
LCD
LCD steht für Liquid Crystal Display, auf Deutsch Flüssigkristallanzeige. Es ist die Bildschirmtechnik, bei der eine Lampe hinter dem Bildschirm dauerhaft leuchtet und eine Schicht aus steuerbaren Flüssigkristallen dieses Licht pro Bildpunkt durchlässt oder blockiert.
LCD ist die Abkürzung für Liquid Crystal Display, auf Deutsch Flüssigkristallanzeige. Es ist eine der beiden großen Techniken, mit denen Bildschirme heute Bilder erzeugen. Der Bildschirm leuchtet dabei nicht selbst. Hinter der Bildfläche sitzt eine durchgehende Lampe, die Hintergrundbeleuchtung, und sie strahlt gleichmäßig nach vorne. Davor liegt eine dünne Schicht aus einem besonderen Material, das man elektrisch steuern kann. Diese Schicht arbeitet wie eine Jalousie: Sie lässt das Licht für jeden einzelnen Bildpunkt durch, dämpft es oder sperrt es fast ganz.
Warum fast jeder Bildschirm im Haushalt ein LCD ist
LCDs haben in den 2000er Jahren die alten, tiefen Röhrenfernseher verdrängt. Der Grund war schlicht die Bauform. Ein LCD ist flach, leicht und braucht wenig Strom. Damit wurden Notebooks, Tablets und Smartphones überhaupt erst praktisch möglich.
Bis heute ist LCD die mit Abstand billigste Technik für große Flächen. Ein 55-Zoll-Fernseher mit LCD kostet oft nur einen Bruchteil eines vergleichbaren Geräts mit selbstleuchtenden Bildpunkten. Deshalb sind die meisten verkauften Fernseher, Monitore und Anzeigetafeln weiterhin LCDs. Auch Autodisplays, Kassensysteme und Bahnhofsanzeigen nutzen die Technik.
Wirtschaftlich ist das ein riesiger Markt mit sehr dünnen Gewinnspannen. Die Produktion konzentriert sich heute stark auf China, nachdem japanische und koreanische Hersteller sich schrittweise zurückgezogen haben. Wenn in Wirtschaftsnachrichten von Panel-Preisen die Rede ist, geht es meist um LCD-Platten.
Die Jalousie aus Flüssigkristallen
Flüssigkristalle sind ein Zwischending: Sie fließen wie eine Flüssigkeit, ihre Moleküle ordnen sich aber wie in einem Kristall aus. Legt man eine kleine Spannung an, drehen sich diese Moleküle. Genau diese Drehung nutzt ein LCD aus. Sie verändert, wie stark das Licht der Hintergrundlampe die Schicht passieren kann.
Damit das funktioniert, liegen vor und hinter den Kristallen zwei Filterfolien, sogenannte Polarisatoren. Man kann sie sich als zwei Gitter vorstellen, die nur Licht in einer bestimmten Ausrichtung durchlassen. Die gedrehten Kristalle verändern die Ausrichtung des Lichts. So entscheidet die angelegte Spannung, ob ein Bildpunkt hell oder dunkel erscheint.
Farbe entsteht durch Filter: Jeder Bildpunkt besteht aus drei Feldern in Rot, Grün und Blau. Aus ihrer Mischung ergibt sich jeder Farbton. Der grundsätzliche Nachteil bleibt aber: Die Lampe leuchtet immer. Schwarz wird deshalb nie ganz schwarz, sondern nur sehr dunkelgrau. Genau hier ist OLED überlegen, eine Technik, bei der jeder Bildpunkt selbst leuchtet und sich komplett abschalten lässt.
LCD, LED und QLED im Elektronikmarkt
Im Laden stiften die Werbenamen viel Verwirrung. Ein LED-Fernseher ist kein eigener Bildschirmtyp, sondern ein ganz normales LCD. Nur die Hintergrundlampe besteht aus Leuchtdioden statt aus alten Leuchtstoffröhren. Auch QLED von Samsung ist im Kern ein LCD mit einer zusätzlichen Farbschicht.
Eine echte Verbesserung heißt Mini-LED. Dabei wird die Hintergrundbeleuchtung in hunderte kleine Zonen aufgeteilt, die einzeln gedimmt werden. Dunkle Bildbereiche werden so deutlich schwärzer. Apple nutzt das etwa in teureren iPads und MacBooks.
Man begegnet LCDs außerdem in sehr einfacher Form: in Taschenrechnern, Digitaluhren und Mikrowellen. Dort gibt es keine Farbfilter, sondern nur ein paar schwarze Balken auf hellem Grund. Diese Anzeigen brauchen so wenig Strom, dass eine Knopfzelle jahrelang hält. Es ist dieselbe Grundidee, nur mit wenigen Segmenten statt Millionen Bildpunkten.