HubSpot

HubSpot

HubSpot ist ein US-amerikanisches Softwareunternehmen, dessen Programme Firmen dabei helfen, Kundenkontakte zu verwalten, Werbung zu verschicken und Anfragen zu beantworten. Die Software läuft im Internet, wird monatlich bezahlt und richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen.

HubSpot ist ein Softwareunternehmen aus Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts. Es verkauft Programme, mit denen Firmen den Kontakt zu ihren Kunden organisieren. Darin wird festgehalten, wer sich für ein Produkt interessiert hat, wer schon gekauft hat und wann zuletzt jemand angerufen wurde. Dazu kommen Werkzeuge, um Werbemails zu verschicken, Webseiten zu bauen und Kundenfragen zu beantworten. Man installiert nichts auf dem eigenen Rechner, sondern arbeitet über den Browser. Die Firma wurde 2006 gegründet und ist seit 2014 an der Börse notiert.

Warum sich Vertrieb um Software dreht

Ein kleiner Betrieb kann sich Kundenkontakte noch merken oder in einer Tabelle notieren. Ab ein paar hundert Kontakten geht das schief. Termine werden vergessen, zwei Mitarbeiter rufen denselben Kunden an, Anfragen verschwinden im Postfach. Software für Kundenbeziehungen löst genau dieses Problem und sammelt alles an einem Ort.

HubSpot ist deshalb interessant, weil es diesen Markt von unten aufgerollt hat. Der große Konkurrent Salesforce richtete sich lange an Konzerne mit eigenen IT-Abteilungen. HubSpot bot stattdessen eine Grundversion kostenlos an und verlangte erst Geld, wenn eine Firma wächst. Dieses Modell heißt Freemium: kostenloser Einstieg, bezahlte Zusatzfunktionen.

Für die Börse ist die Firma ein typischer Vertreter des sogenannten Abo-Geschäfts. Kunden zahlen monatlich, statt einmal eine Lizenz zu kaufen. Solche Einnahmen sind gut planbar, weil die meisten Kunden im nächsten Monat wieder zahlen. Analysten schauen deshalb genau darauf, wie viele Kunden kündigen und wie viel ein durchschnittlicher Kunde ausgibt.

Ein Baukasten aus mehreren Hubs

Das Angebot ist in Module aufgeteilt, die HubSpot selbst Hubs nennt. Im Zentrum steht die Kontaktdatenbank, in der jeder Kunde einen eigenen Eintrag hat. Dort landet automatisch, welche Mails er bekommen hat, welche Seiten er besucht hat und was am Telefon besprochen wurde. Die anderen Module greifen alle auf dieselbe Datenbank zu.

Der Marketing-Teil verschickt Mails an ausgewählte Gruppen. Der Vertriebsteil verwaltet offene Geschäfte und erinnert an Rückrufe. Der Service-Teil sammelt Beschwerden als Tickets ein. Vieles läuft über Automatisierungen: Wenn ein Besucher ein Formular ausfüllt, bekommt er zwei Tage später automatisch eine Mail.

Seit einigen Jahren steckt zunehmend künstliche Intelligenz in diesen Abläufen. Ein Sprachmodell schlägt Formulierungen für Werbemails vor, fasst lange Telefonnotizen zusammen oder beantwortet einfache Kundenfragen im Chat. Ein häufiger Irrtum ist, dass HubSpot diese Modelle selbst entwickelt. Die Firma baut vor allem eine Oberfläche um zugekaufte Technik, etwa von OpenAI, und verbindet sie mit den eigenen Kundendaten.

HubSpot in News und im Netz

In Wirtschaftsnachrichten taucht der Name meist zu Quartalszahlen auf. Dann geht es um Umsatzwachstum, Kundenzahl und darum, ob KI-Funktionen neue Kunden bringen. 2024 gab es außerdem Berichte über ein mögliches Übernahmeinteresse von Google, aus dem nichts wurde. Solche Meldungen bewegen den Aktienkurs oft stärker als die Produkte selbst.

Im Alltag begegnet man HubSpot, ohne es zu merken. Wer auf einer Firmenwebseite ein Kontaktformular ausfüllt oder einen Newsletter abonniert, landet häufig in einer solchen Datenbank. Auch die Ratgebertexte, die viele Unternehmen zur Kundengewinnung veröffentlichen, gehen auf eine von HubSpot popularisierte Methode zurück: Inbound-Marketing, also Kunden mit nützlichen Inhalten anlocken statt sie mit Werbung zu unterbrechen.

Zur Einordnung hilft der Vergleich mit ähnlichen Anbietern. Salesforce ist größer und eher auf Konzerne zugeschnitten. Zoho und Pipedrive sind günstiger und schlanker. HubSpot liegt dazwischen und wird oft von wachsenden Mittelständlern genutzt, die ihre Kundenverwaltung zum ersten Mal professionell aufsetzen.

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