
Checkout
Der Checkout ist der letzte Abschnitt eines Online-Einkaufs: die Schritte vom Warenkorb bis zur bestätigten Bestellung. Weil hier viele Kunden abbrechen, gilt er im Online-Handel als besonders wichtiger und technisch aufwendiger Teil eines Shops.
Checkout ist das englische Wort für den Kassenvorgang. Im Internet meint es die Schritte, die zwischen « Ich will das kaufen » und « Bestellung ist raus » liegen. Man gibt eine Lieferadresse ein, wählt eine Versandart, entscheidet sich für eine Zahlungsweise und bestätigt am Ende. Erst mit dieser Bestätigung entsteht ein rechtlich gültiger Kaufvertrag. Vorher liegen die Waren nur im Warenkorb, also in einer unverbindlichen Merkliste des Shops. Der Checkout ist damit die digitale Entsprechung zum Anstehen an der Supermarktkasse.
Warum Shops um jeden Klick an der Kasse kämpfen
Der Checkout ist die Stelle, an der ein Shop tatsächlich Geld verdient. Alles davor kostet nur: Werbung, Produktfotos, Serverbetrieb. Wenn hier etwas hakt, war der ganze Aufwand vergeblich.
Und es hakt sehr oft. Branchenerhebungen zeigen, dass rund zwei Drittel aller gefüllten Warenkörbe nie zu einer Bestellung führen. Diese Zahl heißt Abbruchrate. Typische Gründe sind überraschend hohe Versandkosten, ein Zwang zur Registrierung oder eine fehlende Wunsch-Zahlungsart.
Deshalb ist der Checkout ein beliebtes Feld für kleine Experimente. Ein Shop zeigt einer Hälfte der Besucher Variante A, der anderen Variante B, und vergleicht die Verkäufe. Ein weggelassenes Eingabefeld kann den Umsatz messbar erhöhen. Das erklärt, warum Bezahldienstleister mit dem Versprechen « ein Klick weniger » Milliardenbewertungen erreichen.
Die Stationen zwischen Warenkorb und Bestätigung
Technisch besteht ein Checkout aus mehreren Schritten, die aufeinander aufbauen. Zuerst rechnet der Shop den Endpreis aus: Artikelpreise, Steuern, Versand, Rabatte. Dann prüft er, ob die Ware überhaupt noch auf Lager ist. Anschließend werden Adresse und Zahlungsdaten erfasst.
Die Zahlung selbst läuft der Shop nicht selbst ab. Er gibt sie an einen Zahlungsdienstleister weiter, also eine Firma wie PayPal, Klarna oder Stripe, die das Geld einsammelt. Diese Firma fragt bei der Bank oder Kreditkartengesellschaft nach einer Freigabe. Kommt sie zurück, gilt der Betrag als reserviert.
Erst danach schreibt der Shop die Bestellung in seine Datenbank und schickt eine Bestätigungsmail. Wichtig ist, dass jeder Schritt gegen Doppelausführung geschützt ist. Wer auf « Bezahlen » doppelt klickt, soll nicht zweimal belastet werden. Genau solche Fälle machen einen Checkout aufwendiger, als er von außen wirkt.
Vom Onlineshop bis zur Kasse im Laden
Am deutlichsten begegnet man dem Begriff in Onlineshops, oft direkt als Button-Text « Zum Checkout ». Auch Bezahlen mit dem Handy per Apple Pay oder Google Pay ist ein Checkout, nur ein sehr kurzer. Adresse und Karte sind dort schon gespeichert, es bleibt eine Bestätigung per Fingerabdruck.
In Wirtschaftsnachrichten taucht der Begriff meist zusammen mit Zahlen auf. Firmen berichten über ihre Conversion Rate, also den Anteil der Besucher, die wirklich kaufen. Steigt sie um einen Prozentpunkt, kann das bei großen Händlern Millionen bedeuten. Auch neue Vorschriften wie die verpflichtende Zwei-Faktor-Bestätigung bei Kartenzahlungen betreffen genau diesen Punkt.
Ein häufiger Irrtum ist, Checkout mit Warenkorb gleichzusetzen. Der Warenkorb sammelt nur, der Checkout schließt ab. Und im stationären Handel meint Checkout die reale Kasse, etwa in Formulierungen wie « Self-Checkout » für Selbstbedienungskassen im Supermarkt.