PHP

PHP

PHP ist eine Programmiersprache, die speziell dafür entwickelt wurde, Webseiten dynamisch zu erzeugen — also Inhalte auf einem Server zu berechnen, bevor sie im Browser erscheinen. Sie läuft auf einem Großteil aller Webseiten weltweit und ist der Kern bekannter Plattformen wie WordPress und Wikipedia.

PHP ist eine Programmiersprache für das Web. Sie läuft nicht im Browser des Nutzers, sondern auf dem Server — also dem Computer, der eine Webseite ausliefert. Wenn jemand eine Seite aufruft, führt der Server den PHP-Code aus, baut daraus eine fertige HTML-Seite zusammen und schickt diese an den Browser. Der Nutzer sieht das Ergebnis, nie den Quellcode. PHP steht für „PHP: Hypertext Preprocessor“ — ein selbstbezügliches Kürzel, das in der Programmiererkultur mit einem Augenzwinkern gewählt wurde. Die Sprache erschien 1994 und gehört heute zu den am weitesten verbreiteten Serversprachen der Welt.

PHPs Gewicht im Web

Schätzungen zufolge laufen rund 75 Prozent aller Webseiten mit bekannter Servertechnologie auf PHP. Das liegt vor allem an WordPress, dem verbreitetsten System zum Erstellen von Webseiten, das vollständig in PHP geschrieben ist. Auch Wikipedia, Facebook in seinen frühen Jahren und viele andere große Plattformen setzten auf PHP.

Diese Verbreitung ist kein Zufall. PHP war von Anfang an leicht zu erlernen und ließ sich direkt in HTML einbetten, ohne eine aufwendige Projektstruktur aufzubauen. Webhosting-Anbieter unterstützten PHP früh und flächendeckend. Das machte den Einstieg für Entwickler weltweit sehr niedrigschwellig — und sorgt bis heute dafür, dass PHP im Netz allgegenwärtig ist.

Wie PHP eine Seite baut

Der grundlegende Ablauf ist geradlinig. Ein Nutzer klickt auf einen Link. Der Server empfängt die Anfrage und führt die zugehörige PHP-Datei aus. Der Code kann dabei eine Datenbank abfragen — zum Beispiel: „Welche Artikel hat dieser Nutzer gestern bestellt?“ Die Antwort der Datenbank fügt PHP in eine HTML-Vorlage ein und schickt das fertige Dokument zurück. Jeder Seitenaufruf kann so individuell und aktuell sein.

PHP-Code steht in regulären Textdateien mit der Endung .php und ist mit HTML gemischt. Ein einfaches Beispiel: Eine Datei enthält normales HTML für den Seitenkopf, dann einen PHP-Block, der den aktuellen Wochentag berechnet und ausgibt, dann wieder normales HTML. Der Server interpretiert nur die PHP-Blöcke; alles andere reicht er unverändert weiter.

PHP unterscheidet sich damit von Sprachen wie JavaScript, das standardmäßig im Browser des Nutzers läuft. Beide können modernes Web ermöglichen, aber PHP kontrolliert, was der Server tut — JavaScript, was auf dem Bildschirm passiert. In vielen Webprojekten arbeiten beide zusammen.

PHP in Produkten und Nachrichten

Wer einen Blog auf WordPress betreibt, nutzt täglich PHP — ohne es zu merken. Jede aufgerufene Seite, jeder Kommentar, jeder Login wird von PHP-Code verarbeitet. Auch Shopsysteme wie WooCommerce oder das Forum-System phpBB basieren auf PHP. In der Praxis begegnet man dem Begriff vor allem, wenn Sicherheitslücken in WordPress-Plugins gemeldet werden: Diese sind fast immer in PHP geschrieben.

In Tech-Nachrichten taucht PHP auf, wenn neue Versionen der Sprache erscheinen. PHP 8, erschienen 2020, brachte deutliche Geschwindigkeitsverbesserungen und neue Sprachfunktionen. Kritiker hatten PHP lange für eine unsauber designte Sprache gehalten; seit Version 7 hat sich das Bild merklich verbessert, und die Sprache wird in der Entwicklergemeinschaft ernster genommen als früher.

Für jemanden, der Webentwicklung lernen will, ist PHP ein sinnvoller Einstiegspunkt. Die Grundkonzepte — Variablen, Schleifen, Datenbankabfragen — lassen sich schnell in sichtbare Ergebnisse übersetzen. Und wer einmal verstanden hat, wie eine PHP-Seite entsteht, versteht auch das Grundprinzip hinter praktisch jeder dynamischen Webseite.

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