
Mag 7
Mag 7 ist ein Sammelname für die sieben größten Technologiekonzerne der US-Börse: Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Nvidia, Meta und Tesla. Zusammen sind sie so wertvoll, dass ihre Kursbewegungen den gesamten amerikanischen Aktienmarkt spürbar mitziehen.
Mag 7 ist ein Spitzname für sieben besonders große amerikanische Technologiekonzerne. Dazu zählen Apple, Microsoft, Alphabet (die Firma hinter Google), Amazon, Nvidia, Meta (die Firma hinter Facebook und Instagram) und Tesla. Der Name stammt vom Western-Film „Die glorreichen Sieben“ und wurde 2023 von einem Analysten der Bank of America geprägt. Gemeint ist damit keine offizielle Gruppe: Die sieben Firmen arbeiten nicht zusammen und haben sich diesen Namen auch nicht selbst gegeben. Der Begriff ist reine Beobachtung von außen. Er fasst zusammen, welche Unternehmen an der Börse gerade am meisten wert sind und am stärksten wachsen.
Sieben Firmen, die den Markt dominieren
Wenn Menschen Geld an der Börse anlegen, kaufen sie oft keine Einzelaktien. Stattdessen kaufen sie einen ganzen Korb aus vielen Firmen auf einmal. Der bekannteste dieser Körbe ist der S&P 500, ein Index aus den 500 größten US-Unternehmen. Ein Index ist einfach eine Messzahl, die zeigt, wie sich diese Firmen im Durchschnitt entwickeln.
Der Haken: In diesem Korb zählen große Firmen mehr als kleine. Die Mag 7 machten zeitweise über 30 Prozent des gesamten S&P 500 aus. Sieben Firmen von 500 haben also fast ein Drittel des Gewichts. Wer glaubt, mit einem Index breit gestreut zu investieren, hängt in Wahrheit stark an diesen sieben Namen.
Das nennt man Klumpenrisiko. Steigen die sieben, sieht der ganze Markt großartig aus, auch wenn viele andere Firmen stagnieren. Fallen sie, reißen sie den Index mit nach unten. Genau deshalb tauchen die Mag 7 in Finanznachrichten so häufig auf: Sie sind zum Stimmungsbarometer für den gesamten Markt geworden.
Was die sieben verbindet — und was nicht
Alle sieben verdienen ihr Geld mit digitalen Produkten und haben eine Gemeinsamkeit: Sie profitieren vom Boom rund um künstliche Intelligenz. Nvidia baut die Spezialchips, auf denen KI-Modelle rechnen. Microsoft, Amazon und Alphabet vermieten Rechenleistung in ihren Rechenzentren, das sogenannte Cloud-Geschäft. Meta und Apple bauen KI-Funktionen in Produkte ein, die Milliarden Menschen ohnehin täglich nutzen.
Dazu kommt ein wirtschaftlicher Vorteil. Software lässt sich fast beliebig oft kopieren, ohne dass die Kosten mitwachsen. Ein zusätzlicher Nutzer einer App kostet praktisch nichts. Deshalb erwirtschaften diese Firmen enorme Gewinne und können Milliarden in neue Technik stecken, ohne sich Geld leihen zu müssen.
Trotzdem ist die Gruppe weniger einheitlich, als der Name suggeriert. Tesla baut Autos und ist deutlich kleiner als die übrigen sechs. Nvidia verkauft Hardware, Meta lebt von Werbung, Apple vor allem von Geräten. Analysten diskutieren deshalb regelmäßig, ob die Zusammenfassung überhaupt sinnvoll ist. Manche sprechen inzwischen von den „Fab Four“ oder anderen kleineren Gruppen.
Wo der Begriff in den Nachrichten auftaucht
Am häufigsten liest man von den Mag 7 zur Quartalssaison. Viermal im Jahr veröffentlichen börsennotierte Firmen ihre Zahlen. Weil die sieben so schwer wiegen, kann ein einziger enttäuschender Bericht den gesamten Markt an einem Tag ins Minus drücken. Journalisten schreiben dann Sätze wie: „Die Mag 7 haben den Index gerettet.“
Auch in Debatten über eine mögliche KI-Blase fällt der Begriff. Kritiker warnen, dass die hohen Kurse Erwartungen an künftige KI-Gewinne widerspiegeln, die noch nicht eingetreten sind. Befürworter halten dagegen, dass die Unternehmen anders als in der Dotcom-Zeit um das Jahr 2000 heute real hohe Gewinne machen. Wer recht hat, ist offen.
Ein typischer Irrtum ist, die Mag 7 für eine feste Liste zu halten. Die Zusammensetzung ist informell und kann sich ändern. Firmen wie Netflix oder Broadcom werden je nach Marktlage mitgenannt oder ersetzen einzelne Mitglieder. Der Begriff beschreibt eine Beobachtung, keine offizielle Kategorie.