Slack

Slack

Slack ist ein Programm, mit dem Teams in Firmen schriftlich miteinander arbeiten – statt per E-Mail schreiben sie in thematisch sortierten Gruppenchats. Es gehört seit 2021 zum Softwarekonzern Salesforce und ist heute außerdem ein wichtiger Ort, an dem KI-Funktionen direkt in den Arbeitsalltag eingebaut werden.

Slack ist ein Programm für die Zusammenarbeit in Firmen. Die Mitarbeiter schreiben sich darin Nachrichten, ähnlich wie in einer Messenger-App auf dem Handy. Der wichtigste Unterschied zu WhatsApp: Die Gespräche sind nicht nach Personen sortiert, sondern nach Themen. Für jedes Projekt, jede Abteilung oder jede Frage gibt es einen eigenen Gruppenchat, im Programm „Channel“ genannt. Wer neu ins Team kommt, kann dort nachlesen, was vorher besprochen wurde. Slack wurde 2013 veröffentlicht und gehört seit 2021 zum US-Softwarekonzern Salesforce, der dafür rund 27 Milliarden Dollar gezahlt hat.

Wie Slack die E-Mail verdrängt hat

Vor Slack lief die Kommunikation in Büros vor allem über E-Mail. Das hat einen praktischen Nachteil: Informationen liegen in privaten Postfächern. Wer nicht im Verteiler stand, erfährt nichts und findet später auch nichts wieder. In einem offenen Kanal ist das anders. Alles Geschriebene bleibt für das ganze Team sichtbar und durchsuchbar.

Genau dieser Vorrat an Gesprächen macht Slack für Wirtschaftsnachrichten interessant. In den Nachrichten einer Firma steckt ihr Wissen: Entscheidungen, Begründungen, Kundenprobleme. Wer eine KI darauf ansetzt, kann dieses Wissen auswerten. Deshalb gilt Slack im Konzern Salesforce als besonders wertvoller Baustein und nicht nur als Chat-App.

Wichtig ist die Abgrenzung zu Microsoft Teams. Teams kann Ähnliches und ist in Microsofts Büropaket meist schon enthalten. Der Wettbewerb der beiden ist ein Dauerthema in der Tech-Branche. Slack hat sich sogar bei der EU-Kommission über Microsoft beschwert, weil Teams gebündelt mitverkauft wurde.

Kanäle, Threads und angebundene Programme

Eine Firma richtet sich in Slack einen eigenen Bereich ein, den Workspace. Darin liegen die Kanäle. Manche sind für alle offen, andere nur für ausgewählte Leute. Antworten auf eine Nachricht lassen sich in einem „Thread“ bündeln, also einem eingerückten Unterstrang. So laufen mehrere Gespräche im gleichen Kanal nicht durcheinander.

Der technisch spannendere Teil sind die Anbindungen an andere Programme. Slack bietet Schnittstellen an, über die fremde Software Nachrichten senden darf. Eine Schnittstelle ist eine festgelegte Anfrageform, mit der Programme miteinander reden. So meldet etwa ein Server automatisch in einen Kanal, wenn eine Webseite ausfällt.

Solche automatischen Schreiber heißen Bots. Ein Bot kann auch auf Befehle reagieren, etwa Urlaub eintragen oder ein Ticket anlegen. Seit 2024 baut Slack zusätzlich Sprachmodelle ein, also KI-Systeme, die Texte verstehen und formulieren. Sie fassen lange Kanäle zusammen oder beantworten Fragen aus dem Gesprächsverlauf. Das Produkt dazu heißt Slack AI und kostet extra.

Slack in Schule, Firmen und Börsenmeldungen

Am häufigsten begegnet man Slack im Berufsleben, besonders in Softwarefirmen, Start-ups und Redaktionen. Auch Universitäten, Vereine und Open-Source-Projekte nutzen es. Für Privatpersonen ist es untypisch, weil es auf Teams zugeschnitten ist. Eine kostenlose Version gibt es, sie zeigt aber nur die neuere Nachrichtenhistorie.

In Wirtschaftsnachrichten taucht der Name aus zwei Gründen auf. Erstens als Beispiel dafür, wie Konzerne KI in bestehende Software einbauen, statt eigene Chatbots zu starten. Zweitens bei Streitfragen zum Datenschutz: 2024 gab es Kritik, weil Slack Kundendaten zum Trainieren eigener Funktionen genutzt hatte.

Ein verbreiteter Irrtum ist, Slack sei selbst eine KI. Es ist zuerst ein Kommunikationswerkzeug. Die KI sitzt obendrauf und arbeitet mit den Texten, die Menschen dort hinterlassen. Wenn in einer Firma niemand sauber schreibt, hilft auch die beste Zusammenfassung nicht.

Subscribe free. Unsubscribe the second it sucks.

High-signal news across AI, business, UX, and tech. Every morning.