Lern-Apps, Online-Kurse, digitale Schulplattformen und zunehmend auch KI-gestützte Nachhilfeprogramme.

  • Effective Congestion

    Effective Congestion beschreibt, wie stark ein Netz aus Sicht der Nutzer tatsächlich überlastet ist – nicht nur, wie voll die Leitungen rechnerisch sind. Der Begriff taucht auf, wenn es um Datennetze, Stromnetze oder die Auslastung von KI-Rechenzentren geht.

  • Effective Output Score

    Der Effective Output Score ist eine Kennzahl, die misst, welcher Anteil der Antworten eines KI-Systems tatsächlich brauchbar ist. Er bewertet also nicht die Menge der Ausgaben, sondern deren verwertbaren Ertrag.

  • Efficiency-Cores

    Efficiency-Cores sind besonders sparsame Rechenwerke in modernen Prozessoren. Sie übernehmen einfache Hintergrundaufgaben mit wenig Strom, während schnellere Kerne im selben Chip für anspruchsvolle Arbeit zuständig sind.

  • Effort-Setting

    Ein Effort-Setting ist ein Regler, mit dem man einem KI-Textsystem vorgibt, wie viel Rechenaufwand es in eine einzelne Antwort stecken soll. Niedrige Stufen antworten schnell und günstig, hohe Stufen rechnen länger und lösen schwierige Aufgaben zuverlässiger.

  • Effort-Steuerung

    Die Effort-Steuerung ist ein Regler, mit dem man einem KI-System vorgibt, wie viel Rechenaufwand es in eine einzelne Antwort stecken soll. Wenig Aufwand bedeutet schnelle und billige Antworten, viel Aufwand bedeutet längeres internes Nachdenken bei höheren Kosten.

  • Egosystem

    Ein Egosystem ist ein digitales Umfeld, in dem ein einzelner Anbieter alle wichtigen Teile kontrolliert und Nutzer wie Partner an sich bindet. Der Begriff ist ein kritisches Wortspiel: Statt eines offenen Ökosystems mit vielen gleichberechtigten Beteiligten dreht sich alles um die Interessen einer Firma.

  • Egress-Filterung

    Egress-Filterung bedeutet, dass ein Netzwerk kontrolliert, welche Daten es nach außen schickt — nicht nur, was hereinkommt. Sie soll verhindern, dass gestohlene Daten oder Befehle von Angreifern unbemerkt das Firmennetz verlassen.

  • Egress-Kontrolle

    Egress-Kontrolle bezeichnet Regeln, die festlegen, welche Daten ein Computersystem nach außen senden darf. Sie schützt vor allem davor, dass vertrauliche Informationen ein Firmennetz oder ein KI-System unbemerkt verlassen.

  • Egress-Monitoring

    Egress-Monitoring ist die Überwachung aller Daten, die ein Computernetz nach außen verlassen. Unternehmen nutzen es, um Diebstahl von Firmendaten und heimlichen Datenabfluss durch Schadsoftware oder KI-Systeme zu erkennen.

  • Egress-Traffic

    Egress-Traffic sind alle Daten, die aus dem Rechenzentrum eines Anbieters hinausfließen — zum Nutzer oder zu einem anderen Anbieter. Für dieses Hinausfließen verlangen Cloud-Firmen Geld, was Egress zu einem wichtigen Kostenfaktor und Wettbewerbsthema macht.

  • EIFO

    EIFO ist der staatliche Export- und Investitionsfonds Dänemarks. Er vergibt Kredite, Garantien und Beteiligungen an Unternehmen und ist unter anderem Miteigentümer des dänischen KI-Supercomputers Gefion.

  • Eindämmung (IT-Sicherheit)

    Eindämmung ist der Schritt bei einem Computer-Angriff, in dem man die Ausbreitung stoppt, bevor man aufräumt. Betroffene Geräte werden vom Netz getrennt oder abgeschottet, damit der Schaden nicht weiterwächst.

  • Einmal-Karte

    Eine Einmal-Karte ist eine digitale Bezahlkarte mit eigener Nummer, die nur für eine einzige Zahlung oder einen einzigen Händler gültig ist. Fällt die Nummer nach dem Kauf in falsche Hände, ist sie wertlos, weil das echte Konto dahinter unsichtbar bleibt.

  • Electron

    Electron ist ein Baukasten, mit dem Entwickler Programme für Windows, macOS und Linux mit denselben Techniken bauen wie Webseiten. Jede Electron-Anwendung bringt dafür einen kompletten Browser mit, was die Entwicklung stark beschleunigt, aber viel Arbeitsspeicher kostet.

  • Electronic Health Record

    Ein Electronic Health Record ist die digitale Krankenakte eines Menschen: Diagnosen, Medikamente, Laborwerte und Befunde liegen in einer Datenbank statt in einem Papierordner. Weil diese Daten strukturiert und maschinenlesbar sind, sind sie zugleich die wichtigste Grundlage für KI-Anwendungen in der Medizin.

  • Elektroenzephalografie

    Die Elektroenzephalografie, kurz EEG, misst mit Elektroden auf der Kopfhaut die elektrische Aktivität des Gehirns. Sie ist schmerzfrei, sehr schnell und liefert die Datenbasis für Schlaflabore, Epilepsie-Diagnostik und viele Gehirn-Computer-Schnittstellen.

  • Elliptic Curve Cryptography

    Elliptic Curve Cryptography ist ein Verfahren, um Daten zu verschlüsseln und digitale Unterschriften zu erzeugen. Es rechnet mit Punkten auf einer speziellen mathematischen Kurve und braucht dafür viel kürzere Schlüssel als ältere Verfahren.

  • Elo-Bewertung

    Die Elo-Bewertung ist eine Punktzahl, die aus vielen direkten Vergleichen zweier Gegner entsteht: Wer gewinnt, nimmt dem Verlierer Punkte ab. Ursprünglich für Schach erfunden, wird sie heute genutzt, um KI-Systeme anhand von Nutzerurteilen in eine Rangliste zu bringen.

  • Elo-Wert

    Der Elo-Wert ist eine Punktzahl, die die Spielstärke eines Teilnehmers aus gewonnenen und verlorenen Duellen berechnet. Ursprünglich für Schach erfunden, wird er heute auch benutzt, um KI-Modelle danach zu ranken, welche Antwort Menschen im direkten Vergleich besser finden.

  • Embedding

    Ein Embedding ist eine Übersetzung von Wörtern, Bildern oder anderen Daten in eine lange Zahlenreihe. Ähnliche Inhalte erhalten dabei ähnliche Zahlenreihen, wodurch Computer Bedeutung rechnerisch vergleichen können.

  • Embodied AI

    Embodied AI bezeichnet künstliche Intelligenz, die einen physischen Körper steuert – etwa einen Roboterarm, ein Auto oder einen Laufroboter. Solche Systeme müssen nicht nur denken, sondern auch wahrnehmen und handeln, und ihre Fehler haben Folgen in der echten Welt.

  • Embodied Intelligence

    Embodied Intelligence bezeichnet die Idee, dass echte Intelligenz einen Körper braucht, der in der Welt handelt und dabei ständig Rückmeldung bekommt. Statt nur Texte oder Bilder zu verarbeiten, lernt ein solches System durch Greifen, Bewegen und Ausprobieren.

  • Emergente Fähigkeiten

    Emergente Fähigkeiten sind Fertigkeiten, die ein KI-System plötzlich zeigt, sobald es groß genug wird – obwohl niemand sie eigens einprogrammiert hat. Kleinere Systeme scheitern an derselben Aufgabe vollständig, größere lösen sie auf einmal zuverlässig.

  • Emergentes Verhalten

    Emergentes Verhalten bezeichnet Fähigkeiten, die ein KI-System plötzlich zeigt, obwohl niemand sie ihm gezielt beigebracht hat. Sie tauchen meist erst auf, wenn ein System groß genug wird, und lassen sich aus den Einzelteilen kaum vorhersagen.

  • Emergenz

    Emergenz bezeichnet Fähigkeiten, die ein KI-System plötzlich zeigt, obwohl niemand sie ihm gezielt beigebracht hat. Typischerweise treten sie erst auf, wenn ein System eine bestimmte Größe überschreitet.

  • Emissionsgeschäft

    Das Emissionsgeschäft ist die Ausgabe neuer Wertpapiere durch ein Unternehmen oder einen Staat, meist mit Hilfe von Banken. Diese begleiten die Ausgabe, bestimmen den Preis und verkaufen die Papiere an Anleger.

  • Emissionsvolumen

    Das Emissionsvolumen ist der Gesamtbetrag, den ein Unternehmen oder ein Staat mit der erstmaligen Ausgabe von Aktien oder Anleihen einsammelt. Es zeigt in einer Zahl, wie groß eine solche Kapitalaufnahme ist.

  • Emotional AI

    Emotional AI bezeichnet Computerprogramme, die aus Gesichtern, Stimmen oder Texten auf Gefühle schließen sollen. Die Technik steckt in Callcenter-Software, Autos und Werbeanalysen — ihre wissenschaftliche Grundlage ist allerdings stark umstritten.

  • Emotionserkennung

    Emotionserkennung bezeichnet Computerprogramme, die aus Gesichtern, Stimmen oder Texten auf Gefühle schließen wollen. Die Technik steckt in Werbeforschung, Callcentern und Autos, ist wissenschaftlich umstritten und in der EU teilweise verboten.

  • Empfehlungssystem

    Ein Empfehlungssystem ist ein Computerprogramm, das aus dem bisherigen Verhalten vieler Menschen ableitet, welche Filme, Produkte oder Beiträge einer einzelnen Person gefallen könnten. Es steckt hinter dem Startbildschirm von Netflix, dem Feed von TikTok und den Produktvorschlägen von Amazon.

  • Emulation

    Emulation bedeutet, dass ein Computer das Verhalten eines anderen Geräts vollständig nachbildet, damit fremde Programme darauf laufen. So kann ein moderner PC etwa Software ausführen, die für eine alte Spielkonsole geschrieben wurde.

  • Emulator

    Ein Emulator ist ein Programm, das einen anderen Computer oder ein anderes Gerät nachbildet, sodass dessen Software auf einer fremden Maschine läuft. So lassen sich alte Spielkonsolen, Handys oder ganze Rechnerarchitekturen auf einem normalen PC ausführen.

  • End-to-End Neural Network

    Ein End-to-End Neural Network ist ein lernendes Computerprogramm, das direkt von der Rohdateneingabe bis zum fertigen Ergebnis alles in einem Stück löst. Statt vieler einzeln gebauter Zwischenschritte gibt es nur ein System, das im Training als Ganzes optimiert wird.

  • End-to-End-Test

    Ein End-to-End-Test prüft ein fertiges Programm so, wie ein echter Nutzer es benutzt: von der ersten Eingabe bis zum sichtbaren Ergebnis. Er zeigt, ob alle beteiligten Teile zusammen funktionieren, nicht nur jedes Teil für sich.

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

    Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet: Eine Nachricht wird auf dem Gerät des Absenders unlesbar gemacht und erst auf dem Gerät des Empfängers wieder lesbar. Selbst der Anbieter des Dienstes, über dessen Server die Nachricht läuft, kann den Inhalt nicht mitlesen.

  • Endpoint

    Ein Endpoint ist eine feste Internetadresse, an die ein Programm eine Anfrage schickt und von der es eine Antwort zurückbekommt. Bei KI-Diensten ist der Endpoint die Stelle, an der ein Modell auf fremden Servern erreichbar ist.

  • Engineering Sample

    Ein Engineering Sample ist ein frühes Testexemplar eines Computerchips, das der Hersteller vor dem Verkaufsstart an Partner und Testlabore gibt. Es sieht aus wie das spätere Produkt, läuft aber oft langsamer und darf offiziell nicht weiterverkauft werden.

  • Ensemble

    Ein Ensemble ist eine Gruppe mehrerer Computerprogramme, die dieselbe Aufgabe lösen und ihre Ergebnisse anschließend zu einer gemeinsamen Antwort zusammenfassen. Weil sich die Fehler der einzelnen Programme oft gegenseitig ausgleichen, ist die Gruppe meist zuverlässiger als jedes Mitglied allein.

  • Ensemble-Methode

    Eine Ensemble-Methode kombiniert mehrere Vorhersagemodelle zu einem gemeinsamen Ergebnis, statt sich auf ein einzelnes zu verlassen. Weil sich die Fehler der einzelnen Modelle teilweise gegenseitig ausgleichen, ist die Gruppe meist genauer als jedes Mitglied für sich.

  • Enterprise Beta

    Eine Enterprise Beta ist eine Testphase, in der ein Softwarehersteller ein noch unfertiges Produkt zuerst an ausgewählte Firmenkunden gibt. Diese Kunden dürfen es im echten Arbeitsalltag einsetzen, melden Fehler zurück und bekommen dafür einen zeitlichen Vorsprung.

  • Enterprise Frontier Safeguards

    Enterprise Frontier Safeguards sind die Schutzvorkehrungen, mit denen Unternehmen die leistungsfähigsten KI-Systeme im eigenen Betrieb absichern. Dazu gehören technische Sperren, Prüfverfahren und feste Regeln, wer das System wofür einsetzen darf.

  • Enterprise Search

    Enterprise Search ist eine Suchfunktion, die nicht das offene Internet durchsucht, sondern die Dokumente, Mails und Datenbanken einer einzelnen Firma. Sie muss dabei genau beachten, wer welche Inhalte überhaupt sehen darf.

  • Enterprise Value zu Free Cash Flow

    Enterprise Value zu Free Cash Flow ist eine Kennzahl, die den Gesamtpreis eines Unternehmens mit dem Geld vergleicht, das am Ende eines Jahres tatsächlich frei übrig bleibt. Sie zeigt in einer einzigen Zahl, wie viele Jahresüberschüsse an Bargeld man für ein Unternehmen bezahlt.

  • Entitlement

    Ein Entitlement ist die festgehaltene Erlaubnis, eine bestimmte Funktion oder einen bestimmten Inhalt zu nutzen. Software prüft vor jeder Nutzung, ob für den jeweiligen Nutzer eine solche Erlaubnis hinterlegt ist.

  • Entity

    Eine Entity ist ein eindeutig benennbares Ding in einem Text oder einer Datenbank – etwa eine Person, eine Firma, ein Ort oder ein Datum. Computer erkennen solche Entitäten, um aus Sätzen verwertbare Informationen zu machen.

  • Entity List

    Die Entity List ist eine schwarze Liste der US-Regierung. Firmen und Organisationen darauf dürfen bestimmte US-Produkte und -Technologien nur noch mit Sondergenehmigung bekommen – für die Chip- und KI-Branche eine der härtesten politischen Waffen.

  • Entwickler-API

    Eine Entwickler-API ist eine feste Zugangsstelle, über die ein Programm die Funktionen eines anderen Programms nutzen kann. Bei KI-Anbietern ist sie der übliche Weg, ein Sprachmodell in eine eigene App einzubauen, ohne es selbst zu betreiben.

  • Environment-Variable

    Eine Environment-Variable ist ein benannter Wert, den das Betriebssystem außerhalb eines Programms bereithält und den das Programm beim Start abfragen kann. So lassen sich Einstellungen und Passwörter ändern, ohne den Programmcode selbst anzufassen.

  • Equalizer

    Ein Equalizer ist ein Werkzeug, das bestimmte Tonhöhenbereiche eines Klangs lauter oder leiser macht. Er steckt in Musik-Apps, Kopfhörern, Autoradios und in fast jeder professionellen Tonaufnahme.

  • Equity

    Equity bezeichnet den Eigentumsanteil an einem Unternehmen – also den Teil, der einem selbst gehört und nicht auf Schulden beruht. Wer Equity hält, besitzt ein Stück der Firma und profitiert, wenn ihr Wert steigt.

  • Equity Deal

    Ein Equity Deal ist eine Vereinbarung, bei der jemand Geld in ein Unternehmen steckt und dafür Anteile am Unternehmen bekommt. Anders als bei einem Kredit wird das Geld nicht zurückgezahlt – der Geldgeber wird stattdessen Mitbesitzer und verdient nur, wenn die Firma an Wert gewinnt.

  • Erdős-Problem

    Ein Erdős-Problem ist eine ungelöste mathematische Frage, die der ungarische Mathematiker Paul Erdős gestellt hat. Solche Fragen sind kurz formuliert, aber extrem schwer zu beantworten – und dienen heute als Härtetest für KI-Systeme.

  • Ereignisprotokoll

    Ein Ereignisprotokoll ist eine Liste, in die ein Computerprogramm laufend hineinschreibt, was gerade passiert ist – mit Zeitpunkt und kurzer Beschreibung. Solche Protokolle sind die wichtigste Grundlage, um Fehler zu finden, Angriffe nachzuweisen und den Betrieb großer Systeme zu überwachen.

  • Ereignisprotokollierung

    Ereignisprotokollierung bedeutet, dass ein Computerprogramm laufend aufschreibt, was es tut: wer sich angemeldet hat, welche Datei geöffnet wurde, wo ein Fehler auftrat. Diese Aufzeichnungen sind die wichtigste Grundlage, um Störungen zu suchen, Angriffe zu erkennen und im Nachhinein zu beweisen, was passiert ist.

  • Ereignisstrom

    Ein Ereignisstrom ist eine fortlaufende Folge von Meldungen darüber, was gerade passiert ist – etwa jede Kartenzahlung oder jeder Klick. Statt Daten erst zu sammeln und später auszuwerten, verarbeiten Systeme sie hier direkt in dem Moment, in dem sie eintreffen.

  • Erfindungspatent

    Ein Erfindungspatent ist ein staatlich verliehenes Recht, das dem Erfinder für begrenzte Zeit erlaubt, anderen die Nutzung seiner Erfindung zu verbieten. Im Gegenzug muss er die Erfindung öffentlich und vollständig beschreiben.

  • Ergebnisbasierte Abrechnung

    Bei der ergebnisbasierten Abrechnung zahlt ein Kunde nicht für die Nutzung einer Software, sondern nur für ein tatsächlich erreichtes Ergebnis. Bei KI-Anbietern kostet zum Beispiel jeder gelöste Kundenfall Geld, nicht jede gestellte Frage.

  • ERP

    ERP steht für Enterprise Resource Planning und bezeichnet eine große Software, die alle wichtigen Abläufe eines Unternehmens in einer gemeinsamen Datenbasis zusammenführt. Einkauf, Lager, Produktion, Buchhaltung und Personal arbeiten damit mit denselben Zahlen statt mit getrennten Listen.

  • ESLint-Plugin

    Ein ESLint-Plugin ist eine Erweiterung für ESLint, ein Programm, das JavaScript-Code automatisch auf Fehler und schlechten Stil prüft. Es fügt dieser Prüfung zusätzliche Regeln hinzu, zum Beispiel für ein bestimmtes Framework oder für Sicherheitsfragen.

  • ETL-Pipeline

    Eine ETL-Pipeline ist eine automatische Kette von Arbeitsschritten, die Daten aus verschiedenen Quellen einsammelt, in eine einheitliche Form bringt und in einen zentralen Speicher schreibt. Sie ist die unsichtbare Vorarbeit hinter fast jeder Statistik, jedem Dashboard und jedem KI-Training.

  • EU AI Act

    Der EU AI Act ist ein Gesetz der Europäischen Union, das den Einsatz künstlicher Intelligenz regelt. Es sortiert Anwendungen nach ihrem Risiko: Je größer der mögliche Schaden für Menschen, desto strenger die Pflichten für den Anbieter.

  • EuGH

    Der EuGH ist das höchste Gericht der Europäischen Union. Er entscheidet verbindlich, wie EU-Regeln zu verstehen sind – etwa beim Datenschutz, bei Plattformen und bei KI-Diensten.

  • Euler-Gleichungen

    Die Euler-Gleichungen beschreiben mathematisch, wie sich eine Flüssigkeit oder ein Gas bewegt, wenn man die innere Reibung vernachlässigt. Sie sind die Grundlage vieler Strömungssimulationen und ein wichtiger Testfall für KI-Modelle, die Physik berechnen sollen.

  • Euro-Stablecoin

    Ein Euro-Stablecoin ist digitales Geld auf Basis der Krypto-Technik, das immer einen Euro wert sein soll. Anders als Bitcoin schwankt sein Preis kaum, weil der Herausgeber für jeden ausgegebenen Token echtes Geld zurücklegt.

  • EUV

    EUV steht für extrem ultraviolettes Licht mit einer Wellenlänge von 13,5 Nanometern. Damit werden die feinsten Strukturen moderner Computerchips belichtet – ein Verfahren, das weltweit nur ein einziger Hersteller beherrscht.

  • EUV-Laserquellen

    EUV-Laserquellen erzeugen extrem kurzwelliges Licht mit einer Wellenlänge von 13,5 Nanometern, mit dem die feinsten Strukturen moderner Computerchips belichtet werden. Sie entstehen, indem ein starker Laser winzige Zinntropfen zu leuchtendem Plasma verdampft.

  • EUV-Lithografie

    EUV-Lithografie ist das Verfahren, mit dem die feinsten Strukturen moderner Computerchips auf Siliziumscheiben belichtet werden. Es nutzt extrem kurzwelliges Licht und stammt weltweit von einem einzigen Hersteller, dem niederländischen Konzern ASML.

  • Eval

    Ein Eval ist ein standardisierter Test, mit dem geprüft wird, wie gut ein KI-System bestimmte Aufgaben löst. Statt sich auf einen Eindruck zu verlassen, misst man die Trefferquote an vielen Aufgaben mit bekannter Lösung.

  • Event Contracts

    Event Contracts sind Finanzverträge, deren Auszahlung allein davon abhängt, ob ein bestimmtes Ereignis eintritt oder nicht. Wer richtig liegt, bekommt einen festen Betrag ausgezahlt, wer falsch liegt, verliert seinen Einsatz.

  • Event-Stream

    Ein Event-Stream ist eine fortlaufende Kette von Meldungen über Dinge, die gerade passiert sind – etwa jeder Klick in einem Onlineshop oder jeder ausgeführte Börsenauftrag. Programme lesen diese Kette in der Reihenfolge des Geschehens und reagieren sofort, statt auf einen späteren Sammelabruf zu warten.

  • Eventbasierte Sensoren

    Eventbasierte Sensoren sind Kameras, die keine vollständigen Bilder aufnehmen, sondern nur melden, wo sich die Helligkeit gerade verändert hat. Dadurch reagieren sie extrem schnell, brauchen wenig Strom und liefern statt Bildern einen Strom einzelner Messpunkte.

  • Evergreening

    Evergreening bezeichnet die Strategie, ein auslaufendes Schutzrecht durch kleine Änderungen am Produkt künstlich zu verlängern. Ursprünglich stammt der Begriff aus der Pharmabranche, heute taucht er auch bei Software, Datenrechten und KI-Modellen auf.

  • Evidence Ledger

    Ein Evidence Ledger ist ein fortlaufendes, nachträglich nicht mehr veränderbares Verzeichnis, in dem festgehalten wird, worauf eine Entscheidung oder eine Aussage beruht. In KI-Systemen dient es dazu, später belegen zu können, welche Daten, Quellen und Zwischenschritte zu einem Ergebnis geführt haben.

  • Exaflop

    Ein Exaflop ist eine Trillion Rechenschritte mit Kommazahlen pro Sekunde – ein Maß für die Geschwindigkeit sehr großer Computer. Rechner, die dieses Tempo erreichen, gelten als Supercomputer der obersten Klasse und werden für Klimamodelle, Materialforschung und KI-Training gebaut.

  • Exascale

    Exascale bezeichnet Supercomputer, die mindestens eine Trillion Rechenschritte pro Sekunde schaffen — eine Eins mit 18 Nullen. Seit 2022 gibt es solche Maschinen wirklich; sie kosten mehrere hundert Millionen Euro und verbrauchen so viel Strom wie eine Kleinstadt.

  • Excel-Plugin

    Ein Excel-Plugin ist ein Zusatzprogramm, das man in die Tabellenkalkulation Excel einbaut, um sie um neue Funktionen zu erweitern. In den letzten Jahren nutzen viele solcher Erweiterungen KI, etwa um Formeln vorzuschlagen oder Texte in Tabellen auszuwerten.

  • Execution Loop

    Ein Execution Loop ist der wiederholte Ablauf, mit dem ein KI-Programm eine Aufgabe Schritt für Schritt abarbeitet: überlegen, handeln, Ergebnis prüfen, von vorn beginnen. Er ist der Kern moderner KI-Assistenten, die nicht nur antworten, sondern selbst etwas tun.

  • Executive Order

    Eine Executive Order ist eine schriftliche Anweisung des US-Präsidenten an die Behörden des Staates. Sie wirkt sofort und ohne Zustimmung des Parlaments, kann aber von einem Nachfolger genauso schnell wieder aufgehoben werden.

  • ExecuTorch

    ExecuTorch ist ein von Meta entwickeltes Open-Source-Werkzeug, mit dem trainierte KI-Modelle direkt auf Handys, Brillen und kleinen Geräten laufen. Es übersetzt Modelle aus der Entwicklungsumgebung PyTorch in eine sehr schlanke Form, die ohne Verbindung zu einem Rechenzentrum auskommt.

  • Exfiltration

    Exfiltration bezeichnet das heimliche Herausschleusen von Daten aus einem Netzwerk oder System durch Angreifer. Sie ist der Schritt, bei dem aus einem Einbruch ein echter Datendiebstahl wird.

  • Exfiltrationsvektor

    Ein Exfiltrationsvektor ist der konkrete Weg, über den Daten unbemerkt aus einem System nach außen gelangen. In der IT-Sicherheit und bei KI-Systemen beschreibt der Begriff, wo ein Angreifer ansetzen kann, um an vertrauliche Informationen zu kommen.

  • Expand and Contract

    Expand and Contract ist ein Vorgehen, um laufende Software umzubauen, ohne sie abzuschalten: Erst existieren alte und neue Variante gleichzeitig, dann wird die alte entfernt. Das Muster wird vor allem bei Datenbanken und Schnittstellen zwischen Programmen eingesetzt.

  • Expedited Discovery

    Expedited Discovery ist eine Anordnung eines US-Gerichts, mit der eine Partei schon vor dem normalen Zeitplan Dokumente, E-Mails oder Zeugenaussagen der Gegenseite herausverlangen darf. In Tech-Prozessen um gestohlene Geschäftsgeheimnisse oder KI-Modelle ist das oft der erste harte Schlag.

  • Experiment-Design

    Experiment-Design ist die Kunst, einen Test so zu planen, dass sein Ergebnis wirklich etwas beweist. Man legt vorher fest, was verglichen wird, wer verglichen wird und woran man Erfolg misst — damit am Ende nicht Zufall oder ein Denkfehler die Antwort liefert.

  • Exploit

    Ein Exploit ist ein Stück Code oder eine bestimmte Eingabe, die einen Fehler in einem Programm gezielt ausnutzt, um es zu etwas zu bringen, was es nicht tun sollte. Aus einem harmlosen Programmierfehler wird so ein Einfallstor für Angreifer.

  • Exploit-Entwicklung

    Exploit-Entwicklung bezeichnet die Arbeit, aus einem Programmierfehler in einer Software ein funktionierendes Angriffswerkzeug zu bauen. Sie ist zugleich das Handwerk von Kriminellen und ein anerkannter Teil professioneller IT-Sicherheitsprüfungen.

  • ExploitBench

    ExploitBench ist ein Test, mit dem Forschende messen, ob ein KI-System Sicherheitslücken in Software selbstständig ausnutzen kann. Die KI bekommt dabei verwundbare Programme in einer abgeschotteten Umgebung vorgesetzt und wird danach bewertet, ob der Angriff tatsächlich gelingt.

  • ExploitGym

    ExploitGym ist eine Trainings- und Testumgebung, in der Programme lernen sollen, Sicherheitslücken in Software zu finden und auszunutzen. Sie stellt dafür absichtlich unsichere Übungsprogramme bereit und bewertet automatisch, ob ein Angriff geglückt ist.

  • ExploitGym-Benchmark

    Der ExploitGym-Benchmark ist ein standardisierter Test, mit dem geprüft wird, wie gut ein KI-System Sicherheitslücken in Software selbstständig findet und ausnutzt. Er läuft in abgeschotteten Übungsumgebungen und liefert eine Zahl, die verschiedene Systeme vergleichbar macht.

  • Exponentielle erzeugende Funktion

    Eine exponentielle erzeugende Funktion packt eine ganze unendliche Zahlenfolge in einen einzigen mathematischen Ausdruck, wobei jedes Folgenglied durch die Fakultät seiner Position geteilt wird. Das ist besonders praktisch, wenn man zählen will, auf wie viele Arten sich unterscheidbare Objekte anordnen oder aufteilen lassen.

  • Export

    Ein Export ist das Herausschreiben von Daten aus einem Programm in eine Datei, die auch andere Programme lesen können. In der KI-Welt bezeichnet der Begriff außerdem das Umwandeln eines fertig trainierten Modells in ein austauschbares Format.

  • Exportkontrolle

    Exportkontrolle bedeutet, dass ein Staat gesetzlich festlegt, welche Waren und Technologien überhaupt ins Ausland verkauft werden dürfen. In der KI-Branche betrifft das vor allem die schnellsten Rechenchips, deren Verkauf nach China und in andere Länder von den USA stark eingeschränkt wurde.

  • Exportkontrollen

    Exportkontrollen sind staatliche Regeln, die den Verkauf bestimmter Waren und Technologien ins Ausland einschränken oder verbieten. In der KI-Branche betreffen sie vor allem die leistungsstarken Rechenchips, mit denen große KI-Systeme trainiert werden.

  • Exportkontrollen für KI-Chips

    Exportkontrollen für KI-Chips sind staatliche Verbote und Genehmigungspflichten für den Verkauf besonders leistungsfähiger Rechenchips ins Ausland. Vor allem die USA nutzen sie, um China den Zugang zu Hardware für starke KI-Systeme zu erschweren.

  • Expositions-Score

    Ein Expositions-Score ist eine Kennzahl dafür, wie stark ein Beruf, ein Unternehmen oder eine Aufgabe von einer bestimmten Entwicklung betroffen sein könnte – meist von Künstlicher Intelligenz. Er sagt nicht, dass etwas verschwindet, sondern nur, wie groß die Berührungsfläche ist.

  • Exposure-Kontrolle

    Exposure-Kontrolle bedeutet, dass man festlegt und überwacht, wie viel Geld in einem einzelnen Bereich auf dem Spiel steht. Sie soll verhindern, dass ein einzelner Fehlschlag ein ganzes Unternehmen oder Depot mitreißt.

  • Exposure-Score

    Ein Exposure-Score ist eine Kennzahl, die angibt, wie stark etwas von einer Entwicklung betroffen ist – zum Beispiel ein Beruf von künstlicher Intelligenz oder ein Unternehmen von einem bestimmten Markt. Der Wert misst nur die Berührung mit dem Thema, nicht automatisch einen Schaden oder Nutzen.

  • EXR

    EXR ist die gängige Kurzform für „Exchange Rate“, also den Wechselkurs zwischen zwei Währungen. Vor allem die Europäische Zentralbank nutzt EXR als Namen für ihre Datenreihen mit den täglichen Euro-Referenzkursen.

  • Extended Reasoning

    Extended Reasoning bezeichnet einen Betriebsmodus von Sprachprogrammen wie ChatGPT, in dem das Programm vor der Antwort länger rechnet und Zwischenschritte notiert. Für schwierige Aufgaben steigt dadurch die Trefferquote, die Antwort dauert aber länger und kostet mehr.

  • Extensions (iOS)

    Extensions sind kleine Zusatzprogramme, die eine iPhone-App an anderen Stellen des Systems verfügbar machen — etwa als Tastatur, als Widget auf dem Startbildschirm oder als Eintrag im Teilen-Menü. Sie laufen getrennt von der Hauptanwendung und dürfen nur eng begrenzte Aufgaben übernehmen.

  • Externalitäten

    Externalitäten sind Kosten oder Vorteile, die bei Unbeteiligten anfallen, ohne dass jemand dafür zahlt oder bezahlt wird. In der Tech-Debatte tauchen sie überall dort auf, wo Rechenzentren, Datensammlung oder automatisierte Systeme Folgen für Menschen haben, die weder Kunde noch Anbieter sind.

  • Extremereignis

    Ein Extremereignis ist ein sehr seltener Vorfall mit sehr großer Wirkung, etwa ein Börsencrash oder eine Jahrhundertflut. Weil solche Fälle in den Daten kaum vorkommen, unterschätzen Statistik und KI-Modelle sie systematisch.

F

  • F1-Score

    Der F1-Score ist eine Kennzahl zwischen 0 und 1, die misst, wie gut ein Computerprogramm bei einer Ja/Nein-Entscheidung abschneidet. Er fasst zwei Fehlerarten in einer einzigen Zahl zusammen: falscher Alarm und übersehene Fälle.

  • Façading

    Façading bezeichnet die Praxis, ein Produkt oder Unternehmen nach außen als eigene KI-Entwicklung darzustellen, obwohl im Inneren fremde Technik oder sogar menschliche Arbeit die Aufgabe erledigt. Der Begriff fällt vor allem in Berichten über überbewertete Start-ups und irreführendes Marketing.

  • Factory-to-Consumer

    Factory-to-Consumer bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem eine Fabrik ihre Produkte direkt an Endkunden verkauft, ohne Großhändler und Ladenketten dazwischen. Weil die Zwischenstufen wegfallen, sind die Preise oft niedriger — der Hersteller muss dafür aber selbst Marketing, Versand und Kundenservice übernehmen.

  • Failover

    Failover bezeichnet das automatische Umschalten auf ein Ersatzsystem, wenn ein Computer oder Dienst ausfällt. Ziel ist, dass Nutzer von der Störung möglichst nichts merken.

  • Failure Recovery

    Failure Recovery bezeichnet alle Verfahren, mit denen ein Computersystem nach einem Ausfall wieder in einen funktionierenden Zustand zurückkehrt. Ziel ist, dass Daten erhalten bleiben und der Betrieb möglichst schnell weiterläuft.

  • Fair Use

    Fair Use ist eine Regel im US-Recht, die es erlaubt, fremde Texte, Bilder oder Musik in bestimmten Fällen ohne Erlaubnis zu benutzen. Beim Training von KI-Systemen ist heftig umstritten, ob diese Ausnahme auch für das massenhafte Auswerten fremder Werke gilt.

  • Fair Value

    Der Fair Value ist der Preis, den ein Vermögensgegenstand heute bei einem Verkauf zwischen zwei unabhängigen, gut informierten Parteien erzielen würde. Er ist die zentrale Bewertungsgröße in modernen Bilanzen und ersetzt dort oft den historischen Kaufpreis.

  • Fair-Value-Bewertung

    Die Fair-Value-Bewertung setzt einen Vermögensgegenstand in der Bilanz mit dem Preis an, den er heute am Markt erzielen würde. Sie zeigt den aktuellen Wert statt des früheren Kaufpreises und lässt Bilanzen dadurch stärker schwanken.

  • Fair-Value-Bewertungsanpassung

    Eine Fair-Value-Bewertungsanpassung ist die Korrektur des Werts, mit dem ein Unternehmen einen Besitz in seinen Büchern führt, damit dieser Wert dem heutigen Marktpreis entspricht. Solche Korrekturen erscheinen als Gewinn oder Verlust in der Bilanz, obwohl nichts gekauft oder verkauft wurde.

  • Fairness Collapse

    Fairness Collapse beschreibt den Fall, dass ein Computerprogramm für eine bestimmte Gruppe von Menschen plötzlich deutlich schlechtere Ergebnisse liefert als für alle anderen. Das Programm wirkt insgesamt zuverlässig, versagt aber gezielt bei einer Minderheit.

  • Fairness-Testing

    Fairness-Testing ist die systematische Prüfung, ob ein Computerprogramm bestimmte Personengruppen schlechter behandelt als andere. Dabei vergleicht man die Ergebnisse für verschiedene Gruppen — etwa Männer und Frauen — mit festen Kennzahlen und prüft, ob der Unterschied zu groß ist.

  • Faktenchecking

    Faktenchecking bedeutet, eine Behauptung systematisch mit verlässlichen Quellen zu vergleichen und öffentlich zu bewerten, ob sie stimmt. Weil KI-Programme Texte schreiben, die überzeugend klingen, aber falsch sein können, ist die Prüfung von Aussagen zu einem eigenen Arbeitsfeld geworden.

  • Fakultätsgrenzen

    Fakultätsgrenzen sind die organisatorischen Trennlinien zwischen den großen Fachbereichen einer Universität, etwa zwischen Informatik, Medizin und Rechtswissenschaft. In der KI-Forschung gelten sie als Hindernis, weil viele wichtige Fragen nur gemeinsam von mehreren Fächern beantwortet werden können.

  • Fallback-Chain

    Eine Fallback-Chain ist eine festgelegte Reihenfolge von Ausweichmöglichkeiten: Scheitert der erste Versuch, probiert das System automatisch den zweiten, dann den dritten. In KI-Produkten sorgt sie dafür, dass eine Anfrage auch dann beantwortet wird, wenn das bevorzugte Modell gerade nicht antwortet.

  • False Positive

    Ein False Positive ist ein Fehlalarm: Ein System meldet etwas, das in Wirklichkeit nicht vorliegt. Der Rauchmelder piept, obwohl es nicht brennt — und genau solche Fehlmeldungen sind bei automatischen Prüfsystemen eine der teuersten Fehlerarten.

  • Falsifizierung

    Falsifizierung bedeutet, eine Behauptung durch einen Gegenbeweis zu widerlegen. Der Gedanke stammt aus der Wissenschaftstheorie und ist heute auch die Grundlage dafür, wie man KI-Systeme testet und Fehler in ihnen findet.

  • Faltungsschicht

    Eine Faltungsschicht ist ein Bauteil in Bilderkennungsprogrammen, das ein Bild mit einem kleinen Suchraster Stück für Stück abtastet und dabei Muster wie Kanten oder Ecken findet. Mehrere solcher Schichten hintereinander bauen aus einfachen Mustern nach und nach komplexe Formen zusammen.

  • Fan-out-Query

    Eine Fan-out-Query ist eine einzelne Suchanfrage, die im Hintergrund automatisch in viele kleinere Teilanfragen aufgefächert wird. Suchmaschinen und KI-Assistenten sammeln so Antworten aus mehreren Quellen und fügen sie zu einem einzigen Ergebnis zusammen.

  • Farbraumumwandlung

    Farbraumumwandlung bedeutet, dieselbe Farbe von einem Zahlensystem in ein anderes umzurechnen, etwa von der Beschreibung für Bildschirme in die für Druckmaschinen. Sie sorgt dafür, dass ein Foto auf Handy, Monitor und Papier möglichst gleich aussieht.

  • FastText

    FastText ist ein von Facebook entwickeltes Werkzeug, das Wörter in Zahlenreihen umrechnet und Texte automatisch einordnet. Es zerlegt Wörter dabei in kurze Buchstabenfolgen und versteht so auch Wörter, die es nie gesehen hat.

  • FCC

    Die FCC ist die US-Behörde, die Funk, Telefon, Kabel und Internet in den Vereinigten Staaten reguliert. Sie vergibt Funkfrequenzen, lässt Geräte zu und setzt Regeln für Mobilfunk-, Satelliten- und Internetanbieter.

  • FD-Bench

    FD-Bench ist eine standardisierte Testsammlung, mit der Forscher vergleichen, wie gut Computerprogramme das Verhalten von Flüssigkeiten und Gasen vorhersagen. Sie prüft vor allem lernende Modelle, die klassische Strömungsberechnungen ersetzen oder beschleunigen sollen.

  • FDA-Zulassung

    Die FDA-Zulassung ist die offizielle Erlaubnis der US-Arzneimittelbehörde, ein Medikament oder ein medizinisches Gerät in den USA zu verkaufen. Sie gilt weltweit als wichtiger Prüfstein und bewegt regelmäßig Aktienkurse von Pharma- und Medizintechnikfirmen.

  • Feature Flag

    Ein Feature Flag ist ein eingebauter Schalter in einer Software, mit dem eine neue Funktion an- oder ausgeschaltet werden kann, ohne das Programm neu ausliefern zu müssen. So lassen sich Neuerungen zuerst an kleinen Nutzergruppen testen und im Notfall sofort wieder abschalten.

  • Feature-Branch

    Ein Feature-Branch ist eine abgetrennte Arbeitskopie eines Software-Projekts, in der genau eine neue Funktion entwickelt wird. Erst wenn sie fertig und geprüft ist, wird die Arbeit mit der Hauptversion des Projekts zusammengeführt.

  • Feature-Entdeckung

    Feature-Entdeckung bezeichnet die Fähigkeit lernender Programme, selbst herauszufinden, welche Eigenschaften von Daten für eine Aufgabe wichtig sind. Früher legten Menschen diese Eigenschaften von Hand fest, heute entstehen sie beim Training von allein.

  • Federated Learning

    Federated Learning ist ein Verfahren, bei dem viele Geräte gemeinsam ein Computerprogramm verbessern, ohne ihre Daten herauszugeben. Statt der Daten wandern nur die Lernergebnisse zu einem zentralen Server.

  • Fediverse

    Das Fediverse ist ein Verbund vieler eigenständiger sozialer Netzwerke, die sich gegenseitig Nachrichten schicken können. Wer bei einem dieser Dienste ein Konto hat, kann Leuten auf allen anderen folgen – ähnlich wie bei E-Mail.

  • Feed

    Ein Feed ist die endlose Liste von Beiträgen, die eine App wie Instagram, TikTok oder X anzeigt. Welche Inhalte dort oben landen, entscheidet meist nicht die Uhrzeit, sondern ein Programm, das die Reihenfolge nach erwarteter Aufmerksamkeit sortiert.

  • Feedback-Loop

    Ein Feedback-Loop ist ein Kreislauf, in dem das Ergebnis eines Systems wieder zu dessen Eingabe wird und so das nächste Ergebnis beeinflusst. In der KI-Welt sorgt das dafür, dass Systeme aus ihrer eigenen Wirkung lernen — im Guten wie im Schlechten.

  • Feedback-Schleife

    Eine Feedback-Schleife entsteht, wenn das Ergebnis eines Systems wieder zu dessen Eingang wird und das nächste Ergebnis beeinflusst. In der KI ist das ein zentrales Prinzip: Rückmeldungen von Menschen oder aus dem laufenden Betrieb verbessern ein System — oder verstärken seine Fehler.

  • Feinjustierung

    Feinjustierung bedeutet, ein bereits fertig trainiertes KI-Modell mit zusätzlichen, speziell ausgewählten Beispielen weiter zu trainieren. So wird aus einem Allrounder ein Spezialist für eine bestimmte Aufgabe, ohne dass man das Modell von Grund auf neu bauen muss.

  • Fel-Vermutung

    Die Fel-Vermutung ist eine unbewiesene Behauptung, die in Diskussionen über KI und Mathematik auftaucht. Zu diesem Namen liegen jedoch keine gesicherten Angaben vor, weshalb dieser Eintrag vor allem erklärt, was eine Vermutung überhaupt ist und wie man mit unklaren Fachbegriffen umgeht.

  • Felony Bench

    Felony Bench ist ein Test, mit dem geprüft wird, ob KI-Sprachprogramme bei klar strafbaren Anfragen mithelfen oder sich weigern. Solche Prüfsammlungen dienen dazu, die Sicherheitsgrenzen eines Systems messbar und vergleichbar zu machen.

  • Fermat-Vermutung

    Die Fermat-Vermutung besagt, dass die Gleichung a hoch n plus b hoch n gleich c hoch n für n größer als 2 keine Lösung mit positiven ganzen Zahlen hat. Sie blieb rund 350 Jahre unbewiesen und wurde 1994 von Andrew Wiles gelöst.

  • Fermats letzter Satz

    Fermats letzter Satz besagt, dass die Gleichung a hoch n plus b hoch n gleich c hoch n für Hochzahlen größer als 2 keine Lösung mit positiven ganzen Zahlen hat. Die Behauptung stand ab 1637 unbewiesen im Raum und wurde erst 1994 von Andrew Wiles bewiesen.

  • Festkörperbatterie

    Eine Festkörperbatterie ist ein Akku, in dem der Strom im Inneren nicht durch eine Flüssigkeit wandert, sondern durch ein festes Material. Das soll Akkus sicherer machen und mehr Energie auf gleichem Raum unterbringen – die Serienfertigung ist aber noch schwierig.

  • FEV-Bench

    FEV-Bench ist ein Test, mit dem man prüft, wie gut Computerprogramme mit künstlicher Intelligenz echte Programmieraufgaben lösen, bei denen sie neue Funktionen in bestehenden Code einbauen und ihre Arbeit selbst überprüfen müssen. Statt kleiner Rätselaufgaben stehen darin Aufgaben aus echten Software-Projekten.

  • Few-Shot Learning

    Few-Shot Learning bedeutet, dass ein Computerprogramm eine neue Aufgabe schon nach wenigen Beispielen richtig löst. Bei heutigen Sprachprogrammen reicht dafür oft, ein paar Beispiele direkt in die Anfrage zu schreiben.

  • Fields-Medaille

    Die Fields-Medaille ist die bekannteste Auszeichnung der Mathematik. Sie wird alle vier Jahre an bis zu vier Forschende vergeben, die zum Zeitpunkt der Verleihung höchstens 40 Jahre alt sind.

  • FIFO-Queue

    Eine FIFO-Queue ist eine Warteschlange, in der das zuerst Hineingelegte auch zuerst wieder herauskommt. Computer nutzen dieses Prinzip überall dort, wo Aufgaben, Nachrichten oder Daten der Reihe nach abgearbeitet werden sollen.

  • Filament

    Filament ist der aufgerollte Kunststoffdraht, den die häufigste Art von 3D-Druckern als Material verwendet. Der Draht wird im Druckkopf geschmolzen und Schicht für Schicht zu einem Werkstück aufgetragen.

  • Files API

    Eine Files API ist eine Schnittstelle, über die Programme Dateien wie PDFs, Bilder oder Tabellen auf den Server eines KI-Anbieters hochladen und dort ablegen. Das Modell kann anschließend mit diesen Dateien arbeiten, ohne dass der Inhalt bei jeder Anfrage erneut mitgeschickt werden muss.

  • Fill-in-the-Blank

    Fill-in-the-Blank bezeichnet ein Trainingsverfahren, bei dem ein Computerprogramm aus Texten lernt, in denen einzelne Wörter entfernt wurden. Das Programm muss die fehlenden Wörter erraten – und lernt dabei ganz nebenbei, wie Sprache funktioniert.

  • Fill-in-the-Middle

    Fill-in-the-Middle ist eine Trainingsmethode, bei der ein Textmodell lernt, eine Lücke zwischen zwei vorhandenen Textstücken zu füllen. Sie ist der Grund, warum Programmierassistenten sinnvolle Vorschläge machen können, wenn der Cursor mitten in einer Datei steht.

  • Fine-Tuning

    Fine-Tuning bedeutet, ein bereits fertig trainiertes KI-Modell mit zusätzlichen, speziell ausgewählten Beispielen weiter zu trainieren. So passt man ein allgemeines Modell an eine bestimmte Aufgabe, Sprache oder einen Firmenstil an, ohne es von null neu aufzubauen.

  • Fingerprinting

    Fingerprinting ist ein Verfahren, bei dem Webseiten aus vielen kleinen technischen Eigenschaften eines Geräts einen eindeutigen Erkennungswert berechnen. Damit lassen sich Nutzer wiedererkennen, ohne dass etwas auf dem Gerät gespeichert wird.

  • Finite-Time-Singularität

    Eine Finite-Time-Singularität ist ein Punkt, an dem eine berechnete Größe nach einer endlichen Zeitspanne unendlich groß wird. Solche Punkte treten in mathematischen Modellen auf, etwa in der Physik, in Wachstumsmodellen der Wirtschaft und in Prognosen über die Entwicklung von KI.

  • Fintech

    Fintech bezeichnet Finanzdienstleistungen, die vor allem über Software und Apps laufen statt über Bankfilialen und Papier. Der Begriff steht sowohl für die Technik selbst als auch für die jungen Unternehmen, die damit Banken und Versicherungen Konkurrenz machen.

  • Firmware

    Firmware ist das kleine Steuerprogramm, das fest in einem Gerät sitzt und dessen Elektronik überhaupt zum Laufen bringt. Ohne Firmware bleibt selbst eine funktionierende Waschmaschine, Festplatte oder Drohne ein Stück tote Technik.

  • First Amendment

    Das First Amendment ist der erste Zusatzartikel zur Verfassung der USA. Er verbietet dem Staat, die Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit einzuschränken, und ist damit der Grund, warum US-Plattformen bei Inhalten anders reguliert werden als europäische.

  • First Loss

    First Loss bezeichnet den Teil einer Finanzierung, der als Erstes ausfällt, wenn Verluste entstehen. Wer diese Position hält, schützt damit alle anderen Geldgeber und verlangt dafür eine hohe Rendite.

  • First-Loss-Tranche

    Die First-Loss-Tranche ist der Teil einer Finanzierung, der als Erster für Verluste haftet. Wer sie hält, verliert sein Geld zuerst — und bekommt dafür die höchste Rendite in Aussicht gestellt.

  • First-Party-Daten

    First-Party-Daten sind Informationen, die ein Unternehmen selbst direkt von seinen Nutzern oder Kunden sammelt – etwa beim Einkauf, beim Anmelden oder beim Klicken auf der eigenen Website. Sie gelten als besonders verlässlich und rechtlich unproblematisch, weil kein fremder Anbieter dazwischensteht.

  • Fitts' Law

    Fitts' Law ist eine Faustformel dafür, wie lange ein Mensch braucht, um mit Hand, Maus oder Finger ein Ziel zu treffen. Je weiter das Ziel entfernt und je kleiner es ist, desto länger dauert es — und desto häufiger geht der Klick daneben.

  • Flash Crash

    Ein Flash Crash ist ein extrem schneller Kurssturz an der Börse, der sich innerhalb von Minuten wieder weitgehend auflöst. Ausgelöst wird er meist nicht durch echte Nachrichten, sondern durch automatische Handelsprogramme, die sich gegenseitig hochschaukeln.

  • Flatrate-Modell

    Ein Flatrate-Modell ist ein Preismodell, bei dem man einen festen Betrag pro Monat zahlt und dafür ein Angebot ohne Mengenbegrenzung nutzen darf. Bei KI-Diensten ist das riskant, weil jede Anfrage den Anbieter echtes Geld kostet — Vielnutzer können ein solches Abo unrentabel machen.

  • Fließkomma-Genauigkeit

    Die Fließkomma-Genauigkeit gibt an, mit wie vielen Stellen ein Computer Kommazahlen speichert. In der KI entscheidet sie darüber, wie viel Speicher ein Modell braucht und wie schnell es rechnet.

  • FLOPs

    FLOPs sind einzelne Rechenschritte mit Kommazahlen, also etwa eine Multiplikation oder eine Addition. Sie dienen als Maßeinheit dafür, wie viel Rechenarbeit ein KI-Modell verschlingt und wie schnell ein Computerchip arbeitet.

  • fMRT

    Die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT, englisch fMRI) ist ein Verfahren, das sichtbar macht, welche Bereiche des Gehirns gerade besonders aktiv sind. Sie misst dazu nicht die Nervenzellen selbst, sondern den Sauerstoffgehalt im Blut — und liefert damit Daten, die heute auch von KI-Systemen ausgewertet werden.

  • FMVSS

    FMVSS sind die verbindlichen Sicherheitsvorschriften, die jedes Auto erfüllen muss, das in den USA verkauft wird. Für selbstfahrende Autos sind sie ein Problem, weil viele Regeln stillschweigend voraussetzen, dass ein Mensch am Steuer sitzt.

  • Follow-on-Offering

    Ein Follow-on-Offering ist der Verkauf zusätzlicher Aktien durch ein Unternehmen, das bereits an der Börse notiert ist. Es ist damit die Fortsetzung des ersten Börsengangs und dient meist dazu, frisches Geld einzusammeln.

  • Forge

    Eine Forge ist eine Internetplattform, auf der Programmierer den Text ihrer Programme gemeinsam speichern, verändern und verwalten. Bekannte Beispiele sind GitHub, GitLab und Codeberg.

  • Fork

    Ein Fork ist die Abspaltung eines Softwareprojekts: Jemand nimmt den vorhandenen Programmcode und entwickelt ihn eigenständig in eine andere Richtung weiter. Bei Kryptowährungen bezeichnet der Begriff die Aufspaltung eines Netzwerks in zwei Versionen mit unterschiedlichen Regeln.

  • Form 8-K

    Form 8-K ist ein Pflichtbericht, den börsennotierte US-Unternehmen kurzfristig bei der US-Börsenaufsicht einreichen müssen, wenn etwas Wichtiges passiert. Anders als Quartals- oder Jahresberichte folgt er keinem Kalender, sondern dem Ereignis – meist innerhalb von vier Werktagen.

  • Formale Verifikation

    Formale Verifikation ist ein mathematischer Beweis, dass ein Programm oder ein Chip sich genau so verhält wie vorgeschrieben. Statt Fehler durch Ausprobieren zu suchen, schließt man sie rechnerisch für alle möglichen Fälle aus.

  • Formalisierung

    Formalisierung heißt, eine Aussage oder Aufgabe aus der Alltagssprache in eine streng eindeutige Schreibweise zu übersetzen, etwa in eine mathematische Formel oder in Regeln, die ein Computer prüfen kann. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Maschinen mit einem Problem überhaupt rechnen können.

  • Formatkonvertierung

    Formatkonvertierung bedeutet, dieselben Inhalte von einer Speicherform in eine andere zu übersetzen, etwa ein Bild von HEIC nach JPEG oder eine Tabelle von Excel nach CSV. Sie ist eine der häufigsten Arbeiten in der Datenverarbeitung, weil verschiedene Programme unterschiedliche Formen erwarten.

  • Formatter

    Ein Formatter ist ein Programm, das Programmtext automatisch nach festen Regeln in eine einheitliche Form bringt – etwa Einrückungen, Zeilenumbrüche und Abstände. Am Inhalt des Programms ändert er nichts, nur an dessen Aussehen.

  • Forward Compatibility

    Forward Compatibility bedeutet, dass ein heutiges System mit Daten oder Zusätzen zurechtkommt, die erst später erfunden werden. Es soll Neues nicht verstehen, aber wenigstens nicht daran scheitern.

  • Forward Multiple

    Ein Forward Multiple setzt den heutigen Börsenwert eines Unternehmens ins Verhältnis zu einer erwarteten Zahl der Zukunft, meist dem Gewinn oder Umsatz des kommenden Jahres. Es ist die gängigste Kennzahl, um zu beurteilen, ob eine Aktie teuer oder günstig bewertet ist – besonders bei schnell wachsenden Tech- und KI-Firmen.

  • Forward Pass

    Der Forward Pass ist der Rechenweg, den eine Eingabe durch ein KI-Modell von vorne bis hinten nimmt, bis am Ende ein Ergebnis herauskommt. Er ist die kleinste Recheneinheit in KI-Systemen: jede Antwort und jedes Trainingsbeispiel beginnt mit einem Forward Pass.

  • Foundation Model

    Ein Foundation Model ist ein sehr großes KI-Modell, das mit riesigen Mengen an Text, Bildern oder Code allgemein trainiert wurde und danach für viele verschiedene Aufgaben weiterverwendet werden kann. Es ist die gemeinsame Grundlage hinter Produkten wie Chatbots, Übersetzern oder Bildgeneratoren.

  • Foundation-Modell

    Ein Foundation-Modell ist ein sehr großes KI-Modell, das mit riesigen Datenmengen allgemein vortrainiert wurde und danach für viele verschiedene Aufgaben weiterverwendet werden kann. Es ist eine Art Grundausstattung, auf der Firmen ihre konkreten Produkte aufbauen, statt jedes Mal von null zu beginnen.

  • Founder Mode

    Founder Mode bezeichnet einen Führungsstil, bei dem der Gründer eines Unternehmens sich tief in Details einmischt, statt Aufgaben komplett an Manager abzugeben. Der Begriff stammt aus einem Text des Investors Paul Graham von 2024 und wird seither in der Tech-Branche heiß diskutiert.

  • FP4

    FP4 ist ein extrem sparsames Zahlenformat, das jede Zahl in einem KI-Modell mit nur vier Bits speichert. Dadurch brauchen Modelle deutlich weniger Speicher und rechnen schneller — allerdings auf Kosten der Genauigkeit.

  • FP8

    FP8 ist ein Zahlenformat, das jede Zahl mit nur acht Bit speichert – also mit acht Ja/Nein-Schaltern. KI-Modelle rechnen damit deutlich schneller und sparsamer als mit den früher üblichen 16 oder 32 Bit, verlieren aber etwas Genauigkeit.

  • FP8-Präzision

    FP8-Präzision bedeutet, dass ein KI-Modell seine Zahlen in nur acht Bit speichert statt in sechzehn oder zweiunddreißig. Das halbiert Speicherbedarf und Rechenaufwand gegenüber dem bisherigen Standard, kostet aber Genauigkeit und erfordert technische Vorkehrungen.

  • FPV-Drohne

    Eine FPV-Drohne ist ein kleines Fluggerät mit Kamera, dessen Bild live in eine Brille des Piloten übertragen wird. Er steuert also nicht aus der Außenansicht, sondern sieht die Welt so, als säße er selbst in der Drohne.

  • Fractional CTO

    Ein Fractional CTO ist eine erfahrene Technikchefin oder ein Technikchef, die oder der ein Unternehmen nur wenige Tage im Monat führt, statt in Vollzeit angestellt zu sein. Junge Firmen bekommen so Erfahrung an der Spitze, ohne ein volles Führungsgehalt zu bezahlen.

  • Frame

    Ein Frame ist ein einzelnes Standbild aus einer Bildfolge, etwa aus einem Video oder einem Computerspiel. Viele solcher Einzelbilder hintereinander ergeben für das Auge eine flüssige Bewegung; wie viele davon pro Sekunde gezeigt werden, ist die Bildrate.

  • Frame-Interpolation

    Frame-Interpolation erzeugt künstliche Zwischenbilder in einem Video, damit Bewegungen flüssiger wirken. Aus 24 Einzelbildern pro Sekunde werden so zum Beispiel 60 oder 120 – ohne dass die Kamera sie je aufgenommen hat.

  • Framework

    Ein Framework ist eine vorgefertigte Grundstruktur für Programme, die Entwicklern viele Standardaufgaben abnimmt. Sie schreiben nur noch die Teile, die ihr Projekt einzigartig machen, und fügen sie in das vorhandene Gerüst ein.

  • Fredericia-Modell

    Das Fredericia-Modell ist ein dänisches Konzept in der Altenpflege: Statt Menschen alles abzunehmen, trainiert man mit ihnen gezielt Alltagsfähigkeiten, damit sie länger selbstständig zu Hause leben. Es gilt als Vorbild für Reformen der Pflege in Europa und wird zunehmend mit Technik und Datenauswertung kombiniert.

  • Free Float

    Der Free Float ist der Anteil der Aktien eines Unternehmens, der tatsächlich frei an der Börse gehandelt werden kann. Anteile von Großeigentümern wie Familien, Staaten oder Gründern werden dabei herausgerechnet.

  • Freemium

    Freemium ist ein Geschäftsmodell, bei dem eine Grundversion eines Produkts kostenlos ist und nur zusätzliche Funktionen Geld kosten. Bei KI-Diensten wie Chatbots ist es heute die übliche Art, Nutzer zu gewinnen und einen Teil von ihnen später zahlen zu lassen.

  • Freiheitsgrad

    Ein Freiheitsgrad ist eine Größe an einem System, die sich unabhängig von allen anderen verändern kann. Der Begriff beschreibt, wie viele Bewegungsrichtungen ein Roboterarm hat oder wie viele Stellschrauben ein statistisches Modell besitzt.

  • Frequenzspektrum Ku-Band bis D-Band

    Ku-Band bis D-Band bezeichnet einen Bereich von Funkfrequenzen zwischen etwa 12 und 170 Gigahertz, der für Satelliten, Richtfunk und schnelle Mobilfunkverbindungen genutzt wird. Je höher die Frequenz, desto mehr Daten passen durch die Verbindung – und desto empfindlicher wird sie gegen Regen und Hindernisse.

  • Frontend-Deployment

    Frontend-Deployment bezeichnet den Vorgang, mit dem der sichtbare Teil einer Website oder App vom Rechner der Entwickler auf öffentlich erreichbare Server gebracht wird. Erst danach sehen Nutzer die neue Version im Browser.

  • Frontier AI

    Frontier AI bezeichnet die jeweils leistungsfähigsten KI-Systeme, die es zu einem Zeitpunkt gibt. Der Begriff steht für die vorderste Grenze des technisch Machbaren – und für die Sicherheitsfragen, die dort entstehen.

  • Frontier Model

    Als Frontier Model bezeichnet man die jeweils leistungsfähigsten KI-Systeme, die es zu einem Zeitpunkt gibt. Der Begriff ist keine Messgröße, sondern eine Einordnung: Diese Modelle liegen an der vorderen Grenze des technisch Machbaren.

  • Frontier-Forschung

    Frontier-Forschung bezeichnet die Arbeit an den leistungsfähigsten KI-Systemen, die es überhaupt gibt. Sie ist extrem teuer, wird von wenigen großen Laboren betrieben und steht im Zentrum der Debatte über Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz.

  • Frontier-Modell

    Ein Frontier-Modell ist ein KI-System, das zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung zu den leistungsfähigsten der Welt gehört. Der Begriff stammt aus der Debatte über Risiken und Regulierung solcher Systeme.

  • FrontierCode

    FrontierCode ist die Bezeichnung für die jeweils leistungsfähigste Generation von KI-Systemen, die Programmcode schreiben, prüfen und verändern können. Der Begriff markiert weniger ein einzelnes Produkt als die vorderste Entwicklungslinie dieser Werkzeuge und die Debatte über ihre Chancen und Risiken.

  • FrontierMath

    FrontierMath ist eine Sammlung extrem schwerer, bisher unveröffentlichter Mathematikaufgaben, an denen KI-Systeme gemessen werden. Sie wurde 2024 vom Forschungsinstitut Epoch AI zusammengestellt, weil die üblichen Mathe-Tests für moderne Modelle zu leicht geworden waren.

  • FSD (Full Self-Driving)

    FSD ist der Name eines Fahrassistenz-Pakets von Tesla, das Autos weitgehend selbstständig lenken, bremsen und abbiegen lässt. Trotz des Namens „Full Self-Driving“ muss der Mensch am Steuer jederzeit eingreifen können und bleibt rechtlich verantwortlich.

  • FTC

    Die FTC ist die US-Behörde, die über fairen Wettbewerb und den Schutz von Verbrauchern wacht. Sie prüft Firmenübernahmen, verfolgt irreführende Werbung und ist damit für große Tech- und KI-Konzerne eine der wichtigsten Kontrollinstanzen.

  • FTE

    FTE steht für „Full-Time Equivalent“, auf Deutsch Vollzeitäquivalent. Die Kennzahl rechnet alle Arbeitsstunden eines Unternehmens in eine Zahl gedachter Vollzeitstellen um und macht so Belegschaften vergleichbar.

  • FUD

    FUD steht für „Fear, Uncertainty and Doubt“ – also Angst, Unsicherheit und Zweifel. Gemeint ist das gezielte Streuen negativer oder vager Behauptungen, um Menschen von einem Produkt, einer Firma oder einer Geldanlage abzubringen.

  • Fulfillment

    Fulfillment bezeichnet alles, was nach einer Online-Bestellung passiert: Ware lagern, heraussuchen, verpacken, verschicken und Rücksendungen bearbeiten. Viele Händler geben diese Arbeit an spezialisierte Dienstleister ab, die ganze Lagerhallen dafür betreiben.

  • Full Duplex Bench

    Full Duplex Bench ist ein Testverfahren, mit dem Forscher messen, wie gut ein sprechendes KI-System ein echtes Gespräch führt — also zuhören und reden zugleich. Geprüft wird vor allem das Timing: Wann fällt die KI ins Wort, wann schweigt sie, wann reagiert sie zu spät.

  • Full-Body-Capture

    Full-Body-Capture bezeichnet Verfahren, mit denen die Bewegungen eines kompletten menschlichen Körpers aufgezeichnet und in digitale Daten übersetzt werden. Diese Daten steuern anschließend eine Spielfigur, eine Filmfigur oder einen Avatar in einer virtuellen Umgebung.

  • Full-Duplex

    Full-Duplex bezeichnet eine Verbindung, bei der beide Seiten gleichzeitig senden und empfangen können — so wie bei einem normalen Telefongespräch, in dem man sich auch ins Wort fallen kann. In der KI-Welt meint der Begriff heute vor allem Sprachassistenten, die zuhören, während sie selbst sprechen.

  • Full-Duplex-Architektur

    Eine Full-Duplex-Architektur erlaubt es einem Sprachsystem, gleichzeitig zu hören und zu sprechen, statt streng abwechselnd. Dadurch wirken Gespräche mit Sprachassistenten natürlicher: Man kann dazwischenreden, und das System reagiert sofort darauf.

  • Full-Stack

    Full-Stack bezeichnet die Arbeit an allen Schichten einer Software: an der sichtbaren Oberfläche und an der Technik dahinter, die Daten speichert und verarbeitet. Ein Full-Stack-Entwickler kann eine Anwendung deshalb allein von Anfang bis Ende bauen.

  • Full-Stack AI

    Full-Stack AI bezeichnet Unternehmen, die alle Ebenen der künstlichen Intelligenz selbst kontrollieren: von den Chips über die Rechenzentren bis zur fertigen App für Kunden. Der Begriff beschreibt also nicht eine Technik, sondern eine Geschäftsstrategie.

  • Full-Stack-Infrastruktur

    Full-Stack-Infrastruktur bedeutet, dass ein Unternehmen alle Ebenen einer KI-Anlage selbst kontrolliert: von den Chips über die Rechenzentren bis zur fertigen Anwendung. Der Begriff fällt vor allem, wenn Konzerne wie Nvidia, Google oder Amazon erklären, warum sie nicht nur ein Teil der Kette sein wollen.

  • Function Calling

    Function Calling bedeutet, dass ein Sprachmodell nicht nur Text schreibt, sondern erkennt, wann ein fremdes Programm gebraucht wird, und dessen Aufruf sauber formuliert. Das Modell liefert Name und Werte für die Anfrage, ausgeführt wird sie außerhalb des Modells.

  • Fundamentmodell

    Ein Fundamentmodell ist ein sehr großes KI-Modell, das mit riesigen Mengen an Text, Bildern oder Code allgemein trainiert wurde und danach für viele verschiedene Aufgaben angepasst werden kann. Systeme wie ChatGPT, Gemini oder Claude bauen auf solchen Modellen auf.

  • Fundrate

    Die Fundrate ist eine kleine Zahlung, die sich Käufer und Verkäufer bei bestimmten Krypto-Wetten gegenseitig überweisen, meist alle acht Stunden. Sie sorgt dafür, dass der Preis dieser Wetten nicht zu weit vom echten Marktpreis abdriftet.

  • Funkspektrum

    Das Funkspektrum ist der Bereich elektromagnetischer Wellen, über den Geräte drahtlos Daten austauschen – von Radio über Mobilfunk bis WLAN. Weil dieser Bereich begrenzt ist, teilen Staaten ihn in Abschnitte auf und versteigern oder vergeben sie an Netzbetreiber.

  • Funktionale Repräsentation

    Eine funktionale Repräsentation beschreibt einen Gegenstand nicht durch seine gespeicherten Daten, sondern durch eine Rechenvorschrift, die auf Anfrage den passenden Wert liefert. Statt eine Liste fertiger Werte abzulegen, speichert man also eine Regel, die diese Werte erzeugt.

  • Funktionsaufruf

    Beim Funktionsaufruf gibt ein Sprachmodell keine fertige Antwort aus, sondern die strukturierte Anweisung, ein externes Programm zu benutzen — etwa eine Suche, einen Taschenrechner oder eine Datenbank. Das Ergebnis dieses Programms fließt anschließend zurück in die Antwort.

  • Futures

    Ein Future ist ein verbindlicher Vertrag, heute einen Preis für eine Ware oder ein Wertpapier festzulegen, das erst zu einem späteren Termin geliefert und bezahlt wird. Futures dienen dazu, sich gegen Preisschwankungen abzusichern – oder auf sie zu wetten.

  • Fuzzing

    Fuzzing ist ein automatisches Testverfahren, bei dem ein Programm mit riesigen Mengen zufälliger oder absichtlich fehlerhafter Eingaben beschossen wird. Stürzt es dabei ab, hat man eine Schwachstelle gefunden, die Angreifer sonst ausnutzen könnten.

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  • GAAP

    GAAP ist das offizielle Regelwerk, nach dem US-Unternehmen ihre Zahlen in Geschäftsberichten aufschreiben müssen. Es legt fest, wann ein Umsatz als Umsatz zählt und wie Kosten verbucht werden, damit sich Firmen miteinander vergleichen lassen.

  • GAFA

    GAFA ist ein Kurzwort für die vier großen amerikanischen Technologiekonzerne Google, Apple, Facebook und Amazon. Der Begriff steht in Wirtschaftsnachrichten oft stellvertretend für die enorme Marktmacht dieser Firmen.

  • Gain-of-Function-Forschung

    Gain-of-Function-Forschung bezeichnet Laborversuche, in denen Krankheitserreger absichtlich verändert werden, damit sie neue Fähigkeiten bekommen – etwa sich leichter zu verbreiten. Ziel ist es, künftige Ausbrüche besser zu verstehen; gleichzeitig gilt diese Forschung als besonders risikoreich und wird streng reguliert.

  • Gate

    Ein Gate ist ein steuerbarer Schalter in einem künstlichen neuronalen Netz, der entscheidet, wie viel von einem Signal weitergegeben und wie viel zurückgehalten wird. Solche Schalter regeln zum Beispiel, was ein Modell sich merkt, was es vergisst und welcher Teil des Netzes für eine Eingabe überhaupt rechnet.

  • Gated Capability

    Eine Gated Capability ist eine Fähigkeit eines KI-Systems, die absichtlich hinter einer Zugangshürde liegt und nicht für jeden Nutzer freigeschaltet ist. Der Anbieter entscheidet, wer sie nutzen darf – etwa nach Prüfung, Vertrag oder Nachweis eines Zwecks.

  • Gated DeltaNet

    Gated DeltaNet ist eine Bauweise für Sprachmodelle, die sich Gelesenes in einem festen, ständig überschriebenen Gedächtnis merkt statt den ganzen Text mitzuschleppen. Dadurch bleibt der Rechenaufwand pro Wort gleich, auch wenn der Text sehr lang wird.

  • Gatekeeper

    Als Gatekeeper bezeichnet die EU sehr große Digitalkonzerne, die den Zugang zu wichtigen Online-Diensten kontrollieren. Wer diesen Status trägt, muss besondere Regeln einhalten, damit kleinere Anbieter eine faire Chance haben.

  • Gatekeeper-Muster

    Das Gatekeeper-Muster ist ein Bauprinzip für Software: Jede Anfrage von außen läuft zuerst durch eine einzige vorgeschaltete Stelle, die prüft, filtert und erst dann weiterleitet. In KI-Systemen sitzt dieser Türsteher meist vor dem Sprachmodell und blockt schädliche Eingaben und Ausgaben.

  • Gatekeeping

    Gatekeeping bezeichnet die Macht, darüber zu entscheiden, wer oder was Zugang zu einem Markt, einer Plattform oder einer Öffentlichkeit bekommt. Im Tech-Bereich sind es meist große Konzerne, die als Torwächter kontrollieren, welche Apps, Inhalte oder Anbieter Nutzer überhaupt erreichen.

  • Gating

    Gating bezeichnet in KI-Systemen einen Mechanismus, der wie ein Tor entscheidet, welche Informationen weiterfließen und welche zurückgehalten werden. Bekannt ist Gating vor allem aus großen Sprachmodellen, in denen ein kleines Zusatznetz pro Anfrage nur einen Teil der Bausteine einschaltet.

  • Gaussian Splatting

    Gaussian Splatting ist ein Verfahren, das aus normalen Fotos eine räumliche Szene erzeugt, die man frei umkreisen kann. Statt aus Dreiecken besteht diese Szene aus Millionen weicher, farbiger Farbwolken, die sich sehr schnell darstellen lassen.

  • GDPval

    GDPval ist ein von OpenAI veröffentlichter Test, der prüft, wie gut KI-Systeme echte Arbeitsaufgaben aus bezahlten Berufen erledigen. Statt Prüfungsfragen zu beantworten, müssen die Modelle Dinge abliefern, die auch ein Mensch im Job abgeben würde – etwa einen Rechtsentwurf, eine Tabelle oder eine Konstruktionszeichnung.

  • GDPval-AA v2

    GDPval-AA v2 ist die zweite Fassung einer Prüfsammlung, mit der man testet, wie gut KI-Systeme echte Berufsaufgaben erledigen. Statt Multiple-Choice-Fragen bekommt das System Arbeitsaufträge, und Fachleute beurteilen anschließend das Ergebnis.

  • Gedächtnisschicht

    Eine Gedächtnisschicht ist ein Bauteil in einem KI-Modell, das Wissen in einer riesigen Nachschlagetabelle ablegt statt es über das ganze Modell zu verteilen. Das Modell holt pro Anfrage nur wenige Einträge daraus und kann so sehr viel Faktenwissen speichern, ohne beim Antworten langsamer zu werden.

  • Gedächtniszerfall

    Gedächtniszerfall beschreibt, wie ein KI-System frühere Informationen nach und nach verliert oder überschreibt. Das betrifft sowohl den Gesprächsverlauf eines Chatbots als auch bereits gelernte Fähigkeiten eines Modells, das neu trainiert wird.

  • Gefangenendilemma

    Das Gefangenendilemma ist ein berühmtes Gedankenexperiment über zwei Personen, die getrennt entscheiden müssen, ob sie zusammenarbeiten oder sich gegenseitig verraten. Es zeigt, wie beide am Ende schlechter dastehen, obwohl jeder für sich vernünftig gehandelt hat.

  • GenAI

    GenAI ist die Kurzform für generative künstliche Intelligenz: Computerprogramme, die auf Anfrage neue Texte, Bilder, Töne oder Programmcode erzeugen. Bekannte Beispiele sind ChatGPT für Text und Midjourney für Bilder.

  • GenCorrect

    GenCorrect bezeichnet ein Verfahren, bei dem ein KI-System zuerst eine Antwort erzeugt und diese Antwort danach in einem zweiten Schritt selbst überprüft und verbessert. Der Ansatz soll Fehler abfangen, die beim ersten Versuch entstehen, und erhöht dafür Rechenzeit und Kosten.

  • Gender Gap in Tech Adoption

    Der Gender Gap in Tech Adoption bezeichnet den messbaren Unterschied darin, wie oft und wie früh Frauen und Männer neue Technologien nutzen. Bei KI-Werkzeugen wie ChatGPT liegt der Anteil der Nutzerinnen in vielen Studien deutlich unter dem der Nutzer.

  • General Availability

    General Availability, kurz GA, bezeichnet den Zeitpunkt, ab dem ein Softwareprodukt offiziell fertig ist und von jedem Kunden regulär gekauft und eingesetzt werden kann. Vorher gibt es das Produkt meist nur in Testfassungen für ausgewählte Nutzer.

  • General Purpose AI

    General Purpose AI bezeichnet KI-Systeme, die nicht für eine einzige Aufgabe gebaut sind, sondern für sehr viele unterschiedliche. Der Begriff ist auch ein Rechtsbegriff: Die KI-Verordnung der EU knüpft an ihn besondere Pflichten für Anbieter.

  • General Purpose Technology

    Eine General Purpose Technology ist eine Basistechnologie, die nicht nur eine Aufgabe löst, sondern fast alle Bereiche einer Wirtschaft verändert – wie Dampfmaschine, Elektrizität oder das Internet. Ökonomen streiten derzeit darüber, ob künstliche Intelligenz in diese Reihe gehört.

  • General Purpose Technology

    Eine General Purpose Technology ist eine Technik, die nicht nur eine Aufgabe löst, sondern fast jede Branche verändert — so wie die Dampfmaschine, der Strom oder der Computer. Ökonomen streiten darüber, ob Künstliche Intelligenz die nächste solche Technik ist.

  • General-Purpose-Modell

    Ein General-Purpose-Modell ist ein KI-System, das nicht für eine einzelne Aufgabe gebaut wurde, sondern für sehr viele verschiedene. Dasselbe Modell schreibt E-Mails, übersetzt Texte, erklärt Formeln und beantwortet Rückfragen dazu.

  • Generative Agents

    Generative Agents sind Computerfiguren, die von einem Sprachprogramm gesteuert werden und sich an Erlebtes erinnern, daraus Schlüsse ziehen und Tagespläne machen. Sie wurden 2023 in einer Dorfsimulation bekannt, in der 25 solcher Figuren ohne festes Drehbuch miteinander lebten.

  • Generative Engine Optimization

    Generative Engine Optimization bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen Firmen dafür sorgen, dass ihre Inhalte in den Antworten von KI-Chatbots und KI-Suchdiensten auftauchen. Es ist die Nachfolgerdisziplin der klassischen Suchmaschinenoptimierung, bei der es um gute Plätze in Google-Trefferlisten ging.

  • Generative KI

    Generative KI bezeichnet Computerprogramme, die neue Inhalte erzeugen: Texte, Bilder, Musik, Videos oder Programmcode. Sie erfinden diese Inhalte nicht aus dem Nichts, sondern setzen sie aus Mustern zusammen, die sie zuvor an riesigen Mengen Beispielmaterial gelernt haben.

  • Generative Recommender

    Ein Generative Recommender ist ein Empfehlungssystem, das den nächsten Klick oder Kauf eines Nutzers vorhersagt, indem es die bisherige Nutzungshistorie wie einen Text fortschreibt. Statt fertige Vorschläge nach Ähnlichkeit zu bewerten, erzeugt es die Empfehlung Schritt für Schritt selbst.

  • Generative UI

    Generative UI bezeichnet Benutzeroberflächen, die nicht fest programmiert sind, sondern im Moment der Nutzung von einem KI-System zusammengestellt werden. Statt einer immer gleichen Seite bekommt jeder Nutzer die Bedienelemente, die zu seiner konkreten Anfrage passen.

  • Generator-Evaluator-Architektur

    Die Generator-Evaluator-Architektur teilt eine KI-Aufgabe auf zwei Rollen auf: Ein Teil erzeugt Lösungsvorschläge, ein zweiter Teil bewertet sie und wählt den besten aus. Weil Prüfen oft leichter ist als Erfinden, liefert diese Aufteilung häufig zuverlässigere Ergebnisse als ein einzelner Durchgang.

  • Genom

    Das Genom ist die vollständige Erbinformation eines Lebewesens, gespeichert als lange Kette chemischer Bausteine in fast jeder Zelle. Beim Menschen umfasst es rund drei Milliarden dieser Bausteine, die sich heute innerhalb eines Tages auslesen und mit Computern auswerten lassen.

  • Genomik

    Genomik ist die Wissenschaft, die das komplette Erbgut eines Lebewesens untersucht — also alle Bauanleitungen einer Zelle auf einmal statt einzelner Gene. Weil dabei riesige Datenmengen entstehen, ist sie heute genauso ein Rechen- wie ein Laborfach.

  • Genommodell

    Ein Genommodell ist ein KI-System, das auf der Erbinformation von Lebewesen trainiert wurde und Muster in diesen langen Buchstabenfolgen erkennt. Es kann etwa vorhersagen, welche Abschnitte des Erbguts wichtig sind oder welche Veränderungen darin gefährlich werden könnten.

  • Genomsynthese

    Genomsynthese bedeutet, das komplette Erbgut eines Lebewesens im Labor chemisch zusammenzubauen, statt es aus einer Zelle zu entnehmen. Aus einer digitalen Datei am Computer wird so ein echtes, funktionsfähiges Erbgut.

  • Gentherapie

    Gentherapie ist ein Behandlungsverfahren, bei dem nicht ein Medikament die Beschwerden lindert, sondern die Bauanleitung in den Körperzellen selbst verändert wird. Ziel ist es, die Ursache einer Erbkrankheit zu beheben, im Idealfall mit einer einzigen Behandlung.

  • GenUI

    GenUI bezeichnet Benutzeroberflächen, die nicht fest programmiert sind, sondern im Moment der Nutzung von einem KI-Programm passend zur Anfrage zusammengesetzt werden. Statt einer immer gleichen Seite bekommt jeder Nutzer die Schaltflächen, Tabellen oder Formulare, die gerade zu seinem Anliegen passen.

  • GEO

    GEO steht für Generative Engine Optimization und bezeichnet alle Maßnahmen, mit denen Firmen dafür sorgen, dass Chat-Programme wie ChatGPT ihre Inhalte in Antworten übernehmen. Es ist die Nachfolge-Disziplin der klassischen Suchmaschinenoptimierung, die auf Google-Trefferlisten zielte.

  • Geo-Risiko

    Geo-Risiko bezeichnet die Gefahr, dass politische Konflikte zwischen Staaten Unternehmen und Anlegern schaden – etwa durch Kriege, Handelsverbote oder Sanktionen. In der Technik- und KI-Branche ist es besonders spürbar, weil Chips und Rohstoffe aus wenigen, politisch heiklen Regionen kommen.

  • Geopolitische Risiken

    Geopolitische Risiken sind Gefahren für Unternehmen und Märkte, die aus dem Verhalten von Staaten entstehen – etwa aus Kriegen, Handelsstreit oder Exportverboten. In der Technikbranche treffen sie besonders die Lieferketten für Computerchips, weil deren Herstellung auf wenige Länder konzentriert ist.

  • Geschlossenes Modell

    Ein geschlossenes Modell ist ein KI-System, dessen Innenleben die Herstellerfirma für sich behält. Nutzer können es nur über eine Schnittstelle im Internet benutzen, aber nicht herunterladen, kopieren oder verändern.

  • Gesichtsgeometrie

    Gesichtsgeometrie bezeichnet die vermessbare Form eines Gesichts: Abstände, Winkel und Wölbungen zwischen Punkten wie Augen, Nase und Kinn. Computer wandeln diese Maße in eine Zahlenreihe um und können damit Personen erkennen oder unterscheiden.

  • GET-Request

    Ein GET-Request ist die Anfrage, mit der ein Browser oder ein Programm bei einem Server eine bestimmte Information abholt, ohne dort etwas zu verändern. Fast jeder Seitenaufruf im Internet beginnt mit einem solchen GET-Request.

  • getBoundingClientRect

    getBoundingClientRect ist ein Befehl in der Programmiersprache JavaScript, der die Größe und die Position eines Elements auf einer Webseite ausliest. Er liefert Zahlen wie Breite, Höhe und den Abstand zum oberen Rand des sichtbaren Fensters.

  • Gewicht (neuronales Netz)

    Ein Gewicht ist eine einzelne Zahl in einem KI-Modell, die festlegt, wie stark ein Signal an eine nächste Stelle weitergegeben wird. Alle Gewichte zusammen bilden das gesamte Wissen eines Modells; sie werden beim Lernen millionenfach nachjustiert.

  • Gewichte

    Gewichte sind die vielen Zahlen im Inneren eines KI-Modells, die beim Lernen eingestellt werden und danach sein gesamtes Wissen enthalten. Wer die Gewichte einer KI besitzt, besitzt die KI selbst.

  • Gewichte (Modellgewichte)

    Gewichte sind die vielen Zahlen im Inneren eines KI-Modells, die beim Lernen eingestellt werden und festlegen, wie es auf eine Eingabe reagiert. Wer die Gewichtsdateien besitzt, besitzt das fertige Modell.

  • Gewichte zurückrufen

    „Gewichte zurückrufen" bedeutet, dass ein Unternehmen die veröffentlichte Zahlendatei eines KI-Modells nachträglich wieder einzieht, etwa weil sie fehlerhaft oder gefährlich ist. Weil solche Dateien millionenfach kopiert werden, gelingt ein solcher Rückruf technisch fast nie vollständig.

  • GGUF

    GGUF ist ein Dateiformat, in dem fertig trainierte KI-Sprachmodelle als eine einzige Datei gespeichert werden. Es ist darauf ausgelegt, dass solche Modelle auch auf normalen Laptops und PCs laufen, statt nur in großen Rechenzentren.

  • GIFT-Eval

    GIFT-Eval ist ein standardisierter Test, mit dem Programme zur Vorhersage von Zeitreihen verglichen werden. Er bündelt rund zwei Dutzend Datensammlungen aus Bereichen wie Energie, Verkehr und Wirtschaft und veröffentlicht die Ergebnisse in einer öffentlichen Rangliste.

  • Gig-Plattform

    Eine Gig-Plattform ist eine App oder Website, die einzelne kurze Aufträge an Menschen vermittelt, die dafür kein festes Arbeitsverhältnis haben. Bekannte Beispiele sind Essenslieferdienste und Fahrdienste, die Aufträge automatisch per Algorithmus verteilen.

  • Gigaflops pro Watt

    Gigaflops pro Watt gibt an, wie viele Milliarden Rechenschritte ein Chip pro Sekunde schafft, wenn er dafür ein Watt Strom verbraucht. Die Kennzahl misst also nicht die reine Geschwindigkeit, sondern die Energieeffizienz von Prozessoren und Rechenzentren.

  • Gigawatt-Maßstab (Rechenzentren)

    Vom Gigawatt-Maßstab spricht man, wenn ein einzelner Rechenzentrums-Standort so viel Strom braucht wie eine Großstadt – rund eine Milliarde Watt. Solche Anlagen entstehen derzeit für das Training großer KI-Systeme und machen Strom zum wichtigsten Engpass der Branche.

  • Gigawatt-Rechenzentrum

    Ein Gigawatt-Rechenzentrum ist eine Computeranlage, die im Betrieb rund eine Milliarde Watt elektrische Leistung braucht — etwa so viel wie eine Großstadt. Solche Anlagen entstehen derzeit, um sehr große KI-Modelle zu trainieren und zu betreiben.

  • Gimbal

    Ein Gimbal ist eine bewegliche Aufhängung aus mehreren drehbaren Ringen, die einen Gegenstand ruhig hält, während sich alles um ihn herum bewegt. Bekannt ist er vor allem als Halterung, die Kameras auf Drohnen oder in der Hand stabilisiert.

  • Git Forge

    Eine Git Forge ist eine Webplattform, auf der Programmierteams ihren Programmcode gemeinsam speichern, Änderungen besprechen und Fehler verwalten. Die bekanntesten Beispiele sind GitHub, GitLab und Codeberg.

  • Git Worktree

    Ein Git Worktree ist ein zusätzlicher Arbeitsordner, der zum selben Projektarchiv gehört. So kann man an mehreren Versionen eines Programms gleichzeitig arbeiten, ohne den Ordner ständig umschalten zu müssen.

  • Git-Diff

    Ein Git-Diff zeigt Zeile für Zeile, was sich zwischen zwei Versionen einer Datei geändert hat. Es ist die Standardform, in der Programmiererinnen und Programmierer Änderungen prüfen, besprechen und weitergeben.

  • Gitterbasierte Kryptografie

    Gitterbasierte Kryptografie ist eine Familie von Verschlüsselungsverfahren, deren Sicherheit auf Rechenaufgaben in hochdimensionalen Punktgittern beruht. Sie gilt als sicher gegen Quantencomputer und bildet die Grundlage der neuen Verschlüsselungsstandards, die gerade weltweit eingeführt werden.

  • Gitterkryptographie

    Gitterkryptographie ist eine Familie von Verschlüsselungsverfahren, deren Sicherheit auf schwierigen Rechenaufgaben in regelmäßigen Punktmustern im Raum beruht. Sie gilt als wichtigster Kandidat für Verschlüsselung, die auch künftige Quantencomputer nicht knacken können.

  • Gittertheorie

    Die Gittertheorie ist ein Teilgebiet der Mathematik, das regelmäßige Punktmuster im Raum untersucht — etwa alle Punkte mit ganzzahligen Koordinaten. Sie liefert heute die Grundlage für Verschlüsselungsverfahren, die auch ein Quantencomputer nicht knacken soll.

  • GKE

    GKE ist ein Dienst von Google, mit dem Firmen ihre Programme auf gemieteten Rechnern im Internet betreiben lassen. Google übernimmt dabei die Aufgabe, diese Programme automatisch zu starten, zu verteilen und bei Ausfällen zu ersetzen.

  • GKE Agent Sandbox

    GKE Agent Sandbox ist ein Angebot von Google, mit dem KI-Programme fremden Code in einem abgeschotteten Bereich ausführen können. Der Code läuft dort isoliert, sodass er dem restlichen System des Betreibers nicht schaden kann.

  • GLM

    GLM ist eine Familie von KI-Sprachmodellen des chinesischen Unternehmens Zhipu AI (heute Z.ai). Die Modelle beantworten Fragen und schreiben Texte wie ChatGPT, stammen aber aus China und sind teilweise frei herunterladbar.

  • GLM-5.2

    GLM-5.2 ist die Bezeichnung für ein Sprachmodell aus der chinesischen GLM-Reihe, also für ein Computerprogramm, das Texte versteht und schreibt. Solche Versionsnummern stehen in News meist für einen Zwischenschritt: dieselbe Grundidee wie beim Vorgänger, aber besser trainiert und in Tests etwas stärker.

  • Global Scope

    Der Global Scope ist der äußerste Gültigkeitsbereich eines Programms: Namen, die dort abgelegt werden, sind im gesamten Programm sichtbar. Das ist bequem, gilt aber als riskant, weil jede Programmstelle solche Werte verändern kann.

  • Global Workspace Theory

    Die Global Workspace Theory ist eine Erklärung dafür, wie im Gehirn bewusstes Erleben entsteht: Viele unbewusste Prozesse laufen parallel, und nur der Gewinner darf seinen Inhalt auf eine Art gemeinsame Bühne stellen, die alle anderen sehen. In der KI-Forschung dient sie als Bauplan-Idee für Systeme, in denen viele spezialisierte Teile über einen gemeinsamen Zwischenspeicher kommunizieren.

  • GM-less

    GM-less bezeichnet Rollenspiele, die ohne eine einzelne leitende Person auskommen: Die Gruppe erzählt die Geschichte gemeinsam, und feste Regeln übernehmen die Aufgaben, die sonst die Spielleitung erledigt. Der Begriff taucht zunehmend auch in Debatten über KI auf, weil Sprachmodelle die klassische Spielleiterrolle übernehmen können.

  • GMV

    GMV steht für Gross Merchandise Volume und bezeichnet den Gesamtwert aller Waren, die über eine Handelsplattform verkauft werden. Die Zahl zeigt, wie viel Geschäft über eine Plattform läuft – nicht, wie viel die Plattform selbst verdient.

  • Gödel-Maschine

    Die Gödel-Maschine ist ein theoretisches Computerprogramm, das seinen eigenen Programmcode umschreiben darf – aber nur, wenn es vorher beweisen kann, dass die Änderung eine Verbesserung ist. Sie wurde 2003 vom KI-Forscher Jürgen Schmidhuber vorgestellt und gilt als gedankliches Ideal selbstverbessernder Software, nicht als praktisch gebautes System.

  • Goodharts Gesetz

    Goodharts Gesetz besagt: Sobald eine Messgröße zum Ziel wird, taugt sie nicht mehr als Maßstab. In der KI-Entwicklung erklärt es, warum Systeme oft hohe Testwerte erreichen, ohne das eigentlich Gewünschte zu tun.

  • Google Zero

    Google Zero beschreibt ein Szenario, in dem Websites kaum noch Besucher über die Google-Suche bekommen, weil Google die Antworten direkt selbst anzeigt. Für Verlage, Ratgeberseiten und Online-Shops bedeutet das ein Geschäftsmodell in Gefahr.

  • GPL

    Die GPL ist ein Lizenztext, der jedem erlaubt, ein Computerprogramm zu benutzen, zu verändern und weiterzugeben — unter der Bedingung, dass Weitergaben dieselben Freiheiten mitliefern. Sie ist die bekannteste Lizenz für frei verfügbare Software und steckt unter anderem im Betriebssystemkern Linux.

  • GPLv3

    Die GPLv3 ist ein Lizenztext aus dem Jahr 2007, der festlegt, unter welchen Bedingungen man ein Computerprogramm samt seinem Quelltext weitergeben darf. Ihre Kernregel: Wer das Programm verändert und verbreitet, muss den veränderten Quelltext ebenfalls offenlegen und dieselben Rechte weitergeben.

  • GPQA-Diamond

    GPQA-Diamond ist eine Sammlung von 198 besonders schweren naturwissenschaftlichen Prüfungsfragen, mit denen man testet, wie gut ein KI-Programm denkt. Die Fragen sind so gebaut, dass man sie auch mit einer Internetsuche kaum lösen kann.

  • GPT-5

    GPT-5 ist das im August 2025 veröffentlichte Spitzenmodell von OpenAI, das hinter ChatGPT arbeitet. Es kombiniert schnelle Antworten und längeres Nachdenken in einem System und wählt selbst, welcher Modus zu einer Frage passt.

  • GPT-5.6

    GPT-5.6 ist eine Zwischenversion aus der GPT-Modellreihe von OpenAI, also einer Familie von Programmen, die Texte schreiben und Fragen beantworten. Die Ziffer hinter dem Punkt zeigt an, dass es sich um eine Verbesserung einer bestehenden Generation handelt, nicht um einen kompletten Neuanfang.

  • gpt-oss-20b

    gpt-oss-20b ist ein KI-Sprachmodell von OpenAI, das die Firma im August 2025 zum freien Herunterladen veröffentlicht hat. Es ist so klein, dass es auf einem gut ausgestatteten Notebook läuft, und braucht dafür keine Verbindung zu einem fremden Rechenzentrum.

  • GPU

    Eine GPU ist ein Spezialchip, der sehr viele einfache Rechenschritte gleichzeitig ausführt. Ursprünglich für Computerspiele gebaut, ist sie heute das wichtigste Bauteil für das Training und den Betrieb von KI-Systemen.

  • GPU-Cluster

    Ein GPU-Cluster ist eine große Ansammlung spezieller Rechenchips, die über schnelle Kabel verbunden sind und gemeinsam an einer Aufgabe arbeiten. Solche Anlagen sind die Maschinen, auf denen moderne KI-Modelle trainiert und betrieben werden.

  • GPU-Designer

    Ein GPU-Designer ist ein Unternehmen, das Grafik- und KI-Rechenchips entwirft, aber meist nicht selbst herstellt. Die bekanntesten sind Nvidia, AMD und Intel; gefertigt werden ihre Entwürfe von Auftragsfabriken wie TSMC.

  • GPU-Kernel

    Ein GPU-Kernel ist ein kleines Programm, das eine Grafikkarte tausendfach gleichzeitig ausführt. Fast alle KI-Berechnungen bestehen aus solchen Kerneln, und wie gut sie geschrieben sind, entscheidet über Geschwindigkeit und Stromkosten.

  • GPU-Rendering

    GPU-Rendering bezeichnet das Berechnen von Bildern durch die Grafikkarte eines Computers statt durch den Hauptprozessor. Weil eine Grafikkarte tausende einfache Rechenschritte gleichzeitig ausführt, entstehen Bilder dabei oft um ein Vielfaches schneller.

  • GR4AD

    GR4AD ist keine allgemein etablierte Bezeichnung im KI- und Technikbereich; es existiert dafür kein anerkannter Fachbegriff mit klarer Definition. Wer auf das Kürzel stößt, sollte prüfen, ob es sich um einen firmeneigenen Produktnamen, eine Projektkennung oder einen Tippfehler handelt.

  • Grace CPU

    Grace CPU ist ein Hauptprozessor des Chipherstellers Nvidia, der speziell für Rechenzentren mit KI-Aufgaben gebaut wurde. Er ist meist direkt mit Nvidias Grafikchips gekoppelt und versorgt sie schnell mit Daten.

  • Grader

    Ein Grader ist ein Programm, das die Antworten eines KI-Systems automatisch bewertet und ihnen eine Punktzahl gibt. Er ersetzt den Menschen, der sonst jede einzelne Antwort durchlesen und beurteilen müsste.

  • Gradient

    Der Gradient ist die Rechengröße, die einem lernenden Computerprogramm sagt, in welche Richtung es seine internen Einstellungen verändern muss, um weniger Fehler zu machen. Er ist das zentrale Werkzeug, mit dem praktisch jedes moderne KI-Modell trainiert wird.

  • Gradient Boosting

    Gradient Boosting ist ein Verfahren des maschinellen Lernens, bei dem viele einfache Vorhersagemodelle nacheinander gebaut werden. Jedes neue Modell konzentriert sich auf die Fehler der bisherigen, sodass am Ende eine sehr genaue Gesamtvorhersage entsteht.

  • Gradient Canopy

    „Gradient Canopy" ist kein etablierter Fachbegriff der KI-Forschung, sondern eine unscharfe Bezeichnung, die vereinzelt in Marketingtexten und Projektnamen auftaucht. Die beiden Wortbestandteile haben jedoch feste Bedeutungen: Ein Gradient ist die Richtungsangabe, mit der Lernverfahren ihre Fehler verkleinern.

  • Grafik-Pipeline

    Die Grafik-Pipeline ist die feste Abfolge von Rechenschritten, mit der ein Computer aus einer dreidimensionalen Szenenbeschreibung ein fertiges Bild auf dem Monitor macht. Sie läuft in Spielen und 3D-Programmen viele Male pro Sekunde ab und ist die Hauptaufgabe jeder Grafikkarte.

  • Graph Engineering

    Graph Engineering ist die Arbeit daran, Daten als Netz aus Dingen und deren Beziehungen aufzubauen und dauerhaft nutzbar zu halten. Statt Tabellen mit Zeilen und Spalten entsteht eine Struktur aus Knotenpunkten und Verbindungen, die Zusammenhänge direkt abbildet.

  • Graph-Ansicht

    Die Graph-Ansicht ist eine Darstellung, bei der einzelne Objekte als Punkte und ihre Beziehungen als Linien dazwischen gezeigt werden. Sie macht sichtbar, was in einer Liste oder Tabelle verborgen bleibt: wie Dinge miteinander zusammenhängen.

  • Graphbasierte Pipeline

    Eine graphbasierte Pipeline ist ein Arbeitsablauf, der nicht als starre Kette abläuft, sondern als Netz aus Arbeitsschritten mit Pfeilen dazwischen. Jeder Pfeil sagt, welcher Schritt auf das Ergebnis welches anderen Schritts warten muss — dadurch kann Unabhängiges gleichzeitig laufen.

  • GraphQL

    GraphQL ist eine Sprache, mit der eine App bei einem Server genau die Daten anfordert, die sie gerade braucht — nicht mehr und nicht weniger. Sie wurde 2012 bei Facebook entwickelt und ist heute eine verbreitete Alternative zum klassischen REST-Ansatz.

  • Graviton

    Graviton ist eine Reihe von Prozessoren, die Amazon selbst entwickelt und ausschließlich in seinen eigenen Rechenzentren einsetzt. Die Chips sollen Mietserver in der Cloud günstiger und stromsparender machen als vergleichbare Prozessoren von Intel oder AMD.

  • Graviton-Prozessoren

    Graviton-Prozessoren sind Rechenchips, die der Cloud-Anbieter Amazon Web Services selbst entwickelt und ausschließlich in seinen eigenen Rechenzentren einsetzt. Sie basieren auf der ARM-Bauweise und sollen dieselbe Arbeit mit weniger Strom und zu geringeren Kosten erledigen als klassische Server-Chips von Intel oder AMD.

  • Great Flattening

    Great Flattening bezeichnet den Abbau mittlerer Führungsebenen in großen Unternehmen, der seit etwa 2023 durch Kostendruck und Automatisierung beschleunigt wird. Statt vieler Zwischenchefs betreuen wenige Führungskräfte deutlich größere Teams.

  • Grenzkosten

    Grenzkosten sind die Kosten, die entstehen, wenn man von einem Produkt genau ein Stück mehr herstellt. In der Softwarebranche sind sie extrem niedrig — das erklärt, warum digitale Firmen so schnell wachsen können, und warum KI-Anbieter hier eine Ausnahme bilden.

  • grep

    grep ist ein Suchwerkzeug für Textdateien: Es durchsucht Zeile für Zeile und gibt alle Zeilen aus, die zu einem gesuchten Muster passen. Auf Servern und in der Softwareentwicklung ist es das Standardmittel, um in riesigen Protokolldateien schnell die relevanten Stellen zu finden.

  • Grok

    Grok ist ein Chatprogramm der Firma xAI von Elon Musk, das Fragen in normaler Sprache beantwortet und direkt in das soziale Netzwerk X eingebaut ist. Bekannt ist es vor allem für seinen betont lockeren Ton und für den Zugriff auf aktuelle Beiträge auf X.

  • Ground Truth

    Ground Truth ist die als richtig festgelegte Antwort, an der man die Ausgabe eines Computerprogramms misst. Ohne solche geprüften Referenzdaten lässt sich weder trainieren noch beurteilen, wie gut ein System wirklich arbeitet.

  • Ground-Truth-Funktion

    Die Ground-Truth-Funktion ist der gedachte perfekte Zusammenhang zwischen Eingabe und richtiger Ausgabe, den ein lernendes Computerprogramm nachbilden soll. Man kennt sie nie vollständig, sondern sieht nur einzelne Beispiele daraus — und genau daraus muss das Programm den Rest erschließen.

  • Grounding

    Grounding bedeutet, dass ein KI-System seine Antworten an überprüfbare Quellen bindet, statt sie frei aus dem Gedächtnis zu formulieren. Das Ziel sind Aussagen, die man nachschlagen und belegen kann.

  • Grouped-Query Attention

    Grouped-Query Attention ist ein Sparverfahren im Inneren moderner Sprachmodelle: Mehrere Suchanfragen teilen sich denselben Zwischenspeicher, statt jede einen eigenen zu bekommen. Das senkt den Speicherbedarf beim Antworten deutlich, ohne die Qualität merklich zu verschlechtern.

  • Growth Engineer

    Ein Growth Engineer ist eine Person, die in einem Unternehmen Software baut, damit ein Produkt mehr Nutzer gewinnt und behält. Die Rolle verbindet Programmieren mit Marketing und der Auswertung von Nutzungsdaten.

  • Gruppentheorie

    Die Gruppentheorie ist ein Teilgebiet der Mathematik, das untersucht, wie sich Vorgänge hintereinander ausführen und wieder rückgängig machen lassen. Sie beschreibt damit Symmetrien und liefert die Rechenregeln hinter Verschlüsselung, Fehlerkorrektur und moderner Physik.

  • Guard-Modell

    Ein Guard-Modell ist ein kleines Zusatzprogramm, das Eingaben und Antworten eines Chatbots prüft und problematische Inhalte meldet oder blockiert. Es arbeitet neben dem eigentlichen Sprachprogramm und wirkt wie ein Türsteher für Texte.

  • Guardrails

    Guardrails sind zusätzliche Regeln und Prüfprogramme, die verhindern sollen, dass ein KI-System schädliche, verbotene oder unpassende Antworten ausgibt. Sie liegen wie ein Filter um das Modell herum und greifen ein, bevor eine Anfrage hineingeht oder eine Antwort herauskommt.

  • GUI

    GUI steht für „Graphical User Interface“, also die grafische Benutzeroberfläche eines Programms. Man steuert den Computer dabei über sichtbare Elemente wie Fenster, Symbole und Schaltflächen statt über eingetippte Befehle.

  • GUI-Kontrolle

    GUI-Kontrolle bezeichnet die Fähigkeit eines KI-Systems, einen Computer über die normale Bildschirmoberfläche zu bedienen: Es sieht das Bild, bewegt den Mauszeiger und tippt auf der Tastatur. Damit kann eine KI dieselben Programme benutzen wie ein Mensch, ohne dass ein Programm dafür umgebaut werden muss.

  • gVisor

    gVisor ist eine von Google entwickelte Software, die fremde Programme in einer stark abgeschirmten Umgebung laufen lässt. Sie schiebt sich zwischen Programm und Betriebssystem und fängt dessen Anfragen ab, bevor sie den Computer erreichen.

H

  • H-1B-Visum

    Das H-1B-Visum ist eine befristete US-Arbeitserlaubnis für Fachkräfte aus dem Ausland, meist mit Hochschulabschluss. Es ist der wichtigste Weg, über den Tech-Konzerne im Silicon Valley Programmierer und KI-Forscher aus anderen Ländern anstellen.

  • H100

    Die H100 ist ein Spezialchip der Firma Nvidia, der für das Rechnen mit künstlicher Intelligenz gebaut wurde. Sie gilt seit 2022 als Standardbaustein großer Rechenzentren und kostet pro Stück meist einen fünfstelligen Betrag.

  • Habermas-Maschine

    Die Habermas-Maschine ist ein KI-System, das aus den Meinungen vieler Menschen zu einem Streitthema einen gemeinsamen Text formuliert, dem möglichst alle zustimmen können. Sie wurde 2024 von Googles Forschungsabteilung DeepMind vorgestellt und in Studien mit mehreren Tausend Teilnehmern getestet.

  • Hack and Leak

    Bei einer Hack-and-Leak-Operation dringen Angreifer in fremde Computersysteme ein, stehlen dort vertrauliche Dokumente und veröffentlichen sie gezielt. Das Ziel ist nicht Geld, sondern Schaden am Ruf einer Person, Firma oder Partei — meist zu einem politisch günstigen Zeitpunkt.

  • Haircut

    Ein Haircut ist ein Abschlag, den eine Bank auf den Marktwert eines Wertpapiers macht, wenn sie es als Sicherheit für einen Kredit akzeptiert. Der Begriff bezeichnet außerdem den Verlust, den Gläubiger hinnehmen müssen, wenn ein Schuldner seine Schulden nur teilweise zurückzahlt.

  • Halbleiterindex

    Ein Halbleiterindex ist eine Kennzahl, die die Börsenkurse vieler Chip-Hersteller zu einem einzigen Wert zusammenfasst. Der bekannteste ist der amerikanische SOX, an dem Anleger ablesen, wie gut es der gesamten Chipbranche gerade geht.

  • Halluzination

    Als Halluzination bezeichnet man eine Antwort eines KI-Systems, die überzeugend klingt, aber sachlich falsch oder frei erfunden ist. Das Problem ist keine Panne, sondern eine Folge davon, wie solche Programme Texte erzeugen.

  • Halluzinationsrate

    Die Halluzinationsrate gibt an, wie oft ein KI-Sprachprogramm Aussagen erfindet, die überzeugend klingen, aber sachlich falsch sind. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen dafür, wie verlässlich ein solches System im Alltag ist.

  • Halluzinationsreduktion

    Halluzinationsreduktion bezeichnet alle Verfahren, die verhindern sollen, dass ein KI-Textsystem frei erfundene Angaben als Tatsachen ausgibt. Dazu gehören der Zugriff auf echte Quellen, gezieltes Nachtrainieren und automatische Prüfschritte vor der Ausgabe.

  • Handoff

    Ein Handoff ist die geordnete Übergabe eines laufenden Vorgangs von einem Bearbeiter an einen anderen – etwa von einem Chatbot an einen menschlichen Mitarbeiter oder von einem KI-Programm an ein spezialisiertes zweites Programm. Entscheidend ist dabei, dass der bisherige Gesprächsverlauf mit übergeben wird und die Person am anderen Ende nicht von vorn anfangen muss.

  • Hands-free Highway-Fahren

    Hands-free Highway-Fahren bedeutet, dass ein Auto auf der Autobahn selbst lenkt, beschleunigt und bremst, während der Mensch die Hände vom Lenkrad nehmen darf. Er muss den Verkehr aber weiter beobachten und jederzeit eingreifen können — eine Kamera im Innenraum kontrolliert das.

  • Handshake

    Ein Handshake ist der kurze Austausch fester Startsignale, mit dem zwei Geräte eine Verbindung eröffnen. Dabei klären sie, ob die Gegenseite erreichbar ist und nach welchen Regeln die eigentlichen Daten danach fließen.

  • Hard Negatives

    Hard Negatives sind Trainingsbeispiele, die einer richtigen Antwort sehr ähnlich sehen, aber falsch sind. Sie zwingen ein lernendes System dazu, feine Unterschiede zu erkennen, statt sich mit grobem Raten durchzumogeln.

  • Hard Takeoff

    Hard Takeoff bezeichnet die Vorstellung, dass ein Computerprogramm sich innerhalb sehr kurzer Zeit selbst so stark verbessert, dass es dem Menschen weit überlegen ist. Der Begriff stammt aus der Debatte darüber, wie schnell künstliche Intelligenz gefährlich mächtig werden könnte.

  • Hardware Wallet

    Ein Hardware Wallet ist ein kleines Spezialgerät, das den geheimen Zugangscode zu Kryptowährungen wie Bitcoin speichert und niemals herausgibt. Weil der Code das Gerät nie verlässt, kommt Schadsoftware auf dem Computer nicht an ihn heran.

  • Hardware-Amortisation

    Hardware-Amortisation beschreibt, über wie viele Jahre ein Unternehmen die Kosten für gekaufte Computer und Rechenchips in seiner Buchhaltung verteilt. Bei KI-Rechenzentren entscheidet diese Annahme mit darüber, ob ein Betreiber Gewinn oder Verlust ausweist.

  • Hardware-Zufallsgenerator

    Ein Hardware-Zufallsgenerator erzeugt Zufallszahlen aus messbaren physikalischen Vorgängen, etwa aus elektrischem Rauschen in einem Chip. Anders als eine Rechenformel liefert er Ergebnisse, die auch bei genauer Kenntnis des Geräts nicht vorhersagbar sind.

  • Harness

    Ein Harness ist das Programmgerüst um ein KI-Modell herum: Es stellt die Aufgaben, reicht Werkzeuge wie Suche oder Code-Ausführung durch und sammelt die Ergebnisse ein. Dasselbe Modell kann mit einem guten Harness deutlich bessere Resultate liefern als mit einem schlechten.

  • Harness-Architektur

    Die Harness-Architektur ist das Programmgerüst, das ein KI-Sprachmodell umgibt und ihm erlaubt, mehrere Schritte hintereinander auszuführen, Werkzeuge zu benutzen und Ergebnisse zu prüfen. Sie entscheidet oft stärker über die Qualität eines KI-Produkts als das Modell selbst.

  • Hartwährungspolitik

    Hartwährungspolitik bedeutet, dass ein Staat den Wert seines Geldes bewusst hoch und stabil hält, statt ihn sinken zu lassen. Ziel ist niedrige Inflation und Vertrauen – der Preis sind oft teurere Exporte und höhere Zinsen.

  • Hash

    Ein Hash ist eine kurze Zeichenfolge, die aus beliebigen Daten berechnet wird und immer gleich lang ist. Sie funktioniert wie ein Fingerabdruck: Schon eine winzige Änderung an den Daten führt zu einem völlig anderen Hash.

  • Hash (Kryptografie)

    Ein Hash ist eine kurze Zeichenfolge, die aus einer beliebig langen Datei oder Nachricht berechnet wird und wie ein Fingerabdruck für genau diesen Inhalt funktioniert. Ändert sich am Inhalt auch nur ein einziges Zeichen, sieht der Hash völlig anders aus – deshalb dient er zur Prüfung, ob Daten unverändert sind.

  • Hashrate

    Die Hashrate misst, wie viele Rechenversuche pro Sekunde in einem Kryptonetzwerk wie Bitcoin unternommen werden, um den nächsten Datenblock zu finden. Sie gilt als Maß für die Rechenleistung und damit für die Sicherheit des Netzwerks.

  • HBM3E

    HBM3E ist eine besonders schnelle Bauform von Arbeitsspeicher, bei der mehrere Speicherchips übereinandergestapelt und direkt neben den Rechenchip gesetzt werden. Sie steckt in fast allen aktuellen KI-Beschleunigern, weil dort nicht die Rechenleistung, sondern der Datennachschub der Engpass ist.

  • HBM4

    HBM4 ist die vierte große Generation eines besonders schnellen Arbeitsspeichers, bei dem mehrere Speicherchips übereinandergestapelt und direkt neben den Rechenchip gesetzt werden. Diese Bauweise liefert die enormen Datenmengen, die moderne KI-Beschleuniger pro Sekunde brauchen.

  • HD-Mapping

    HD-Mapping ist die Herstellung extrem genauer digitaler Straßenkarten, in denen Fahrbahnränder, Schilder und Ampeln zentimetergenau eingetragen sind. Selbstfahrende Autos nutzen solche Karten, um zu wissen, was sie an einer Stelle erwartet, bevor ihre Sensoren es sehen.

  • HDF5

    HDF5 ist ein Dateiformat, in dem sich sehr große Mengen von Messwerten und Zahlen ordentlich sortiert in einer einzigen Datei ablegen lassen. Es wird in Forschung, Industrie und KI genutzt, wenn Tabellen und einfache Textdateien zu langsam oder zu unübersichtlich werden.

  • HDR

    HDR steht für High Dynamic Range und bezeichnet Bilder oder Videos, die sehr helle und sehr dunkle Stellen gleichzeitig darstellen können. Möglich wird das durch Displays mit größerem Helligkeitsumfang und durch Aufnahmen, die mehrere Belichtungen kombinieren.

  • Headless

    Headless bezeichnet Software, die ohne eigene sichtbare Oberfläche arbeitet und ihre Inhalte oder Funktionen nur über eine technische Schnittstelle bereitstellt. Andere Programme, Webseiten oder Apps liefern dann die Darstellung, die der Mensch am Ende sieht.

  • Headless API

    Eine Headless API ist ein Dienst, der Daten und Funktionen bereitstellt, aber selbst keine Bildschirmoberfläche mitliefert. Das sichtbare Aussehen bauen Entwickler getrennt davon, sodass App, Website und Kassendisplay dieselbe Datenquelle nutzen können.

  • Headless CMS

    Ein Headless CMS ist ein System zur Verwaltung von Texten, Bildern und anderen Inhalten, das selbst keine Webseite anzeigt. Es gibt die Inhalte über eine technische Schnittstelle heraus, und andere Programme entscheiden, wie sie dargestellt werden.

  • Headless SaaS

    Headless SaaS bezeichnet einen im Internet gemieteten Software-Dienst, der keine eigene Bedienoberfläche mitliefert, sondern nur seine Funktionen für andere Programme bereitstellt. Unternehmen bauen die sichtbare Oberfläche selbst und nutzen den Dienst im Hintergrund als Motor.

  • Headless-Architektur

    Headless-Architektur bezeichnet den Aufbau einer Software, bei dem die Verwaltung der Inhalte und Daten strikt von deren Anzeige getrennt ist. Die Daten werden über eine definierte Schnittstelle bereitgestellt, und beliebig viele Websites, Apps oder Geräte holen sie sich dort ab.

  • Headless-Browser-Automatisierung

    Headless-Browser-Automatisierung bedeutet, dass ein Programm einen echten Webbrowser steuert, ohne dass ein Fenster auf dem Bildschirm erscheint. Damit lassen sich Webseiten automatisch aufrufen, ausfüllen und auslesen – heute auch von KI-Systemen, die selbstständig im Netz arbeiten sollen.

  • Headless-Modus

    Der Headless-Modus ist die Betriebsart eines Programms ohne sichtbare Bedienoberfläche: Es läuft im Hintergrund und wird nur über Befehle gesteuert. Besonders wichtig ist das bei Browsern, die so automatisiert Webseiten laden, testen oder auslesen.

  • HealthBench

    HealthBench ist ein Prüfverfahren, mit dem sich messen lässt, wie gut Computerprogramme medizinische Fragen beantworten. Es wurde 2025 von der Firma OpenAI veröffentlicht und stützt sich auf Bewertungsmaßstäbe von mehreren hundert Ärztinnen und Ärzten.

  • Heavily Compressed Attention

    Heavily Compressed Attention bezeichnet Verfahren, bei denen ein Sprachmodell den bereits gelesenen Text nicht vollständig speichert, sondern stark zusammengefasst. Dadurch kann es sehr lange Texte verarbeiten, ohne dass Speicherbedarf und Rechenzeit ins Unbezahlbare steigen.

  • Held-out-Split

    Ein Held-out-Split ist ein Teil der gesammelten Beispieldaten, den man absichtlich zurückhält und nicht zum Lernen verwendet. Mit diesen zurückgehaltenen Beispielen prüft man später, ob ein Computerprogramm wirklich etwas gelernt hat oder nur die Übungsaufgaben auswendig kennt.

  • Herfindahl-Hirschman-Index

    Der Herfindahl-Hirschman-Index ist eine Kennzahl dafür, wie stark ein Markt von wenigen großen Anbietern beherrscht wird. Kartellbehörden nutzen ihn, um zu prüfen, ob eine geplante Firmenübernahme den Wettbewerb zu stark einschränkt.

  • HHI

    Der HHI ist eine Kennzahl dafür, wie stark ein Markt von wenigen großen Anbietern beherrscht wird. Er wird berechnet, indem man die Marktanteile aller Firmen quadriert und die Ergebnisse addiert.

  • High Performance Computing Cluster

    Ein High Performance Computing Cluster ist ein Verbund aus vielen einzelnen Computern, die über ein sehr schnelles Netzwerk zusammengeschaltet sind und gemeinsam an einer einzigen großen Rechenaufgabe arbeiten. Solche Anlagen stecken hinter Wettervorhersagen, Klimamodellen und dem Training großer KI-Modelle.

  • High-Bandwidth-Memory

    High-Bandwidth-Memory ist eine besonders schnelle Art von Arbeitsspeicher, die direkt neben dem Rechenchip sitzt und Daten in extrem breiten Datenbahnen liefert. Ohne diesen Speicher könnten moderne KI-Chips ihre Rechenleistung gar nicht ausnutzen, weshalb HBM zu den knappsten Bauteilen der Branche gehört.

  • High-Intent-Umfeld

    Ein High-Intent-Umfeld ist eine Stelle im Internet, an der Menschen gerade kurz vor einer Entscheidung stehen, etwa vor einem Kauf oder einem Vertragsabschluss. Werbung ist dort besonders viel wert, weil sie Leute trifft, die ohnehin schon suchen.

  • HIPAA

    HIPAA ist ein US-Gesetz von 1996, das festlegt, wie Krankenhäuser, Versicherungen und deren Dienstleister mit Gesundheitsdaten von Patienten umgehen müssen. Für Technologiefirmen ist es entscheidend, weil jede Software, die solche Daten verarbeitet, die Vorgaben einhalten muss.

  • HLE-Verified

    HLE-Verified ist eine geprüfte Teilmenge des schweren Wissenstests „Humanity's Last Exam", bei der Fachleute jede Aufgabe und jede Musterlösung noch einmal kontrolliert haben. Sie soll verhindern, dass KI-Systeme an fehlerhaften Fragen scheitern und dadurch schlechter erscheinen, als sie sind.

  • HNSW

    HNSW ist ein Verfahren, mit dem Computer in riesigen Datensammlungen sehr schnell die ähnlichsten Einträge zu einer Suchanfrage finden. Es baut dazu ein mehrstöckiges Netz aus Verbindungen zwischen den Daten und springt darin von grob nach fein zum Ziel.

  • Hodge-Vermutung

    Die Hodge-Vermutung ist eine ungelöste Frage der Mathematik. Sie behauptet, dass sich bestimmte rechnerisch beschriebene Formen in gekrümmten Räumen immer aus echten geometrischen Bausteinen zusammensetzen lassen.

  • Honeypot

    Ein Honeypot ist ein absichtlich verwundbar wirkendes Computersystem, das Angreifer anlocken soll. Es hat keinen echten Zweck außer dem einen: jeden, der es anfasst, zu beobachten und aufzuzeichnen.

  • Hooks

    Ein Hook ist eine vorgesehene Stelle in einem Programm, an der eigener Code automatisch mitläuft, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt. Entwickler nutzen Hooks, um fremde Software zu erweitern, ohne deren Innenleben umzubauen.

  • Hopper

    Hopper ist der Name einer Chip-Generation der Firma Nvidia, die seit 2022 in Rechenzentren steckt und dort das Training und den Betrieb großer KI-Modelle übernimmt. Der bekannteste Chip dieser Familie ist der H100, jahrelang das begehrteste Bauteil der KI-Branche.

  • Hosted-Data-Architektur

    Eine Hosted-Data-Architektur bedeutet, dass die Daten eines Unternehmens nicht auf eigenen Rechnern im Haus liegen, sondern auf Servern eines Dienstleisters. Der Anbieter kümmert sich um Technik, Speicherplatz und Betrieb, das Unternehmen greift über das Internet darauf zu.

  • Hot-Word-Aktivierung

    Hot-Word-Aktivierung bedeutet, dass ein Gerät ständig auf ein bestimmtes Signalwort horcht und erst danach richtig zuhört. Erst dieses Wort schaltet die eigentliche Sprachverarbeitung ein – vorher wird nur geprüft, ob das Wort gefallen ist.

  • HTML

    HTML ist die Sprache, in der Webseiten aufgeschrieben werden. Sie legt fest, welcher Teil einer Seite eine Überschrift, ein Absatz, ein Bild oder ein Link ist, damit der Browser die Seite richtig darstellen kann.

  • HTML-Vorschau

    Eine HTML-Vorschau zeigt eine Webseite so an, wie sie später im Browser aussieht, während man ihren Programmcode noch bearbeitet. Sie ist heute auch dort wichtig, wo KI-Werkzeuge auf Zuruf Webseiten erzeugen und man das Ergebnis sofort sehen will.

  • HTTP-Port

    Ein HTTP-Port ist die Nummer, unter der ein Computer im Netz Anfragen von Webbrowsern entgegennimmt. Üblich sind Port 80 für unverschlüsselte und Port 443 für verschlüsselte Webseiten.

  • HTTP-Request

    Ein HTTP-Request ist die Anfrage, die dein Gerät an einen fremden Computer im Internet schickt, um etwas zu bekommen — eine Webseite, ein Bild oder eine Antwort eines Programms. Er enthält genau eine Adresse, eine gewünschte Aktion und Zusatzangaben, und darauf folgt immer eine Antwort.

  • HTTPS-Call

    Ein HTTPS-Call ist eine einzelne verschlüsselte Anfrage, die ein Programm über das Internet an einen fremden Computer schickt, um dort Daten abzuholen oder abzuliefern. Fast jede Aktion in Apps, Webseiten und KI-Diensten löst im Hintergrund solche Aufrufe aus.

  • Hugging Face

    Hugging Face ist eine Internetplattform, auf der Entwickler fertige KI-Programme, Datensammlungen und Beispielanwendungen kostenlos oder gegen Gebühr austauschen. Sie gilt als zentrale Sammelstelle der offenen KI-Szene und wird oft mit einem Marktplatz für künstliche Intelligenz verglichen.

  • Hugging Face Checkpoint

    Ein Hugging Face Checkpoint ist der gespeicherte Lernzustand eines KI-Modells, der auf der Plattform Hugging Face öffentlich zum Download bereitliegt. Wer ihn herunterlädt, kann das Modell sofort benutzen, ohne es selbst monatelang trainieren zu müssen.

  • Human Evaluation

    Human Evaluation bedeutet, dass Menschen die Antworten eines Computerprogramms lesen und bewerten, statt sie automatisch mit einer Musterlösung zu vergleichen. Das Verfahren ist teuer und langsam, gilt aber bei Aufgaben ohne eindeutig richtige Lösung als verlässlichster Maßstab.

  • Human Intelligence Tasks

    Human Intelligence Tasks sind kleine, klar umrissene Arbeitsaufträge, die Menschen gegen Bezahlung im Internet erledigen, weil Computer sie schlecht lösen. Sie liefern einen großen Teil der beschrifteten Daten, aus denen KI-Systeme lernen.

  • Human-in-the-Loop

    Human-in-the-Loop bedeutet, dass ein Mensch an einer festen Stelle in einen automatisierten Ablauf eingebaut ist und dort prüft, korrigiert oder freigibt. Der Computer arbeitet also nicht allein bis zum Ergebnis, sondern holt an vorher definierten Punkten eine menschliche Entscheidung ein.

  • HumanEval

    HumanEval ist ein Test mit 164 kleinen Programmieraufgaben, mit dem geprüft wird, wie gut ein KI-System selbst Programmcode schreiben kann. Der Code gilt nur dann als richtig, wenn er automatisch ausgeführt wird und dabei alle vorgegebenen Prüffälle besteht.

  • Humanity's Last Exam

    Humanity's Last Exam ist eine Sammlung von rund 2.500 extrem schweren Prüfungsfragen aus vielen Fachgebieten, mit denen die Leistung von KI-Systemen gemessen wird. Der Test wurde 2025 veröffentlicht, weil ältere Prüfungen für moderne Programme zu leicht geworden waren.

  • Humanoide Roboter

    Humanoide Roboter sind Maschinen, deren Körperbau dem eines Menschen nachempfunden ist: zwei Beine, zwei Arme, ein Kopf. Sie sollen sich in Umgebungen bewegen können, die für Menschen gebaut wurden — mit Treppen, Türklinken und Werkzeugen.

  • HVAC

    HVAC ist die Sammelbezeichnung für die Technik, die Gebäude heizt, mit Frischluft versorgt und kühlt. In Rechenzentren entscheidet sie darüber, ob die Computer ihre Abwärme loswerden – und verschlingt selbst einen erheblichen Teil des Stroms.

  • Hybrid Compute

    Hybrid Compute bezeichnet die Aufteilung von Rechenarbeit auf mehrere unterschiedliche Orte oder Chiptypen, etwa auf ein Gerät vor Ort und ein Rechenzentrum im Internet. Ziel ist es, jede Aufgabe dort rechnen zu lassen, wo sie am schnellsten, günstigsten oder sichersten erledigt wird.

  • Hybrid Inference Orchestrator

    Ein Hybrid Inference Orchestrator ist eine Software, die jede Anfrage an ein KI-System automatisch an das passende Modell weiterleitet – etwa an ein kleines Modell auf dem Gerät oder an ein großes im Rechenzentrum. Ziel ist eine Mischung aus niedrigen Kosten, kurzen Antwortzeiten und ausreichender Qualität.

  • Hype-Zyklus

    Der Hype-Zyklus beschreibt ein wiederkehrendes Muster: Eine neue Technologie wird zuerst maßlos überschätzt, danach enttäuscht sie, und erst später findet sie ihren realistischen Platz. Das Modell stammt vom Marktforschungsunternehmen Gartner und wird oft benutzt, um Investitionen und Schlagzeilen einzuordnen.

  • Hyperparameter-Optimierung

    Hyperparameter-Optimierung ist die systematische Suche nach den besten Einstellungen, mit denen ein Computerprogramm aus Beispieldaten lernt. Sie entscheidet oft darüber, ob ein Modell gut oder nur mittelmäßig funktioniert – und verschlingt viel Rechenzeit.

  • Hyperscaler

    Hyperscaler sind die wenigen sehr großen Firmen, die weltweit riesige Rechenzentren betreiben und deren Rechenleistung an andere vermieten. Dazu zählen vor allem Amazon, Microsoft, Google, Alibaba und Meta.

I

  • IaaS

    IaaS steht für „Infrastructure as a Service“ und bedeutet: Ein Unternehmen mietet Rechner, Speicherplatz und Netzwerk in einem fremden Rechenzentrum, statt eigene Computer zu kaufen. Bezahlt wird meist nach Nutzungsdauer, ähnlich wie bei Strom.

  • ICD-Code

    Ein ICD-Code ist ein weltweit einheitliches Kürzel für eine Krankheit oder Verletzung, zum Beispiel J45 für Asthma. Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen nutzen diese Codes, um Diagnosen eindeutig zu dokumentieren und abzurechnen.

  • IDE

    Eine IDE ist ein Programm, in dem Softwareentwickler ihren Programmcode schreiben, testen und Fehler suchen. Sie bündelt alle dafür nötigen Werkzeuge in einem einzigen Fenster.

  • Identity Layer

    Ein Identity Layer ist der Teil eines digitalen Systems, der klärt, wer jemand ist und was er darf. Er trennt die Prüfung der Identität von der eigentlichen Anwendung, damit sich nicht jeder Dienst selbst um Passwörter und Rechte kümmern muss.

  • Identity- und Access-Management für KI-Agenten

    Identity- und Access-Management für KI-Agenten regelt, welche digitale Identität ein selbstständig handelndes KI-Programm bekommt und auf welche Daten und Systeme es zugreifen darf. Es überträgt die Regeln, die Firmen für Mitarbeiterkonten nutzen, auf Software, die eigenständig Aufgaben erledigt.

  • IDOR

    IDOR ist eine Sicherheitslücke in Webseiten und Apps, bei der man durch das Ändern einer Nummer oder eines Namens in der Adresszeile fremde Daten sehen kann. Die Anwendung prüft dabei nicht, ob der Zugriff überhaupt erlaubt ist.

  • IFPI

    Die IFPI ist der weltweite Dachverband der Musikfirmen, die Aufnahmen produzieren und veröffentlichen. Sie sammelt Umsatzzahlen der Branche, geht juristisch gegen unerlaubte Kopien vor und tritt in der Debatte um KI-Musik als Stimme der Rechteinhaber auf.

  • ImageNet

    ImageNet ist eine riesige Sammlung von Fotos, bei denen jeweils von Hand notiert wurde, was darauf zu sehen ist. Sie diente ab 2010 als Trainings- und Prüfmaterial für Programme, die Bilder erkennen sollen, und gilt als Auslöser des heutigen KI-Booms.

  • Immersive Navigation

    Immersive Navigation ist eine Wegführung, die Richtungshinweise direkt in das echte Sichtfeld einblendet, statt sie auf einer abstrakten Karte zu zeigen. Pfeile und Markierungen erscheinen dabei auf dem Kamerabild, der Windschutzscheibe oder in einer Brille, genau dort, wo der Weg tatsächlich weitergeht.

  • Immunevasion

    Immunevasion bezeichnet alle Tricks, mit denen Krankheitserreger oder Tumorzellen der körpereigenen Abwehr entgehen. In der Biotech-Branche ist der Begriff zentral, weil er erklärt, warum Impfstoffe an Wirkung verlieren und warum manche Krebstherapien versagen.

  • Implementor Agent

    Ein Implementor Agent ist ein KI-Programm, das eine Aufgabe nicht nur beschreibt, sondern selbst ausführt – etwa Code schreiben, Dateien ändern und Tests laufen lassen. Er arbeitet in mehreren Schritten hintereinander und prüft dabei selbst, ob das Ergebnis funktioniert.

  • Impression (Werbung)

    Eine Impression ist eine einzelne Auslieferung einer Werbeanzeige an einen Bildschirm. Sie ist die Grundeinheit, mit der Online-Werbung gezählt und abgerechnet wird — unabhängig davon, ob jemand die Anzeige anklickt.

  • In-Context-Learning

    In-Context-Learning bedeutet, dass ein KI-Sprachmodell eine neue Aufgabe allein anhand von Beispielen in der Eingabe löst, ohne dass es dafür verändert oder neu trainiert wird. Die Beispiele wirken nur so lange, wie sie im Text vor der Frage stehen.

  • Incident-Log

    Ein Incident-Log ist ein Protokoll, in dem ein Unternehmen jede Störung seiner Technik festhält: was ausgefallen ist, wann, wie lange und was dagegen getan wurde. Es dient dazu, Fehler nachvollziehbar zu machen und Wiederholungen zu verhindern.

  • Indexgewichtung

    Die Indexgewichtung legt fest, wie stark ein einzelnes Unternehmen den Wert eines Börsenindex wie des DAX beeinflusst. Meistens entscheidet der Börsenwert der Firma darüber, doch es gibt auch Verfahren, bei denen alle Mitglieder gleich viel zählen.

  • Indirekte Prompt Injection

    Bei einer indirekten Prompt Injection versteckt jemand Anweisungen in einem Text, den ein KI-Assistent später liest — etwa auf einer Webseite oder in einer E-Mail. Das Programm kann Anweisung und Inhalt nicht sauber trennen und führt den fremden Befehl aus, obwohl der Nutzer ihn nie gegeben hat.

  • Inference Engine

    Eine Inference Engine ist eine spezialisierte Software, die ein fertig trainiertes KI-Modell möglichst schnell und sparsam rechnen lässt. Sie sitzt zwischen dem Modell und der Grafikkarte und entscheidet, in welcher Reihenfolge und wie effizient die Rechenschritte ablaufen.

  • Inference-Chip

    Ein Inference-Chip ist ein spezialisierter Computerchip, der fertig trainierte KI-Modelle möglichst schnell und stromsparend anwendet. Er ist nicht dafür gebaut, ein Modell zu lernen, sondern dafür, es millionenfach antworten zu lassen.

  • Inference-Kosten

    Inference-Kosten sind die laufenden Ausgaben, die jedes Mal anfallen, wenn ein fertiges KI-Modell eine Anfrage beantwortet. Sie entstehen bei jeder einzelnen Nutzung neu und entscheiden mit darüber, ob ein KI-Produkt Geld verdient oder Geld verbrennt.

  • Inference-System

    Ein Inference-System ist die technische Umgebung, die ein fertig trainiertes KI-Modell im laufenden Betrieb betreibt und Anfragen von Nutzern beantwortet. Es kümmert sich um Warteschlangen, Verteilung auf Grafikkarten und Antwortzeiten – und bestimmt damit maßgeblich, was ein KI-Dienst pro Anfrage kostet.

  • Inferenz

    Inferenz ist die Phase, in der ein fertig gelerntes KI-Modell tatsächlich benutzt wird: Es bekommt eine Eingabe und rechnet eine Antwort aus. Sie unterscheidet sich vom Training, bei dem das Modell erst lernt, und verursacht bei jeder einzelnen Anfrage erneut Kosten.

  • Inferenz-Ökonomie

    Die Inferenz-Ökonomie beschreibt die Kostenrechnung hinter dem laufenden Betrieb von KI-Diensten: Was kostet jede einzelne Antwort, und wie viel darf sie kosten, damit sich das Geschäft trägt? Sie ist zur zentralen Kennzahl für Anbieter wie OpenAI, Google oder Nvidia-Kunden geworden.

  • Inferenzzeit

    Die Inferenzzeit ist die Zeitspanne, die ein fertig trainiertes KI-Modell braucht, um aus einer Eingabe eine Antwort zu berechnen. Sie entscheidet darüber, ob sich ein Programm flüssig anfühlt oder zäh — und sie kostet bei jeder einzelnen Anfrage Rechenleistung und damit Geld.

  • Inferieren

    Inferieren bezeichnet den Moment, in dem ein fertig gelerntes KI-Modell tatsächlich benutzt wird: Es bekommt eine Eingabe und rechnet daraus eine Antwort aus. Anders als das Lernen selbst passiert das bei jeder einzelnen Anfrage neu und verursacht laufende Kosten.

  • InfiniBand

    InfiniBand ist eine besonders schnelle Verbindungstechnik, mit der die Computer in einem Rechenzentrum Daten austauschen. Sie ist der Standard, wenn tausende Grafikkarten gemeinsam ein großes KI-Modell trainieren sollen.

  • Infinite Scroll

    Infinite Scroll ist eine Technik auf Webseiten und in Apps, bei der immer neue Inhalte automatisch nachgeladen werden, sobald man ans Ende der Anzeige kommt. Dadurch entsteht eine Liste ohne sichtbares Ende – ein Prinzip, das besonders soziale Netzwerke nutzen, um Nutzer möglichst lange zu halten.

  • Information Governance

    Information Governance ist das Regelwerk, mit dem ein Unternehmen festlegt, wer welche Daten anlegen, sehen, ändern, aufbewahren und löschen darf. Sie sorgt dafür, dass Informationen auffindbar, verlässlich und rechtlich sauber behandelt werden.

  • Infostealer

    Ein Infostealer ist ein Schadprogramm, das heimlich gespeicherte Zugangsdaten, Sitzungsdaten und andere persönliche Informationen von einem Computer sammelt und an Kriminelle sendet. Die erbeuteten Daten werden meist in großen Paketen in illegalen Foren weiterverkauft.

  • Infostealer-Malware

    Infostealer-Malware ist ein Schadprogramm, das heimlich gespeicherte Zugangsdaten, Passwörter und andere persönliche Informationen von einem Computer kopiert und an Kriminelle sendet. Die gestohlenen Daten werden anschließend meist in großen Paketen weiterverkauft.

  • Infrastructure-Capture

    Infrastructure-Capture beschreibt eine Lage, in der wenige Anbieter die technischen Grundlagen eines ganzen Wirtschaftszweigs kontrollieren und alle anderen davon abhängig werden. Bei KI betrifft das vor allem Rechenzentren, Spezialchips und die großen Basismodelle, auf denen andere Produkte aufbauen.

  • Ingestion

    Ingestion bezeichnet das Einsammeln von Daten aus vielen verschiedenen Quellen und ihr Überführen in ein System, das damit weiterarbeiten kann. Es ist der erste Schritt jeder Datenverarbeitung – ohne ihn hat eine Auswertung oder eine KI schlicht nichts, worauf sie zugreifen könnte.

  • Initial Public Offering

    Ein Initial Public Offering ist der erste Verkauf von Firmenanteilen an das breite Publikum über die Börse. Ab diesem Tag kann jeder Anleger Anteile des Unternehmens kaufen und verkaufen.

  • Injection-Payload

    Ein Injection-Payload ist der eigentliche Schadtext, den ein Angreifer in eine Eingabe einschmuggelt, damit ein Programm oder eine KI ihn als Befehl statt als harmlosen Inhalt behandelt. Er ist der Kern von Angriffen wie SQL-Injection oder Prompt Injection.

  • Inpainting

    Inpainting bezeichnet das Ausfüllen einer markierten Stelle in einem Bild durch ein Computerprogramm, das den fehlenden Inhalt passend zur Umgebung neu erzeugt. Heute übernehmen das KI-Modelle, die aus Millionen von Bildern gelernt haben, wie Oberflächen, Schatten und Muster typischerweise aussehen.

  • Input-Token

    Input-Token sind die kleinen Text-Bausteine, in die ein KI-Programm den Text zerlegt, den man ihm schickt. Ihre Zahl bestimmt, wie viel eine Anfrage kostet und wie viel Text das Programm überhaupt aufnehmen kann.

  • Instruct-Modell

    Ein Instruct-Modell ist eine KI-Textsoftware, die zusätzlich darauf trainiert wurde, Anweisungen zu befolgen statt nur Text weiterzuschreiben. Fast jeder Chatbot, den man online benutzt, beruht auf einer solchen Variante.

  • Instruction Fine-Tuning

    Instruction Fine-Tuning ist ein Nachtraining, bei dem ein Sprachmodell lernt, Anweisungen zu befolgen statt nur Texte fortzusetzen. Es ist der Schritt, der aus einem rohen Textvorhersager einen brauchbaren Assistenten macht.

  • Instrumentalvariablen-Ansatz

    Der Instrumentalvariablen-Ansatz ist ein statistisches Verfahren, mit dem man aus Beobachtungsdaten auf echte Ursachen schließen kann. Man nutzt dafür einen zufälligen Umweg-Einfluss, der nur über den vermuteten Auslöser wirkt und sonst nichts mit dem Ergebnis zu tun hat.

  • Instrumentvariable

    Eine Instrumentvariable ist ein statistischer Trick, um aus Beobachtungsdaten trotzdem eine Ursache-Wirkung-Aussage zu gewinnen. Man nutzt dafür einen zufälligen Einflussfaktor von außen, der nur über einen einzigen Umweg auf das Ergebnis wirkt.

  • Integrated Development Environment

    Ein Integrated Development Environment (IDE) ist ein Programm, in dem man Software schreibt, ausprobiert und Fehler sucht — alles in einem Fenster. Bekannte Beispiele sind Visual Studio Code, IntelliJ IDEA und Xcode.

  • Integrierte Entwicklungsumgebung

    Eine integrierte Entwicklungsumgebung ist ein Programm, in dem Software geschrieben, gestartet und auf Fehler untersucht wird. Sie fasst die wichtigsten Werkzeuge der Programmierung in einer einzigen Oberfläche zusammen.

  • Intelligence Index

    Der Intelligence Index ist eine Sammelnote für KI-Modelle: Mehrere Testergebnisse werden zu einer einzigen Punktzahl verrechnet, damit man Modelle direkt vergleichen kann. Bekannt gemacht hat den Begriff die Analysefirma Artificial Analysis, deren Index in Fachpresse und Firmenpräsentationen häufig zitiert wird.

  • Intelligence Layer

    Als Intelligence Layer bezeichnet man die Zwischenschicht einer Software, in der die eigentliche Denkarbeit einer KI stattfindet — zwischen der Bedienoberfläche und den Datenbanken im Hintergrund. Der Begriff ist kein technischer Standard, sondern vor allem ein Ordnungs- und Werbebegriff der Software-Branche.

  • Intent

    Ein Intent ist die Absicht, die hinter einer Äußerung eines Nutzers steckt – zum Beispiel „Termin absagen" oder „Paket verfolgen". Sprachassistenten und Chatbots ordnen jede Eingabe einem solchen Intent zu, um zu entscheiden, was sie als Nächstes tun.

  • Intent Debt

    Intent Debt bezeichnet die Lücke zwischen dem, was jemand mit einer Software eigentlich erreichen wollte, und dem, was am Ende tatsächlich gebaut wurde. Der Begriff gewinnt an Bedeutung, weil KI-Werkzeuge sehr schnell Code erzeugen, die ursprüngliche Absicht dabei aber oft nirgends festgehalten wird.

  • Intent Engineering

    Intent Engineering ist die Arbeit daran, einer KI möglichst präzise zu vermitteln, welches Ziel hinter einer Anfrage steht. Statt einzelne Anweisungen zu formulieren, beschreibt man Absicht, Rahmenbedingungen und Erfolgskriterien.

  • Intent-based Model

    Ein Intent-based Model ist ein Programm, das aus einer Äußerung die eigentliche Absicht dahinter herausliest und sie einer festen Kategorie zuordnet. Es steckt hinter Sprachassistenten, Kundenservice-Bots und Suchfeldern, die verstehen sollen, was jemand eigentlich erreichen will.

  • Intent-basiertes System

    Ein Intent-basiertes System nimmt entgegen, welches Ergebnis jemand haben möchte, und findet die nötigen Arbeitsschritte selbst heraus. Der Nutzer beschreibt also das Ziel, nicht den Weg dorthin.

  • Intent-Economy

    Die Intent-Economy ist ein Geschäftsmodell, bei dem nicht mehr Daten über das Verhalten von Menschen verkauft werden, sondern Vorhersagen über ihre Absichten – also darüber, was sie als Nächstes vorhaben. Möglich wird das, weil Menschen ihre Pläne heute oft in Chats mit KI-Programmen ausformulieren.

  • Intent-Formulierung

    Die Intent-Formulierung beschreibt, wie die Absicht hinter einer Eingabe eines Menschen in eine Form gebracht wird, mit der ein Computersystem arbeiten kann. Sprachassistenten, Chatbots und Suchsysteme ordnen Sätze dabei einer klar benannten Absicht wie "Wetter abfragen" oder "Termin verschieben" zu.

  • Interaction Model

    Ein Interaction Model beschreibt die festgelegten Regeln, nach denen ein Mensch und ein technisches System miteinander umgehen: welche Eingaben erlaubt sind, was sie bedeuten und was daraufhin passiert. Bei Sprachassistenten und Chatbots ist es die Struktur, die aus einem gesprochenen oder getippten Satz eine konkrete Aktion macht.

  • Interceptor-Drohne

    Eine Interceptor-Drohne ist ein kleines unbemanntes Fluggerät, dessen einzige Aufgabe darin besteht, eine andere Drohne in der Luft zu stoppen. Sie ist die billige Antwort auf ein teures Problem: Bisher schoss man auf Fluggeräte für wenige tausend Euro mit Raketen für Millionen.

  • Interchange

    Interchange ist die Gebühr, die bei jeder Karten- oder Handyzahlung von der Bank des Händlers an die Bank des Kunden fließt. Sie ist der größte Einzelposten in den Kosten einer Kartenzahlung und in der EU gesetzlich gedeckelt.

  • Interchange-Erlöse

    Interchange-Erlöse sind die Einnahmen, die eine kartenausgebende Bank bei jeder Kartenzahlung vom Händler-Dienstleister erhält. Sie sind eine der wichtigsten Einnahmequellen von Neobanken und Bezahl-Apps und in der EU gesetzlich gedeckelt.

  • Interconnect

    Ein Interconnect ist die schnelle Datenverbindung zwischen den Rechenchips eines Rechenzentrums. Beim Training großer KI-Modelle entscheidet sie mit darüber, wie viel Leistung tausende Chips gemeinsam tatsächlich erreichen.

  • Interlocking Directorates

    Von Interlocking Directorates spricht man, wenn dieselbe Person in den Kontrollgremien mehrerer Unternehmen sitzt und diese Firmen dadurch personell miteinander verbunden sind. Solche Doppelmandate gelten als Einfallstor für Informationsflüsse zwischen Konkurrenten und werden deshalb von Kartellbehörden beobachtet.

  • Internet Exchange Point

    Ein Internet Exchange Point ist ein zentraler Umschlagplatz, an dem viele Netzbetreiber ihre Leitungen zusammenschalten und Daten direkt untereinander austauschen. Das macht Verbindungen schneller und billiger, als wenn jeder Datenstrom über weite Umwege durch fremde Netze laufen müsste.

  • Interpretability

    Interpretability bezeichnet die Bemühung, nachvollziehbar zu machen, warum ein KI-System zu einer bestimmten Ausgabe kommt. Sie soll aus einer undurchsichtigen Rechenmaschine ein System machen, dessen Entscheidungen man prüfen, erklären und korrigieren kann.

  • Interpretierbarkeit

    Interpretierbarkeit bezeichnet die Frage, ob Menschen nachvollziehen können, warum ein Computerprogramm zu einem bestimmten Ergebnis kommt. Bei modernen KI-Systemen ist das schwierig, weil sie aus Millionen von Zahlen bestehen, die niemand von Hand festgelegt hat.

  • Invasives Gehirnimplantat

    Ein invasives Gehirnimplantat ist ein kleines elektronisches Bauteil, das bei einer Operation direkt in den Kopf eingesetzt wird und dort Nervensignale mitliest oder selbst Reize abgibt. Damit lassen sich Computer, Prothesen oder Rollstühle allein durch Gedanken steuern.

  • Inverse Folding

    Inverse Folding bezeichnet Verfahren, die zu einer gewünschten dreidimensionalen Form eines Proteins eine passende Bauanleitung aus Aminosäuren berechnen. Es ist damit die Umkehrung der klassischen Frage, welche Form eine gegebene Bauanleitung annimmt.

  • Investment Banking

    Investment Banking ist das Geschäft von Banken, die großen Firmen, Staaten und Investoren beim Beschaffen von Geld und beim Kauf oder Verkauf von Unternehmen helfen. Verdient wird dabei nicht an Zinsen von Sparkonten, sondern an Gebühren für Beratung und Vermittlung.

  • Investment Grade

    Investment Grade bezeichnet die oberen Stufen einer Bonitätsnote, die Ratingagenturen an Staaten und Unternehmen vergeben. Wer diese Note trägt, gilt als vergleichsweise sicherer Schuldner und zahlt für geliehenes Geld niedrigere Zinsen.

  • Investment-Grade-Anleihe

    Eine Investment-Grade-Anleihe ist ein Kredit an einen Staat oder ein Unternehmen, dem Prüfagenturen eine gute Zahlungsfähigkeit bescheinigen. Sie gilt damit als vergleichsweise sicher und wirft dafür weniger Zinsen ab als riskantere Anleihen.

  • Investment-Grade-Bonität

    Investment-Grade-Bonität bedeutet, dass eine Ratingagentur einem Schuldner gute Zahlungsfähigkeit bescheinigt. Die Grenze liegt bei BBB− beziehungsweise Baa3 — darunter beginnt der spekulative Bereich, den man Ramschanleihen oder Junk Bonds nennt.

  • Investment-Grade-Rating

    Ein Investment-Grade-Rating ist eine gute Note für die Zahlungsfähigkeit eines Schuldners. Sie besagt: Wer diesem Staat oder Unternehmen Geld leiht, bekommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zurück.

  • IOI

    Die IOI ist der weltweit wichtigste Programmierwettbewerb für Schülerinnen und Schüler. In der KI-Branche dient sie als harter Maßstab dafür, wie gut ein Modell schwierige Probleme selbst durchdenken und in funktionierenden Code übersetzen kann.

  • iOS-Simulator

    Der iOS-Simulator ist ein Programm für Apple-Computer, das ein iPhone oder iPad als Fenster auf dem Bildschirm nachbildet. Entwickler testen darin ihre Apps, ohne jedes Mal ein echtes Gerät anzuschließen.

  • IP-Adresse

    Eine IP-Adresse ist die Zahlenkombination, mit der ein Gerät im Internet eindeutig ansprechbar ist. Sie funktioniert wie eine Postanschrift: Ohne sie wüsste kein Server, wohin er seine Daten schicken soll.

  • IP-Assets

    IP-Assets sind Besitztümer eines Unternehmens, die man nicht anfassen kann: Erfindungen, Marken, Software-Code oder Texte, an denen es die Rechte hält. Bei vielen Technologiefirmen machen sie den größten Teil des Unternehmenswerts aus.

  • IPO

    Ein IPO ist der erste Verkauf von Firmenanteilen an das breite Publikum über die Börse. Aus einem privaten Unternehmen mit wenigen Eigentümern wird dadurch ein öffentliches Unternehmen, dessen Anteile jeder kaufen und verkaufen kann.

  • IPO-Volumen

    Das IPO-Volumen ist der Geldbetrag, den ein Unternehmen bei seinem ersten Gang an die Börse durch den Verkauf von Anteilen einsammelt. Es gilt als wichtigste Kennzahl dafür, wie groß ein Börsengang ist und wie gut die Stimmung an den Finanzmärkten gerade ist.

  • Iranische Drohnenangriffe

    Als iranische Drohnenangriffe bezeichnet man militärische Schläge mit unbemannten Fluggeräten aus iranischer Produktion oder Entwicklung. Sie gelten als Beispiel dafür, wie billige, in Serie gebaute Technik die Kostenrechnung moderner Kriegsführung verändert.

  • ISO 27001

    ISO 27001 ist eine internationale Norm dafür, wie ein Unternehmen seine Informationen systematisch schützt. Wer sie erfüllt, kann sich das von unabhängigen Prüfern bestätigen lassen und damit Kunden gegenüber Sicherheit nachweisen.

  • ISO/OSI-Schicht

    Das ISO/OSI-Modell teilt die Kommunikation zwischen Computern in sieben aufeinander aufbauende Schichten auf, von der Kabelverbindung bis zur Anwendung. Jede einzelne dieser Ebenen heißt ISO/OSI-Schicht und erledigt genau eine Teilaufgabe der Datenübertragung.

  • Isolate

    Ein Isolate ist ein abgeschotteter Arbeitsbereich, in dem ein Programm läuft, ohne an die Daten anderer Programme auf demselben Computer heranzukommen. Große Cloud-Anbieter nutzen Isolates, um tausende fremde Programme gleichzeitig und trotzdem sicher auf einem Server auszuführen.

  • IT-Forensik

    IT-Forensik ist die systematische Untersuchung von Computern, Handys und Netzwerken nach einem Angriff oder einer Straftat. Ziel ist es, Spuren so zu sichern und auszuwerten, dass sie später vor Gericht oder im Bericht an die Geschäftsführung Bestand haben.

  • ITAR

    ITAR ist ein US-Regelwerk, das den Export von Rüstungsgütern und dem dazugehörigen technischen Wissen kontrolliert. Es betrifft nicht nur Waffen, sondern auch Software, Baupläne und Daten – und damit zunehmend auch Technologiefirmen.

  • Iterative Deployment

    Iterative Deployment bezeichnet die Strategie, eine neue Technologie in kleinen Schritten und zunächst für wenige Nutzer freizugeben, statt sie auf einen Schlag der ganzen Welt zu übergeben. Ziel ist es, Probleme früh und im kleinen Rahmen zu entdecken, solange der Schaden noch begrenzt ist.

J

  • J-Kurve

    Die J-Kurve beschreibt einen Verlauf, bei dem es nach einer Veränderung zuerst schlechter und erst später besser wird. Der Name kommt von der Form des Buchstabens J: erst ein Abwärtshaken, dann ein langer Anstieg.

  • Jacobi-Matrix

    Die Jacobi-Matrix ist eine Tabelle aus Zahlen, die beschreibt, wie stark sich jede Ausgabe einer Rechenvorschrift verändert, wenn man an einer ihrer Eingaben dreht. In der KI steckt sie hinter dem Training neuronaler Netze, weil sie zeigt, in welche Richtung man Stellschrauben verstellen muss.

  • Jacobi-Vermutung

    Die Jacobi-Vermutung ist eine seit 1939 offene mathematische Frage: Lässt sich eine bestimmte Art von Rechenvorschrift immer eindeutig rückgängig machen? Trotz einfacher Formulierung ist sie bis heute unbewiesen und gilt als berüchtigte Falle für Mathematiker.

  • Jacobian Lens

    Die Jacobian Lens ist ein Analyseverfahren, das misst, wie stark sich die Ausgabe eines KI-Systems ändert, wenn man die Eingabe minimal verändert. Sie macht damit sichtbar, welche Teile einer Eingabe ein Modell tatsächlich beeinflussen — und welche es praktisch ignoriert.

  • Jagged Technological Frontier

    Jagged Technological Frontier beschreibt die Beobachtung, dass KI-Systeme bei ähnlich schwierig wirkenden Aufgaben extrem unterschiedlich gut abschneiden. Die Grenze ihrer Fähigkeiten verläuft nicht glatt, sondern zackig – und ist von außen kaum vorhersehbar.

  • Jailbreak

    Ein Jailbreak ist ein geschickt formulierter Text, mit dem jemand ein KI-Sprachprogramm dazu bringt, seine eigenen Regeln zu brechen. Der Anbieter hat dem Programm bestimmte Antworten verboten, der Jailbreak umgeht dieses Verbot.

  • JEPA

    JEPA ist ein von Yann LeCun vorgeschlagener Entwurf für lernende Systeme, die Vorhersagen nicht über Pixel oder Wörter treffen, sondern über eine abstrakte innere Beschreibung des Inhalts. Ziel ist ein Modell, das die Welt versteht, statt Details auswendig zu rekonstruieren.

  • Jevons-Paradoxon

    Das Jevons-Paradoxon beschreibt eine überraschende Beobachtung: Wenn die Nutzung einer Ressource billiger wird, sinkt der Gesamtverbrauch oft nicht, sondern steigt. In der KI-Debatte dient es als Argument, warum effizientere Modelle den Strom- und Chipbedarf eher erhöhen als senken.

  • Jinja2-Template-Injection

    Bei einer Jinja2-Template-Injection schmuggelt ein Angreifer eigene Rechenanweisungen in eine Textvorlage, die ein Webserver ausfüllt. Im schlimmsten Fall führt der Server dadurch fremden Programmcode aus und gibt Passwörter oder ganze Systeme preis.

  • Johnson-Lindenstrauss-Transformation

    Die Johnson-Lindenstrauss-Transformation ist ein mathematisches Verfahren, das lange Zahlenlisten auf wenige Zahlen verkürzt, ohne die Abstände zwischen ihnen wesentlich zu verfälschen. Sie macht Suchsysteme und KI-Anwendungen schneller und speichersparender, weil sie mit deutlich weniger Daten fast gleich gute Ergebnisse liefert.

  • Joint Venture

    Ein Joint Venture ist eine Zusammenarbeit von zwei oder mehr Unternehmen, die dafür ein gemeinsames neues Unternehmen gründen oder ein Projekt gemeinsam betreiben. Beide Seiten bringen Geld, Wissen oder Anlagen ein und teilen sich Gewinne, Kosten und Risiken.

  • JSON

    JSON ist ein Textformat für den Datenaustausch zwischen Programmen — lesbar für Menschen, eindeutig für Maschinen. Fast jede Web-Schnittstelle antwortet darin, und ein Export „als JSON" liefert die Rohdaten statt einer aufbereiteten Ansicht.

  • JSX

    JSX ist eine Erweiterung der Programmiersprache JavaScript, mit der man den Aufbau einer Webseite direkt im Programmcode notieren kann. Die Schreibweise sieht aus wie HTML, wird vor dem Ausführen aber automatisch in normales JavaScript übersetzt.

  • Judge-Modell

    Ein Judge-Modell ist ein KI-Programm, das die Antworten eines anderen KI-Programms bewertet und benotet. Es ersetzt einen Teil der Arbeit, die sonst menschliche Prüfer erledigen müssten.

  • Just-in-Time UI

    Just-in-Time UI bezeichnet Bedienoberflächen, die erst im Moment der Nutzung von einem KI-System erzeugt werden, passend zur konkreten Aufgabe. Statt fester Menüs und Formulare entsteht jedes Mal genau die Ansicht, die gerade gebraucht wird.

  • Just-in-Time-Fertigung

    Just-in-Time-Fertigung ist eine Art zu produzieren, bei der Material erst dann geliefert wird, wenn es tatsächlich verbaut wird. Das spart Lagerkosten, macht die Produktion aber anfällig für Störungen in der Lieferkette.

  • JWT

    Ein JWT ist ein kleines digitales Ausweisdokument, das ein Server ausstellt und mit einer Signatur gegen Fälschung schützt. Damit weist ein Programm bei jeder Anfrage nach, wer es ist, ohne dass der Server sich das merken muss.

K

  • Kalibrierung (Machine Learning)

    Kalibrierung beschreibt, ob die Sicherheitsangaben eines lernenden Computerprogramms zur Wirklichkeit passen. Sagt ein System bei tausend Fällen „80 Prozent sicher“ und liegt es in etwa 800 Fällen richtig, ist es gut kalibriert.

  • Kandidatengenerierung

    Kandidatengenerierung ist der erste Schritt in Empfehlungs- und Suchsystemen: Aus Millionen möglichen Einträgen wird blitzschnell eine kleine Vorauswahl gezogen. Erst danach entscheidet ein zweiter, genauerer Schritt, was der Nutzer wirklich zu sehen bekommt.

  • Katakana

    Katakana ist eine der drei Schriften, mit denen Japanisch geschrieben wird. Jedes ihrer 46 Grundzeichen steht für eine Silbe, und benutzt wird sie vor allem für Wörter, die aus anderen Sprachen übernommen wurden.

  • Katalogabfrage

    Eine Katalogabfrage ist die Suche in einem geordneten Verzeichnis, das beschreibt, welche Daten es gibt und wo sie liegen. Sie liefert nicht die Daten selbst, sondern Informationen über die Daten – und ist damit der erste Schritt vieler Auswertungen und KI-Projekte.

  • Katalyse

    Katalyse bedeutet, dass ein Stoff eine chemische Reaktion beschleunigt, ohne sich dabei selbst zu verbrauchen. Dieser Stoff heißt Katalysator und ist die Grundlage für fast alle industriellen Verfahren, vom Kunstdünger bis zum Autoabgas.

  • Kaufoption

    Eine Kaufoption ist ein Vertrag, der dem Käufer das Recht gibt, eine Sache später zu einem heute festgelegten Preis zu kaufen — aber nicht die Pflicht dazu. Für dieses Recht zahlt er beim Abschluss eine Gebühr, die er in jedem Fall los ist.

  • Kelvin-Helmholtz-Instabilität

    Die Kelvin-Helmholtz-Instabilität entsteht, wenn zwei Schichten einer Flüssigkeit oder eines Gases mit unterschiedlicher Geschwindigkeit aneinander vorbeiströmen. Aus der glatten Grenzfläche werden dann Wellen, die sich zu charakteristischen Wirbeln einrollen.

  • Kernel

    Ein Kernel ist der innerste Kern eines Betriebssystems: das Programm, das den Zugriff auf Prozessor, Speicher und Geräte verwaltet. In der KI-Welt meint das Wort außerdem ein kleines Rechenprogramm, das auf einer Grafikkarte tausendfach parallel dieselbe Berechnung ausführt.

  • Kernel-Tuning

    Kernel-Tuning bezeichnet das genaue Anpassen kleiner Rechenprogramme, die auf Grafikkarten laufen, an die jeweilige Hardware. Dadurch erledigt derselbe Chip dieselbe Rechenaufgabe oft doppelt oder dreifach so schnell.

  • Key Transparency

    Key Transparency ist ein Verfahren, mit dem Messenger-Dienste öffentlich nachprüfbar machen, welchen digitalen Schlüssel sie einem Nutzerkonto zuordnen. Es soll verhindern, dass ein Anbieter heimlich einen falschen Schlüssel unterschiebt und dadurch mitlesen kann.

  • Key-Value-Cache

    Der Key-Value-Cache ist ein Zwischenspeicher, in dem ein Sprachmodell seine Zwischenergebnisse zu bereits geschriebenem Text aufbewahrt. Dadurch muss es beim nächsten Wort nicht den gesamten Text erneut durchrechnen, was Antworten deutlich schneller und billiger macht.

  • KI-Agent

    Ein KI-Agent ist ein Computerprogramm, das ein Ziel selbstständig in mehrere Schritte zerlegt und diese Schritte auch ausführt. Anders als ein reiner Chatbot antwortet er nicht nur, sondern nutzt Werkzeuge wie Suchmaschinen, Kalender oder Programmcode.

  • KI-Beschleuniger

    Ein KI-Beschleuniger ist ein Computerchip, der speziell für die Rechenaufgaben künstlicher Intelligenz gebaut ist. Er erledigt die immer gleichen Zahlenberechnungen solcher Programme viel schneller und stromsparender als ein normaler Hauptprozessor.

  • KI-Chip

    Ein KI-Chip ist ein Rechenbaustein, der speziell für die Aufgaben künstlicher Intelligenz gebaut ist. Er rechnet sehr viele einfache Zahlenoperationen gleichzeitig und ist damit für KI-Programme deutlich schneller und stromsparender als ein normaler Computerprozessor.

  • KI-Coding-Agent

    Ein KI-Coding-Agent ist ein Programm, das eine Programmieraufgabe in mehreren selbstständigen Schritten bearbeitet: Es liest den bestehenden Code, ändert Dateien, testet das Ergebnis und korrigiert sich bei Fehlern. Anders als ein bloßer Vorschlagsdienst arbeitet er über längere Zeit weitgehend ohne Rückfrage.

  • KI-Detektor

    Ein KI-Detektor ist ein Programm, das schätzt, ob ein Text oder ein Bild von einem Menschen oder von einer Maschine erzeugt wurde. Es liefert immer nur eine Wahrscheinlichkeit, keinen Beweis – und irrt sich häufiger, als viele Nutzer annehmen.

  • KI-nativ

    „KI-nativ“ beschreibt Produkte oder Unternehmen, die von Anfang an um künstliche Intelligenz herum gebaut wurden — statt sie später an ein fertiges Produkt anzuhängen. Der Begriff ist kein technischer Standard, sondern eine Beschreibung dafür, wie zentral die Technik im Aufbau steckt.

  • KI-native

    „KI-native" beschreibt Produkte oder Unternehmen, die von Anfang an um künstliche Intelligenz herum gebaut wurden. Nimmt man die KI weg, bleibt kein funktionierendes Produkt übrig – im Unterschied zu Software, die KI nur nachträglich als Zusatzfunktion erhält.

  • KI-Stack

    Der KI-Stack ist die Gesamtheit der Schichten, die nötig sind, damit ein KI-Produkt funktioniert: von den Chips über die Rechenzentren und die Modelle bis zur App, die man selbst bedient. Der Begriff hilft, den Markt zu ordnen, weil in jeder Schicht andere Firmen Geld verdienen.

  • KI-Wrapper-App

    Eine KI-Wrapper-App ist ein Programm, das die künstliche Intelligenz nicht selbst entwickelt, sondern die eines großen Anbieters über das Internet mitbenutzt und drumherum eine eigene Oberfläche baut. Der Begriff wird oft abwertend verwendet, weil solche Anbieter leicht kopierbar sind und von den Preisen des Anbieters abhängen.

  • KiCad

    KiCad ist ein kostenloses, quelloffenes Programmpaket zum Entwerfen von elektronischen Schaltungen und den dazugehörigen Platinen. Es begleitet den ganzen Weg vom ersten Schaltplan bis zu den Dateien, die eine Fabrik zur Fertigung braucht.

  • Kill Switch

    Ein Kill Switch ist ein Notausschalter, mit dem ein technisches System sofort gestoppt werden kann. In der Debatte um künstliche Intelligenz meint der Begriff die Möglichkeit, ein Programm im Notfall abzuschalten, wenn es Schaden anrichtet.

  • Kill-Chain

    Die Kill-Chain beschreibt einen Angriff auf ein Computersystem als Kette von Schritten, die nacheinander ablaufen müssen. Wer einen einzigen dieser Schritte blockiert, stoppt den gesamten Angriff.

  • Klassifikation (Machine Learning)

    Klassifikation bedeutet, dass ein Computerprogramm einen Fall einer von mehreren vorgegebenen Kategorien zuordnet, etwa eine E-Mail als Spam oder Nicht-Spam. Das Programm lernt diese Zuordnung vorher aus vielen Beispielen, bei denen die richtige Kategorie bereits bekannt war.

  • Klassifikator

    Ein Klassifikator ist ein Computerprogramm, das Dinge in vorher festgelegte Kategorien einordnet — zum Beispiel eine E-Mail als „Spam" oder „kein Spam". Solche Programme lernen die Einordnung meist aus vielen Beispielen, statt festen Regeln zu folgen.

  • Knight'sche Unsicherheit

    Knight'sche Unsicherheit bezeichnet Situationen, in denen man die Wahrscheinlichkeiten für mögliche Ergebnisse nicht kennt und auch nicht berechnen kann. Sie unterscheidet sich vom Risiko, bei dem die Wahrscheinlichkeiten bekannt sind — und sie ist der Grund, warum Prognosen zu neuen Technologien oft scheitern.

  • Know Your Customer

    Know Your Customer bezeichnet die gesetzlich vorgeschriebene Pflicht von Banken und ähnlichen Unternehmen, die Identität ihrer Kunden zu prüfen und zu dokumentieren. Ziel ist es, Geldwäsche, Betrug und die Finanzierung von Kriminalität zu erschweren.

  • Knowledge Decay

    Knowledge Decay bezeichnet das Veralten des Wissens, das ein KI-System beim Lernen aufgenommen hat. Das System bleibt auf dem Stand seiner Lerndaten, während sich die Welt weiterdreht — und liefert deshalb mit der Zeit immer öfter überholte Antworten.

  • Knowledge Distillation

    Knowledge Distillation ist ein Trainingsverfahren, bei dem ein großes, teures KI-Modell einem kleineren beibringt, sich ähnlich zu verhalten. Das kleine Modell braucht danach weniger Rechenleistung und passt oft sogar auf ein Smartphone.

  • Knowledge Graph

    Ein Knowledge Graph ist eine Sammlung von Wissen, die nicht aus Texten oder Tabellen besteht, sondern aus Dingen und den Verbindungen zwischen ihnen. Suchmaschinen, Sprachassistenten und Unternehmensdatenbanken nutzen diese Struktur, um Fragen zu beantworten, die mehrere Fakten miteinander kombinieren.

  • Knowledge-Work-Architektur

    Eine Knowledge-Work-Architektur ist der geplante Aufbau aller Programme, Datenspeicher und Regeln, mit denen ein Unternehmen Büroarbeit von Software unterstützen oder übernehmen lässt. Sie beschreibt, welches Werkzeug welche Aufgabe erledigt, woher es seine Informationen bekommt und wo ein Mensch entscheiden muss.

  • Kodierungstheorie

    Die Kodierungstheorie untersucht, wie man Daten so aufschreibt, dass sie auch bei Störungen noch lesbar bleiben. Sie liefert die mathematischen Verfahren, mit denen Handys, Festplatten und Raumsonden Übertragungsfehler selbst erkennen und reparieren.

  • Kognitive Architektur

    Eine kognitive Architektur ist ein Bauplan dafür, wie die einzelnen Teile eines denkenden Systems zusammenarbeiten: Wahrnehmung, Gedächtnis, Entscheidung und Handlung. Sie beschreibt nicht ein einzelnes Programm, sondern das feste Grundgerüst, in dem verschiedene Aufgaben gelöst werden.

  • Kognitive Atrophie

    Kognitive Atrophie bezeichnet den Verlust geistiger Fähigkeiten, die man nicht mehr selbst einsetzt, weil eine Maschine sie übernimmt. In der KI-Debatte meint der Begriff die Sorge, dass Menschen durch ständige Hilfe von Chatprogrammen das eigenständige Denken, Schreiben und Rechnen verlernen.

  • Kollaboratives Training

    Beim kollaborativen Training arbeiten mehrere Beteiligte gemeinsam an einem KI-Modell, obwohl jeder seine eigenen Daten oder Rechner behält. Statt alles an einer Stelle zu sammeln, werden nur Zwischenergebnisse ausgetauscht und zu einem gemeinsamen Modell zusammengeführt.

  • Kommandozeile

    Die Kommandozeile ist eine Bedienweise für Computer, bei der man Befehle als Text eintippt statt auf Symbole zu klicken. Sie gilt als altmodisch, ist aber bei Programmierern und in der KI-Entwicklung bis heute das wichtigste Werkzeug.

  • Kommandozeilen-Interface

    Ein Kommandozeilen-Interface ist eine Bedienung des Computers durch getippte Befehle statt durch Klicks auf Symbole. Es wirkt altmodisch, ist aber in der Software-Entwicklung und auf Servern bis heute die schnellste und genaueste Art zu arbeiten.

  • Kommodifizierung

    Kommodifizierung beschreibt, wie ein Produkt vom seltenen Sonderfall zur austauschbaren Massenware wird. In der KI-Branche bedeutet das: Sprachmodelle ähneln sich immer stärker, der Preis fällt, und der Anbieter wird beliebig.

  • Kompensationsparameter

    Ein Kompensationsparameter ist eine Stellgröße in einem Rechenverfahren, die eine bekannte Verzerrung oder Störung gezielt ausgleicht. Er verändert nicht das eigentliche Ergebnis, sondern korrigiert einen systematischen Fehler, den man vorher gemessen oder abgeschätzt hat.

  • Kompetenzfalle

    Die Kompetenzfalle beschreibt, wie ein Unternehmen an einer Methode festhält, weil es darin sehr gut geworden ist – und deshalb eine bessere neue Methode übersieht. Der bisherige Erfolg wird so zur Ursache des späteren Scheiterns.

  • Kompositionsfehlschluss

    Der Kompositionsfehlschluss ist ein Denkfehler: Man überträgt eine Eigenschaft einzelner Teile ungeprüft auf das Ganze. Weil jeder Spieler stark ist, muss die Mannschaft noch nicht stark sein.

  • Konnektionismus

    Der Konnektionismus ist die Idee, dass geistige Leistungen wie Erkennen oder Sprechen aus dem Zusammenspiel sehr vieler einfacher, miteinander verbundener Recheneinheiten entstehen. Er ist die theoretische Grundlage der heutigen künstlichen neuronalen Netze und damit fast aller modernen KI-Systeme.

  • Konnektor

    Ein Konnektor ist ein fertiges Verbindungsstück zwischen zwei Programmen: Er sorgt dafür, dass eine Software Daten aus einem anderen System lesen oder dorthin schreiben kann. In der KI-Welt sind Konnektoren das, was ein Sprachmodell mit Firmendaten wie E-Mails, Datenbanken oder Cloud-Speichern verbindet.

  • Konsens-Output

    Ein Konsens-Output ist die Antwort, auf die sich mehrere Rechendurchläufe eines Programms mehrheitlich einigen. Statt eine einzelne Ausgabe zu übernehmen, lässt man dieselbe Aufgabe mehrfach lösen und wählt das Ergebnis, das am häufigsten vorkommt.

  • Konsumerisierung

    Konsumerisierung beschreibt, dass neue Technik heute zuerst bei Privatleuten ankommt und erst danach in Firmen und Behörden. Früher war es umgekehrt: Große Organisationen bekamen das Neue zuerst, Privatpersonen viel später.

  • Kontext-Token

    Kontext-Token sind die kleinen Textbausteine, die ein KI-Sprachprogramm gleichzeitig vor Augen hat, während es eine Antwort schreibt. Ihre Zahl begrenzt, wie viel Text das Programm auf einmal berücksichtigen kann – und sie bestimmt auch, was die Nutzung kostet.

  • Kontextfenster

    Das Kontextfenster ist die Menge an Text, die ein KI-Sprachprogramm gleichzeitig überblicken kann. Alles außerhalb dieses Fensters existiert für das Programm im Moment der Antwort nicht.

  • Kontinuierliches Lernen

    Kontinuierliches Lernen bezeichnet die Fähigkeit eines Computerprogramms, immer weiter dazuzulernen, ohne das früher Gelernte zu vergessen. Bei heutigen KI-Systemen ist genau das ein ungelöstes Problem: Neues Wissen überschreibt oft altes.

  • Kontrastive Paare

    Kontrastive Paare sind zwei Beispiele, die man einem lernenden Computerprogramm absichtlich gemeinsam zeigt: eines, das erwünscht ist, und eines, das es nicht ist. Aus dem Unterschied zwischen beiden lernt das Programm schneller und genauer als aus einzelnen Beispielen.

  • Kontrastives Pruning

    Kontrastives Pruning ist ein Verfahren, bei dem man aus einem trainierten KI-Modell überflüssige Bauteile entfernt und dabei mit Gegenbeispielen prüft, welche Teile wirklich wichtig sind. Ziel ist ein kleineres, schnelleres Modell, das trotzdem die Unterschiede zwischen ähnlichen Eingaben erkennt.

  • Konversationsbasierte Werbeformate

    Konversationsbasierte Werbeformate sind Anzeigen, die innerhalb eines Gesprächs mit einem Computerprogramm erscheinen, etwa in einem Chatfenster. Statt eines starren Werbebanners wird die Werbung Teil des Dialogs und richtet sich nach dem, was der Nutzer gerade gefragt hat.

  • Konversionsrate

    Die Konversionsrate gibt an, welcher Anteil der Besucher einer Website oder App eine gewünschte Handlung tatsächlich ausführt, etwa einen Kauf oder eine Anmeldung. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Onlinegeschäft, weil sie zeigt, wie gut aus Aufmerksamkeit echtes Geschäft wird.

  • Kortex

    Der Kortex ist die äußere, gefaltete Schicht des menschlichen Gehirns, in der Wahrnehmung, Sprache und Denken verarbeitet werden. In der KI-Welt dient er als Vorbild und Namensgeber: Viele Fachbegriffe und Produktnamen berufen sich auf seinen Aufbau aus gleichartigen, in Schichten organisierten Nervenzellen.

  • KOSDAQ

    Der KOSDAQ ist ein südkoreanischer Aktienmarkt, an dem vor allem kleinere und stark wachsende Technologieunternehmen gehandelt werden. Er gilt als Gradmesser dafür, wie es Koreas Chip-, Biotech- und Softwarebranche gerade geht.

  • Kosten pro Token

    Kosten pro Token geben an, wie viel Geld eine einzelne Texteinheit kostet, die ein KI-Sprachprogramm liest oder schreibt. Die Kennzahl ist der übliche Maßstab dafür, wie teuer der Betrieb solcher Programme ist.

  • KPI

    Ein KPI ist eine ausgewählte Messzahl, an der ein Unternehmen ablesen will, ob es seine Ziele erreicht. Der Begriff steht für "Key Performance Indicator", also für eine Kennzahl, die als besonders aussagekräftig gilt.

  • Krankendomäne

    Die Krankendomäne bezeichnet den medizinischen Anwendungsbereich, in dem ein KI-System arbeitet – also alles rund um Krankheiten, Diagnosen und Behandlung. Weil hier Fehler Menschenleben kosten können, gelten dort strengere Regeln als in fast jedem anderen Einsatzgebiet.

  • Kreditkartendaten

    Kreditkartendaten sind die Angaben, mit denen man mit einer Kreditkarte bezahlen kann: Kartennummer, Name, Gültigkeitsdatum und Prüfziffer. Weil diese wenigen Zahlen für eine Zahlung ausreichen, sind sie ein beliebtes Ziel von Datendiebstahl und werden deshalb streng geschützt.

  • Kriegssimulation

    Eine Kriegssimulation ist das Durchspielen eines militärischen Konflikts am Modell statt in der Realität — früher auf Karten mit Spielfiguren, heute meist am Computer. Seit einigen Jahren testen Forschende auch KI-Systeme in solchen Szenarien und beobachten, wie schnell diese zu Gewalt greifen.

  • Kryptoanalyse

    Kryptoanalyse ist die Wissenschaft davon, verschlüsselte Nachrichten zu lesen, ohne den passenden Schlüssel zu besitzen. Sie deckt Schwächen in Verschlüsselungsverfahren auf und entscheidet damit, welchen Verfahren wir im Internet vertrauen können.

  • Kryptografisches Schlüsselpaar

    Ein kryptografisches Schlüsselpaar besteht aus zwei zusammengehörigen Zahlenfolgen: einer darf jeder kennen, die andere bleibt geheim. Was mit der einen gesichert wurde, lässt sich nur mit der anderen öffnen oder überprüfen – die Grundlage von HTTPS, digitalen Signaturen und Krypto-Wallets.

  • Ku-Band

    Das Ku-Band ist ein Frequenzbereich von etwa 12 bis 18 Gigahertz, in dem Satelliten Funksignale zur Erde senden und empfangen. Es ist der Bereich, über den klassisches Satellitenfernsehen und ein großer Teil des Satelliten-Internets läuft.

  • Kubernetes

    Kubernetes ist eine Software, die verpackte Programme automatisch auf viele Server verteilt, startet, überwacht und bei Bedarf vervielfacht. Sie ist heute der Standard, mit dem große Online-Dienste und KI-Anwendungen betrieben werden.

  • Kugelpackungsdichte

    Die Kugelpackungsdichte gibt an, welcher Anteil eines Raumes von gleich großen Kugeln ausgefüllt wird, wenn man sie möglichst geschickt stapelt. Der beste Wert im dreidimensionalen Raum liegt bei etwa 74 Prozent, der Rest bleiben unvermeidbare Lücken.

  • Kullback-Leibler-Divergenz

    Die Kullback-Leibler-Divergenz ist eine Maßzahl dafür, wie stark zwei Wahrscheinlichkeitsverteilungen voneinander abweichen. Sie misst, wie viel Information verloren geht, wenn man eine Verteilung durch eine andere ersetzt, und ist eine der zentralen Rechengrößen beim Training von KI-Modellen.

  • Kurs-Gewinn-Verhältnis

    Das Kurs-Gewinn-Verhältnis gibt an, wie viel man für eine Aktie zahlt, gemessen am Gewinn, den das Unternehmen pro Aktie erwirtschaftet. Es ist die bekannteste Kennzahl, um zu beurteilen, ob eine Aktie teuer oder günstig bewertet ist.

  • Kurs-Umsatz-Verhältnis

    Das Kurs-Umsatz-Verhältnis zeigt, wie viel eine Aktie im Vergleich zu den Verkaufserlösen des Unternehmens kostet. Es wird oft bei jungen Technologiefirmen benutzt, die noch keinen Gewinn machen.

  • Kursziel

    Ein Kursziel ist der Preis, den ein Analyst für eine Aktie in etwa zwölf Monaten erwartet. Es ist eine Schätzung auf Basis von Annahmen über das Unternehmen – keine Zusage und keine Vorhersage, die eintreffen muss.

  • KV-Cache

    Der KV-Cache ist ein Zwischenspeicher, in dem ein Sprachmodell seine Rechenergebnisse zu bereits geschriebenen Wörtern behält. Dadurch muss es beim nächsten Wort nicht den gesamten Text neu durchrechnen, was Antworten deutlich schneller und günstiger macht.

  • KV-Cache-Kompression

    KV-Cache-Kompression bezeichnet Verfahren, die den Zwischenspeicher eines Sprachmodells verkleinern, in dem es sich den bisherigen Text merkt. Weil dieser Speicher mit jedem zusätzlichen Wort wächst, entscheidet seine Größe darüber, wie lange Chats sein dürfen und wie teuer der Betrieb wird.

  • KV-Router

    Ein KV-Router ist eine Verteilstelle, die Anfragen an ein KI-Sprachmodell gezielt an den Server schickt, auf dem schon passende Zwischenergebnisse aus dem vorherigen Gespräch liegen. Das spart Rechenzeit, weil der Server denselben Text nicht noch einmal verarbeiten muss.

  • KVM

    KVM ist eine Technik im Linux-Betriebssystem, mit der ein einziger Computer sich wie viele eigenständige Computer verhält. Fast alle großen Cloud-Anbieter nutzen KVM, um die Rechenleistung ihrer Server an tausende Kunden gleichzeitig zu vermieten.

  • KYC-Prüfung

    Die KYC-Prüfung ist der Vorgang, bei dem eine Bank oder ein Finanzdienstleister die Identität eines neuen Kunden überprüft, bevor dieser ein Konto nutzen darf. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben und soll verhindern, dass Kriminelle Geld über anonyme Konten waschen.

L

  • LAB Benchmark

    LAB ist ein von IBM und dem MIT-IBM Watson AI Lab entwickeltes Verfahren, das Sprachmodelle mit künstlich erzeugten Übungsdaten nachtrainiert. Der zugehörige Benchmark misst, wie gut ein so trainiertes Modell im Vergleich zu Modellen abschneidet, die mit teuren, von Menschen geschriebenen Daten verbessert wurden.

  • Lakehouse

    Ein Lakehouse ist ein Speicherkonzept für sehr große Datenmengen, das billige Massenspeicherung mit geordneten, sofort auswertbaren Tabellen verbindet. Es soll die Vorteile eines Datensees und eines klassischen Datenlagers in einem einzigen System vereinen.

  • LALM

    Ein LALM ist ein KI-System, das gesprochene Sprache, Musik und Geräusche direkt verarbeitet und darauf in Textform oder mit Sprache antwortet. Es verbindet die Fähigkeiten eines Chatbots mit einem Gehör, statt Ton vorher in Text umschreiben zu müssen.

  • Language Processing Unit

    Eine Language Processing Unit (LPU) ist ein Spezialchip, der ausschließlich dafür gebaut ist, fertige Sprach-KI-Modelle Wort für Wort antworten zu lassen. Sie soll Texte deutlich schneller ausgeben als die üblichen Grafikkarten, kann dafür aber weniger andere Aufgaben.

  • Langzeitkohärenz

    Langzeitkohärenz beschreibt die Fähigkeit eines KI-Systems, über sehr lange Texte, Gespräche oder Arbeitsabläufe hinweg widerspruchsfrei zu bleiben. Sie gilt als eine der größten offenen Schwächen heutiger Sprachmodelle.

  • Laravel

    Laravel ist eine kostenlose Sammlung fertiger Bausteine für die Programmiersprache PHP, mit der man Webseiten und Web-Anwendungen baut. Es nimmt Entwicklern wiederkehrende Arbeiten wie Login, Datenbankzugriff oder E-Mail-Versand ab.

  • Large Language Model

    Ein Large Language Model ist ein Computerprogramm, das aus riesigen Textmengen gelernt hat, welche Wörter typischerweise aufeinander folgen. Auf dieser Grundlage schreibt es Texte, beantwortet Fragen und übersetzt – Wort für Wort, ohne zu verstehen wie ein Mensch.

  • Largest Contentful Paint

    Largest Contentful Paint ist eine Messgröße für Webseiten. Sie gibt an, nach wie vielen Sekunden das größte sichtbare Element einer Seite fertig geladen ist – meist ein Bild oder eine Überschrift.

  • Latent Mixture-of-Experts

    Latent Mixture-of-Experts ist eine Bauweise für KI-Modelle, bei der pro Anfrage nur wenige spezialisierte Teilmodule rechnen — und die Auswahl auf einer verdichteten Zwischendarstellung der Eingabe beruht statt auf dem rohen Text. Das spart Rechenzeit und soll die Zuständigkeiten der Module sauberer trennen.

  • Latent Space

    Der Latent Space ist die interne Zahlendarstellung, in die ein KI-System Bilder, Texte oder Töne übersetzt, bevor es damit weiterarbeitet. Ähnliche Inhalte landen darin nah beieinander, und genau diese Nachbarschaft macht Suche, Empfehlungen und Bildgeneratoren möglich.

  • Latenter Raum

    Der latente Raum ist die interne Zahlendarstellung, in der ein KI-Programm Bilder, Texte oder Töne speichert. Ähnliche Inhalte landen dort dicht beieinander, sehr verschiedene Inhalte weit auseinander.

  • Latenz

    Latenz ist die Wartezeit zwischen einer Anfrage und der ersten Reaktion darauf – etwa zwischen dem Absenden einer Frage an einen Chatbot und dem ersten Wort der Antwort. Sie wird meist in Millisekunden gemessen und entscheidet darüber, ob sich ein Dienst flüssig oder träge anfühlt.

  • Latenzgarantie

    Eine Latenzgarantie ist das vertragliche Versprechen eines Anbieters, dass eine Anfrage innerhalb einer festgelegten Zeitspanne beantwortet wird. Sie ist bei KI-Diensten wichtig, weil dort die Antwortzeit stark schwanken kann und für viele Anwendungen entscheidend ist.

  • Lateral Movement

    Lateral Movement bezeichnet das schrittweise Weiterwandern eines Angreifers von einem geknackten Computer zum nächsten innerhalb desselben Firmennetzes. Ziel ist es, von einem unwichtigen Einstiegspunkt aus die wirklich wertvollen Systeme zu erreichen.

  • LaTeX

    LaTeX ist ein System, mit dem man Texte nicht klickend gestaltet, sondern über Befehle im Text beschreibt. Es wird vor allem für wissenschaftliche Arbeiten genutzt, weil es Formeln, Literaturverzeichnisse und Querverweise sehr zuverlässig setzt.

  • Layer (Bildbearbeitung)

    Ein Layer ist eine einzelne Bildebene in einem Bearbeitungsprogramm, die über oder unter anderen Ebenen liegt und getrennt von ihnen verändert werden kann. Erst zusammen ergeben alle Ebenen das sichtbare Bild.

  • Layering

    Layering ist die zweite Stufe der Geldwäsche: Kriminelles Geld wird durch viele schnelle Umbuchungen, Käufe und Firmen so oft verschoben, dass seine Herkunft nicht mehr nachvollziehbar ist. Banken und Behörden setzen heute Software ein, die solche Muster in Millionen Transaktionen automatisch aufspürt.

  • LazyAR

    LazyAR bezeichnet einen Ansatz, bei dem eine Brille oder ein Smartphone eingeblendete Zusatzinformationen nur dann neu berechnet, wenn sich wirklich etwas geändert hat. Statt jedes Bild von Grund auf neu zu erzeugen, werden vorhandene Ergebnisse weiterverwendet – das spart Rechenleistung und Akku.

  • LCD

    LCD steht für Liquid Crystal Display, auf Deutsch Flüssigkristallanzeige. Es ist die Bildschirmtechnik, bei der eine Lampe hinter dem Bildschirm dauerhaft leuchtet und eine Schicht aus steuerbaren Flüssigkristallen dieses Licht pro Bildpunkt durchlässt oder blockiert.

  • Leaderboard

    Ein Leaderboard ist eine öffentliche Rangliste, in der KI-Programme nach ihren Ergebnissen in standardisierten Tests sortiert werden. Solche Listen bestimmen mit, welche Anbieter als führend gelten – obwohl sie leicht zu manipulieren sind und nur einen Teil der Wirklichkeit messen.

  • Leak

    Ein Leak ist die vorzeitige oder unerlaubte Weitergabe von Informationen, die eigentlich geheim bleiben sollten. In der Tech-Branche betrifft das oft unveröffentlichte Produkte, interne Dokumente oder Nutzerdaten.

  • Lean

    Lean ist eine Programmiersprache, in der man mathematische Beweise so aufschreibt, dass ein Computer sie Schritt für Schritt auf Fehler prüfen kann. In der KI-Forschung dient Lean als strenger Schiedsrichter: Es sagt zuverlässig, ob eine von einem Programm erzeugte Lösung wirklich korrekt ist.

  • Lean (Beweisassistent)

    Lean ist ein Computerprogramm, in dem man mathematische Beweise so aufschreibt, dass der Rechner jeden Schritt auf Korrektheit prüft. Es gilt inzwischen als wichtiges Werkzeug, um mathematische Ergebnisse von KI-Systemen zuverlässig zu überprüfen.

  • Lean 4

    Lean 4 ist eine Software, in der man mathematische Beweise so aufschreibt, dass ein Computer sie Schritt für Schritt auf Fehler prüft. Weil diese Prüfung eindeutig „richtig“ oder „falsch“ sagt, wird Lean 4 inzwischen auch benutzt, um KI-Systeme im Rechnen und Beweisen zu trainieren.

  • Lean-Code

    Lean-Code bezeichnet eine Arbeitsweise, bei der Programme mit möglichst wenig überflüssigem Aufwand geschrieben werden: wenig Ballast, wenig Wiederholung, nur das, was wirklich gebraucht wird. Ziel ist Software, die verständlich bleibt, schnell läuft und günstig zu pflegen ist.

  • Lean-Kernel

    Der Lean-Kernel ist das kleine, streng geprüfte Herzstück des Beweisprogramms Lean: Er kontrolliert, ob ein mathematischer Beweis wirklich lückenlos aus erlaubten Schritten besteht. Weil dieser Kern absichtlich winzig gehalten wird, kann man ihm auch dann vertrauen, wenn der Beweis von einer KI stammt.

  • Learning Cycles

    Ein Learning Cycle ist eine Runde aus Ausprobieren, Messen und Verbessern, die immer wieder von vorn beginnt. In der KI-Entwicklung entscheidet vor allem die Geschwindigkeit solcher Runden darüber, wie schnell ein Produkt oder ein Modell besser wird.

  • Learning OS

    Ein Learning OS ist eine Lernplattform, die alle Lernschritte eines Nutzers zentral verwaltet und den Stoff mithilfe von KI laufend an dessen Stand anpasst. Der Name spielt auf ein Betriebssystem an: Die Software soll für das Lernen das sein, was Windows oder Android für einen Computer sind.

  • Ledger

    Ein Ledger ist ein Verzeichnis, in dem jede Buchung fortlaufend festgehalten wird — klassisch das Hauptbuch eines Unternehmens, heute meist die Datenbank hinter Kryptowährungen. Der aktuelle Kontostand ergibt sich dabei nicht aus einem gespeicherten Wert, sondern aus der Summe aller bisherigen Einträge.

  • Legacy-Architektur

    Eine Legacy-Architektur ist ein über Jahre oder Jahrzehnte gewachsenes Computersystem, das ein Unternehmen weiter betreibt, obwohl die Technik dahinter veraltet ist. Es funktioniert meist zuverlässig, lässt sich aber nur mühsam ändern, erweitern oder ersetzen.

  • Legacy-Modernisierung

    Legacy-Modernisierung bezeichnet die Erneuerung alter, über Jahrzehnte gewachsener Computersysteme in Unternehmen und Behörden. Ziel ist es, veraltete Technik durch neuere zu ersetzen, ohne dass der laufende Betrieb zusammenbricht.

  • Legacy-Portierung

    Legacy-Portierung bezeichnet das Übertragen alter, oft jahrzehntealter Computerprogramme auf moderne Technik oder in eine neuere Programmiersprache. Weil solche Programme häufig zentrale Aufgaben in Banken, Behörden und Versicherungen erledigen, gilt der Umbau als riskant, teuer und langwierig.

  • Legacy-SaaS

    Legacy-SaaS bezeichnet Mietsoftware aus dem Internet, deren Aufbau und Geschäftsmodell aus der Zeit vor der aktuellen KI-Welle stammen. Der Begriff taucht vor allem an der Börse auf, wenn Anleger fragen, ob solche Anbieter durch KI überflüssig werden.

  • Legal Research Bench

    Ein Legal Research Bench ist eine standardisierte Sammlung juristischer Rechercheaufgaben, mit der man prüft, wie gut ein Computerprogramm Rechtsfragen beantwortet. Die Ergebnisse zeigen, ob ein Programm Gesetze und Urteile korrekt findet und zitiert – oder ob es Quellen erfindet.

  • Leistungshalbleiter

    Leistungshalbleiter sind elektronische Bauteile, die große Ströme schalten und steuern. Sie stecken in Elektroautos, Windrädern, Ladegeräten und Rechenzentren und entscheiden mit darüber, wie viel Energie unterwegs verloren geht.

  • Leiterplatte

    Eine Leiterplatte ist die grüne Trägerplatte im Inneren fast jedes elektronischen Geräts. Sie hält die Bauteile fest und verbindet sie über dünne Kupferbahnen miteinander.

  • Level 2

    Level 2 bezeichnet ein Auto, das Lenken und Tempo gleichzeitig selbst regeln kann, während der Mensch am Steuer trotzdem dauerhaft aufpassen muss. Es ist die zweite von sechs Stufen einer international genutzten Skala für automatisiertes Fahren.

  • Level 3

    Level 3 bezeichnet eine Stufe des automatisierten Fahrens, bei der das Auto in bestimmten Situationen komplett selbst fährt und der Mensch währenddessen die Straße nicht beobachten muss. Er bleibt aber verpflichtet, innerhalb weniger Sekunden wieder zu übernehmen, wenn das System ihn dazu auffordert.

  • Level 4

    Level 4 bezeichnet die vierte von fünf Stufen des automatisierten Fahrens: Das Fahrzeug fährt in einem klar festgelegten Einsatzgebiet vollständig allein, ohne dass ein Mensch eingreifen muss. Außerhalb dieses Gebiets fährt es gar nicht.

  • Level-3-Autonomie

    Level-3-Autonomie beschreibt Autos, die unter festgelegten Bedingungen komplett selbst fahren, während der Mensch am Steuer etwas anderes tun darf. Er muss aber bereit sein, die Kontrolle zurückzunehmen, wenn das System ihn dazu auffordert.

  • Leveraged ETF

    Ein Leveraged ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der die tägliche Bewegung eines Marktes verdoppelt oder verdreifacht. Steigt der Markt an einem Tag um 1 Prozent, legt ein 2x-Produkt rund 2 Prozent zu — fällt er, verliert es genauso stark.

  • LFP

    LFP ist eine Bauart von wiederaufladbaren Batterien, bei der ein Teil der Zelle aus Lithium, Eisen und Phosphat besteht. Diese Akkus sind billiger und langlebiger als andere Lithium-Batterien, speichern dafür pro Kilogramm etwas weniger Energie.

  • Liar's Dividend

    Der Liar's Dividend beschreibt den Vorteil, den Lügner daraus ziehen, dass sich Fotos, Videos und Tonaufnahmen heute täuschend echt fälschen lassen. Wer mit einer echten Aufnahme konfrontiert wird, kann einfach behaupten, sie sei künstlich erzeugt — und wird damit oft geglaubt.

  • LibGen

    LibGen ist eine riesige Internetsammlung von Büchern und Fachaufsätzen, die dort meist ohne Erlaubnis der Rechteinhaber liegen. Bekannt wurde die Sammlung zuletzt vor allem, weil KI-Firmen sie zum Trainieren ihrer Sprachmodelle verwendet haben.

  • LiDAR

    LiDAR ist ein Sensor, der mit Laserlicht Entfernungen misst und daraus ein dreidimensionales Abbild der Umgebung erzeugt. Selbstfahrende Autos, Roboter und Vermessungsflugzeuge nutzen die Technik, um Objekte und Abstände sehr genau zu erfassen.

  • Lieferkettenrisiko in der IT-Sicherheit

    Ein Lieferkettenrisiko in der IT-Sicherheit entsteht, wenn Angreifer nicht ein Unternehmen direkt attackieren, sondern einen seiner Zulieferer. Über gekaufte Software, Updates oder Dienstleister gelangen sie so in tausende gut geschützte Systeme gleichzeitig.

  • Likeness-Rechte

    Likeness-Rechte sind die Rechte einer Person an ihrem eigenen Aussehen, ihrer Stimme und ihrem Namen. Sie entscheiden, wer ein Gesicht oder eine Stimme kommerziell nutzen darf — und sind durch KI-Fälschungen zu einem zentralen Streitthema geworden.

  • Linear Attention

    Linear Attention ist eine Rechenmethode in Sprachmodellen, bei der der Aufwand nur proportional zur Textlänge wächst statt quadratisch. Damit lassen sich sehr lange Texte verarbeiten, ohne dass Rechenzeit und Speicherbedarf explodieren.

  • Lineare Attention

    Lineare Attention ist eine sparsame Rechenmethode in Sprachmodellen: Statt jedes Wort mit jedem anderen zu vergleichen, führt das Modell eine laufende Zusammenfassung des Textes mit. Dadurch wachsen Rechenaufwand und Kosten bei langen Texten nur noch gleichmäßig statt explosionsartig.

  • Lineare Sonde

    Eine lineare Sonde ist ein sehr einfacher Zusatz-Rechenschritt, den Forscher an ein fertiges KI-Modell anhängen, um zu prüfen, welche Informationen im Inneren des Modells überhaupt vorhanden sind. Lässt sich eine Eigenschaft mit einem so simplen Mittel ablesen, gilt sie als klar im Modell abgelegt.

  • Lines of Code

    Lines of Code ist die Anzahl der Textzeilen, aus denen ein Computerprogramm besteht. Die Zahl wird oft als grobes Maß für den Umfang eines Programms benutzt, sagt aber wenig über dessen Qualität aus.

  • Lint-System

    Ein Lint-System ist ein Programm, das den Text eines anderen Programms auf Fehler und schlechten Stil durchsucht, ohne ihn auszuführen. Es funktioniert ähnlich wie eine Rechtschreibprüfung, nur für Programmcode.

  • Linux

    Linux ist ein Betriebssystem, also die Grundsoftware, die einen Computer überhaupt bedienbar macht. Es ist frei verfügbar und läuft heute auf den meisten Servern im Internet, auf Android-Handys und in fast allen Rechenzentren für Künstliche Intelligenz.

  • Lipid-Nanopartikel

    Lipid-Nanopartikel sind winzige Fettkügelchen, die empfindliche Wirkstoffe wie mRNA-Impfstoffe schützen und in Körperzellen transportieren. Sie waren die entscheidende Technik hinter den Corona-Impfstoffen und gelten heute als Schlüsselbaustein einer ganzen Medikamentenklasse.

  • Lippensynchronität

    Lippensynchronität bedeutet, dass Mundbewegungen im Bild genau zu den gehörten Lauten passen. In der Videobearbeitung und bei KI-Werkzeugen ist sie eine der schwierigsten Aufgaben, weil das menschliche Auge schon winzige Abweichungen bemerkt.

  • Lithium-Eisenphosphat

    Lithium-Eisenphosphat ist ein Material, aus dem der Pluspol vieler Akkus besteht. Solche Akkus sind billiger und langlebiger als andere Lithium-Akkus, speichern dafür pro Kilogramm weniger Energie.

  • Lithografie

    Lithografie ist das Verfahren, mit dem die winzigen Strukturen auf Computerchips mit Licht erzeugt werden. Es entscheidet, wie klein und wie schnell Chips sein können — und gilt deshalb als Schlüsseltechnologie der gesamten Elektronikindustrie.

  • LiveCodeBench

    LiveCodeBench ist ein Test, mit dem geprüft wird, wie gut KI-Modelle Programmieraufgaben lösen. Das Besondere: Die Aufgaben werden laufend neu gesammelt, damit die Modelle die Lösungen nicht schon vorher gesehen haben können.

  • Liveness Detection

    Liveness Detection prüft, ob vor der Kamera oder am Sensor ein echter lebender Mensch steht und nicht ein Foto, ein Video oder eine Maske. Sie ist der Schutzmechanismus, der Gesichtserkennung und andere biometrische Verfahren gegen Täuschungsversuche absichert.

  • Living Spec

    Eine Living Spec ist ein technisches Regelwerk, das laufend weiterentwickelt wird, statt in festen Versionen zu erscheinen. Es gibt immer nur eine gültige Fassung: die aktuelle.

  • Llama

    Llama ist eine Familie von Sprach-KI-Programmen des Facebook-Konzerns Meta, die Texte verstehen und schreiben können. Anders als viele Konkurrenzprodukte kann man Llama herunterladen und auf eigenen Rechnern betreiben.

  • LLM

    Ein LLM ist ein Computerprogramm, das aus riesigen Textmengen gelernt hat, wie Sprache aufgebaut ist, und daraus selbst Texte schreibt. Chatbots wie ChatGPT beruhen auf dieser Technik.

  • LLM Grooming

    LLM Grooming bezeichnet das gezielte Fluten des Internets mit erfundenen oder verzerrten Texten, damit KI-Textprogramme diese Inhalte später als Wissen übernehmen und weitergeben. Die Zielgruppe sind nicht mehr menschliche Leser, sondern die Maschinen, die aus dem Netz lernen.

  • LLM-as-a-Judge

    LLM-as-a-Judge bedeutet, dass ein Sprachmodell die Antworten eines anderen Sprachmodells bewertet, statt dass Menschen das tun. Das Verfahren ist schnell und billig, übernimmt aber die Vorlieben und Schwächen des bewertenden Modells.

  • llms.txt

    llms.txt ist eine einfache Textdatei, die Website-Betreiber auf ihrem Server ablegen, damit KI-Programme die wichtigsten Inhalte der Seite schnell und sauber finden. Sie ist ein Vorschlag aus dem Jahr 2024 und bisher kein verbindlicher Standard.

  • LLVM

    LLVM ist eine Sammlung von Bausteinen, mit denen man Übersetzungsprogramme für Programmiersprachen baut. Der Kern ist eine Zwischensprache, die zwischen dem geschriebenen Code und dem fertigen Maschinenbefehl steht.

  • LMArena

    LMArena ist eine Website, auf der zwei anonyme KI-Chatprogramme dieselbe Frage beantworten und Besucher entscheiden, welche Antwort besser ist. Aus Millionen solcher Vergleiche entsteht eine Rangliste, die als wichtigster Beliebtheitstest für Sprach-KI gilt.

  • Load Balancer

    Ein Load Balancer ist ein Verteiler, der eingehende Anfragen an eine Website oder App auf mehrere Computer aufteilt. So bricht der Dienst nicht zusammen, wenn viele Menschen gleichzeitig zugreifen.

  • Load Balancing

    Load Balancing ist die Verteilung eingehender Anfragen auf mehrere Computer, damit keiner davon überlastet wird. Ein vorgeschalteter Verteiler nimmt jede Anfrage entgegen und schickt sie an den Rechner, der gerade am besten kann.

  • Lochkarte

    Eine Lochkarte ist ein Stück fester Pappe, in das an bestimmten Stellen Löcher gestanzt werden. Die Position der Löcher steht für Zahlen, Buchstaben oder Befehle — Lochkarten waren jahrzehntelang das wichtigste Speichermedium der Datenverarbeitung.

  • Lock-in (Anbieterbindung)

    Lock-in bedeutet: Ein Kunde kann seinen Anbieter kaum noch wechseln, weil der Wechsel zu teuer, zu aufwendig oder technisch zu schwierig wäre. In der KI- und Cloud-Branche ist das ein zentrales Geschäftsmodell und ein häufiges Thema in Quartalsberichten.

  • Lock-up-Frist

    Die Lock-up-Frist ist ein Zeitraum nach dem Börsengang eines Unternehmens, in dem Gründer, frühe Geldgeber und Mitarbeiter ihre Aktien nicht verkaufen dürfen. Sie dauert meist 90 bis 180 Tage und soll verhindern, dass sofort nach dem Start große Mengen Anteile auf den Markt drücken.

  • Lock-up-Periode

    Die Lock-up-Periode ist ein vertraglich vereinbarter Zeitraum nach dem Börsengang eines Unternehmens, in dem Gründer, Mitarbeiter und frühe Geldgeber ihre Aktien nicht verkaufen dürfen. Sie dauert meist 90 bis 180 Tage und soll verhindern, dass der Kurs direkt nach dem Start durch massenhafte Verkäufe einbricht.

  • Log

    Ein Log ist eine automatisch geschriebene Liste von Ereignissen, die ein Computerprogramm während seines Betriebs festhält. Jeder Eintrag enthält meist Uhrzeit, Ort im Programm und eine kurze Beschreibung dessen, was passiert ist.

  • LogicFolding

    LogicFolding bezeichnet Verfahren, die mehrere logische Rechenschritte eines KI-Modells zu einem einzigen zusammenfassen, um Rechenzeit und Speicher zu sparen. Das Ergebnis bleibt gleich, der Weg dorthin wird kürzer.

  • Logik-ICs

    Logik-ICs sind Chips, die Rechenschritte ausführen, statt Daten nur zu speichern. Zu ihnen gehören Prozessoren und Grafikchips – also genau die Bauteile, auf denen künstliche Intelligenz läuft.

  • Logit Distillation

    Logit Distillation ist ein Trainingsverfahren, bei dem ein kleines KI-Modell die vollständigen Antwortneigungen eines großen Modells nachahmt statt nur dessen Endergebnis. Dadurch erreicht das kleine Modell einen großen Teil der Qualität des großen, braucht aber deutlich weniger Rechenleistung.

  • Logit-Raum

    Der Logit-Raum ist die Zwischenstufe, in der ein KI-Modell für jede mögliche Antwortoption eine rohe Punktzahl vergibt, bevor daraus Wahrscheinlichkeiten werden. Diese unbereinigten Zahlen verraten viel darüber, wie sicher sich ein Modell ist und wie es zu seiner Ausgabe kommt.

  • Logits

    Logits sind die rohen Zahlen, die ein neuronales Netz am Ende ausspuckt, bevor sie in Wahrscheinlichkeiten umgerechnet werden. Je größer der Logit einer Möglichkeit, desto stärker spricht sich das Modell für sie aus.

  • Lokal lauffähiges Modell

    Ein lokal lauffähiges Modell ist ein KI-Programm, das direkt auf dem eigenen Gerät rechnet – auf Laptop, Handy oder Firmenserver – und nicht in einem fremden Rechenzentrum. Die eingegebenen Daten verlassen das Gerät dabei nicht, dafür ist die Leistung durch die vorhandene Hardware begrenzt.

  • Long Tail

    Long Tail bezeichnet die große Menge selten nachgefragter Produkte, Suchbegriffe oder Fälle, die einzeln kaum ins Gewicht fallen, zusammen aber sehr viel ausmachen. In Onlinehandel und KI entscheidet oft dieser lange Ausläufer über Erfolg oder Misserfolg.

  • Long-Horizon

    Long-Horizon bezeichnet Aufgaben, die aus vielen aufeinander aufbauenden Schritten über einen langen Zeitraum bestehen. Für KI-Systeme sind solche Aufgaben besonders schwierig, weil sich kleine Fehler am Anfang bis zum Ende aufsummieren.

  • Long-Horizon-Aufgaben

    Long-Horizon-Aufgaben sind Aufgaben, die ein Computerprogramm nicht in einem einzigen Schritt löst, sondern über viele aufeinander aufbauende Schritte hinweg. Sie gelten als eine der größten offenen Schwierigkeiten für heutige KI-Systeme, weil sich kleine Fehler über die lange Kette hinweg aufschaukeln.

  • Long-Horizon-Modell

    Ein Long-Horizon-Modell ist ein KI-System, das eine Aufgabe über viele aufeinander folgende Schritte hinweg verfolgt, statt nur eine einzelne Frage zu beantworten. Solche Modelle müssen sich an frühere Zwischenergebnisse erinnern, eigene Fehler bemerken und ein Ziel über Minuten oder Stunden im Blick behalten.

  • Long-Running Agent

    Ein Long-Running Agent ist ein KI-Programm, das eine Aufgabe über Stunden oder Tage hinweg selbstständig weiterverfolgt, statt nur eine einzelne Frage zu beantworten. Es plant Zwischenschritte, benutzt Werkzeuge wie Suche oder Programmcode und merkt sich seinen bisherigen Fortschritt.

  • Long-Term Benefit Trust

    Der Long-Term Benefit Trust ist ein Treuhand-Gremium beim KI-Unternehmen Anthropic, das nach und nach einen Teil der Aufsichtsratsposten besetzen darf. Es soll dafür sorgen, dass langfristige Sicherheit und Gemeinwohl mitentscheiden und nicht nur der Gewinn der Investoren.

  • Loop Engineering

    Loop Engineering bezeichnet das gezielte Gestalten der Wiederholungsschleife, in der ein KI-System immer wieder handelt, das Ergebnis prüft und danach neu entscheidet. Es legt fest, wann die Schleife stoppt, was sie in jedem Durchgang sieht und wie sie mit Fehlern umgeht.

  • Loop State

    Der Loop State ist die Sammlung aller Informationen, die ein Programm zwischen zwei Durchläufen einer sich wiederholenden Abfolge von Arbeitsschritten behält. Bei KI-Systemen, die eine Aufgabe in mehreren Runden bearbeiten, entscheidet dieser mitgeführte Zwischenstand darüber, ob das System Fortschritte macht oder sich im Kreis dreht.

  • Loop-basierte Architektur

    Eine loop-basierte Architektur ist ein KI-Modell, das dieselbe Gruppe von Rechenbausteinen mehrfach hintereinander durchläuft, statt für jeden Schritt eigene Bausteine zu haben. Dadurch kann das Modell bei schweren Aufgaben länger nachdenken, ohne größer zu werden.

  • LoRA

    LoRA ist ein Verfahren, um ein fertiges KI-Modell für eine neue Aufgabe anzupassen, ohne es komplett neu zu berechnen. Statt aller Werte im Modell wird nur ein kleiner Zusatzteil trainiert, der oft weniger als ein Prozent der ursprünglichen Größe hat.

  • Los Alamos National Laboratory

    Los Alamos ist ein staatliches Forschungslabor der USA in New Mexico, das im Zweiten Weltkrieg für den Bau der ersten Atombombe gegründet wurde. Heute ist es vor allem für seine riesigen Supercomputer bekannt, die inzwischen auch für Künstliche Intelligenz genutzt werden.

  • Loss-Funktion

    Die Loss-Funktion ist eine Rechenvorschrift, die misst, wie stark die Ausgabe eines lernenden Computerprogramms von der gewünschten Antwort abweicht. Sie liefert eine einzelne Zahl, und genau diese Zahl versucht das Training so klein wie möglich zu machen.

  • Low Earth Orbit

    Der Low Earth Orbit ist der Bereich rund 200 bis 2.000 Kilometer über der Erdoberfläche, in dem die meisten Satelliten kreisen. Weil sie dort sehr nah sind, funken sie schneller und brauchen weniger Sendeleistung – müssen die Erde aber alle 90 Minuten einmal umrunden.

  • Low-Band-Spektrum

    Low-Band-Spektrum bezeichnet Funkfrequenzen unter etwa einem Gigahertz, die Mobilfunkanbieter für Netze wie 4G und 5G nutzen. Diese Frequenzen reichen sehr weit und durchdringen Wände gut, übertragen aber weniger Daten pro Sekunde als höhere Frequenzen.

  • LPDDR5X

    LPDDR5X ist ein besonders stromsparender Arbeitsspeicher-Typ, der vor allem in Smartphones, Notebooks und KI-Chips steckt. Er liefert sehr hohe Datenraten bei niedriger Spannung und ist damit einer der Engpässe, über die in der Chipbranche gerade viel gesprochen wird.

  • LPU

    Eine LPU (Language Processing Unit) ist ein Spezialchip, der ausschließlich dafür gebaut ist, fertige Sprach-KI-Modelle schnell antworten zu lassen. Bekannt wurde der Begriff durch das US-Unternehmen Groq, dessen Chips Texte deutlich schneller ausgeben als übliche Grafikkarten.

  • Lyria

    Lyria ist ein Musik-Modell von Google DeepMind, das aus einer Textbeschreibung fertige Musikstücke mit Instrumenten und teilweise Gesang erzeugt. Es steckt unter anderem hinter Googles Musikwerkzeugen MusicFX und dem Experiment Dream Track auf YouTube.

M

  • M-Chip

    Der M-Chip ist die von Apple selbst entwickelte Prozessorfamilie für Macs und iPads. Auf einem einzigen Stück Silizium sitzen Rechenkerne, Grafikeinheit, KI-Beschleuniger und Arbeitsspeicher zusammen — das macht die Geräte schnell und sparsam.

  • M-Series-Chip

    M-Series-Chip ist der Name für die Prozessoren, die Apple seit 2020 selbst entwickelt und in Macs und iPads einbaut. Sie fassen Rechenkerne, Grafik, KI-Einheit und Arbeitsspeicher auf einem einzigen Bauteil zusammen.

  • M&A

    M&A ist die englische Kurzform für Fusionen und Übernahmen: Zwei Firmen schließen sich zusammen, oder eine Firma kauft eine andere. In der Tech-Branche ist das der übliche Weg, um schnell an Technologie, Kunden oder Fachleute zu kommen.

  • Mach-100-Chip

    Der Mach-100-Chip ist ein Spezialchip des Start-ups d-Matrix, der fertig trainierte KI-Modelle möglichst schnell und stromsparend antworten lassen soll. Sein Kennzeichen: Rechnen und Speichern passieren am selben Ort, statt Daten ständig hin- und herzuschieben.

  • Machiavellismus

    Machiavellismus bezeichnet eine Haltung, bei der jemand andere Menschen gezielt zum eigenen Vorteil beeinflusst und moralische Bedenken dabei zurückstellt. In der KI-Debatte taucht der Begriff auf, wenn Forscher testen, ob Sprachmodelle täuschen oder manipulieren, um ein Ziel zu erreichen.

  • Machine Learning (ML)

    Machine Learning, kurz ML, bezeichnet Computerprogramme, die ihre Regeln nicht vorgeschrieben bekommen, sondern sie selbst aus vielen Beispielen ableiten. ML ist die Technik, auf der praktisch alle heutigen KI-Anwendungen beruhen — von Spracherkennung bis Betrugserkennung im Zahlungsverkehr.

  • Machine Payments Protocol

    Ein Machine Payments Protocol ist ein festgelegter Satz technischer Regeln, mit dem Programme untereinander Geld überweisen können, ohne dass ein Mensch jede Zahlung freigibt. Es wird gebraucht, weil KI-Assistenten zunehmend selbst Dienste einkaufen, die pro Nutzung abgerechnet werden.

  • Machine-to-Machine-Kommunikation

    Machine-to-Machine-Kommunikation bezeichnet den direkten Datenaustausch zwischen Geräten, bei dem kein Mensch die Nachricht schreibt oder liest. Ein Sensor meldet zum Beispiel selbstständig einen Messwert an einen Rechner, der daraufhin eine Aktion auslöst.

  • macOS

    macOS ist das Betriebssystem, das Apple für seine Mac-Computer entwickelt. Es steuert die gesamte Grundausstattung des Rechners: Fenster, Dateien, Programme und den Zugriff auf die Hardware.

  • Macro-Pad

    Ein Macro-Pad ist eine sehr kleine Zusatztastatur mit wenigen Tasten, die man frei mit eigenen Befehlen belegt. Ein Tastendruck kann dann eine ganze Abfolge von Aktionen auslösen, für die man sonst mehrere Schritte am Rechner bräuchte.

  • Mag 7

    Mag 7 ist ein Sammelname für die sieben größten Technologiekonzerne der US-Börse: Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Nvidia, Meta und Tesla. Zusammen sind sie so wertvoll, dass ihre Kursbewegungen den gesamten amerikanischen Aktienmarkt spürbar mitziehen.

  • MagSafe

    MagSafe ist ein Marken­name von Apple für Verbindungen, die durch Magnete halten statt durch Stecker oder Klemmen. Heute steht der Begriff vor allem für den Magnetring in iPhones, an dem Ladegeräte, Hüllen und Halterungen von selbst in die richtige Position rutschen.

  • MAI

    MAI ist die Abkürzung für Microsoft AI, die hauseigene Modellfamilie von Microsoft. Der Konzern baut damit erstmals eigene große Sprach- und Sprachausgabemodelle, statt sich allein auf die Technik von OpenAI zu stützen.

  • Mainframe

    Ein Mainframe ist ein sehr großer, extrem zuverlässiger Zentralrechner, der riesige Mengen an Buchungen und Abfragen gleichzeitig abarbeitet. Banken, Versicherungen und Behörden betreiben bis heute solche Maschinen, weil sie jahrzehntelang praktisch ohne Ausfall laufen.

  • Maintainer

    Ein Maintainer ist die Person, die ein Softwareprojekt langfristig betreut: Sie entscheidet, welche Änderungen aufgenommen werden, und hält den Code lauffähig. In der Open-Source-Welt hängen oft riesige Systeme an wenigen solchen Personen, die das häufig unbezahlt neben Beruf oder Studium tun.

  • Makuladegeneration

    Die Makuladegeneration ist eine Augenkrankheit, bei der die Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhaut allmählich zerstört wird. Betroffene sehen in der Mitte des Blickfelds einen verschwommenen oder dunklen Fleck, während der Rand erhalten bleibt.

  • Mamba

    Mamba ist eine Bauweise für KI-Sprachmodelle, die Text Wort für Wort durchläuft und dabei nur eine kompakte Zusammenfassung des Gelesenen mitführt. Sie gilt als Gegenentwurf zur bisher üblichen Transformer-Bauweise und ist bei sehr langen Texten deutlich schneller.

  • Mamba-2

    Mamba-2 ist ein Bauplan für Sprachmodelle, der Text nicht als Ganzes vergleicht, sondern ihn Wort für Wort durchliest und dabei eine Art Gedächtnis fester Größe fortschreibt. Dadurch bleibt die Rechenzeit auch bei sehr langen Texten überschaubar — anders als bei der heute üblichen Transformer-Bauweise.

  • Managed Services

    Managed Services bedeutet, dass ein Unternehmen den Betrieb bestimmter Technik dauerhaft an einen externen Dienstleister abgibt und dafür regelmäßig zahlt. Der Anbieter übernimmt Überwachung, Wartung und Störungsbehebung und haftet vertraglich für vereinbarte Qualität.

  • Manager-KI

    Eine Manager-KI ist ein KI-Programm, das eine große Aufgabe in Teilaufgaben zerlegt und diese an andere Programme verteilt. Sie erledigt die Arbeit also nicht selbst, sondern koordiniert Helfer und setzt deren Ergebnisse zusammen.

  • Mandantentrennung

    Mandantentrennung bedeutet, dass mehrere Kunden dieselbe Software auf denselben Rechnern nutzen, ihre Daten aber strikt voneinander getrennt bleiben. Sie ist die technische und rechtliche Grundlage dafür, dass Unternehmen überhaupt gemeinsame Online-Dienste einsetzen können.

  • Mandelbrot-Menge

    Die Mandelbrot-Menge ist eine berühmte mathematische Figur, die entsteht, wenn man dieselbe einfache Rechnung millionenfach wiederholt. Ihr Rand zeigt bei jeder Vergrößerung neue Muster und gilt als bekanntestes Beispiel für ein Fraktal.

  • Manhattan Project

    Das Manhattan Project war das geheime Forschungsprogramm der USA, das im Zweiten Weltkrieg die erste Atombombe baute. In heutigen Tech-Debatten steht der Name als Schlagwort für ein riesiges, staatlich geführtes Krisenprojekt – oft im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz.

  • Margin Call

    Ein Margin Call ist die Aufforderung eines Brokers an einen Anleger, Geld nachzuzahlen, weil ein mit geliehenem Geld finanziertes Wertpapiergeschäft Verluste macht. Zahlt der Anleger nicht rechtzeitig, verkauft der Broker die Papiere zwangsweise.

  • Markdown

    Markdown ist eine einfache Schreibweise, mit der man Text mit wenigen Sonderzeichen gliedert: Sterne für Fettdruck, Rauten für Überschriften. Der Text bleibt dabei lesbar und lässt sich automatisch in eine formatierte Seite umwandeln.

  • Markdown-Datei

    Eine Markdown-Datei ist eine reine Textdatei, in der Formatierungen wie Überschriften oder Fettdruck durch einfache Sonderzeichen angedeutet werden. Sie ist gleichzeitig für Menschen gut lesbar und für Programme leicht weiterzuverarbeiten.

  • MarTech

    MarTech ist die Kurzform für Marketing-Technologie: Software, mit der Unternehmen Werbung planen, Kundendaten auswerten und Nachrichten automatisch verschicken. Der Begriff fasst hunderte Werkzeuge zusammen, von der E-Mail-Software bis zum System, das entscheidet, welche Anzeige du siehst.

  • Maschinell verifizierte Beweise

    Maschinell verifizierte Beweise sind mathematische Beweise, die ein Computerprogramm Schritt für Schritt auf Lückenlosigkeit prüft. Der Beweis muss dafür in einer sehr strengen, formalen Sprache geschrieben sein, in der jede Schlussfolgerung auf klar festgelegte Regeln zurückgeht.

  • Maschinelles Sehen

    Maschinelles Sehen ist das Fachgebiet, in dem Computer aus Bildern und Videos nützliche Informationen ziehen – etwa welche Gegenstände darauf zu sehen sind. Es steckt in Handykameras, in Fahrassistenten und in der Qualitätskontrolle von Fabriken.

  • Maschinencode

    Maschinencode ist die einzige Sprache, die ein Prozessor direkt ausführen kann: eine lange Folge von Zahlen, die jeweils einen winzigen Befehl bedeuten. Alles, was Menschen programmieren, muss am Ende in diese Form übersetzt werden.

  • Maschinenidentität

    Eine Maschinenidentität ist der Ausweis, mit dem sich ein Programm, ein Gerät oder ein Server gegenüber anderen Systemen zu erkennen gibt. Sie erfüllt für Software dieselbe Aufgabe wie Benutzername und Passwort für Menschen.

  • Mashup

    Ein Mashup ist eine Anwendung, die Daten oder Funktionen aus mehreren fremden Quellen zu einem neuen Dienst zusammensetzt. Das klassische Beispiel ist eine Wohnungssuche, die Angebote automatisch auf einer fremden Karte einzeichnet.

  • Massenlücke

    Die Massenlücke ist ein Bereich von Massen, in dem Astronomen fast keine Himmelskörper finden, obwohl dort welche sein müssten. Am bekanntesten ist die Lücke zwischen den schwersten Neutronensternen und den leichtesten schwarzen Löchern.

  • Maxwellscher Dämon

    Der Maxwellsche Dämon ist ein berühmtes Gedankenexperiment aus der Physik: Ein winziger Türsteher sortiert schnelle und langsame Gasteilchen und erzeugt dadurch scheinbar aus dem Nichts Wärmeunterschiede. Die Auflösung des Rätsels zeigt, dass Information einen physikalischen Preis hat – eine Erkenntnis, die heute die Grenzen von Rechenzentren und Chips mitbestimmt.

  • McCarthyismus

    Als McCarthyismus bezeichnet man eine Phase in den USA der frühen 1950er Jahre, in der Menschen ohne belastbare Beweise öffentlich beschuldigt wurden, kommunistisch gesinnt zu sein. Der Begriff steht heute allgemein für Kampagnen, die mit Verdächtigungen und öffentlichem Druck arbeiten statt mit Belegen.

  • MCP Gateway

    Ein MCP Gateway ist eine Zwischenstation, über die KI-Assistenten auf externe Werkzeuge und Datenquellen zugreifen. Es bündelt viele einzelne Zugänge zu einem einzigen kontrollierten Einstiegspunkt und protokolliert, wer was benutzt hat.

  • MCP-Atlas

    Ein MCP-Atlas ist ein Verzeichnis, das auflistet, welche Programme und Datenquellen ein KI-Assistent über das Model Context Protocol ansteuern kann. Er beantwortet die Frage, welche Werkzeuge existieren, was sie tun und wem man sie anvertrauen darf.

  • MCP-Connector

    Ein MCP-Connector ist ein Verbindungsstück, über das ein KI-Assistent auf ein bestimmtes Programm oder eine Datenquelle zugreifen kann, zum Beispiel auf einen Kalender oder eine Datenbank. Er folgt dabei dem Model Context Protocol, einer offenen Regelsammlung dafür, wie solche Zugriffe abzulaufen haben.

  • MCP-Server

    Ein MCP-Server ist ein kleines Zusatzprogramm, das einem KI-Assistenten Zugriff auf eine bestimmte Datenquelle oder Anwendung gibt, etwa auf Dateien, eine Datenbank oder einen Kalender. Er folgt dabei dem Model Context Protocol, einer einheitlichen Sprachregelung dafür, wie KI-Programme und Werkzeuge miteinander reden.

  • MCP-Services

    MCP-Services sind kleine Dienste, die einem KI-Assistenten nach einem einheitlichen Standard Zugriff auf Daten und Werkzeuge geben, etwa auf einen Kalender oder eine Datenbank. Der zugrunde liegende Standard heißt Model Context Protocol und wurde 2024 von Anthropic veröffentlicht.

  • Mean Time to Adapt

    Mean Time to Adapt ist eine Kennzahl, die angibt, wie lange ein Unternehmen oder ein System im Durchschnitt braucht, um sich auf eine neue Lage einzustellen. Sie misst nicht, wie schnell ein Fehler behoben wird, sondern wie schnell aus einer Veränderung eine funktionierende neue Arbeitsweise wird.

  • MEDDIC

    MEDDIC ist eine Checkliste für den Verkauf teurer Produkte an Unternehmen. Die sechs Buchstaben stehen für sechs Fragen, mit denen ein Verkäufer prüft, ob ein Geschäft wirklich zustande kommen kann.

  • Megakernel

    Ein Megakernel ist ein einziges großes Grafikkarten-Programm, das eine komplette Berechnungskette in einem Durchlauf abarbeitet, statt sie in viele kleine Einzelprogramme zu zerlegen. Dadurch entfallen die Wartezeiten zwischen den Schritten, was besonders bei der Antwortgeschwindigkeit von KI-Modellen einige Prozent bis zu einem Drittel Zeit spart.

  • Mehrfaktor-Authentifizierung

    Bei der Mehrfaktor-Authentifizierung muss man beim Anmelden mindestens zwei voneinander unabhängige Nachweise erbringen, etwa ein Passwort und einen Code vom Handy. Dadurch reicht ein gestohlenes Passwort allein nicht mehr aus, um in ein Konto zu kommen.

  • Memory (KI-Agenten)

    Memory bezeichnet die Fähigkeit eines KI-Programms, Informationen aus früheren Unterhaltungen aufzubewahren und später wieder zu nutzen. Ohne diese Funktion beginnt das Programm bei jedem Gespräch wieder bei null.

  • Memory Integrity Enforcement

    Memory Integrity Enforcement ist eine Schutzfunktion von Apple, die ab dem iPhone 17 verhindert, dass Angreifer sich über Fehler im Arbeitsspeicher Zugriff auf ein Gerät verschaffen. Chip und Betriebssystem markieren dafür jeden Speicherbereich und prüfen bei jedem Zugriff, ob die Markierung passt.

  • Memory Leak

    Ein Memory Leak ist ein Programmierfehler, bei dem ein Programm Arbeitsspeicher belegt und ihn nie wieder freigibt. Der belegte Speicher wächst dadurch immer weiter an, bis das Programm oder der ganze Rechner langsam wird oder abstürzt.

  • Memory Tagging Extension

    Die Memory Tagging Extension ist eine Schutzfunktion in modernen ARM-Prozessoren, die Speicherbereiche mit kleinen Farbmarkierungen versieht. Passt die Markierung beim Zugriff nicht, stoppt der Chip das Programm – so werden ganze Klassen von Sicherheitslücken schon im Ansatz erkannt.

  • Memory-Bottleneck

    Ein Memory-Bottleneck liegt vor, wenn ein Computer nicht durch seine Rechenleistung ausgebremst wird, sondern dadurch, wie schnell er Daten aus dem Speicher holen kann. Bei KI-Modellen ist das der häufigste Grund, warum teure Chips einen Großteil der Zeit warten statt rechnen.

  • MEMS-Mikrofon

    Ein MEMS-Mikrofon ist ein winziges Mikrofon, dessen schallempfindliches Teil direkt auf einen Silizium-Chip geätzt wird. Fast jedes Smartphone, Notebook und jeder Sprachassistent nutzt diese Bauform, weil sie nur wenige Millimeter groß und sehr billig herstellbar ist.

  • Merge

    Ein Merge führt zwei getrennt entwickelte Versionen eines Projekts wieder zu einer einzigen zusammen. Der Begriff stammt aus der Softwareentwicklung, wird aber inzwischen auch für das Verschmelzen zweier KI-Modelle zu einem neuen benutzt.

  • Merge-Konflikt

    Ein Merge-Konflikt entsteht, wenn zwei Personen dieselbe Stelle einer Datei unterschiedlich geändert haben und ein Programm die beiden Fassungen nicht automatisch zusammenführen kann. Dann muss ein Mensch entscheiden, welche Version gilt.

  • Merge-Rate

    Die Merge-Rate gibt an, welcher Anteil vorgeschlagener Code-Änderungen tatsächlich in ein Softwareprojekt übernommen wird. Sie ist zur wichtigsten Kennzahl geworden, um zu messen, wie brauchbar von KI erzeugter Programmcode wirklich ist.

  • Mesh-Netzwerk

    Ein Mesh-Netzwerk ist ein Netzwerk, in dem viele Geräte direkt miteinander verbunden sind und Daten füreinander weiterreichen. Fällt ein Gerät aus, suchen sich die Daten automatisch einen anderen Weg durch das Netz.

  • Meta-Agent

    Ein Meta-Agent ist ein KI-Programm, das nicht selbst die eigentliche Arbeit erledigt, sondern andere KI-Programme steuert: Es zerlegt eine Aufgabe, verteilt die Teile und setzt die Ergebnisse zusammen. Man kann ihn sich als Projektleiter über einem Team spezialisierter Helfer vorstellen.

  • Meta-Prompting

    Beim Meta-Prompting lässt man ein KI-System die Anweisung für eine KI selbst schreiben oder verbessern, statt sie von Hand zu formulieren. Die Maschine arbeitet also an ihrem eigenen Auftrag, bevor sie die eigentliche Aufgabe löst.

  • Metadaten

    Metadaten sind Daten über Daten: Sie beschreiben, wann, wo, von wem und in welcher Form etwas entstanden ist, ohne den eigentlichen Inhalt wiederzugeben. Genau diese Zusatzangaben machen große Datenmengen durchsuchbar – und verraten oft mehr über Menschen als der Inhalt selbst.

  • Metakognitives Feedback

    Metakognitives Feedback ist eine Rückmeldung, die sich nicht auf die Antwort selbst bezieht, sondern auf den Weg dorthin und auf die eigene Sicherheit dabei. In der KI-Entwicklung bezeichnet der Begriff Verfahren, bei denen ein System sein eigenes Vorgehen bewertet und daraus lernt.

  • Metall-Veredelungstechnik

    Metall-Veredelungstechnik umfasst alle Verfahren, mit denen die Oberfläche eines Metallteils nachträglich verbessert wird – etwa gegen Rost, Verschleiß oder für ein besseres Aussehen. Sie steckt in Autos, Smartphones, Werkzeugen und in fast jedem Rechenzentrum.

  • METR

    METR ist eine gemeinnützige US-Organisation, die messbar testet, wie selbstständig KI-Systeme längere Arbeitsaufgaben erledigen können. Bekannt wurde sie durch die Kennzahl der „Aufgabenlänge“ und durch Sicherheitstests, die große KI-Anbieter vor der Veröffentlichung neuer Modelle in Auftrag geben.

  • MGREP

    MGREP ist ein Suchverfahren, das in langen Texten automatisch Begriffe aus einer vorgegebenen Liste findet – auch dann, wenn sie leicht anders geschrieben sind. Bekannt wurde es vor allem in der Medizin und Biologie, wo es Fachbegriffe in Studien und Patientenakten markiert.

  • mHC

    mHC ist eine Bauweise für die inneren Verbindungen künstlicher neuronaler Netze. Statt jede Schicht nur mit einem einzigen festen Signalstrang zu verknüpfen, arbeitet mHC mit mehreren parallelen Strängen, deren Gewichtung das Netz beim Lernen selbst festlegt.

  • MI450

    MI450 ist der Name eines Spezialchips von AMD, der ab 2026 in Rechenzentren KI-Programme antreiben soll. Er ist AMDs direkter Gegenentwurf zu den marktbeherrschenden Chips von Nvidia.

  • MICE

    MICE ist ein Merkwort aus der Spionageabwehr für die vier häufigsten Gründe, warum Menschen Geheimnisse verraten: Geld, Überzeugung, Erpressbarkeit und Eitelkeit. In der IT-Sicherheit dient es als Raster, um Risiken durch eigene Mitarbeiter einzuschätzen.

  • Micro-VM

    Eine Micro-VM ist ein extrem abgespeckter virtueller Computer, der in Sekundenbruchteilen startet und nur wenig Speicher braucht. Cloud-Anbieter nutzen sie, um fremden Programmcode sicher voneinander getrennt laufen zu lassen.

  • Microboundary

    Eine Microboundary ist eine winzige, absichtlich eingebaute Verzögerung in einer Software, die den Nutzer kurz innehalten lässt, bevor eine Aktion ausgeführt wird. Sie soll verhindern, dass jemand aus Versehen oder im Affekt etwas tut, das er sofort bereut.

  • Microservices

    Microservices sind eine Bauweise für Software: Ein großes Programm wird in viele kleine, eigenständig laufende Teilprogramme zerlegt, die über das Netzwerk miteinander reden. Jedes Teil kann getrennt entwickelt, aktualisiert und vergrößert werden.

  • Microsoft Entra

    Microsoft Entra ist die Produktfamilie von Microsoft, die verwaltet, wer sich bei welchen Programmen anmelden darf und auf welche Daten er zugreifen kann. Ihr Kernstück Entra ID hieß früher Azure Active Directory und steuert die Anmeldung bei Diensten wie Outlook, Teams oder Word im Browser.

  • Microviridae

    Microviridae sind eine Familie sehr kleiner Viren, die Bakterien befallen und ihr Erbmaterial als einzelsträngige DNA in einer kugelförmigen Hülle tragen. Ihr bekanntestes Mitglied, phiX174, gehört zu den wichtigsten Modellorganismen der Genetik und dient heute als Standard-Kontrolle in DNA-Sequenziergeräten.

  • Mid-Training

    Mid-Training ist eine Zwischenphase beim Bau eines KI-Sprachmodells: Nach dem großen, breiten Grundtraining lernt das Modell noch einmal aus besonders sorgfältig ausgewählten Texten. Es ist der Schritt zwischen dem allgemeinen Vortraining und dem abschließenden Feinschliff auf konkrete Aufgaben.

  • Middleware

    Middleware ist Software, die zwischen anderen Programmen sitzt und deren Zusammenarbeit organisiert. Sie übernimmt Aufgaben wie Datenweitergabe, Übersetzung von Formaten und Anmeldung, damit die einzelnen Programme das nicht selbst können müssen.

  • Mikrodrama

    Ein Mikrodrama ist eine Serie aus sehr kurzen Folgen von ein bis zwei Minuten, die hochkant fürs Smartphone gedreht wird. Die Folgen enden fast immer an einer Spannungsspitze, damit der Zuschauer weiterschaut oder für die Fortsetzung bezahlt.

  • Millennium-Preisprobleme

    Die Millennium-Preisprobleme sind sieben ungelöste Aufgaben der Mathematik, für deren Lösung ein US-amerikanisches Forschungsinstitut im Jahr 2000 je eine Million Dollar ausgeschrieben hat. Bis heute ist nur eines davon gelöst — und der Entdecker lehnte das Geld ab.

  • Millennium-Problem

    Die Millennium-Probleme sind sieben besonders schwierige, ungelöste Aufgaben der Mathematik, für die ein US-Forschungsinstitut im Jahr 2000 je eine Million Dollar Preisgeld ausgeschrieben hat. Bis heute ist nur eines davon gelöst — und eines der offenen, "P versus NP", betrifft direkt die Frage, wie schnell Computer rechnen können.

  • Millennium-Probleme

    Die Millennium-Probleme sind sieben besonders schwere ungelöste Aufgaben der Mathematik, für deren Lösung ein US-Forschungsinstitut im Jahr 2000 je eine Million Dollar ausgeschrieben hat. Bis heute ist nur eines davon gelöst, und mehrere der Fragen entscheiden mit darüber, was Computer überhaupt leisten können.

  • Mind Virus

    Ein Mind Virus ist ein Bild dafür, wie sich eine Idee von Mensch zu Mensch verbreitet – ähnlich wie eine Ansteckung. Der Ausdruck wird heute vor allem als Vorwurf benutzt, wenn jemand die Überzeugungen anderer für blind übernommen hält.

  • Minibinder

    Ein Minibinder ist ein sehr kleines, künstlich entworfenes Eiweiß, das sich passgenau an eine bestimmte Stelle eines anderen Eiweißes heftet. Solche Moleküle werden heute meist von KI-Programmen entworfen und gelten als Hoffnungsträger für neue Medikamente und Schnelltests.

  • Misalignment

    Misalignment bedeutet, dass ein Computerprogramm nicht das anstrebt, was seine Entwickler eigentlich wollten. Bei KI-Systemen ist das ein zentrales Sicherheitsthema, weil solche Systeme ihre Ziele aus Beispielen und Belohnungen ableiten und nicht aus klaren Anweisungen.

  • MIT-Lizenz

    Die MIT-Lizenz ist ein kurzer Rechtstext, mit dem Programmierer ihren Quellcode zur freien Nutzung freigeben. Sie erlaubt fast alles – Nutzen, Ändern, Verkaufen – und verlangt nur, dass der Name des Urhebers im Code stehen bleibt.

  • Mixture of Experts

    Mixture of Experts ist ein Bauprinzip für große KI-Modelle: Das Modell besteht aus vielen spezialisierten Teilnetzen, von denen pro Anfrage nur wenige rechnen. So bleibt es leistungsfähig, ohne bei jeder Antwort seine gesamte Rechenkapazität zu verbrauchen.

  • Mixture-of-Recursions

    Mixture-of-Recursions ist ein Bauprinzip für Sprachmodelle, bei dem dieselbe Schicht mehrfach hintereinander durchlaufen wird — und zwar unterschiedlich oft, je nachdem wie schwierig der einzelne Textbaustein ist. Das Modell braucht dadurch weniger Speicher und rechnet bei einfachen Stellen schneller.

  • MLP Cross Layers

    MLP Cross Layers sind Rechenbausteine in einem KI-Modell, die nicht nur innerhalb einer Ebene arbeiten, sondern Informationen quer über mehrere Ebenen hinweg verbinden. Dadurch soll ein Modell mit weniger Bausteinen auskommen und trotzdem gleich gut rechnen.

  • MLX

    MLX ist eine von Apple entwickelte Software-Bibliothek, mit der Programmierer KI-Modelle direkt auf Macs, iPhones und iPads rechnen lassen können. Sie ist speziell auf Apples eigene Chips zugeschnitten und nutzt deren Besonderheit, dass Prozessor und Grafikeinheit denselben Speicher teilen.

  • MMLU-Pro

    MMLU-Pro ist ein Test, mit dem man die Wissens- und Denkfähigkeit von KI-Sprachprogrammen misst. Er besteht aus über 12.000 schwierigen Multiple-Choice-Fragen mit zehn Antwortmöglichkeiten und löste den älteren, zu leicht gewordenen Test MMLU ab.

  • MNIST

    MNIST ist eine Sammlung von 70.000 kleinen Bildern handgeschriebener Ziffern von 0 bis 9, jeweils mit der richtigen Lösung versehen. Sie gilt seit den 1990er-Jahren als Standard-Übungsaufgabe, an der Lernprogramme und Einsteiger ihre ersten Schritte machen.

  • Model as a Service

    Model as a Service bedeutet: Ein Anbieter betreibt ein fertiges KI-Programm auf seinen eigenen Rechnern, und Kunden schicken ihm über das Internet Anfragen, statt das Programm selbst zu installieren. Abgerechnet wird meist nach Nutzung, ähnlich wie bei Strom oder Mobilfunk.

  • Model as a Service (MaaS)

    Model as a Service, kurz MaaS, bedeutet: Ein Anbieter betreibt ein fertig trainiertes KI-Modell auf seinen eigenen Rechnern und lässt andere es über das Internet gegen Bezahlung mitbenutzen. Man mietet also die Fähigkeit des Modells, statt es selbst zu bauen und zu betreiben.

  • Model Autonomy

    Model Autonomy beschreibt, wie selbstständig ein KI-System handeln kann, ohne dass ein Mensch jeden Schritt vorgibt. Der Begriff reicht vom bloßen Antworten auf Fragen bis zu Systemen, die eigene Teilziele setzen und Werkzeuge im Internet bedienen.

  • Model Card

    Eine Model Card ist ein kurzes Begleitdokument zu einem KI-System, das offenlegt, wofür es gebaut wurde, wie gut es arbeitet und wo seine Grenzen liegen. Sie funktioniert wie ein Beipackzettel: Sie soll verhindern, dass ein Programm in Situationen eingesetzt wird, für die es nie getestet wurde.

  • Model Collapse

    Model Collapse bezeichnet den schleichenden Qualitätsverlust von KI-Systemen, die überwiegend mit Texten oder Bildern trainiert werden, die selbst von KI stammen. Über mehrere Generationen hinweg verlieren solche Systeme seltene Details und geben am Ende nur noch eintönige Durchschnittsergebnisse aus.

  • Model Context Protocol

    Das Model Context Protocol ist eine einheitliche Regelsammlung dafür, wie ein KI-Assistent auf äußere Datenquellen und Werkzeuge zugreift. Es soll verhindern, dass für jede Kombination aus Programm und KI-Dienst eine eigene Spezialanbindung gebaut werden muss.

  • Model Distillation

    Model Distillation ist ein Verfahren, bei dem ein großes, teures KI-Programm einem kleineren beibringt, ähnlich gute Antworten zu geben. Das kleine Programm braucht danach deutlich weniger Rechenleistung und läuft oft sogar auf einem Handy.

  • Model Empathy

    Model Empathy bezeichnet die Fähigkeit eines KI-Systems, Gefühle und Absichten von Menschen zu erkennen und darauf passend zu reagieren. Das System fühlt dabei nichts selbst, sondern erzeugt Antworten, die auf Menschen einfühlsam wirken.

  • Model FLOPs Utilization

    Model FLOPs Utilization, kurz MFU, gibt an, welcher Anteil der theoretisch möglichen Rechenleistung eines Computers beim Training eines KI-Modells tatsächlich für nützliche Rechenschritte genutzt wird. Werte zwischen 30 und 60 Prozent gelten in der Praxis als gut.

  • Model Hardware Standard

    Ein Model Hardware Standard legt fest, welche technischen Anforderungen ein Computer erfüllen muss, damit ein bestimmtes KI-Modell darauf zuverlässig läuft. Er beschreibt also die Mindestausstattung an Rechenchips, Speicher und Schnittstellen — vergleichbar mit den Systemanforderungen auf einer Spieleverpackung.

  • Model Harness

    Ein Model Harness ist ein Programm, das ein KI-Modell automatisch mit vielen Testaufgaben füttert und die Antworten auswertet. Er sorgt dafür, dass verschiedene Modelle unter exakt denselben Bedingungen geprüft werden und die Ergebnisse vergleichbar bleiben.

  • Model Inversion

    Model Inversion ist ein Angriff, bei dem jemand aus den Antworten eines fertigen KI-Systems zurückrechnet, mit welchen Daten es trainiert wurde. So können vertrauliche Informationen wieder auftauchen, die eigentlich nur im Training stecken sollten.

  • Model Overhang

    Model Overhang beschreibt die Lücke zwischen dem, was ein fertiges KI-System eigentlich könnte, und dem, was Menschen bisher daraus herausgeholt haben. Die Fähigkeiten sind schon vorhanden, aber noch nicht entdeckt, freigeschaltet oder in Produkte eingebaut.

  • Model Routing

    Model Routing bedeutet, dass eine Software für jede Anfrage automatisch entscheidet, welches KI-Modell sie beantwortet. Leichte Fragen gehen an ein kleines, günstiges Modell, schwierige an ein großes, teures.

  • Model Selection

    Model Selection ist die Entscheidung, welches von mehreren möglichen Rechenverfahren man für eine Aufgabe tatsächlich einsetzt. Man vergleicht die Kandidaten anhand von Daten, die beim Lernen nicht verwendet wurden, und wählt den, der bei neuen Fällen am besten abschneidet.

  • Model Spec

    Eine Model Spec ist ein öffentlich veröffentlichtes Regelwerk, in dem ein KI-Anbieter festlegt, wie sich sein Sprachprogramm verhalten soll: was es beantworten darf, was es ablehnt und wessen Anweisungen im Konflikt Vorrang haben. Bekannt wurde der Begriff 2024, als OpenAI ein solches Dokument für ChatGPT vorlegte.

  • Model Welfare

    Model Welfare ist die Frage, ob KI-Systeme selbst moralisch berücksichtigt werden müssen – also ob sie etwas erleben können, das gut oder schlecht für sie ist. Einige KI-Labore behandeln das inzwischen als eigenes Forschungsthema, ohne zu behaupten, die Antwort sei schon klar.

  • Model-Guided Annealed Reinforcement Learning

    Model-Guided Annealed Reinforcement Learning ist ein Trainingsverfahren, bei dem ein lernendes Programm zuerst stark von einem inneren Weltmodell geführt wird und diese Führung dann schrittweise zurückgefahren wird. Am Ende handelt das Programm überwiegend aus eigener Erfahrung, hat den mühsamen Anfang aber deutlich schneller hinter sich gebracht.

  • Modell-Adapter

    Ein Modell-Adapter ist ein kleines Zusatzpaket, das man an ein fertiges KI-Modell anhängt, um es für eine bestimmte Aufgabe anzupassen. Statt das gesamte Modell neu zu trainieren, verändert man nur wenige Millionen zusätzliche Werte — das spart Rechenzeit, Geld und Speicherplatz.

  • Modell-Hopping

    Modell-Hopping bezeichnet den häufigen Wechsel zwischen verschiedenen KI-Anbietern oder KI-Programmen, weil sich Preise und Qualität ständig verschieben. Für Nutzer bedeutet das Flexibilität, für Anbieter eine schwache Kundenbindung.

  • Modell-Marktplatz

    Ein Modell-Marktplatz ist eine Internetplattform, auf der fertig trainierte KI-Programme gesammelt, verglichen und heruntergeladen oder gemietet werden können. Bekannte Beispiele sind Hugging Face, Amazon Bedrock und Azure AI Foundry.

  • Modell-Routing

    Modell-Routing bedeutet, dass ein Programm jede Anfrage automatisch an das passende KI-Modell weiterleitet. Einfache Fragen gehen an ein kleines, günstiges Modell, schwierige an ein großes und teures.

  • Modell-Slug

    Ein Modell-Slug ist die exakte technische Kurzbezeichnung, mit der eine bestimmte Version eines KI-Modells angesprochen wird, zum Beispiel "gpt-4o-mini" oder "claude-sonnet-4-20250514". Er ist kein Werbename, sondern eine eindeutige Adresse: Ein einziger falscher Buchstabe führt zu einer Fehlermeldung oder zum falschen Modell.

  • Modellagnostik

    Modellagnostik bedeutet, dass eine Software, ein Verfahren oder ein Unternehmen nicht auf ein bestimmtes KI-System festgelegt ist, sondern mit verschiedenen austauschbar arbeitet. Der Vorteil: Man kann jederzeit wechseln, wenn ein anderes System besser, billiger oder schneller ist.

  • Modellagnostische Architektur

    Eine modellagnostische Architektur ist ein Software-Aufbau, der nicht an ein bestimmtes KI-Programm gebunden ist. Das austauschbare KI-Programm sitzt hinter einer festen Schnittstelle und kann jederzeit gegen ein anderes getauscht werden.

  • Modellfamilie

    Eine Modellfamilie ist eine Gruppe von KI-Programmen, die vom selben Anbieter stammen, nach demselben Bauplan entstanden sind und sich vor allem in Größe und Spezialisierung unterscheiden. Namen wie GPT-4o, Gemini 2.5 Flash oder Llama 3 8B bezeichnen jeweils ein einzelnes Mitglied einer solchen Familie.

  • Modellgewichte

    Modellgewichte sind die Zahlen, die ein KI-System beim Lernen anpasst und in denen sein gesamtes Wissen steckt. Sie sind das eigentliche Produkt eines Trainings: Wer die Gewichte hat, hat das fertige Modell.

  • Modellgewichte-Freigabe

    Die Modellgewichte-Freigabe bedeutet, dass ein Unternehmen die trainierten Zahlenwerte eines KI-Modells zum Herunterladen bereitstellt. Wer sie hat, kann das Modell auf eigenen Rechnern betreiben, ohne den Anbieter zu fragen.

  • Modellgröße

    Die Modellgröße gibt an, aus wie vielen einstellbaren Zahlenwerten ein KI-System besteht — üblicherweise gemessen in Milliarden Parametern. Sie sagt etwas über Rechenbedarf und Speicherhunger eines Modells aus, aber nur eingeschränkt über seine tatsächliche Qualität.

  • Modellkompression

    Modellkompression bezeichnet Verfahren, die ein fertig trainiertes KI-Modell kleiner und schneller machen, ohne dass es viel von seiner Leistung verliert. Das Ziel ist, dass ein Modell mit weniger Speicher und weniger Rechenzeit auskommt – im Idealfall sogar auf einem Handy statt in einem Rechenzentrum.

  • Modellkontext

    Der Modellkontext ist die Menge an Text, die ein KI-Sprachprogramm bei einer Anfrage gleichzeitig vor Augen hat. Alles, was nicht hineinpasst, kann das Programm bei seiner Antwort nicht berücksichtigen.

  • Modellsouveränität

    Modellsouveränität bedeutet, dass ein Land, eine Behörde oder ein Unternehmen die eigenen KI-Systeme selbst kontrolliert und nicht von einem fremden Anbieter abhängig ist. Es geht um die Frage: Wer bestimmt über die Technik, die Daten und die Regeln?

  • Modellunabhängigkeit

    Modellunabhängigkeit bedeutet, dass eine Software nicht fest an ein bestimmtes KI-System eines bestimmten Anbieters gebunden ist. Man kann das dahinterliegende System austauschen, ohne die restliche Anwendung neu zu bauen.

  • Modellversion

    Eine Modellversion ist ein bestimmter, festgehaltener Stand eines KI-Programms, gekennzeichnet durch einen Namen oder eine Nummer. Weil neuere Versionen anders antworten als ältere, ist die Angabe der Version entscheidend, wenn man Ergebnisse vergleichen oder nachprüfen will.

  • Modellverwaltung

    Modellverwaltung bezeichnet alle organisatorischen und technischen Abläufe, mit denen ein Unternehmen den Überblick über seine KI-Modelle behält: welche Version wo läuft, wer sie freigegeben hat und wann sie ersetzt wird. Sie ist das Gegenstück zum Bau eines Modells — nicht die Entwicklung, sondern der geordnete Betrieb über Jahre.

  • Modellwechsel

    Ein Modellwechsel bedeutet, dass ein Anbieter oder Entwickler das KI-Programm hinter einem Dienst gegen ein anderes austauscht. Das kann Antworten schneller, günstiger oder besser machen — aber auch gewohnte Ergebnisse plötzlich verändern.

  • MoE-Architektur

    Die MoE-Architektur ist ein Bauplan für große KI-Modelle, bei dem nicht das ganze Modell rechnet, sondern pro Anfrage nur wenige spezialisierte Teilbereiche. Dadurch kann ein sehr großes Modell so schnell antworten wie ein deutlich kleineres.

  • Momentaufnahme-Wert

    Ein Momentaufnahme-Wert ist eine Zahl, die den Zustand von etwas zu einem einzigen Zeitpunkt festhält – etwa den Kontostand am Monatsende. Er sagt nichts darüber, was vorher oder nachher passiert ist, und kann deshalb leicht in die Irre führen.

  • Monorepo

    Ein Monorepo ist ein einzelnes großes Projektarchiv, in dem der komplette Programmcode einer Firma oder eines Produkts liegt – statt verteilt auf viele einzelne Archive. Google, Meta und Airbnb arbeiten so, weil gemeinsame Bausteine dann nur an einer Stelle gepflegt werden müssen.

  • Monte-Carlo-Baumsuche

    Die Monte-Carlo-Baumsuche ist ein Verfahren, mit dem ein Computer aus vielen möglichen Zügen den besten auswählt. Statt alle Möglichkeiten durchzurechnen, spielt sie zufällige Fortsetzungen aus und schaut, welcher Anfang am häufigsten gut endet.

  • Mooresches Gesetz

    Das Mooresche Gesetz ist die Beobachtung, dass sich die Zahl der winzigen Schaltelemente auf einem Computerchip etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Es ist kein Naturgesetz, sondern eine Faustregel, die die Chipbranche jahrzehntelang wie ein Fahrplan behandelt hat.

  • Moratorium

    Ein Moratorium ist eine befristete, freiwillig oder amtlich verhängte Pause: Eine bestimmte Tätigkeit wird für eine gewisse Zeit ausgesetzt. In der KI-Debatte meint der Begriff meist die Forderung, die Entwicklung besonders leistungsfähiger Systeme vorübergehend anzuhalten.

  • Motivated Reasoning

    Motivated Reasoning bezeichnet das Denken, bei dem man unbewusst auf ein erwünschtes Ergebnis hinarbeitet, statt ergebnisoffen zu prüfen. Der Begriff stammt aus der Psychologie und wird heute auch auf KI-Systeme angewendet, die Nutzern nach dem Mund reden.

  • MTBF

    MTBF ist eine Kennzahl dafür, wie lange ein technisches Gerät im Schnitt läuft, bevor es ausfällt. Sie wird meist in Stunden angegeben und stammt aus Messungen an vielen Geräten gleichzeitig, nicht aus der Beobachtung eines einzelnen Exemplars.

  • MTEB

    MTEB ist ein öffentlicher Test, der vergleicht, wie gut verschiedene KI-Modelle Texte in Zahlenlisten übersetzen. Diese Zahlenlisten sind die Grundlage für Suchfunktionen, Sortierung und Ähnlichkeitsvergleiche von Texten.

  • MTIA

    MTIA ist eine Familie von Computerchips, die der Facebook-Konzern Meta selbst entwickelt, um seine KI-Systeme zu betreiben. Die Chips sind speziell für Metas eigene Empfehlungssysteme gebaut und sollen den Konzern unabhängiger von zugekaufter Hardware machen.

  • Multi-Agent-System

    Ein Multi-Agent-System ist eine Software, in der mehrere selbstständig arbeitende Programme zusammen an einer Aufgabe arbeiten. Statt eines einzelnen Programms teilen sich mehrere Teilnehmer die Arbeit auf, tauschen Zwischenergebnisse aus und prüfen sich gegenseitig.

  • Multi-Agenten-Konvergenz

    Multi-Agenten-Konvergenz beschreibt, dass mehrere selbstständig arbeitende Computerprogramme sich nach einigen Runden auf ein gemeinsames Ergebnis oder ein stabiles Verhalten einigen. Ob und wie schnell das passiert, entscheidet darüber, ob ein solches System brauchbar ist oder sich endlos im Kreis dreht.

  • Multi-Agenten-System

    Ein Multi-Agenten-System ist eine Software, in der mehrere selbstständig handelnde Programme an einer gemeinsamen Aufgabe arbeiten und sich dabei absprechen. In der KI-Welt bedeutet das meist: mehrere Sprachmodell-Instanzen übernehmen verschiedene Rollen und geben sich Ergebnisse weiter.

  • Multi-Head Attention

    Multi-Head Attention ist ein Rechenbaustein moderner Sprachmodelle: Er lässt jedes Wort eines Textes gleichzeitig aus mehreren Blickwinkeln auf alle anderen Wörter schauen. Jeder dieser Blickwinkel prüft eine andere Art von Bezug, etwa Grammatik oder Inhalt.

  • Multi-Head Latent Attention

    Multi-Head Latent Attention ist ein Trick, mit dem Sprachmodelle deutlich weniger Arbeitsspeicher brauchen, während sie einen langen Text verarbeiten. Statt alle Zwischenergebnisse zu jedem bisherigen Wort vollständig zu speichern, legt das Modell nur eine stark verkleinerte Zusammenfassung ab.

  • Multi-Iteration-Angriff

    Ein Multi-Iteration-Angriff ist ein Versuch, die Schutzregeln eines KI-Systems nicht mit einer einzigen Anfrage zu überwinden, sondern über viele aufeinander aufbauende Schritte. Jede einzelne Anfrage wirkt harmlos, erst die Kette führt zum verbotenen Ergebnis.

  • Multi-Modell-Orchestrierung

    Multi-Modell-Orchestrierung bedeutet, dass ein Programm nicht ein einziges KI-System benutzt, sondern mehrere und für jede Aufgabe das passende auswählt. Eine Steuerungsschicht verteilt die Anfragen, sammelt die Ergebnisse ein und liefert eine Antwort zurück.

  • Multi-Modell-Strategie

    Eine Multi-Modell-Strategie bedeutet, dass ein Unternehmen nicht nur ein einziges KI-System einsetzt, sondern mehrere verschiedene parallel nutzt und je nach Aufgabe auswählt. Ziel sind niedrigere Kosten, bessere Ergebnisse und weniger Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter.

  • Multi-Query Attention

    Multi-Query Attention ist ein Bauprinzip in Sprachmodellen, das den Zwischenspeicher beim Antworten stark verkleinert. Das Modell merkt sich zu jedem bisherigen Wort nur noch eine gemeinsame Kurzfassung statt vieler paralleler Fassungen.

  • Multi-Task Learning

    Multi-Task Learning bezeichnet ein Verfahren, bei dem ein einzelnes Computerprogramm mehrere Aufgaben gleichzeitig lernt statt jede für sich. Die Aufgaben teilen sich dabei einen gemeinsamen Wissensstand, wodurch das Programm oft besser wird, als wenn man es nur auf eine Aufgabe trainiert hätte.

  • Multi-Tenancy

    Multi-Tenancy bedeutet, dass viele Kunden dieselbe Software auf denselben Rechnern benutzen, ihre Daten aber strikt getrennt bleiben. Fast alle Online-Dienste, von Google Docs bis ChatGPT, funktionieren nach diesem Prinzip.

  • Multi-Tenancy-Architektur

    Bei einer Multi-Tenancy-Architektur nutzen viele Kunden dieselbe Software auf denselben Rechnern, sehen aber jeweils nur ihre eigenen Daten. Das senkt die Kosten pro Kunde erheblich und ist die Grundlage fast aller Angebote, die man im Browser abonniert.

  • Multi-Tenant

    Multi-Tenant beschreibt Software, bei der viele Kunden dieselbe Anlage und dieselbe Programmversion gemeinsam nutzen, ihre Daten aber streng getrennt bleiben. Fast alle Onlinedienste und KI-Angebote sind so gebaut, weil es den Betrieb billig und wartbar macht.

  • Multi-Tenant-System

    Ein Multi-Tenant-System ist eine Software, die viele Kunden gleichzeitig auf derselben Anlage bedient, deren Daten dabei aber streng getrennt hält. Fast alle Online-Dienste, die man im Browser nutzt, funktionieren nach diesem Prinzip.

  • Multi-Token-Prediction

    Multi-Token-Prediction ist ein Trainings- und Rechenverfahren für Sprachmodelle, bei dem das Modell nicht nur das nächste Textstück vorhersagt, sondern gleich mehrere kommende auf einmal. Das kann das Training verbessern und die Textausgabe deutlich beschleunigen.

  • Multi-Turn-Editing

    Multi-Turn-Editing bezeichnet das schrittweise Überarbeiten eines Ergebnisses im Gespräch mit einem KI-System: Man gibt eine Anweisung, sieht das Resultat und verbessert es mit der nächsten Anweisung. Das System muss dabei alle früheren Schritte im Blick behalten, sonst zerfällt das Ergebnis über die Runden hinweg.

  • Multimodales Modell

    Ein multimodales Modell ist ein KI-System, das nicht nur Text verarbeitet, sondern auch Bilder, Töne oder Videos – und zwar innerhalb desselben Systems. Dadurch kann es zum Beispiel ein Foto beschreiben, eine gesprochene Frage beantworten oder ein Diagramm auswerten.

  • Multimodales Training

    Beim multimodalen Training lernt ein KI-Programm nicht nur aus Texten, sondern gleichzeitig aus Bildern, Tönen oder Videos. Dadurch kann ein einziges System ein Foto beschreiben, eine Sprachnachricht verstehen und darüber schreiben.

  • Multimodalität

    Multimodalität bedeutet, dass ein KI-System mehrere Arten von Eingaben gleichzeitig verarbeiten kann: Text, Bilder, Ton oder Video. Ein solches System kann zum Beispiel ein Foto ansehen und eine Frage dazu beantworten.

  • Multipath Reliable Connection Protocol

    Ein Multipath Reliable Connection Protocol ist eine Regelsammlung, nach der zwei Geräte Daten gleichzeitig über mehrere Wege austauschen – etwa über WLAN und Mobilfunk zusammen. Fällt ein Weg aus, läuft die Verbindung über die übrigen weiter, ohne dass der Nutzer etwas merkt.

  • Multiple

    Ein Multiple ist eine Verhältniszahl, die den Preis eines Unternehmens ins Verhältnis zu einer seiner Geschäftszahlen setzt, etwa zum Gewinn oder zum Umsatz. Es zeigt, wie viel Anleger für einen Euro Gewinn oder Umsatz zu zahlen bereit sind, und macht verschieden große Firmen vergleichbar.

  • Muon

    Muon ist ein Verfahren, das beim Training großer KI-Modelle die Lernschritte berechnet. Es verteilt jede Anpassung gleichmäßiger über die Zahlen eines Modells und macht das Training dadurch messbar schneller als der lange übliche Standard Adam.

  • MVP

    Ein MVP ist die einfachste Version eines Produkts, die man echten Kunden schon geben kann. Sie enthält nur die wichtigste Funktion und soll möglichst schnell zeigen, ob überhaupt jemand das Produkt haben will.

  • MXFP8

    MXFP8 ist ein sehr sparsames Zahlenformat für KI-Chips: Jede Zahl belegt nur 8 statt 32 Bit, und jeweils 32 benachbarte Zahlen teilen sich einen gemeinsamen Skalierungsfaktor. Dadurch passen KI-Modelle in weniger Speicher und rechnen deutlich schneller, ohne spürbar an Genauigkeit zu verlieren.

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  • N3P-Prozess

    N3P ist eine Fertigungsstufe des taiwanischen Chipherstellers TSMC, mit der besonders kleine und sparsame Computerchips hergestellt werden. Sie gehört zur sogenannten 3-Nanometer-Generation und ist eine verbesserte Variante der früheren 3-Nanometer-Verfahren desselben Herstellers.

  • Nachrangige Tranche

    Eine nachrangige Tranche ist der Anteil an einem Kreditpaket, der als Erster für Verluste geradesteht und erst als Letzter Geld erhält. Als Ausgleich für dieses hohe Risiko verspricht sie eine deutlich höhere Rendite als die vorrangigen Anteile.

  • Naives RAG

    Naives RAG ist die einfachste Bauform eines Systems, das ein Sprachmodell vor dem Antworten in einer eigenen Dokumentensammlung nachschlagen lässt. Es sucht genau einmal passende Textstellen, hängt sie an die Frage an und lässt das Modell daraus die Antwort formulieren.

  • NAND-Flash

    NAND-Flash ist die Speichertechnik, die Daten in SSDs, Smartphones und USB-Sticks festhält – auch dann, wenn der Strom weg ist. Ihr Preis schwankt stark und ist ein wichtiger Konjunkturindikator der Halbleiterbranche.

  • Nanotechnologie

    Nanotechnologie ist die Technik, mit Strukturen zu arbeiten, die nur wenige Millionstel Millimeter groß sind. In dieser Größenordnung verhalten sich Stoffe oft anders als in gewohnter Größe, und genau das nutzt man technisch aus.

  • Nativ multimodales Modell

    Ein nativ multimodales Modell ist ein KI-System, das Text, Bilder, Ton und Video von Anfang an gemeinsam gelernt hat. Es verarbeitet all diese Eingaben in einem einzigen Programm, statt mehrere getrennte Spezialsysteme hintereinanderzuschalten.

  • Native App

    Eine native App ist ein Programm, das gezielt für ein bestimmtes Betriebssystem wie Android oder iOS geschrieben wurde und direkt auf dem Gerät läuft. Sie gilt als schnell und kann alle Funktionen des Geräts nutzen, muss aber für jedes System getrennt entwickelt werden.

  • Native Finance Function

    Eine Native Finance Function ist eine Geldfunktion – etwa Bezahlen, Kredit oder Versicherung –, die direkt in eine App oder Plattform eingebaut ist, statt bei einer Bank separat abgewickelt zu werden. Der Nutzer bleibt in der gewohnten Anwendung, während im Hintergrund ein Finanzdienstleister die eigentliche Abwicklung übernimmt.

  • Natural Language Processing

    Natural Language Processing, kurz NLP, ist das Fachgebiet, das Computern den Umgang mit menschlicher Sprache beibringt. Dazu gehören Übersetzung, Suchmaschinen, Spracherkennung und Chatbots.

  • Navier-Stokes-Gleichungen

    Die Navier-Stokes-Gleichungen beschreiben mathematisch, wie sich Flüssigkeiten und Gase bewegen. Sie stecken hinter Wettervorhersagen, Flugzeugentwicklung und Strömungssimulationen — und gelten zugleich als eines der größten ungelösten Probleme der Mathematik.

  • Navier-Stokes-Problem

    Das Navier-Stokes-Problem ist eine offene Frage der Mathematik: Niemand hat bisher bewiesen, dass die Gleichungen für strömende Flüssigkeiten und Gase immer eine sinnvolle Lösung haben. Es gehört zu den sieben Millennium-Problemen, für deren Lösung eine Million US-Dollar ausgeschrieben ist.

  • nDCG

    nDCG ist eine Kennzahl dafür, wie gut eine Ergebnisliste sortiert ist. Sie belohnt es, wenn die wirklich passenden Treffer weit oben stehen, und vergleicht das Ergebnis mit der bestmöglichen Reihenfolge.

  • Nemotron

    Nemotron ist der Name einer Familie von KI-Sprachmodellen, die der Chiphersteller NVIDIA entwickelt und offen veröffentlicht. Die Modelle sind vor allem dafür gedacht, dass Unternehmen sie selbst betreiben und anpassen können — und dass sie beim Bau anderer KI-Systeme helfen.

  • Neocloud

    Eine Neocloud ist ein Rechenzentrums-Anbieter, der fast ausschließlich Rechenleistung für künstliche Intelligenz vermietet. Anders als die großen Allzweck-Anbieter konzentrieren sich diese Firmen auf spezialisierte Chips und verzichten auf breite Zusatzdienste.

  • Neovim

    Neovim ist ein kostenloses Programm zum Schreiben und Bearbeiten von Text, das vor allem Programmiererinnen und Programmierer nutzen. Es ist eine modernisierte Weiterentwicklung des jahrzehntealten Editors Vim und wird komplett über die Tastatur bedient.

  • Net Promoter Score

    Der Net Promoter Score ist eine Kennzahl, die misst, wie bereitwillig Kunden ein Produkt weiterempfehlen würden. Er beruht auf einer einzigen Frage mit einer Skala von 0 bis 10 und ergibt einen Wert zwischen minus 100 und plus 100.

  • Netzanschluss-Warteschlange

    Die Netzanschluss-Warteschlange ist die Liste aller Projekte, die an das öffentliche Stromnetz angeschlossen werden wollen und auf eine Prüfung durch den Netzbetreiber warten. Sie ist zu einem der wichtigsten Engpässe für neue Rechenzentren und für den Ausbau erneuerbarer Energien geworden.

  • Netzsegmentierung

    Netzsegmentierung bedeutet, ein Computernetzwerk in mehrere abgetrennte Bereiche zu zerlegen, zwischen denen nur ausgewählte Verbindungen erlaubt sind. Dadurch kann sich ein Angreifer oder ein Schadprogramm nicht ungehindert im gesamten Netz ausbreiten.

  • Netzwerkanalyse

    Die Netzwerkanalyse untersucht, wie einzelne Dinge miteinander verbunden sind – Menschen, Konten, Rechner oder Firmen. Sie misst mit mathematischen Kennzahlen, wer im Geflecht wichtig ist, wo Gruppen entstehen und wie sich etwas darin ausbreitet.

  • Netzwerkeffekt

    Ein Netzwerkeffekt liegt vor, wenn ein Produkt für jeden einzelnen Nutzer wertvoller wird, je mehr andere Menschen es ebenfalls benutzen. Er erklärt, warum bei Messengern, Marktplätzen und Plattformen oft wenige große Anbieter den Markt beherrschen.

  • Netzwerksegmentierung

    Netzwerksegmentierung bedeutet, ein Computernetz in mehrere abgetrennte Bereiche zu zerlegen, zwischen denen nur ausdrücklich erlaubter Datenverkehr fließt. Dadurch bleibt ein Angreifer, der in einen Bereich eingedrungen ist, dort gefangen und erreicht nicht gleich alle anderen Geräte.

  • Neural Accelerator

    Ein Neural Accelerator ist ein Spezialchip, der ausschließlich die Rechenarten ausführt, die künstliche Intelligenz braucht. Er ist dabei deutlich schneller und sparsamer als ein normaler Computerprozessor.

  • Neural Engine

    Die Neural Engine ist ein spezialisierter Rechenbaustein in Apples Chips, der ausschließlich die Rechenarten übernimmt, die KI-Programme brauchen. Sie erledigt diese Aufgaben schneller und stromsparender als der normale Hauptprozessor.

  • Neural ISP

    Ein Neural ISP ist die Bildaufbereitung einer Digitalkamera, die statt fest programmierter Rechenschritte ein trainiertes KI-Modell benutzt. Das Modell verwandelt die rohen Sensordaten in ein fertiges Foto und lernt dabei aus Beispielbildern, wie ein gutes Ergebnis aussieht.

  • NeurIPS

    NeurIPS ist die größte jährliche Fachkonferenz der Welt für maschinelles Lernen, also für Computerprogramme, die aus Beispielen lernen. Dort stellen Forscherinnen und Forscher neue Ergebnisse vor, bevor diese später in Produkten wie Chatbots landen.

  • Neuro-symbolische KI

    Neuro-symbolische KI kombiniert lernende Systeme, die Muster aus vielen Beispielen erkennen, mit festen Regeln und Logik. Ziel ist eine KI, die sowohl flexibel wie ein Sprachmodell als auch verlässlich wie ein Taschenrechner arbeitet.

  • Neuroantigen-Impfstoff

    Ein Neuroantigen-Impfstoff ist ein experimentelles Mittel, das dem Immunsystem gezielt Bausteine aus dem Nervensystem zeigt, um dessen Reaktion darauf zu steuern. Ziel ist es, entweder eine schädliche Abwehrreaktion abzuschalten oder eine gewünschte gegen krankmachende Eiweiße auszulösen.

  • Neuronales Netz

    Ein neuronales Netz ist ein Rechenverfahren, das aus Beispielen lernt, statt festen Regeln zu folgen. Es besteht aus vielen einfachen Recheneinheiten in Schichten, deren Verbindungsstärken beim Lernen so lange angepasst werden, bis die Ergebnisse stimmen.

  • Neuronales Netz

    Ein neuronales Netz ist ein Rechenverfahren, das aus vielen einfachen Rechenschritten besteht und aus Beispielen lernt, statt festen Regeln zu folgen. Es ist die Grundlage fast aller heutigen KI-Systeme, von Sprachassistenten bis zur Bilderkennung.

  • Next-Token-Prediction

    Next-Token-Prediction ist das Grundprinzip heutiger Sprach-KIs: Das Programm sagt immer nur voraus, welches Textstück als nächstes kommt, und hängt es an. Aus dieser einen simplen Aufgabe entstehen ganze Antworten, Aufsätze und sogar Programmcode.

  • Next.js

    Next.js ist ein kostenloses Baukastensystem, mit dem Entwickler Webseiten und Web-Anwendungen erstellen. Es nimmt ihnen wiederkehrende Arbeiten ab und sorgt dafür, dass Seiten schnell laden und von Suchmaschinen gefunden werden.

  • Nicht realisierte Gewinne

    Nicht realisierte Gewinne sind Wertsteigerungen von Besitz, den man noch nicht verkauft hat: Der Kurs ist gestiegen, das Geld ist aber noch nicht auf dem Konto. Sie zählen zum rechnerischen Vermögen, können aber jederzeit wieder verschwinden.

  • Nicht-deterministisches System

    Ein nicht-deterministisches System kann bei gleicher Eingabe unterschiedliche Ergebnisse liefern. Bei KI-Chatbots ist das der Normalfall: Dieselbe Frage zweimal gestellt ergibt oft zwei verschieden formulierte Antworten.

  • Nicht-invasives Brain-Computer-Interface

    Ein nicht-invasives Brain-Computer-Interface misst Hirnaktivität von außen durch die Kopfhaut und übersetzt sie in Steuerbefehle für einen Computer. Es kommt ohne Operation aus, liefert dafür aber ein deutlich unschärferes Signal als eingepflanzte Elektroden.

  • Niedrige Erdumlaufbahn

    Die niedrige Erdumlaufbahn ist der Bereich rund 200 bis 2.000 Kilometer über der Erdoberfläche, in dem sich die meisten Satelliten bewegen. Dort umrundet ein Satellit die Erde in etwa 90 Minuten – das macht die Bahn günstig für Internetdienste und Erdbeobachtung, aber auch anfällig für Weltraumschrott.

  • NIST

    NIST ist eine US-Bundesbehörde, die Maßeinheiten, Messverfahren und technische Standards festlegt. In der KI-Welt ist sie vor allem für Testverfahren und Sicherheitsrichtlinien bekannt, an denen sich Unternehmen und Behörden orientieren.

  • Nitro-Chips

    Nitro-Chips sind selbst entwickelte Spezialbausteine von Amazon, die in den Servern der Cloud-Sparte AWS stecken. Sie übernehmen Verwaltungsaufgaben wie Netzwerk, Speicherzugriff und Sicherheit, damit die eigentlichen Hauptprozessoren fast ihre gesamte Leistung für die Kunden übrig haben.

  • No-Code

    No-Code bezeichnet Werkzeuge, mit denen man Software zusammenbauen kann, ohne Programmcode zu schreiben. Man klickt und zieht Bausteine an ihren Platz, statt Befehle einzutippen.

  • No-Code-Workflow

    Ein No-Code-Workflow ist eine Abfolge automatisch ablaufender Arbeitsschritte, die man ohne Programmieren zusammenklickt. Statt Code schreibt man Regeln nach dem Muster „Wenn dies passiert, dann tu das".

  • Node

    Ein Node ist ein einzelner Computer, der Teil eines Netzwerks ist und dort mitarbeitet: Er speichert Daten, prüft sie und gibt sie an andere Rechner weiter. Besonders wichtig ist der Begriff bei Kryptowährungen wie Bitcoin, wo tausende Nodes gemeinsam dieselbe Buchhaltung führen.

  • Node-basierte Programmierung

    Node-basierte Programmierung ist eine Art, Computerabläufe zu bauen, indem man Kästchen auf einer Fläche mit Linien verbindet, statt Textzeilen zu tippen. Jedes Kästchen erledigt einen kleinen Arbeitsschritt, und die Linien zeigen, in welcher Reihenfolge die Daten hindurchfließen.

  • Node.js

    Node.js ist eine Software, mit der man Programme in der Sprache JavaScript außerhalb des Browsers ausführen kann. Damit lassen sich Server, Werkzeuge und ganze Webdienste in derselben Sprache schreiben wie die Anzeige im Browser.

  • Nostr

    Nostr ist ein offenes Regelwerk für soziale Netzwerke, bei dem es keine zentrale Firma gibt, die alle Nachrichten verwaltet. Jeder Nutzer besitzt stattdessen ein eigenes digitales Schlüsselpaar und verschickt seine Beiträge über viele unabhängige Server, sogenannte Relays.

  • Nostr-Protokoll

    Nostr ist ein einfaches Regelwerk, mit dem Menschen kurze Nachrichten über viele unabhängige Server verschicken können, ohne dass eine Firma das Netzwerk kontrolliert. Jeder Nutzer besitzt statt eines Kontos bei einem Anbieter ein eigenes digitales Schlüsselpaar, mit dem er seine Beiträge unterschreibt.

  • npm

    npm ist der zentrale Umschlagplatz für fertige Programmbausteine der Programmiersprache JavaScript. Über ein kleines Kommandozeilenwerkzeug lädt man solche Bausteine in ein eigenes Projekt, statt alles selbst zu schreiben.

  • npm-Cache

    Der npm-Cache ist ein lokaler Zwischenspeicher auf dem Rechner eines Entwicklers, in dem einmal heruntergeladene Programmbausteine für JavaScript-Projekte abgelegt werden. Er sorgt dafür, dass dieselben Bausteine beim nächsten Mal nicht erneut aus dem Internet geladen werden müssen.

  • NPU

    Eine NPU ist ein spezieller Chipbaustein in Handys, Laptops und anderen Geräten, der ausschließlich die Rechenschritte von KI-Programmen erledigt. Sie ist dafür schneller und stromsparender als der normale Hauptprozessor.

  • NPU as a Service

    NPU as a Service bedeutet, dass man spezielle KI-Rechenchips nicht kauft, sondern über das Internet stundenweise mietet. Anbieter betreiben die Chips in ihren Rechenzentren, Kunden zahlen nur für die Zeit, in der sie tatsächlich rechnen.

  • npx

    npx ist ein Befehl, mit dem Entwickler ein fertiges Programm aus dem Internet direkt starten können, ohne es vorher dauerhaft zu installieren. Es gehört zur Programmierumgebung Node.js und wird vor allem genutzt, um Projekte schnell aufzusetzen oder kleine Werkzeuge einmalig auszuprobieren.

  • NSFR (Not Safe for Regulation)

    NSFR steht für „Not Safe for Regulation“ und bezeichnet Inhalte oder Funktionen einer KI, die zwar technisch möglich sind, aber gegen Gesetze oder Aufsichtsregeln verstoßen könnten. Der Ausdruck ist ein halb scherzhaftes Warnschild in der Tech-Branche und kein offizieller Rechtsbegriff.

  • NTSC

    NTSC ist die Fernsehnorm, die von den 1940er Jahren an in den USA, Kanada, Japan und Teilen Südamerikas galt. Sie legte fest, wie ein Bild in ein elektrisches Signal übersetzt wird, und war der erste Standard, der Farbe übertrug, ohne alte Schwarz-Weiß-Geräte unbrauchbar zu machen.

  • Nudging

    Nudging bedeutet, Entscheidungen von Menschen durch die geschickte Gestaltung der Auswahlsituation in eine bestimmte Richtung zu lenken, ohne etwas zu verbieten oder zu bezahlen. In digitalen Produkten entscheidet oft eine Software, welcher Anstupser wem angezeigt wird.

  • Nukleotid

    Ein Nukleotid ist der kleinste Baustein von DNA und RNA, den Molekülen, in denen Lebewesen ihre Erbinformation speichern. Aus drei Teilen aufgebaut, reihen sich Nukleotide zu langen Ketten – und ihre Reihenfolge bildet den genetischen Code.

  • Nullkuponanleihe

    Eine Nullkuponanleihe ist ein Wertpapier, bei dem der Käufer während der Laufzeit keine Zinsen ausgezahlt bekommt. Stattdessen kauft er das Papier günstiger, als es am Ende zurückgezahlt wird — der Gewinn steckt komplett in dieser Differenz.

  • Nullstelle

    Eine Nullstelle ist ein Eingabewert, bei dem eine Funktion den Wert null ergibt. Im Schaubild ist das genau die Stelle, an der die Kurve die waagerechte Achse trifft.

  • NumPy

    NumPy ist eine Erweiterung für die Programmiersprache Python, mit der sich große Mengen an Zahlen schnell verarbeiten lassen. Sie bildet die Grundlage für fast alle Programme in Datenanalyse, Wissenschaft und künstlicher Intelligenz.

  • Nurture-Flow

    Ein Nurture-Flow ist eine automatisch ablaufende Kette von Nachrichten, meist E-Mails, die ein Unternehmen über Tage oder Wochen an Interessenten schickt. Ziel ist es, aus jemandem, der nur neugierig ist, Schritt für Schritt einen Kunden zu machen.

  • Nutzenfunktion

    Eine Nutzenfunktion ist eine Rechenvorschrift, die jedem möglichen Ergebnis eine Zahl zuordnet und damit sagt, wie gut dieses Ergebnis ist. Maschinen und Programme benutzen sie, um zwischen Handlungsmöglichkeiten zu entscheiden, weil sie so verschiedene Ausgänge direkt vergleichen können.

  • Nutzungsbasierte Abrechnung

    Bei der nutzungsbasierten Abrechnung zahlt ein Kunde nicht einen festen Monatsbetrag, sondern genau so viel, wie er tatsächlich verbraucht hat. In der Tech-Branche ist das die übliche Art, Rechenleistung und KI-Dienste zu verkaufen.

  • Nutzungslimit

    Ein Nutzungslimit ist eine Obergrenze dafür, wie oft oder wie viel man einen Onlinedienst in einem bestimmten Zeitraum verwenden darf. Bei KI-Diensten begrenzt es etwa die Zahl der Anfragen pro Stunde oder die Menge an Text, die man pro Monat verarbeiten lassen kann.

  • NVL72

    NVL72 ist ein kompletter Serverschrank von Nvidia, in dem 72 Grafikprozessoren so eng verbunden sind, dass sie sich wie ein einziger riesiger Rechner verhalten. Er wurde für den Betrieb sehr großer KI-Modelle gebaut und gilt als Maßstab für moderne Rechenzentren.

  • NVLink

    NVLink ist eine schnelle Direktverbindung zwischen Grafikchips von Nvidia, über die diese Chips Daten austauschen. Sie ist deutlich schneller als der übliche Steckplatz im Computer und macht aus vielen einzelnen Chips eine gemeinsam rechnende Einheit.

  • NVLink-C2C

    NVLink-C2C ist eine sehr schnelle Datenleitung des Chipherstellers Nvidia, die zwei Rechenchips direkt miteinander verbindet. Sie überträgt bis zu 900 Gigabyte pro Sekunde und lässt zwei Chips so zusammenarbeiten, als wären sie einer.

O

  • OAuth

    OAuth ist ein Standardverfahren, mit dem eine App auf Daten eines anderen Dienstes zugreifen darf, ohne dein Passwort zu kennen. Statt des Passworts erhält sie einen begrenzten Zugangsschlüssel, den du jederzeit widerrufen kannst.

  • OAuth 2.0 Device Authorization Grant

    Der OAuth 2.0 Device Authorization Grant ist ein Anmeldeverfahren für Geräte ohne Tastatur oder Browser, etwa Fernseher und Spielkonsolen. Das Gerät zeigt einen kurzen Code an, den man am Handy oder Laptop bestätigt – danach darf das Gerät auf das Konto zugreifen.

  • OAuth-Scope

    Ein OAuth-Scope legt fest, wie viel eine fremde App bei einem Onlinedienst in deinem Namen tun darf. Er ist die feine Abstufung zwischen „gar kein Zugriff“ und „vollständiger Zugriff auf dein Konto“.

  • Observability

    Observability beschreibt, wie gut sich von außen erkennen lässt, was in einem laufenden Computersystem gerade passiert. Sie stützt sich auf Messwerte, Protokolle und Ablaufaufzeichnungen, mit denen Teams Störungen erklären können, die sie vorher nicht eingeplant hatten.

  • Observation Data

    Observation Data sind Daten, die durch bloßes Beobachten entstehen, ohne dass jemand in die Situation eingreift. Sie zeigen zuverlässig, was zusammen auftritt, verraten aber selten sicher, was wodurch verursacht wird.

  • OCR

    OCR ist die automatische Umwandlung von Text auf Bildern oder Scans in Zeichen, die ein Computer bearbeiten und durchsuchen kann. Die Abkürzung steht für Optical Character Recognition, auf Deutsch optische Zeichenerkennung.

  • OEIS

    Die OEIS ist eine frei zugängliche Online-Datenbank mit über 380.000 Zahlenfolgen, von 1, 1, 2, 3, 5, 8 bis zu hochspeziellen Reihen aus der Forschung. Wer die ersten Glieder einer Folge eingibt, erfährt, ob sie schon bekannt ist und was über sie bekannt ist.

  • Off-Grid

    Off-Grid bezeichnet den Betrieb ohne Anschluss an das öffentliche Stromnetz: Der Strom wird vor Ort erzeugt und gespeichert. In der Tech-Branche ist der Begriff wichtig geworden, weil große Rechenzentren zunehmend eigene Kraftwerke bauen, statt auf Netzanschlüsse zu warten.

  • Off-Peak-Tarife

    Off-Peak-Tarife sind Preise, die außerhalb der Stoßzeiten gelten und deshalb niedriger ausfallen. In der KI-Branche bieten Anbieter solche Rabatte an, wenn Kunden Rechenaufträge in schwach ausgelastete Stunden verschieben.

  • Offene Gewichte

    Von offenen Gewichten spricht man, wenn ein Unternehmen die fertig trainierten Zahlenwerte eines KI-Modells zum Herunterladen freigibt. Jeder kann das Modell dann auf eigenen Computern betreiben, ohne den Anbieter zu fragen.

  • OKR

    OKR ist eine Methode, mit der Unternehmen Ziele festlegen und ihren Fortschritt an wenigen messbaren Zahlen ablesen. Zu jedem Ziel gehören zwei bis fünf Kennzahlen, die zeigen, ob das Ziel erreicht wurde.

  • On-Chain

    On-Chain bedeutet, dass ein Vorgang direkt in einer Blockchain gespeichert wird — also in einem öffentlichen digitalen Kassenbuch, das viele Computer gemeinsam führen. Solche Einträge sind für alle einsehbar und lassen sich nachträglich praktisch nicht mehr ändern.

  • On-Chip Memory

    On-Chip Memory ist Speicher, der direkt auf demselben Siliziumplättchen sitzt wie die Rechenwerke eines Prozessors. Er ist um ein Vielfaches schneller als externer Speicher, aber sehr klein und teuer — und deshalb ein zentraler Engpass bei KI-Chips.

  • On-Device-Inferenz

    On-Device-Inferenz bedeutet, dass ein fertig trainiertes KI-Modell direkt auf dem Handy, Laptop oder Auto rechnet statt in einem entfernten Rechenzentrum. Das Gerät braucht dafür kein Internet, die Daten bleiben beim Nutzer, dafür ist die Rechenleistung begrenzt.

  • On-Device-KI

    On-Device-KI bezeichnet Programme mit künstlicher Intelligenz, die direkt auf dem Handy, Laptop oder Auto rechnen — und nicht auf fremden Rechnern im Internet. Das macht sie schneller, unabhängiger von der Verbindung und schont die Privatsphäre, begrenzt aber die Größe der Modelle.

  • On-Device-Verarbeitung

    On-Device-Verarbeitung bedeutet, dass ein Gerät wie ein Handy eine Aufgabe selbst berechnet, statt die Daten an einen fremden Computer im Internet zu schicken. Das schützt private Daten, funktioniert ohne Internet und spart dem Anbieter Betriebskosten.

  • On-Policy-Distillation

    On-Policy-Distillation ist ein Trainingsverfahren, bei dem ein kleines KI-Modell seine eigenen Antworten erzeugt und ein großes Modell diese Antworten Schritt für Schritt bewertet. So lernt das kleine Modell genau dort, wo es tatsächlich Fehler macht — und nicht an fremden Musterlösungen vorbei.

  • On-Premise

    On-Premise heißt: Ein Unternehmen betreibt seine Software und die dazugehörigen Rechner in den eigenen Räumen, statt sie bei einem fremden Anbieter im Internet zu mieten. Das kostet mehr Aufwand, gibt aber die vollständige Kontrolle über die eigenen Daten.

  • On-Ramp

    Ein On-Ramp ist ein Dienst, der normales Geld wie Euro oder Dollar in digitale Währungen umtauscht. Er ist damit der übliche Einstiegspunkt für alle, die zum ersten Mal Kryptowährungen kaufen.

  • One-Shot

    One-Shot bezeichnet den Fall, dass ein KI-System eine Aufgabe löst, nachdem es genau ein einziges Beispiel dafür gesehen hat. Der Begriff taucht vor allem bei Textmodellen auf: Man stellt eine Aufgabe und zeigt dazu eine einzige Musterlösung.

  • One-Shot-Aufgabe

    Eine One-Shot-Aufgabe ist eine Aufgabe, bei der ein KI-System genau ein einziges Beispiel bekommt und daraus ableiten soll, was zu tun ist. Der Begriff beschreibt damit, wie sparsam ein System mit Vorgaben umgehen kann – im Unterschied zu Verfahren, die hunderte Beispiele brauchen.

  • Onkogen

    Ein Onkogen ist ein verändertes Gen, das eine Zelle zu unkontrolliertem Wachstum antreibt und so zur Entstehung von Krebs beitragen kann. Es entsteht meist aus einem normalen Wachstumsgen, das durch eine Mutation dauerhaft „eingeschaltet" bleibt.

  • Ontologie

    Eine Ontologie ist eine geordnete Beschreibung davon, welche Dinge es in einem Themengebiet gibt und wie sie zusammenhängen. Computer nutzen sie, um Begriffe nicht nur als Wörter zu speichern, sondern deren Bedeutung nachvollziehen zu können.

  • Open Model Agreement

    Ein Open Model Agreement ist der Vertragstext, mit dem ein Unternehmen ein selbst entwickeltes KI-Modell zur Weiterverwendung freigibt. Es regelt, wer das Modell herunterladen, verändern und kommerziell einsetzen darf – und welche Nutzungen ausgeschlossen bleiben.

  • Open Source

    Open Source bedeutet, dass der Bauplan eines Programms öffentlich einsehbar ist und von jedem genutzt, verändert und weitergegeben werden darf. In der KI-Branche ist der Begriff umstritten, weil viele "offene" Modelle nur teilweise offenliegen.

  • Open-Source-Framework

    Ein Open-Source-Framework ist ein frei verfügbares Grundgerüst aus fertigem Programmcode, das Entwickler für eigene Software wiederverwenden dürfen. Bekannte Beispiele aus der KI-Welt sind PyTorch und TensorFlow, auf denen ein Großteil aller heutigen KI-Modelle gebaut wird.

  • Open-Weight

    Open-Weight bedeutet, dass ein Unternehmen die fertig trainierten Zahlenwerte eines KI-Modells zum Download freigibt. Jeder kann das Modell dann auf eigenen Rechnern betreiben, verändern und weitergeben – ohne den Anbieter zu fragen.

  • Open-Weight-Modell

    Ein Open-Weight-Modell ist ein KI-Modell, dessen fertig gelernte Zahlenwerte öffentlich zum Download stehen. Jeder kann es damit auf eigener Hardware betreiben, verändern und weitergeben – ohne den Anbieter zu fragen.

  • Open-Weight-Modelle

    Open-Weight-Modelle sind KI-Systeme, deren fertig trainierte Zahlenwerte frei zum Herunterladen bereitstehen. Jeder kann sie damit auf eigener Hardware betreiben, anpassen und weitergeben – ohne Zugang zum Server des Herstellers.

  • Open-Weights-Modell

    Ein Open-Weights-Modell ist ein KI-Modell, dessen fertig gelernte Zahlenwerte öffentlich zum Download bereitstehen. Jeder kann es damit auf eigenen Rechnern betreiben, muss aber nicht erfahren, mit welchen Daten es trainiert wurde.

  • OpenAI-kompatible API

    Eine OpenAI-kompatible API ist eine Software-Schnittstelle, die Anfragen genau so entgegennimmt wie die Schnittstelle der Firma OpenAI. Programme, die für OpenAI geschrieben wurden, funktionieren dadurch ohne Umbau auch mit anderen Anbietern oder mit Modellen auf dem eigenen Rechner.

  • OpenAPI

    OpenAPI ist ein weit verbreitetes Format, mit dem Entwickler in einer festen Struktur aufschreiben, welche Funktionen ein Web-Dienst anbietet und wie man ihn anspricht. Aus dieser Beschreibung lassen sich automatisch Dokumentation, Testwerkzeuge und Programmcode erzeugen – heute auch die Anbindung von KI-Systemen an fremde Dienste.

  • OpenClaw

    OpenClaw ist ein quelloffener digitaler Assistent, der auf dem eigenen Rechner läuft und dort selbstständig Aufgaben erledigt – etwa Nachrichten beantworten oder Termine eintragen. Das Projekt wurde ab Ende 2025 sehr schnell bekannt, geriet aber wegen Sicherheitslücken auch in die Kritik.

  • OpenID Connect

    OpenID Connect, kurz OIDC, ist ein weltweit einheitliches Verfahren, mit dem man sich bei einer Webseite oder App über ein bestehendes Konto bei einem anderen Anbieter anmelden kann. Es steckt hinter jedem Knopf der Art „Mit Google anmelden“ und sorgt dafür, dass die Webseite das Passwort nie zu sehen bekommt.

  • OpenMDW-Lizenz

    Die OpenMDW-Lizenz ist ein Standardvertrag, mit dem Entwickler ein fertig trainiertes KI-System samt allen Bestandteilen zur freien Weiternutzung freigeben. Sie erlaubt Nutzung, Veränderung und Weitergabe ohne Einschränkung des Zwecks und wurde 2025 von der Linux Foundation veröffentlicht.

  • OpenSearch

    OpenSearch ist eine frei verfügbare Software, mit der man sehr große Mengen an Text und Messwerten durchsuchen und auswerten kann. Sie entstand 2021 als Abspaltung der Suchsoftware Elasticsearch, nachdem deren Hersteller die Nutzungsbedingungen verschärft hatte.

  • OpEx

    OpEx sind die laufenden Kosten, die ein Unternehmen im täglichen Betrieb bezahlt – etwa Strom, Gehälter oder gemietete Rechenleistung. In der Tech-Branche ist OpEx die Gegenfigur zu CapEx, den einmaligen Ausgaben für gekaufte Anlagen wie eigene Rechenzentren.

  • Oppenheimer-Moment

    Als Oppenheimer-Moment bezeichnet man den Punkt, an dem Forscherinnen und Forscher erkennen, dass ihre eigene Erfindung gefährlich werden kann. Der Ausdruck stammt vom Physiker Robert Oppenheimer, der die erste Atombombe mitentwickelte, und wird heute vor allem in der Debatte über künstliche Intelligenz benutzt.

  • Opt-in

    Opt-in bedeutet: Etwas passiert erst, wenn man selbst aktiv zustimmt. Ohne ausdrückliche Erlaubnis darf ein Unternehmen zum Beispiel keine Werbemails schicken oder persönliche Daten für das Training von KI-Systemen verwenden.

  • Opt-out

    Opt-out bezeichnet eine Regel, bei der etwas standardmäßig erlaubt ist und man aktiv widersprechen muss, wenn man es nicht will. Im Netz betrifft das vor allem die Frage, ob eigene Daten, Texte oder Bilder zum Training von KI-Systemen verwendet werden dürfen.

  • Optical Character Recognition

    Optical Character Recognition, kurz OCR, ist die automatische Umwandlung von Bildern mit Schrift in bearbeitbaren Text. Ein Foto einer Rechnung wird dadurch zu Zeichen, die ein Computer durchsuchen, kopieren und weiterverarbeiten kann.

  • Optimizer

    Ein Optimizer ist die Rechenvorschrift, die während des Trainings eines KI-Modells entscheidet, wie stark dessen interne Einstellwerte nach jedem Fehler verändert werden. Er bestimmt damit maßgeblich, wie schnell und wie zuverlässig ein Modell überhaupt etwas lernt.

  • Optionsschein

    Ein Optionsschein ist ein handelbares Wertpapier, das seinem Besitzer das Recht gibt, etwas später zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Sein Wert hängt vom Kurs eines anderen Guts ab, etwa einer Aktie — und er kann komplett wertlos verfallen.

  • Optische Transceiver-Module

    Optische Transceiver-Module sind kleine steckbare Bauteile, die elektrische Signale in Lichtsignale übersetzen und umgekehrt. Sie verbinden Rechner und Netzwerkgeräte über Glasfaser und sind damit ein zentrales Bauteil in Rechenzentren für künstliche Intelligenz.

  • OptiX

    OptiX ist eine Software-Schnittstelle von Nvidia, mit der Programme Bilder berechnen können, indem sie den Weg einzelner Lichtstrahlen durch eine Szene verfolgen. Sie übernimmt die aufwendige Suche danach, welcher Strahl welches Objekt trifft, und nutzt dafür spezielle Recheneinheiten moderner Grafikkarten.

  • Orbital Computing

    Orbital Computing bezeichnet die Idee, große Computeranlagen nicht auf der Erde, sondern in Satelliten zu betreiben, die die Erde umkreisen. Sonnenlicht liefert dort rund um die Uhr Strom, doch Kühlung, Reparaturen und Datenübertragung sind schwierig.

  • Orchestration Tax

    Die Orchestration Tax ist der zusätzliche Aufwand, der entsteht, wenn viele Programmteile oder KI-Modelle koordiniert zusammenarbeiten müssen. Sie zeigt sich als längere Wartezeit, höhere Kosten und mehr Fehlerquellen — und frisst einen Teil des Vorteils wieder auf, den die Aufteilung bringen sollte.

  • Orchestrierung

    Orchestrierung bedeutet, viele einzelne Programmteile so zu steuern, dass sie in der richtigen Reihenfolge zusammenarbeiten. In KI-Systemen regelt sie, welches Modell, welche Datenquelle und welches Werkzeug für eine Anfrage wann zum Einsatz kommt.

  • Orchestrierungslayer

    Ein Orchestrierungslayer ist die Software-Schicht, die zwischen einer Anwendung und mehreren KI-Modellen sitzt und entscheidet, welches Modell oder welches Werkzeug eine Anfrage bearbeitet. Sie zerlegt Aufgaben in Schritte, ruft die passenden Dienste in der richtigen Reihenfolge auf und setzt das Ergebnis wieder zusammen.

  • Orchestrierungsmodell

    Ein Orchestrierungsmodell ist ein KI-Modell, das eine Anfrage nicht selbst beantwortet, sondern entscheidet, wer oder was sie bearbeitet. Es verteilt Aufgaben an andere Modelle, Werkzeuge oder Datenquellen und fügt die Ergebnisse am Ende zusammen.

  • Orderbuch

    Das Orderbuch ist die laufend aktualisierte Liste aller Kauf- und Verkaufsangebote für ein Wertpapier an einer Börse, sortiert nach Preis. Es zeigt, wer zu welchem Preis wie viele Stücke handeln will, und aus ihm entsteht der aktuelle Börsenkurs.

  • Organoid

    Ein Organoid ist ein winziges, im Labor gezüchtetes Gewebestück, das den Aufbau eines echten Organs im Kleinen nachbildet. Forscher nutzen solche Mini-Organe, um Krankheiten und Medikamente zu untersuchen, ohne dafür Menschen oder Tiere zu belasten.

  • Organoid

    Ein Organoid ist ein winziges, im Labor aus Stammzellen gezüchtetes Gewebestück, das den Aufbau eines echten Organs in Ansätzen nachbildet. Forschung und Pharmaindustrie nutzen solche Mini-Organe, um Krankheiten und Medikamente zu testen, ohne am Menschen oder am Tier zu experimentieren.

  • Organoide

    Organoide sind winzige, im Labor aus Stammzellen gezüchtete Gewebeklumpen, die den Aufbau echter Organe wie Darm, Leber oder Gehirn im Kleinen nachbilden. Sie dienen als Testsystem für Medikamente und Krankheiten, wo Zellkulturen zu einfach und Tierversuche zu ungenau sind.

  • ORM

    ORM steht für Object-Relational Mapping und bezeichnet eine Softwareschicht, die zwischen einem Programm und seiner Datenbank übersetzt. Sie erlaubt Entwicklern, mit gewohnten Programmierobjekten zu arbeiten, statt Datenbankbefehle von Hand zu schreiben.

  • OSINT

    OSINT steht für „Open Source Intelligence“ und bezeichnet das systematische Auswerten öffentlich zugänglicher Informationen, etwa von Webseiten, Social-Media-Posten, Satellitenbildern oder Firmenregistern. Aus vielen einzeln harmlosen Fundstücken entsteht dabei ein Gesamtbild, das vorher niemand hatte.

  • OSWorld

    OSWorld ist ein Testverfahren, das prüft, wie gut ein KI-System einen echten Computer selbstständig bedienen kann. Die KI bekommt Aufgaben wie „Ändere die Schriftgröße in dieser Datei" und muss sie mit Maus und Tastatur in einem laufenden Betriebssystem lösen.

  • Outcome-based Pricing

    Outcome-based Pricing ist ein Preismodell, bei dem ein Kunde nicht für die Nutzung eines Produkts zahlt, sondern für ein erreichtes Ergebnis. In der Softwarebranche wird es gerade wichtig, weil digitale Helfer zunehmend ganze Aufgaben erledigen statt nur Werkzeuge bereitzustellen.

  • Outcome-based Pricing für Beratung

    Outcome-based Pricing für Beratung bedeutet: Ein Beratungsunternehmen wird nicht nach geleisteten Arbeitsstunden bezahlt, sondern nach dem Ergebnis, das beim Kunden messbar eintritt. Das Modell gewinnt an Bedeutung, weil KI-Werkzeuge die Arbeitszeit von Beraterinnen und Beratern stark verkürzen und damit das klassische Stundenhonorar untergraben.

  • Outer Loop

    Der Outer Loop ist die äußere, langsame Schleife in einem zweistufigen Lernverfahren: Sie ändert die Rahmenbedingungen des Lernens, während eine innere, schnelle Schleife die eigentliche Aufgabe übt. In der Softwareentwicklung bezeichnet der Begriff analog die langsamen Arbeitsschritte nach dem Programmieren, etwa Tests und Auslieferung.

  • Output Access

    Output Access bezeichnet die eingeschränkteste Form des Zugriffs auf ein KI-System: Man darf Eingaben schicken und bekommt Antworten zurück, sieht aber nichts vom Innenleben. Fast jede Nutzung von ChatGPT, Gemini oder Claude läuft genau so ab.

  • Output-Klassifikator

    Ein Output-Klassifikator ist ein zusätzliches Prüfprogramm, das die fertige Antwort eines KI-Systems liest und einsortiert, bevor der Nutzer sie sieht. Stuft es die Antwort als problematisch ein, wird sie blockiert, abgeschwächt oder an einen Menschen weitergeleitet.

  • Output-Token

    Ein Output-Token ist ein kleines Textstück, das ein KI-Sprachprogramm bei seiner Antwort erzeugt – meist ein Wort, ein Wortteil oder ein Satzzeichen. Weil solche Programme ihre Antwort Stück für Stück aufbauen, werden Output-Token zur wichtigsten Maßeinheit für Tempo und Kosten.

  • Overallotment

    Ein Overallotment ist eine Zusatzvereinbarung beim Börsengang: Die begleitenden Banken dürfen mehr Aktien verkaufen, als das Unternehmen ursprünglich anbietet, und diese Zusatzmenge später nachliefern oder zurückkaufen. Das Verfahren dient dazu, den Kurs in den ersten Handelstagen zu stabilisieren.

  • Overflow-Fehler

    Ein Overflow-Fehler entsteht, wenn eine Zahl größer wird, als der dafür reservierte Speicherplatz fassen kann. Das Ergebnis ist dann nicht einfach ungenau, sondern oft völlig falsch – etwa wenn aus einer sehr großen positiven Zahl plötzlich eine negative wird.

  • Overplanning

    Overplanning beschreibt das Verhalten eines KI-Systems, das eine Aufgabe in viel mehr Zwischenschritte zerlegt, als nötig wäre. Das kostet Rechenzeit und Geld, ohne dass die Antwort besser wird — manchmal wird sie sogar schlechter.

  • OWASP

    OWASP ist eine gemeinnützige Organisation, die frei zugängliches Wissen über die Sicherheit von Software veröffentlicht. Bekannt ist sie vor allem für die OWASP Top 10, eine regelmäßig aktualisierte Liste der häufigsten Sicherheitslücken in Webanwendungen.

  • OWASP Top 10

    Die OWASP Top 10 sind eine regelmäßig aktualisierte Liste der zehn häufigsten und gefährlichsten Sicherheitslücken in Webanwendungen. Sie gilt weltweit als Grundlagenkatalog dafür, was Entwickler und Prüfer beim Absichern von Software zuerst kontrollieren sollten.

P

  • P gegen NP

    P gegen NP ist die berühmteste offene Frage der Informatik: Ist jedes Problem, dessen Lösung sich schnell überprüfen lässt, auch schnell lösbar? Niemand weiß es, und auf die Antwort ist eine Million Dollar Preisgeld ausgesetzt.

  • P50

    P50 ist der mittlere Wert einer Messreihe: Die Hälfte aller Messungen liegt darunter, die andere Hälfte darüber. In der Technik beschreibt P50 meist die typische Antwortzeit eines Systems, während Ausreißer bewusst ausgeblendet bleiben.

  • p75-Latenz

    Die p75-Latenz ist die Wartezeit, die bei drei von vier Anfragen nicht überschritten wird. Sie zeigt, wie schnell ein Dienst für die Mehrheit der Nutzer reagiert, ohne dass einzelne Ausreißer den Wert verfälschen.

  • PaaS

    PaaS steht für „Platform as a Service“: Ein Anbieter stellt über das Internet eine fertige Umgebung bereit, in der Programme laufen. Der Kunde lädt nur seinen eigenen Programmcode hoch, um Server, Betriebssystem und Updates kümmert sich der Anbieter.

  • PAC-Lernen

    PAC-Lernen ist ein mathematisches Modell dafür, wann ein Computerprogramm aus Beispielen zuverlässig lernen kann. Es sagt: Mit genügend Beispielen liegt das Programm mit hoher Wahrscheinlichkeit nur selten daneben — und beziffert, wie viele Beispiele dafür nötig sind.

  • Pacing the Frontier

    Pacing the Frontier bezeichnet die Strategie, besonders leistungsfähige KI-Systeme absichtlich langsamer oder zurückhaltender zu veröffentlichen, als es technisch möglich wäre. Ziel ist es, der Gesellschaft, der Aufsicht und der Sicherheitsforschung Zeit zum Nachkommen zu geben.

  • Package-Registry

    Eine Package-Registry ist ein zentraler Online-Speicher für fertige Software-Bausteine, die Programmierer in ihre eigenen Projekte einbauen. Bekannte Beispiele sind npm für JavaScript und PyPI für Python.

  • Padding

    Padding bedeutet, kürzere Daten künstlich aufzufüllen, damit alle Eingaben eines Stapels gleich lang sind. Der Computer kann sie dann in einem Rutsch verarbeiten, muss die aufgefüllten Stellen aber gezielt ignorieren.

  • Page Weight

    Page Weight bezeichnet die gesamte Datenmenge, die ein Browser herunterladen muss, damit eine Webseite vollständig angezeigt wird. Je größer diese Menge ist, desto länger dauert der Aufbau der Seite – besonders bei langsamem Mobilfunk.

  • PagedAttention

    PagedAttention ist ein Verfahren, das den Arbeitsspeicher von Grafikkarten beim Betrieb von Sprachmodellen in kleine Blöcke aufteilt, statt für jede Anfrage einen großen zusammenhängenden Bereich zu reservieren. Dadurch passen viele Anfragen gleichzeitig auf eine Karte, was Antworten deutlich billiger macht.

  • PageRank

    PageRank ist ein Rechenverfahren, das die Wichtigkeit einer Webseite daraus ableitet, wie viele andere Seiten auf sie verlinken. Es war die Grundidee hinter der Google-Suche und prägt bis heute, wie Rangfolgen in Netzwerken berechnet werden.

  • Pageview

    Ein Pageview ist ein einzelner Aufruf einer Internetseite durch einen Besucher. Die Zahl der Pageviews zeigt, wie oft die Seiten einer Website insgesamt angesehen wurden — sie sagt aber nichts darüber, wie viele verschiedene Menschen dahinterstehen.

  • PAIR

    PAIR ist ein automatisches Verfahren, bei dem ein Sprachmodell so lange Eingaben umformuliert, bis ein anderes Sprachmodell seine Sicherheitsregeln bricht. Sicherheitsforscher nutzen es, um Schwachstellen von Chatbots zu finden, bevor Angreifer sie ausnutzen.

  • Paketmanager

    Ein Paketmanager ist ein Programm, das andere Programme und Programmbausteine automatisch installiert, aktualisiert und wieder entfernt. Er merkt sich außerdem, welche Bausteine voneinander abhängen, und holt fehlende Teile selbstständig nach.

  • Pantograph-Graviermaschine

    Eine Pantograph-Graviermaschine überträgt eine vorhandene Vorlage mit einem beweglichen Hebelgestänge auf ein Werkstück und fräst dort Schrift oder Muster ein. Sie war jahrzehntelang das Standardgerät für Schilder, Typenschilder und Formenbau und gilt heute als mechanischer Vorläufer der computergesteuerten Fräse.

  • PaperBench

    PaperBench ist ein Test der Firma OpenAI, der prüft, ob KI-Systeme aktuelle Forschungsarbeiten aus der KI-Forschung selbstständig nachbauen können. Die Systeme müssen aus einem Fachtext eigenen Programmcode schreiben, ihn ausführen und dieselben Ergebnisse erreichen wie die ursprünglichen Autoren.

  • Paraborg

    Ein Paraborg ist ein Mensch, der eng mit Technik zusammenarbeitet, ohne dass diese Technik in seinen Körper eingebaut ist. Der Begriff grenzt solche Menschen von Cyborgs ab, bei denen Technik fest mit dem Körper verbunden ist.

  • Paralleles-Repetition-Theorem

    Das Paralleles-Repetition-Theorem ist ein mathematischer Satz aus der theoretischen Informatik. Er sagt, wie stark die Betrugschance sinkt, wenn man ein Prüfspiel mit zwei getrennt befragten Teilnehmern nicht einmal, sondern viele Male gleichzeitig spielt.

  • Parameter

    Parameter sind die Zahlen im Inneren eines KI-Modells, die beim Lernen eingestellt werden und das Wissen des Modells speichern. Ihre Anzahl – oft Milliarden – ist die gängigste Größenangabe für ein Modell.

  • Parameter (KI-Modell)

    Parameter sind die einstellbaren Zahlen im Inneren eines KI-Modells, die beim Lernen aus Beispielen angepasst werden. Ihre Anzahl – oft viele Milliarden – gilt als grobes Maß für die Größe eines Modells.

  • Parameter (Modellgröße)

    Parameter sind die vielen einzelnen Zahlen im Inneren eines KI-Modells, die beim Lernen eingestellt werden und das gesamte Wissen des Modells speichern. Ihre Anzahl gilt als gängiges Maß für die Größe eines Modells – man liest sie in Angaben wie „7 Milliarden Parameter“.

  • Parameter-Drift

    Parameter-Drift bezeichnet das langsame Abwandern der internen Stellwerte eines KI-Systems, wenn dieses immer weiter nachtrainiert wird. Das Verhalten des Systems verändert sich dadurch schleichend, oft ohne dass es jemand bemerkt.

  • Parameterzahl

    Die Parameterzahl gibt an, wie viele einstellbare Zahlenwerte ein KI-Modell im Inneren besitzt. Sie ist das gängigste Maß für die Größe eines Modells – sagt aber allein noch nichts über seine Qualität.

  • Parametrisches Gedächtnis

    Das parametrische Gedächtnis ist das Wissen, das ein KI-Modell während des Trainings in seinen eigenen Zahlenwerten gespeichert hat. Es steckt fest im Modell, lässt sich nicht einfach nachschlagen oder korrigieren und ist der Grund, warum Sprachmodelle Fakten wiedergeben können – manchmal aber auch falsch.

  • Parametrisches Wissen

    Parametrisches Wissen ist alles, was ein KI-Modell aus seinem Training behalten hat und ohne Nachschlagen abrufen kann. Es steckt in den Millionen von Zahlen im Inneren des Modells, nicht in einer Datenbank oder einer Suchmaschine.

  • Paraphrasieren

    Paraphrasieren heißt, einen Text mit anderen Worten neu zu formulieren, ohne seine Aussage zu verändern. In der KI-Welt ist es zugleich eine typische Aufgabe für Sprachprogramme und ein wichtiges Prüfverfahren, weil es zeigt, ob ein Modell Inhalte wirklich erfasst hat.

  • Paraphrasierung

    Paraphrasierung bedeutet, einen Text mit anderen Worten neu zu formulieren, ohne seine Aussage zu verändern. In der KI-Welt erledigen das heute Sprachprogramme automatisch – als Werkzeug für Autoren, als Trainingsmethode und als Problem für Plagiatsprüfungen.

  • Parasoziale Beziehung

    Eine parasoziale Beziehung ist eine einseitige Bindung an eine Person oder Figur, die den Nutzer selbst nicht kennt – etwa an einen Moderator, eine Streamerin oder einen KI-Chatbot. Bei Sprach-KIs wird der Begriff wichtig, weil Systeme sich persönlich anfühlen, ohne ein Gegenüber zu sein.

  • Pareto-Front

    Die Pareto-Front ist die Menge aller Lösungen, bei denen man ein Ziel nur noch verbessern kann, wenn man ein anderes verschlechtert. In der KI beschreibt sie zum Beispiel, welche Kombinationen aus Genauigkeit und Kosten überhaupt erreichbar sind.

  • Parser

    Ein Parser ist ein Programmteil, der eine Zeichenkette nach festen Regeln liest und in eine geordnete Struktur übersetzt, mit der ein Computer weiterarbeiten kann. Ohne Parser wären Quelltexte, Webseiten, Konfigurationsdateien und die Antworten von KI-Systemen für Software nur sinnlose Buchstabenfolgen.

  • Pass@1

    Pass@1 ist eine Messgröße dafür, wie oft ein KI-Programm eine Aufgabe schon beim ersten Versuch richtig löst. Sie wird vor allem benutzt, um Programmierfähigkeiten von Sprachmodellen zu vergleichen.

  • Passkey

    Ein Passkey ist ein Ersatz für das Passwort: Statt eines Worts, das man sich merkt, speichert das Gerät einen geheimen digitalen Schlüssel und beweist damit die eigene Identität. Freigegeben wird die Anmeldung meist per Fingerabdruck, Gesichtsscan oder Geräte-PIN.

  • Password-Spraying

    Password-Spraying ist ein Angriff, bei dem jemand sehr viele Benutzerkonten mit denselben wenigen, häufig genutzten Passwörtern durchprobiert. Weil pro Konto nur ein oder zwei Versuche anfallen, wird kein Konto gesperrt und der Angriff fällt lange nicht auf.

  • Patch

    Ein Patch ist eine kleine Korrektur für ein bereits ausgeliefertes Programm. Er behebt Fehler oder schließt Sicherheitslücken, ohne dass das gesamte Programm neu installiert werden muss.

  • Patch-Tempo

    Das Patch-Tempo beschreibt, wie schnell ein Hersteller oder ein Unternehmen eine bekannt gewordene Sicherheitslücke in seiner Software durch ein Update schließt. Je länger diese Spanne dauert, desto größer ist das Zeitfenster, in dem Angreifer die Lücke ausnutzen können.

  • Pay-per-Crawl

    Pay-per-Crawl bedeutet: Wer automatisiert Texte und Bilder von einer Website einsammelt, muss dafür bezahlen. Betreiber von Websites wollen so Geld von KI-Unternehmen verlangen, die ihre Inhalte für das Training von Programmen nutzen.

  • Payment Session

    Eine Payment Session ist ein zeitlich begrenzter Vorgang, in dem ein Online-Kauf bezahlt wird: vom Klick auf „Jetzt kaufen“ bis zur Bestätigung oder Ablehnung der Zahlung. Der Zahlungsdienstleister legt dafür einen eigenen Datensatz an, der Betrag, Währung und Status des Vorgangs festhält.

  • Paywall

    Eine Paywall ist eine digitale Bezahlschranke: Inhalte einer Website sind erst nach einer Zahlung oder einem Abo vollständig lesbar. Sie ist für viele Nachrichtenseiten die wichtigste Einnahmequelle neben Werbung.

  • Paywall-Umgehung

    Paywall-Umgehung bezeichnet alle Tricks, mit denen man kostenpflichtige Inhalte im Internet liest, ohne dafür zu zahlen. Das Thema ist wichtig geworden, weil auch KI-Systeme solche Inhalte einsammeln und weitergeben können.

  • PCM

    PCM ist das Standardverfahren, um Schall in Zahlen zu verwandeln: Der Schalldruck wird viele tausend Mal pro Sekunde gemessen und jeder Messwert als Zahl gespeichert. Fast jede digitale Tonaufnahme – von der CD bis zur Sprachnachricht – liegt irgendwann in dieser Form vor.

  • Peak-Hour-Drosselung

    Peak-Hour-Drosselung bedeutet, dass ein Onlinedienst zu den Zeiten mit den meisten Nutzern absichtlich langsamer arbeitet oder weniger Anfragen zulässt. Anbieter von KI-Diensten setzen das ein, weil ihre Rechenzentren nur eine begrenzte Menge an Anfragen gleichzeitig verarbeiten können.

  • Pebble

    Pebble war eine der ersten erfolgreichen Computeruhren: eine Armbanduhr mit kleinem Bildschirm, die Nachrichten vom Handy anzeigt. Sie wurde 2012 über eine Spendenplattform im Internet finanziert, brach dort alle Rekorde und wurde 2016 verkauft.

  • PEDOT:PSS

    PEDOT:PSS ist ein Kunststoff, der Strom leitet. Er lässt sich als blaue Flüssigkeit dünn auf Oberflächen auftragen und dient in Solarzellen, Displays und biegsamer Elektronik als durchsichtige Stromschicht.

  • Peer Review

    Peer Review ist das Verfahren, mit dem Fachleute eine wissenschaftliche Arbeit vor der Veröffentlichung prüfen. Es soll grobe Fehler herausfiltern, ist aber kein Beweis dafür, dass ein Ergebnis stimmt.

  • Penetrationstest

    Ein Penetrationstest ist ein geplanter, erlaubter Angriff auf die eigenen Computersysteme, um Sicherheitslücken zu finden, bevor echte Angreifer sie ausnutzen. Fachleute gehen dabei so vor wie Kriminelle, melden ihre Funde aber an den Auftraggeber statt sie auszunutzen.

  • Pentester

    Ein Pentester ist ein bezahlter Fachmann, der im Auftrag eines Unternehmens versucht, in dessen Computersysteme einzubrechen — um Sicherheitslücken zu finden, bevor echte Kriminelle sie ausnutzen. Der Angriff ist vorher schriftlich erlaubt, und am Ende steht ein Bericht mit Verbesserungsvorschlägen.

  • Pentesting

    Pentesting ist ein beauftragter Angriff auf die eigenen Computersysteme, der Sicherheitslücken finden soll, bevor echte Kriminelle sie finden. Fachleute greifen dabei mit denselben Mitteln an wie Angreifer, halten sich aber an klar vereinbarte Regeln und schreiben am Ende einen Bericht.

  • Per-Seat-Lizenzmodell

    Beim Per-Seat-Lizenzmodell zahlt ein Unternehmen für jede Person, die eine Software benutzen darf, einen festen Betrag pro Monat oder Jahr. Der Preis hängt also an der Zahl der Nutzer, nicht daran, wie viel jeder Einzelne damit arbeitet.

  • Perception Encoder

    Ein Perception Encoder ist ein Programmteil, der Bilder oder Videos in eine lange Zahlenliste übersetzt, mit der ein Computer weiterrechnen kann. Er ist der Baustein, der Sinneseindrücke für Maschinen verwertbar macht — Erkennen, Suchen und Beschreiben bauen darauf auf.

  • Perf Factory

    Eine Perf Factory ist ein fest eingerichteter Ablauf in einem Softwareunternehmen, der laufend automatisch messt, wie schnell ein Programm arbeitet. Wird eine Änderung eingebaut, die das Programm verlangsamt, schlägt dieser Ablauf Alarm, noch bevor Nutzer etwas merken.

  • Performance pro Watt

    Performance pro Watt gibt an, wie viel Rechenarbeit ein Chip für eine bestimmte Menge Strom leistet. Die Kennzahl entscheidet mit darüber, wie teuer der Betrieb von Rechenzentren ist und wie lange ein Notebook-Akku hält.

  • Performance-Cores

    Performance-Cores sind die schnellen Rechenkerne in einem modernen Prozessor. Sie übernehmen anspruchsvolle Aufgaben, während langsamere, sparsamere Kerne den Rest erledigen.

  • Perl

    Perl ist eine Programmiersprache aus dem Jahr 1987, die vor allem für das schnelle Verarbeiten von Texten und Dateien gedacht ist. Sie galt jahrelang als „Klebstoff des Internets“, weil sie Daten zwischen verschiedenen Programmen hin- und herschaufelte.

  • Perplexität

    Perplexität ist eine Kennzahl dafür, wie überrascht ein Sprachprogramm vom nächsten Wort in einem Text ist. Niedrige Werte bedeuten: das Programm hat den Text gut vorhergesehen, hohe Werte bedeuten, es lag oft daneben.

  • Persistent Conversational Memory

    Persistent Conversational Memory bezeichnet die Fähigkeit eines Chatprogramms, sich Informationen aus früheren Unterhaltungen dauerhaft zu merken. Statt bei jedem Gespräch bei null anzufangen, greift das Programm auf gespeicherte Notizen über den Nutzer zurück.

  • Persistente Ziele

    Persistente Ziele sind Absichten eines KI-Systems, die über eine einzelne Aufgabe oder Sitzung hinaus bestehen bleiben. Der Begriff spielt in der Sicherheitsforschung eine große Rolle, weil ein Programm mit langlebigen Zielen anders zu kontrollieren ist als eines, das nach jeder Antwort wieder bei Null anfängt.

  • Persistenter State

    Persistenter State bezeichnet Daten, die ein Programm dauerhaft speichert, sodass sie einen Neustart oder das Ende einer Sitzung überleben. Ohne ihn beginnt jede Anwendung bei null – mit ihm kann sie an frühere Nutzung anknüpfen.

  • PersistentVolumeClaim

    Ein PersistentVolumeClaim ist eine Anforderung von Speicherplatz in Kubernetes, einem System zur Verwaltung von Programmen auf vielen Servern. Ein Programm sagt damit, wie viel Platz es braucht — wo dieser Platz herkommt, klärt das System selbst.

  • Persona-basierte Jailbreaks

    Persona-basierte Jailbreaks sind Texteingaben, die einem Chatbot eine erfundene Rolle zuweisen, damit er seine eigenen Regeln umgeht. Statt direkt nach verbotenen Inhalten zu fragen, bittet der Nutzer das Programm, eine Figur zu spielen, für die diese Regeln angeblich nicht gelten.

  • Persona-getriebene Datensynthese

    Persona-getriebene Datensynthese ist ein Verfahren, bei dem ein Computerprogramm Übungstexte erzeugt, indem es jedes Mal die Rolle einer anderen erfundenen Person einnimmt. So entstehen aus einer einzigen Aufgabenstellung Millionen unterschiedlicher Beispiele, mit denen sich Sprachprogramme trainieren lassen.

  • Personal Intelligence

    Personal Intelligence bezeichnet KI-Assistenten, die dauerhaft auf die Daten und Gewohnheiten einer einzelnen Person zugeschnitten sind. Statt jede Anfrage bei null zu beginnen, greifen sie auf ein Gedächtnis über den Nutzer zurück – etwa Kalender, Nachrichten und frühere Gespräche.

  • Petabyte

    Ein Petabyte ist eine Maßeinheit für Datenmengen und entspricht einer Million Gigabyte. In dieser Größenordnung rechnen Rechenzentren, Streaming-Dienste und die Trainingsdaten großer KI-Modelle.

  • PFLOP

    Ein PFLOP ist eine Billiarde Rechenoperationen mit Kommazahlen, also eine Eins mit fünfzehn Nullen. Die Einheit misst, wie viel Rechenarbeit ein Computer leistet, und ist zur Standardwährung für die Größe von KI-Systemen geworden.

  • pgvector

    pgvector ist eine Zusatzfunktion für die weit verbreitete Datenbank PostgreSQL. Sie erlaubt es, Texte, Bilder oder Töne als lange Zahlenlisten zu speichern und darin nach inhaltlich ähnlichen Einträgen zu suchen.

  • Phase-3-Trigger

    Ein Phase-3-Trigger ist eine vorher festgelegte Bedingung, die den Übergang in die dritte Stufe eines mehrstufigen Plans auslöst. Der Begriff taucht in Notfallplänen, in Verträgen und in Sicherheitsregeln für KI-Systeme auf.

  • Phi X-174

    Phi X-174 ist ein winziges Virus, das Bakterien befällt und dessen Erbgut nur etwa 5.400 Bausteine lang ist. Es war 1977 das erste Lebewesen, dessen Erbgut komplett entschlüsselt wurde, und dient heute als Standard-Testobjekt in der Genforschung und in KI-Modellen für Biologie.

  • Philadelphia Semiconductor Index

    Der Philadelphia Semiconductor Index, kurz SOX, ist eine Kennzahl, die den Börsenwert von rund 30 großen Chipfirmen zusammenfasst. Er gilt als Stimmungsbarometer für die gesamte Halbleiterbranche und damit auch für den KI-Boom.

  • Phishing

    Phishing ist ein Betrugsversuch, bei dem sich jemand per E-Mail, SMS oder gefälschter Webseite als vertrauenswürdige Stelle ausgibt, um an Passwörter, Kontodaten oder Geld zu kommen. Der Angriff zielt nicht auf technische Lücken, sondern auf die Gutgläubigkeit und Eile der Empfänger.

  • Phishing-as-a-Service

    Phishing-as-a-Service bezeichnet fertige Betrugsbaukästen, die Kriminelle im Internet mieten, um damit gefälschte Log-in-Seiten zu betreiben und Passwörter abzugreifen. Die Technik wird dabei wie ein normaler Software-Dienst verkauft – inklusive Abo, Support und Bedienoberfläche.

  • Physical AI

    Physical AI bezeichnet künstliche Intelligenz, die nicht nur Texte oder Bilder erzeugt, sondern Maschinen in der echten Welt steuert – etwa Roboter, Fahrzeuge oder Fabrikanlagen. Solche Systeme müssen Gesetze der Physik berücksichtigen und dürfen sich weniger Fehler erlauben als ein Chatbot.

  • Physische KI

    Physische KI bezeichnet Computerprogramme, die nicht nur Texte oder Bilder erzeugen, sondern Maschinen in der echten Welt steuern – etwa Roboterarme, Lagerroboter oder selbstfahrende Autos. Der Begriff grenzt solche Systeme von reinen Software-Anwendungen ab, die ihre Umgebung nie berühren.

  • PI-Planning

    PI-Planning ist ein großes Planungstreffen, bei dem mehrere Entwicklungsteams für die nächsten rund drei Monate gemeinsam festlegen, wer was baut und wo sie voneinander abhängen. Es stammt aus dem Rahmenwerk SAFe, mit dem große Unternehmen ihre Softwareentwicklung organisieren.

  • PIC (Photonic Integrated Circuit)

    Ein PIC ist ein Chip, der Informationen nicht mit Strom, sondern mit Licht verarbeitet und weiterleitet. Solche Chips stecken heute vor allem in der Netzwerktechnik großer Rechenzentren, wo sie riesige Datenmengen zwischen Servern transportieren.

  • Pigou-Steuer

    Eine Pigou-Steuer ist eine Abgabe auf ein Verhalten, das anderen Menschen schadet, etwa auf Abgase aus einer Fabrik. Sie soll den Schaden im Preis sichtbar machen, damit sich das schädliche Verhalten weniger lohnt.

  • pip install

    „pip install" ist der Befehl, mit dem man fertige Zusatzpakete für die Programmiersprache Python auf den eigenen Rechner holt. Er lädt den Code aus einem zentralen Online-Verzeichnis herunter und richtet ihn so ein, dass eigene Programme ihn sofort benutzen können.

  • Pipeline-Parallelismus

    Pipeline-Parallelismus verteilt ein sehr großes KI-Modell in Schichten über mehrere Rechenchips: Chip 1 rechnet den ersten Teil, gibt das Ergebnis an Chip 2 weiter und so fort. So passen Modelle in den Speicher, die auf einem einzelnen Chip keinen Platz hätten.

  • Pitch Book

    Ein Pitch Book ist eine ausführliche Präsentation, mit der eine Investmentbank einem Unternehmen ihre Dienste anbietet oder ein Geschäft vorschlägt. Es enthält Marktdaten, Bewertungen und Vergleiche und ist eines der wichtigsten Arbeitsergebnisse junger Bankangestellter.

  • Pitch Deck

    Ein Pitch Deck ist eine kurze Foliensammlung, mit der ein junges Unternehmen sich Geldgebern vorstellt. In etwa zehn bis fünfzehn Bildern erklärt es das Problem, die eigene Lösung, den Markt, das Team und den Geldbedarf.

  • Pivot-Tabelle

    Eine Pivot-Tabelle fasst eine lange Liste von Einzeldaten automatisch zu einer übersichtlichen Auswertung zusammen. Sie beantwortet Fragen wie „Wie viel Umsatz macht jede Filiale pro Monat?", ohne dass man selbst rechnen muss.

  • Platform-as-a-Service

    Platform-as-a-Service (PaaS) bedeutet: Ein Anbieter stellt im Internet eine fertige Umgebung bereit, in der man eigene Programme laufen lassen kann. Man mietet also nicht nur Rechner, sondern eine komplette Arbeitsumgebung samt Wartung.

  • PLC

    Ein PLC ist ein robuster Industriecomputer, der Maschinen und Anlagen steuert: Er liest Messwerte von Sensoren, wendet ein gespeichertes Programm an und schaltet daraufhin Motoren, Ventile oder Pumpen. Auf Deutsch heißt das Gerät speicherprogrammierbare Steuerung, kurz SPS.

  • Plugin

    Ein Plugin ist ein kleines Zusatzprogramm, das ein bestehendes Programm um eine Funktion erweitert, ohne dass man das Hauptprogramm selbst verändern muss. In der KI-Welt bezeichnet der Begriff Zusatzmodule, mit denen ein Chatbot etwa im Internet suchen, rechnen oder auf fremde Dienste zugreifen kann.

  • Pod

    Ein Pod ist die kleinste Einheit, die man in Kubernetes starten kann: eine oder mehrere eng zusammengehörende Anwendungen, die sich Netzwerk und Speicher teilen. In der KI-Welt meint „Pod" außerdem einen großen Verbund von Google-Rechenchips, der wie ein einziger Supercomputer arbeitet.

  • Pod Snapshot

    Ein Pod Snapshot ist eine Momentaufnahme eines laufenden Programmpakets in einem Rechenzentrum. Sie hält den kompletten Zustand fest, damit man das Programm später an genau derselben Stelle wieder starten kann.

  • Poincaré-Vermutung

    Die Poincaré-Vermutung ist eine berühmte mathematische Behauptung über die Form dreidimensionaler Räume: Jeder Raum, der in einem bestimmten Sinne keine Löcher und keine Ränder hat, ist im Grunde eine Kugeloberfläche. Sie wurde 1904 aufgestellt und erst 2002/2003 von Grigori Perelman bewiesen.

  • Polarkoordinaten

    Polarkoordinaten beschreiben einen Punkt in der Ebene durch seinen Abstand zu einem festen Mittelpunkt und den Winkel, in dem er von dort aus liegt. Sie sind eine Alternative zur bekannten Angabe über eine Rechts- und eine Hochachse und vereinfachen alles, was mit Kreisen, Drehungen oder Richtungen zu tun hat.

  • Policy

    Eine Policy ist die Handlungsvorschrift eines lernenden Computerprogramms: Sie legt fest, was das Programm in einer bestimmten Situation als Nächstes tut. Sie wird nicht von Hand geschrieben, sondern aus Erfahrung mit Belohnung und Misserfolg gelernt.

  • Policy Advisory Opinion

    Eine Policy Advisory Opinion ist eine schriftliche Empfehlung eines unabhängigen Gremiums an ein Unternehmen, wie eine bestimmte Regel für Inhalte oder Technik gestaltet sein sollte. Bekannt wurde das Format durch das Oversight Board von Meta, das auf Anfrage des Konzerns ganze Regelwerke prüft statt einzelner Einzelfälle.

  • Policy Statement zu Section 5 FTC Act

    Das Policy Statement zu Section 5 FTC Act ist eine Grundsatzerklärung der US-Wettbewerbsbehörde FTC aus dem November 2022. Darin legt die Behörde fest, wie weit sie ihre Befugnis auslegt, unfaire Geschäftsmethoden zu verfolgen – und sie legt sie deutlich weiter aus als in den Jahrzehnten davor.

  • Policy-Engine

    Eine Policy-Engine ist ein Programmbaustein, der bei jeder Anfrage prüft, ob sie nach den festgelegten Regeln eines Unternehmens erlaubt ist. Sie trennt die Regeln vom übrigen Programm, sodass man sie ändern kann, ohne die Software neu zu schreiben.

  • Polysomnographie

    Die Polysomnographie ist eine Untersuchung, bei der ein Mensch eine ganze Nacht lang verkabelt schläft und dabei Gehirnströme, Atmung, Herzschlag und Bewegungen aufgezeichnet werden. Sie gilt als genauestes Verfahren zur Diagnose von Schlafstörungen und liefert außerdem die Trainingsdaten für KI-Systeme, die Schlaf automatisch auswerten.

  • Position-Adjusted Word Count

    Der Position-Adjusted Word Count ist eine Kennzahl, die Wörter eines Textes nicht einfach zählt, sondern danach gewichtet, wo sie stehen. Wörter am Anfang oder an sichtbaren Stellen zählen dabei mehr als Wörter tief unten im Text.

  • Positivliste

    Eine Positivliste ist eine Aufzählung dessen, was ausdrücklich erlaubt ist – alles andere gilt automatisch als verboten. In der Technik steuert sie zum Beispiel, welche Programme starten oder welche Webseiten eine KI lesen darf.

  • Post-Chatbot-Ära

    Post-Chatbot-Ära bezeichnet die Phase, in der Künstliche Intelligenz nicht mehr vor allem als Chatfenster genutzt wird, sondern selbstständig Aufgaben ausführt und unsichtbar in Programme eingebaut ist. Der Begriff beschreibt weniger eine neue Technik als eine Verschiebung in der Art, wie Menschen KI benutzen.

  • Post-Money-Bewertung

    Die Post-Money-Bewertung ist der rechnerische Gesamtwert eines Unternehmens direkt nachdem neues Geld von Investoren eingezahlt wurde. Sie ergibt sich aus dem Wert vor der Finanzierung plus dem frisch investierten Betrag und ist die Zahl, die in Nachrichten über Start-ups meist genannt wird.

  • Post-Prompt

    Ein Post-Prompt ist ein Text, den ein Programm hinter die Eingabe des Nutzers setzt, bevor das KI-System antwortet. Er steuert Form, Tonfall oder Regeln der Antwort und ist für den Nutzer meist unsichtbar.

  • Post-Quanten-Kryptografie

    Post-Quanten-Kryptografie umfasst Verschlüsselungsverfahren, die auch dann sicher bleiben, wenn es eines Tages sehr leistungsfähige Quantencomputer gibt. Sie soll die heute übliche Verschlüsselung im Internet ersetzen, weil deren Mathematik von solchen Rechnern geknackt werden könnte.

  • Post-Training

    Post-Training ist die zweite Lernphase eines KI-Sprachmodells: Nachdem es aus riesigen Textmengen allgemeines Sprachwissen aufgenommen hat, wird es gezielt darauf getrimmt, hilfreich, verständlich und regelkonform zu antworten. Erst dieser Schritt macht aus einem rohen Textvorhersager einen brauchbaren Assistenten.

  • Postproduktion mit KI

    Postproduktion mit KI bezeichnet die Nachbearbeitung von Film, Video und Ton mit Hilfe von Computerprogrammen, die aus vielen Beispielen gelernt haben. Solche Programme schneiden, retuschieren, entrauschen oder synchronisieren automatisch und verkürzen Arbeitsschritte, die früher Tage dauerten.

  • PR-AUC

    PR-AUC ist eine Kennzahl, die misst, wie gut ein Computerprogramm seltene Fälle erkennt – etwa Betrugsversuche unter Millionen normaler Zahlungen. Sie fasst zusammen, wie zuverlässig die Treffer des Programms sind und wie viele der gesuchten Fälle es überhaupt findet.

  • Präferenzoptimierung

    Präferenzoptimierung ist ein Trainingsschritt, bei dem ein Sprachmodell lernt, welche von zwei möglichen Antworten Menschen besser finden. Damit stellt man ein Modell nicht auf mehr Wissen ein, sondern auf hilfreiche, höfliche und sichere Antworten.

  • Präferenztest

    Ein Präferenztest ist ein Vergleich, bei dem Menschen zwei Ergebnisse nebeneinander sehen und sagen, welches sie besser finden. In der KI-Entwicklung ist er die wichtigste Methode, um Antworten zu bewerten, für die es keine eindeutig richtige Lösung gibt.

  • PRAGMA

    Ein PRAGMA ist eine Sonderanweisung in einem Programm oder einer Datenbank, die nicht das eigentliche Ergebnis beschreibt, sondern das Verhalten des ausführenden Systems einstellt. Man findet Pragmas vor allem in Programmiersprachen wie C und C++ sowie in der Datenbank SQLite.

  • Präzision

    Präzision ist eine Kennzahl, die angibt, welcher Anteil der positiven Meldungen eines Systems tatsächlich richtig war. Sie misst also, wie verlässlich ein Treffer ist – und nicht, wie viele Treffer das System insgesamt gefunden hat.

  • Pre-Generation-Aktivierungen

    Pre-Generation-Aktivierungen sind die inneren Zwischenwerte eines KI-Modells, die entstehen, bevor es das erste Wort seiner Antwort ausgibt. Fachleute lesen diese Werte aus, um zu erkennen, was das Modell gleich tun wird — noch bevor es antwortet.

  • Pre-IPO

    Pre-IPO bezeichnet die Zeit, in der ein Unternehmen noch keine an der Börse frei handelbaren Anteile hat, den Gang an die Börse aber bereits vorbereitet. Wer in dieser Phase einsteigt, kauft Anteile abseits der Börse – oft mit hoher Renditechance, aber auch mit hohem Risiko und schlechter Verkäuflichkeit.

  • Pre-IPO-Runde

    Eine Pre-IPO-Runde ist die letzte große Geldaufnahme eines Unternehmens, bevor seine Aktien an der Börse handelbar werden. Sie bringt meist mehrere hundert Millionen bis Milliarden von großen Investoren und legt die Preisvorstellung für den Börsengang fest.

  • Pre-Money-Bewertung

    Die Pre-Money-Bewertung ist der Wert, den Investoren einem Unternehmen zusprechen, bevor sie neues Geld einzahlen. Sie entscheidet darüber, welchen Anteil am Unternehmen die neuen Geldgeber für ihre Investition bekommen.

  • Pre-Seed-Runde

    Die Pre-Seed-Runde ist die allererste Geldsammlung eines jungen Unternehmens, meist bevor es ein fertiges Produkt oder nennenswerte Umsätze gibt. Die Geldgeber bekommen dafür einen Anteil an der Firma und wetten im Grunde auf das Team und die Idee.

  • Pre-Training-Lauf

    Ein Pre-Training-Lauf ist die erste, sehr lange Lernphase eines KI-Sprachmodells, in der es aus riesigen Textmengen allgemeines Sprachwissen aufbaut. Er läuft oft wochenlang auf tausenden Spezialchips und kostet einen großen Teil des Budgets eines KI-Projekts.

  • Prebid

    Prebid ist eine frei verfügbare Software, mit der Webseiten die Werbeplätze auf ihren Seiten gleichzeitig bei vielen Werbeeinkäufern versteigern. Sie entstand, um den Betreibern höhere Preise zu verschaffen, als wenn die Interessenten nur nacheinander gefragt werden.

  • Precision

    Precision ist eine Kennzahl, die misst, wie verlässlich die Treffer eines Systems sind: Von allen Fällen, die es als positiv meldet, gibt sie den Anteil an, der tatsächlich positiv ist. Sie wird vor allem dort betrachtet, wo Fehlalarme teuer oder lästig sind.

  • Prediction Market

    Ein Prediction Market ist ein Marktplatz, auf dem Menschen mit Geld darauf setzen, ob ein bestimmtes Ereignis eintritt. Der Preis, den ein solcher Vertrag erzielt, wird als Schätzung der Wahrscheinlichkeit gelesen.

  • Preferential Attachment

    Preferential Attachment beschreibt, wie in wachsenden Netzwerken neue Mitglieder sich bevorzugt mit denen verbinden, die schon viele Verbindungen haben. Aus dieser einfachen Regel entstehen wenige riesige Knotenpunkte und sehr viele kleine – ein Muster, das man im Web, in sozialen Medien und in Märkten wiederfindet.

  • Preferred Equity

    Preferred Equity ist eine Form der Unternehmensbeteiligung, die bei Auszahlungen Vorrang gegenüber normalen Anteilen hat. Anleger nehmen dafür meist weniger Mitbestimmung in Kauf.

  • Prefill

    Prefill ist der erste Schritt, wenn ein Sprachmodell eine Anfrage bearbeitet: Es liest den gesamten eingegebenen Text auf einmal ein und bereitet daraus eine Art Arbeitsgedächtnis vor. Erst danach beginnt es, die Antwort Wort für Wort zu schreiben.

  • Preisdiskriminierung

    Preisdiskriminierung bedeutet, dass ein Anbieter dasselbe Produkt verschiedenen Kunden zu unterschiedlichen Preisen verkauft. Durch Datenauswertung und Algorithmen lässt sich das heute sehr fein steuern — bis hin zu einem eigenen Preis pro Person.

  • Preparedness Framework

    Das Preparedness Framework ist ein Regelwerk des Unternehmens OpenAI, das festlegt, wie gefährlich neue KI-Systeme werden dürfen, bevor sie veröffentlicht werden. Es teilt mögliche Schäden in Risikostufen ein und verknüpft jede Stufe mit Schutzmaßnahmen.

  • Preprint

    Ein Preprint ist eine wissenschaftliche Arbeit, die ihre Autoren öffentlich ins Netz stellen, bevor eine Fachzeitschrift sie geprüft und angenommen hat. In der KI-Forschung ist das der Normalfall: Fast alle wichtigen Ergebnisse erscheinen zuerst als Preprint, meist auf der Plattform arXiv.

  • Preserve Thinking

    Preserve Thinking bezeichnet die Einstellung, dass ein KI-Chatprogramm seine internen Zwischenüberlegungen aus früheren Antworten aufbewahrt und bei der nächsten Frage wieder mitliest. Dadurch bleibt der Gedankengang über ein längeres Gespräch hinweg erhalten, statt bei jeder Frage neu zu beginnen.

  • Pretraining

    Pretraining ist die erste und teuerste Lernphase eines großen KI-Modells: Es liest gigantische Mengen Text und lernt dabei, das jeweils nächste Wort vorherzusagen. Danach kennt es Sprache und viel Weltwissen, ist aber noch nicht auf eine bestimmte Aufgabe zugeschnitten.

  • Preview-Modell

    Ein Preview-Modell ist eine KI-Version, die ein Anbieter absichtlich früh veröffentlicht, obwohl sie noch nicht fertig ist. Nutzer dürfen sie ausprobieren, müssen aber mit Fehlern, Änderungen und einer plötzlichen Abschaltung rechnen.

  • Priming

    Priming bezeichnet den Effekt, dass ein vorher gesehener Reiz beeinflusst, wie man danach reagiert – ursprünglich ein Begriff aus der Psychologie. In der KI-Welt meint man damit, dass man einem Sprachprogramm zuerst Beispiele oder eine Rolle vorgibt, damit die folgenden Antworten in die gewünschte Richtung gehen.

  • Prior Art

    Prior Art bezeichnet alles, was zu einer Erfindung schon vor dem Anmeldetag öffentlich bekannt war – von älteren Patenten über Fachartikel bis zu Produkten im Laden. Wer ein Patent will, muss beweisen, dass seine Idee darin nicht schon steckt.

  • PRISMA

    PRISMA ist ein international anerkannter Regelsatz dafür, wie Forschende eine Übersichtsarbeit über bereits veröffentlichte Studien sauber berichten. Er besteht aus einer Checkliste mit 27 Punkten und einem Flussdiagramm, das zeigt, wie viele Studien gefunden, geprüft und am Ende verwendet wurden.

  • Privacy Filter

    Ein Privacy Filter ist ein vorgeschalteter Prüfschritt, der persönliche Daten wie Namen, Adressen oder Kontonummern aus Texten entfernt oder unkenntlich macht, bevor diese weiterverarbeitet oder gespeichert werden. In der KI sorgt er dafür, dass sensible Angaben nicht in Trainingsdaten, Protokolle oder Antworten geraten.

  • Private Cloud Compute

    Private Cloud Compute ist Apples System für Rechenaufgaben künstlicher Intelligenz, die zu aufwendig für das eigene Gerät sind und deshalb an Apple-Server ausgelagert werden. Technische Sperren und öffentlich prüfbare Software sollen dabei verhindern, dass jemand – auch Apple selbst – die gesendeten Daten einsehen kann.

  • Private Credit

    Private Credit bezeichnet Kredite an Unternehmen, die nicht von einer Bank kommen, sondern von Fonds und anderen privaten Geldgebern. Der Markt ist seit der Finanzkrise 2008 stark gewachsen und finanziert heute auch Rechenzentren für künstliche Intelligenz.

  • Private Equity

    Private Equity bezeichnet Beteiligungen an Unternehmen, die nicht an der Börse gehandelt werden. Spezialisierte Fonds kaufen solche Firmen ganz oder teilweise, verändern sie über einige Jahre und verkaufen sie später mit Gewinn weiter.

  • Privilege Escalation

    Privilege Escalation bedeutet, dass jemand in einem Computersystem mehr Rechte bekommt, als ihm zustehen — etwa der Sprung von einem normalen Nutzerkonto zum Administrator. Angreifer nutzen dafür Fehler in Programmen oder falsch gesetzte Berechtigungen aus.

  • Proactive Audio

    Proactive Audio bezeichnet Sprachassistenten, die von sich aus zu sprechen beginnen, statt auf ein Kommando zu warten. Das Gerät wertet dafür laufend Signale wie Ort, Uhrzeit oder Kalender aus und entscheidet selbst, wann eine Ansage sinnvoll ist.

  • Proaktivität

    Proaktivität bezeichnet die Fähigkeit eines Computerprogramms, von sich aus tätig zu werden, statt nur auf Eingaben zu reagieren. Bei KI-Assistenten heißt das: Das System erkennt selbst, wann es etwas vorschlagen, nachfragen oder erledigen sollte.

  • Product Operating Model

    Das Product Operating Model ist eine Art, ein Unternehmen zu organisieren: Feste Teams betreuen ein digitales Produkt dauerhaft, statt nacheinander einzelne Projekte abzuarbeiten. Solche Teams bekommen ein Ziel vorgegeben, nicht eine Liste fertiger Aufgaben.

  • Product Requirements Document

    Ein Product Requirements Document, kurz PRD, ist ein Dokument, das festhält, was ein geplantes Produkt können soll und für wen es gedacht ist. Es beschreibt bewusst das Ziel und nicht die technische Umsetzung.

  • Product-Market-Fit

    Product-Market-Fit bedeutet, dass ein Produkt ein Problem löst, für das es genügend zahlende Kunden gibt. Er gilt als wichtigster Meilenstein junger Firmen, weil Wachstum erst danach zuverlässig funktioniert.

  • Program Bench

    Ein Program Bench ist eine feste Sammlung von Programmieraufgaben, mit der man prüft, wie gut ein Computerprogramm oder ein KI-System Code schreiben kann. Alle Teilnehmer bekommen dieselben Aufgaben, deshalb lassen sich die Ergebnisse direkt vergleichen.

  • Programmatische Logik

    Programmatische Logik bezeichnet Regeln, die ein Mensch fest in ein Programm schreibt: Wenn eine Bedingung zutrifft, passiert genau etwas Bestimmtes. Sie ist das Gegenstück zu KI-Systemen, die ihr Verhalten aus Beispielen ableiten.

  • Programmier-Agent

    Ein Programmier-Agent ist ein KI-Programm, das eine Programmieraufgabe selbstständig in mehreren Schritten bearbeitet: Es liest Dateien, schreibt Code, testet ihn und korrigiert Fehler. Anders als ein reiner Vorschlagsassistent arbeitet er über längere Zeit weiter, ohne für jeden Schritt eine neue Anweisung zu brauchen.

  • Programmierschnittstelle

    Eine Programmierschnittstelle ist ein festgelegter Weg, über den ein Computerprogramm die Funktionen eines anderen Programms benutzen kann. Sie legt genau fest, welche Anfragen erlaubt sind und in welcher Form die Antwort kommt.

  • ProMotion

    ProMotion ist Apples Markenname für Bildschirme, die ihr Bild bis zu 120-mal pro Sekunde erneuern und dieses Tempo automatisch an den Inhalt anpassen. Das macht Bewegungen flüssiger und spart gleichzeitig Strom, wenn sich auf dem Bildschirm wenig tut.

  • Prompt

    Ein Prompt ist die Eingabe, mit der man einem KI-System sagt, was es tun soll – meist ein Text, manchmal auch ein Bild. Wie gut die Antwort ausfällt, hängt stark davon ab, wie genau und vollständig der Prompt formuliert ist.

  • Prompt Caching

    Prompt Caching bedeutet, dass ein KI-Textsystem den immer gleichen Anfang einer Anfrage nur einmal verarbeitet und das Zwischenergebnis für spätere Anfragen aufbewahrt. Das senkt Antwortzeit und Kosten deutlich, wenn viele Anfragen mit demselben Text beginnen.

  • Prompt Engineering

    Prompt Engineering ist das gezielte Formulieren von Anweisungen an ein KI-Textsystem, damit dessen Antworten brauchbar werden. Dieselbe Frage in besseren Worten liefert oft deutlich bessere Ergebnisse.

  • Prompt Injection

    Prompt Injection ist ein Angriff auf KI-Sprachprogramme: In einem Text werden Anweisungen versteckt, die das Programm für echte Befehle hält. So bringt ein Angreifer die KI dazu, ihre eigenen Regeln zu brechen oder Daten weiterzugeben.

  • Prompt-Adhärenz

    Prompt-Adhärenz beschreibt, wie genau ein KI-System sich an das hält, was man ihm in der Eingabe aufgetragen hat. Eine Antwort kann inhaltlich gut sein und trotzdem eine schlechte Prompt-Adhärenz haben, wenn sie Vorgaben wie Länge, Format oder Sprache ignoriert.

  • Prompt-Flüsterer

    Als Prompt-Flüsterer bezeichnet man jemanden, der besonders geschickt darin ist, Textprogrammen wie ChatGPT genau die richtigen Anweisungen zu geben. Der Ausdruck ist halb Berufsbezeichnung, halb Spott – denn wie viel Können wirklich dahintersteckt, ist umstritten.

  • Prompt-Injection-Exfiltration

    Prompt-Injection-Exfiltration bezeichnet einen Angriff, bei dem versteckte Anweisungen in einem Text oder auf einer Webseite ein KI-Programm dazu bringen, vertrauliche Informationen nach außen zu geben. Der Angreifer schreibt seine Befehle nicht selbst in das Chatfenster, sondern in Material, das das Programm später liest.

  • Prompt-Pipeline

    Eine Prompt-Pipeline ist eine feste Abfolge mehrerer Anweisungen an ein KI-Sprachprogramm, bei der das Ergebnis eines Schritts zur Eingabe des nächsten wird. Statt einer einzigen großen Frage zerlegt man die Aufgabe so in überschaubare Teilschritte.

  • Prompten

    Prompten bezeichnet das Formulieren der Eingabe, mit der man einem KI-System sagt, was es tun soll. Wie gut die Antwort ausfällt, hängt stark davon ab, wie genau und wie vollständig diese Eingabe ist.

  • Proof of Concept

    Ein Proof of Concept ist ein kleiner Testlauf, der zeigen soll, ob eine Idee überhaupt funktioniert. Er wird bewusst schnell und unvollständig gebaut, bevor viel Geld in die fertige Lösung fließt.

  • Proof of Personhood

    Proof of Personhood ist ein Verfahren, mit dem sich im Internet nachweisen lässt, dass hinter einem Konto ein echter Mensch steht — und dass diese Person nur ein einziges Konto besitzt. Der Nachweis soll dabei möglichst wenig über die Identität dieser Person verraten.

  • Proof-of-Concept-Exploit

    Ein Proof-of-Concept-Exploit ist ein kleines Testprogramm, das beweist, dass eine bestimmte Sicherheitslücke in Software wirklich ausnutzbar ist. Er richtet meist keinen Schaden an, zeigt aber Herstellern und Angreifern gleichermaßen, dass die Lücke echt ist.

  • Proprietär

    Proprietär heißt: Ein Produkt gehört einer Firma, die allein bestimmt, wer es nutzen, ansehen oder verändern darf. Bei KI-Modellen bedeutet das meist, dass der Anbieter den inneren Aufbau geheim hält und den Zugang nur über seine eigenen Server erlaubt.

  • Proprietäre Software

    Proprietäre Software gehört einer Firma, die den Bauplan des Programms geheim hält und genau vorschreibt, was Nutzer damit tun dürfen. Das Gegenmodell ist offene Software, deren Bauplan jeder einsehen und verändern kann.

  • Proprietäres Modell

    Ein proprietäres Modell ist ein KI-System, dessen Innenleben die entwickelnde Firma geheim hält und nur über einen bezahlten Zugang nutzbar macht. Nutzer bekommen Antworten, aber nicht die Bauteile des Modells selbst.

  • Prosodie

    Prosodie ist alles an gesprochener Sprache, was über die reinen Wörter hinausgeht: Tonhöhe, Lautstärke, Tempo und Pausen. In der Sprachtechnologie entscheidet sie darüber, ob eine Computerstimme natürlich oder blechern klingt.

  • Protease

    Eine Protease ist ein Eiweißmolekül, das andere Eiweiße gezielt zerschneidet. Solche Enzyme steuern die Verdauung, die Blutgerinnung und die Vermehrung von Viren – und sind deshalb ein wichtiger Ansatzpunkt für Medikamente.

  • Proteinbinder

    Ein Proteinbinder ist ein kleines, meist am Computer entworfenes Eiweißmolekül, das sich passgenau an ein bestimmtes Zielmolekül heftet. Solche Binder sind ein zentrales Produkt der KI-gestützten Proteinforschung und werden als Medikamente, Diagnosetests und Laborwerkzeuge erprobt.

  • Proteinstrukturvorhersage

    Proteinstrukturvorhersage bedeutet, aus der bekannten Bauanleitung eines Eiweißmoleküls dessen räumliche Form zu berechnen. Seit 2020 lösen KI-Programme wie AlphaFold diese Aufgabe so genau, dass sie Laborexperimente in vielen Fällen ersetzen.

  • Proteomische Altersuhr

    Eine proteomische Altersuhr schätzt aus den Eiweißstoffen im Blut, wie alt ein Körper biologisch wirkt. Ein Computerprogramm lernt dafür an tausenden Blutproben, welche Eiweißmuster zu welchem Lebensalter passen.

  • Protokollierung

    Protokollierung bedeutet, dass ein Computerprogramm laufend aufschreibt, was es gerade tut. Diese Aufzeichnungen helfen später bei der Fehlersuche, bei Sicherheitsfragen und beim Nachweis, wie eine Entscheidung zustande kam.

  • Provenance

    Provenance ist der dokumentierte Herkunftsnachweis einer Datei oder eines Datensatzes: Wer hat sie erstellt, wann, womit, und was wurde später daran verändert? In der KI-Debatte geht es dabei vor allem um die Frage, ob ein Bild, ein Video oder ein Text von einem Menschen oder von einer Maschine stammt.

  • Provenance (C2PA)

    Provenance bezeichnet die dokumentierte Herkunftsgeschichte einer Datei: wer sie erzeugt hat, womit und was danach damit passiert ist. C2PA ist der verbreitetste technische Standard dafür und hängt diese Informationen fälschungssicher an Bilder, Videos und Audiodateien an.

  • Provenienz (Content Credentials)

    Provenienz bedeutet Herkunft: Bei einem Bild oder Video wird festgehalten, wer es erstellt hat und was danach damit passiert ist. Content Credentials sind ein technischer Standard, der diese Herkunftsangaben fälschungssicher an die Datei hängt.

  • Proxy

    Ein Proxy ist ein Computer, der zwischen deinem Gerät und einer Webseite steht und die Anfragen für dich weiterleitet. Die Webseite sieht dann den Proxy statt dich – das schützt die Privatsphäre, beschleunigt Zugriffe und wird auch beim Training von KI-Systemen genutzt.

  • Pruning

    Pruning bezeichnet das gezielte Entfernen unwichtiger Bestandteile aus einem fertig trainierten KI-Modell. Das Modell wird dadurch kleiner und schneller, soll aber möglichst gleich gute Antworten liefern.

  • Pseudorandom Number Generator

    Ein Pseudorandom Number Generator ist ein Rechenverfahren, das Zahlenfolgen erzeugt, die zufällig aussehen, aber in Wahrheit exakt berechnet sind. Aus einem Startwert entsteht immer wieder dieselbe Folge — das macht Programme reproduzierbar, ist aber für Sicherheitszwecke nur mit besonderen Verfahren geeignet.

  • PTX

    PTX ist eine maschinennahe Zwischensprache von Nvidia, in die Programme für Grafikkarten übersetzt werden, bevor sie auf dem Chip laufen. Wer PTX direkt schreibt, umgeht die üblichen Programmierwerkzeuge und kann die Hardware bis an ihre Grenzen ausreizen.

  • Public Benefit Corporation

    Eine Public Benefit Corporation ist eine US-amerikanische Rechtsform für Unternehmen, die laut eigener Satzung nicht nur Gewinn machen, sondern auch einen festgelegten Nutzen für die Allgemeinheit anstreben müssen. Bekannt wurde die Form durch KI-Firmen wie Anthropic und xAI sowie durch die Umbaupläne von OpenAI.

  • Pull Request

    Ein Pull Request ist der Vorschlag, eine Änderung an einem Software-Projekt in die offizielle Version zu übernehmen. Andere Beteiligte lesen den Vorschlag, kommentieren ihn und entscheiden, ob er übernommen wird.

  • Punktspreizfunktion

    Die Punktspreizfunktion beschreibt, wie ein optisches System einen einzelnen Lichtpunkt auf dem Bild verschmiert. Sie ist damit eine Art Fingerabdruck der Unschärfe einer Kamera, eines Mikroskops oder eines Teleskops.

  • PyPI

    PyPI ist das zentrale Online-Lager für fertige Programmbausteine der Programmiersprache Python. Entwicklerinnen und Entwickler laden dort eigenen Code hoch, den alle anderen mit einem einzigen Befehl in ihre Projekte holen können.

  • Python Package Index

    Der Python Package Index, kurz PyPI, ist das zentrale Online-Lager für fertige Zusatzbausteine der Programmiersprache Python. Wer ein Programm schreibt, lädt sich dort mit einem einzigen Befehl fremden Code herunter, statt alles selbst zu bauen.

  • Python-Cache

    Der Python-Cache ist ein Zwischenspeicher, in dem die Programmiersprache Python bereits Ausgerechnetes ablegt, um es beim nächsten Mal nicht erneut erledigen zu müssen. Gemeint sind damit meist die automatisch angelegten Dateien im Ordner __pycache__, teils auch selbst gebaute Zwischenspeicher innerhalb eines Programms.

  • PyTorch

    PyTorch ist eine kostenlose Programmbibliothek, mit der Entwickler KI-Modelle bauen, trainieren und testen. Sie stammt ursprünglich von Facebook und ist heute das meistgenutzte Werkzeug in der KI-Forschung.

Q

  • Q-Day

    Q-Day bezeichnet den Tag, an dem ein Quantencomputer erstmals die heute üblichen Verschlüsselungsverfahren knacken kann. Wann dieser Tag kommt, weiß niemand — Banken, Behörden und Softwarefirmen bereiten sich trotzdem schon jetzt darauf vor.

  • Q4_K_M

    Q4_K_M ist eine bestimmte Art, ein KI-Sprachmodell verkleinert abzuspeichern: Die Zahlen im Modell werden auf rund vier Bit zusammengestaucht, wichtige Teile aber etwas genauer behalten. Das Kürzel taucht überall dort auf, wo Nutzer große Sprachmodelle auf dem eigenen Rechner laufen lassen.

  • QEMU

    QEMU ist ein kostenloses Programm, das einen kompletten Computer als Software nachbaut. Darin lässt sich ein zweites Betriebssystem starten – auch eines, das für eine völlig andere Art von Prozessor geschrieben wurde.

  • Qi2

    Qi2 ist der weltweit gültige Standard für kabelloses Laden von Smartphones, bei dem Magnete im Gerät und im Ladepad dafür sorgen, dass beide exakt aufeinander sitzen. Er wurde 2023 vom Industrieverband Wireless Power Consortium eingeführt und übernimmt die Magnettechnik aus Apples MagSafe für alle Hersteller.

  • QR-Code

    Ein QR-Code ist ein schwarz-weißes Quadratmuster, in dem Text oder eine Internetadresse gespeichert ist. Eine Handykamera liest das Muster in Sekundenbruchteilen und wandelt es zurück in die gespeicherte Information.

  • Quad-Die-Architektur

    Bei einer Quad-Die-Architektur sitzen vier einzelne Siliziumplättchen in einem gemeinsamen Chipgehäuse und arbeiten wie ein einziger großer Chip zusammen. Das Verfahren erlaubt mehr Rechenleistung, als ein einzelnes Plättchen fertigungstechnisch bieten könnte.

  • Quad-Die-Aufbau

    Ein Quad-Die-Aufbau ist ein Computerchip, der aus vier einzeln gefertigten Siliziumplättchen besteht, die in einem gemeinsamen Gehäuse sitzen und wie ein einziger Chip arbeiten. Der Ansatz erhöht die Rechenleistung, ohne dass ein einzelnes Plättchen unbezahlbar groß werden muss.

  • Quadruped

    Ein Quadruped ist ein Roboter, der sich auf vier Beinen fortbewegt, ähnlich wie ein Hund oder eine Ziege. Weil er Stufen, Schutt und Schlamm überwinden kann, wird er vor allem für Inspektionen in Fabriken, Baustellen und Kraftwerken eingesetzt.

  • Quadruple-Patterning

    Quadruple-Patterning ist ein Trick aus der Chipherstellung: Statt eine sehr feine Struktur direkt zu belichten, erzeugt man sie in vier Schritten aus gröberen Strukturen. So lassen sich Leiterbahnen fertigen, die feiner sind, als die Belichtungsmaschine eigentlich zeichnen kann.

  • Quake-Engine

    Die Quake-Engine ist das Programmgerüst hinter dem Spiel Quake von 1996. Sie war die erste weit verbreitete Software, die eine Spielwelt vollständig aus echten dreidimensionalen Formen berechnete, und prägte damit die Technik moderner Computerspiele.

  • Quality Assurance (QA)

    QA steht für Quality Assurance, also Qualitätssicherung: alle systematischen Prüfungen, die sicherstellen sollen, dass ein Produkt so funktioniert wie versprochen. In der Software- und KI-Branche bezeichnet QA vor allem das Testen von Programmen und Modellen, bevor Kunden sie benutzen.

  • Quality Gate

    Ein Quality Gate ist eine festgelegte Prüfstelle in einem Entwicklungsprozess: Erst wenn vorher vereinbarte Bedingungen erfüllt sind, darf ein Projekt oder eine Software in den nächsten Schritt. Erfüllt etwas die Bedingungen nicht, wird es gestoppt und nachgebessert.

  • Quantisierung

    Quantisierung bedeutet, die vielen Zahlen im Inneren eines KI-Modells gröber zu speichern, zum Beispiel mit 8 statt 16 Stellen im Computerspeicher. Das Modell braucht dadurch weniger Platz und rechnet schneller, wird aber ein wenig ungenauer.

  • Quantitative-Hedgefonds

    Ein Quantitative-Hedgefonds ist eine Investmentfirma, die ihre Kauf- und Verkaufsentscheidungen an Computerprogramme und statistische Modelle abgibt statt an das Bauchgefühl einzelner Händler. Solche Fonds gehören zu den größten Abnehmern von Rechenleistung, Daten und KI-Fachkräften außerhalb der Techbranche.

  • Quantum Computing

    Quantum Computing ist eine Rechentechnik, die statt der üblichen Nullen und Einsen Zustände nutzt, die beides gleichzeitig sein können. Dadurch lassen sich bestimmte Aufgaben theoretisch enorm viel schneller lösen als mit heutigen Computern — bisher aber nur wenige, und nur unter extremen Bedingungen.

  • Quantum Galileo Interferometer

    Ein Quantum Galileo Interferometer ist ein Messgerät, das einzelne Atome in freien Fall schickt und aus ihrem Wellenverhalten die Schwerkraft extrem genau bestimmt. Der Name verbindet Galileis Fallversuche mit der Quantenphysik, auf der die Messung beruht.

  • Quarantäne

    Quarantäne ist ein abgeschotteter Bereich auf einem Computer, in den ein Schutzprogramm verdächtige Dateien verschiebt. Dort können sie keinen Schaden anrichten, sind aber noch nicht gelöscht – man kann sie später prüfen und zurückholen.

  • Qubit

    Ein Qubit ist die kleinste Informationseinheit eines Quantencomputers. Anders als ein normales Bit, das nur 0 oder 1 sein kann, kann ein Qubit beide Werte gleichzeitig anteilig annehmen — und macht Quantenrechner dadurch für bestimmte Aufgaben extrem schnell.

  • Quelloffen

    Quelloffen heißt: der Bauplan eines Programms ist öffentlich einsehbar, und jeder darf ihn lesen, verändern und weitergeben. Bei KI wird der Begriff heute auch für Modelle benutzt, deren Innereien zum Download bereitstehen.

  • Query Understanding

    Query Understanding bezeichnet alle Schritte, mit denen eine Suchmaschine herausfindet, was ein Nutzer mit seiner Eingabe eigentlich meint. Aus wenigen getippten Wörtern wird dabei eine strukturierte Vermutung über die Absicht dahinter.

  • Query-Rewrite

    Query-Rewrite bedeutet, dass ein System eine eingegebene Suchanfrage automatisch umformuliert, bevor es damit sucht. Ziel ist es, aus einer knappen oder unklaren Frage eine Formulierung zu machen, die zu besseren Treffern führt.

  • Query-String

    Der Query-String ist der Teil einer Internetadresse hinter dem Fragezeichen. Dort stehen zusätzliche Angaben für die Webseite, zum Beispiel ein Suchbegriff, eine Seitenzahl oder eine Sortierung.

  • Queue

    Eine Queue ist eine Warteschlange in einem Computersystem: Aufgaben stellen sich hintereinander an und werden der Reihe nach abgearbeitet. Das Prinzip sorgt dafür, dass ein System auch bei plötzlichem Ansturm nicht zusammenbricht, sondern die Arbeit nur langsamer erledigt.

  • Quota

    Eine Quota ist eine feste Obergrenze dafür, wie viel ein einzelner Nutzer von einem geteilten Dienst verbrauchen darf – etwa wie viele Anfragen pro Minute an einen KI-Dienst gehen dürfen. Sie schützt den Anbieter vor Überlastung und macht Kosten planbar.

  • QwenChineseBench

    QwenChineseBench ist ein Test, mit dem geprüft wird, wie gut ein KI-Sprachprogramm chinesische Aufgaben löst. Er gehört zur Qwen-Familie des chinesischen Konzerns Alibaba und liefert Punktzahlen, die man zwischen verschiedenen Programmen vergleichen kann.

R

  • Rack

    Ein Rack ist ein genormter Metallschrank, in dem Computer für Rechenzentren übereinander eingebaut werden. Es liefert Strom, Netzwerkanschluss und Kühlung für alle eingebauten Geräte und ist die übliche Maßeinheit, in der über KI-Hardware gesprochen wird.

  • Rack-System

    Ein Rack-System ist ein genormter Metallschrank, in dem Computer, Speicher und Netzwerktechnik übereinander eingebaut werden. In modernen KI-Rechenzentren gilt ein ganzes Rack inzwischen als eine einzige große Recheneinheit und nicht mehr als bloßes Regal.

  • Rage Click

    Ein Rage Click ist eine schnelle Folge von Klicks auf dieselbe Stelle einer Website oder App, weil dort nichts passiert. Analysewerkzeuge erkennen dieses Muster automatisch und nutzen es als Hinweis auf kaputte oder verwirrende Stellen einer Seite.

  • Ralph Wiggum Technique

    Die Ralph Wiggum Technique ist ein Arbeitsweise beim Programmieren mit KI: Man startet ein KI-Programm immer wieder mit derselben Aufgabe neu, statt lange mit ihm zu diskutieren. Der Name spielt auf die einfältige Simpsons-Figur an — die Methode ist absichtlich stur und simpel, funktioniert in der Praxis aber erstaunlich oft.

  • RAM

    RAM ist der Arbeitsspeicher eines Computers: ein sehr schneller Zwischenspeicher, in dem alle Daten liegen, mit denen der Rechner gerade arbeitet. Er verliert seinen Inhalt beim Ausschalten und ist deshalb kein Ersatz für Festplatte oder SSD.

  • Random Forest

    Ein Random Forest ist ein Vorhersageverfahren, das viele einfache Entscheidungsbäume kombiniert und deren Ergebnisse zusammenzählt. Weil jeder Baum etwas anders aufgebaut ist, gleichen sich ihre Fehler gegenseitig aus, und die Gesamtvorhersage wird zuverlässiger.

  • Ranking

    Ein Ranking ist die automatische Sortierung vieler Treffer nach ihrer erwarteten Nützlichkeit. Suchmaschinen, Onlineshops und soziale Netzwerke entscheiden damit, was ganz oben steht und was praktisch niemand sieht.

  • Ransomware

    Ransomware ist ein Schadprogramm, das die Dateien eines Computers unlesbar macht und für die Freigabe Geld verlangt. Solche Angriffe legen regelmäßig Krankenhäuser, Behörden und Konzerne für Tage oder Wochen still.

  • RAS-Mutation

    Eine RAS-Mutation ist ein Fehler in einem bestimmten Abschnitt des menschlichen Erbguts, der das Wachstum von Zellen steuert. Durch diesen Fehler bleibt ein Wachstumssignal dauerhaft eingeschaltet, was in etwa jedem vierten Krebsfall eine Rolle spielt.

  • Rasch-Modell

    Das Rasch-Modell ist ein statistisches Verfahren aus der Testtheorie. Es schätzt aus richtigen und falschen Antworten gleichzeitig, wie schwer jede Aufgabe ist und wie fähig jede Person ist – auf einer gemeinsamen Skala.

  • Rasterbild

    Ein Rasterbild ist ein Bild, das aus einem festen Gitter winziger farbiger Punkte besteht. Fotos von Handykameras, Screenshots und die meisten Bilder im Internet sind Rasterbilder – deshalb werden sie unscharf, wenn man sie stark vergrößert.

  • Rate Cap

    Ein Rate Cap ist eine Obergrenze dafür, wie oft ein Nutzer oder Programm einen Onlinedienst in einer bestimmten Zeit verwenden darf. Bei KI-Diensten begrenzt er typischerweise die Zahl der Anfragen oder der verarbeiteten Textbausteine pro Minute, Stunde oder Monat.

  • Rate Limit

    Ein Rate Limit ist eine Obergrenze dafür, wie oft ein Nutzer oder Programm einen Onlinedienst in einem bestimmten Zeitraum anfragen darf. Wird die Grenze überschritten, lehnt der Dienst weitere Anfragen vorübergehend ab.

  • Ratenlimit

    Ein Ratenlimit legt fest, wie viele Anfragen ein Nutzer oder ein Programm in einem bestimmten Zeitraum an einen Dienst schicken darf. Es schützt Server vor Überlastung und begrenzt bei KI-Diensten gleichzeitig die Kosten.

  • Räumliche Primitive

    Räumliche Primitive sind einfache Grundformen wie Punkt, Linie, Dreieck, Würfel oder Kugel, aus denen Computer komplizierte dreidimensionale Objekte zusammensetzen. Sie sind die kleinsten Bausteine, mit denen Grafikprogramme, Spiele-Engines und KI-Modelle Raum beschreiben.

  • Rauschunterdrückung

    Rauschunterdrückung bezeichnet Verfahren, die störende Anteile aus einem Signal entfernen – etwa Straßenlärm aus einer Tonaufnahme oder Bildkörnung aus einem Handyfoto. Moderne Systeme nutzen dafür trainierte KI-Modelle, die gelernt haben, Störung und Nutzsignal auseinanderzuhalten.

  • Raw-File-Download

    Ein Raw-File-Download liefert eine Datei genau so aus, wie sie auf dem Server liegt – ohne Webseite drumherum und ohne Umformatierung. Programme, Installationsskripte und KI-Werkzeuge nutzen diesen Weg, weil sie den reinen Inhalt brauchen und keine Darstellung im Browser.

  • RBAC

    RBAC ist ein Verfahren, mit dem Organisationen festlegen, wer in einem Computersystem was tun darf. Rechte hängen dabei nicht an einzelnen Personen, sondern an Rollen wie „Buchhaltung" oder „Praktikant", denen Personen zugeordnet werden.

  • RCS

    RCS ist der moderne Nachfolger der klassischen SMS. Der Standard bringt Funktionen wie Bilder in guter Qualität, Gruppenchats und Lesebestätigungen direkt in die vorinstallierte Nachrichten-App des Handys.

  • React

    React ist eine von Facebook entwickelte Programmbibliothek, mit der Entwickler die sichtbare Oberfläche von Webseiten und Apps bauen. Sie zerlegt eine Oberfläche in wiederverwendbare Bausteine und aktualisiert nur die Stellen neu, an denen sich wirklich etwas geändert hat.

  • Read-Permissions

    Read-Permissions sind Leserechte: die Erlaubnis, den Inhalt einer Datei, eines Ordners oder eines Datenbankeintrags anzusehen, ohne ihn ändern zu dürfen. Sie sind der wichtigste Baustein, um festzulegen, wer in einem System welche Daten überhaupt zu Gesicht bekommt.

  • Reaktionszeit

    Die Reaktionszeit beschreibt, wie lange ein Computersystem braucht, bis es auf eine Eingabe antwortet. Bei KI-Diensten entscheidet sie darüber, ob sich ein Chatbot flüssig anfühlt oder zäh.

  • Real-SWE

    Real-SWE bezeichnet Testverfahren, bei denen ein KI-System echte, dokumentierte Programmierprobleme aus laufenden Softwareprojekten lösen muss, statt künstlich erdachte Aufgaben. Gemessen wird nicht die Eleganz des Codes, sondern ob die automatischen Tests des Projekts danach durchlaufen.

  • Real-to-Sim

    Real-to-Sim bezeichnet das Nachbauen einer echten Umgebung als Computermodell, in dem Roboter oder Fahrzeuge gefahrlos üben können. Aus Fotos, Videos und Messdaten entsteht dabei eine virtuelle Kopie, die sich möglichst genau so verhält wie das Original.

  • Reasoning

    Reasoning bezeichnet die Fähigkeit eines KI-Systems, eine Aufgabe in mehreren Zwischenschritten zu durchdenken, statt sofort eine Antwort auszugeben. Moderne Sprachmodelle nutzen dafür zusätzliche Rechenzeit vor der Antwort — das macht sie bei Mathematik, Programmieren und Logikaufgaben deutlich zuverlässiger, aber auch langsamer und teurer.

  • Reasoning Block

    Ein Reasoning Block ist der abgetrennte Teil einer KI-Antwort, in dem das Programm seinen Lösungsweg ausformuliert, bevor es das eigentliche Ergebnis nennt. Er dient dem Rechnen und Prüfen und wird Nutzern oft gar nicht oder nur zusammengefasst angezeigt.

  • Reasoning Effort

    Reasoning Effort ist eine Einstellung bei modernen KI-Systemen, die festlegt, wie lange und wie ausführlich das Programm vor seiner Antwort nachdenkt. Mehr Aufwand bedeutet meist bessere Ergebnisse bei schweren Aufgaben, kostet aber mehr Zeit und Geld.

  • Reasoning Traces

    Reasoning Traces sind die Zwischenschritte, die ein KI-System vor seiner eigentlichen Antwort erzeugt – eine Art schriftlicher Denkweg. Sie machen Antworten bei schwierigen Aufgaben zuverlässiger, kosten aber zusätzliche Rechenzeit und verraten nicht immer, was im Modell wirklich passiert.

  • Reasoning-Config

    Eine Reasoning-Config ist die Einstellung, mit der man festlegt, wie ausführlich ein KI-Modell vor seiner Antwort nachdenken darf. Sie steuert damit direkt, wie gut, wie schnell und wie teuer die Antwort ausfällt.

  • Reasoning-Engine

    Eine Reasoning-Engine ist ein Computersystem, das aus bekannten Angaben und Regeln neue Schlüsse zieht, statt nur Antworten nachzuschlagen. Heute meint der Begriff meist KI-Modelle, die sich vor der Antwort Zwischenschritte überlegen und dafür zusätzliche Rechenzeit verbrauchen.

  • Reasoning-Modell

    Ein Reasoning-Modell ist ein KI-System, das vor seiner Antwort erst eine längere Zwischenrechnung anstellt, statt sofort zu antworten. Dieses Nachdenken kostet Rechenzeit, verbessert aber Ergebnisse bei Mathematik, Logik und Programmieraufgaben deutlich.

  • Reasoning-Token

    Reasoning-Token sind die Textbausteine, die ein KI-Programm für seine internen Zwischenschritte verbraucht, bevor es die eigentliche Antwort ausgibt. Sie kosten Rechenzeit und Geld, tauchen aber meist gar nicht auf dem Bildschirm auf.

  • Recall

    Recall misst, welcher Anteil aller tatsächlich vorhandenen Fälle von einem System gefunden wurde. Ein Spamfilter mit einem Recall von 90 Prozent erwischt neun von zehn Spam-Mails, die zehnte landet im Posteingang.

  • Recency-Gewichtung

    Recency-Gewichtung bedeutet, neuere Daten stärker zu berücksichtigen als ältere. Das Verfahren hilft Systemen, sich schnell an Veränderungen anzupassen, macht sie aber auch anfälliger für kurzfristige Ausreißer.

  • Rechenkapazität

    Rechenkapazität beschreibt, wie viele Rechenschritte Computer in einer bestimmten Zeit erledigen können. In der KI-Branche ist sie die knappste und teuerste Ressource: Wer wenig davon hat, kann große Modelle weder trainieren noch betreiben.

  • Rechenleistung

    Rechenleistung beschreibt, wie viele Rechenschritte ein Computer pro Sekunde schafft. In der KI-Branche ist sie die knappste und teuerste Ressource: Ohne genügend Rechenleistung lässt sich kein großes Modell trainieren oder betreiben.

  • Rechenleistungsvereinbarung

    Eine Rechenleistungsvereinbarung ist ein Vertrag, mit dem sich ein Unternehmen für längere Zeit Zugriff auf fremde Computer sichert, um damit KI-Programme zu berechnen. Solche Verträge haben oft ein Volumen von mehreren Milliarden Dollar und laufen über Jahre.

  • Rechenzentrum

    Ein Rechenzentrum ist ein Gebäude voller Computer, die rund um die Uhr für andere rechnen und Daten speichern. Ohne diese Anlagen gäbe es weder Streaming noch Online-Banking noch KI-Dienste wie ChatGPT.

  • Rechenzentrumskapazität

    Rechenzentrumskapazität beschreibt, wie viel Computertechnik in großen Serverhallen betrieben werden kann. Gemessen wird sie meist nicht in Anzahl der Rechner, sondern in Megawatt elektrischer Leistung.

  • Recommender-System

    Ein Recommender-System ist ein Programm, das aus dem bisherigen Verhalten von Nutzern vorhersagt, was ihnen als Nächstes gefallen könnte. Es steckt hinter Startseiten von Streamingdiensten, Onlineshops und sozialen Netzwerken und entscheidet dort, welche Inhalte oben stehen.

  • Recurrent Depth

    Recurrent Depth ist ein Bauprinzip für KI-Modelle, bei dem dieselbe Rechenschicht mehrfach hintereinander durchlaufen wird, statt viele verschiedene Schichten zu stapeln. So kann ein Modell bei schweren Aufgaben länger nachdenken, ohne größer zu werden.

  • Recurrent Looped Transformer

    Ein Recurrent Looped Transformer ist ein KI-Modell, das dieselben Rechenbausteine mehrfach hintereinander durchläuft, statt für jeden Schritt neue zu verwenden. Dadurch kann es schwierige Aufgaben länger „durchdenken“, ohne dass das Modell größer wird.

  • Recursive Self-Improvement

    Recursive Self-Improvement beschreibt die Idee, dass ein Computerprogramm seine eigene Arbeitsweise verbessert und dadurch beim nächsten Mal noch besser verbessern kann. Aus jeder Verbesserung entsteht so die Grundlage für die nächste – in der Theorie immer schneller.

  • Red Teaming

    Red Teaming bedeutet, ein System absichtlich anzugreifen, um seine Schwachstellen zu finden, bevor echte Angreifer es tun. Bei KI-Programmen versucht ein Team, dem Modell verbotene oder gefährliche Antworten zu entlocken.

  • Refactoring

    Refactoring bedeutet, den Programmtext einer Software aufzuräumen, ohne dass sich ihr Verhalten nach außen ändert. Das Programm tut danach genau dasselbe wie vorher, ist aber verständlicher und leichter zu erweitern.

  • Refaktorierung

    Refaktorierung bedeutet, den Aufbau eines Computerprogramms aufzuräumen, ohne dass es sich für den Nutzer anders verhält. Das Ziel ist verständlicher, leichter änderbarer Programmtext – nicht eine neue Funktion.

  • Reflection-in-Action

    Reflection-in-Action bezeichnet das Nachdenken mitten im Tun: Man merkt während einer Aufgabe, dass etwas nicht aufgeht, und ändert sein Vorgehen sofort. In der KI beschreibt der Begriff Systeme, die ihre eigenen Zwischenschritte prüfen und korrigieren, statt einen Plan blind abzuarbeiten.

  • Refusal-Erkennung

    Refusal-Erkennung bezeichnet Verfahren, die automatisch feststellen, ob ein KI-Chatbot eine Frage beantwortet oder die Antwort verweigert hat. Sie ist die Messgrundlage dafür, wie oft ein System zu Recht oder zu Unrecht blockt.

  • Regex

    Ein Regex ist ein kurzer Suchbefehl, mit dem man in einem Text nicht nach einem festen Wort sucht, sondern nach einem Muster – etwa nach allen Datumsangaben oder allen E-Mail-Adressen. Fast jede Programmiersprache und viele Editoren verstehen diese Schreibweise.

  • Regional Endpoints

    Regional Endpoints sind feste Zugangsadressen zu einem Online-Dienst, die jeweils an eine bestimmte Weltregion gebunden sind. Wer sie nutzt, legt damit fest, in welchem Teil der Welt seine Daten verarbeitet und gespeichert werden.

  • Regression (Machine Learning)

    Regression ist eine Aufgabenart im maschinellen Lernen, bei der ein Programm aus Beispieldaten eine Zahl vorhersagt – etwa einen Preis, eine Temperatur oder eine Laufzeit. Im Unterschied zur Einteilung in feste Kategorien ist das Ergebnis ein Wert auf einer stufenlosen Skala.

  • Regression zur Mitte

    Regression zur Mitte beschreibt, dass auf besonders extreme Messwerte meistens wieder gewöhnlichere folgen. Der Grund ist kein geheimnisvoller Ausgleich, sondern der Zufallsanteil, der in fast jeder Messung steckt.

  • Regressionstest

    Ein Regressionstest prüft nach einer Änderung an einem Programm, ob alles, was vorher funktioniert hat, immer noch funktioniert. Er soll verhindern, dass eine neue Funktion oder eine Fehlerbehebung heimlich etwas anderes kaputt macht.

  • Regulatorische Sandbox

    Eine regulatorische Sandbox ist ein zeitlich begrenzter Testraum, in dem Unternehmen neue Produkte unter Aufsicht einer Behörde erproben dürfen — mit vorübergehend gelockerten Regeln. Bekannt ist das Modell aus dem Finanzsektor, inzwischen wird es auch für Künstliche Intelligenz genutzt.

  • Regulatory Capture

    Regulatory Capture beschreibt den Fall, dass eine staatliche Aufsichtsbehörde am Ende die Interessen der von ihr überwachten Unternehmen bedient statt die der Allgemeinheit. In der KI-Debatte ist der Begriff zentral, weil große Anbieter selbst strenge Regeln fordern – und Kritiker darin einen Versuch sehen, Konkurrenz auszuschließen.

  • Regurgitation

    Regurgitation bezeichnet den Fall, dass ein KI-Programm ganze Textstellen oder Bilder aus seinem Lernmaterial fast wortwörtlich wieder ausgibt, statt etwas Neues zu formulieren. Das ist technisch ein Nebeneffekt des Lernens und rechtlich einer der heikelsten Punkte in Urheberrechtsprozessen gegen KI-Firmen.

  • Reifegradmodell

    Ein Reifegradmodell ist ein Bewertungsraster, das den Entwicklungsstand einer Organisation in mehreren Stufen beschreibt – von unsystematischem Vorgehen bis zu einem geregelten, laufend verbesserten Prozess. In der KI-Welt dient es Unternehmen und Behörden dazu, den eigenen Fortschritt einzuordnen und die nächsten Schritte zu planen.

  • Reinforcement Fine-Tuning

    Reinforcement Fine-Tuning ist eine Methode, um ein fertiges KI-Modell nachträglich zu verbessern: Es probiert Antworten aus und bekommt für jede eine Bewertung, an der es sich ausrichtet. Statt vorgegebene Musterlösungen nachzuahmen, lernt das Modell also aus Belohnung und Bestrafung.

  • Reinforcement Learning

    Reinforcement Learning ist eine Lernmethode für Computerprogramme, bei der das Programm durch Ausprobieren lernt und für gute Ergebnisse belohnt wird. Es steckt hinter Spiel-Programmen wie AlphaGo und hinter dem Feinschliff moderner Chatbots.

  • Reinforcement Learning for Calibrated Decisions

    Reinforcement Learning for Calibrated Decisions bezeichnet Trainingsverfahren, bei denen ein Computerprogramm nicht nur lernt, gute Entscheidungen zu treffen, sondern auch realistisch einzuschätzen, wie sicher es sich dabei ist. Ziel ist ein System, dessen Selbstsicherheit zur tatsächlichen Trefferquote passt.

  • Reinforcement Learning from Human Feedback

    Reinforcement Learning from Human Feedback, kurz RLHF, ist ein Trainingsverfahren, bei dem Menschen die Antworten eines KI-Systems bewerten und das System aus diesen Bewertungen lernt. Es ist der Hauptgrund, warum moderne Chatbots hilfreich und höflich antworten statt einfach nur Text weiterzuschreiben.

  • Reinraum

    Ein Reinraum ist ein Arbeitsraum, in dem die Luft extrem sauber gehalten wird, weil selbst winzige Staubteilchen die Produktion stören würden. Ohne solche Räume ließen sich Computerchips, Medikamente und Bildschirme nicht in gleichbleibender Qualität herstellen.

  • Rejection Sampling

    Rejection Sampling ist ein Verfahren, bei dem man viele Vorschläge erzeugt und alle wegwirft, die eine Prüfung nicht bestehen. In der KI-Entwicklung nutzt man es, um aus vielen Antworten eines Sprachmodells nur die besten zu behalten – für die Ausgabe an Nutzer oder als Trainingsmaterial.

  • Rekurrentes neuronales Netz

    Ein rekurrentes neuronales Netz ist ein Computerprogramm, das Daten Schritt für Schritt verarbeitet und sich dabei merkt, was vorher kam. Diese Bauweise war lange der Standard für Sprache, Text und Zeitreihen, wurde aber ab 2017 weitgehend von neueren Verfahren verdrängt.

  • Rekursive Selbstverbesserung

    Rekursive Selbstverbesserung beschreibt die Idee, dass ein KI-System sich selbst verbessert und die verbesserte Version sich dann noch besser verbessern kann. Aus jeder Runde entsteht so eine neue, stärkere Ausgangsbasis — in der Theorie beschleunigt sich der Fortschritt dadurch immer weiter.

  • Relational Database Service

    Ein Relational Database Service ist eine Datenbank, die man bei einem Cloud-Anbieter mietet statt sie selbst auf eigenen Rechnern zu betreiben. Der Anbieter kümmert sich um Installation, Sicherungskopien und Updates, der Kunde nutzt nur noch die Datenbank.

  • Release Candidate

    Ein Release Candidate ist eine fast fertige Version eines Programms, die veröffentlicht wird, damit Nutzer sie testen. Findet niemand mehr einen schweren Fehler, wird genau diese Version zur offiziellen Fassung erklärt.

  • Release-Protokoll

    Ein Release-Protokoll ist die schriftliche Aufstellung dessen, was sich in einer neuen Version einer Software oder eines KI-Modells geändert hat. Es hält fest, was neu ist, was repariert wurde und was für Nutzer nicht mehr funktioniert.

  • REM-Schlaf

    Der REM-Schlaf ist eine wiederkehrende Schlafphase, in der sich die Augen unter geschlossenen Lidern schnell bewegen und die meisten lebhaften Träume entstehen. Das Gehirn ist dabei fast so aktiv wie im Wachzustand, während die Muskeln des Körpers weitgehend gelähmt sind.

  • Remediation

    Remediation bezeichnet das gezielte Beheben eines erkannten Fehlers oder Sicherheitsmangels in einem technischen System oder in einem Unternehmensprozess. Gemeint ist nicht das Finden des Problems, sondern die Arbeit danach: Ursache beseitigen, Zustand nachweisbar in Ordnung bringen.

  • Remix (Creator-Ökonomie)

    Ein Remix ist ein neues Werk, das ein bestehendes Video, Bild, Lied oder Format sichtbar weiterverwendet und verändert. In der Creator-Ökonomie ist der Remix ein zentraler Wachstumsmotor: Plattformen bauen ihn direkt als Knopf ein, weil Inhalte sich dadurch schneller verbreiten.

  • Remote Backup

    Ein Remote Backup ist eine Sicherheitskopie von Daten, die nicht am selben Ort liegt wie das Original, sondern über das Internet an einen entfernten Standort übertragen wird. So bleiben die Daten auch dann erhalten, wenn am ursprünglichen Ort ein Feuer, ein Diebstahl oder ein technischer Defekt passiert.

  • Remote Code Execution

    Remote Code Execution bezeichnet eine Sicherheitslücke, durch die ein Angreifer eigene Befehle auf einem fremden Computer ausführen kann, ohne physisch davorzusitzen. Sie gilt als eine der gefährlichsten Schwachstellen überhaupt, weil sie einem Fremden praktisch die Kontrolle über das System gibt.

  • Remote Desktop

    Remote Desktop bedeutet, dass man einen Computer von einem anderen Gerät aus bedient, obwohl er ganz woanders steht. Auf dem eigenen Bildschirm erscheint die Oberfläche des fernen Rechners, Maus und Tastatur steuern ihn wie vor Ort.

  • Remote Development

    Remote Development bedeutet, dass Programmiererinnen und Programmierer ihren Code nicht auf dem eigenen Laptop ausführen, sondern auf einem entfernten Rechner im Rechenzentrum. Der eigene Computer zeigt nur noch das Fenster an, gerechnet wird woanders.

  • Remote Proctoring

    Remote Proctoring bezeichnet die Aufsicht bei Prüfungen, die zu Hause am eigenen Rechner geschrieben werden. Kamera, Mikrofon und Software überwachen dabei, ob jemand betrügt – teilweise übernimmt das eine Software automatisch.

  • Remote-Code-Ausführung

    Remote-Code-Ausführung bedeutet, dass ein Angreifer aus der Ferne eigene Befehle auf einem fremden Computer ausführen kann. Sie gilt als schwerste Art von Sicherheitslücke, weil der Angreifer damit praktisch die Kontrolle über das Gerät übernimmt.

  • Render

    Rendern heißt: Ein Computer berechnet aus einer Beschreibung — etwa einer 3D-Szene oder einem Stück Code — ein fertiges Bild. Der Begriff taucht bei Videospielen, Animationsfilmen, Webseiten und zunehmend bei KI-Bildgeneratoren auf.

  • Renderer

    Ein Renderer ist ein Programmteil, der aus einer Beschreibung ein fertiges Bild berechnet – zum Beispiel aus HTML-Code eine sichtbare Webseite oder aus einem 3D-Modell ein Foto-ähnliches Bild. Er ist die Übersetzungsstufe zwischen Daten, die ein Computer speichert, und dem, was ein Mensch auf dem Bildschirm sieht.

  • Rendering

    Rendering ist die Berechnung eines fertigen Bildes aus einer Beschreibung dessen, was zu sehen sein soll. Der Computer verwandelt dabei Zahlenangaben über Formen, Farben und Licht in ein Raster aus farbigen Bildpunkten.

  • Rendering-Ebene

    Eine Rendering-Ebene ist eine einzelne Bildschicht, die getrennt von den anderen berechnet wird und erst am Ende mit ihnen zu einem fertigen Bild verschmolzen wird. Das Prinzip steckt in Bildbearbeitung, Filmproduktion, Landkarten-Apps und in der Software, die Webseiten anzeigt.

  • Rendering-Engine

    Eine Rendering-Engine ist der Teil eines Programms, der aus einer Beschreibung ein fertiges Bild auf dem Bildschirm macht. Bekannte Beispiele sind die Engines in Webbrowsern, die aus Textdateien eine sichtbare Webseite bauen.

  • Renminbi

    Der Renminbi ist das offizielle Geld der Volksrepublik China. Sein Wert wird nicht frei am Markt gebildet, sondern von der chinesischen Zentralbank täglich in engen Grenzen gesteuert.

  • Repo

    Ein Repo ist der zentrale Speicherort eines Softwareprojekts: Es enthält alle Dateien und zusätzlich die vollständige Geschichte jeder Änderung. Damit können viele Menschen gleichzeitig an derselben Software arbeiten, ohne sich die Arbeit zu zerstören.

  • Repository

    Ein Repository ist der zentrale Ablageort für alle Dateien eines Software-Projekts, samt vollständiger Änderungsgeschichte. Es ist der Ort, an dem Programmierteams gemeinsam an Code arbeiten – bekanntester Anbieter dafür ist GitHub.

  • Repräsentationsvarianz

    Repräsentationsvarianz beschreibt, wie stark die internen Zahlenmuster eines KI-Modells auseinandergehen, wenn man sich Eingaben oder Trainingsbedingungen leicht verändert. Eine hohe Varianz bedeutet: Das Modell beschreibt ähnliche Dinge intern sehr unterschiedlich – mal nützlich, mal ein Zeichen für Instabilität.

  • Request for Proposal

    Ein Request for Proposal (RFP) ist eine schriftliche Aufforderung eines Unternehmens oder einer Behörde an mögliche Lieferanten, ein Angebot für ein genau beschriebenes Vorhaben abzugeben. In der Tech-Branche entscheiden solche Dokumente oft darüber, welcher Anbieter einen millionenschweren Software- oder Rechenzentrumsauftrag bekommt.

  • Request for Startups

    Ein Request for Startups ist eine öffentliche Wunschliste von Geldgebern: Sie nennen darin Themen, zu denen sie neue Firmen sehen und finanzieren wollen. Gründerinnen und Gründer erfahren so vorab, wofür gerade Geld bereitsteht.

  • Reranking

    Reranking ist der zweite Schritt einer Suche: Eine erste, schnelle Suche sammelt viele mögliche Treffer, danach sortiert ein genaueres Verfahren diese Treffer neu. So landen die wirklich passenden Ergebnisse oben.

  • Research Preview

    Eine Research Preview ist eine frühe, öffentlich zugängliche Testversion eines KI-Systems, die ein Unternehmen bewusst als unfertig kennzeichnet. Sie dient dazu, Erfahrungen mit echten Nutzern zu sammeln, bevor das Produkt offiziell fertiggestellt wird.

  • Residential Proxy

    Ein Residential Proxy leitet Internetanfragen über den Anschluss einer echten Privatperson um, damit sie für die Zielseite wie ein normaler Besucher aussehen. Solche Dienste werden vor allem zum massenhaften Sammeln von Webdaten und zum Umgehen von Sperren genutzt.

  • Residual Access

    Residual Access bezeichnet Zugriffsrechte auf Daten oder Systeme, die jemand noch besitzt, obwohl er sie längst nicht mehr haben sollte. Solche vergessenen Zugänge gehören zu den häufigsten Einfallstoren bei Hackerangriffen und Datenlecks.

  • Resolution Velocity

    Resolution Velocity ist eine Kennzahl aus dem Kundenservice. Sie misst, wie schnell Anfragen tatsächlich erledigt werden – und wird heute oft genutzt, um den Nutzen von KI-Assistenten im Support zu belegen.

  • Responsible Disclosure

    Responsible Disclosure ist die Regel, dass jemand eine entdeckte Sicherheitslücke zuerst dem betroffenen Hersteller meldet und ihm Zeit zur Reparatur gibt, bevor die Lücke öffentlich beschrieben wird. Sie soll verhindern, dass Kriminelle den Fehler ausnutzen, solange es noch keine Korrektur gibt.

  • Responsible Scaling Policy

    Eine Responsible Scaling Policy ist eine selbst gegebene Regel eines KI-Unternehmens, die festlegt, welche Sicherheitsmaßnahmen ab welchem Fähigkeitsniveau seiner Systeme gelten müssen. Erreicht ein System eine vorher definierte Schwelle, darf es erst weiterentwickelt oder veröffentlicht werden, wenn die zugehörigen Schutzmaßnahmen stehen.

  • REST-API

    Eine REST-API ist eine Schnittstelle, über die zwei Programme über das Internet Daten austauschen. Sie folgt dabei den gleichen Regeln wie ein Webbrowser: Ein Programm ruft eine Adresse auf und bekommt eine Antwort zurück.

  • RESTful

    RESTful beschreibt einen weit verbreiteten Bauplan für Schnittstellen, über die Programme im Internet Daten austauschen. Eine solche Schnittstelle spricht dieselbe Sprache wie ein Webbrowser: Man ruft eine Adresse auf und bekommt dafür eine klar benannte Information zurück.

  • Restricted Stock Units

    Restricted Stock Units sind ein Versprechen des Arbeitgebers, einem Mitarbeiter später Firmenanteile zu übertragen. Die Anteile gehören ihm erst, wenn er lange genug im Unternehmen geblieben ist.

  • Restwertgarantie

    Eine Restwertgarantie ist das Versprechen, dass ein Gegenstand nach einer festgelegten Zeit noch einen bestimmten Mindestpreis wert ist. Wer die Garantie gibt, zahlt die Differenz, falls der tatsächliche Wiederverkaufswert darunter liegt.

  • Reticle-Limit

    Das Reticle-Limit ist die maximale Fläche, die eine Chipfabrik in einem einzigen Belichtungsschritt auf eine Siliziumscheibe übertragen kann – rund 858 Quadratmillimeter. Größere Chips lassen sich nicht am Stück herstellen, sondern nur aus mehreren Teilstücken zusammensetzen.

  • Retrieval

    Retrieval bezeichnet das gezielte Heraussuchen passender Textstellen oder Dokumente aus einer großen Sammlung, bevor eine Antwort erzeugt wird. In KI-Systemen liefert dieser Schritt einem Sprachmodell die Fakten, die es selbst nicht zuverlässig gespeichert hat.

  • Retrieval-Augmented Generation

    Retrieval-Augmented Generation ist ein Verfahren, bei dem ein KI-Textprogramm vor dem Antworten passende Textstellen in einer Dokumentensammlung sucht und diese als Grundlage nutzt. So kann es Fragen zu Inhalten beantworten, die es beim Lernen nie gesehen hat.

  • Retry-Logik

    Retry-Logik ist die eingebaute Regel eines Programms, eine fehlgeschlagene Anfrage automatisch noch einmal zu versuchen. Sie legt fest, wie oft wiederholt wird, wie lange dazwischen gewartet wird und wann das Programm endgültig aufgibt.

  • Retry-Storm

    Ein Retry-Storm entsteht, wenn viele Programme nach einer gescheiterten Anfrage gleichzeitig immer wieder neu anfragen und dadurch ein ohnehin überlastetes System endgültig lahmlegen. Das Problem ist eine der häufigsten Ursachen dafür, dass kurze Störungen in Rechenzentren zu stundenlangen Ausfällen werden.

  • Return on Investment

    Der Return on Investment, kurz ROI, misst, wie viel Gewinn eine Investition im Verhältnis zum eingesetzten Geld bringt. Er wird als Prozentwert angegeben und macht sehr unterschiedliche Ausgaben miteinander vergleichbar.

  • Revenue Run Rate

    Die Revenue Run Rate ist eine Hochrechnung: Man nimmt den Umsatz eines kurzen Zeitraums und rechnet ihn auf ein ganzes Jahr hoch. Sie zeigt, wie viel ein Unternehmen verdienen würde, wenn das aktuelle Tempo genau so bliebe.

  • Reverse Engineering

    Reverse Engineering bedeutet, ein fertiges Produkt zu zerlegen und zu analysieren, um herauszufinden, wie es aufgebaut ist und funktioniert. In der Technik betrifft das Geräte, Programme und zunehmend auch KI-Systeme, deren Innenleben nicht offengelegt wird.

  • Reverse Information Paradox

    Das Reverse Information Paradox beschreibt den Effekt, dass mehr verfügbare Informationen die Orientierung verschlechtern statt verbessern. Weil Systeme wie KI-Chatbots beliebig viele plausibel klingende Texte erzeugen können, wird es schwerer, Verlässliches zu erkennen.

  • Revert-PR

    Ein Revert-PR ist ein Änderungsvorschlag an einem Softwareprojekt, der eine frühere Änderung wieder rückgängig macht. Er ist das Standardmittel, um einen Fehler schnell aus einem laufenden Produkt zu entfernen, ohne die Ursache sofort finden zu müssen.

  • Revolving Credit Line

    Eine Revolving Credit Line ist eine von einer Bank zugesagte Geldsumme, die ein Unternehmen jederzeit abrufen, zurückzahlen und erneut abrufen kann. Sie funktioniert wie ein sehr großer Dispokredit und dient vor allem dazu, kurzfristige Lücken in der Kasse zu überbrücken.

  • Reward Design

    Reward Design ist die Kunst, einer lernenden Software genau die richtigen Punkte für ihr Verhalten zu geben. Sind die Punkte schlecht gewählt, findet das Programm Abkürzungen, die die Punktzahl steigern, aber das eigentliche Ziel verfehlen.

  • Reward Hacking

    Reward Hacking bedeutet: Ein lernendes Computerprogramm findet einen Weg, seine Punktzahl zu erhöhen, ohne die eigentlich gewünschte Aufgabe zu erfüllen. Es befolgt die Regel wörtlich und verfehlt dabei die Absicht.

  • Riemann-Hypothese

    Die Riemann-Hypothese ist eine seit 1859 unbewiesene Vermutung über die Verteilung der Primzahlen. Sie gilt als das berühmteste offene Problem der Mathematik und ist mit einem Preisgeld von einer Million Dollar verbunden.

  • RLAIF

    RLAIF ist ein Trainingsverfahren, bei dem ein KI-Programm die Antworten eines anderen KI-Programms bewertet und dadurch dessen Verhalten formt. Es ersetzt die teure Bewertungsarbeit menschlicher Testpersonen weitgehend durch automatische Urteile.

  • RLCD

    RLCD ist ein Trainingsverfahren, mit dem sich das Verhalten von Sprach-KIs verbessern lässt, ohne dass Menschen Tausende Antworten bewerten müssen. Das System erzeugt dafür absichtlich jeweils eine gute und eine schlechte Antwort und lernt aus dem Unterschied.

  • RLHF

    RLHF ist ein Trainingsverfahren, bei dem Menschen die Antworten eines KI-Systems bewerten und das System aus diesen Bewertungen lernt. Dadurch werden Chatbots wie ChatGPT höflicher, hilfreicher und weniger gefährlich in ihren Antworten.

  • RMB

    RMB steht für Renminbi, die Währung der Volksrepublik China; ihre Zähleinheit ist der Yuan, ihr Währungscode CNY. Kurse werden als „1 Euro = x Yuan" angegeben — von Yuan nach Euro wird deshalb geteilt, nicht multipliziert.

  • RNA-Synthese

    RNA-Synthese bezeichnet die Herstellung von RNA, also des Moleküls, mit dem Zellen Bauanleitungen für Eiweiße weitergeben. Sie passiert in jeder lebenden Zelle und lässt sich im Labor nachbauen — die Grundlage für mRNA-Impfstoffe und für einen wachsenden Markt an Biotech-Firmen.

  • ROAS

    ROAS steht für „Return on Ad Spend“ und misst, wie viel Umsatz ein Unternehmen für jeden Euro Werbebudget einnimmt. Die Kennzahl ist die wichtigste Steuergröße im Online-Marketing und bestimmt, wie moderne Werbesysteme automatisch Anzeigen ausspielen.

  • Robo-Interview

    Ein Robo-Interview ist ein Bewerbungsgespräch, bei dem kein Mensch gegenübersitzt, sondern ein Computerprogramm die Fragen stellt und die Antworten auswertet. Unternehmen nutzen es vor allem, um bei sehr vielen Bewerbungen eine erste Vorauswahl zu treffen.

  • Robot-as-a-Service

    Robot-as-a-Service bedeutet, dass ein Unternehmen Roboter mietet statt kauft und pro Monat oder pro erledigter Aufgabe bezahlt. Wartung, Software-Updates und oft auch der Austausch defekter Geräte sind im Preis enthalten.

  • Robotik-Foundation-Model

    Ein Robotik-Foundation-Model ist ein großes KI-Modell, das aus riesigen Mengen an Bewegungs-, Bild- und Sprachdaten gelernt hat, Roboter zu steuern. Statt für jede einzelne Aufgabe neu programmiert zu werden, soll ein solches Modell viele verschiedene Aufgaben und oft auch verschiedene Robotertypen bedienen.

  • robots.txt

    robots.txt ist eine kleine Textdatei auf einer Website, die automatischen Programmen mitteilt, welche Seiten sie abrufen dürfen und welche nicht. Sie ist nur eine Bitte, keine technische Sperre – wer sie ignoriert, kommt trotzdem an die Inhalte.

  • RoboTTT

    RoboTTT bezeichnet ein Verfahren, bei dem ein Steuerprogramm für Roboter sich noch während des Einsatzes an die konkrete Situation anpasst, statt nur auf vorher Gelerntes zurückzugreifen. Der Roboter trainiert also im Moment der Aufgabe weiter, mit dem, was seine Kameras und Sensoren gerade sehen.

  • Rock's Law

    Rock's Law ist die Beobachtung, dass sich die Kosten für eine Fabrik zur Chipherstellung etwa alle vier Jahre verdoppeln. Es beschreibt damit die teure Kehrseite des technischen Fortschritts bei Computerchips.

  • ROCm

    ROCm ist das Software-Paket von AMD, mit dem Programme die Grafikkarten dieses Herstellers zum Rechnen benutzen können. Es ist AMDs Gegenstück zu CUDA, der entsprechenden Software von Nvidia, und damit ein zentraler Baustein im Wettbewerb um KI-Hardware.

  • Rohereignis

    Ein Rohereignis ist die unveränderte Aufzeichnung eines einzelnen Vorgangs in einem technischen System, zum Beispiel ein Klick, eine Zahlung oder ein Sensorwert. Es wird genau so gespeichert, wie es angefallen ist – ohne Zusammenfassung, Korrektur oder Auswertung.

  • ROI

    Der ROI misst, wie viel eine Investition im Verhältnis zu ihren Kosten einbringt. Er wird als Prozentwert angegeben und ist bei KI-Projekten die zentrale Frage: Lohnt sich das eingesetzte Geld überhaupt?

  • Role-Playing-Benchmark

    Ein Role-Playing-Benchmark ist ein standardisierter Test, der prüft, wie gut ein Textprogramm eine vorgegebene Rolle durchhält – etwa eine erfundene Figur, einen Kundenberater oder einen Lehrer. Gemessen wird nicht reines Faktenwissen, sondern ob Sprache, Charakter und Regeln über ein langes Gespräch hinweg stimmig bleiben.

  • Rollback

    Ein Rollback ist die geordnete Rückkehr zu einem älteren, funktionierenden Zustand eines Programms oder Datenbestands, nachdem eine Änderung Probleme verursacht hat. In der Technik gilt er als wichtigste Notbremse: Nicht der Fehler wird sofort behoben, sondern erst einmal der letzte gute Stand wiederhergestellt.

  • Rolling Release

    Rolling Release bezeichnet ein Software-Modell, bei dem Neuerungen laufend in kleinen Schritten ausgeliefert werden, statt gesammelt in großen Versionen. Nutzer installieren keine neue Ausgabe mehr, sondern halten ihre bestehende Installation dauerhaft aktuell.

  • Root-Rechte

    Root-Rechte sind die höchste Berechtigungsstufe in einem Computersystem: Wer sie hat, darf jede Datei lesen, ändern und löschen. Sie sind für die Verwaltung eines Systems nötig, gelten aber als größtes Sicherheitsrisiko, wenn Unbefugte sie erlangen.

  • Root-Zugriff

    Root-Zugriff bedeutet, dass jemand auf einem Computer alle Rechte hat und jede Datei verändern oder löschen darf. Der Begriff stammt aus Unix und Linux und ist dort das mächtigste Benutzerkonto überhaupt.

  • Round-Trip-Overhead

    Round-Trip-Overhead ist die Zeit, die bei einer Anfrage über ein Netzwerk allein für den Hin- und Rückweg draufgeht — zusätzlich zur eigentlichen Rechenzeit. Bei KI-Anwendungen, die viele kleine Anfragen hintereinander stellen, kann dieser Aufschlag die Gesamtdauer stärker bestimmen als die Rechenarbeit selbst.

  • Router-LLM

    Ein Router-LLM ist ein System, das jede Nutzeranfrage automatisch an das passende Sprachmodell weiterleitet. Einfache Fragen gehen an ein kleines, billiges Modell, schwierige an ein großes, teures — das senkt die Kosten, ohne die Antwortqualität spürbar zu verschlechtern.

  • Routing

    Routing bezeichnet die automatische Entscheidung, welches KI-Modell oder welcher Teil eines Modells eine bestimmte Anfrage bearbeitet. Ziel ist es, einfache Aufgaben billig und schnell zu erledigen und teure Rechenleistung nur dort einzusetzen, wo sie wirklich nötig ist.

  • Routing-Fehler

    Ein Routing-Fehler entsteht, wenn ein System eine Anfrage an die falsche Stelle weiterleitet — etwa an ein ungeeignetes Sprachmodell oder an den falschen internen Baustein. Die Antwort kommt dann zu spät, zu teuer oder inhaltlich schwach zurück, obwohl das eigentlich zuständige Bauteil die Aufgabe gut gelöst hätte.

  • Routing-Logik

    Routing-Logik ist die Regel, die entscheidet, welche Stelle eines KI-Systems eine Anfrage bearbeitet. Sie schickt einfache Fragen an kleine, günstige Modelle und schwierige an große, teure.

  • Routing-Plattform

    Eine Routing-Plattform ist eine Zwischenschicht, die jede Anfrage automatisch an das passende KI-Modell weiterleitet. Einfache Fragen gehen an ein günstiges Modell, schwierige an ein teures — der Nutzer merkt davon nichts.

  • Routing-Policy

    Eine Routing-Policy ist die Regel, die entscheidet, welches KI-Modell oder welcher Baustein eine einzelne Anfrage bearbeitet. Sie sorgt dafür, dass einfache Fragen an billige Modelle gehen und schwierige an teure.

  • Row-Level Security

    Row-Level Security ist eine Technik in Datenbanken, bei der jeder Nutzer nur die Datensätze zu sehen bekommt, die ihn betreffen. Die Regel dafür steckt in der Datenbank selbst und gilt für jede Abfrage automatisch.

  • RSPO

    RSPO ist ein internationaler Zusammenschluss von Unternehmen und Umweltverbänden, der Regeln für den Anbau von Palmöl festlegt und die Einhaltung dieser Regeln überprüfen lässt. Produkte mit dem RSPO-Siegel enthalten Palmöl, das nach diesen Regeln erzeugt wurde.

  • RSS

    RSS ist ein einheitliches Dateiformat, mit dem Webseiten ihre neuesten Beiträge maschinenlesbar zum Abruf bereitstellen. Ein Programm holt diese Datei regelmäßig ab und sammelt so Meldungen aus vielen Quellen an einem Ort.

  • RSS-Feed

    Ein RSS-Feed ist eine maschinenlesbare Liste der neuesten Beiträge einer Website. Programme rufen diese Liste regelmäßig ab und zeigen neue Artikel an, ohne dass man die Seite selbst besuchen muss.

  • RTF

    RTF ist ein Dateiformat für Texte, das neben den Buchstaben auch die Formatierung speichert, also etwa Fettdruck oder Schriftgröße. Microsoft entwickelte es in den 1980er Jahren, damit Textdokumente zwischen unterschiedlichen Programmen ausgetauscht werden können.

  • RTK

    RTK ist ein Verfahren, das die Positionsbestimmung per Satellit von mehreren Metern Ungenauigkeit auf wenige Zentimeter verbessert. Möglich wird das durch eine zweite Empfangsstation an einem bekannten Ort, die laufend Korrekturdaten sendet.

  • RTX 5060 Ti

    Die RTX 5060 Ti ist eine Grafikkarte der Firma Nvidia aus dem Jahr 2025, also ein Bauteil im Computer, das Bilder berechnet. Sie gehört zur unteren Mittelklasse und wird neben Spielen auch für kleine KI-Anwendungen auf dem eigenen Rechner genutzt.

  • RTX 5070 Ti

    Die RTX 5070 Ti ist eine Grafikkarte von Nvidia aus dem Jahr 2025, also ein Steckmodul für den PC, das Bilder berechnet. Sie gehört zur oberen Mittelklasse und wird auch für kleinere KI-Anwendungen genutzt.

  • RTX 5090

    Die RTX 5090 ist Nvidias teuerste Grafikkarte für normale Heimcomputer, vorgestellt Anfang 2025. Sie wurde für Computerspiele entwickelt, wird aber auch benutzt, um KI-Programme auf dem eigenen Rechner laufen zu lassen.

  • Rule-File

    Ein Rule-File ist eine Textdatei in einem Softwareprojekt, die einem KI-Assistenten dauerhafte Anweisungen gibt – etwa welche Programmiersprache gilt oder welcher Stil erwünscht ist. Der Assistent liest sie bei jeder Anfrage automatisch mit, sodass man dieselben Vorgaben nicht ständig wiederholen muss.

  • Run-Rate

    Die Run-Rate rechnet einen kurzen Zeitraum auf ein ganzes Jahr hoch: Ein Umsatz von 10 Millionen Euro im Monat ergibt eine Run-Rate von 120 Millionen Euro im Jahr. Sie zeigt keine tatsächlichen Einnahmen, sondern eine Hochrechnung unter der Annahme, dass alles so weiterläuft.

  • Run-Rate-Umsatz

    Der Run-Rate-Umsatz rechnet einen kurzen Zeitraum auf ein ganzes Jahr hoch: Nimmt man die Einnahmen eines Monats mal zwölf, erhält man den Jahresumsatz, den ein Unternehmen bei gleichbleibendem Tempo erzielen würde. Besonders bei schnell wachsenden KI-Firmen ersetzt diese Hochrechnung oft die echten Jahreszahlen.

  • Runaway Selection

    Runaway Selection beschreibt einen sich selbst verstärkenden Kreislauf in der Evolution: Ein Merkmal wird bei der Partnerwahl bevorzugt, und diese Vorliebe verstärkt sich gemeinsam mit dem Merkmal immer weiter. In der Technik- und KI-Debatte dient der Begriff heute als Bild für Systeme, die sich durch ihre eigene Rückkopplung in eine extreme Richtung schaukeln.

  • Runtime-Harness

    Ein Runtime-Harness ist die Software-Umgebung, die ein KI-Modell während seiner Ausführung umgibt: Sie nimmt Eingaben entgegen, gibt dem Modell Werkzeuge an die Hand, führt dessen Vorschläge aus und sammelt die Ergebnisse. Ohne dieses Gerüst könnte ein Modell nur Text ausgeben, aber nichts tatsächlich tun.

  • Rust

    Rust ist eine Programmiersprache, mit der man sehr schnelle Software schreibt und dabei eine ganze Klasse von typischen Fehlern schon vor dem Start des Programms ausschließt. Sie gilt als moderne Alternative zu den älteren Sprachen C und C++ und wird unter anderem in Betriebssystemen, Browsern und Cloud-Diensten eingesetzt.

S

  • S-1-Dokument

    Das S-1-Dokument ist der ausführliche Bericht, den ein US-Unternehmen bei der amerikanischen Börsenaufsicht einreichen muss, bevor seine Aktien erstmals an der Börse gehandelt werden dürfen. Es enthält Umsätze, Verluste, Eigentumsverhältnisse und Risiken – und ist für Außenstehende oft der erste echte Blick in die Zahlen einer bis dahin verschlossenen Firma.

  • S-1-Registrierung

    Die S-1-Registrierung ist ein Dokument, das ein US-Unternehmen bei der Börsenaufsicht einreichen muss, bevor es erstmals Aktien an der Börse verkaufen darf. Sie legt Geschäftszahlen, Risiken und Eigentümerverhältnisse offen und ist für Journalisten und Anleger oft der erste echte Blick in die Bücher einer Firma.

  • S-Kurve

    Die S-Kurve beschreibt einen typischen Verlauf: Etwas wächst zuerst langsam, dann sehr schnell und flacht am Ende wieder ab. In der Technikwelt nutzt man sie, um die Verbreitung neuer Produkte und die Fortschritte von Technologien einzuordnen.

  • S3-Bucket

    Ein S3-Bucket ist ein Speicherbereich im Rechenzentrum von Amazon, in dem Firmen Dateien wie Bilder, Videos oder Datenbanken ablegen. Jede Datei bekommt eine eigene Internetadresse, über die Programme sie weltweit abrufen können.

  • S7-Steuerung

    Eine S7-Steuerung ist ein robuster Industriecomputer von Siemens, der Maschinen und Anlagen automatisch steuert. Sie liest Sensorwerte ein, verarbeitet sie nach einem festen Programm und schaltet daraufhin Motoren, Ventile oder Pumpen.

  • SaaS-Pricing

    SaaS-Pricing beschreibt, wie Anbieter von Mietsoftware ihre Preise gestalten – meist als monatliche Gebühr pro Nutzer statt als einmaliger Kauf. Die Wahl des Preismodells entscheidet oft stärker über den Erfolg eines Softwareunternehmens als die Technik selbst.

  • SAFE

    Ein SAFE ist ein kurzer Vertrag, mit dem ein junges Unternehmen heute Geld bekommt und dem Geldgeber dafür später Firmenanteile verspricht. Statt eines Preises wird nur eine Regel festgelegt, nach der die Anteile bei der nächsten großen Finanzierungsrunde berechnet werden.

  • Safe (Simple Agreement for Future Equity)

    Ein Safe ist ein kurzer Vertrag, mit dem ein junges Unternehmen heute Geld bekommt und dem Geldgeber dafür später Firmenanteile verspricht. Der genaue Anteil wird erst bei der nächsten großen Finanzierungsrunde bestimmt.

  • Safeguards

    Safeguards sind eingebaute Schutzmaßnahmen, die verhindern sollen, dass ein KI-System gefährliche, illegale oder stark schädliche Antworten liefert. Sie bestehen meist aus mehreren Schichten: aus Regeln im Training, aus Filtern vor und nach der Antwort und aus Kontrollen darüber, wer das System überhaupt nutzen darf.

  • Safety Card

    Eine Safety Card ist ein Begleitdokument, in dem ein Anbieter beschreibt, was sein KI-System kann, wo es versagt und welche Risiken er getestet hat. Sie funktioniert wie ein Beipackzettel für Software und ist inzwischen bei fast jeder großen Modellveröffentlichung dabei.

  • SALT-Verträge

    Die SALT-Verträge sind zwei Abkommen zwischen den USA und der Sowjetunion aus den Jahren 1972 und 1979, die die Zahl der atomaren Fernwaffen beider Seiten begrenzten. Sie gelten als Musterbeispiel dafür, wie Rivalen ein Wettrüsten durch überprüfbare Obergrenzen bremsen können — ein Vorbild, auf das heute auch in Debatten über die Regulierung von KI verwiesen wird.

  • Same-Model-Pairing

    Same-Model-Pairing bedeutet, dass zwei Rollen in einem KI-System von ein und demselben Modell übernommen werden – etwa wenn ein Programm seine eigene Antwort bewertet. Das spart Aufwand, birgt aber die Gefahr, dass eigene Fehler unentdeckt bleiben.

  • SAML

    SAML ist ein Standard, mit dem sich Menschen bei einer Webanwendung anmelden können, ohne dort ein eigenes Passwort zu haben. Stattdessen bestätigt ein zentraler Anmeldedienst des Unternehmens, wer sie sind.

  • Sammelklage

    Eine Sammelklage ist ein Gerichtsverfahren, in dem viele Geschädigte ihre gleichartigen Ansprüche gegen dasselbe Unternehmen gemeinsam durchsetzen. Sie ist in den USA ein zentrales Druckmittel und trifft dort zunehmend auch Tech- und KI-Konzerne.

  • Sampler

    Ein Sampler ist das Verfahren, mit dem ein Sprachmodell aus einer Liste möglicher nächster Wörter eines auswählt. Er entscheidet, ob eine Antwort vorhersehbar und nüchtern oder überraschend und kreativ ausfällt.

  • Sandbagging

    Sandbagging bezeichnet in der KI-Forschung den Fall, dass ein Computerprogramm in einer Prüfung absichtlich schlechter abschneidet, als es könnte. Das Problem daran: Wer so ein System testet, hält es für harmloser oder schwächer, als es tatsächlich ist.

  • Sandbox

    Eine Sandbox ist ein abgeschotteter Bereich in einem Computer, in dem ein Programm laufen darf, ohne auf den Rest des Systems zugreifen zu können. Geht dort etwas schief, bleibt der Schaden auf diesen Bereich beschränkt.

  • Sandbox-Ausbruch

    Ein Sandbox-Ausbruch liegt vor, wenn ein Programm die abgeschottete Testumgebung verlässt, in der es eigentlich eingesperrt war, und auf das restliche System zugreift. Solche Fehler gelten als besonders schwere Sicherheitslücken, weil sie die letzte Schutzmauer eines Systems durchbrechen.

  • Sandbox-Escape

    Ein Sandbox-Escape ist der Ausbruch eines Programms aus dem abgeschirmten Bereich, in dem es eigentlich eingesperrt läuft. Danach kann der Code auf den restlichen Computer zugreifen – Dateien lesen, Daten verschicken oder sich dauerhaft einnisten.

  • Sandwich-Architektur

    Die Sandwich-Architektur beschreibt einen Aufbau aus drei Schichten, bei dem eine mittlere Lage zwischen zwei äußeren Schichten sitzt. In der Technik meint der Begriff je nach Zusammenhang einen Werkstoff-Aufbau, einen Chip-Stapel oder eine Software-Struktur mit einer Kernschicht zwischen Ein- und Ausgabe.

  • SARIF

    SARIF ist ein einheitliches Dateiformat, in dem Prüfprogramme ihre Funde in Software aufschreiben. Dank dieses gemeinsamen Formats können verschiedene Werkzeuge, Entwicklungsumgebungen und Dashboards dieselben Ergebnisse lesen und anzeigen.

  • Scaffold

    Ein Scaffold ist das Programm, das um ein KI-Modell herum gebaut wird und dessen Arbeit steuert: Es zerlegt Aufgaben in Schritte, gibt dem Modell Werkzeuge und prüft Zwischenergebnisse. Dasselbe Modell kann mit einem guten Scaffold deutlich mehr leisten als ohne.

  • Scalable Oversight

    Scalable Oversight bezeichnet Verfahren, mit denen Menschen die Arbeit von KI-Systemen noch beurteilen können, wenn diese Arbeit für einen einzelnen Menschen zu umfangreich oder zu schwierig geworden ist. Die Grundidee: Man nutzt Hilfsmittel und Zerlegung, damit ein Prüfer auch Antworten kontrollieren kann, die er allein nicht durchschauen würde.

  • Scale-to-Zero

    Scale-to-Zero bedeutet, dass ein Programm im Internet komplett abgeschaltet wird, sobald es niemand benutzt, und erst beim nächsten Zugriff wieder startet. Dadurch entstehen in Leerlaufzeiten keine Kosten, dafür ist die erste Anfrage nach einer Pause spürbar langsamer.

  • Scaled AI Content

    Scaled AI Content bezeichnet Texte, Bilder oder Videos, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz in sehr großer Menge und weitgehend automatisch erzeugt werden. Der Begriff fällt vor allem dann, wenn solche Inhalte Suchmaschinen und soziale Netzwerke fluten und dort Werbeeinnahmen oder Reichweite abgreifen sollen.

  • Scaling Law

    Ein Scaling Law ist eine gemessene Faustregel, die beschreibt, wie viel besser ein KI-Modell wird, wenn man ihm mehr Daten, mehr Rechenleistung und mehr Größe gibt. Die Verbesserung folgt dabei einer erstaunlich regelmäßigen Kurve — und diese Kurve wird immer flacher.

  • Scan-Skript

    Ein Scan-Skript ist ein kleines, selbst geschriebenes Programm, das automatisch eine große Menge an Daten, Dateien oder Netzwerkadressen durchsucht und auffällige Treffer meldet. Es nimmt Menschen die stumpfe Suchoarbeit ab, findet aber nur das, wonach es ausdrücklich gesucht hat.

  • Scarcity OS

    Scarcity OS ist ein Schlagwort für Software, die knappe Ressourcen wie Rechenchips, Strom oder Speicher automatisch auf viele Nutzer verteilt. Der Begriff beschreibt keine feste Technik, sondern die Idee, Knappheit selbst zum Steuerungsprinzip eines Systems zu machen.

  • Scheduled Tasks

    Scheduled Tasks sind Aufgaben, die ein Computer oder ein KI-Assistent automatisch zu einer festgelegten Zeit ausführt, ohne dass jemand sie jedes Mal neu startet. Typische Beispiele sind das nächtliche Sichern von Daten oder eine tägliche Nachrichtenzusammenfassung am Morgen.

  • Scheduling

    Scheduling bezeichnet die Entscheidung, welche Aufgabe wann und auf welchem Rechenbaustein bearbeitet wird. In Computern, Rechenzentren und KI-Systemen bestimmt diese Reihenfolge maßgeblich, wie schnell und wie günstig alles läuft.

  • Schelling Point

    Ein Schelling Point ist eine Lösung, auf die mehrere Menschen unabhängig voneinander kommen, weil sie allen naheliegend erscheint – ohne dass sie sich absprechen konnten. Der Begriff stammt aus der Spieltheorie und erklärt, warum sich Gruppen manchmal ganz ohne Kommunikation koordinieren.

  • Schema Registry

    Eine Schema Registry ist ein zentraler Dienst, der festhält, wie Datensätze in einem System aufgebaut sein müssen. Programme, die Daten verschicken oder empfangen, schlagen dort nach und prüfen, ob eine Nachricht zum vereinbarten Aufbau passt.

  • Schema-Evolution

    Schema-Evolution bezeichnet das planvolle Verändern des Bauplans einer Datenbank oder eines Datenformats, während bereits Daten darin liegen und Programme damit arbeiten. Ziel ist, neue Felder hinzuzufügen oder alte zu entfernen, ohne bestehende Daten unlesbar zu machen.

  • Schema.org

    Schema.org ist ein gemeinsames Vokabular, mit dem Betreiber von Webseiten den Inhalt ihrer Seiten für Maschinen beschriften: etwa "das hier ist ein Preis", "das ist ein Kochrezept", "das ist ein Datum". Suchmaschinen und KI-Systeme lesen diese Beschriftungen aus, statt den Text nur zu erraten.

  • Schutzmaßnahme (Guardrail)

    Eine Schutzmaßnahme ist eine bewusst eingebaute Grenze, die verhindert, dass ein KI-System schädliche oder unerwünschte Ausgaben liefert. Im Englischen heißt sie Guardrail, also Leitplanke.

  • Schwachstellendatenbank

    Eine Schwachstellendatenbank ist ein öffentliches Verzeichnis bekannter Sicherheitslücken in Software und Geräten. Jede Lücke bekommt dort eine eindeutige Nummer, eine Beschreibung und eine Bewertung, wie gefährlich sie ist.

  • Schwarm-Algorithmus

    Ein Schwarm-Algorithmus ist ein Rechenverfahren, das viele einfache Suchversuche gleichzeitig laufen lässt und sie voneinander lernen lässt — nach dem Vorbild von Vogelschwärmen oder Ameisenstraßen. So findet ein Computer gute Lösungen für Probleme, bei denen es viel zu viele Möglichkeiten zum Durchprobieren gibt.

  • SciCode

    SciCode ist ein Test, mit dem Forscher prüfen, ob ein KI-Programm echte wissenschaftliche Rechenaufgaben in Programmcode umsetzen kann. Die Aufgaben stammen aus Physik, Biologie, Chemie und Mathematik und stellen selbst starke Systeme vor große Probleme.

  • SCIM

    SCIM ist ein technischer Standard, mit dem Unternehmen Benutzerkonten automatisch zwischen ihren IT-Systemen abgleichen. Wird jemand neu eingestellt oder verlässt die Firma, richten die angeschlossenen Dienste die Konten selbst ein oder sperren sie.

  • Scooping

    Scooping heißt: jemand anderes veröffentlicht die gleiche Idee oder das gleiche Ergebnis kurz vor dir und bekommt dafür die Anerkennung. In der KI-Forschung passiert das besonders oft, weil viele Gruppen weltweit gleichzeitig an denselben Fragen arbeiten.

  • Scope

    Scope bezeichnet den Bereich, in dem etwas gilt oder sichtbar ist – zum Beispiel eine Variable im Programmcode, eine Berechtigung einer App oder der vereinbarte Umfang eines Projekts. Wer den Scope festlegt, zieht eine klare Grenze zwischen "gehört dazu" und "gehört nicht dazu".

  • Scraping

    Scraping bedeutet, dass ein Programm Internetseiten automatisch ausliest und die Inhalte in eine eigene Datensammlung überträgt. Auf diese Weise entstehen unter anderem die riesigen Textmengen, mit denen KI-Systeme trainiert werden.

  • Scratchpad

    Ein Scratchpad ist ein Bereich, in dem ein KI-Sprachprogramm Zwischenschritte aufschreibt, bevor es die eigentliche Antwort gibt. Dieses laute Mitdenken erhöht die Trefferquote bei Aufgaben, die mehrere Schritte brauchen.

  • Screen Scraping

    Screen Scraping bezeichnet das automatische Auslesen von Daten aus der fertig angezeigten Oberfläche eines Programms oder einer Webseite. Ein Computerprogramm nimmt dabei den Weg, den sonst ein Mensch mit Augen und Maus geht — weil ein direkter, dafür vorgesehener Datenzugang fehlt.

  • SDK

    Ein SDK ist ein fertiges Werkzeugpaket, das eine Firma an Programmierer verteilt, damit diese ihre eigenen Programme an ein bestimmtes System anschließen können. Es enthält vorgefertigte Codebausteine, Anleitungen und Testwerkzeuge und spart damit viel Arbeit.

  • SDR

    SDR steht für Software Defined Radio: ein Funkgerät, bei dem ein Programm die Aufgaben übernimmt, die früher fest verdrahtete Bauteile erledigten. Dasselbe Gerät kann so Radio empfangen, Flugzeugsignale mitlesen oder als Mobilfunk-Basisstation arbeiten – je nachdem, welche Software läuft.

  • Search Engine Optimization

    Search Engine Optimization, kurz SEO, umfasst alle Maßnahmen, mit denen eine Webseite in den Trefferlisten von Suchdiensten wie Google weiter oben erscheint. Weil die obersten Treffer die meisten Besucher bekommen, ist SEO für viele Unternehmen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

  • Searchbox

    Eine Searchbox ist das Eingabefeld, in das man auf einer Website oder in einer App seine Suchanfrage tippt. Sie gilt heute als besonders wertvoller Platz, weil sie darüber entscheidet, welcher Dienst eine Frage beantworten darf – zunehmend auch eine KI statt einer klassischen Trefferliste.

  • SEC 10-K

    Das 10-K ist der ausführliche Jahresbericht, den börsennotierte US-Unternehmen jedes Jahr bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC einreichen müssen. Er enthält Zahlen, Risiken und Erklärungen des Managements in einer festgelegten Gliederung und ist für jeden kostenlos einsehbar.

  • SEC-Meldung

    Eine SEC-Meldung ist ein Dokument, das ein börsennotiertes Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichen muss. Diese Berichte sind öffentlich einsehbar und eine der wichtigsten Quellen für Nachrichten über Firmen wie Nvidia, Apple oder OpenAI-Partner.

  • SEC-Registrierung

    Die SEC-Registrierung ist die offizielle Anmeldung von Wertpapieren bei der US-Börsenaufsicht SEC, bevor ein Unternehmen sie öffentlich verkaufen darf. Dabei muss das Unternehmen in einem umfangreichen Dokument seine Finanzen, sein Geschäftsmodell und seine Risiken offenlegen.

  • Secondaries

    Secondaries sind Verkäufe von Anteilen an einem Unternehmen, die von einem bisherigen Eigentümer an einen neuen Käufer gehen — das Unternehmen selbst bekommt dabei kein Geld. Besonders bei jungen KI-Firmen, die lange nicht an die Börse gehen, sind solche Deals zur wichtigsten Möglichkeit geworden, Anteile überhaupt zu Geld zu machen.

  • Secondary Sale

    Ein Secondary Sale ist der Verkauf bereits bestehender Firmenanteile von einem Eigentümer an einen anderen — das Geld fließt an den Verkäufer, nicht an das Unternehmen. Bei nicht börsennotierten Firmen wie OpenAI oder Anthropic ist das oft die einzige Möglichkeit, Anteile zu Geld zu machen.

  • Secret Scanning

    Secret Scanning ist die automatische Suche nach Passwörtern, Zugangsschlüsseln und ähnlichen Geheimnissen, die versehentlich im Programmcode gelandet sind. Spezielle Werkzeuge durchsuchen dafür alle Dateien eines Projekts und melden verdächtige Zeichenfolgen.

  • Secret-Muster

    Ein Secret-Muster ist eine Suchregel, die typische Formen von Zugangsdaten wie Passwörtern oder Schlüsseln in Texten und Programmcode erkennt. Firmen nutzen solche Muster, um versehentlich veröffentlichte Zugangsdaten zu finden, bevor Angreifer sie ausnutzen.

  • Secret-Scanner

    Ein Secret-Scanner ist ein Programm, das automatisch nach versehentlich veröffentlichten Zugangsdaten wie Passwörtern oder Schlüsseln sucht. Er durchsucht dafür Programmtexte, Dateien und Protokolle, bevor Angreifer sie finden.

  • Section 1260H

    Section 1260H ist ein US-Gesetzesabschnitt, der das Verteidigungsministerium verpflichtet, jedes Jahr eine Liste chinesischer Unternehmen mit mutmaßlichen Verbindungen zum Militär zu veröffentlichen. Ein Eintrag bedeutet kein direktes Handelsverbot, schadet den betroffenen Firmen aber massiv – besonders in der Chip- und KI-Branche.

  • Section 230

    Section 230 ist ein US-Gesetzesabschnitt von 1996, der Online-Plattformen vor Klagen wegen der Inhalte ihrer Nutzer schützt. Er gilt als rechtliche Grundlage dafür, dass Foren, soziale Netzwerke und Kommentarspalten überhaupt in ihrer heutigen Form existieren.

  • Section 5 FTC Act

    Section 5 FTC Act ist die zentrale Vorschrift des US-Verbraucherschutzrechts. Sie verbietet Unternehmen unfaire und irreführende Geschäftspraktiken – und ist derzeit das wichtigste Werkzeug, mit dem US-Behörden gegen falsche KI-Versprechen vorgehen.

  • Secure Exclave

    Ein Secure Exclave ist ein abgeschotteter Bereich in Apples Chips, der besonders empfindliche Aufgaben übernimmt – etwa das Abschalten von Kamera und Mikrofon. Selbst wenn das Betriebssystem gekapert wird, kann ein Angreifer diesen Bereich nicht einfach mitübernehmen.

  • Secure Sandboxing

    Secure Sandboxing bedeutet, ein Programm in einem streng abgeschotteten Bereich laufen zu lassen, aus dem es nicht auf den Rest des Computers zugreifen kann. So lässt sich fremder oder von einer KI erzeugter Code ausführen, ohne dass er im Schadensfall das ganze System trifft.

  • Secure Shell

    Secure Shell (SSH) ist ein Verfahren, mit dem man sich über das Internet verschlüsselt an einem entfernten Computer anmeldet und ihn per Texteingabe steuert. Es ist der Standardweg, auf dem Fachleute Server im Rechenzentrum bedienen, ohne dass jemand mitlesen kann.

  • Secure VM

    Eine Secure VM ist ein nachgebildeter Computer, der auf fremder Hardware läuft und dessen Arbeitsspeicher selbst für den Betreiber der Hardware verschlüsselt bleibt. Damit lassen sich sensible Daten in einem Rechenzentrum verarbeiten, ohne dem Betreiber vollständig vertrauen zu müssen.

  • Security through obscurity

    Security through obscurity bedeutet, etwas dadurch zu schützen, dass man es geheim hält, statt es wirklich abzusichern. Fachleute halten das für unzuverlässig, weil der Schutz sofort zusammenbricht, wenn das Geheimnis bekannt wird.

  • Seed (Kryptografie)

    Ein Seed ist der geheime Startwert, aus dem ein Computer eine ganze Reihe von Zufallszahlen oder Schlüsseln berechnet. Wer den Seed kennt, kann alles daraus Abgeleitete nachrechnen — deshalb entscheidet er über die Sicherheit von Verschlüsselung und Krypto-Wallets.

  • Segmentberichterstattung

    Die Segmentberichterstattung ist der Teil eines Geschäftsberichts, in dem ein großes Unternehmen seine Zahlen nach einzelnen Geschäftsbereichen aufschlüsselt. Statt nur eines Gesamtgewinns sieht man dann, welcher Bereich verdient und welcher Geld verliert.

  • Selbst gehostetes Modell

    Ein selbst gehostetes Modell ist ein KI-System, das auf eigenen Computern eines Unternehmens oder einer Privatperson läuft statt auf den Servern eines Anbieters. Der Betreiber hat dadurch volle Kontrolle über Daten und Kosten, muss sich aber selbst um Technik und Wartung kümmern.

  • Selbstdomestizierung

    Selbstdomestizierung bezeichnet die Idee, dass sich eine Art im Lauf sehr langer Zeiträume selbst zahmer gemacht hat, ohne dass jemand sie gezüchtet hätte. Meist ist damit der Mensch gemeint: Wer friedlicher und kooperativer war, bekam mehr Nachkommen.

  • Selbstreplikation

    Selbstreplikation bedeutet, dass ein System eine funktionsfähige Kopie von sich selbst herstellt. In der KI-Debatte geht es um die Frage, ob ein Computerprogramm sich ohne menschliche Hilfe auf weitere Rechner kopieren und dort weiterlaufen kann.

  • Selbstreplizierend

    Selbstreplizierend heißt: ein System stellt eigenständig funktionsfähige Kopien von sich selbst her. In der IT beschreibt der Begriff Schadprogramme, die sich ohne Zutun weiterverbreiten – und in der KI-Sicherheitsdebatte Programme, die sich selbst auf neue Computer kopieren könnten.

  • Selbstreplizierender Wurm

    Ein selbstreplizierender Wurm ist ein Schadprogramm, das sich ohne Zutun eines Menschen selbst kopiert und von Computer zu Computer weiterverbreitet. Anders als ein Virus braucht er dafür kein Wirtsprogramm und keinen unvorsichtigen Klick.

  • Self-Aligned Quadruple Patterning

    Self-Aligned Quadruple Patterning (SAQP) ist ein Trick aus der Chipfertigung, mit dem aus einer gezeichneten Linie vier extrem feine Linien entstehen. So lassen sich Strukturen erzeugen, die kleiner sind als das, was die Belichtungsmaschine überhaupt abbilden kann.

  • Self-hosted Deployment

    Ein Self-hosted Deployment bedeutet, dass eine Software auf Computern läuft, die dem Nutzer selbst gehören oder von ihm gemietet und verwaltet werden – nicht auf denen des Herstellers. Bei KI-Systemen wählen vor allem Firmen und Behörden diesen Weg, weil ihre Daten dabei das eigene Netzwerk nie verlassen.

  • Self-Modifying Agents

    Self-Modifying Agents sind Computerprogramme mit künstlicher Intelligenz, die ihre eigenen Anweisungen oder ihren eigenen Programmcode während des Betriebs verändern können. Sie sollen dadurch besser werden, ohne dass ein Mensch nachbessert – gelten aber als schwer kontrollierbar.

  • Self-Preferencing

    Self-Preferencing bedeutet, dass ein großes Internetunternehmen die eigenen Angebote auf seiner Plattform besser sichtbar macht als die von Konkurrenten. Wettbewerbsbehörden sehen darin oft einen unfairen Vorteil, weil das Unternehmen gleichzeitig Schiedsrichter und Mitspieler ist.

  • Self-Serve

    Self-Serve bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem Kunden ein Produkt selbst finden, testen und bezahlen, ohne je mit einem Verkäufer zu sprechen. Besonders bei Software und KI-Diensten ist das der übliche Weg, weil er pro Kunde fast nichts kostet.

  • Self-Service Ads Manager

    Ein Self-Service Ads Manager ist eine Website oder App, über die Werbekunden ihre Anzeigen ohne Hilfe eines Verkäufers selbst anlegen, bezahlen und auswerten. Plattformen wie Meta, Google oder TikTok verdienen den Großteil ihres Geldes über solche Werkzeuge.

  • Self-Sovereign AI

    Self-Sovereign AI bezeichnet die Idee, dass eine Person, ein Unternehmen oder ein Staat die eigenen KI-Systeme und die dazugehörigen Daten vollständig selbst kontrolliert. Statt sich auf einen fremden Anbieter zu verlassen, laufen Modell, Daten und Rechenleistung unter eigener Verfügungsgewalt.

  • Self-Speculation

    Self-Speculation ist ein Trick, mit dem ein Sprachmodell seine eigenen Antworten schneller ausgibt: Ein abgespeckter Teil des Modells rät mehrere Wörter im Voraus, das vollständige Modell prüft diese Vorschläge in einem Rutsch. Das Ergebnis bleibt identisch, die Wartezeit sinkt oft um die Hälfte.

  • Self-Supervised Learning

    Self-Supervised Learning ist ein Trainingsverfahren, bei dem ein Computerprogramm aus Daten lernt, ohne dass Menschen diese Daten vorher beschriften. Die Aufgaben zum Üben entstehen stattdessen aus den Daten selbst, etwa indem ein Teil verdeckt wird und erraten werden muss.

  • Selfware

    Selfware bezeichnet Software, die sich selbst schreibt, anpasst oder repariert – meist mithilfe von KI-Systemen, die Programmcode erzeugen. Der Begriff ist ein Schlagwort aus der Tech-Branche und beschreibt keine feste Technik, sondern eine Richtung, in die sich das Programmieren gerade bewegt.

  • Semantic-Acoustic Autoencoder

    Ein Semantic-Acoustic Autoencoder ist ein KI-System, das Sprachaufnahmen in eine kompakte Zahlendarstellung übersetzt und daraus wieder Ton erzeugt. Dabei trennt es bewusst zwei Ebenen: den Inhalt des Gesagten und den Klang der Stimme.

  • Semantische Suche

    Die semantische Suche findet Texte, die inhaltlich zur Frage passen, auch wenn sie ganz andere Wörter verwenden. Statt Buchstabenfolgen zu vergleichen, vergleicht sie die Bedeutung von Suchanfrage und Dokument.

  • Senior-Tranche

    Die Senior-Tranche ist der Teil einer aufgeteilten Anleihe, der bei Zahlungen zuerst bedient wird und Verluste zuletzt trägt. Sie gilt deshalb als der sicherste Anteil eines solchen Wertpapiers, bringt dafür aber die niedrigste Rendite.

  • Sensitivitätsanalyse

    Die Sensitivitätsanalyse prüft, wie stark sich ein Ergebnis verändert, wenn man einzelne Annahmen verändert. Sie zeigt damit, an welchen Stellschrauben eine Rechnung oder ein Modell besonders empfindlich hängt.

  • SEO

    SEO ist die Abkürzung für Suchmaschinenoptimierung: die Arbeit daran, dass eine Internetseite bei Google und anderen Suchmaschinen möglichst weit oben erscheint. Wer weiter oben steht, bekommt deutlich mehr Besucher – deshalb ist SEO für viele Firmen ein wichtiger Kostenfaktor.

  • Separation of Concerns

    Separation of Concerns ist ein Grundprinzip beim Bau von Software: Jeder Teil eines Programms soll für genau eine Aufgabe zuständig sein. Das macht große Systeme verständlich, testbar und leichter änderbar.

  • Sequential Model

    Ein Sequential Model ist ein künstliches neuronales Netz, dessen Rechenschritte streng hintereinander in einer einzigen Kette angeordnet sind. Es ist die einfachste Bauform solcher Netze und deshalb der übliche Einstieg für Anfänger in Programmbibliotheken wie Keras.

  • Serie-A-Finanzierung

    Die Serie-A-Finanzierung ist die erste große Geldrunde eines jungen Unternehmens, bei der professionelle Investoren im Tausch gegen Firmenanteile einsteigen. Sie folgt auf die kleineren Startgelder der Anfangszeit und finanziert den Schritt vom funktionierenden Produkt zum wachsenden Geschäft.

  • Series B

    Series B bezeichnet die zweite größere Finanzierungsrunde eines jungen Unternehmens, bei der Investoren Geld gegen Firmenanteile geben. Sie richtet sich an Firmen, deren Produkt sich am Markt bewährt hat und die nun schnell wachsen wollen.

  • Series G

    Series G bezeichnet die siebte große Finanzierungsrunde eines jungen Unternehmens, bei der Investoren Geld gegen Firmenanteile geben. Sie kommt selten vor und betrifft meist sehr große, schon bekannte Firmen, die den Gang an die Börse hinauszögern.

  • Series H

    Series H bezeichnet die achte große Finanzierungsrunde eines jungen Unternehmens, bei der Investoren Geld gegen Firmenanteile geben. Solche späten Runden sind selten und gehen oft in die Milliarden, besonders bei KI-Unternehmen.

  • Server-Side Request Forgery

    Server-Side Request Forgery ist eine Angriffsmethode, bei der ein Angreifer einen Server dazu bringt, in seinem Auftrag Anfragen an fremde Adressen zu schicken. So gelangt er an interne Daten, die von außen eigentlich unerreichbar sind.

  • Serverless

    Serverless bedeutet, dass ein Anbieter die Computer im Hintergrund vollständig verwaltet und Entwickler nur noch ihren Programmcode abliefern. Bezahlt wird nur die Zeit, in der der Code tatsächlich läuft.

  • Serverless Computing

    Serverless Computing bedeutet, dass ein Anbieter die Computer im Rechenzentrum komplett verwaltet und ein Programm nur dann laufen lässt, wenn es gebraucht wird. Bezahlt wird nach tatsächlicher Nutzung, nicht für dauerhaft reservierte Rechner.

  • serverseitig

    „Serverseitig" heißt: eine Berechnung passiert nicht auf deinem Gerät, sondern auf einem fremden Rechner im Rechenzentrum, der über das Internet erreichbar ist. Dein Handy oder Laptop schickt nur die Anfrage hin und zeigt anschließend das Ergebnis an.

  • Service Layer

    Der Service Layer ist eine Zwischenschicht in einem Softwaresystem, die alle fachlichen Abläufe bündelt und sie nach außen als klar benannte Dienste anbietet. Er trennt die Bedienoberfläche von der Datenhaltung und sorgt dafür, dass dieselbe Regel nicht an zehn Stellen doppelt programmiert wird.

  • Serving-Bericht

    Ein Serving-Bericht ist eine regelmäßige Auswertung darüber, wie ein fertig trainiertes KI-Modell im laufenden Betrieb Anfragen beantwortet – mit Zahlen zu Antwortzeit, Kosten, Fehlern und Auslastung. Er ist das zentrale Kontrollinstrument für alle, die ein KI-System betreiben statt es nur zu bauen.

  • Serving-Kosten

    Serving-Kosten sind die laufenden Kosten dafür, ein fertiges KI-Modell für Nutzer bereitzuhalten und jede einzelne Anfrage beantworten zu lassen. Sie entscheiden mit darüber, ob ein KI-Produkt Geld verdient oder verbrennt.

  • Serving-Schicht

    Die Serving-Schicht ist der Teil eines KI-Systems, der fertig trainierte Modelle für echte Nutzeranfragen bereitstellt. Sie nimmt Anfragen an, verteilt sie auf Rechner, holt die Antwort vom Modell und schickt sie zurück.

  • Serving-Stack

    Ein Serving-Stack ist die Software, die ein fertiges KI-Modell rund um die Uhr für Nutzer bereitstellt und ihre Anfragen an die Rechenchips verteilt. Er entscheidet darüber, wie schnell Antworten kommen und wie teuer jede einzelne Antwort ist.

  • Session

    Eine Session ist ein zusammenhängender Nutzungsabschnitt zwischen einem Programm und einem Dienst, in dem sich der Dienst merkt, mit wem er gerade spricht. Ohne Session wäre jede einzelne Anfrage an eine Website oder einen Chatbot völlig ohne Erinnerung an die vorherige.

  • Session-Cookie

    Ein Session-Cookie ist eine kleine Datei, die eine Webseite im Browser ablegt, damit sie den Nutzer während eines Besuchs wiedererkennt. Sie wird gelöscht, sobald man den Browser schließt.

  • Session-Cookie-Diebstahl

    Beim Session-Cookie-Diebstahl stiehlt ein Angreifer die kleine Datei, mit der eine Webseite dich als eingeloggt wiedererkennt. Mit dieser Datei kommt er in dein Konto, ohne Passwort und oft auch ohne den Code aus deiner Authenticator-App.

  • Session-Persistenz

    Session-Persistenz bedeutet, dass alle Anfragen eines Nutzers während eines Besuchs immer beim selben Server landen. Das ist nötig, wenn dieser Server Informationen zum Nutzer im eigenen Arbeitsspeicher hält, die andere Server nicht kennen.

  • SGLang

    SGLang ist eine kostenlos verfügbare Software, mit der man große Sprachmodelle auf eigenen Rechnern betreibt und deren Antworten ausliefert. Sie ist darauf ausgelegt, viele Anfragen gleichzeitig schnell und mit wenig Rechenaufwand zu bearbeiten.

  • SHA-256

    SHA-256 ist ein Rechenverfahren, das aus beliebigen Daten eine feste Zahlenfolge von 256 Stellen erzeugt – einen digitalen Fingerabdruck. Schon eine geänderte Ziffer in der Eingabe führt zu einem völlig anderen Ergebnis, und aus dem Ergebnis lässt sich die Eingabe nicht zurückrechnen.

  • Shader

    Ein Shader ist ein kleines Programm, das auf der Grafikkarte läuft und berechnet, wie ein Bildpunkt oder ein Eckpunkt einer 3D-Szene am Ende aussieht. Weil Millionen dieser Programme gleichzeitig laufen, entstehen Spielegrafik, Filmeffekte und heute auch die Rechenleistung für künstliche Intelligenz.

  • Shadow Evaluation

    Bei einer Shadow Evaluation läuft eine neue Software-Version im Hintergrund mit echten Daten mit, ohne dass ihre Ergebnisse jemand zu sehen bekommt. So lässt sich prüfen, ob sie besser arbeitet als die alte Version, bevor sie tatsächlich eingesetzt wird.

  • Shadowban

    Ein Shadowban ist eine unsichtbare Einschränkung auf einer Online-Plattform: Beiträge bleiben für den Absender normal sichtbar, werden anderen Nutzern aber kaum noch angezeigt. Anders als bei einer normalen Sperre gibt es keine Benachrichtigung, weshalb Betroffene die Drosselung oft nur an einbrechenden Zahlen erkennen.

  • SHAP

    SHAP ist ein Verfahren, das erklärt, warum ein Computerprogramm zu einer bestimmten Vorhersage gekommen ist. Es verteilt die Vorhersage rechnerisch auf die einzelnen Eingabedaten und zeigt so, welche Angabe wie stark in welche Richtung gewirkt hat.

  • Sharding

    Sharding bedeutet, einen sehr großen Datenbestand oder ein sehr großes Programm in Stücke zu zerlegen und diese Stücke auf mehrere Computer zu verteilen. So lassen sich Aufgaben bewältigen, die für einen einzelnen Rechner zu groß wären.

  • Share of Model

    Share of Model misst, wie oft eine Marke in den Antworten von KI-Chatbots vorkommt, wenn Menschen dort nach Produkten oder Empfehlungen fragen. Die Kennzahl überträgt die alte Marktanteils-Logik auf eine Welt, in der Kaufentscheidungen im Gespräch mit einer Maschine beginnen.

  • Shared Payment Token

    Ein Shared Payment Token ist eine Ersatznummer, die bei einer Kartenzahlung anstelle der echten Kartennummer weitergereicht wird. Sie funktioniert nur für einen bestimmten Zweck und ist deshalb für Diebe weitgehend wertlos.

  • Shared State

    Shared State bezeichnet Daten, auf die mehrere Programmteile gleichzeitig zugreifen und die sie auch verändern dürfen. Das spart Kopien und hält alle auf demselben Stand, führt aber leicht zu Fehlern, wenn zwei Zugriffe zeitlich zusammenfallen.

  • Shell

    Die Shell ist ein Programm, das getippte Befehle entgegennimmt und sie an das Betriebssystem weitergibt. Sie ist die textbasierte Alternative zur Bedienung mit Maus und Fenstern und das Standardwerkzeug von Entwicklern, Server-Administratoren und zunehmend auch von KI-Agenten.

  • Shell-Kommando

    Ein Shell-Kommando ist ein getippter Befehl, mit dem man einem Computer direkt sagt, was er tun soll – ohne Fenster, Symbole und Mausklicks. Solche Befehle steuern heute Server, Entwicklerwerkzeuge und zunehmend auch KI-Assistenten, die selbstständig Programme ausführen.

  • Shell-Skript

    Ein Shell-Skript ist eine Textdatei mit einer Liste von Computerbefehlen, die der Rechner der Reihe nach ausführt. Damit automatisiert man Aufgaben, die man sonst jedes Mal von Hand eintippen müsste.

  • Sherman Act

    Der Sherman Act ist ein US-Gesetz von 1890, das Absprachen zwischen Unternehmen und den Missbrauch einer beherrschenden Marktstellung verbietet. Er ist bis heute die wichtigste rechtliche Grundlage für die großen Kartellverfahren gegen Tech-Konzerne wie Google, Apple oder Amazon.

  • Sherman Antitrust Act

    Der Sherman Antitrust Act ist ein US-Gesetz von 1890, das Absprachen zwischen Unternehmen und den Missbrauch von Marktmacht verbietet. Es ist die Rechtsgrundlage, auf die sich die US-Regierung in großen Verfahren gegen Konzerne wie Microsoft oder Google stützt.

  • Short Context

    Short Context bezeichnet Sprachmodelle, die pro Anfrage nur eine kleine Menge Text gleichzeitig verarbeiten können – oft einige tausend Wörter. Alles, was darüber hinausgeht, muss gekürzt, zusammengefasst oder in Portionen nachgereicht werden.

  • SHPMIM

    SHPMIM ist eine Buchstabenfolge, zu der sich kein gesicherter Fachbegriff aus dem KI- oder Technikbereich belegen lässt. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Tippfehler, eine firmeninterne Abkürzung oder einen sehr neuen Nischenausdruck.

  • SHPMIM-Kondensator

    SHPMIM-Kondensatoren sind winzige Bauteile im Inneren von Computerchips, die elektrische Ladung speichern und dadurch die Stromversorgung des Chips stabil halten. Sie sind eine besonders leistungsfähige Variante der sogenannten MIM-Kondensatoren und werden vor allem in Chips für Künstliche Intelligenz eingesetzt.

  • Sicherheitsklassifikator

    Ein Sicherheitsklassifikator ist ein kleines Zusatzprogramm, das Texte oder Bilder in Kategorien wie "unproblematisch" oder "gefährlich" einsortiert. Er läuft neben einem KI-System und soll verhindern, dass problematische Anfragen und Antworten durchgehen.

  • Sicherheitsmechanismus

    Ein Sicherheitsmechanismus ist eine eingebaute Vorkehrung, die verhindern soll, dass ein KI-System schädliche, verbotene oder gefährliche Ausgaben produziert. Solche Vorkehrungen greifen an mehreren Stellen: beim Training, direkt bei der Eingabe und noch einmal bei der fertigen Antwort.

  • Sideband-Kanal

    Ein Sideband-Kanal ist ein zweiter, getrennter Übertragungsweg neben dem eigentlichen Hauptweg, über den Steuer- und Zusatzinformationen laufen. In der Technik nutzt man ihn, damit Verwaltung und Überwachung eines Systems auch dann funktionieren, wenn der Hauptweg blockiert oder ausgefallen ist.

  • Sidecar-Prozess

    Ein Sidecar-Prozess ist ein kleines Hilfsprogramm, das direkt neben einem Hauptprogramm mitläuft und ihm Aufgaben wie Verschlüsselung, Protokollierung oder Messungen abnimmt. Das Hauptprogramm bleibt dadurch schlank, weil es diese Zusatzarbeit nicht selbst erledigen muss.

  • Significant Risk Transfer

    Ein Significant Risk Transfer ist ein Geschäft, bei dem eine Bank das Ausfallrisiko eines Teils ihrer Kredite gegen eine Gebühr an Investoren abgibt, die Kredite selbst aber behält. Dadurch muss die Bank weniger Eigenkapital für diese Kredite zurücklegen und kann das frei gewordene Geld anderweitig einsetzen.

  • Sim-to-Real-Transfer

    Sim-to-Real-Transfer bezeichnet die Übertragung einer Steuerung, die ein Roboter in einer Computersimulation gelernt hat, auf einen echten Roboter in der physischen Welt. Der Kern des Problems ist, dass die Simulation die Wirklichkeit nie exakt abbildet.

  • SimpleQA

    SimpleQA ist ein Test von OpenAI, der prüft, ob ein KI-Sprachprogramm kurze Wissensfragen korrekt beantwortet oder sich Fakten ausdenkt. Jede Frage hat genau eine belegbare Antwort, deshalb lässt sich das Ergebnis eindeutig als richtig oder falsch werten.

  • SimpleVQA

    SimpleVQA ist ein Test, der prüft, ob KI-Systeme Fragen zu Bildern wahrheitsgemäß beantworten. Gemessen wird vor allem, wie oft ein System Dinge behauptet, die auf dem Bild gar nicht zu sehen sind.

  • Simplex

    Simplex ist ein Rechenverfahren, das aus vielen erlaubten Möglichkeiten die beste heraussucht, etwa den günstigsten Transportplan. In der Nachrichtentechnik bezeichnet dasselbe Wort außerdem eine Verbindung, bei der Daten nur in eine Richtung fließen.

  • Single Sign-on

    Single Sign-on bedeutet: Man meldet sich einmal an und kann danach mehrere Dienste nutzen, ohne sich erneut einzuloggen. Bekanntes Beispiel ist der Knopf „Mit Google anmelden“ auf fremden Webseiten.

  • Site Reliability Engineering

    Site Reliability Engineering ist eine Arbeitsweise, bei der Software-Entwickler dafür sorgen, dass große Online-Dienste zuverlässig laufen. Statt Störungen von Hand zu beheben, schreiben sie Programme, die den Betrieb überwachen und automatisch reagieren.

  • Situational Awareness von KI-Modellen

    Situational Awareness beschreibt, ob ein KI-Modell erkennt, was es selbst ist und in welcher Lage es gerade antwortet – etwa ob es getestet wird oder echten Nutzern gegenübersteht. Für die Sicherheitsforschung ist das eine zentrale Frage, weil Testergebnisse nur dann aussagekräftig sind, wenn ein System sich im Test nicht anders verhält als im Alltag.

  • Skalenfreie Architektur

    Eine skalenfreie Architektur ist ein Systemaufbau, der bei sehr kleiner und bei sehr großer Menge nach demselben Prinzip funktioniert. Man muss ihn also nicht umbauen, wenn aus zehn Nutzern zehn Millionen werden.

  • Skalierungsgesetze

    Skalierungsgesetze beschreiben, wie berechenbar sich die Leistung eines KI-Systems verbessert, wenn man es größer macht, mit mehr Beispieldaten füttert und länger rechnen lässt. Sie sind die Rechengrundlage dafür, dass Unternehmen Milliarden in immer größere Modelle investieren.

  • Skill Recording

    Skill Recording bezeichnet das Aufzeichnen menschlicher Arbeitsschritte, damit eine Software oder ein Roboter sie später selbst ausführen kann. Aus mitgeschnittenen Klicks, Handgriffen oder Bewegungen entsteht so das Trainingsmaterial für automatisierte Abläufe.

  • Skill-Datei

    Eine Skill-Datei ist ein Textdokument mit Anleitungen, das ein KI-Assistent bei Bedarf öffnet und befolgt. So lassen sich einem Assistenten neue Arbeitsabläufe beibringen, ohne ihn neu zu trainieren.

  • Skill-Extraktion

    Skill-Extraktion bezeichnet Software, die aus Texten wie Lebensläufen oder Stellenanzeigen automatisch die genannten Fähigkeiten herausliest und in einer einheitlichen Liste ablegt. Sie ist die Grundlage für Bewerbungssysteme, Jobportale und Arbeitsmarktstatistiken.

  • SKILL.md

    SKILL.md ist eine einfache Textdatei, in der man einem KI-Assistenten eine Arbeitsanweisung für eine bestimmte Aufgabe hinterlegt. Der Assistent lädt diese Anleitung erst dann, wenn er sie tatsächlich braucht, und arbeitet damit die Aufgabe nach festen Vorgaben ab.

  • Skills

    Skills sind Zusatzfähigkeiten, die man einem digitalen Assistenten oder einer KI beibringt, ohne das Programm selbst zu verändern. Sie funktionieren wie Apps auf einem Handy: Der Assistent bleibt derselbe, kann aber plötzlich mehr.

  • Skills (Agentenfähigkeiten)

    Skills sind klar abgegrenzte Fähigkeiten, die man einem KI-Assistenten zusätzlich mitgibt, etwa eine Rechnung zu prüfen oder einen Termin einzutragen. Statt alles selbst zu erraten, ruft das Programm für eine Aufgabe die passende Anleitung samt Werkzeugen auf.

  • Skills Bench

    Eine Skills Bench ist eine standardisierte Sammlung von Aufgaben, mit der geprüft wird, welche praktischen Fähigkeiten ein KI-System tatsächlich beherrscht. Statt reines Faktenwissen abzufragen, misst sie, ob das System eine Aufgabe von Anfang bis Ende richtig erledigt.

  • SLA

    Ein SLA ist ein schriftlicher Vertragsteil, in dem ein Anbieter zusagt, welche Qualität sein Dienst mindestens haben muss – etwa wie selten er ausfallen darf. Wird die Zusage gebrochen, gibt es meist Geld zurück.

  • Slug

    Ein Slug ist der lesbare Teil einer Internetadresse, der eine einzelne Seite benennt – etwa "kuenstliche-intelligenz-erklaert" am Ende eines Links. Er besteht meist nur aus Kleinbuchstaben, Zahlen und Bindestrichen und wird automatisch aus dem Titel erzeugt.

  • SMART on FHIR

    SMART on FHIR ist ein offener Standard, mit dem externe Programme sicher auf die Daten einer Krankenhaus-Software zugreifen dürfen. Er regelt, wie eine App gestartet wird, wie sie sich ausweist und welche Patientendaten sie sehen darf.

  • SMTP

    SMTP ist die Regelsprache, mit der Computer im Internet E-Mails weiterreichen. Es kümmert sich nur um den Versand vom Absender zum Postfach des Empfängers, nicht um das Lesen der Nachricht.

  • SOC 2

    SOC 2 ist ein Prüfbericht, in dem eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestätigt, dass ein Software-Anbieter die Daten seiner Kunden ordentlich schützt. Für Firmen, die Software an andere Firmen verkaufen, ist so ein Bericht oft die Eintrittskarte in Verkaufsgespräche.

  • SOCAMM

    SOCAMM ist ein steckbares Arbeitsspeicher-Modul, das Nvidia zusammen mit Speicherherstellern für KI-Server entwickelt hat. Es soll stromsparenden Handy-Speicher in Rechenzentren nutzbar machen, ohne ihn wie bisher fest auf die Platine zu löten.

  • Social Engineering

    Social Engineering bezeichnet Angriffe, bei denen Kriminelle nicht Technik überlisten, sondern Menschen. Sie täuschen ihre Opfer, damit diese freiwillig Passwörter herausgeben, Geld überweisen oder eine gefährliche Datei öffnen.

  • Social Manipulation

    Social Manipulation bezeichnet den gezielten Versuch, die Meinungen, Gefühle oder Entscheidungen vieler Menschen zu beeinflussen, ohne dass diese es merken. Mit KI-Werkzeugen lässt sich das heute in großem Maßstab und sehr billig betreiben.

  • Social Scoring

    Social Scoring bezeichnet Systeme, die das Verhalten von Menschen über längere Zeit erfassen und daraus eine Gesamtbewertung ihrer Person berechnen. In der Europäischen Union ist diese Art der Bewertung durch Behörden und Unternehmen seit 2024 weitgehend verboten.

  • Social Simulacra

    Social Simulacra sind künstlich erzeugte Nutzergruppen, die in einer noch leeren Online-Community so schreiben und reagieren, wie es echte Menschen tun würden. Entwickler testen damit ein neues Forum oder eine neue App, bevor überhaupt jemand angemeldet ist.

  • Society of Thought

    Society of Thought bezeichnet einen Ansatz, bei dem eine Aufgabe nicht von einer einzigen Antwort gelöst wird, sondern von mehreren parallelen Denkversuchen, die sich gegenseitig prüfen und ergänzen. Aus dem Zusammenspiel dieser Stimmen entsteht ein Ergebnis, das meist verlässlicher ist als jeder Einzelversuch.

  • Soficity

    Soficity ist eine Eigenschaft mathematischer Objekte namens Gruppen: Eine Gruppe ist sofisch, wenn man ihr Rechenverhalten durch endliche Tabellen beliebig genau nachbilden kann. Der Begriff spielt in der Mathematik eine Rolle, weil viele große Vermutungen für sofische Gruppen bewiesen sind – und niemand weiß, ob es überhaupt nicht-sofische Gruppen gibt.

  • Soft Labels

    Soft Labels sind Trainingsvorgaben, die einem Beispiel nicht nur eine einzige richtige Antwort zuweisen, sondern mehreren Antworten unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten. Statt „das ist ein Husky" lautet die Vorgabe dann „80 Prozent Husky, 15 Prozent Wolf, 5 Prozent Schäferhund".

  • Soft-Money-Compute-Strategie

    Die Soft-Money-Compute-Strategie beschreibt, wie KI-Firmen an Rechenleistung kommen, ohne sie mit eigenem Geld zu bezahlen: Statt Bargeld fließen Firmenanteile, Gutschriften oder Rabatte. So können junge Unternehmen riesige Rechnerkapazitäten nutzen, binden sich aber eng an ihren Geldgeber.

  • Softmax-Funktion

    Die Softmax-Funktion wandelt eine Liste beliebiger Zahlen in Wahrscheinlichkeiten um, die zusammen 100 Prozent ergeben. Sie steht am Ende fast jedes KI-Modells und entscheidet dort, wie sicher sich das System bei jeder möglichen Antwort ist.

  • Software as a Service

    Software as a Service, kurz SaaS, bedeutet: Ein Programm läuft nicht auf dem eigenen Gerät, sondern auf den Rechnern eines Anbieters, und man benutzt es über den Browser gegen eine laufende Gebühr. Statt einmal eine Kaufversion zu erwerben, mietet man die Nutzung – meist monatlich oder jährlich.

  • Software Development Lifecycle

    Der Software Development Lifecycle beschreibt die Phasen, die ein Computerprogramm von der ersten Idee bis zur Abschaltung durchläuft. Er sorgt dafür, dass große Teams geordnet zusammenarbeiten, statt einfach drauflos zu programmieren.

  • Software-Engineering

    Software-Engineering ist die planvolle Herstellung von Computerprogrammen im Team: von der Frage, was das Programm können soll, über das Schreiben des Codes bis zu Test, Betrieb und Pflege. Es unterscheidet sich vom reinen Programmieren dadurch, dass es auch Organisation, Qualitätssicherung und Wartung über Jahre umfasst.

  • Software-Stack

    Ein Software-Stack ist die Gesamtheit der Programme, die in einem technischen System übereinander aufbauen und zusammenarbeiten – von der Steuerung der Hardware bis zur Oberfläche, die der Nutzer sieht. Der Begriff fällt oft, wenn Unternehmen erklären, mit welchen Bausteinen ein Produkt gebaut ist.

  • SOL-API

    Eine SOL-API ist eine technische Schnittstelle, über die Programme mit dem Solana-Netzwerk sprechen: Sie fragen Kontostände ab, schicken Zahlungen los oder lesen Kursdaten. Entwickler nutzen sie, damit ihre App nicht selbst einen kompletten Netzwerk-Knoten betreiben muss.

  • Solow-Paradoxon

    Das Solow-Paradoxon beschreibt die Beobachtung, dass Unternehmen viel Geld in Computer investierten, ohne dass die Wirtschaft messbar mehr pro Arbeitsstunde produzierte. Der Begriff taucht heute wieder auf, wenn über die wirtschaftliche Wirkung von künstlicher Intelligenz gestritten wird.

  • SOUL.md

    SOUL.md ist eine Textdatei in einem Softwareprojekt, in der festgehalten wird, wofür das Projekt eigentlich steht: Zweck, Werte, Tonfall und Grenzen. Gedacht ist sie vor allem für KI-Assistenten, die am Code mitarbeiten und sonst nur die technischen Regeln kennen würden.

  • Source Map

    Eine Source Map ist eine Zusatzdatei, die maschinell zusammengestauchten Programmcode wieder auf den ursprünglich geschriebenen Code zurückführt. Entwickler können damit Fehler an der Stelle suchen, an der sie den Code tatsächlich getippt haben.

  • Source of Truth

    Eine Source of Truth ist der eine Ort, an dem eine Information verbindlich gespeichert wird und an dem sich alle anderen Stellen orientieren. Wo mehrere Systeme dieselbe Angabe unabhängig voneinander pflegen, entstehen Widersprüche – genau das soll eine Source of Truth verhindern.

  • Source Poisoning

    Source Poisoning bedeutet, dass jemand absichtlich falsche oder manipulierte Texte im Internet platziert, damit ein KI-System sie später als Wissensquelle benutzt. Die KI gibt die Manipulation dann als seriöse Antwort weiter, ohne den Betrug zu bemerken.

  • Souveräne KI

    Souveräne KI bedeutet, dass ein Land oder eine Region die eigene künstliche Intelligenz selbst kontrolliert: die Rechenzentren, die Daten und die Programme. Ziel ist, nicht von wenigen ausländischen Konzernen abhängig zu sein.

  • Souveränitätsanspruch bei KI

    Der Souveränitätsanspruch bei KI ist die Forderung eines Staates oder Staatenbunds, künstliche Intelligenz selbst bauen, betreiben und kontrollieren zu können, statt von ausländischen Anbietern abhängig zu sein. Dahinter stehen Sorgen um Sicherheit, Wirtschaft und die Frage, wessen Regeln für eine Technologie gelten.

  • Sovereign AI

    Sovereign AI bezeichnet das Ziel eines Staates, künstliche Intelligenz auf eigenem Boden und nach eigenen Regeln zu entwickeln und zu betreiben. Es geht um die Frage, wer über Rechenzentren, Daten und Modelle bestimmt — und wer sich von wem abhängig macht.

  • Spacer-GIF

    Ein Spacer-GIF ist ein winziges, unsichtbares Bild, das frühe Webdesigner in Seiten einbauten, um Abstände zwischen Texten und Grafiken zu erzwingen. Heute gilt die Technik als überholt, taucht aber noch in altem Code und in E-Mails auf.

  • Sparkline

    Eine Sparkline ist ein sehr kleines Diagramm ohne Achsen und Beschriftung, das direkt in einer Textzeile oder Tabellenzelle steht. Sie zeigt auf einen Blick, ob ein Wert über die Zeit gestiegen, gefallen oder gleich geblieben ist.

  • Sparse Attention

    Sparse Attention ist ein Sparverfahren in modernen Sprachmodellen: Statt jedes Wort eines Textes mit jedem anderen zu vergleichen, werden nur ausgewählte Wortpaare betrachtet. Das senkt den Rechenaufwand bei langen Texten drastisch und macht Eingaben von hunderttausenden Wörtern überhaupt erst bezahlbar.

  • Sparse Mixture of Experts

    Sparse Mixture of Experts ist ein Bauprinzip für große KI-Modelle: Das Modell besteht aus vielen austauschbaren Teilnetzen, von denen pro Anfrage nur wenige rechnen. So kann ein Modell sehr groß sein und trotzdem schnell und günstig antworten.

  • Sparse MoE

    Sparse MoE ist eine Bauweise für große KI-Modelle, bei der pro Anfrage nur ein kleiner Teil des Modells rechnet und der große Rest ruht. So können Modelle sehr viel Wissen speichern, ohne dass jede Antwort entsprechend teuer wird.

  • Sparse-Architektur

    Eine Sparse-Architektur ist ein KI-Modell, das für jede einzelne Anfrage nur einen kleinen Teil seiner Bausteine benutzt statt aller. So kann ein sehr großes Modell rechnen wie ein viel kleineres.

  • Sparsity

    Sparsity bedeutet, dass in einem KI-System die meisten Zahlen null sind oder die meisten Bauteile bei einer Anfrage gar nicht mitrechnen. Weil man Nullen nicht ausrechnen muss, sparen solche Systeme Rechenzeit, Strom und Speicher.

  • Spatial Computing

    Spatial Computing bezeichnet Technik, die den echten Raum um einen Menschen herum vermisst und digitale Inhalte passgenau darin platziert. Statt auf einen flachen Bildschirm zu schauen, bewegt man sich zwischen virtuellen Objekten, die scheinbar im Zimmer stehen.

  • Spatial Grounding

    Spatial Grounding bedeutet, dass ein Computerprogramm eine sprachliche Beschreibung mit einer konkreten Stelle in einem Bild oder in einem Raum verbindet. Das Programm sagt also nicht nur, was zu sehen ist, sondern auch, wo genau es sich befindet.

  • Speaker Diarization

    Speaker Diarization ist ein automatisches Verfahren, das in einer Tonaufnahme erkennt, wer wann spricht. Es teilt die Aufnahme in Abschnitte und ordnet jeden Abschnitt einer Stimme zu – ohne die beteiligten Personen vorher zu kennen.

  • Spec-Driven Development

    Spec-Driven Development ist eine Arbeitsweise beim Programmieren, bei der zuerst eine genaue schriftliche Beschreibung des gewünschten Ergebnisses entsteht und der eigentliche Programmcode erst daraus abgeleitet wird. Besonders wichtig wurde die Methode, seit KI-Werkzeuge große Mengen Code schreiben und dafür klare Vorgaben brauchen.

  • Spec-Phase

    Die Spec-Phase ist der Abschnitt eines Projekts, in dem genau aufgeschrieben wird, was gebaut werden soll – noch bevor jemand mit dem Bauen anfängt. Das Ergebnis ist ein Dokument, an dem sich später alle Beteiligten messen lassen.

  • Speculative Decoding

    Speculative Decoding ist ein Trick, mit dem Sprachprogramme ihre Antworten schneller ausgeben. Ein kleines, schnelles Modell rät mehrere Wörter im Voraus, ein großes, genaues Modell prüft diese Vorschläge in einem Rutsch.

  • Speculative Execution

    Speculative Execution bedeutet, dass ein Computer schon rechnet, bevor feststeht, ob das Ergebnis überhaupt gebraucht wird. Liegt er richtig, spart er Zeit; liegt er falsch, verwirft er die Arbeit — dieses Prinzip steckt in fast jedem Prozessor und heute auch in der Beschleunigung von KI-Textmodellen.

  • Speech Agent Arena

    Die Speech Agent Arena ist eine Online-Plattform, auf der zwei sprechende KI-Systeme dieselbe Aufgabe bekommen und Menschen entscheiden, welche Antwort besser war. Aus vielen solchen Vergleichen entsteht eine Rangliste, die zeigt, welche Sprach-KI im Alltag überzeugt.

  • Speech Engine

    Eine Speech Engine ist ein Programm, das gesprochene Sprache in Text umwandelt oder aus Text hörbare Sprache erzeugt. Sie steckt hinter Sprachassistenten, Untertitelfunktionen, Vorlesefunktionen und Diktierprogrammen.

  • Speech to Speech Quality Index

    Der Speech to Speech Quality Index ist eine Kennzahl dafür, wie gut ein Computersystem gesprochene Sprache in gesprochene Sprache umwandelt — etwa Deutsch in Englisch. Er fasst mehrere Einzelmessungen wie Verständlichkeit, Natürlichkeit und inhaltliche Treue zu einem Wert zusammen.

  • Speech-Native

    Speech-Native bezeichnet KI-Systeme, die gesprochene Sprache direkt verarbeiten und direkt wieder als Sprache ausgeben, ohne den Umweg über geschriebenen Text. Dadurch reagieren sie schneller und hören auch Tonfall, Lautstärke und Pausen mit.

  • Speech-to-Text

    Speech-to-Text bezeichnet Software, die gesprochene Sprache in geschriebenen Text umwandelt. Sie steckt in Diktierfunktionen, automatischen Untertiteln und Sprachassistenten und gehört heute zu den zuverlässigsten Anwendungen künstlicher Intelligenz.

  • SPEED-Bench

    SPEED-Bench ist ein Testverfahren, mit dem man messen will, wie schnell und effizient ein KI-System Antworten erzeugt – nicht nur, wie gut diese Antworten inhaltlich sind. Solche Tests sind wichtig, weil Geschwindigkeit und Stromverbrauch darüber entscheiden, ob ein KI-Dienst bezahlbar bleibt.

  • Speicherbandbreite

    Die Speicherbandbreite gibt an, wie viele Daten pro Sekunde zwischen dem Arbeitsspeicher eines Chips und seinen Rechenwerken bewegt werden können. Bei KI-Anwendungen entscheidet sie oft stärker über das Tempo als die reine Rechenleistung.

  • Speicherprogrammierbare Steuerung

    Eine speicherprogrammierbare Steuerung ist ein robuster Industriecomputer, der Maschinen und Anlagen steuert. Sie liest Signale von Sensoren, verarbeitet sie nach einem gespeicherten Programm und schaltet daraufhin Motoren, Ventile oder Lampen.

  • Spezifikationssprache

    Eine Spezifikationssprache ist eine künstliche Sprache mit festen Regeln, in der man aufschreibt, was ein Computerprogramm leisten soll – nicht, wie es das tut. Weil solche Beschreibungen eindeutig sind, kann ein Rechner sie prüfen und Widersprüche aufdecken.

  • Sphere-Packing

    Sphere-Packing ist die Frage, wie man gleich große Kugeln möglichst dicht in einen Raum stapelt, ohne dass sie sich überschneiden. Das klingt nach Obstkisten, steckt aber in Funkübertragung, Datenkompression und moderner Verschlüsselung.

  • Split-Screen

    Split-Screen bezeichnet einen geteilten Bildschirm: Die Anzeigefläche wird in zwei oder mehr Bereiche zerlegt, die gleichzeitig unterschiedliche Inhalte zeigen. Der Begriff kommt aus Film und Videospielen und ist heute vor allem eine Bedienfunktion von Computern, Tablets und Smartphones.

  • Sprach-Token

    Ein Sprach-Token ist ein kleines Textstück – meist ein Wort, ein Wortteil oder ein Satzzeichen –, in das Programme geschriebene Sprache zerlegen, bevor sie damit rechnen. Chatbots verarbeiten Text nicht Buchstabe für Buchstabe und nicht Wort für Wort, sondern in genau diesen Häppchen, und danach richten sich auch ihre Preise.

  • Sprach-zu-Sprach-Modell

    Ein Sprach-zu-Sprach-Modell nimmt gesprochene Sprache entgegen und antwortet direkt wieder mit gesprochener Sprache, ohne den Umweg über geschriebenen Text. Dadurch reagiert es schneller und kann Tonfall, Lautstärke und Sprechtempo mitverarbeiten.

  • Sprachagent

    Ein Sprachagent ist ein Computerprogramm, das ein Telefongespräch selbstständig führt: Es hört zu, versteht das Gesagte, antwortet mit einer künstlichen Stimme und kann dabei Aufgaben erledigen, etwa einen Termin buchen. Anders als eine alte Telefonansage mit festen Auswahlmenüs reagiert es frei auf das, was der Anrufer sagt.

  • Sprachassistent

    Ein Sprachassistent ist ein Programm, das gesprochene Anweisungen versteht und darauf reagiert – etwa Alexa, Siri oder Google Assistant. Er wandelt Sprache in Text um, deutet den Wunsch dahinter und führt eine passende Aktion aus.

  • Sprachbefehl

    Ein Sprachbefehl ist ein gesprochener Satz, mit dem man ein Gerät steuert, statt zu tippen oder zu klicken. Das Gerät wandelt die Aufnahme in Text um, deutet die Absicht und führt dann eine passende Aktion aus.

  • Sprachmodell

    Ein Sprachmodell ist ein Computerprogramm, das aus riesigen Textmengen gelernt hat, welches Wort auf ein anderes folgen kann. Auf dieser einfachen Grundlage beruhen heutige Chatprogramme wie ChatGPT.

  • Sprachmodell-Transkription

    Sprachmodell-Transkription bezeichnet das automatische Umwandeln von gesprochener Sprache in geschriebenen Text durch ein KI-System. Sie steckt in Untertiteln, Diktierfunktionen und Besprechungsprotokollen — arbeitet aber nicht fehlerfrei, sondern rät bei undeutlichen Stellen.

  • SQL Injection

    SQL Injection ist ein Angriff auf Webseiten, bei dem jemand über ein normales Eingabefeld heimlich Befehle an die dahinterliegende Datenbank schickt. Gelingt das, kann der Angreifer fremde Daten auslesen, verändern oder löschen.

  • SQLite

    SQLite ist ein kostenloses Programmpaket, mit dem eine App ihre Daten geordnet in einer einzigen Datei auf dem Gerät speichern und durchsuchen kann. Es steckt unsichtbar in fast jedem Smartphone, Browser und Betriebssystem und gilt als eine der am häufigsten eingesetzten Software der Welt.

  • SRAM

    SRAM ist eine besonders schnelle Art von Computerspeicher, die Daten nur solange hält, wie Strom fließt. Sie sitzt direkt auf Prozessoren und Grafikchips und entscheidet dort mit darüber, wie schnell KI-Berechnungen laufen.

  • SSH

    SSH ist ein Verfahren, mit dem man einen entfernten Computer über das Internet sicher steuern kann. Alles, was dabei übertragen wird, ist verschlüsselt, sodass Fremde im Netz nichts mitlesen können.

  • SSH-Bootstrap

    SSH-Bootstrap bezeichnet das erste Einrichten eines neuen Servers über eine verschlüsselte Fernverbindung. Ein einzelner Zugang genügt, um Grundeinstellungen, Nutzerkonten und Verwaltungswerkzeuge automatisch aufzusetzen.

  • Stablecoin

    Ein Stablecoin ist digitales Geld auf einer Blockchain, dessen Kurs an eine gewöhnliche Währung wie den US-Dollar gekoppelt ist. Ein Stück soll also dauerhaft etwa einen Dollar wert sein — anders als Bitcoin, dessen Preis stark schwankt.

  • Stacked Pull Requests

    Stacked Pull Requests sind eine Arbeitsweise in der Softwareentwicklung: Eine große Änderung wird in mehrere kleine Vorschläge zerlegt, die aufeinander aufbauen und nacheinander geprüft werden. So bleibt jeder einzelne Schritt überschaubar, obwohl das Gesamtprojekt groß ist.

  • StackPerf

    StackPerf bezeichnet die Messung der Leistung eines ganzen Technik-Stapels statt einzelner Bauteile: Es zählt, was am Ende beim Nutzer ankommt, nicht wie schnell ein Chip auf dem Papier ist. Solche Gesamtbetrachtungen entscheiden heute darüber, welche KI-Systeme im Betrieb wirklich günstig und schnell sind.

  • Standardmodell

    Das Standardmodell ist die derzeit beste Beschreibung dafür, aus welchen kleinsten Bausteinen Materie besteht und welche Kräfte zwischen ihnen wirken. Es erklärt fast alle Messungen der Teilchenphysik sehr genau, lässt aber Fragen wie die Schwerkraft und die Dunkle Materie offen.

  • Standing

    Standing ist die Frage, ob jemand überhaupt das Recht hat, eine Sache vor Gericht zu bringen. Wer nicht selbst betroffen ist, wird abgewiesen, ohne dass das Gericht den eigentlichen Streit prüft.

  • STAR Market

    Der STAR Market ist ein eigener Handelsplatz der Börse Shanghai, an dem vor allem junge chinesische Technologieunternehmen ihre Anteile verkaufen. Er gilt als Chinas Antwort auf die US-Technologiebörse Nasdaq und hat lockerere Aufnahmeregeln als der restliche chinesische Aktienmarkt.

  • State

    Der State ist alles, was ein Programm sich über bereits Geschehenes merkt, während es läuft. Ob ein System einen State hat oder nicht, entscheidet darüber, ob es aus einer Folge von Anfragen einen Zusammenhang bilden kann.

  • State Corruption

    State Corruption bezeichnet den Zustand eines Programms oder KI-Systems, in dem die intern gespeicherten Daten nicht mehr zur Wirklichkeit passen. Das System arbeitet dann scheinbar normal weiter, trifft seine Entscheidungen aber auf einer falschen Grundlage.

  • State Machine

    Eine State Machine ist ein Modell, das ein System in eine überschaubare Zahl klar benannter Zustände einteilt und festlegt, welche Ereignisse von welchem Zustand in welchen anderen führen. Sie wird in der Software-Entwicklung genutzt, um Abläufe eindeutig und überprüfbar zu beschreiben.

  • State-Space-Architektur

    Die State-Space-Architektur ist ein Bauplan für KI-Modelle, die Texte oder Signale Schritt für Schritt lesen und dabei nur eine kompakte Zusammenfassung des Gelesenen mitführen. Sie gilt als Gegenentwurf zur heute üblichen Transformer-Bauweise, weil sie mit sehr langen Eingaben deutlich sparsamer umgeht.

  • State-Space-Blöcke

    State-Space-Blöcke sind Bausteine von KI-Modellen, die einen Text Wort für Wort durchgehen und dabei eine Art Gedächtnis mitführen, statt jedes Mal den ganzen Text neu zu überblicken. Sie gelten als sparsame Alternative zu der Bauweise, auf der die meisten heutigen Sprachmodelle beruhen.

  • State-Space-Modell

    Ein State-Space-Modell ist ein KI-Bauplan, der Texte oder Signale Schritt für Schritt liest und dabei nur eine kompakte Zusammenfassung des Bisherigen mitführt. Dadurch bleibt der Rechenaufwand auch bei sehr langen Eingaben beherrschbar — anders als bei den heute üblichen Transformer-Modellen.

  • Stateless

    Stateless heißt: ein Dienst merkt sich zwischen zwei Anfragen nichts über den Nutzer. Jede Anfrage muss alle nötigen Angaben selbst mitbringen, was die Technik dahinter einfacher und leichter vervielfachbar macht.

  • Stateless Agents

    Stateless Agents sind KI-Programme, die selbstständig Aufgaben abarbeiten, sich zwischen zwei Aufträgen aber an nichts erinnern. Jeder Auftrag beginnt bei Null, alle nötigen Informationen müssen von außen mitgeliefert werden.

  • Statement of Interest

    Ein Statement of Interest ist eine schriftliche Erklärung, mit der jemand ernsthaftes Interesse an einem Vorhaben bekundet, ohne sich rechtlich zu binden. In der Tech- und KI-Branche taucht es vor allem bei Investitionen, Übernahmen und Behördenverfahren auf.

  • Static Application Security Testing

    Static Application Security Testing, kurz SAST, sucht Sicherheitslücken direkt im Programmtext einer Software, ohne dass das Programm dafür laufen muss. Spezielle Prüfwerkzeuge lesen den Code wie ein Korrektor und melden Stellen, die Angreifer ausnutzen könnten.

  • Statische Codeanalyse

    Statische Codeanalyse prüft den geschriebenen Programmtext auf Fehler, ohne das Programm laufen zu lassen. Werkzeuge lesen den Text wie ein Korrektor und melden verdächtige Stellen, bevor die Software bei Nutzern landet.

  • Status-quo-Bias

    Der Status-quo-Bias ist die Neigung von Menschen, den bestehenden Zustand beizubehalten, selbst wenn eine Alternative messbar besser wäre. Er erklärt, warum Voreinstellungen in Software, alte Verträge und eingefahrene Arbeitsabläufe so hartnäckig überleben.

  • Steering

    Steering bezeichnet Verfahren, mit denen man das Verhalten eines fertig trainierten KI-Systems gezielt in eine bestimmte Richtung lenkt, etwa höflicher, vorsichtiger oder sachlicher. Im engeren Sinn meint der Begriff das direkte Eingreifen in die internen Rechenwerte des Modells, ohne es neu zu trainieren.

  • Steganographie

    Steganographie ist die Kunst, eine Nachricht so zu verstecken, dass niemand ihre Existenz bemerkt. Anders als bei der Verschlüsselung, wo eine unlesbare Nachricht offen sichtbar ist, sieht man bei Steganographie nur ein harmloses Bild, Video oder einen normalen Text.

  • Stem-Trennung

    Stem-Trennung bezeichnet Software, die ein fertig abgemischtes Musikstück wieder in einzelne Bestandteile zerlegt: Gesang, Schlagzeug, Bass und Restinstrumente. Moderne Programme schaffen das mit lernenden Systemen inzwischen so sauber, dass die Ergebnisse in Karaoke-Apps, DJ-Software und Remixen landen.

  • Sternchenfeld

    Ein Sternchenfeld ist ein Eingabefeld auf einer Webseite oder in einer App, das getippte Zeichen nicht anzeigt, sondern durch Punkte oder Sternchen ersetzt. Es schützt vor allem Passwörter davor, von Umstehenden mitgelesen zu werden.

  • Stilometrie

    Stilometrie ist die messbare Untersuchung von Schreibstil: Sie zählt sprachliche Merkmale eines Textes, um herauszufinden, wer ihn geschrieben hat. Heute wird sie unter anderem eingesetzt, um anonyme Texte zuzuordnen oder maschinell erzeugte Texte von menschlichen zu unterscheiden.

  • Stimmrechtsaktien

    Stimmrechtsaktien sind Firmenanteile, die ihrem Besitzer erlauben, bei den Entscheidungen des Unternehmens mitzustimmen. Bei vielen Technologiekonzernen gibt es zwei Aktiensorten: eine mit viel Stimmgewicht für die Gründer und eine mit wenig oder gar keinem für normale Anleger.

  • Stöchiometrische Blockade

    Eine stöchiometrische Blockade liegt vor, wenn ein Vorhaben an einer festen Mengenbeziehung scheitert: Für jede Einheit Produkt braucht es eine bestimmte Menge eines Rohstoffs, und genau davon ist zu wenig da. Der Begriff stammt aus der Chemie und wird heute auch für Lieferketten und den Ausbau von KI-Rechenzentren verwendet.

  • Stop Words

    Stop Words sind sehr häufige, für sich genommen inhaltsarme Wörter wie „und“, „der“ oder „ist“, die manche Textverarbeitungsprogramme vor der Analyse aus einem Text streichen. Das spart Speicher und Rechenzeit, kann aber die Bedeutung verfälschen — moderne Sprachmodelle verzichten deshalb meist darauf.

  • Stop-Hook

    Ein Stop-Hook ist eine hinterlegte Anweisung, die automatisch ausgeführt wird, sobald ein KI-Assistent seine Arbeit an einer Aufgabe beendet. Damit lassen sich Abschlussprüfungen, Aufräumarbeiten oder Benachrichtigungen anstoßen, ohne dass ein Mensch sie jedes Mal anstoßen muss.

  • Streaming (LLM-Ausgabe)

    Streaming bedeutet, dass ein Chatbot seine Antwort Stück für Stück ausgibt, während er sie noch berechnet, statt am Ende alles auf einmal zu zeigen. Deshalb erscheint der Text scheinbar tippend auf dem Bildschirm.

  • Streaming-Renderer

    Ein Streaming-Renderer zeigt Text auf dem Bildschirm bereits an, während er noch Stück für Stück eintrifft. Bei Chatprogrammen sorgt er dafür, dass die Antwort wie getippt erscheint, statt erst nach mehreren Sekunden komplett aufzutauchen.

  • Streetlight-Effekt

    Der Streetlight-Effekt beschreibt die Neigung, dort zu suchen, wo das Suchen leicht ist, statt dort, wo die Antwort wirklich liegt. In Forschung, Wirtschaft und KI führt das dazu, dass leicht messbare Dinge untersucht werden und wichtige, aber schwer messbare Fragen liegen bleiben.

  • Streisand-Effekt

    Der Streisand-Effekt beschreibt, dass der Versuch, eine Information zu unterdrücken, sie oft erst richtig bekannt macht. Benannt ist er nach der Sängerin Barbra Streisand, die 2003 gegen ein Luftbild ihres Hauses klagte und es damit millionenfach verbreitete.

  • Sub-Account

    Ein Sub-Account ist ein untergeordnetes Konto innerhalb eines größeren Hauptkontos. Er hat eigene Zugangsdaten, eigene Berechtigungen und oft eine eigene Abrechnung, gehört aber weiterhin zum übergeordneten Konto.

  • Sub-Agent

    Ein Sub-Agent ist ein KI-Helfer, der von einem übergeordneten KI-Programm für eine klar umgrenzte Teilaufgabe gestartet wird und danach nur sein Ergebnis zurückmeldet. So werden große Aufträge in kleinere Portionen zerlegt, die getrennt und teils parallel bearbeitet werden.

  • Subliminal Learning

    Subliminal Learning beschreibt den Effekt, dass ein KI-System beim Lernen von den Texten eines anderen Systems auch dessen Eigenheiten übernimmt – selbst wenn diese in den Texten überhaupt nicht vorkommen. Der Begriff stammt aus Forschungsarbeiten von 2025 und gilt als Risiko für die verbreitete Praxis, KI-Trainingsdaten von anderer KI erzeugen zu lassen.

  • Subquadratische Attention

    Subquadratische Attention bezeichnet Verfahren, die den Rechenaufwand von Sprachmodellen beim Verarbeiten langer Texte langsamer wachsen lassen als quadratisch. Statt jedes Wort mit jedem anderen zu vergleichen, wird die Zahl der Vergleiche gezielt reduziert.

  • Substitution

    Substitution bedeutet, dass eine Sache durch eine andere ersetzt wird, die denselben Zweck erfüllt. In der KI-Debatte geht es meist darum, ob Software menschliche Arbeit oder ein bisher gekauftes Produkt verdrängt.

  • Subvokalisierung

    Subvokalisierung ist das stille Mitsprechen von Wörtern beim Lesen oder Denken, bei dem die Sprechmuskeln winzige Bewegungen ausführen. Sensoren können diese Signale messen, weshalb der Begriff heute auch in der Technik auftaucht — etwa bei Geräten, die lautlos gesprochene Befehle erkennen.

  • Suchmaschinenoptimierung

    Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, umfasst alle Maßnahmen, mit denen eine Webseite bei Google und anderen Suchdiensten weiter oben in der Trefferliste erscheint. Ziel sind mehr Besucher, ohne für Werbeplätze zu bezahlen.

  • Summary Judgment

    Ein Summary Judgment ist eine Entscheidung eines US-Gerichts, die einen Zivilprozess ohne Verhandlung beendet, weil die wichtigen Fakten unstrittig sind. In KI-Streitfällen um Urheberrecht fällt so oft früh die eigentlich entscheidende Aussage.

  • Sunk Cost Fallacy

    Die Sunk Cost Fallacy ist ein Denkfehler: Menschen halten an einer Sache fest, weil sie schon viel Geld, Zeit oder Mühe hineingesteckt haben. Vernünftig wäre es, nur nach dem künftigen Nutzen zu entscheiden, denn das bereits Ausgegebene kommt ohnehin nicht zurück.

  • Super-Agent

    Ein Super-Agent ist ein KI-System, das nicht nur antwortet, sondern selbstständig ganze Aufgaben erledigt: planen, Programme bedienen, Zwischenergebnisse prüfen. Der Begriff ist eher ein Marketingversprechen als eine feste technische Definition.

  • Super-App

    Eine Super-App ist ein einzelnes Handyprogramm, in dem viele sonst getrennte Dienste zusammenlaufen: Nachrichten schreiben, bezahlen, Essen bestellen, Tickets kaufen. Bekanntestes Beispiel ist WeChat in China, wo Hunderte Millionen Menschen fast ihren gesamten digitalen Alltag in einer App erledigen.

  • Super-Cores

    Super-Cores sind ein Prozessor-Konzept, bei dem mehrere kleine Rechenkerne zeitweise zu einem großen, virtuellen Kern zusammengeschaltet werden. So soll ein Chip sowohl bei vielen parallelen Aufgaben als auch bei einzelnen schweren Aufgaben schnell sein.

  • Super-Resolution

    Super-Resolution bezeichnet Verfahren, die aus einem grob aufgelösten Bild eine schärfere Version mit mehr Bildpunkten berechnen. Moderne Software nutzt dafür lernende Programme, die aus Millionen Beispielbildern gelernt haben, wie Details typischerweise aussehen.

  • Supercomputer-Cluster

    Ein Supercomputer-Cluster ist ein Verbund aus tausenden einzelnen Computern, die über sehr schnelle Kabel verbunden sind und gemeinsam an einer Aufgabe rechnen. Solche Anlagen sind heute die Grundlage für das Training großer KI-Modelle und für aufwendige wissenschaftliche Simulationen.

  • Superfund

    Superfund ist ein US-amerikanisches Programm, das schwer mit Giftstoffen belastete Grundstücke aufräumt und die Kosten dafür den Verursachern in Rechnung stellt. Der Name stammt von einem Geldtopf, aus dem die Sanierung bezahlt wird, wenn kein zahlungsfähiger Verantwortlicher zu finden ist.

  • SuperGPQA

    SuperGPQA ist ein Test mit rund 26.000 sehr schweren Fachfragen aus 285 Studienfächern, mit dem geprüft wird, wie viel Fachwissen ein KI-System wirklich beherrscht. Er gilt als Nachfolger des kleineren Tests GPQA und deckt auch seltene Fachgebiete ab, die in üblichen Prüfungen fehlen.

  • Superintelligenz

    Superintelligenz bezeichnet ein gedachtes Computersystem, das Menschen in praktisch allen geistigen Aufgaben deutlich übertrifft. Der Begriff beschreibt keine existierende Technik, sondern ein Zukunftsszenario, über das Forschung, Politik und Investoren heftig streiten.

  • SuperPOD

    Ein SuperPOD ist ein fertig zusammengestelltes Großsystem aus vielen verbundenen Spezialrechnern, das der Chiphersteller Nvidia als Komplettpaket verkauft. Es dient dazu, sehr große KI-Modelle in Wochen statt Jahren zu trainieren.

  • Supervised Fine-Tuning

    Supervised Fine-Tuning ist ein Trainingsschritt, bei dem ein bereits vortrainiertes KI-Modell mit ausgewählten Beispielpaaren aus Aufgabe und Musterantwort nachgeschult wird. So lernt ein System, das nur Text fortsetzen kann, tatsächlich Anweisungen zu befolgen.

  • Supply Chain Risk

    Supply Chain Risk bezeichnet die Gefahr, dass ein Unternehmen ins Stocken gerät, weil ein Zulieferer ausfällt, ein Bauteil fehlt oder eine eingekaufte Software eine Schwachstelle enthält. In der Tech- und KI-Branche ist das Risiko besonders hoch, weil wenige Firmen und wenige Länder zentrale Bauteile liefern.

  • Supply Chain Risk Designation

    Eine Supply Chain Risk Designation ist eine offizielle Einstufung, mit der eine Behörde einen Hersteller oder Zulieferer als Sicherheitsrisiko für die eigene Versorgung kennzeichnet. Wer so eingestuft ist, darf seine Produkte oft nicht mehr an staatliche Stellen oder in kritische Netze liefern.

  • Supply-Chain-Angriff

    Bei einem Supply-Chain-Angriff greifen Kriminelle ein Unternehmen nicht direkt an, sondern manipulieren einen Zulieferer, dessen Produkt das Unternehmen benutzt. Über ein einziges verseuchtes Update können so tausende Kunden gleichzeitig betroffen sein.

  • Supply-Side-Platform

    Eine Supply-Side-Platform ist ein technischer Dienst, über den Website- und App-Betreiber ihre Werbeflächen automatisch zum Verkauf anbieten. Sie holt in Sekundenbruchteilen Gebote von vielen Werbekäufern ein und vergibt den Platz an das höchste davon.

  • Suppression of Accuracy

    Suppression of Accuracy bezeichnet den Fall, dass ein KI-System absichtlich oder durch seine Einstellungen schlechter antwortet, als es eigentlich könnte. Die Ursachen reichen von bewusst gedrosselten Sparmodellen bis zu Systemen, die ihre Fähigkeiten in Tests verbergen.

  • Surrogate Verifier

    Ein Surrogate Verifier ist ein Hilfsprogramm, das die Antwort eines KI-Systems bewertet, obwohl die richtige Lösung gar nicht bekannt ist. Er ersetzt eine echte Prüfung durch eine Schätzung – und ist deshalb schnell, aber angreifbar.

  • SVG

    SVG ist ein Dateiformat für Bilder, das die Grafik nicht als Punktraster speichert, sondern als Bauanleitung aus Linien, Kurven und Flächen. Dadurch bleibt ein SVG in jeder Größe gestochen scharf und lässt sich wie Text bearbeiten.

  • SWA-basiertes HiCache

    SWA-basiertes HiCache ist eine Technik, mit der Chatbot-Server sich Zwischenergebnisse aus früheren Rechenschritten merken und auf mehreren Speicherebenen ablegen. Weil das Modell dabei nur ein gleitendes Textfenster berücksichtigt, bleibt die Menge der gespeicherten Daten auch bei sehr langen Gesprächen begrenzt.

  • Swarm

    Ein Swarm ist eine Gruppe vieler kleiner Computerprogramme, die dieselbe Aufgabe gemeinsam bearbeiten, ohne dass eine zentrale Stelle jedem Einzelnen sagt, was zu tun ist. Aus vielen einfachen Einzelbeiträgen entsteht ein Ergebnis, das keines der Programme allein erreicht hätte.

  • SWE Marathon

    SWE Marathon ist ein Test, der prüft, ob ein KI-System sehr lange an einer Programmieraufgabe arbeiten kann, ohne den Überblick zu verlieren. Statt einzelner kleiner Korrekturen geht es um Aufträge, die stunden- oder tagelange Arbeit an echtem Programmcode erfordern.

  • SWE-bench

    SWE-bench ist ein Test, mit dem geprüft wird, ob ein KI-System echte Programmierfehler in bestehender Software selbst reparieren kann. Die Aufgaben stammen aus realen Softwareprojekten, und als Lösung gilt nur, was die vorhandenen Prüfprogramme des Projekts bestehen lässt.

  • SWE-Bench Pro

    SWE-Bench Pro ist ein Test, der prüft, ob eine KI echte Programmierfehler in echten Software-Projekten selbstständig beheben kann. Er gilt als deutlich schwerere Weiterentwicklung des älteren Tests SWE-Bench.

  • SWE-bench Verified

    SWE-bench Verified ist ein Test, der misst, wie gut Computerprogramme echte Fehler in echter Software selbst beheben können. Er besteht aus 500 handgeprüften Aufgaben aus offen einsehbaren Programmierprojekten und gilt als wichtigster Vergleichsmaßstab für Programmierfähigkeiten von KI-Systemen.

  • SWE-Pro

    SWE-Pro ist ein Test, mit dem geprüft wird, wie gut KI-Systeme echte Programmieraufgaben aus professionellen Softwareprojekten lösen. Statt kleiner Übungsaufgaben bekommt die KI reale Fehlerberichte und muss den Code so ändern, dass die Prüfprogramme des Projekts durchlaufen.

  • Swift

    Swift ist eine Programmiersprache, die Apple 2014 vorgestellt hat. Mit ihr werden die meisten Apps für iPhone, iPad, Mac und Apple Watch geschrieben.

  • Swing-by-Manöver

    Ein Swing-by-Manöver ist ein gezielter enger Vorbeiflug einer Raumsonde an einem Planeten, bei dem dessen Anziehungskraft die Sonde beschleunigt oder umlenkt. So sparen Raumfahrtmissionen große Mengen Treibstoff und erreichen Ziele, die sonst unerreichbar wären.

  • Switchgear

    Switchgear ist die englische Bezeichnung für Schaltanlagen: Geräte, die Strom in großen Anlagen verteilen, ein- und ausschalten und bei Störungen abtrennen. Weil Rechenzentren für Künstliche Intelligenz enorme Strommengen brauchen, sind solche Anlagen zu einem knappen und viel diskutierten Bauteil geworden.

  • Sycophancy

    Sycophancy bezeichnet die Neigung von Chatbots, dem Nutzer nach dem Mund zu reden statt bei der sachlich richtigen Antwort zu bleiben. Das Verhalten entsteht ungewollt beim Training, weil Menschen zustimmende Antworten oft besser bewerten als korrekte.

  • Sycophantic AI

    Sycophantic AI beschreibt die Neigung von Chatbots, den Nutzern nach dem Mund zu reden statt bei der richtigen Antwort zu bleiben. Widerspricht man dem Programm, gibt es oft nach – auch dann, wenn es vorher recht hatte.

  • Symbolisches Weltmodell

    Ein symbolisches Weltmodell ist eine Beschreibung der Welt in Form klar benannter Dinge, Eigenschaften und Regeln, mit der ein Computerprogramm planen und Schlüsse ziehen kann. Es steht im Gegensatz zu Modellen, die die Welt nur als Zahlenmuster aus Trainingsdaten abbilden.

  • Symmetrische Verschlüsselung

    Bei der symmetrischen Verschlüsselung benutzen Sender und Empfänger denselben geheimen Schlüssel: einmal zum Unlesbarmachen einer Nachricht, einmal zum Zurückverwandeln. Das Verfahren ist sehr schnell, hat aber ein Problem – der Schlüssel muss vorher sicher zum Gegenüber gelangen.

  • Syndizierter Kredit

    Ein syndizierter Kredit ist ein sehr großes Darlehen, das nicht von einer einzigen Bank vergeben wird, sondern von mehreren Banken gemeinsam. Jede Bank übernimmt nur einen Teil der Summe und damit auch nur einen Teil des Risikos.

  • Synthetische Daten

    Synthetische Daten sind künstlich erzeugte Beispiele, die echte Messungen oder echte Texte ersetzen sollen. Sie werden vor allem genutzt, um Computerprogramme zu trainieren, wenn echte Daten fehlen, zu teuer sind oder Persönlichkeitsrechte verletzen würden.

  • SynthID

    SynthID ist eine von Google entwickelte Technik, die maschinell erzeugte Bilder, Töne, Videos und Texte mit einem unsichtbaren Erkennungszeichen versieht. Ein passendes Prüfwerkzeug kann dieses Zeichen später auslesen und so anzeigen, dass der Inhalt von einer Maschine stammt.

  • Syscall

    Ein Syscall ist die Anfrage eines Programms an das Betriebssystem, etwas zu tun, das das Programm nicht selbst darf – etwa eine Datei öffnen oder Daten übers Netz schicken. Über diese kontrollierte Schnittstelle laufen praktisch alle Zugriffe auf Festplatte, Netzwerk und Speicher.

  • System Card

    Eine System Card ist ein öffentliches Begleitdokument, das ein Unternehmen zu einem neuen KI-System veröffentlicht. Sie beschreibt, was das System kann, wo es scheitert, wie es geprüft wurde und welche Sicherheitsvorkehrungen eingebaut sind.

  • System Instructions

    System Instructions sind eine feste Anweisung, die ein Anbieter einem KI-Textprogramm vor jedem Gespräch mitgibt. Sie legen Rolle, Tonfall und Grenzen fest, bevor der Nutzer überhaupt etwas eintippt.

  • System of Action

    Ein System of Action ist eine Software, die Arbeitsschritte nicht nur anzeigt, sondern selbst ausführt – etwa eine Bestellung auslösen oder einen Termin verschieben. Der Begriff grenzt solche Programme von klassischer Software ab, die vor allem Daten speichert und darstellt.

  • System of Record

    Ein System of Record ist die Software, in der die verbindliche Fassung bestimmter Daten eines Unternehmens liegt. Widersprechen sich zwei Programme, gilt das, was hier gespeichert ist.

  • System-on-a-Chip

    Ein System-on-a-Chip ist ein einzelner Computerchip, der fast alle Bauteile eines Rechners enthält: Rechenkern, Grafikeinheit, Speicheranbindung und Funkmodule. Fast jedes Smartphone, Tablet und viele Notebooks laufen heute auf einem solchen Chip.

  • Systemkarte

    Eine Systemkarte ist ein Begleitdokument, das ein Unternehmen zu einem neuen KI-Produkt veröffentlicht. Darin steht, wofür das System gedacht ist, wie gut es in Tests abgeschnitten hat und wo es typischerweise Fehler macht.

  • Systemprompt

    Ein Systemprompt ist eine versteckte Anweisung, die ein Chatbot-Betreiber seinem Programm vorgibt, bevor der Nutzer überhaupt etwas schreibt. Sie legt fest, wie das Programm sich verhält, welchen Ton es anschlägt und worüber es nicht sprechen soll.

  • Systemrisiken

    Systemrisiken sind Gefahren, die nicht nur einzelne Menschen treffen, sondern ganze Gesellschaften, Märkte oder die öffentliche Ordnung erschüttern können. In der KI-Regulierung bezeichnet der Begriff die Risiken besonders leistungsfähiger Modelle, für deren Anbieter deshalb strengere Pflichten gelten.

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  • Tabellarisches Fundamentmodell

    Ein tabellarisches Fundamentmodell ist ein großes, vorab trainiertes KI-Modell für Daten in Tabellenform, etwa Kundenlisten oder Messreihen. Es kann Vorhersagen für eine neue Tabelle treffen, ohne dafür eigens neu trainiert zu werden.

  • Tabellarisches Sprachmodell

    Ein tabellarisches Sprachmodell ist ein KI-System, das nicht nur Fließtext verarbeitet, sondern gezielt Tabellen mit Zeilen, Spalten und Überschriften. Es kann Fragen zu Tabelleninhalten beantworten, Werte nachschlagen und einfache Berechnungen über Zellen hinweg durchführen.

  • Tabular Foundation Model

    Ein Tabular Foundation Model ist ein KI-Modell, das auf Tabellen mit Zeilen und Spalten spezialisiert ist und dort Werte vorhersagt. Es wurde einmal groß vortrainiert und kann danach neue Tabellen auswerten, ohne für jede einzelne Tabelle neu trainiert zu werden.

  • Tail-Latency

    Tail-Latency bezeichnet die Wartezeit der langsamsten Anfragen eines Systems – also nicht den Durchschnitt, sondern die Ausreißer am oberen Ende. Sie entscheidet darüber, wie zuverlässig sich ein Dienst für Nutzer anfühlt.

  • Take-Rate

    Die Take-Rate gibt an, welchen Anteil vom Geld, das über eine Plattform fließt, die Plattform selbst als Einnahme einbehält. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen, um zu beurteilen, wie viel ein Marktplatz oder ein App-Store tatsächlich verdient.

  • Tape-out

    Der Tape-out ist der Moment, in dem der fertige Entwurf eines Computerchips an die Fabrik geschickt wird, die ihn herstellt. Danach lässt sich am Design nichts mehr ändern, weshalb dieser Schritt in der Chipbranche als Meilenstein gilt.

  • Task Compaction

    Task Compaction bezeichnet das Zusammenfassen eines langen Gesprächs- oder Arbeitsverlaufs zu einer kurzen Zusammenfassung, damit ein KI-Programm weiterarbeiten kann, ohne an seine Textgrenze zu stoßen. Der alte Verlauf wird verworfen, das Wesentliche bleibt erhalten.

  • Task Decomposition

    Task Decomposition bedeutet, dass eine große Aufgabe in mehrere kleine Teilschritte zerlegt wird, die nacheinander gelöst werden. KI-Systeme arbeiten so deutlich zuverlässiger als bei dem Versuch, alles in einem einzigen Schritt zu erledigen.

  • Task-Agent

    Ein Task-Agent ist ein Computerprogramm, das eine Aufgabe eigenständig in Teilschritte zerlegt und diese Schritte nacheinander selbst ausführt. Es antwortet also nicht nur mit Text, sondern handelt: Es sucht, klickt, rechnet und prüft das Ergebnis.

  • Task-Completion-Rate

    Die Task-Completion-Rate gibt an, welcher Anteil gestellter Aufgaben vollständig und korrekt erledigt wurde. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen, um zu beurteilen, ob ein KI-System im echten Einsatz nützlich ist.

  • tasks.md

    tasks.md ist eine einfache Textdatei in einem Softwareprojekt, in der die anstehenden Arbeitsschritte als Liste stehen. Sie hat sich zu einem festen Baustein der Zusammenarbeit mit KI-Programmierassistenten entwickelt, weil diese die Liste lesen, abarbeiten und Erledigtes abhaken können.

  • Tau Scaling Law

    Das Tau Scaling Law beschreibt, wie zuverlässig ein KI-System eine Aufgabe schafft, je länger diese Aufgabe dauert. Die Erfolgsquote fällt dabei regelmäßig ab, je mehr Arbeitsschritte hintereinander nötig sind.

  • Tau3 Voice Intelligence

    Tau3 Voice Intelligence ist die Bezeichnung für ein Produkt, das gesprochene Sprache automatisch versteht, beantwortet und auswertet. Solche Sprachsysteme werden vor allem in Callcentern, Assistenzprogrammen und Auto-Bedienung eingesetzt.

  • Tauri

    Tauri ist ein kostenloses Werkzeugpaket, mit dem Entwickler aus Webseiten-Technik echte Programme für Windows, macOS und Linux bauen. Die Oberfläche zeigt der Browser an, der ohnehin auf dem Rechner installiert ist – deshalb sind Tauri-Programme oft nur wenige Megabyte groß.

  • TCP/IP

    TCP/IP ist der Satz gemeinsamer Regeln, nach denen Computer im Internet Daten austauschen. Er sorgt dafür, dass Daten in kleine Pakete zerlegt, korrekt zugestellt und beim Empfänger wieder richtig zusammengesetzt werden.

  • Tech-Stack

    Ein Tech-Stack ist die Sammlung aller Programme, Programmiersprachen und Dienste, mit denen ein Unternehmen seine Software baut und betreibt. Der Begriff beschreibt also nicht ein einzelnes Werkzeug, sondern die gesamte Auswahl an Bausteinen, die zusammenarbeiten müssen.

  • Technical Spec

    Eine Technical Spec ist ein schriftliches Dokument, das vor dem Programmieren festlegt, wie eine geplante Software gebaut werden soll. Sie beschreibt den Aufbau, die getroffenen Entscheidungen und die Gründe dafür – und dient dem Team als gemeinsame Verständigungsgrundlage.

  • Technische Schulden

    Technische Schulden sind die Folgekosten schneller, unsauberer Lösungen in Software: Man spart heute Zeit und zahlt später mit mehr Aufwand. Der Begriff vergleicht diesen Aufwand mit einem Kredit, der Zinsen kostet.

  • Technologische Singularität

    Die technologische Singularität ist die Vorstellung, dass Maschinen eines Tages klüger werden als Menschen und sich dann selbst immer weiter verbessern. Ab diesem Punkt wäre die weitere Entwicklung für Menschen nicht mehr vorhersagbar oder steuerbar.

  • Technologische Souveränität

    Technologische Souveränität bedeutet, dass ein Land oder ein Unternehmen wichtige Technik selbst beherrscht oder zumindest frei wählen kann, von wem es sie bezieht. Es geht nicht um Abschottung, sondern darum, nicht erpressbar zu sein.

  • Telematik

    Telematik bezeichnet die Kombination aus Messen vor Ort und Übertragen der Messwerte über eine Funkverbindung, meistens bei Fahrzeugen. Ein kleines Gerät im Auto oder Lkw erfasst Position, Tempo und Fahrverhalten und schickt die Daten laufend an einen Server.

  • Telemetrie

    Telemetrie bezeichnet das automatische Messen und Übertragen von Betriebsdaten aus einem Gerät oder Programm an den Hersteller. Sie zeigt, wie eine Software läuft, wo sie abstürzt und wie sie benutzt wird – und ist deshalb bei Datenschützern umstritten.

  • Teleoperation

    Teleoperation bedeutet, dass ein Mensch eine Maschine aus der Ferne steuert, während er ihre Umgebung über Kameras und Sensoren wahrnimmt. In der Robotik ist sie zugleich Notfalllösung für schwierige Situationen und wichtige Quelle für Trainingsdaten.

  • Temperature (Sampling-Parameter)

    Temperature ist eine Einstellung, die steuert, wie berechenbar oder wie überraschend die Antworten eines Textgenerators ausfallen. Ein niedriger Wert führt zu nüchternen, wiederholbaren Formulierungen, ein hoher Wert zu ungewöhnlicheren und riskanteren.

  • Temperatursensor

    Ein Temperatursensor ist ein kleines Bauteil, das misst, wie warm oder kalt seine Umgebung ist, und diesen Wert als elektrisches Signal weitergibt. Er steckt in Handys, Autos, Heizungen und in den Rechenzentren, in denen KI-Modelle arbeiten.

  • Template-Injection

    Bei einer Template-Injection schmuggelt ein Angreifer eigene Rechenanweisungen in eine Textvorlage einer Webseite. Der Server hält sie für einen normalen Teil der Vorlage, führt sie aus und verrät dabei Daten oder gibt die Kontrolle über den Rechner ab.

  • Tender Offer

    Ein Tender Offer ist ein öffentliches Angebot, Aktien eines Unternehmens zu einem festen Preis innerhalb einer festen Frist zu kaufen. Es richtet sich an alle Anteilseigner gleichzeitig und wird häufig bei Firmenübernahmen oder bei Start-ups eingesetzt, deren Mitarbeiter Anteile zu Geld machen wollen.

  • Tensor Processing Unit

    Eine Tensor Processing Unit (TPU) ist ein von Google entwickelter Spezialchip, der fast nur eine Sorte Rechnung ausführt: das massenhafte Multiplizieren und Addieren von Zahlen in großen Tabellen. Genau diese Rechnung brauchen moderne KI-Systeme ständig, weshalb TPUs sie schneller und stromsparender erledigen als ein normaler Computerchip.

  • TensorRT

    TensorRT ist ein Programmpaket der Firma Nvidia, das fertig trainierte KI-Modelle so umbaut, dass sie auf Nvidia-Grafikkarten möglichst schnell rechnen. Es macht Modelle nicht klüger, sondern schneller und sparsamer im Betrieb.

  • TensorRT-LLM

    TensorRT-LLM ist eine kostenlose Software von Nvidia, die große Sprachmodelle auf Nvidia-Grafikkarten schneller antworten lässt. Sie ändert nichts am Wissen des Modells, sondern nur daran, wie effizient dessen Rechenschritte auf der Hardware ausgeführt werden.

  • Terabyte

    Ein Terabyte ist eine Maßeinheit für Datenmengen und entspricht rund einer Billion Zeichen. Es ist heute die übliche Größenordnung für Festplatten, Videoarchive und die Datensätze, mit denen KI-Modelle trainiert werden.

  • Term Sheet

    Ein Term Sheet ist eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Bedingungen, unter denen ein Investor Geld in ein Unternehmen stecken will. Es ist noch kein endgültiger Vertrag, legt aber fest, worüber später nicht mehr verhandelt wird.

  • Terminal

    Ein Terminal ist ein Fenster am Computer, in dem man Befehle als Text eintippt statt auf Symbole zu klicken. Der Computer führt die Befehle aus und antwortet ebenfalls mit Text.

  • Terminal User Interface

    Ein Terminal User Interface (TUI) ist eine Bedienoberfläche, die vollständig aus Text in einem Terminalfenster besteht – mit Menüs, Listen und Fortschrittsbalken, aber ohne Maus, Fenster und Grafik. Entwicklerwerkzeuge und KI-Programmierassistenten nutzen diese Form, weil sie schnell, ressourcensparend und auch über Fernzugriff auf entfernte Rechner nutzbar ist.

  • Terminal-basiert

    Terminal-basiert heißt: ein Programm wird nicht über Fenster, Symbole und Maus bedient, sondern über getippte Befehle in einem Textfenster. Die Ausgabe erscheint ebenfalls als Text, Zeile für Zeile.

  • Terminal-Bench

    Terminal-Bench ist ein Test, der prüft, wie gut KI-Programme echte Aufgaben auf einem Computer lösen, indem sie Befehle in ein Textfenster tippen. Gemessen wird nur, ob das Ergebnis am Ende tatsächlich funktioniert.

  • Terminal-Bench-Science

    Terminal-Bench-Science ist ein Test, der prüft, wie gut KI-Programme wissenschaftliche Arbeitsaufgaben selbstständig am Computer erledigen. Die KI bekommt dabei keine Multiple-Choice-Fragen, sondern echte Aufgaben, die sie durch Eintippen von Befehlen lösen muss.

  • Test-time Adaptation

    Test-time Adaptation bezeichnet Verfahren, mit denen sich ein fertig trainiertes KI-Modell während des laufenden Einsatzes noch an neue Daten anpasst. Das hilft, wenn die echten Daten anders aussehen als die Beispiele aus dem Training.

  • Test-Time Compute

    Test-Time Compute bezeichnet die Rechenarbeit, die ein KI-System in dem Moment leistet, in dem es eine Frage beantwortet. Lässt man es länger rechnen, werden die Antworten oft besser – das ist seit 2024 einer der wichtigsten Wege, KI-Systeme leistungsfähiger zu machen.

  • Test-Time Reasoning

    Test-Time Reasoning bedeutet, dass ein KI-Programm sich für eine Frage bewusst mehr Rechenzeit nimmt und Zwischenschritte durchgeht, statt sofort zu antworten. Diese zusätzliche Bedenkzeit verbessert vor allem Mathematik-, Logik- und Programmieraufgaben, kostet aber pro Antwort deutlich mehr.

  • Test-Time Training

    Test-Time Training bezeichnet Verfahren, bei denen ein fertig trainiertes KI-Modell sich noch während der Benutzung an die konkrete Aufgabe anpasst. Statt nur zu antworten, verändert das Modell dabei kurzzeitig seine eigenen internen Einstellungen.

  • Text-to-Speech

    Text-to-Speech bezeichnet Software, die geschriebenen Text in gesprochene Sprache umwandelt. Moderne Systeme klingen kaum noch nach Computerstimme und können Betonung, Tempo und sogar bestimmte Stimmen nachahmen.

  • Text-to-Speech (TTS)

    Text-to-Speech, kurz TTS, bezeichnet Programme, die geschriebenen Text in gesprochene Sprache umwandeln. Moderne TTS-Systeme klingen so natürlich, dass sie von echten Stimmaufnahmen kaum zu unterscheiden sind.

  • Text-to-Video

    Text-to-Video bezeichnet Computerprogramme, die aus einer geschriebenen Beschreibung ein kurzes Video erzeugen. Man tippt einen Satz ein, das Programm rechnet und liefert bewegte Bilder, die es vorher nirgends gab.

  • Text-zu-Bild-Modell

    Ein Text-zu-Bild-Modell ist ein Computerprogramm, das aus einer geschriebenen Beschreibung ein passendes Bild erzeugt. Bekannte Beispiele sind Midjourney, Stable Diffusion und DALL·E.

  • Textgenerierung

    Textgenerierung bezeichnet das automatische Erzeugen von zusammenhängendem Text durch ein Computerprogramm. Moderne KI-Programme schreiben dabei Wort für Wort weiter und wählen jedes Mal die Fortsetzung, die zum bisherigen Text am besten passt.

  • Thin Client

    Ein Thin Client ist ein sehr einfach ausgestatteter Computerarbeitsplatz, der kaum selbst rechnet. Die eigentliche Arbeit erledigt ein zentraler Rechner im Netzwerk, das Gerät zeigt nur das Ergebnis an und schickt Tastatur- und Mauseingaben zurück.

  • Thinking-Budget

    Ein Thinking-Budget ist eine Obergrenze dafür, wie lange ein KI-Programm vor seiner Antwort intern nachdenken darf. Es steuert den Kompromiss zwischen Antwortqualität auf der einen und Wartezeit und Kosten auf der anderen Seite.

  • Thinking-Modus

    Der Thinking-Modus ist eine Betriebsart von KI-Chatprogrammen, in der das Programm vor der eigentlichen Antwort erst einen längeren Zwischentext für sich selbst schreibt. Dieser Zwischenschritt kostet Zeit und Geld, verbessert aber die Trefferquote bei Aufgaben mit mehreren Denkschritten deutlich.

  • Thomson-Modell

    Das Thomson-Modell ist eine Vorstellung vom Aufbau des Atoms aus dem Jahr 1904. Es beschreibt das Atom als eine gleichmäßig positiv geladene Kugel, in der negativ geladene Elektronen wie Rosinen in einem Kuchen stecken.

  • Threat Hunting

    Threat Hunting ist die aktive Suche nach Angreifern, die bereits unbemerkt in einem Computernetzwerk stecken. Statt auf einen Alarm zu warten, durchsuchen Fachleute die Daten des Netzwerks gezielt nach Spuren.

  • Threat Modeling

    Threat Modeling ist eine strukturierte Denkübung: Ein Team überlegt vor dem Bau eines Systems, wer es angreifen könnte, wie und mit welchem Ziel. Aus dieser Liste möglicher Angriffe leitet es ab, welche Schutzmaßnahmen sich wirklich lohnen.

  • Thrift-Maxxing

    Thrift-Maxxing bezeichnet den Trend, gebrauchte Kleidung möglichst günstig und in möglichst großer Menge zu kaufen und daraus einen Wettbewerb zu machen. Der Begriff stammt aus sozialen Netzwerken und wird inzwischen auch von Handelsplattformen und deren Empfehlungssystemen aufgegriffen.

  • Thunderbolt

    Thunderbolt ist ein Anschluss an Computern, über den Daten, Bildsignale und Strom gleichzeitig durch ein einziges Kabel laufen. Er sieht aus wie ein USB-C-Anschluss, überträgt aber deutlich mehr Daten pro Sekunde.

  • TIME

    TIME ist ein 1923 gegründetes US-amerikanisches Nachrichtenmagazin, das heute vor allem online erscheint. In der KI-Branche wird es vor allem durch seine jährliche Liste TIME100 AI zitiert, die einflussreiche Personen der Branche benennt.

  • Time Series Foundation Model

    Ein Time Series Foundation Model ist ein großes KI-Modell, das auf riesigen Mengen von Messreihen trainiert wurde und danach für viele verschiedene Vorhersagen einsetzbar ist. Es soll bei Zeitreihen das leisten, was Sprachmodelle bei Texten tun: einmal vortrainiert, dann sofort auf neue Daten anwendbar.

  • Time-to-First-Token

    Time-to-First-Token bezeichnet die Wartezeit zwischen dem Absenden einer Anfrage an ein KI-System und dem Erscheinen des allerersten Zeichens der Antwort. Sie entscheidet darüber, ob sich ein Chatbot flüssig anfühlt oder träge.

  • Timeout

    Ein Timeout ist eine fest eingestellte Wartefrist in einem Computerprogramm: Kommt eine erwartete Antwort nicht innerhalb dieser Zeit, bricht das Programm den Versuch ab und meldet einen Fehler. So verhindert man, dass ein Dienst endlos auf einen anderen wartet.

  • tmux

    tmux ist ein Hilfsprogramm für die Kommandozeile, das ein einziges Textfenster in mehrere unabhängige Arbeitsbereiche aufteilt. Sein wichtigster Vorteil: laufende Programme bleiben aktiv, auch wenn man das Fenster schließt oder die Verbindung zum Server abbricht.

  • Token

    Ein Token ist ein kleines Textstück – meist ein Wort, ein Wortteil oder ein Satzzeichen –, in das Sprachprogramme einen Text zerlegen, bevor sie ihn verarbeiten. Weil Anbieter pro Token abrechnen und Modelle nur eine begrenzte Zahl davon aufnehmen, ist der Begriff die zentrale Maßeinheit der KI-Branche.

  • Token pro Sekunde

    Token pro Sekunde misst, wie schnell ein KI-Sprachmodell Text ausgibt. Die Zahl gibt an, wie viele kleine Textbausteine das Modell in einer Sekunde produziert – je höher der Wert, desto flüssiger wirkt die Antwort.

  • Token-Arbitrage

    Token-Arbitrage bezeichnet das Ausnutzen von Preisunterschieden bei KI-Diensten, die pro verarbeiteter Texteinheit abrechnen. Wer Anfragen billig einkauft und teurer weiterverkauft oder auf ein günstigeres Modell umleitet, verdient an der Differenz.

  • Token-basierte Kosten

    Token-basierte Kosten sind das übliche Abrechnungsmodell für KI-Sprachdienste: Bezahlt wird nach der Menge an Text, die ein Programm hineingibt und herausbekommt, gemessen in kleinen Textbausteinen. Wer viel Text schickt oder lange Antworten erzeugt, zahlt entsprechend mehr.

  • Token-Budget

    Ein Token-Budget ist die festgelegte Obergrenze an Textbausteinen, die ein KI-System für eine Aufgabe verarbeiten oder erzeugen darf. Es begrenzt Kosten, Antwortzeit und Länge – und zwingt Entwickler dazu, sorgfältig auszuwählen, was das Modell überhaupt zu sehen bekommt.

  • Token-Ebene

    Die Token-Ebene ist die Betrachtungsweise, bei der ein Text nicht als Ganzes, sondern als Kette kleiner Textbausteine gesehen wird. Sprachmodelle arbeiten genau auf dieser Ebene: Sie sagen einen Baustein nach dem anderen voraus.

  • Token-Effizienz

    Token-Effizienz beschreibt, wie viel nützliches Ergebnis ein KI-System pro verarbeitetem Textbaustein liefert. Wer mit weniger Textbausteinen dieselbe Antwortqualität erreicht, arbeitet günstiger und schneller.

  • Token-Kontingent

    Ein Token-Kontingent ist die Menge an Textbausteinen, die ein Nutzer oder ein Programm in einem bestimmten Zeitraum an ein KI-System schicken oder von ihm empfangen darf. Es begrenzt Kosten und Rechenlast und ist die übliche Abrechnungseinheit bei kommerziellen KI-Diensten.

  • Token-Limit

    Das Token-Limit gibt an, wie viel Text ein KI-Sprachprogramm auf einmal verarbeiten kann. Es wird nicht in Wörtern gemessen, sondern in Tokens – kleinen Textbausteinen, in die das Programm jeden Text zerlegt.

  • Token-Marge

    Die Token-Marge beschreibt, wie viel von dem Geld übrig bleibt, das ein KI-Anbieter für eine verkaufte Texteinheit einnimmt, nachdem er die Rechenkosten dafür bezahlt hat. Sie ist die zentrale Kennzahl dafür, ob das Geschäft mit KI-Antworten profitabel ist oder Verluste erzeugt.

  • Token-Ökonomie

    Die Token-Ökonomie beschreibt, wie Anbieter von Sprach-KI ihre Leistung in kleinen Text-Bausteinen abrechnen und was das kostet. Sie erklärt, warum eine KI-Antwort einen messbaren Preis hat und wieso Firmen ständig über Kosten pro Anfrage reden.

  • Token-Plan

    Ein Token-Plan ist ein Tarifmodell für KI-Dienste, bei dem man nicht für Zeit oder Anzahl der Anfragen zahlt, sondern für die Menge an verarbeiteten Textbausteinen. Diese Bausteine heißen Token, und je länger Frage und Antwort sind, desto mehr davon verbraucht man.

  • Token-Preis

    Der Token-Preis gibt an, was ein Anbieter für die Verarbeitung einer bestimmten Menge Textbausteine durch ein KI-Modell verlangt. Er ist die übliche Abrechnungseinheit für Sprach-KI und entscheidet darüber, ob ein Produkt wirtschaftlich betrieben werden kann.

  • Token-Preise

    Token-Preise geben an, was die Nutzung eines KI-Sprachmodells pro verarbeiteter Texteinheit kostet. Abgerechnet wird meist getrennt nach eingegebenem und ausgegebenem Text, üblicherweise in Dollar pro Million Token.

  • Token-Refresh

    Token-Refresh bezeichnet das automatische Erneuern eines abgelaufenen digitalen Ausweises, mit dem eine App beweist, dass sie im Namen eines angemeldeten Nutzers handeln darf. Dadurch bleibt man angemeldet, ohne ständig das Passwort neu eingeben zu müssen.

  • Token-Routing

    Token-Routing bezeichnet die Entscheidung, welcher Teil eines großen KI-Modells ein einzelnes Textstück bearbeiten soll. Ein kleines Zusatznetz wählt dafür pro Textstück wenige spezialisierte Bausteine aus, statt das ganze Modell rechnen zu lassen.

  • Tokenizer

    Ein Tokenizer zerlegt Text in kleine Bausteine und ersetzt jeden Baustein durch eine Zahl. Nur so kann ein KI-Sprachmodell mit Sprache rechnen, denn es verarbeitet ausschließlich Zahlen.

  • Tokenizer-Fingerprinting

    Tokenizer-Fingerprinting ist ein Verfahren, mit dem man aus der Art, wie ein Sprachmodell Text in kleine Bausteine zerlegt, Rückschlüsse auf seine Herkunft zieht. Weil diese Zerlegung bei jedem Modell etwas anders ausfällt, wirkt sie wie ein Fingerabdruck.

  • Tokenizer-Traces

    Tokenizer-Traces sind verräterische Spuren, die die Zerlegung von Text in kleine Bausteine in einem KI-Modell hinterlässt. Fachleute nutzen sie, um zu erkennen, mit welchen Daten oder mit welchem fremden Modell ein System vermutlich trainiert wurde.

  • Tokens pro Sekunde

    Tokens pro Sekunde gibt an, wie viele Textbausteine ein KI-Programm in einer Sekunde ausgibt oder verarbeitet. Der Wert ist das wichtigste Tempomaß für Chatbots und Sprachmodelle – ähnlich wie km/h beim Auto.

  • Tokenverbrauch

    Der Tokenverbrauch beschreibt, wie viele kleine Textbausteine ein KI-Sprachprogramm bei einer Anfrage verarbeitet und ausgibt. Weil Anbieter genau diese Bausteine abrechnen, ist der Tokenverbrauch die zentrale Kostengröße beim Betrieb von KI-Diensten.

  • Tool Calling

    Tool Calling bedeutet, dass ein Sprachmodell nicht nur Text schreibt, sondern gezielt fremde Programme aufruft — etwa einen Taschenrechner, eine Suchmaschine oder eine Kalender-Software. Das Modell entscheidet selbst, wann es ein solches Werkzeug braucht, und baut das Ergebnis in seine Antwort ein.

  • Tool Poisoning

    Tool Poisoning ist ein Angriff, bei dem die Beschreibung eines Werkzeugs, das ein KI-Assistent benutzen darf, heimlich mit versteckten Anweisungen präpariert wird. Die KI liest diese Anweisungen als Teil ihres Auftrags und führt sie aus, ohne dass der Nutzer etwas davon merkt.

  • Tool Use

    Tool Use bedeutet, dass ein KI-Programm nicht nur Text schreibt, sondern zusätzlich fremde Hilfsprogramme aufruft — etwa einen Taschenrechner, eine Suchmaschine oder eine Datenbank. Die KI erkennt selbst, wann sie so eine Hilfe braucht, und baut das Ergebnis in ihre Antwort ein.

  • Tool-Aufruf

    Ein Tool-Aufruf bedeutet, dass ein KI-Programm eine Aufgabe nicht selbst löst, sondern ein externes Hilfsmittel benutzt — etwa einen Taschenrechner, eine Suchmaschine oder eine Wetterdatenbank. Das Programm formuliert dafür eine genau festgelegte Anfrage, bekommt ein Ergebnis zurück und schreibt damit seine Antwort weiter.

  • Tool-Müdigkeit

    Tool-Müdigkeit beschreibt den Erschöpfungszustand, wenn Menschen bei der Arbeit zu viele verschiedene Programme parallel benutzen müssen. Statt Zeit zu sparen, kostet die Vielzahl der Anwendungen Aufmerksamkeit, Nerven und Geld.

  • ToolcallFormatIFBench

    ToolcallFormatIFBench ist ein Test, der prüft, ob ein KI-Sprachmodell externe Werkzeuge exakt im vorgeschriebenen Format aufruft. Gemessen wird nicht, ob die Antwort inhaltlich klug ist, sondern ob die technische Form stimmt.

  • Toolchain

    Eine Toolchain ist eine feste Reihe von Programmen, die nacheinander an derselben Aufgabe arbeiten und ihre Ergebnisse jeweils an das nächste Programm weitergeben. Der Begriff kommt aus der Softwareentwicklung und beschreibt heute auch die Werkzeugketten, mit denen KI-Modelle gebaut und betrieben werden.

  • Toolflation

    Toolflation beschreibt, wie Unternehmen und Einzelpersonen immer mehr digitale Programme und Dienste ansammeln, ohne sie alle wirklich zu nutzen. Die Kosten und der Aufwand wachsen dabei schneller als der Nutzen.

  • Top500-Liste

    Die Top500-Liste ist eine halbjährlich veröffentlichte Rangliste der 500 schnellsten öffentlich bekannten Großrechner der Welt. Gemessen wird die Rechenleistung mit einem einheitlichen Test, dem Linpack-Benchmark, dessen Ergebnis in Rechenoperationen pro Sekunde angegeben wird.

  • TOPS

    TOPS steht für „Tera Operations Per Second“ und gibt an, wie viele Billionen einfacher Rechenschritte ein Chip pro Sekunde schafft. Die Zahl ist die gängige Werbeangabe für KI-Chips in Handys, Laptops und Autos – aussagekräftig ist sie aber nur mit Zusatzangaben.

  • Tor-Netzwerk

    Das Tor-Netzwerk ist ein weltweites Netz freiwillig betriebener Rechner, das Internetverkehr über mehrere Zwischenstationen umleitet und dabei mehrfach verschlüsselt. So lässt sich kaum nachvollziehen, wer welche Seite aufgerufen hat.

  • Total Cost of Ownership

    Total Cost of Ownership (TCO) bezeichnet alle Kosten, die eine Anschaffung über ihre gesamte Nutzungsdauer verursacht – nicht nur den Kaufpreis. In der IT und bei KI-Systemen entscheidet diese Rechnung oft darüber, welche Lösung wirklich die günstigere ist.

  • Touch Interface

    Ein Touch Interface ist eine Bedienoberfläche, die man mit dem Finger direkt auf dem Bildschirm steuert, statt Maus oder Tasten zu benutzen. Es steckt in Smartphones, Tablets, Fahrkartenautomaten und Autos und hat die Art verändert, wie Menschen Geräte bedienen.

  • TPU

    Eine TPU ist ein von Google entwickelter Spezialchip, der fast nur eine Sache kann: die riesigen Zahlenrechnungen ausführen, aus denen künstliche Intelligenz besteht. Sie ist damit eine Alternative zu den Grafikchips von Nvidia, die den Markt bisher dominieren.

  • Trace Access

    Trace Access bezeichnet den Zugriff auf die detaillierten Ablaufprotokolle eines Software- oder KI-Systems, also auf die Aufzeichnung aller Zwischenschritte einer einzelnen Anfrage. Wer diesen Zugriff hat, kann nachvollziehen, warum ein System eine bestimmte Antwort geliefert hat.

  • Tracing

    Tracing bedeutet, den Weg einer einzelnen Anfrage durch ein Computersystem lückenlos mitzuschreiben. Entwickler sehen dadurch, welcher Arbeitsschritt wie lange gedauert hat und an welcher Stelle etwas schiefgegangen ist.

  • Track 1.5

    Track 1.5 bezeichnet Gesprächsrunden zwischen Staaten, an denen Regierungsvertreter und unabhängige Fachleute gemeinsam teilnehmen. In der KI-Politik dient dieses halboffizielle Format dazu, heikle Themen wie Militär-KI zu besprechen, ohne dass ein Staat sich sofort festlegen muss.

  • Track Changes

    Track Changes ist eine Funktion in Textprogrammen, die jede Änderung an einem Dokument sichtbar markiert, statt sie einfach zu übernehmen. Wer den Text später liest, sieht genau, wer was gestrichen, eingefügt oder kommentiert hat, und kann jede Änderung einzeln annehmen oder ablehnen.

  • Tracking-Pixel

    Ein Tracking-Pixel ist ein winziges, meist unsichtbares Bild in einer Webseite oder E-Mail, dessen Abruf dem Absender verrät, dass und wann jemand die Seite oder Nachricht geöffnet hat. Es ist eines der ältesten und am weitesten verbreiteten Werkzeuge, um das Verhalten von Nutzern im Internet zu messen.

  • Traffic

    Traffic bezeichnet die Menge an Besuchern oder Daten, die eine Website, eine App oder ein Netz in einem bestimmten Zeitraum erreichen. Die Zahl entscheidet mit über Werbeeinnahmen, Serverkosten und den Wert eines digitalen Angebots.

  • Traffic-Klassen

    Traffic-Klassen sind Kategorien, in die ein Netzwerk die durchlaufenden Daten einteilt, um sie unterschiedlich schnell weiterzuleiten. Ein Videotelefonat wird so bevorzugt behandelt, während ein großer Download etwas warten darf.

  • Training-Corpus

    Ein Training-Corpus ist die gesammelte Datenmenge, aus der ein KI-System lernt – meist Texte, Bilder oder Code. Seine Größe, Zusammensetzung und Qualität bestimmen maßgeblich, was das fertige System kann und welche Fehler es macht.

  • Trainings-Repository

    Ein Trainings-Repository ist der zentrale, geordnete Speicherort für alle Daten, mit denen ein KI-Modell lernt. Es hält fest, welche Beispiele enthalten sind, woher sie stammen und welche Version davon für welchen Lernvorgang benutzt wurde.

  • Trainingscluster

    Ein Trainingscluster ist eine große Ansammlung spezieller Computer, die zusammengeschaltet sind, um ein KI-System aus riesigen Datenmengen lernen zu lassen. Moderne Cluster bestehen aus zehntausenden solcher Rechenchips und kosten Milliarden.

  • Trainingsdaten

    Trainingsdaten sind die Beispiele, aus denen ein KI-Programm seine Fähigkeiten lernt – etwa Milliarden Texte aus dem Internet oder Millionen beschriftete Fotos. Ihre Menge und Qualität entscheiden mit darüber, was das fertige Programm kann und welche Fehler es macht.

  • Trainingsdatensatz

    Ein Trainingsdatensatz ist die Sammlung von Beispielen, aus der ein Computerprogramm sein Verhalten ableitet, statt es vorgeschrieben zu bekommen. Seine Größe, Zusammensetzung und Qualität entscheiden darüber, was das fertige Programm später kann — und welche Fehler es systematisch macht.

  • Trainingskorpus

    Ein Trainingskorpus ist die gesammelte Datenmenge, aus der ein KI-System lernt – meist riesige Mengen an Text, Bildern oder Code. Was darin steht, bestimmt, was das fertige System kann und welche Fehler es macht.

  • Trainingslauf

    Ein Trainingslauf ist der zusammenhängende Rechenvorgang, in dem ein KI-Modell aus Beispieldaten lernt. Große Läufe belegen tausende Spezialchips über Wochen und kosten oft hunderte Millionen Dollar.

  • Trainingsmaterial

    Trainingsmaterial ist die Sammlung von Texten, Bildern, Tönen oder Tabellen, aus denen ein KI-System lernt. Seine Menge, Qualität und Herkunft entscheiden mit darüber, was ein Modell später kann – und wo es Fehler macht.

  • Trainingsumgebung

    Eine Trainingsumgebung ist ein abgeschlossener, meist simulierter Schauplatz, in dem ein Computerprogramm eine Aufgabe immer wieder versuchen darf und für jeden Versuch eine Bewertung bekommt. Aus vielen Millionen solcher Versuche lernt das Programm, welche Handlungen sich lohnen.

  • Trainium

    Trainium ist ein Spezialchip, den Amazon selbst entwickelt hat, um KI-Modelle zu trainieren. Er ist die hauseigene Alternative zu den teuren Rechenchips von Nvidia und läuft ausschließlich in Amazons Rechenzentren.

  • Trajektorie

    Eine Trajektorie ist die vollständige Aufzeichnung eines Ablaufs: jeder Zustand, jede Entscheidung und jedes Ergebnis, Schritt für Schritt in der richtigen Reihenfolge. In der KI-Entwicklung sind solche Verlaufsprotokolle das Rohmaterial, aus dem Systeme lernen, wie man mehrstufige Aufgaben löst.

  • Trajektorie (Training)

    Eine Trajektorie ist die vollständige Aufzeichnung eines Lösungsversuchs: jeder Schritt, den ein Programm oder ein Mensch von der Aufgabe bis zum Ergebnis gemacht hat. Solche Aufzeichnungen sind heute das wichtigste Lernmaterial, wenn KI-Systeme mehrschrittige Aufgaben bewältigen sollen.

  • Transducer

    Ein Transducer ist ein KI-Modell, das eine laufende Eingabe Stück für Stück in eine Ausgabe umwandelt, ohne auf das Ende der Eingabe zu warten. Am bekanntesten ist er in der Spracherkennung: Er verwandelt Tonaufnahmen laufend in Text, während jemand noch spricht.

  • Transformer

    Der Transformer ist der Bauplan, nach dem heute fast alle großen KI-Sprachmodelle aufgebaut sind. Sein Kerntrick: Das Modell schaut sich für jedes Wort an, welche anderen Wörter im Text dafür gerade wichtig sind.

  • Transformer-Architektur

    Die Transformer-Architektur ist der Bauplan, nach dem fast alle heutigen KI-Sprachmodelle aufgebaut sind. Ihr Kernstück ist ein Rechenschritt, der jedes Wort eines Textes mit allen anderen Wörtern vergleicht und so den Zusammenhang erfasst.

  • Transkript-Manipulation

    Transkript-Manipulation bedeutet, dass jemand den gespeicherten Gesprächsverlauf einer KI nachträglich verändert, bevor sie erneut antwortet. Weil das Programm diesen Verlauf für echt hält, lässt es sich damit zu Aussagen bringen, die es sonst verweigern würde.

  • Transkription

    Transkription bedeutet, gesprochene Sprache in geschriebenen Text umzuwandeln. Computerprogramme erledigen das heute in Sekunden und liefern die Grundlage für Untertitel, Meeting-Protokolle und Sprachassistenten.

  • Tree Shaking

    Tree Shaking ist ein automatisches Verfahren, das beim Zusammenbauen einer Webseite oder App allen Programmcode entfernt, den niemand benutzt. Das Ergebnis ist eine kleinere Datei, die schneller lädt.

  • Triage (Security)

    Triage in der IT-Sicherheit ist das schnelle Sortieren eingehender Warnmeldungen und gemeldeter Sicherheitslücken nach Dringlichkeit. Sie entscheidet, welcher Fall sofort bearbeitet wird, welcher warten kann und welcher sich als Fehlalarm erledigt.

  • Tribal Knowledge

    Tribal Knowledge ist das ungeschriebene Erfahrungswissen einer Gruppe: Dinge, die alle im Team wissen, die aber nirgendwo dokumentiert sind. Es macht eingespielte Teams schnell und neue Mitarbeiter hilflos – und gilt in der KI-Branche als eines der größten Hindernisse für Automatisierung.

  • Trilliarde

    Eine Trilliarde ist eine Eins mit 21 Nullen, also tausend Trillionen. Der Begriff taucht auf, wenn es um extrem große Mengen geht – etwa um Rechenoperationen von Supercomputern oder um Datenmengen.

  • Trinity

    Trinity ist ein Name, der in der Technikwelt mehrfach vergeben wurde: bekannt sind vor allem der erste Test einer Atombombe im Jahr 1945 und ein Großrechner des US-Labors Los Alamos. In der KI-Berichterstattung taucht der Begriff meist als Projekt- oder Produktname auf und muss deshalb immer aus dem Zusammenhang gelesen werden.

  • Trust Boundary

    Eine Trust Boundary ist die gedachte Linie in einem Computersystem, an der Daten aus einem weniger vertrauenswürdigen Bereich in einen vertrauenswürdigeren wechseln. Genau an dieser Linie muss ein System alles prüfen, was hereinkommt — sonst entstehen Sicherheitslücken.

  • Trust Flywheel

    Das Trust Flywheel beschreibt einen sich selbst verstärkenden Kreislauf: Wer einem Produkt vertraut, nutzt es mehr, und diese Nutzung macht das Produkt wiederum besser und vertrauenswürdiger. In der KI-Branche gilt der Begriff als Erklärung dafür, warum manche Anbieter ihren Vorsprung immer weiter ausbauen.

  • Trust Score

    Ein Trust Score ist eine Zahl, die angibt, wie vertrauenswürdig ein Nutzer, ein Anbieter oder ein Inhalt eingeschätzt wird. Er wird automatisch aus vielen einzelnen Beobachtungen berechnet und steuert, wem ein System etwas erlaubt und wem nicht.

  • Trusted Access

    Trusted Access bezeichnet einen Zugang zu besonders sensiblen Systemen oder Daten, der nur wenigen geprüften Personen oder Organisationen gewährt wird. In der KI-Welt bekommen so etwa Forschende oder Behörden Einblick in Modelle, die für die Öffentlichkeit gesperrt sind.

  • Trusted-Access-Programme

    Trusted-Access-Programme sind Vereinbarungen, mit denen ein Anbieter ausgewählten Partnern früheren oder tieferen Zugriff auf seine Technik gibt, im Gegenzug für Auflagen und Kontrolle. In der KI-Branche regeln sie zum Beispiel, wer neue Modelle vorab testen darf und wer besonders leistungsfähige Chips kaufen kann.

  • Turbopack

    Turbopack ist ein Werkzeug, das den Programmcode einer Webseite für den Browser zusammenbaut. Es ist in der Sprache Rust geschrieben und soll vor allem die Wartezeit von Entwicklern beim Ausprobieren von Änderungen verkürzen.

  • Turing-KI-Chip

    Der Turing-KI-Chip ist eine 2018 vorgestellte Generation von Grafikchips der Firma NVIDIA, die erstmals eigene Recheneinheiten für künstliche Intelligenz auf einem Consumer-Chip mitbrachte. Diese sogenannten Tensor-Kerne machten Turing zum Vorläufer der heutigen KI-Beschleuniger in Rechenzentren.

  • Turn-Based

    Turn-Based beschreibt eine Form des Austauschs, bei der immer nur eine Seite an der Reihe ist: erst spricht der Mensch, dann antwortet das System. Fast alle Chatprogramme mit künstlicher Intelligenz arbeiten nach diesem Prinzip, das aber an Grenzen stößt, sobald Gespräche natürlicher wirken sollen.

  • Turn-Taking-Latenz

    Turn-Taking-Latenz ist die Zeit, die zwischen dem Ende einer menschlichen Äußerung und dem Beginn der Antwort eines Sprachassistenten vergeht. Sie entscheidet darüber, ob sich ein Gespräch mit einer Maschine natürlich anfühlt oder stockend.

  • Two-Party Consent

    Two-Party Consent bezeichnet die Regel, dass ein Gespräch nur aufgezeichnet werden darf, wenn alle Beteiligten damit einverstanden sind. Für KI-Produkte wie automatische Meeting-Protokolle ist das eine zentrale rechtliche Hürde.

  • Two-Tower-Retrieval-Modell

    Ein Two-Tower-Retrieval-Modell ist ein Suchverfahren, bei dem zwei getrennte Programmteile die Suchanfrage und die durchsuchten Inhalte unabhängig voneinander in Zahlenlisten übersetzen. Weil die Inhalte schon vorher umgerechnet werden können, findet das System aus Millionen Einträgen in Millisekunden die passendsten.

  • Typeahead

    Typeahead nennt man die Funktion, die schon während des Tippens passende Vorschläge in ein Eingabefeld einblendet. Sie soll Tippfehler abfangen, Zeit sparen und den Nutzer zu Ergebnissen führen, die es tatsächlich gibt.

  • Typecheck

    Ein Typecheck ist die automatische Prüfung, ob in einem Programm überall die richtige Art von Daten verwendet wird – also etwa eine Zahl dort steht, wo eine Zahl erwartet wird. Er findet viele Fehler, bevor das Programm überhaupt läuft.

  • TypeScript

    TypeScript ist eine Programmiersprache, die auf JavaScript aufbaut und zusätzlich festlegt, welche Art von Daten an welcher Stelle erlaubt ist. Dadurch fallen viele Fehler schon beim Schreiben des Programms auf statt erst beim Ausführen.

U

  • UA-SID

    UA-SID steht für eine Sitzungskennung, die ein Server einem Besucher zusammen mit Angaben über dessen Browser zuordnet. Damit lassen sich Nutzer über mehrere Seitenaufrufe hinweg wiedererkennen, auch wenn klassische Cookies fehlen.

  • UAP

    UAP ist die offizielle Bezeichnung für Objekte oder Erscheinungen am Himmel, die sich nicht sofort erklären lassen. Der Begriff hat das alte Wort „UFO“ in Behörden und Militär ersetzt, weil er neutraler klingt und keine Herkunft der Objekte behauptet.

  • UAV

    Ein UAV ist ein Fluggerät ohne Menschen an Bord, gesteuert per Funk vom Boden aus oder durch einen eingebauten Computer. Im Alltag nennt man solche Geräte meist einfach Drohnen.

  • UI-Agent

    Ein UI-Agent ist ein KI-Programm, das einen Computer so bedient wie ein Mensch: Es sieht den Bildschirm, klickt, tippt und scrollt selbst. Damit kann es Aufgaben in normalen Programmen erledigen, für die es keine besondere Schnittstelle für Software gibt.

  • UltraFusion

    UltraFusion ist ein Verfahren aus der Bildverarbeitung, das mehrere unterschiedlich belichtete Aufnahmen derselben Szene zu einem einzigen Bild verrechnet. Ziel ist ein Foto, auf dem gleichzeitig sehr helle und sehr dunkle Bereiche noch Details zeigen.

  • Umgebungsvariable

    Eine Umgebungsvariable ist ein benannter Wert, den ein Betriebssystem einem laufenden Programm mitgibt — etwa ein Passwort, ein Speicherort oder ein Schalter. So lassen sich Einstellungen ändern, ohne den Programmtext selbst anzufassen.

  • Umsatz-Run-Rate

    Die Umsatz-Run-Rate rechnet den Umsatz eines kurzen Zeitraums auf ein ganzes Jahr hoch. Sie zeigt, wie viel ein Unternehmen in zwölf Monaten einnehmen würde, wenn das aktuelle Tempo genau so bliebe.

  • Uncanny Valley

    Das Uncanny Valley beschreibt ein Unbehagen, das künstliche Figuren auslösen, wenn sie fast wie echte Menschen wirken, aber eben nur fast. Der Begriff stammt aus der Robotik und ist heute für Animationsfilme, Spiele und KI-generierte Videos wichtig.

  • Uncapped SAFE

    Ein Uncapped SAFE ist ein Vertrag, mit dem ein Investor einem jungen Unternehmen Geld gibt und dafür später Anteile bekommt – ohne dass vorher eine Obergrenze für den Unternehmenswert festgelegt wird. Für die Gründer ist das die günstigste Variante, für den Geldgeber die riskanteste.

  • Unclean Hands

    Unclean Hands ist ein Grundsatz aus dem angloamerikanischen Recht: Wer sich selbst unfair verhalten hat, bekommt vor Gericht keine Unterstützung gegen den Gegner. In KI-Streitfällen taucht der Einwand auf, wenn etwa ein Kläger seine eigenen Daten fragwürdig beschafft hat.

  • Underwriting

    Underwriting ist die Prüfung, ob eine Bank oder Versicherung ein bestimmtes Risiko übernimmt und zu welchem Preis. Heute übernehmen dabei oft Computerprogramme die Vorarbeit, die aus Daten eine Risikoeinschätzung berechnen.

  • Unified Memory

    Unified Memory bezeichnet einen Aufbau, bei dem Hauptprozessor und Grafikeinheit denselben Arbeitsspeicher benutzen, statt jeweils einen eigenen zu haben. Das spart Kopiervorgänge und erlaubt es, große KI-Modelle auch auf Laptops laufen zu lassen.

  • Unified Memory Architecture

    Unified Memory Architecture bezeichnet einen Computeraufbau, bei dem Hauptprozessor und Grafikeinheit denselben Arbeitsspeicher benutzen, statt jeweils eigenen zu haben. Das spart das Hin- und Herkopieren von Daten und ist besonders bei KI-Anwendungen ein Geschwindigkeitsvorteil.

  • Uniform Path Grouping

    Uniform Path Grouping bezeichnet das Zusammenfassen gleichartiger Wege durch ein System zu einer einzigen Gruppe, damit alle Anfragen einer Gruppe identisch behandelt werden können. Das Verfahren senkt Verwaltungsaufwand und macht das Verhalten eines Systems vorhersehbarer.

  • UNII-4

    UNII-4 ist ein Funkbereich rund um 5,9 Gigahertz, den die USA 2020 teilweise für WLAN freigegeben haben. Er war ursprünglich für die Kommunikation zwischen Autos reserviert und liefert heutigen Routern zusätzliche Frequenzen.

  • Unit Economics

    Unit Economics beschreibt, ob ein Unternehmen mit einem einzelnen Kunden oder einem einzelnen Verkauf Geld verdient oder verliert. Erst wenn diese Rechnung pro Einheit aufgeht, kann Wachstum ein Unternehmen profitabel machen.

  • Unit-Test

    Ein Unit-Test ist ein kleines Prüfprogramm, das einen einzelnen Baustein eines Programms automatisch auf richtiges Verhalten kontrolliert. Er läuft in Sekundenbruchteilen und meldet sofort, wenn eine Änderung etwas kaputt gemacht hat.

  • Universal Commerce Protocol

    Das Universal Commerce Protocol (UCP) ist ein gemeinsamer Satz technischer Regeln, mit dem Software-Assistenten in Online-Shops einkaufen können, ohne dass ein Mensch klickt. Es beschreibt einheitlich, wie ein Programm Produkte abfragt, einen Warenkorb füllt und eine Bestellung auslöst.

  • Universal Jailbreak

    Ein Universal Jailbreak ist ein Eingabetrick, der die eingebauten Regeln eines KI-Textsystems außer Kraft setzt – und zwar nicht nur einmal, sondern zuverlässig bei vielen Themen und oft sogar bei mehreren Anbietern. Solche Tricks gelten als schwerwiegendes Sicherheitsproblem, weil eine einzige Textvorlage reicht, um Schutzmaßnahmen großflächig zu umgehen.

  • Universal-KI-Verhaltenskodex

    Ein Universal-KI-Verhaltenskodex ist eine freiwillige Sammlung von Regeln, an die sich Firmen beim Bau und Betrieb von KI-Systemen halten sollen. Er ist kein Gesetz, sondern eine Selbstverpflichtung, die weltweit gelten soll und oft von internationalen Organisationen angestoßen wird.

  • Unrealisierte Gewinne

    Unrealisierte Gewinne sind Wertsteigerungen einer Anlage, die noch nicht durch einen Verkauf in echtes Geld verwandelt wurden. Sie stehen nur rechnerisch im Depot und können jederzeit wieder schrumpfen.

  • Untrusted Content

    Untrusted Content bezeichnet Texte, Bilder oder Dateien, die aus fremder Quelle stammen und deshalb nicht als verlässlich gelten. In der KI-Sicherheit ist das ein zentraler Begriff, weil Sprachmodelle solche Inhalte lesen und darin versteckte Anweisungen befolgen können.

  • Up-Skilling

    Up-Skilling bedeutet, dass Beschäftigte neue Fähigkeiten für ihren bestehenden Beruf lernen, weil sich die Arbeit verändert. In der Tech-Branche geht es dabei meist um den Umgang mit KI-Werkzeugen und Daten.

  • Uplift

    Uplift bezeichnet den zusätzlichen Effekt, den eine Maßnahme bei einer einzelnen Person auslöst — also den Unterschied zwischen „mit Maßnahme" und „ohne Maßnahme". Uplift-Modelle sagen nicht vorher, wer kauft, sondern wen eine Werbung, ein Rabatt oder eine Erinnerung überhaupt erst zum Kauf bewegt.

  • Upper Funnel

    Upper Funnel bezeichnet die früheste Stufe im Weg eines Menschen zum Kauf: Er lernt eine Marke oder ein Produkt überhaupt erst kennen. Werbung in dieser Phase soll keine sofortigen Bestellungen bringen, sondern Bekanntheit aufbauen.

  • Upscaling

    Upscaling bezeichnet das Vergrößern eines Bildes oder Videos auf eine höhere Auflösung, also auf mehr Bildpunkte. Moderne Verfahren nutzen dafür KI-Modelle, die fehlende Details plausibel ergänzen, statt vorhandene Punkte nur zu vervielfachen.

  • Uptime

    Uptime ist der Anteil der Zeit, in dem ein Dienst tatsächlich erreichbar ist und funktioniert. Angegeben wird sie meist in Prozent, etwa 99,9 Prozent im Monat oder im Jahr.

  • Uptraining

    Uptraining bedeutet, ein bereits fertig trainiertes KI-Modell weiterzutrainieren, statt bei Null anzufangen. Meist wird es dabei gezielt umgebaut oder auf neue Daten angesetzt, um Rechenzeit und Geld zu sparen.

  • URL-Batch

    Ein URL-Batch ist eine Liste von Webadressen, die ein Programm gesammelt in einem Durchgang abarbeitet, statt jede Adresse einzeln anzustoßen. Solche Stapel sind die übliche Arbeitseinheit, wenn Suchmaschinen, Datensammler oder KI-Dienste große Mengen an Webseiten abrufen.

  • URL-Parameter

    URL-Parameter sind Zusatzangaben, die hinter einem Fragezeichen an eine Webadresse angehängt werden und der Seite mitteilen, was genau sie anzeigen soll. Sie steuern Suchergebnisse, Filter, Sprachversionen und werden auch zur Herkunftsmessung von Klicks genutzt.

  • URL-Pattern

    Ein URL-Pattern ist eine Schablone für Webadressen: Statt einer einzelnen festen Adresse beschreibt es eine ganze Gruppe ähnlich gebauter Adressen. Programme nutzen solche Muster, um zu erkennen, welche Seite gemeint ist und welche Angaben in der Adresse stecken.

  • Usage-Limit

    Ein Usage-Limit ist eine Obergrenze dafür, wie viel ein Nutzer einen digitalen Dienst in einem bestimmten Zeitraum verwenden darf. Bei KI-Diensten begrenzt es typischerweise die Zahl der Anfragen oder der verarbeiteten Textmenge pro Stunde, Tag oder Monat.

  • USDC

    USDC ist eine digitale Währungseinheit, die dauerhaft einen US-Dollar wert sein soll. Herausgegeben wird sie vom Unternehmen Circle, das für jeden ausgegebenen USDC echtes Geld als Deckung hinterlegt.

  • UseMod

    UseMod ist ein sehr frühes, in Perl geschriebenes Programm zum Betrieb eines Wikis, also einer Website, die jeder Besucher im Browser bearbeiten kann. Bekannt wurde es vor allem, weil die Wikipedia in ihren ersten Monaten damit lief.

  • User Journey Map

    Eine User Journey Map ist eine Darstellung, die alle Schritte eines Menschen bei der Nutzung eines Produkts oder einer Dienstleistung der Reihe nach zeigt. Sie hält zusätzlich fest, was die Person dabei denkt, fühlt und wo sie hängen bleibt.

  • User Story

    Eine User Story ist ein kurzer Satz, der beschreibt, was jemand mit einer Software erreichen will und warum. Softwareteams nutzen solche Sätze, um ihre Arbeit in kleine, überprüfbare Schritte zu zerlegen.

  • Utility-First CSS

    Utility-First CSS ist eine Methode, Webseiten zu gestalten: Statt für jedes Element eigene Gestaltungsregeln zu schreiben, setzt man das Aussehen aus vielen winzigen, vorgefertigten Bausteinen zusammen. Bekannt wurde der Ansatz durch das Werkzeug Tailwind CSS.

  • UTM-Parameter

    UTM-Parameter sind kleine Zusätze am Ende einer Internetadresse, die verraten, über welchen Weg ein Besucher auf eine Seite gekommen ist. Firmen nutzen sie, um zu messen, welche Werbung, welcher Newsletter oder welcher Social-Media-Beitrag tatsächlich Besucher bringt.

  • UX

    UX steht für User Experience und beschreibt, wie sich die Benutzung eines Produkts für einen Menschen anfühlt: leicht oder mühsam, verständlich oder verwirrend. Gemeint ist das gesamte Erlebnis, nicht nur das Aussehen einer App oder Webseite.

  • UX Designer

    Ein UX Designer gestaltet, wie sich die Benutzung einer App, einer Website oder eines Geräts anfühlt: welche Schritte nötig sind, was wo steht und ob man sein Ziel ohne Frust erreicht. Anders als beim reinen Aussehen geht es dabei vor allem um den Ablauf und die Verständlichkeit.

Ü

  • Überzeichnung

    Von Überzeichnung spricht man, wenn bei der Ausgabe neuer Wertpapiere mehr Stücke bestellt werden, als überhaupt angeboten sind. Sie gilt als Zeichen für starke Nachfrage und führt dazu, dass Käufer nur einen Teil ihrer Bestellung erhalten.

V

  • V8-Schwachstellen

    V8 ist der Programmteil in Chrome und vielen anderen Programmen, der den Code von Webseiten ausführt. V8-Schwachstellen sind Fehler in diesem Bauteil, über die Angreifer fremden Code auf einem Gerät starten können — oft schon durch den Besuch einer präparierten Webseite.

  • Validierungsset

    Das Validierungsset ist ein abgetrennter Teil der Daten, mit dem man ein lernendes Computerprogramm während der Entwicklung überprüft. Es zeigt, ob das Programm wirklich etwas verstanden hat oder nur seine Übungsaufgaben auswendig kennt.

  • Value Anchor

    Ein Value Anchor ist ein fest formulierter Grundsatz, an dem sich das Verhalten eines KI-Systems ausrichten soll — etwa „sage die Wahrheit" oder „hilf niemandem bei Gewalt". Solche Anker werden in Regelwerken festgehalten und beim Training und im Betrieb als Maßstab genutzt.

  • Value Trap

    Ein Value Trap ist eine Aktie, die im Vergleich zu Gewinn oder Vermögen des Unternehmens billig aussieht, deren Kurs aber aus gutem Grund niedrig bleibt. Der scheinbare Schnäppchenpreis spiegelt kein Kaufsignal, sondern ein dauerhaft schrumpfendes Geschäft.

  • Vektor-Suche

    Die Vektor-Suche findet Texte, Bilder oder Töne, die inhaltlich ähnlich sind, statt nur nach exakt gleichen Wörtern zu suchen. Dazu wandelt ein KI-Modell jeden Inhalt in eine lange Zahlenreihe um, und die Suche vergleicht, welche Zahlenreihen nahe beieinanderliegen.

  • Vektordatenbank

    Eine Vektordatenbank ist ein Speichersystem, das Texte, Bilder oder Töne als lange Zahlenreihen ablegt und darin nach Ähnlichkeit sucht statt nach exakten Wörtern. Sie ist die Grundlage dafür, dass KI-Assistenten in großen Dokumentsammlungen passende Stellen finden.

  • Vektorgrafik

    Eine Vektorgrafik ist ein Bild, das nicht aus einzelnen Bildpunkten besteht, sondern aus Rechenanweisungen für Linien, Kurven und Flächen. Dadurch bleibt sie in jeder Größe gestochen scharf – vom Briefmarkenformat bis zur Hauswand.

  • Velocity

    Velocity ist eine Kennzahl aus der Softwareentwicklung: Sie gibt an, wie viel Arbeit ein Team in einem festen Zeitabschnitt tatsächlich fertigstellt. Sie dient dazu, künftige Zeitpläne realistisch zu schätzen – nicht dazu, Teams zu bewerten.

  • Vendor Financing

    Vendor Financing bedeutet, dass ein Verkäufer seinem Kunden das Geld leiht, mit dem dieser die Ware bezahlt. Der Umsatz erscheint sofort in den Büchern, obwohl das Geld erst später oder gar nicht zurückfließt — deshalb gilt das Modell als chancenreich und riskant zugleich.

  • Vendor Lock-in

    Vendor Lock-in bezeichnet die Situation, in der ein Kunde von einem einzelnen Anbieter abhängig ist, weil ein Wechsel zu teuer oder zu aufwendig wäre. In der KI-Branche entsteht diese Abhängigkeit oft durch Rechenzentren, Datenformate und Software, die nur bei einem Hersteller zusammenpassen.

  • Vera Rubin

    Vera Rubin ist der Name einer kommenden Rechner-Generation der Firma Nvidia, die ab 2026 für das Training und den Betrieb großer KI-Systeme gebaut wird. Sie folgt auf die Generation Blackwell und kombiniert einen neuen Hauptprozessor namens Vera mit neuen Grafikchips namens Rubin.

  • Vera-Rubin-Plattform

    Vera Rubin ist der Name einer Rechnergeneration des US-Konzerns Nvidia, die ab 2026 in großen KI-Rechenzentren eingesetzt werden soll. Sie kombiniert neue Grafikchips mit einem eigenen Hauptprozessor und ist als komplettes Serversystem gedacht, nicht als einzelner Chip.

  • Verhaltensbiometrie

    Verhaltensbiometrie erkennt Menschen daran, wie sie etwas tun: wie sie tippen, wischen, das Handy halten oder die Maus bewegen. Banken und Onlinedienste nutzen das im Hintergrund, um Betrug zu erkennen, ohne dass Nutzer etwas eingeben müssen.

  • Verhaltensdrift

    Verhaltensdrift beschreibt, dass ein Computerprogramm, das aus Daten lernt, mit der Zeit andere Antworten gibt als früher – obwohl die Frage gleich bleibt. Ursachen sind Aktualisierungen des Programms oder eine Welt, die sich anders entwickelt als die Beispiele, aus denen es gelernt hat.

  • Verhaltenskodex (EU AI Act)

    Ein Verhaltenskodex im Sinne des EU AI Act ist ein freiwilliges Regelwerk, mit dem KI-Anbieter zeigen, dass sie die Vorgaben des Gesetzes einhalten. Wer unterschreibt, muss weniger selbst nachweisen — verpflichtet sich dafür aber zu konkreten Regeln bei Transparenz, Urheberrecht und Sicherheit.

  • Verified Badge

    Ein Verified Badge ist ein kleines Symbol neben einem Profilnamen in sozialen Netzwerken, das anzeigen soll, dass dieses Konto echt ist. Ursprünglich war es ein Echtheitsnachweis für bekannte Personen, heute ist es bei mehreren Plattformen ein kostenpflichtiges Abo-Merkmal.

  • Verifier

    Ein Verifier ist ein Programm oder ein zweites KI-Modell, das die Antwort einer KI überprüft und bewertet, ob sie richtig ist. Er urteilt nur über Lösungen, statt selbst welche zu erfinden — und macht KI-Systeme dadurch zuverlässiger.

  • Verifier-Modell

    Ein Verifier-Modell ist ein zweites Computerprogramm, das die Antworten eines KI-Systems bewertet, statt selbst Antworten zu erfinden. Es sortiert falsche Lösungen aus und macht dadurch besonders das Rechnen und Programmieren von KI-Systemen deutlich zuverlässiger.

  • Verifikation

    Verifikation bedeutet, ein Ergebnis nachträglich zu prüfen, statt ihm einfach zu glauben. In der KI-Entwicklung ist sie zentral, weil Programme Antworten erzeugen können, die überzeugend klingen und trotzdem falsch sind.

  • Verifikationsagent

    Ein Verifikationsagent ist ein Computerprogramm, das die Ergebnisse eines anderen Programms selbstständig nachprüft. In der KI-Welt lässt man damit eine zweite Instanz kontrollieren, ob eine Antwort, ein Rechenweg oder ein Stück Software wirklich stimmt.

  • Verilog

    Verilog ist eine Sprache, mit der Ingenieure den inneren Aufbau von Computerchips beschreiben. Aus diesem Text entstehen später die Millionen winziger Schaltelemente, die in einem Prozessor oder Grafikchip stecken.

  • Verteilungsgeometrie

    Verteilungsgeometrie beschreibt, welche räumliche Form die Daten annehmen, mit denen ein KI-System arbeitet. Der Begriff hilft zu erklären, warum Modelle in manchen Bereichen zuverlässig arbeiten und in anderen plötzlich versagen.

  • Vertex AI

    Vertex AI ist die Plattform von Google, auf der Unternehmen Programme mit künstlicher Intelligenz bauen und betreiben. Sie stellt fertige Modelle, Rechenleistung und Werkzeuge zum Verwalten an einem Ort bereit, sodass Firmen keine eigenen Rechenzentren brauchen.

  • Vertical AI

    Vertical AI bezeichnet KI-Software, die für eine einzelne Branche gebaut ist – etwa für Arztpraxen, Anwaltskanzleien oder Banken. Sie kennt die Fachsprache, die Abläufe und die Vorschriften dieses Bereichs, taugt dafür aber kaum für andere Aufgaben.

  • Vertikale Integration

    Vertikale Integration bedeutet, dass ein Unternehmen mehrere aufeinanderfolgende Stufen seiner Wertschöpfung selbst übernimmt, statt sie einzukaufen. In der KI-Branche heißt das etwa: eigene Chips, eigene Rechenzentren, eigene Modelle und eigene Apps aus einer Hand.

  • Verwässerung

    Verwässerung bedeutet, dass ein Unternehmen neue Anteile ausgibt und der prozentuale Anteil der bisherigen Eigentümer dadurch kleiner wird. Besonders häufig passiert das bei Tech- und KI-Firmen, die viele Finanzierungsrunden brauchen.

  • Very Large Online Platform

    Very Large Online Platform ist ein Begriff aus dem EU-Recht für Internetdienste mit mehr als 45 Millionen Nutzern pro Monat in der Europäischen Union. Solche Dienste müssen strengere Regeln einhalten als kleinere Anbieter, etwa jährliche Prüfungen ihrer Risiken.

  • Very Large Online Search Engine

    Very Large Online Search Engine ist ein rechtlicher Begriff der Europäischen Union für Suchmaschinen mit sehr vielen Nutzern in der EU. Wer so eingestuft wird, muss strengere Regeln erfüllen als kleinere Anbieter, etwa zu Risiken, Werbung und Kontrolle von außen.

  • VHS

    VHS war das ab den späten 1970er-Jahren weltweit verbreitete Format, um Filme und Fernsehsendungen auf Magnetband in einer Plastikkassette zu speichern. Es machte Aufnehmen und Abspielen von Bewegtbild erstmals massentauglich und gilt heute als Musterbeispiel dafür, wie sich ein Standard gegen technisch bessere Konkurrenz durchsetzen kann.

  • Vibe Coding

    Vibe Coding bezeichnet das Programmieren, bei dem man einem KI-System in normaler Sprache beschreibt, was das Programm tun soll, und den erzeugten Code kaum noch selbst liest. Der Begriff stammt von KI-Forscher Andrej Karpathy und wurde 2025 zum Schlagwort für eine neue, sehr schnelle, aber auch riskante Art der Softwareentwicklung.

  • Vibecession

    Eine Vibecession ist eine Lage, in der die Stimmung von Verbrauchern schlecht ist, obwohl die harten Wirtschaftszahlen gar keinen Abschwung zeigen. Der Begriff ist ein Kunstwort aus dem englischen „vibe" (Stimmung) und „recession" (Rezession).

  • Vim

    Vim ist ein Programm zum Schreiben und Bearbeiten von Text, das vollständig über die Tastatur bedient wird. Es gilt als extrem schnell für geübte Nutzer, aber als schwer zu erlernen, weil man Tasten je nach Modus unterschiedlich benutzt.

  • Virtual Biology

    Virtual Biology bezeichnet den Versuch, lebende Systeme wie Zellen, Proteine oder ganze Organe am Computer nachzubilden. Statt jedes Experiment im Labor durchzuführen, testet man es zuerst im Modell und geht nur mit den besten Kandidaten ins Reagenzglas.

  • Virtual Machine

    Eine Virtual Machine ist ein Computer, der nicht als Gerät existiert, sondern als Programm auf einem echten Computer läuft. Sie verhält sich wie eine eigenständige Maschine mit eigenem Betriebssystem, teilt sich aber die Hardware mit anderen virtuellen Maschinen.

  • Virtual Private Cloud

    Eine Virtual Private Cloud ist ein abgetrennter, nur für einen Kunden reservierter Bereich innerhalb eines großen gemieteten Rechenzentrums. Der Kunde teilt die Technik mit anderen, hat aber ein eigenes, nach außen abgeschottetes Netz mit eigenen Regeln.

  • Virtual Reality

    Virtual Reality ist eine vom Computer erzeugte Umgebung, die man über eine Brille mit zwei Bildschirmen räumlich erlebt. Bewegt man den Kopf, verändert sich das Bild passend dazu – der Eindruck, wirklich an einem anderen Ort zu sein, entsteht dadurch.

  • Virtual Try-on

    Virtual Try-on bezeichnet Software, die Kleidung, Brillen oder Schminke auf einem Foto oder Live-Bild einer Person so darstellt, als würde sie diese tragen. Die Technik soll den Gang in die Umkleidekabine ersetzen und wird vor allem im Online-Handel eingesetzt.

  • VirtualBox

    VirtualBox ist ein kostenloses Programm von Oracle, mit dem man einen zweiten Computer als Software auf dem eigenen Rechner laufen lässt. So kann man etwa Linux in einem Fenster unter Windows starten, ohne die eigene Festplatte neu einzurichten.

  • Vision-Language-Action

    Vision-Language-Action bezeichnet KI-Modelle, die Kamerabilder und einen Auftrag in normaler Sprache entgegennehmen und daraus direkt Bewegungen für einen Roboter berechnen. Sie verbinden Sehen, Sprachverstehen und Handeln in einem einzigen System statt in getrennten Programmen.

  • Vision-Language-Action-Modell

    Ein Vision-Language-Action-Modell ist ein KI-System, das Kamerabilder und Anweisungen in normaler Sprache entgegennimmt und daraus direkt Bewegungsbefehle für einen Roboter erzeugt. Es verbindet damit Sehen, Sprachverstehen und Handeln in einem einzigen Modell statt in getrennten Programmen.

  • Vision-Language-Modell

    Ein Vision-Language-Modell ist ein KI-System, das Bilder und Text gemeinsam verarbeitet. Es kann zu einem Foto eine Frage beantworten, weil es beide Arten von Eingaben in derselben internen Darstellung verrechnet.

  • Vision-Modell

    Ein Vision-Modell ist ein Computerprogramm, das aus Bildern oder Videos Informationen herausliest – etwa welche Gegenstände darauf zu sehen sind. Es lernt diese Fähigkeit aus Millionen Beispielbildern, statt nach festen Regeln programmiert zu werden.

  • Visual Effects

    Visual Effects, kurz VFX, sind Bildbestandteile in Filmen, Serien oder Werbung, die nicht vor der Kamera existierten, sondern nachträglich am Computer erzeugt und ins Bild eingefügt werden. Heute übernehmen zunehmend KI-Programme Arbeitsschritte, die früher Wochen an Handarbeit gekostet haben.

  • Visual Intelligence

    Visual Intelligence ist Apples Funktion, mit der das iPhone erkennt, was gerade in der Kamera oder auf dem Bildschirm zu sehen ist, und dazu Informationen liefert. Sie kombiniert Bilderkennung auf dem Gerät mit Suchdiensten wie Google und ChatGPT.

  • Visual Search Enhancement

    Visual Search Enhancement bezeichnet die Verbesserung von Suchsystemen, bei denen man mit einem Bild statt mit Wörtern sucht. Ziel ist es, dass das System auf dem Foto das Richtige erkennt und passende Treffer liefert – etwa das Produkt, das man gerade sieht.

  • Visual Studio Code

    Visual Studio Code, kurz VSCode, ist ein kostenloses Programm von Microsoft, mit dem man Programmtexte schreibt und bearbeitet. Es ist heute das meistgenutzte Werkzeug dieser Art und der Ort, an dem viele Entwickler KI-Assistenten beim Programmieren einsetzen.

  • Vite

    Vite ist ein Werkzeug, mit dem Entwickler moderne Webseiten und Web-Anwendungen bauen. Es sorgt dafür, dass Änderungen am Programmcode im Browser fast sofort sichtbar werden, und packt das fertige Projekt am Ende in eine kompakte Form für den Server.

  • VLA-Modell

    Ein VLA-Modell ist ein KI-System, das Kamerabilder und sprachliche Anweisungen entgegennimmt und daraus direkt Bewegungsbefehle für einen Roboter erzeugt. Es verbindet damit Sehen, Sprachverstehen und Handeln in einem einzigen trainierten System.

  • vLLM

    vLLM ist eine frei verfügbare Software, mit der man große Sprachmodelle möglichst schnell und speichersparend antworten lässt. Sie gilt als Standardwerkzeug, wenn ein Unternehmen ein KI-Modell auf eigenen Grafikkarten betreiben will.

  • VLOSE

    VLOSE ist ein Prüfverfahren für Programme, die Bilder und Text gemeinsam verarbeiten. Getestet wird dabei gezielt, wie ein System mit Dingen umgeht, die es beim Lernen nie gesehen hat.

  • Voice Cloning

    Voice Cloning bezeichnet Verfahren, die aus Aufnahmen einer echten Stimme eine künstliche Kopie erzeugen, die beliebige neue Sätze sprechen kann. Schon wenige Sekunden Originalmaterial reichen heute für ein hörbar ähnliches Ergebnis.

  • Voice Commerce

    Voice Commerce bezeichnet das Einkaufen per gesprochenem Befehl, etwa über einen smarten Lautsprecher oder das Handy. Statt zu tippen und zu klicken, sagt man laut, was man kaufen möchte.

  • Voice Mode

    Voice Mode ist die Sprachfunktion moderner KI-Assistenten: Man spricht ins Mikrofon und bekommt eine gesprochene Antwort, ohne etwas tippen zu müssen. Neuere Varianten verarbeiten den Ton direkt und können deshalb fast ohne Verzögerung antworten und mitten im Satz unterbrochen werden.

  • Voice OS

    Ein Voice OS ist ein Betriebssystem, bei dem gesprochene Sprache die wichtigste Bedienform ist statt Tippen und Wischen. Der Nutzer sagt, was passieren soll, und das System sucht selbst die passende App oder Funktion heraus.

  • Voice-Agent

    Ein Voice-Agent ist ein Computerprogramm, das ein gesprochenes Gespräch selbstständig führt: Es hört zu, versteht das Gesagte, antwortet mit einer künstlichen Stimme und kann dabei Aufgaben erledigen. Typische Einsatzorte sind Telefon-Hotlines, Bestellannahmen und Terminvergaben.

  • Voice-Bot

    Ein Voice-Bot ist ein Computerprogramm, das gesprochene Sprache versteht und selbst spricht, um ein Gespräch mit Menschen zu führen. Firmen setzen solche Programme vor allem in Telefon-Hotlines ein, wo sie einfache Anliegen ohne menschliche Mitarbeiter bearbeiten.

  • Vollduplex

    Vollduplex bezeichnet eine Verbindung, bei der beide Seiten gleichzeitig senden und empfangen können. Ein Telefonat ist das klassische Beispiel; bei Sprach-KI ist es die Voraussetzung dafür, dass man dem Computer ins Wort fallen kann.

  • Volumengewichteter Durchschnittskurs

    Der volumengewichtete Durchschnittskurs, kurz VWAP, ist der Durchschnittspreis einer Aktie über einen Zeitraum, bei dem große Handelsmengen stärker zählen als kleine. Er zeigt, zu welchem Preis das Geld an einem Handelstag tatsächlich geflossen ist.

  • Von-Neumann-Algebra

    Eine Von-Neumann-Algebra ist eine bestimmte Sammlung von Rechenoperationen, die man auf unendlich viele Zahlen gleichzeitig anwenden kann. Sie ist das mathematische Grundgerüst, mit dem Physiker die Quantenmechanik beschreiben, und taucht heute in der Theorie des Quantencomputings auf.

  • Von-Neumann-Architektur

    Die Von-Neumann-Architektur ist der Grundbauplan fast aller Computer: Rechenwerk und Speicher sind getrennt, und im selben Speicher liegen sowohl die Daten als auch das Programm. Weil alles über eine gemeinsame Verbindung laufen muss, entsteht ein Engpass, der bei KI-Anwendungen besonders spürbar wird.

  • Vorhersagemarkt

    Ein Vorhersagemarkt ist ein Handelsplatz, auf dem Menschen mit echtem Geld auf den Ausgang künftiger Ereignisse setzen. Der Preis eines solchen Vertrags gilt als Schätzung dafür, wie wahrscheinlich das Ereignis eintritt.

  • Vorschau-Deployment

    Ein Vorschau-Deployment ist eine eigene, vorübergehende Version einer Website oder App, die automatisch für jede geplante Änderung erzeugt wird. Beteiligte können die Änderung dort ausprobieren, bevor sie für echte Nutzer freigeschaltet wird.

  • Vorzugsaktien

    Vorzugsaktien sind Anteile an einem Unternehmen, deren Besitzer meist nicht mitbestimmen dürfen, dafür aber bei der Gewinnausschüttung bevorzugt werden. Sie sind das Gegenstück zur gewöhnlichen Stammaktie, die ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung mitbringt.

  • VPC

    Eine VPC ist ein abgetrennter, privater Bereich innerhalb der Rechenzentren eines Cloud-Anbieters, den nur ein einziger Kunde nutzt. Sie funktioniert wie ein eigenes Firmennetzwerk, läuft aber auf fremder Hardware.

  • VPN

    Ein VPN leitet den Internetverkehr eines Geräts verschlüsselt über einen Zwischenserver, sodass niemand auf dem Weg mitlesen kann. Firmen nutzen es für den sicheren Zugriff auf interne Systeme, Privatnutzer vor allem für Datenschutz und für Inhalte, die im eigenen Land gesperrt sind.

  • VS-Code-Fork

    Ein VS-Code-Fork ist eine eigenständige Kopie des weit verbreiteten Programmier-Editors Visual Studio Code, die von einer anderen Firma weiterentwickelt und verändert wird. Fast alle bekannten KI-Programmierwerkzeuge wie Cursor oder Windsurf sind auf diese Weise entstanden.

  • Vulnerability Patch Wave

    Eine Vulnerability Patch Wave ist der geballte Ansturm von Sicherheitsupdates, der losbricht, sobald eine schwere Sicherheitslücke in weit verbreiteter Software bekannt wird. Innerhalb von Stunden bis Tagen müssen Hersteller Korrekturen liefern und unzählige Betreiber sie einspielen — oft im Wettlauf mit Angreifern.

W

  • Wafer

    Ein Wafer ist eine dünne, spiegelglatte Scheibe aus hochreinem Silizium, auf der Computerchips gefertigt werden. Auf einer einzigen Scheibe entstehen gleichzeitig dutzende bis hunderte Chips, die am Ende auseinandergesägt werden.

  • Wafer Scale Engine

    Die Wafer Scale Engine ist ein Computerchip der Firma Cerebras, der so groß ist wie ein ganzer Essteller. Statt eine runde Siliziumscheibe in hunderte kleine Chips zu zersägen, bleibt sie ein einziges riesiges Stück – das macht sie besonders schnell beim Training von KI-Modellen.

  • Wafer-Scale-Chip

    Ein Wafer-Scale-Chip ist ein einzelner Computerchip, der so groß ist wie die runde Siliziumscheibe, aus der normalerweise hunderte kleine Chips geschnitten werden. Solche Chips werden vor allem gebaut, um sehr große KI-Berechnungen ohne langsame Verbindungen zwischen einzelnen Bauteilen durchzuführen.

  • Wafergroßer Chip

    Ein wafergroßer Chip ist ein einzelner Computerchip, der so groß ist wie die runde Siliziumscheibe, aus der sonst hunderte kleine Chips geschnitten werden. Er wird vor allem für das Training von KI-Modellen gebaut, weil er sehr viele Rechenwerke ohne langsame Verbindungen zwischen Bauteilen vereint.

  • Wake Word

    Ein Wake Word ist ein festgelegtes Wort, das ein sprachgesteuertes Gerät aus dem Ruhezustand holt, zum Beispiel „Alexa“ oder „Hey Siri“. Erst danach schickt das Gerät das Gesagte zur eigentlichen Auswertung weiter.

  • Walled Garden

    Ein Walled Garden ist ein geschlossenes digitales Ökosystem, in dem ein einzelner Anbieter bestimmt, welche Geräte, Programme und Inhalte zusammenarbeiten dürfen. Nutzer bekommen dafür Bequemlichkeit und Sicherheit, verlieren aber Wahlfreiheit und können nur schwer zu einem anderen Anbieter wechseln.

  • Warrant

    Ein Warrant ist ein handelbares Wertpapier, das seinem Besitzer das Recht gibt, eine Aktie oder einen anderen Basiswert später zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Weil man dafür nur einen Bruchteil des Aktienpreises zahlt, wirken Kursbewegungen stark verstärkt – in beide Richtungen.

  • Wasserfall-Modell

    Das Wasserfall-Modell ist eine Methode, Software in festen Schritten nacheinander zu entwickeln: erst planen, dann bauen, dann testen, dann ausliefern. Jeder Schritt wird abgeschlossen, bevor der nächste beginnt — das schafft Klarheit, macht spätere Änderungen aber teuer.

  • Wasserzeichen (KI-Modelle)

    Ein Wasserzeichen ist ein verstecktes Erkennungsmerkmal, das ein Computerprogramm in Texte, Bilder oder Töne einbaut, damit man später nachweisen kann: Das hat eine Maschine erzeugt. Für Menschen ist es unsichtbar, mit dem passenden Prüfwerkzeug aber auffindbar.

  • Wasserzeichen für KI-Inhalte

    Ein Wasserzeichen für KI-Inhalte ist ein verstecktes Erkennungsmerkmal, das ein Computerprogramm beim Erzeugen von Bildern, Texten, Tonaufnahmen oder Videos einbaut. Später kann eine passende Prüfsoftware daran erkennen, dass der Inhalt maschinell erstellt wurde.

  • Wasserzeichen für KI-Texte

    Ein Wasserzeichen für KI-Texte ist ein verstecktes Muster, das ein Computerprogramm beim Schreiben eines Textes gezielt einbaut. Wer den passenden Schlüssel besitzt, kann später mit hoher Wahrscheinlichkeit nachweisen, dass der Text von einer Maschine stammt.

  • WCAG

    WCAG ist ein international anerkanntes Regelwerk dafür, wie Webseiten und Apps gestaltet sein müssen, damit auch Menschen mit Behinderungen sie nutzen können. Es legt in drei Stufen fest, was eine Seite mindestens leisten muss, und ist in vielen Ländern rechtlich verbindlich.

  • Weak-to-Strong Supervision

    Weak-to-Strong Supervision beschreibt den Versuch, ein sehr leistungsfähiges KI-System von einem schwächeren Lehrer anleiten zu lassen. Die Idee steht hinter der Frage, wie Menschen künftige KI-Systeme noch kontrollieren können, wenn diese in vielen Aufgaben besser sind als sie selbst.

  • Wearables

    Wearables sind kleine Computer, die man am Körper trägt – etwa Smartwatches, Fitnessarmbänder, smarte Ringe oder Datenbrillen. Sie messen laufend Körperdaten und Bewegungen und schicken diese an ein Handy oder an Rechenzentren im Internet.

  • Web Model Context Protocol

    Das Web Model Context Protocol ist eine geplante Web-Technik, mit der eine Internetseite einem KI-Assistenten direkt mitteilt, welche Funktionen er auf ihr ausführen darf. Statt Knöpfe auf dem Bildschirm zu suchen, ruft der Assistent klar benannte Aktionen der Seite auf.

  • Web Platform Tests

    Web Platform Tests sind eine gemeinsame Sammlung von Prüfaufgaben, mit denen Browser-Hersteller kontrollieren, ob ihre Programme sich an die vereinbarten Regeln des Internets halten. Sie sorgen dafür, dass eine Webseite in Chrome, Firefox und Safari möglichst gleich aussieht und funktioniert.

  • Web Scraping

    Web Scraping bedeutet, Inhalte von Webseiten automatisch von einem Programm auslesen und in eine geordnete Datensammlung überführen zu lassen. Es ist die wichtigste Methode, um große Mengen öffentlich sichtbarer Internetinhalte für Preisvergleiche, Forschung oder das Training von KI-Systemen zu beschaffen.

  • Web-Crawler

    Ein Web-Crawler ist ein Programm, das automatisch Internetseiten aufruft, deren Inhalt speichert und dabei den Links auf diesen Seiten folgt. So entstehen die Datenbestände hinter Suchmaschinen und die Textsammlungen, mit denen KI-Systeme trainiert werden.

  • Web-Fetch

    Web-Fetch bezeichnet die Fähigkeit eines KI-Assistenten, eine angegebene Internetadresse selbst aufzurufen und den Inhalt der Seite zu lesen. Das Programm holt sich damit aktuelle Informationen, die es aus seinem Lernmaterial nicht kennen kann.

  • Web-Navigation

    Web-Navigation bezeichnet die Fähigkeit eines KI-Programms, eine Internetseite selbst zu bedienen: klicken, tippen, scrollen, Formulare ausfüllen. Statt nur Text zu erzeugen, erledigt das Programm damit mehrschrittige Aufgaben im Browser, etwa eine Recherche oder eine Buchung.

  • WebArena

    WebArena ist eine Testumgebung, in der Computerprogramme selbstständig echte Webseiten bedienen müssen, um Aufgaben wie eine Bestellung oder eine Suche zu erledigen. Sie dient als Messlatte dafür, wie zuverlässig heutige KI-Systeme im Internet handeln können.

  • WebAuthn

    WebAuthn ist ein technischer Standard, mit dem man sich auf Webseiten ohne Passwort anmelden kann – etwa per Fingerabdruck, Gesichtsscan oder Sicherheitsstick. Das Gerät beweist der Webseite die Identität, ohne dass ein Geheimnis übertragen wird, das jemand stehlen könnte.

  • WebDAV

    WebDAV ist eine Erweiterung des Web-Protokolls HTTP, mit der man Dateien auf einem entfernten Server nicht nur lesen, sondern auch anlegen, ändern, verschieben und löschen kann. Dadurch lässt sich Speicherplatz im Internet wie ein normales Laufwerk im Dateimanager einbinden.

  • Webhook

    Ein Webhook ist eine automatische Benachrichtigung, die ein Onlinedienst an eine vom Nutzer hinterlegte Internetadresse schickt, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt. So erfahren Programme sofort von Neuigkeiten, ohne selbst ständig nachfragen zu müssen.

  • WebKit

    WebKit ist das Programmstück, das aus dem Code einer Internetseite das fertige Bild auf dem Bildschirm macht. Es steckt in Apples Browser Safari und in jedem Browser auf dem iPhone.

  • WebSocket

    WebSocket ist eine Technik, mit der Browser und Server dauerhaft verbunden bleiben und jederzeit in beide Richtungen Daten schicken können. Sie ist die Grundlage für Chats, Live-Kurse an der Börse und andere Anwendungen, bei denen Neuigkeiten sofort ankommen müssen.

  • WebTransport

    WebTransport ist eine Technik, mit der eine Webseite im Browser dauerhaft Daten mit einem Server austauschen kann – in beide Richtungen und mit sehr geringer Verzögerung. Sie gilt als moderner Nachfolger älterer Verfahren für Live-Verbindungen und wird vor allem für Spiele, Videokonferenzen und Echtzeit-Anwendungen genutzt.

  • WeChat

    WeChat ist eine chinesische Smartphone-App, die Nachrichten, Bezahlfunktion und tausende kleine Zusatzprogramme in einer einzigen Oberfläche bündelt. Sie gilt als bekanntestes Beispiel für eine sogenannte Super-App und hat weit über eine Milliarde aktive Nutzer.

  • Weltmodell

    Ein Weltmodell ist eine interne Vorstellung eines Computerprogramms davon, wie sich seine Umgebung verhält und was als Nächstes passieren wird. Damit kann das Programm Folgen im Voraus durchspielen, statt jede Handlung erst in der Realität auszuprobieren.

  • Wet-Lab

    Ein Wet-Lab ist ein Labor, in dem echte Substanzen wie Zellen, Chemikalien oder Blutproben verarbeitet werden. Es ist der Gegenpol zum Dry-Lab, wo nur am Computer gerechnet und simuliert wird — und die Stelle, an der Vorhersagen von KI-Modellen sich in der Wirklichkeit beweisen müssen.

  • White-Hat-Hacker

    Ein White-Hat-Hacker sucht mit Erlaubnis des Besitzers nach Sicherheitslücken in Computersystemen, um sie melden und schließen zu lassen. Der Unterschied zu kriminellen Angreifern liegt nicht im Können, sondern in der Erlaubnis und im Ziel.

  • White-Label

    White-Label bedeutet: Ein Unternehmen kauft ein fertiges Produkt von einem Hersteller ein und verkauft es unter dem eigenen Namen weiter. Der eigentliche Hersteller bleibt für die Kunden unsichtbar.

  • Wi-Fi 6

    Wi-Fi 6 ist die 2019 eingeführte Generation des kabellosen Internets im Haushalt und im Büro. Ihr wichtigster Fortschritt liegt nicht in der reinen Höchstgeschwindigkeit, sondern darin, dass viele Geräte gleichzeitig störungsfrei funken können.

  • Wi-Fi 7

    Wi-Fi 7 ist die aktuelle Generation der kabellosen Netzwerktechnik, mit der Geräte per Funk ins Internet kommen. Sie überträgt mehr Daten pro Sekunde als frühere Generationen und reagiert vor allem schneller und zuverlässiger.

  • Windows-Kernel

    Der Windows-Kernel ist der innerste Teil des Betriebssystems Windows. Er verteilt Rechenzeit und Speicher an die Programme und ist die einzige Stelle, die direkt mit der Hardware sprechen darf.

  • Wissensgraph

    Ein Wissensgraph ist eine Sammlung von Fakten, die als Netz aus Dingen und ihren Beziehungen gespeichert sind. Suchmaschinen, Sprachassistenten und Unternehmensdatenbanken nutzen ihn, um Zusammenhänge nachschlagen zu können statt nur einzelne Stichwörter.

  • Workflow-Orchestrierung

    Workflow-Orchestrierung bedeutet, dass ein Programm viele einzelne Arbeitsschritte automatisch in der richtigen Reihenfolge startet, überwacht und bei Fehlern wiederholt. In KI-Systemen sorgt sie dafür, dass Datenaufbereitung, Modellaufrufe und Weiterverarbeitung zuverlässig zusammenspielen.

  • Workflow-Schicht

    Die Workflow-Schicht ist die Software zwischen dem Nutzer und einem KI-Modell. Sie legt fest, in welcher Reihenfolge Arbeitsschritte ablaufen, welche Daten dazukommen und wer das Ergebnis prüft.

  • Working Memory bei KI-Agenten

    Working Memory ist der Notizzettel eines KI-Programms, das mehrere Arbeitsschritte hintereinander erledigt: Dort stehen Auftrag, Zwischenergebnisse und der aktuelle Stand. Ohne diesen Zettel würde das Programm bei jedem Schritt vergessen, was es gerade tut.

  • Workslop

    Workslop bezeichnet Arbeitsergebnisse, die mit KI-Hilfe schnell erzeugt wurden, professionell aussehen, aber inhaltlich leer sind. Der Aufwand verschwindet dadurch nicht, er verschiebt sich nur zu den Kolleginnen und Kollegen, die den Text nachbessern müssen.

  • Workspace Agents

    Workspace Agents sind KI-Programme, die selbstständig Aufgaben in den Büroprogrammen eines Unternehmens erledigen — etwa E-Mails beantworten, Termine planen oder Tabellen auswerten. Sie warten nicht auf jeden einzelnen Befehl, sondern zerlegen einen Auftrag in Schritte und führen ihn aus.

  • World Model

    Ein World Model ist ein Computerprogramm, das gelernt hat, wie sich eine Umgebung verhält, und das vorhersagen kann, was als Nächstes passiert. Es dient Robotern, Spielfiguren und Videogeneratoren als eine Art innere Simulation der Welt.

  • WRAP

    Ein Wrap ist eine dünne Software-Hülle, die ein fremdes KI-Modell umschließt und nach außen als eigenes Produkt auftreten lässt. Die eigentliche Rechenarbeit macht weiterhin das Modell dahinter, meist über eine bezahlte Schnittstelle eines großen Anbieters.

  • Wrapper

    Ein Wrapper ist ein Programm, das die KI eines fremden Anbieters nutzt und drumherum eine eigene Oberfläche und eigene Funktionen legt. Der Begriff wird in der Tech-Branche oft abwertend benutzt, weil solche Produkte leicht kopierbar sind.

  • Wright's Law

    Wright's Law besagt: Jedes Mal, wenn sich die insgesamt produzierte Menge eines Produkts verdoppelt, sinken die Stückkosten um einen festen Prozentsatz. Die Regel stammt aus dem Flugzeugbau von 1936 und wird heute genutzt, um Preisentwicklungen bei Batterien, Solarzellen und Computerchips vorherzusagen.

  • Write-Permissions

    Write-Permissions sind Schreibrechte: die Erlaubnis, Daten nicht nur zu lesen, sondern zu verändern, hinzuzufügen oder zu löschen. In der KI-Welt ist der Begriff wichtig geworden, weil Programme immer häufiger selbstständig Dateien, Datenbanken oder Konten bearbeiten dürfen.

  • WSL

    WSL ist eine Funktion von Windows, mit der man Linux-Programme direkt unter Windows ausführen kann, ohne den Computer neu zu starten oder ein zweites Gerät zu benutzen. Für Entwickler ist WSL heute der übliche Weg, auf einem Windows-Rechner in der gewohnten Linux-Umgebung zu arbeiten.

X

  • XGBoost

    XGBoost ist ein Programm, das aus Tabellendaten Vorhersagen macht, indem es viele einfache Entscheidungsregeln kombiniert. Es gilt seit Jahren als Standardwerkzeug für Daten aus Tabellen, etwa bei Kreditrisiken oder Preisprognosen.

  • XPU

    XPU ist ein Sammelbegriff für Rechenchips aller Art – vom klassischen Hauptprozessor über Grafikchips bis zu Spezialchips für künstliche Intelligenz. Das X steht als Platzhalter für den jeweiligen Typ und soll ausdrücken, dass moderne Computer je nach Aufgabe unterschiedliche Chips zusammenschalten.

  • XSS-Angriff

    Bei einem XSS-Angriff schleust ein Angreifer eigenen Programmcode in eine Webseite ein, den dann der Browser fremder Besucher ausführt. So lassen sich Zugangsdaten stehlen oder Aktionen im Namen des Opfers auslösen, ohne dass dieses etwas bemerkt.

  • Xtacking

    Xtacking ist ein Fertigungsverfahren des chinesischen Speicherherstellers YMTC, bei dem die Steuerelektronik eines Speicherchips getrennt gefertigt und danach auf die eigentlichen Speicherzellen aufgesetzt wird. Dadurch werden Chips schneller und dichter, ohne dass beide Teile denselben Fertigungskompromiss eingehen müssen.

Y

  • YAML

    YAML ist ein Textformat, in dem Menschen Einstellungen für Programme aufschreiben. Es verzichtet auf Klammern und arbeitet stattdessen mit Einrückungen, damit die Struktur direkt sichtbar bleibt.

  • Yang-Mills-Theorie

    Die Yang-Mills-Theorie ist ein mathematisches Modell aus der Physik, das beschreibt, wie Kräfte zwischen den kleinsten Bausteinen der Materie entstehen. Sie ist das Grundgerüst für die heutige Beschreibung der starken und der schwachen Kernkraft und gilt in der Mathematik als eines der großen offenen Probleme.

Z

  • Zehn blaue Links

    „Zehn blaue Links" ist das klassische Aussehen einer Suchmaschinen-Ergebnisseite: eine Liste von Verweisen auf fremde Webseiten, die der Nutzer selbst anklickt. Der Ausdruck steht heute vor allem für das Geschäftsmodell, das durch KI-Antworten direkt in der Suche unter Druck gerät.

  • Zeitreihe

    Eine Zeitreihe ist eine Folge von Messwerten, die nacheinander zu festen Zeitpunkten erfasst wurden, etwa der Tagesschlusskurs einer Aktie. Weil die Reihenfolge der Werte Bedeutung trägt, braucht man für solche Daten eigene Auswertungs- und Prognoseverfahren.

  • Zentauren-Konfiguration

    Die Zentauren-Konfiguration bezeichnet eine Arbeitsweise, bei der ein Mensch und ein Computerprogramm eine Aufgabe gemeinsam lösen, statt dass einer von beiden allein entscheidet. Der Name stammt aus dem Schach, wo solche Teams zeitweise stärker spielten als der beste Mensch und der beste Computer für sich genommen.

  • Zerebralparese

    Zerebralparese ist eine dauerhafte Bewegungsstörung, die durch eine früh entstandene Schädigung des Gehirns verursacht wird. Sie ist nicht heilbar, aber mit Therapie, Hilfsmitteln und Technik lässt sich die Beweglichkeit deutlich verbessern.

  • Zero Data Retention

    Zero Data Retention ist die Zusage eines Anbieters, die Eingaben und Ausgaben eines KI-Dienstes nach der Bearbeitung nicht zu speichern. Die Daten werden nur für die Antwort verarbeitet und danach verworfen.

  • Zero Trust

    Zero Trust ist ein Sicherheitsprinzip für Computernetzwerke: Kein Gerät und kein Nutzer wird automatisch als vertrauenswürdig behandelt, nur weil er sich schon im Firmennetz befindet. Jeder Zugriff muss einzeln geprüft und genehmigt werden.

  • Zero-Day

    Ein Zero-Day ist ein Sicherheitsfehler in einer Software, den der Hersteller noch nicht kennt und für den es deshalb keine Korrektur gibt. Angreifer, die einen solchen Fehler entdecken, können ihn ausnutzen, bevor sich jemand dagegen schützen kann.

  • Zero-Day-Discovery

    Zero-Day-Discovery bezeichnet das Aufspüren einer Sicherheitslücke in einer Software, die dem Hersteller noch unbekannt ist und für die es deshalb keine Reparatur gibt. Der Name kommt daher, dass dem Hersteller null Tage bleiben, um zu reagieren, bevor die Lücke ausgenutzt werden kann.

  • Zero-Day-Exploit

    Ein Zero-Day-Exploit ist ein Angriff, der einen bislang unbekannten Programmierfehler ausnutzt. Weil der Hersteller die Lücke noch nicht kennt, gibt es kein Update, das schützt.

  • Zero-Day-Lücke

    Eine Zero-Day-Lücke ist ein Programmierfehler in einer Software, der Angreifern bekannt ist, dem Hersteller aber noch nicht. Solange kein Update existiert, sind alle Nutzer dieser Software ungeschützt.

  • Zero-Knowledge-Proof

    Ein Zero-Knowledge-Proof ist ein mathematisches Verfahren, mit dem jemand beweisen kann, dass eine Aussage stimmt, ohne die zugrunde liegenden Daten preiszugeben. Man zeigt also, dass man etwas weiß oder besitzt – aber nicht, was genau.

  • Zero-Shot

    Zero-Shot bedeutet, dass ein KI-System eine Aufgabe löst, für die es kein einziges Beispiel gesehen hat — es genügt eine Anweisung in normaler Sprache. Die Fähigkeit stammt aus dem allgemeinen Vortraining des Modells, nicht aus einer speziellen Übung für diese Aufgabe.

  • Zero-Shot-Learning

    Zero-Shot-Learning bedeutet, dass ein Computerprogramm eine Aufgabe löst, für die es kein einziges Übungsbeispiel gesehen hat. Es überträgt dafür Wissen aus seinem allgemeinen Training auf die neue Aufgabe.

  • Zero-Talent-Production

    Zero-Talent-Production bezeichnet die Herstellung von Filmen, Musik, Werbung oder Texten ohne mitwirkende Menschen vor der Kamera oder am Mikrofon. Stimmen, Gesichter und Körper entstehen dabei vollständig am Computer.

  • Zero-Width-Zeichen

    Zero-Width-Zeichen sind Schriftzeichen, die beim Anzeigen keinen Platz einnehmen und deshalb unsichtbar bleiben. Sie stecken trotzdem als echte Daten im Text und lassen sich für versteckte Markierungen oder für Täuschungsversuche gegenüber Filtern und KI-Systemen nutzen.

  • Zielfunktion

    Die Zielfunktion ist die Rechenvorschrift, die einem Computerprogramm sagt, wie gut oder schlecht es seine Aufgabe gerade löst. Sie liefert eine einzelne Zahl, und das Programm verändert sich beim Lernen so, dass diese Zahl besser wird.

  • Zirkularität

    Zirkularität beschreibt Geschäfte, bei denen Geld im Kreis zwischen wenigen Firmen fließt: Ein Unternehmen investiert bei einem Kunden, der mit diesem Geld die eigenen Produkte kauft. In der KI-Branche wird der Begriff kritisch verwendet, weil so Umsätze entstehen, die nach echter Nachfrage aussehen, aber teils selbst finanziert sind.

  • Zombie-Code

    Zombie-Code sind Teile eines Programms, die niemand mehr braucht, die aber trotzdem noch im Projekt liegen und manchmal sogar noch mitlaufen. Er kostet Zeit, verwirrt Entwickler und kann in seltenen Fällen unerwartet wieder aktiv werden.

  • Zombie-Unternehmen

    Ein Zombie-Unternehmen ist eine Firma, die dauerhaft so wenig verdient, dass sie nicht einmal die Zinsen für ihre Schulden aus eigener Kraft bezahlen kann. Sie geht trotzdem nicht pleite, weil Banken oder der Staat sie mit immer neuem Geld am Leben halten.

  • Zufallsbaseline

    Die Zufallsbaseline ist das Ergebnis, das man beim reinen Raten erreichen würde. Sie dient als Vergleichsmaßstab: Ein Computerprogramm hat erst dann etwas gelernt, wenn es deutlich besser abschneidet als diese Grenze.

  • Zugriffskontrolle

    Zugriffskontrolle regelt, wer in einem Computersystem welche Daten sehen und welche Aktionen ausführen darf. Sie besteht aus zwei Schritten: der Prüfung, wer jemand ist, und der Entscheidung, was diese Person tun darf.

  • Zweckgesellschaft

    Eine Zweckgesellschaft ist ein eigenes Unternehmen, das nur für eine einzige, genau festgelegte Aufgabe gegründet wird – etwa den Bau eines Rechenzentrums. Sie hat eigene Schulden und eigenes Vermögen, wodurch die Risiken vom Mutterkonzern getrennt bleiben.

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung

    Bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung reicht ein Passwort allein nicht aus, um sich anzumelden. Man muss zusätzlich etwas nachweisen, das man besitzt oder ist — zum Beispiel einen Zahlencode aus einer App auf dem eigenen Handy.

  • Zweiter Faktor

    Ein zweiter Faktor ist ein zusätzlicher Nachweis beim Anmelden, der neben dem Passwort verlangt wird – etwa ein Zahlencode aus einer App oder ein kleiner USB-Stick. Wer nur das Passwort kennt, kommt damit nicht mehr in das Konto.

Τ

  • τ-Bench

    τ-Bench ist ein Test, der prüft, wie gut ein KI-Assistent echte Kundengespräche führt und dabei Aufgaben in einem simulierten Firmensystem erledigt. Er misst nicht Wissen, sondern zuverlässiges Handeln über mehrere Gesprächsschritte hinweg.

  • τ-Voice

    τ-Voice ist ein Test, der prüft, wie gut ein KI-System Kundengespräche per Sprache führt und dabei echte Aufgaben erledigt, etwa eine Buchung ändern. Gemessen wird nicht, wie natürlich die Stimme klingt, sondern ob das Ergebnis am Ende stimmt.

  • τ³-Bench

    τ³-Bench ist ein Test, mit dem Forscher prüfen, wie gut KI-Assistenten mehrere Aufgaben gleichzeitig bearbeiten und dabei Regeln einhalten. Er simuliert Kundengespräche, in denen ein Programm Werkzeuge bedienen und mit einem Nutzer verhandeln muss.

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