RTX 5090

Die RTX 5090 ist Nvidias teuerste Grafikkarte für normale Heimcomputer, vorgestellt Anfang 2025. Sie wurde für Computerspiele entwickelt, wird aber auch benutzt, um KI-Programme auf dem eigenen Rechner laufen zu lassen.

Die RTX 5090 ist eine Grafikkarte der Firma Nvidia. Eine Grafikkarte ist ein Bauteil im Computer, das sehr viele einfache Rechenoperationen gleichzeitig erledigt. Genau das braucht man, um bewegte Bilder in Spielen zu berechnen. Die RTX 5090 kam Anfang 2025 auf den Markt und war zu diesem Zeitpunkt das schnellste Modell, das Privatleute kaufen konnten. Der Preis lag bei rund 2000 Euro, in den ersten Monaten wegen Knappheit oft deutlich darüber. Sie gehört zur sogenannten Blackwell-Generation, also zu einer bestimmten Baureihe von Nvidia-Chips.

Warum eine Spielekarte in KI-Nachrichten auftaucht

Bilder in Spielen und KI-Modelle brauchen dieselbe Art von Rechnung. In beiden Fällen werden riesige Tabellen aus Zahlen miteinander multipliziert. Ein normaler Hauptprozessor macht das nacheinander und ist dabei langsam. Eine Grafikkarte hat tausende kleine Recheneinheiten, die parallel arbeiten. Deshalb ist sie für KI hunderte Male schneller.

Entscheidend ist bei der RTX 5090 der eigene Speicher auf der Karte. Sie hat 32 Gigabyte davon, deutlich mehr als die meisten Vorgängermodelle. Ein KI-Sprachmodell muss komplett in diesen Speicher passen, sonst läuft es gar nicht oder extrem zäh. Mit 32 Gigabyte bekommt man Modelle mittlerer Größe lokal zum Laufen. Genau deswegen kaufen Entwickler und Forscher diese Karte, obwohl sie als Spielehardware verkauft wird.

Ein zweiter Grund ist politisch. Die USA beschränken den Export besonders leistungsfähiger KI-Chips nach China. Karten wie die RTX 5090 stehen deshalb regelmäßig in Nachrichten über Schmuggel und Ausfuhrregeln. Eine Grafikkarte für Videospiele ist damit zum Gegenstand von Handelspolitik geworden.

Was in der Karte steckt

Das Herzstück ist ein einzelner großer Chip mit über 20.000 Recheneinheiten. Sie heißen bei Nvidia CUDA-Kerne. Jeder einzelne ist simpel, aber sie arbeiten alle gleichzeitig. Daneben sitzen spezialisierte Bauteile, die Tensor-Kerne heißen. Diese sind allein für die Zahlentabellen von KI-Modellen gebaut und beschleunigen sie zusätzlich.

Der Speicher der Karte ist vom Typ GDDR7 und sehr schnell angebunden. Das ist wichtiger, als es klingt. Bei KI-Anwendungen ist meist nicht die Rechenleistung der Engpass, sondern das Nachladen der Zahlen aus dem Speicher. Man kann sich das wie eine Küche vorstellen: Die Köche sind schnell genug, aber die Zutaten kommen zu langsam an.

Der Preis für all das ist Strom. Die RTX 5090 zieht unter Volllast bis zu 575 Watt, mehr als ein kleiner Heizlüfter. Sie braucht ein starkes Netzteil, ein großes Gehäuse und gute Belüftung. In viele fertige Bürocomputer passt sie schlicht nicht hinein.

Zwischen Gaming-PC und Rechenzentrum

Im Alltag begegnet die Karte den meisten Menschen in Spiele-Tests. Dort geht es um Bildraten in aktuellen Titeln und um Technik namens DLSS, bei der die KI Zwischenbilder erzeugt, statt sie voll zu berechnen. Auch Videoschnitt und 3D-Programme profitieren stark. Für reines Spielen ist sie allerdings überdimensioniert, günstigere Modelle reichen fast immer aus.

Die zweite Gruppe sind Leute, die KI-Modelle auf dem eigenen Rechner betreiben wollen. Der Vorteil ist Unabhängigkeit: Keine Daten verlassen den Computer, es fallen keine laufenden Gebühren an. Ein häufiger Irrtum ist aber, dass man damit ChatGPT nachbauen könnte. Die größten Modelle brauchen den Speicher von dutzenden solcher Karten.

In Rechenzentren stehen deshalb andere Produkte, etwa Nvidias B200. Diese kosten pro Stück ein Vielfaches und sind darauf ausgelegt, zu tausenden zusammenzuarbeiten. Die RTX 5090 ist die stärkste Karte für einen einzelnen Schreibtisch, nicht für eine Serverhalle. In Börsennachrichten taucht sie trotzdem auf, weil sie zeigt, wie eng Spielemarkt und KI-Geschäft inzwischen verbunden sind.

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