Largest Contentful Paint

Largest Contentful Paint

Largest Contentful Paint ist eine Messgröße für Webseiten. Sie gibt an, nach wie vielen Sekunden das größte sichtbare Element einer Seite fertig geladen ist – meist ein Bild oder eine Überschrift.

Wenn du eine Internetseite öffnest, erscheint der Inhalt nicht auf einen Schlag. Erst ist die Fläche weiß, dann tauchen nach und nach Texte und Bilder auf. Largest Contentful Paint misst, wann das größte sichtbare Element auf dem Bildschirm fertig dargestellt ist. Das ist meistens ein großes Foto ganz oben oder eine fette Schlagzeile. Der Wert wird in Sekunden angegeben und ab dem Moment gezählt, in dem du auf den Link geklickt hast. Der englische Name bedeutet sinngemäß: das Zeichnen des größten Inhalts.

Warum Google auf diese Sekunden schaut

Früher hat man die Ladezeit einer Seite gemessen, bis wirklich alles fertig war. Das sagt aber wenig darüber aus, wie schnell sich eine Seite anfühlt. Für dich als Besucher zählt der Moment, in dem du den eigentlichen Inhalt siehst. Genau diesen Moment versucht Largest Contentful Paint zu treffen. Deshalb gilt der Wert als besseres Maß für die gefühlte Geschwindigkeit.

Google hat Largest Contentful Paint zu einer der drei sogenannten Core Web Vitals gemacht. Das sind drei Kennzahlen, an denen Google die Nutzerfreundlichkeit einer Seite bewertet. Sie fließen in das Ranking ein, also in die Reihenfolge der Suchergebnisse. Als gut gilt ein Wert unter 2,5 Sekunden. Zwischen 2,5 und 4 Sekunden ist die Seite verbesserungswürdig, darüber schlecht.

Für Unternehmen ist das direkt Geld wert. Studien von Onlineshops zeigen: Je länger Besucher auf den ersten Inhalt warten, desto mehr springen wieder ab. Ein Nachrichtenportal oder ein Shop verliert also Leser und Käufer, wenn der Wert zu hoch ist. Deshalb taucht die Kennzahl in Berichten von Marketing- und Technikabteilungen regelmäßig auf.

Was das größte Element ausbremst

Der Browser sucht sich selbst aus, welches Element als größtes zählt. Er betrachtet nur den Bereich, der ohne Scrollen sichtbar ist. Infrage kommen Bilder, Videovorschaubilder und größere Textblöcke. Ändert sich während des Ladens etwas, kann die Messung noch auf ein anderes Element springen. Erst wenn du klickst oder scrollst, steht der endgültige Wert fest.

Verzögerungen entstehen an mehreren Stellen. Zuerst muss der Server überhaupt antworten, was bei überlasteten oder weit entfernten Servern dauert. Dann muss der Browser die Seitenbeschreibung lesen und merken, dass er noch ein Bild braucht. Erst danach lädt er dieses Bild herunter. Ein unkomprimiertes Foto mit mehreren Megabyte kann diesen Schritt allein um Sekunden verlängern.

Entwickler haben dafür feste Gegenmittel. Sie verkleinern Bilder und speichern sie in sparsameren Dateiformaten. Sie verteilen die Dateien über Server rund um die Welt, damit der Weg kurz bleibt. Und sie sagen dem Browser vorab, welches Bild er zuerst holen soll. Ein häufiger Irrtum ist übrigens, dass ein schneller eigener Computer den Wert rettet. Gemessen wird oft auf einem durchschnittlichen Handy mit Mobilfunk, und dort sieht es deutlich schlechter aus.

Wo dir die Kennzahl über den Weg läuft

Am einfachsten siehst du den Wert im Werkzeug PageSpeed Insights von Google. Dort gibst du eine beliebige Internetadresse ein und bekommst eine Auswertung. Auch der Browser Chrome bringt eine Prüffunktion namens Lighthouse mit. Beide zeigen dir Largest Contentful Paint in Sekunden, farblich markiert von grün bis rot. Du kannst das mit deiner eigenen Lieblingsseite ausprobieren.

In Nachrichten aus der Tech-Branche taucht der Begriff meist im Zusammenhang mit Suchmaschinenoptimierung auf. Wenn Google seine Bewertungsregeln ändert, berichten Fachmedien darüber. Auch Anbieter von Webbaukästen werben damit, besonders gute Werte zu liefern. Verwechseln solltest du Largest Contentful Paint nicht mit den beiden anderen Core Web Vitals: Eine misst, wie schnell die Seite auf Klicks reagiert, die andere, wie stark Inhalte beim Laden noch verrutschen.

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